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Vieslis-kiier Tmlilait.

Berlag Langgaff- 21 , , 1XJU 0cB t'-» Fernrufr

Tagbl....H.«s". Vochsntnch Z2 Kusgerven. ^ ..T-sblatt.H-us-Nr.SK5S.5S.

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Samstag. 31. Januar 1914. MOvgEN - ^UZgtlbE. Nr. 51. » 62. Jahrgang.

Die Politik der Woche.

Die Kaisergeburtstagsfeier, die für uns einen Tag des Waffenstillstandes in den politischen Kämpfen be­deutet, ist nicht nur in Deutschland, sondern auch weit und breit im Auslände, wo Deutsche wohnen, nach alter, guter Sitte festlich begangen worden, und diese Feiern wurden nirgends durch einen Mißton getrübt. Besondere Beachtung hat auch die Kaifergsburtstags- feier in Zabern gesunden, bei der ein Ergebenheits­telegramm an. den Monarchen abgesandt wurde, welches man als Stimmungszeichen überall freudig begrüßt hat. Wenn man aber aus dem Umstande, daß bei der aus dem gleichen Anlaß veranstalteten Festtafel in Straßburg der Statthalter Graf Wedel, der Staats­sekretär Zorn v. Bulach und der kommandierende General v. Deimling beieinander gesessen hätten, irgend­welche politische Schlußfolgerungen ziehen zu können meinte, so hat es sich in diesem Falle gezeigt, daß das mit Unpäßlichkeit entschuldete Fernbleiben des Unter­staatssekretärs Mandel ein zuverlässigeres Anzeichen war. Hat doch Freiherr v. Bulach in der Kommission des Landtags die Mitteilung gemacht, die freilich in eingeweihten Kreisen längst bekannt war, aber schon durch die Form dieser Kundgebung Aufsehen erregte, daß . die elsaß-lothringische Regierung ihre Konsequenzen aus . den Zaberner Vorfällen gezogen, das ^heißt. ihre Denkission eingereicht habe,. und es gilt als sicher, daß auch der Statthalter Graf Wedel seinen Posten ver­lassen wird, um so mehr, da dies ohnehin schon längst, d. h. vor den Zaberner Vorfällen, seine Absicht war. Wenn schon jetzt nach den neuen Männern geraten wird, so ist das ein ziemlich fruchtloses Beginnen; doch wird man dem Wunsche Ausdruck geben dürfen, daß diese neuen Männer ihre Aufgabe darin sehen mögen, die Wunden, welche die Zaberner Vorfälle in den Reichs­landen geschlagen haben, zu heilen.

Wie dringend notwendig das ist, sollte man schon aus der Schadenfreude entnehmen, mit der die Zabern- Krisis jenseits der Vogesen.'verfolgt' wurde und wird. Ist diesereine Freude" sind freilich gerade jetzt einige Wermutstropfen gefallen: und das haben mit der Aus­dehnung ihres Betriebes die r u s s i s ch e n P u t i l o w- W e r k e getan. Es ist in Frankreich allen Ernstes ge- alaubt worden, daß in irgendeiner Form eine Liierung der Putilowschen Waffenfabrik mit dem deutschen Unternehmen stattgefunden habe, und wenn dies auch von Petersburg aus rundweg dementiert wurde, so scheint doch jedenfalls die Verbindung mit den eng­lischen : Marim-Wickers-Werken eine Tatsache zu sein. Darüber aber ist man an der Seine sehr mißvergnügt, und man schreit Zetermordio über dieUndankbarkeit" der russischen..Regierung, welche die Milliarden Frank­

reichs gern nehme, aber die französische Industrie zurücksetze.

Aus ähnlichen Gründen ist man auch dem reiselusti­gen griechischen Ministerpräsidenten Venizelos gram, dem man gleichfalls vorhält, daß er sich in Paris um die Ausnahme einer großen An­leihe bemüht habe, aber dann nach Berlin weiter gereist sei, um auch bei den deutschenStaatsmännern um Gunst für die griechische Sache zu werben. Der schlaue Kreter ist. in der Tat ein Diplomat, aber mehr als die Mächte schon setzt in der I n s e l f r a g e, die nun unmittelbar vor ihrer endgültigen Lösung steht, zugestanden haben, wird er füglich kaum durchzusetzen hoffen, und . die Griechen haben auch alle Ursache, damit zufrieden zu sein, denn die Mächte haben ja dem englischen Ver­mittlungsvorschlag im wesentlichen zugestimmt.

Zu einem Kompromiß ist es auch in England bei dem heftigen Streit um das Flottenbudget gekommen. Obwohl die Londoner Offiziösen noch sehr geheimnis­voll, tun, steht doch fest, daß das Kabinett den Bau von vier Dreadnoughts sür das kommende Jahr beschlossen hat, woraus hervorgeht, daß sowohl Churchill von seinen Rüstungsplänen wie Lloyd George von seinen Ab­rüstungsforderungen erheblich. nachgelassen haben, wo­mit die Ministerkrisis wenigstens bis aus weiteres bei­gelegt ist.

Die Rolle des standhaften Zinnsoldaten spielt noch imrner der ewige Präsident Huerta, der sein Regime durch die Massenerschießung der angeblich nach seinem Leben trachtenden Verschwörer zu befestigen sucht. Eine weichere Natur ist der Präsident Oreste von Haiti, der angesichts der wieder einmal ausgebrochenen Revolution, die dort zur Tagesordnung gehört, auf dem deutschen KreuzerVineta" : Schutz gesucht hat. Es kann kaum'wundernehmen, daß wie in Mexiko so auch auf Haiti der rührige Uncle Sam bereits seine Jnter- ventionsabsichten ankündigt, selbstverständlich so wird wenigstens in Washington versichert aus reinster Moncheiifreundllichkeit.

politische Übersicht.

Spezialisierung im Knwallsberuf.

DerHandelsvertragsverein, Verband zur Förde­rung des deutschen Außenhandels" hat seit längeren Jahren seiner Geschäftsführung eine Internationale Rechts-Hilfestelle eingegliedert, welche u. «. Listen emp­fehlenswerter Rechtsanwälte tnt Ausland führt. Es hat sich nun in der Praxis gezeigt, wie wichtig es mindestens in komplizierteren Fällen ist, daß die deutsche Firma mit dem ausländischen Anwalt nicht

direkt, sondern durch Vermittlung eines deutschen Zwi­schenanwalts verkehrt. Ein solcher ist aber nur dann wirklich nützlich, wenn er sowohl mit der Sprache als auch mit den Rechts-, Gerichts- und. Anwqltsverhält- nissen des betreffenden Auslandsgebietes ausreichend vertraut ist. Derartige Spezialanwälte sind vorläufig uoch Ausncihmeerscheinungen; es wäre sehr erwünscht, daß solche in allen großen deutschen Industrie- und Handelsplätzen wenigstens sür diejenigen ausländischen Staaten zu finden wären, mit denen der betreffende Platz besonders im Geschäftsverkehr steht. Bei den Ärzten, Philologen und anderen akademischen Berufen hat sich die Entwicklung zur Spezialisierung längst Bahn gebrochen. Ihre Notwendigkeit im Anwaltsberuf wird nicht nur seitens des rechtsuchenden Publikums empfunden, sondern auch in den Kreisen, der Rechts­anwälte selbst, und zwar nicht nur im geographischen Sinne, sondern auch für andere Rechtsgebiete, wie Strafrecht, gewerblichen Rechtsschutz, Verwaltungsrecht, Ehe- und Familienrecht, Handels-, Wechsel- und Kon­kursrecht usw. Auch die vielbeklagte Überfüllung des Anwaltsberufs dürfte durch Spezialisierung nicht un­wesentlich gemildert werden.

Diese Entwicklung wird nun aber gehemmt durch die von den Ehrengerichten der Anwaltskammern heute vertretene Auffassung, daß die Selbstbezeichnung eines Anwalts als Spezialist sür ein bestimmtes Rechtsgebiet als Reklame anzusehen ist und deshalb zu disziplinari­scher Ahndung Anlaß gibt. Selbstverständlich hat aber eine Spezialisierung nur dann Sinn und Zweck, wenn es dem Anwalt auch möglich ist, sich dem rechtsuchenden Publikum in geeigneter Weise, also etwa auf seinem Hausschild, auf Briefbogen und Formularen, in Publi­kationen usw. als Spezialist bekannt zu machen und aus diese Weise seine Tätigkeit auch wirklich auf das betreffende Spezialgebiet zu konzentrieren. Die dem entgegenstehenden Usancen bedürfen daher einer zeit­gemäßen Revision.

Um eine solche in die Wege zu leiten, hat der Han- delsvertragsverein jetzt dem Deutschen. Anwaltsverein eine ausführliche Darlegung seines Standpunktes unterbreitet und ihn gebeten, diesen Gegenstand auf die Tagesordnung des nächsten Deutschen Anwalts­tages., zu setzen. Interessenten können die betreffende Denkschrift auf Wunsch vom Vereinssekretariat (Ber­lin W., Köthenerstr. 28/29) erhalten.

Nationale Misstonsaufgaben in Kamerun.

Aus dem Heiserblatt der Goßnerschen Mission ent­nehmen wir einem vom Missionsinspektor Förtsch verfaßten Artikel interessante Angaben über die natio­nalen Missionsaufgaben in Kamerun. Da sich jetzt die Erkenntnis in kolonialen Kreisen Bahn gebrochen hat,

New Horker Brief.

New 9)arf, im Januar.

Ich glaube, in keinem Winkel der Welt gibt es Bürger, die stolzer sind auf ihre Stadt als die New Yorker, oder, wie sic sich gerne nennen hören, Broadwayitcn. In ihren Augen ist New York die einzige Lebensmöglichkeit überhaupt, während, es .außerhalb wie eine Dame mir sehr selbstbe­wußt erklärte es nur ein Kampieren gibt.EveryiMng outside of New York is Camping." Gegen den fürchter­lichen Lärm, gegen das unaufhörlich drängende Vorwärts­streben dieser Stadt ist der New Yorker so unempfindlich,, daß er einen erstaunt und mitleidig anfieht, wenn man ihm davon redet. Alle Straßenbahnen und besonders die Untergrund­bahn sind in den Morgen- und Abendstunden zur Zeit des rush" derartig überfüllt, daß es einfach unmöglich ist, einen Sitz zu bekommen. Nun haben wir aber hier kein so schönes Gesetz wie in Deutschland, das die Personenzahl eines reden Wagens vorschreibt. Die Beamten schieben vielmehr nach, solange noch ein Eckchen frei ist. Aus allen Teilen der City flutet das Leben nach der Unterstadt, wo es sich in Wallstreet zu den weltumspannenden kommerziellen Unter­nehmungen konzentriert, und alle-'die Kaufleute und Beamten haben nun zweimal täglich dreiviertel Stunden in der über­füllten Untergrundbahn zuzubringen. Aber nur selten hört man eine Stimme gegem die unerhörte Behandlung seitens der Subway-Divekt'.on stch erheben, die, trotzdem die Stadt setzt schon seit Jahren um täglich sechshundert Köpfe wächst, ewig das alte System beibehalt, das besonders in der furcht­baren New Yorker Sommerhitze beinahe unerträglich ist. Jeder denkt hier nur an sich und das Gesetz ist entweder zu schlapp oder aber selber zu sehr daran beteiligt, um den

ewigen Erpressungen Einhalt zu tun. Die Lebensmittelprene

sind auf eine nie dagewesene Hohe gestiegen, trotzdem dieses wunderbar reiche Land übergenug produziert.. Alles ist h'er bekannterweise vertrustet, . und die Trusts kontrollieren den Markt ganz nach Belieben, so hat z. sg. ber Vertrust alle frischen Eier in die Kühlhau,er berstaut und damit einen ,o rapiden Aufschlag erzwungen, daß man garantierte Eier nicht unter drei Mark fünfzig das Dutzend kriegen kann. Und dasselbe ist's mit Fleisch und Gemüse, deren Preise fort­während im Steigen begriffen sind. Lange kann das natür­

lich nicht so weiter gehen und es liegt in der Natur der Sache, daß irgendwie ein Ausgleich ftattsinden muß. So scheint denn die,, seil geraumer Zeit erwartete Panik in Wallstreet in bedenkliche Nähe gerückt und hat bereits eine würdige Ein­leitung gehabt, im Fallieren einiger großer Geschäfte.. Henry Siegel, der Eigentümer zweier enormer Department Stores, mutzte, nachdem seine Schulden bis zu einer Höhe von ca. dreißig Millionen angewachsen waren, den Konkurs anmel­den. Eine diesen Geschäften attachierte Sparbank wurde selbstverständlich stark in Anspruch genommen (man redet von zehn Millionen), so daß auch noch Hunderte von armen Leu­ten ihren letzten Pfennig bei diesem Krach verloren. Und in einem anderen derartigen Institut sollen sich kj e Sparer mit dreißig Prozent begnügt haben.

Nun müssen Sie daraus äber nicht etwa schließen, daß New York in Trauer gehüllt über dre schweren Zeiten klagt. Im Gegenteil, das Nachtleben nn Herzen der Stadton the great white way" isi 'ästiger und die Dollar, fließen in Strömen. Ein angesehenes Restaurant inseriert, daß es zehn- bis zwanzigtausend Austern und tausend bis zwölfhundert Hummern täglich absetzß Lebensnotwendig- ietten, die ein recht respektables summchen repräsentieren dürften. Auch in anderer Hinsicht wird nicht gespart, und nachdem eben kaum das enorme Woolworth Building mit seinen vierzig Personenaufzügen dre von den Dimensionen dieses Gebäudes einen leisen Begriff ßeben _ sertiggestellt wurde, sind schon die Risse zu emem neuen Himmelkratzer

heraus, dem Pan-American-Buildmg, -das mit seinen neun­hundert Fuß Höhe das höchste Gcoau.de der Welt werden soll, und dessen veranschlagte Baukosten sich ans fünfzig Millionen Mark belaufen. Das hervorragende Merkmal, der Tau­sende von Bureaus enthaltende Turm, tst auch hier wieder vorbildlich gewesen, und der einzigartigen Silhouette New Yorks wird ein anderes jener glänzenden Bauwerke einver­leibt werden, die in ihrer ragenden Schönheit eine sprechende Geschichte dieser jungen Nation verkünden. Selbstredend

Ehrensache können wir uns auch der größten Mietwoh­nung rühmen. Ste besteht aus achtundzwanzig Zimmern und kostet jährlich die Kleinigkeit von sechzigtausend Mark.

Für das neue Postgebäüde, das soeben fertiggestellt, zwei- bundertfünfzig Tonnen Postsendungen täglich zu bewältigen imstande ist, hat die Stadt achtzehn Millionen ausgegeben, während Charles Gates, ein reicher Geschäftsmann, auf sein

wunderbares dorisches Grabmonument eine halbe Million verwendete. Sie sehen, von einer direkten Not können wir also noch nicht gerade, reden, wenn sie nicht den folgenden Fall darunter klassifizieren wollen. Mrs. Heye, die schöne Gattin eines Millionärs, der brutaler Weise die arme Frau auf nur sechzigtausend Mark jährliches Einkommen gesetzt hatte, bewies vor Gericht haarscharf, daß sie allein für ihre beiden Kinder jährlich über zweihunderttausend benötige, und zweifelsohne unsere Richter haben für solche Dinge volles Verständnis wird sie es wohl auch erhalten.

Wirkliche Not konnte man sehen bei den öffentlichen Weihnachtsfeiern, wo die armen verlumpten Gestalten von der Bowery herüberkamen, um sich an einem Stückchen Weih­nachten zu erfreuen. New York tut viel für seine Armen, und es würde mehr als diese Spalten füllen, nur einen klei- nen Teil dessen anzuführen, was zu Weihnachten hier an Wohltätigkeit geschieht. ^ Besonders tut sich die Heilsarmee in bswundernswexter Weise hervor, wie man denn deren wun­dervolle und segensreiche Tätigkeit erst in einer solchen Riesenstadt richtig schätzen lernt. Sie brachte in den Vere einigten Staaten dieses Jahr dreihundertfünfzigtausend Weihnachtskorbe zur Verteilung, von denen dreißigtausend allern auf New York entfallen. Jeder Korb enthält ein Huhn, Kaffee, Zucker, Bret und diverse Gemüse, und meist

Jp halbverhungerte Gesichter, die sich zu einem matten Lächeln zwingen, wenn sie die seltene Gäbe in Empfang nehmen. EZ hilft immerhin, wenn es auch die Not nicht zu lindern vermag. Eine öffentliche We'hnachtsfeier auf dem Madison-Platz wurde von einer ungenannten Dame veran­staltet, die einen mehrere Stock hohen Christbaum stiftete und allen, die es wollten, Kaffee und belegte Brote gab, soviel sie nur immer mochten. Und in einem fünfstündigen Konzert wechselten Musikkapellen mit einem Chor von Negcrkindern, wobei besonders die schwermutvollen Gesänge der letzteren auffielen. Suwanee River, Kentucky Babe und die alten Klage- und Trutzlieder gegen die Sklaverei. In diesen Melo- dlen atmet die ganze schwere Vergangenheit des Südens, lebt sich der Negercharaktcr aus in seiner so stimmungsvollen Sentimentalität, und sie sind sicher das Poetischste, was dieses junge Land hervorgebracht bat.

Amerika tut wie gesagt ungeheuer viel für die weniger vom Glück Begünstigten, und so mutet es denn bei­nahe unverständlich an, wenn man hört, wie die Amerikaner