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Nr. 4L». Donnerstag, 2I« $mm e

Dauer des Sitzungsabschnitts, sondern während des ganzen Gesetzgebungsabschnitts verlangte, wie wir seiner­zeit meldeten, ein nationalliberaler Antrag im Reichstag. Im Bundesrat besteht jedoch nach Erkundigungen bei unterrichte­ten Stellen keine Neigung, einer derartigen Ausdehnung der Freifahrtkarten zuzustimmen.

Heer und Klotre.

Die Waffenbrüderschaft zwischen Bayern und Preußen.

Am Geburtstag des Kaisers wechselten die bayerisch-preuhi- schen Grenzgarnisonen in Aschaffenburg und Hanau von kameradschaftlichem Geist durchwehte Begrützungstele- gramme. In den Telegrammen wurde unter Hinweis auf die alte Waffenbrüderschaft gemeinsame Treue zu Kaiser und Reich gelobt.

* Keine Ausschreitungen der „Hansa"-Matrosen. Kürz­lich brachten Zeitungen die (von uns gleich in Zweifel ge­zogene) Nachricht, Matrosen des vor Syrakus liegenden deut­schen Kreuzers „Hansa" hätten in betrunkenem Zustand grobe Ausschreitungen begangen. Wie amtlich festgestellt worden ist, ist dies in jeder Hinsicht unzutreffend. Offenbar liegt eine Verwechslung mit Matrosen eines Handelsdampfers vor.

Kusland.

Hsterreich-Unyerrn.

Annahme der ungarischen Wehrvorlage. Budapest, 29. Jan. Die ungarische Wehrvorlage ist gestern im Abge­ordnetenhause angenommen worden. Danach wird das Rekrutenkontingent der österreichisch-ungarischen Armee um 31 300 Mann erhöht. Das gesamte Rekrutenkontingent in Ungarn wird nach dem Gesetz 108 694 Mann betragen.'

Schweiz.

Eine Studienreise einer Militärmiffion nach Deutsch­land. Zürich, 28. Jan. Eine schweizerische Militärkom- misiion, bestehend aus den Obersten Audeoud, Müller und v. Wattenwyl sowie dem Major Hilfiker, die mit den Studien zum Ankauf von Militärflugzeugen betraut wurde, begab sich nach Deutschland. Sie wird sich gehn Tage in Berlin, Frankfurt a. M., Leipzig und Mülhausen aufhalten. Der Kommission ist der Flieger Oskar Bider als Sachverständiger beigegeben worden.

Frankreich.

Eine wichtige Marokkovorlage in der Kammer ange­nommen! Paris, 2«. Jan. Die Kammer erörterte die Vorlage, welche die Regierung des Protektorates über Marokko ermächtigt, eine Anleihe von 170 Millionen zur Ausführung öffentlicher Arbeiten und zur Tilgung der Schulden des Maghzen aufzunehmen. Der Bericht­erstatter Lang, der auf die verschiedenen Einwendungen antwortete, erklärte daß die Vorlage 500 000 Franken für Eisenbahn st udien Vorsicht. Der Bau dieser Eisen­bahnen soll im wirtschaftlichen Programm inbegriffen sein. Lang wies die Berechtigung für die Wahl Casablancas als Hafen nach und gab für die dortigen Hafenarbeiten Gründe wirtschaftlicher und militärischer Natur an. Der. Bericht­erstatter fügte hinzu, daß das Protektorat Vorschüsse gewähre, die es durch eine Taxe auf den Tonnengehalt der Schiffe decken werde. Doumergue führte aus, daß 80 Millionen der Anleihe zur Tilgung früherer Schulden dienen sollen und >40 Millionen für die kommenden Ausgaben. Der Minister- nräsident erklärte, datz das Parlament demnächst sich über eine Vorlage zum Bau einer Eisenbahn von Tanger nach Fez aussprechen solle, die das erste Stück der marok­kanischen Eisenbahnen bildet. Zum Schluß bat Doumergue die Kammer, für die Gesetzesvorlage zu stimmen, welche die wirtschaftliche Größe Nordafrikas und Frankreichs mächtig unterstützen werde. (Beifall.) Die Vorlage wurde hierauf durch Handaufheben einstimmig angenommen.

Typhus in der Garnison Lnncville. Paris, 29. Jan. Nach einer Meldung aus Luneville hat der Kommandeur des 20. Armeekorps, General F o ch, gegen die Verwaltung der städtischen Wasserversorgung Strafanzeige erstattet, weil _bie Wassergraben mittels Lauge in betrügerischer Ilbsicht keimfrei gemacht worden seien, während in dem zum Verbrauch be­nutzten Wasser die Krankheitskeime nicht zerstört worden seien. In der Garnison Luneville seien in den letzten Tagen unge­wöhnlich viele Typhusfälle vorgekommen.

England.

Der Kohlentransportarbciterstreik beendet. London, 28. Jan. Der Streik der Kohlentransportarbeiter ist nahezu beendet. Eine große Zahl von Arbeitern hat die Arbeit wieder ausgenommen und fortgesetzt- kehren zahlreiche Arbeiter zur Arbeit zurück.

^nkland.

Zum Romanow-Jubiläum. Petersburg, 28. Jan.

Die zur Erinnerung an das Romanow-Jubiläum erbaute Kathedrale wurde heute in Gegenwart des Kaisers und des serbischen Kronprinzen sowie der Großfürsten und Groß­fürstinnen eingeweiht.

Bulgarien.

Eine Note iiber griechische Greueltaten im Balkankrieg. A-B. Sofia, 23. Jan. Die Regierung übermittelte den Gesandtschaften der Großmächte eine Note, in welcher aus­führlich zahlreiche Grcueltaten geschildert werden, . welche während des Krieges von den regulären griechischen Truppen begangen worden sind und gegen die wiederholte Verletzung der Genfer Konvention von 1006, betreffend die Verbesserung des Loses der Kranken und Verwundeten im Felde und die Regelung der Kviegsgesetze und Gebräuche zu Lande, protestiert wird.

Nc-rvantovikg

Ans dem Flottenkomitee des Repräsentantenhauses.

Washington, 28. Jan. I« der heutigen Sitzung des Flottenkomitees des Repräsentantenhauses "betonte Konter­admiral Vreeland die Notwendigkeit des Baues von vier Schlachtschiffen anstatt der zwei vom Sekretär des Marineamts voraeschlagenen, und empfahl gleichfalls den Bau von 16 Tor­pedobootszerstörern anstatt acht.

Zur Lage in Mexiko- Juarez, 28. Jan. General Villa ist hier eingetroffen, um mit den Hütten- und Berg- wcrkSbesitzern im Gebiet der Aufständischen über die Wieder­aufnahme ihrer Geschäft SU unterhandeln. Der General will dann nach Chihuahua zuruckkchren und von dort aus Torreon anareisen.

Luftfahrt.

Bebriucs in Kairo. Kairo, 29. Jan. Der bekannte Aviatiker Vedrines hat gestern abend vor dem Khedive einen Bortrag gehalten. Ca, 100 andere ägyptische Würdenträger hatten sich noch eingefunden. Auffallend war, daß daS euro­päische Element fast vollkommen fehlte und daß SßdbrincS nicht, wie es sonst üblich war, durch den französischen Konsul vorgestellt wurde.

Kus Stadt und Land.

Wiesbaden« Nachrichten.

Der städtische Haushalt im 2ahre I9S4.

Im Haushaltsplan der Stadt für das kommende Rech­nungsjahr sind als Einnahmen aus dem Betrieb der st äd t i- schen Straßenbahnen vorgesehen: 225000 M. bei der Dühheimer und 108 000 M. bei der Bierstadter Linie. Die wirkliche Einnahme der Dotzheimer Linie betrug im Jahre 1912 rund 211 854 M , die Voranschlagseinnahme des laufenden Jahres sieht 215 000 M. Einnahme aus dieser Linie vor. Als Ausgaben sind bei derselben Linie in den Haushalts­plan für das kommende Jahr 216 500 M. eingesetzt, so daß also mit einem Überschuß von rund 9000 M. zu rechnen wäre. Im laufenden Jahre ist der zu erwartende Überschuß mit 3800 M. angenommen, im Jahre 1912 betrug der wirkliche Überschuß rund 17 000 M. Es scheint, als wäre das mutmaß­lich ungünstigere Ergebnis des kommenden Jahres durch die Steigung der Betriebsausgaben veranlaßt, die mit einem Mehr von 24 000 M. gegenüber den wirklichen Be­triebsausgaben des Jahres 1912 in den Etat eingesetzt sind. Im kommenden Rechnungsjahr erfordern die an die Süd­deutsche Eisenbahngcsellschaft gelangenden Abgaben für 410 000 Wagenkilometer 69 700 M., während 445 000 Wagen­kilometer des Jahres 1912 nur 58 000 M. bei einem um 1,6 Pf. billigeren Strompreis betragen haben. Die Wagen­unterhaltung, die pro Wagenkilometer um 1,5 Pf. teurer ge­worden ist, erfordert ein Mehr von 2550 M. Bei der B i er- stadter Linie betrug die wirkliche Einnahme im Jahre 1912 rund 96 691 M., die Einnahme des Voranschlags beträgt dagegen 108 000 M. Ausgegeben wurden im Jahre 1912 bei dieser Linie 107 550 M., während die mutmaßlichen Ausgaben im kommenden Rechnungsjahr 125 400 M. betragen. Die Bierstadter Linie arbeitete demnach im Jahre 1912 mit einem Defizit von 10 000 M. und wird nach dem Voranschlag im kommenden Rechnungsjahr mit einem Defizit von etwa 17 000 M. arbeiten. Die Höhe des Gewinns belief sich für beide Linien zusammen cm Jahre 1912 auf 6120 M., im Jahre 1914 wird dagegen nach der Annahme des Etats für beide Linien ein Defizit von 8400 M. entstehen. Die zwei städtischen Straßenbahnlinien sind also zurzeit nichts weniger als ein gutes Geschäft; sie werden voraussichtlich auch so lange gar nicht oder nur schlecht rentieren, so lange die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft die übrigen Linien der städtischen Stra­ßenbahn und damit die Stadt selbst in der Hand hat. Nun erzielt die Stadt allerdings aus den Wiesbadener Straßen­bahnen noch 2600 M. andere Einnahmen, und zwar eine be­sondere Abgabe der Süddeutschen Eisenbnhngesellschaft für die Walkmühllinie von 2200 M. und 400 M. als Gewinn­beteiligung bei der, wie wir wissen, durchaus nicht rentablen Ncrobcrgbahn. Diesen „anderen Einnahmen" stehen indessen 3000 M. Gewinnbeteiligung der Süddeutschen Eisenbahn­gesellschaft an den beiden städtischen Linien gegenüber, so datz auch sie nicht zur Besserung des Endergebnisses beitragen.

— Evangelisationsvcrsammlungen in der Marktkirche.

Der Evangelist F. Binde veranstaltet auch in diesem Jahre eine Reihe von Vorträgen, in denen er wiederum die Lauheit und Gleichgültigkeit des Volkes in religiösen Dingen malt. Der erste Vortrag dieser Art fand gestern abend in der Marktkirche unter dem bezeichnenden Titel „Eine grauen­hafte Unwissenheit" statt. Bemerkenswert war zunächst die große Zahl der Erschienenen; die Kirche schien bis auf den letzten Platz besetzt und gab damit den Beweis, daß im Publi­kum ein Erweckungs- und Aufrüttelungsbedürfnis vorhanden ist, ein Bestreben nach Selbsterkenntnis und Lebenswahrheit. Herr Binde verbreitete sich zunächst über die Wissenschaft in weltlichen Dingen. Nichts sei weniger beliebt als Unwissen­heit. Und doch seien wir alle unwissend. Wir wissen nichts von uns, nichts von den anderen, nichts von Gott und dem Erlöser. Wir tun einander so viel unrecht, weil wir ein­ander so wenig kennen. Das L-uchen nach Selbsterkenntnis beginne an der verkehrten Stelle. Tie Unwissenheit bleibe der Fluch des Unglaubens. Um aus dieser Unwissenheit heraus­zukommen, empfahl der Redner das Lesen in der Bibel, die der Weisheit letzter Schluß se>- Die Menschen müßten sich bemühen, Gott in der Bibel kennen zu lernen, dann würden sie auch ihren Glauben an die Menschheit und an das Gute im Menschen wiedergewinnen. Die fast zweistündigen Aus­führungen, die durch drastische Beispiele erläutert waren, wur­den von den Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit ver­folgt. -ü-

— LandcSbank-Rcubau. Zu der Errichtung eines Neu­baues für die Nassauische Landesbank und Nassauische Spar­kasse, in dem auch die kürzlich errichtete Nassauische Lebens­versicherungsanstalt untergebracht . werden soll, auf dem Grundstück Rheinstratze 44 unter teilweiser Heranziehung des Grundstücks Rheinstraße 42, hatte bekanntlich der Landesaus- ichuß seine Zustimmung gegeben und das Preisgericht für das zu erlassende Preisausschreiben bestimmt. Das Preisgericht wird nunmehr am 2. Februar im Landeshaus zusammen­treten und über die inzwischen eingegangenen 61 Entwürfe lichten.

— Arbeitsvermittlung nnb_ 2anbe5au8ftfu?;. Der Landes­ausschuß beschloß, an die »Städtische Arbeitsvermittlungs­stelle" in Frankfurt a. M. für das Jahr 1912 2500 M., an das hiesige „Arbeitsamt" für das erste Vierteljahr 1913 400 SÄ- an den „KreiSarbcitSnachweis zu Limburg a. d. L. für die gleiche Zeit 200 M. auszuzahlen aus der Staatsbeihilfe, und schließlich die Kosten der Wandcrarbeitsstätte Limburg für die Zeit vom 1. Januar 1918 bis 81. März 1913 in der vollen Höhe von 5017 M. 55 Pf. auf den Etat des Bezirksverbands zu übernehmen.

— Warnung. In deutschen Zeitschriften ist in den letz­ten Monaten mehrfach ein Inserat eines holländischen Agen­ten M. Grüner erschienen, wonach für deutsche, englische und holländische Farmen, Plantagen und Faktoreien in Afrika, Südamerika, Südscc usw. junge, gesunde, militärfreie Leute als F a r m e n v e r w a l t e ^ und Aufseher zur Beauf­sichtigung eingeborener Arbeiter gesucht wurden. Von unter-

Abend-Ausgabe, 1. Blatt. _ Seite 3.

richteter «eite werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß ein solches Inserat nur von einem Schwindelagenten her­rühren kann, da es niemals vorkommt, daß Wrrtschaftsbeamte für Pflanzungs- und Farmbetriebe in überseeischen Ländern durch Vermittlung von gewerbsmäßigen Agenten gesucht wer­den. Es empfiehlt sich daher für Stellungsuchende, an den obengenannten Agenten keine Zahlung irgendwelcher Art zu leisten, sondern, wie schon oft geraten, sich zunächst mit der Zentralauskunftsstelle für Auswanderer in Berlin in Ver­bindung zu setzen.

— Kleine Notizen. Die K. K. Hofopern- und, Kammer- sängcrin Hedwig Fra ncillo-Kaufmann. die morgen Abend ein Konzert gibt, ist hier eingetroffen und wohnt im „Hotel Hohcnzollern". — Die in dem Jahre 1892, 1893. 1894 und früher geborenen Militärpflichtigen haben sich, soweit dies nicht bereits geschehen, nunmehr unverzüglich auf Zimmer Nr. 3 des Rathauses anzumelden.

vvrberrchte über ttunst, Vorträge und verwandte».

* Königliche Schauspiele. Infolge Erkrankung des Frl. Schmidt hat in der heutigen Vorstellung „Die Zauberflüte" Fol. Frick die Partie der „Pamina" und Frl. Engierth die Partie der „I. Dame" übernommen. An Stelle der erkrankten

E rau Schröder-Kaminsky singt die Kammersängerin Frl. Betty ofler vom Großherzoglichen Hoi- und Nationaltheater in Mannheim die „III Dame". Infolge E.krankung der Frau Bayrhammer gelangt morgen statt „Der Schwur der Treue" Shaws „Pygmalion" zur Aufführung. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit (Abonnement B).

* Residenz-Theater. Auf die morgen Freitag stattfindende erstmalige Aufführung der Operette „Grigri" von Paul Lincke durch das Overettenpe sonal des Hanauer Stadttheaters, unter Leitung des Direktors Steffter, wird hiermit nochmals aufmerk­sam gemacht. In den Hauptpartien sind beschäftigt die Damen Trauner (Grigri), Weißbuch (Avonne) und Wald (Mad. Brocard) sowie die Herren Hietel (Gaston), Wanczvcki (König Magawewe), Meyers (Pantoufle) und Hounold (Po-ivre). — Sonntag um 1114 Uhr veranstaltet die Opernschule des Spangenbergschen Konservatoriums im Resi­denz Theater ihre erste größere Aufführung in. Form einer Matinee. Zur szenischen Darstellung gelangen: „Fidelio", 1. Akt bis zum Finale. 4 Akt „Troubadour" und die Offen- bachiche Operette „Die Verlobung bei der Laterne".

* Kurhaus. 9 Künstler best: eiten den bunten Faschings- abend am Samstag, und zwar die Herren: Fritz Schlotthauer voni Stadttheater in Mainz (Humorist), Joseph Garei vom Ope nbaus in Frankfurt a. Di. («änger zur Laute). Alois Großmann vom Frankfurter Neuen Theater (humoristischer Vortragskünstler). E nst Malley (Chansonnier am Flügel); die Damen: 'Madeleine Wilde (Chansonniere). Mam Brach- Gareis (Vortragskünstlerin), sowie ein Tanzduett: Day and Night, am Flügel: Albert Mischel.

3«*. hem Landkreis Wiesbaden.

wc Schierstem 29. Jan. Wie wir zuverlässig hören, ist auch hier das Gemeindebudget mit den seitherigen Zu­schlägen zu den Staatssteuern nicht mehr zu balancieren und es ist bei uns eine Erhöhung des Zuschlages zur Ein­kommensteuer um zehn P ozent mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten. — Der Beiges dnete Lang ist dieser Tage beim Be­treten seines Hofes ausgeglitten, zu Fall gekommen und hat dabei einen F u ß b r u ch davongetragen.

z. Bierstadt. 28 Jan. In der letzten Sitzung des Ge - m e i n d e r a t s wurde einstimmig beschlossen, den Arztevertrag nach dem vo> liegenden Entwurf vom 1. April 1914 ab der Ge­meindevertretung zur Genehmigung in Vorschlag zu bringen. Dieser neuer Vertrag verursacht gegenüber dem alten keine nennenswerten Meh ausgaben ■— Mehrere Anwohner der Honiggasse haben Anträge gestellt um Anschluß an das Gas­netz Da die vertraglich nötige Zahl der Abnehmer mcht vor­handen ist. fordert die Stadt Wiesbaden eine einmalige Extra- ve gvturig. welche die Interessenten zu zahlen geneigt sind. Der Gemeinderat beschloß der Gemeindevertretung die Bewilligung der hierzu erforderlichen Mittel in Vorschlag zu bringen. — Am Sonntag, den 1. Februar, hält die Karnevalgesellschast „K ä w w e r n" ih e einzige Gala-Damensitzung im Saale zum „Adler" ab. — Sonntag, den 8. Febrüar. folgt alsdann die Gesellschaft „N a r r h a l l a" mit ihrer Gala-Sitzung.

hl- Wicker, 28. Jan Der Pfarrhausneuban dürfte vorläufig als gescheitert angesehen werden, da zwischen dem Kirchenvorstand und der kirchlichen Behörde erhebliche Meinungsverschiedenheiten entstanden sind.

NMmMche Nachrichten.

— Schlangenbad. 28. Jan Die Bürgerschaft unseres Bade­ortes ve einte sich anläßlich des Geburtstages des Kaisers zu einem Festmahl in Kolbs Restaurant „Rhein- gauer Hof". Bürgermeister Rossel feierte den Ehrentag in warmempfundenen. markigen Worten, welche in ein braufeiides Hurra ausklangen. Lange blieben die Festteilnehmer in fröh- lichster Stimmung beisammen

m Östlich (Rheingau), 23. Jan. In dem Wohnhause des Herrn Koch entstand hier auf noch nicht bekannte Ursache ein Schadenfeuer. Dieses griff, trotzdem die Feuerwehr so­fort zur Stelle war. schnell um sich. Das Haus sowie die an­grenzenden Ställe waren in kurzer Zeit eingeäschert. D« entstandene Schaden ist recht bedeutend.

FC Hadamar, 28. Jan. Im nahen Niederhadamar stürzte der 28 Jahre alte Landwirt Müller vom Scheunen­gerüst derart in die Tenne, daß er schwere Verletzun­gen am Kopf erlitt und kurz darauf verschied.

Nus der Umgebung.

w. Marburg, 29. Jan. Der Professor der Botanik D i e l s hat einen Ruf als Nachfolger des Profeffors Urban nach Berlin angenommen.

Neues aus aller Welt.

Große Unterschlagungen bei einer Güterabfertigungsstellc. R o m a n s h o r n, 28. Jan. Großen Um egelmätzigkeiten ist man auf der hiesigen Güterabfertigungsstelle auf die Spur ge­kommen. Der in Betracht kommende Kassenbeamte ist vor­läufig vom Dienste suspendiert worden. Es soll sich um eine sehr große Summe handeln.

Ein Schiftzusammenstoß auf dem Bodensec. Kon­stanz. 28. Jan. Gestern abcnd stieß das Trajektboot Konstanz-Bregenz mit den bayerischen Trajektkähnen Lindau- Romanshorn auf der Höhe von Schachen zusammen. Die bäuerischen Trajektkäbne rannten in das Heck des österreichischen Damvfschifses „Austria", das erheblich beschädigt wurde, doch schwlmmfählg blieb. Stach IfPstündigem Aufenthalt komüen die Fahrten nach Romanshorn und Bregenz fortgesetzt wenden.

Eine Hamburger Bark überfällig. Hamburg. 29. Jan. Die Hamburger Bark „Seestern" ist seit etwa 15 Tagen uoer- fällig. In Hamburger Schiffahrtskreisen glaubt man das Schiff im Stillen Ozean mit Mann und Maus nntcrgegangen ist. Die Bark befand sich auf der Fahrt, von Neu-Süd-Wales nach Chile. An Bord befanden sich zweiund­zwanzig Matrosen. on

Ein Dreimaster untergegangcn. Flensburg. A- -Gin. Auf der Reise von Bornholm nach HaiÄurg ist der Drennaster- schoner „Vorwärts" untergegangen. Die Besatzung von drer Mann ist ertrunken. m ■

Verhaftung dreier deutscher Falschspieler m 29 Jan. Die Polizei verhaftete hier gestern drei Deutsche, und zwar einen Johann Lenz, genannt.der rote Hans. An kan Wointfortner und einen gewissen Krerienneyer. ivaren

des Btn.gs .im Spiel überfuhrt worden.

Ein Explosiimsunglück. Nizza- -9. Jan. Bei den iui&cxSi ükwieriaen EisenbabnbauaSeiten der Bahn von Nizza