Nr. 50*
Freitag 30. Januar ist».
Wiesbadener TergblatL.
ALend-AusgaSe, 1. Blatt.
Seite 3.
Parlamentarisches.
Die Sonntagsruhe in der Budgetkommission. Der 24.
Ausschuß des Reichstags begann gestern vormittag die Be- ratung des Gesetzentwurfs über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Zu § l der Vorlage lagen mehrere Anträge "vor, die in der allgemeinen Aussprache eingehend begründet wurden. Ein Vertreter der Regierung bestätigte, daß die Vorlage einen Schritt auf dem Wege zur vollen Sonntagsruhe darstelle und hielt die Abstufung der Orte nach der Einwohnerzahl für eine kaum geeignete Grundlage. Sodann wurden die weiteren Sitzungen auf Donnerstag, 6. Februar, vertagt.
Die Arbeitswilligenschutz-Jnterpellation im sächsischen Landtag. Die Zweite sächsische Kammer beschäftigte sich in der gestrigen Nachmittagssitzung, welcher auf der Tribüne der Kronprinz beiwohnte, mit zwei Interpellationen und einem Antrag, betreffend den Schutz der Arbeitswilligen und Sicherung des Koalitionsrechts usw. Nachdem Abg. Böhme lkons.) den Antrag seiner Partei, betreffend den Schutz der Arbeitswilligen und die Freiheit des Gewerbebetriebes, begründet hatte, wobei er das strikteVerbotdesStreik- postenstehens forderte, erwiderte Staatsminister Graf Vitzthum von Eckstädt: Das Koalitionsrecht sei eine n o t w e n d i g e W a f f e, die beiden Parteien mit voller Parität gewährt werden müsse. Es dürfe jedoch kein Koalitionszwang daraus werden, die Willensfreiheit des einzelnen müsse gewahrt werden. Die Negierung erachte es als ihre Pflicht, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, daß sich Die wirtschaftlichen Kämpfe im Rahmen der Rechtsordnung bewegten und daß Gewalttätigkeiten unter allen Umständen vermieden würden. Bis jetzt hätten die Machtmittel im allgemeinen ausgereicht, um Vergehen gegen die öffentliche Ordnung zu unterdrücken und zu ahnden. Die bestehende Gesetzgebung reiche aber nicht allenthalben aus, um den Terrorismus gegen die persönliche Willensfreiheit zu unterdrücken. Es bedürfe einer Änderung des Strafgesetzbuches. Cr sei bereit, im Bundesrat dafür einzutreten, daß bei der Revision des Strafgesetzbuches dieses berücksichtigt würde. Er stimme in dieser Hinsicht mit den Ausführungen des Reichskanzlers überein. Zur Schaffung einer besonderen Landesstreikpolizei liege kein ausreichendes Bedürfnis vor. Die gewünschten Instruktionen für die Polizeiorgane werden geschaffen werden.
Ein württembergischer Antrag, betreffend einheitliche Regelung der Waffengewaltbestimnnmgen in Deutschland.
Von den Abgeordneten Haußmann (Vpt.), v. Kiene (Zentr.), Wieland (Deutsche Partei) und Lindemann (Soz.) ist folgender Antrag im württembergischen Landtag eingebracht worden: „Die Regierung zu ersuchen, für -den Fall, daß die Bestimmungen über das Aufgebot der bewaffneten Macht bei inneren Unruhen nicht einheitlich oder nicht zweifelsfrei sein sollten, im Bundesrat dahin zu wirken, daß eine einheitliche und zweifelsfreie Erklärung, wonach ein solches Aufgebot ein Ersuchen durch die zuständigen Zivilbehörden vorausseht, mit bindender Kraft für das gesamte Reichsgebiet erlassen wird."
Heer und Flotte.
Jahresfest des freiwilligen Automobilkorps. In den Räumen des Kaiserlichen Automobilklubs zu Berlin fand das Jahresfcst des deutschen freiwilligen Automobilkorps statt. Bei diesem Anlaß ivurde eine Allerhöchste Kabinettsorder durch den Prinzen Heinrich bekanntgegeben, die vom 27. Jan. datiert ist und wie folgt lautet: „Der mir ausgesprochenen Bitte gern entsprechend, will ich hiermit genehmigen, daß das deutsche freiwillige Automobilkorps künftig den Namen „Kaiserliches freiwilliges Automobilkorps" führt. W. I. R.
1, An den Chef des Kaiserlichen freiwilligen Automobilkorps, Prinzen Heinrich."
Schiffsnachrichten. Eingetroffcn: S. Al. S. ..Seeadler' am 29. Januar in Port Said. S. M. S. „Leipzig" am 29. Januar in Samarang (Java).
Deutsche Schutzgebiete.
— Getrennte Kirchen für Weiße und Farbige. Der hochw. Präfekt P. Klaeyle in Deutsch-Südwestafrika hat kurz vor dem Weihnachtsfeste die feierliche Einweihung der neu- crbauten katholischen Kirche in Tsumeb vollzogen. Das neue Gotteshaus trägt mit Rücksicht auf den in der Gegend vorherrschenden Kupferbergbau den Namen der heiligen Barbara, der Schutzpatronin des Bergbaues. Die Barbarakirche ist ausschließlich zur Benutzung für die weiße Nasse bestimmt. — Es ist erfreulich zu sehen, so bemerkt dazu die „Koloniale Korresp.", daß die katholische Geistlichkeit von Deutsch-Südwestafrika ebenso wie die evangelische im Gegensatz zu einflußreichen Instanzen des Mutterlandes genügend kolonialpolitische Einsicht bekunden, um eine scharfe Trennung der schwarzen und der weißen Rasse auch in kirchlichen Dingen durchzuführen. Den Reichstagsabgeordneten, die seinerzeit aus religiösen Motiven die Zulassung der Rassen mische he glaubten befürworten zu müssen, wird mau jetzt wohl die Frage borlegen dürfen, in welcher Kirche eine derartige Trauung dann vorgenommen werden soll. Die Geistlichkeit beider Konfessionen wird die Vornahme einer solchen Trauung in der für Weiße reservierten Kirche aus triftigen kolonialpolitischen Gründen entschieden ablehnen.
Kusland.
Österreich-Ungarn.
Benizelos in Wien. Wien, 80. Jan. Der gestern nach- ittag aus Berlin hier eingetroffene Ministerpräsident enizelos hat int Gespräch mit maßgebenden Persönlich- -ten mitgeteilt, Griechenland verlange nur die bekannte eine Grenzberichtignng in Südalbamen, wofür bereit sei, Albanien eine Entschädigung von Millionen Franken zu zahlen.
Ein Besuch des Königspaares von Griechenland beim »nbcrländifche» Hofe. Gmunden, 2g. Jan. Der Cum- cländische Hof siedelte r)eute m das Pezinger Palais über, > das Königspaar von Griechenland auf der Rückreise von rlin eintveffen wird. .
Die österreichische» Balkamnteressen. Wien, 29. Jan. :r Deutschradikale Wolf orachtc im Abgeordnetenhaus le Interpellation ein, 'u, der unter dem Hinweis auf itungsmekdungen, daß zwilchen: Wiener Banken, welche von c Deutschen Bank in Berlin Orrentba-hnaktien -rben haben, und der ierbischen Regierung einerseits und rer französischen Finanzgruppe andererseits Verhandlungen ttfänden, gegen die Heranziehung französischen
ipitals Stellung genommen und der Schutz .der öster- chischeu Interessen ans dem Balkan verlangt wird.
Ein tschechischer Wahlerfolg. Trebnitz, 29. Jan. Die Gemeinde Podsetitz bei Trebnitz wurde bei den Gemeinde Wahlen von den Tschechen -erobert.
Fr<rnkreich.
Ein Besuch des englischen Königspaares in Aussicht.
Paris, 30. Jan.^ Wie der „Figaro" zu melden in der Lage ist, werden der König und die Kön-i gl n von England in der zweiten Hälfte des April dein Präsidenten Poin- cate einen off ig teilen Besuch abstatten. Das genaue Programm der Festlichkeiten und die Dauer des Aufenthaltes stehen noch nicht fest. Das Blatt erklärt, daß der Besuch das -Ergebnis des Aufenthaltes des französischen BotschafterS Paul C a m b o n auf Schloß Windsor sei.
Der Gesundheitszustand der Truppen in Versailles und Satory. Paris, 29. Jan. Den Blättern zufolge sind unter der Garnison von Versailles und des Lagers von Satorh in der letzten Zeit eine ungewöhnlich große Zähl von Todesfällen infolge von Lungenentzündung vorgekommen.
Eine Interpellation zum Typhus in Luntzvillc. Paris, 29. Jan. Der Deputierte von LunAiille. M e y u i l l e t, teilte dem Unterstaatssekretär des Krieges Maginet mit, daß er ihn über die gesundheitliche Wasserversorgung der Garnison Lunöville interpellieren werde,
Unterseebootsunfall. Paris, 30. Jan. Wie aus Rochesort gemeldet wird, ist gestern nachmittag ein englischer Dampfer gegen^ das französische Unterseeboot „Montgolsier" gerannt, das sehr schwer beschädigt wurde. Nach längeren Bemühungen gelang es, das Unterseeboot in den Hafen zu schleppen.
Bulgarien.
Ei» C-mmuniquö. Sofia, 29. Jan. Die „Agence Bulgare" veröffentlicht ein CommuniquK, in dem es u. a. heißt: Die Eröffnung des Wahlkampfes gab daS Signal zu einem Verleumdungsfeldzug gegen die Regierung, der besonders in der russischen und serbischen Presse geführt wird. Die Regierung läßt keine Gelegenheit vor- übergehen, um zu erklären, daß die Wahlen bei vollkommener Freiheit unter der strengsten Befolgung der Landesgesetze vor sich gehen werden. Die unausgesetzt neu ausgesprengten Gerüchte von sogenannten kriegerischen und abenteuerlichen Absichten der Regierung und ihrem unausrottbaren R u s s e n h a ß sind eine dema- go gi sche Wahlmache ihrer Gegner. Innerhalb und -außerhalb Bulgariens nutzt man sehr das angebliche Offensivbündnis zwischen dev Türkei und Bulgarien aus. Tie Regierung kann sich nicht damit abgeben, politischen Kombinationen aller Art Dementis -entgegenzusetzen. Die Regierung hält sich streng an -ihr Programm innerer Erstarkung und an die Unterhaltung wür diger Beziehungen zu den auswärtigen Mächten.
Türkei
Eme Hausordnung für die kaiserliche Familie. K o ii stantinopel, 29. Jan. Da die Einsetzung eines unter -dem Vorsitze des Thronfolgers stehenden Familienrates zu verschiedenen tendenziösen Insinuationen Anlaß gab, wird in Pfortekreisen amtlich festgestellt, daß eS sich einfach um eine Überprüfung der nach europäischem Vorbilde ausgearbeiteten Hausordnung für die türkisch-kaiserliche Familie' sowie um die Beratung über gewisse Familienangelegenheiten der kaiserlichen Prinzen handelt.
Ein Vorschuß der Berliner Finanz für die Türkei. K o n st a -n t i n o p e I, 30. Jan. Das Finanzministerium verhandelt augenblicklich mii Berliner Finanzleuten über einen Vorschuß von 400 000 türkischen Pfund auf die neue Anleihe.
Eine neue Eisenbahnkonzession für Frankreich. Paris, 80. Jan. Wie das „Echo de Paris" meldet, hat die französische Eisenbahn-Gesellschaft in Konstantinopel vom türkischen Ministerium -der öffentlichen Arbeiten eine neue Konzession verlangt für die Küstenlinie vom Hafen Jaffa in Süd Palästina nach Saida, dem alten Sidon. Nach dem -genannten französischen Blatt dürfte die türkische Regierung die Konzession aller Wahrscheinlichkeit nach gewähren.
Mittelamerika.
Die Lage in Haiti. Port-au-Prrnce, 29. Jan. Hier wird gemeldet, daß die Truppen -am Freitag zu erwarten seien. Die Ordnung dürfte dann wiederhergestellt wer -den. Nachts hörte man unbedeutendes Schießen. Die Deutschen befinden sich unter dem Schutz der ausae schifften Landungskorps außer Gefahr.
Luftfahrt.
Rene Pegoudflüge in Berlin. Aus dem Flugplatz Johannisthal werden wieder am 21. und 22. März Peaoud- flüge stattfinden. Pegoud wird seinen fast senkrechten nach oben gerichteten, schraubenförmigen Aufstieg zeiget,.
aus St adt un d Land.
Wiesbadener Nachrichten.
vis Heilsarmee.
Wer hat nicht schon einmal etwas von ihr gehört, und sei cs auch iiur das spöttisch zitierte „Schon wieder eine Seele «erettettett". Welch falsche Urteile sind über die Heilsarmee verbreitet und mit wie viel Vorurteilen hat sie heute noch zu kämpfen trotz ihrer großen Erfolge und ihrer weiten Verbreitung. Ihre Offiziere arbeiten in den Regionen des ewigen Schnees in Alaska, im tropischen Jamaika, in Ceylon, durchreiten die Ebenen Argentiniens, sind in Südafrika zu treffen, an den Fjörden Norwegens, ebenso wie bei den Indianern, in Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark. Nur wenige Kulturländer, und zwar ausschließlich solche, in denen der Katholizismus überwiegt, wie Österreich, Spanien usw., sind nicht von ihnen erobert worden. Die Heilsarmee dringt in die Tiefen hinab, vor denen, wie ein Kritiker sagt, sich oft die korrekten Priester mit Schaudern abwendeu. Sie bietet die Stätte, wo bcu Elenden, Verstoßenen und Verkommenen doch wenigstens einmal das Wort treffen mag, das ihn über Elend und Schmutz seiner Uutgebuiig hinaus auf das Dasein höherer Güter und sittlicher Möglichkeiten weist. Natürlich muß eine Religion wie die der Heilsarmee, die, ivie RiMche es ausdrückte, „das Vieh von Trunkenbolden und AMchiveisenden moralisch grunzen lehrt", genau so sozial sein, wie es daS Christentum in seinen Anfängen gewesen ist, so lange es elwu die Religion von Unterdrückten und Sklaven war. Für die kirchlojen Massen, für die Heiden, für
Notleidende, für Unbeschäftigte, für Obdachlose, für Arme, Kranke, Gefangene, für Trunksüchtige hat sie ihre sozialen Einrichtungen. Für Lebensmüde unterhält sie Beratungs- stellen, für Vermißte Nachforschungsämter. Gefallenen und Gefährdeten, Kindern und jungen Leuten, Militär, Matrosen und Hochseefischern vermag sie durch ihre besonderen Einrichtungen zu helfen. Es ist ein Verdienst von P. A. CI a s e n, in einem bei Eugen Diederichs (Jena) erschienenen Werk „Der Salutismus" auf die segensreiche Tätigkeit der Heilsarmee hingewiesen zil haben. In Deutschland wird heute die Heilsarmee von Köiiigsberg, Leipzig, Straßburg, Mülhausen, Düsseldorf, Köln und vor allem von Hamburg, das-in den letzten Fahren 20 000 M. jährlich gab, in ihrem Sozialwerk unterstützt. Vielen ist dies oder jenes an der Heilsarmee nicht sympathisch. Man mutz aber bedenken, für wen sie arbeitet; und was für sie spricht, das ist ihr Erfolg. Kf.
- Ist auch in katholischen Kirchen die Heizung notig? Die Frage ist eigentlich eine müßige, sollte es wenigstens sein, denn was dem Protestanten recht ist, ist dem Katholiken billig. Wie man aber aus nachfolgendem sieht, bestehen unter den Rechtskundigen, selbst nach dieser Richtung hin, Meinungsverschiedenheiten. Int Jahre 1901 ivurde von der katholischen Kirchengemeinde in Höchst gegen den königlich preußischen Staatsfiskus ein Prozeß angestrengt, bei dem es sich um die Verpflichtung zum Bau einer neuen katholischen Kirche handelte. Rach sechsjähriger Dauer ivurde dieser Prozeß zugunsten der klügerischen Gemeinde entschieden, und die Kirche, ein wahres Schmuckstück, ist in der Zwischenzeit auch erbaut worden. Ehedem hat die Kirche in Höchst zum Eigentum des Antoniterstifts. eines damals in Frankfurt bestehenden Klosters, gehört. Das Klostergut wurde später säkularisiert, ging im Jahre 1866 auf den preußischen Staat über, und auf dieser Tatsache beruht der Anspruch der Kirchengemeinde. Inzwischen nun hat sich die Anlage einer Heizung in der Kirche als notwendig erwiesen. Rach der Ansicht der Gemeinde liegt die Verpflichtung, die Kosten zu tragen, ebenfalls dem Staat, als Rechtsnachfolger des Antoniterstifts, ob. Nachdem die Heizanlage mit einem Kostenaufwand von 6000 M. 'zwischen- zeitig festgestellt worden ist, klagt die Gemeinde auf Erstattung dieser Summe. Der Fiskus verweist zu seiner Entlastung auf einen von der Weilburger evangelischen Kirchengemeinde geführten Prozeß, bei welchem es sich um die Anbringung eines Blitzableiters sowie einer Orgel handelte. Damals sei vom höchsten Gerichtshof anerkannt worden, daß nach dem allgemeinen preußischen Landrecht, welches im Jahre 1867 auf die neuerworbenen Landesteile auSgÄiehut ivorden sei, die Regierung, bezw. der Minister, darüber zu entscheiden habe, ob für diese oder jene Anlage ein Bedürfnis vorliege. Im übrigen sei in katholischen Kirchen die Heizung nicht üblich, und diesbezüglich könne schon aus diese!» Grunde die BedürfniSfrage nicht bejaht weichen. RechtS- anivalt Dr. Beres, als Vertreter der katholischen Kircheu- gememde Höchst, teilt diesen Standpunkt nicht. Nach ihm hat das Allgemeine Landrecht in Nassau keine Gültigkeit, und btm mooevnen Brauch entspricht es, auch in katholischen Kirchen Heizanlagen herzustellen. Das Landgericht entschied in dem Prozeß für die Gültigkeit des Rechtswegs. Wird dieser Ent- scheid von der höheren Instanz aufrecht erhalten, so ist. da bezüglich der Höhe der Kosten keine Meinungsverschiedenbeiten bestehen, der Rechtsfall zugunsten der klagenden Kirchengemeinde entschieden.
Zu einer erregenden Szene kam es heute vormittag vor der hiesigen Strafkammer. Der Schuhmacher Anton B r e i d c n b a ch. ent Mann, welcher zurzeit in Freiendiez 5E elniahrige Gefängnisstrafe wegen FahrraddiebstahlS ver- S' * j'ch wegen eines gleichen Diebstahls verantworten. Es handelt sich bei ihm um einen recht gefährlichen Menschen ^ A^Erg schwebt ein Strafverfahren wider chn wegen i As dreidenbach t,t nach einem SachverständigengutEen lalle.^ b-anlagt. Er ist dem Gericht schon dadurch ^ !“ [n ' b (?’ er - eme 0anäc Meitze von konfusen Eingaben aus dew Gefängnis abrichtete. Heute vor der Strafkammer be- '^1 cr d, derart, oaß der Gerichtsvorsitzende chm Fesseln
forhfrh-x 1 “I“ 1 ' Scm aber widersetzte sich Breiderchach.'^iu herkulisch gebauter Mann, mit aller Entschiedenheit. Zwei ? e ™ e waren notig, um ihn zu bändigen und seinen Wider- brechen „Wer sind Sie da. Sie Onkel", redete er den Gerichtsvorsttzenden an. ich habe nichts gemacht, sonst 'ch es sagen. Was mit mir geschieht, ist mir ga^ gleichgültig; meinetwegen nehmen Sie mir den Kopf he^ !E^^Dte Szene währte an die zehn Minuten, und als der Gerichtshof endlich die Vertagung der Verhandlung und die Wiederabfuhrung des Mannes beschloß, weil er nicht verhand- lungsfahig sei. war auch das Breidenbach nicht recht. Er ber- lanAe, etn Schriftstück verlesen zu dürfen, welches er in der ^asc^ trage, und worauf er alles verzeichnet habe, und sträubte sich gegen seinen Rücktransport ins Gefängnis nack ganzen Kräften. ^
,, . Billeneinbruch. In die dem Fabrikbesitzer Brockhue.« Hierselbst gehörige Billa „Mia" in Niederwalluf wurde naäis Ä Dw Diebe welche es anscheinend nur aus bwL Geld abge,ehen hatten durchwnylten sämtliche Behälter, entwende en aber so wett bis letzt ermittelt ivurde, kerne WeÄ-
verfolgte die Spur der L
des neuen^A-chtffiellmuses 79
fümÄÄcn mü a, Lm ie | e ’^? ü ' 'b«lmter die
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verein? von k & r + A ie §?Mnanstalt des Wiesibc FnauL- bÄirstiae? K-i ^ §oths Adolfsallee 8. 5 5 Ul., für Speisung '^urder: von IM re S. 3 M.. für FrMtück kür fom SoaS* 50 ” r$ißu Poths- Adolfsallee 8. ßlCft: Le Mc wrdEEer Geschädigten an der Ostsee: von Ritüreistex Tb I 3 M" Adolfsallee 8, 20 M.. C. R. 20 M.,
WilHlriÄ Notizen, Die, Vakanzen liste Nr. 5 für m unserer Expedition zur immtedt* W’ 'smitcfii offen. - Auf die von der FortsÄritt- n-rans?.!?? va r t e i heute abend in der Turngesellschast s Monatsversammlung, in welcher Referendar Sans Iceier (Frankfurt) über, „Politik und Moral" sprechen wird, sc. Yierdurch nochmal aufmerksam gemacht.
vorberichte übsr ttunst, Vorträge und verwandtes,
* Königliche Schauspiele. Die Reihenfolse der Abonne- mentL,.Buchstaben für die nächste Woche ist folgende: Senn- taö.C, Montag D, Dienstag A, Mittwoch B, Donnerstag r Freitag A, Samstag D, Sonntag B Montag C.
„ * Kurtüeater. Ab 2 . Februar' gastiert hier das Dr Krüger Scetch-Ensemble, welches die neuesten Schlager aus dem Gebiete der Theater- und KaSaret-Kunst mitbringt. Dem
