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Nr. 48* Dienstag, 87. Jamiar 1814. WieSdadSNer TKgdlgtt» _ Morgen-Ausgabe, 1. Watt. Sekte 3.'

werden, um den körperlichen Schädigungen des modernen Er­werbslebens ein Gegengewicht zu bieten. Die Olympischen Spiele sind in ihrem innersten Zwecke ein Werbemittel. Ihre segensreiche Folge ist ein starkes Geschlecht.

k?esr und Klone-.

ft- Neliimentsfeicrn beim GardekvrPK. Bon den drei Truppenteilen des Gardekorps, die 1914 ihr IVOjahriges Be­stehen begehen können, feiern das Gardeschützen-Bataillon vom 18. bis 20. Mai, das Kaiser - Alexander - Gardegrenadier- Regimenr Nr. 1 vom IS. bis 17. August, und das Kaiier- Franz-Gardegrenadier-Regiment Nr. 2 vom 18. bis 20. Aug.

Schiffsnachrichten. Der Panzerkreuzer „Gäben" ist in Genua eingetroffen.

Deutsche Schutzgebiete.

DKG. Die AuSkunftsstellc für koloniale Fragen in Frankfurt a. M. hat im Jahre 1913 116 schriftliche und 171 mündliche Auskünfte erteilt. 67 bezogen sich auf die deutschen Kolonien im allgemeinen, 68 auf Deutsch-Südwestafrika, 35 auf Deutsch-Ostafrika, 12 auf Kamerun, 8 auf unsere klei­neren Schutzgebiete, die übrigen auf Kanada, Australien, Südamerika usw. Die Mehrzahl der Ansragenden stand im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Einige Fragen kamen auch von Personen weiblichen Geschlechts. — Die im Rovem* ber 1908 eröfsnete Auskunftsstelle hält Mittwochs und Sams­tags von 11 bis 1 Uhr Sprechstunden ab Große Eschenheimer Straße 26, sie steht unter Leitung des Kaiserlichen General­konsuls a. D. Müller-Beeck. Die Kosten der Unterhaltung werden von der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abteilung Frankfurt a. M., sowie von der Frankfurter Handelskammer gewährt.

DKG.Bahnbau im Diamantengebict. In diesen Tagen hat das Bahnsystem auf den Diamantenfeldern einen wich­tigen Anschluß erreicht. Die in 1912 gebaute Strecke Prinzenbucht-Pomona-Bogenfels (45 Kilometer) ist im ver­flossenen Jahr an die Feldbahn der Kolonialen Bergbauge- sellschaft durch ein 33 Kilometer langes Verbindungs­stück angcschlossen worden, so daß man jetzt von Station Kolmannskuppe aus auf einer über 100 Kilometer langen Ge- samtstrecke durch das Pomonagebiet hindurch den Bogenfelsen, das Wahrzeichen der Südküste, erreichen kann. Eigen­tümer dieser Strecke, die gemeinsamen, durchgehenden Be­trieb erhalten soll, sind die Koloniale Bergbaugesellschaft, die Pomonadiamantengesellschaft und die Deutsche Diamanten­gesellschaft, und zwar haben die beiden letztgenannten zur be- quemen Verrechnung eine BahngeseMchaft gegründet, während die Koloniale Bergbaugesellschaft als Betriebs- pächterin eingesetzt werden soll.

Kurland«

Frankreich.

O.K. Wieviel Ritter hat die Ehrenlegion? Aus Paris wird berichtet: Der große Ordenssegen, der sich stets nach der Jahreswende in den ersten Januartagen über die Politiker, Beamten und Bürger der französi­schen Republik ergießt, ist vorüber. Bei dieser Gelegen­heit sucht das „Journal" zu berechnen, wieviel Ritter die Ehrenlegion besitzt. Heute wahrscheinlich über 50 000, denn vor Toresschluß des Jahres 1913 zählte man nicht weniger als 49 236 Franzosen, die das Recht haben, ihr Knopfloch mit dem Bande derEhrenlegion zu schmücken. 15 150 Ritter entstammen dabei dem Zivil­stande und 25 958 dem Heer und der Marine. Unter den Offizieren der Ehrenlegion verzeichnete man 2638 Zivilisten und 4076 Angehörige der bewaffneten Macht; für die Kommandeure der Ehrenlegion lauten die ent­sprechenden Zahlen 326 und 816, für die Großoffiziere 57 und 172. das Großkreuz der Ehrenlegion aber be­sitzen 17 Zivilpersonen und 27 Angehörige des militäri­schen Standes.

Der Zeitpunkt ' der Kammerwahlen. Paris,

25. Jan. Wie das „Echo de Paris" erfährt, werden die Kammerwahlen voraussichtlich zwischen dem 19. und

26. April oder zwischen dem 3. und 10. Mai stattfinden. Wahrscheinlich werden die allgemeinen Wahlen am 26. April und die Stichwahlen am 10. Mai stattfinden.

Hortmmmöft.

Das Alaska-Eisenbahn-Geseh. Washington, 26. Jan. Der Senat hat mit 46 gegen 16 Stimmen das Alaska-Eisenbahn-Gesetz angenommen, durch welches Präsident Wilson ermächtigt wird, den Bau der 1000 Meilen langen Eisenbahn in Alaska in Angriff nehmen zu lassen. Die Kosten sollen den Betrag von 40 Millionen Dollar nicht überschreiten.

Geheimrat Riester über die Geldumlaufsbill. B o st o n, 26. Jan. Geheimer Justizrat R i e ß e r er­klärte aus einem ihm zu Ehren gegebenen Diner, er sei der Meinung, daß das neue amerikanische G e l d- u m l a u f s Y st e m einen großen Fortschritt bedeute, da es für den Handelskredit die Grenzen erweitern und den Geschäftsverkehr zwischen Europa und den Nnion- staaten leichter gestalten werde.

Mexiko.

Ein Verbot chinesischer Einwanderung. Douglas (Arizona), 25. Jan. General Carranza erklärt in einem Erlaß die Chinese n für eine Gefahr der mexikani- scheu Nation und verbietet ihre Einwanderung in Mexiko, ausgenommen unter der Bedingung, wie sie das Ansschließungsgeseh der Vereinigten Staaten ent­hält. Die Chinesen, in deren Händen sich fast alle kleineren Geschäfte m Sonora befinden, wollen bei dem chinesischen Gesandten in Washington Protest erheben. Japan.

Japans Marineprogramm für 1914 bis 1921. ,x oko, 25. Jan- Der Marineminister Baron Saito bat gestern vor ber Budgetkommission das Marine­programm für 1914 bn, 19-4 auseinandergesetzi. -Capan beabsichtigt wahrend dieser Zeit 8 Panzerkreuzer von ie 30 000 Tonnen, 2 Kreuzer von jo 27 600 Tonnen Wassewerdränanng zu bauen; ferner 8 kleine Kreuzer, 2 Avisoboote, 26 Torpedobootsläger und 10 Unterseeboote. Der Finanzetat gestattet wdoch eine genaue Festsetzung des Programms nur bis 1919 und es steht fest, daß bis zu diesem Zeitpunkt 4 Panzerkreuzer und 16 Torpedo- bootsiäner und C> Unterseeboote fertig gestellt werden.

KuZ Ltaöt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

— Eine Folge der Einrichtung der Wanderarbeitsstätten? Die Zahl derjenigen, welche, weil sie ein Obdach für die Nacht nicht haben, sich jahraus, jahrein auf der Polizeihauptwache melden, hat hier in letzter Zeit eine ziemlich erhebliche Ab­nahme erfahren. Während dieselbe sich ehedem in der schlech­ten Jahreszeit dann und wann auf bis zu 30 belief, wird trotz der außerordentlich kalten, zurzeit herrschenden Witterung die Hälfte dieser Zahl kaum erreicht. Während der vorver- gaugenen Nacht meldeten sich 10 Obdachlose. Den Leuten wird im Polizeidirektionsgebäude ein gut geheizter größerer Raum, in welchem sie Polster als Nachtlager finden, angewiesen, und sie werden anderen Morgens erst entlassen, nachdem sie in Gestalt von Kaffee und Brot ihr Frühstück erhalten haben. Trotzdem übrigens keine Verpflichtung zur Arbeit an diese Leistungen geknüpft wird, pflegt man nur im äußersten Not­fall von diesen Wohltaten unserer Polizei Gebrauch zu machen. Wer die wenigen Pfennig zur Bezahlung des Logis auf der Herberge noch im Besitz hat, der wendet sich dorthin, auf der Polizeiwache erscheinen nur wenig Mittellose.

— Zum Betrieb der Biebrich-Wiesbadener Straßenbahn wird uns geschrieben: „Seit Jahren befaßt sich das Publikum sowohl wie das Straßenbahnfahrpersonal vom Biebrich und Wiesbaden mit dem berechtigten Wunsch, die offenen Motor­wagen zu verglasen. Dieser Übelstand hat schon öfters zu starken Erregungen Anlaß gegeben, und mit Recht. Wer auch nur eine kurze Strecke den Platz auf dem Vorderperron eines offenen Straßenbahnwagens wegen Besetzung des Wagens bei größerer Kälte einnehmen mußte, der weiß den Wunsch um Abhilfe zu würdigen. Besonders auf den freien Landstrecken Beausite-Biebrich-Mainz und Wiesbaden-Sonnenberg zeigt sich dieser Mißstand in seiner vollen Wirkung. Geradezu übernatürliche Anspannung wird dadurch bei anhaltender Kälte von den Straßenbahnführern bei einer täglichen unun­terbrochenen Dienstzeit von 10 bis 11% Stunden verlangt. Es ist eine unbedingte Notwendigkeit, daß die Straßenbahn- Verwaltung, wenn sie diesem Übel ein Ende machen will, für baldige Abhilfe sorgt. Es gibt nur noch einige wenige Stratzenbahnunternehmungen in Deutschland, wo dieser Mitz- stand in dem Maße wie gerade hier auf den freien Land­strecken besteht. Die Stratzenbahnöerwaltung Köln a. Rh. hat hierüber ein erfreuliches Gutachten abgegeben und festgestellt, daß die Krankheitsziffer des Personals seit dem Zubauen der offenen Wagen gewaltig gesunken ist."

— Straßenbahn Elttiille-Schierstein. Der Landesausschutz hat in seiner letzten Sitzung bekanntlich ein Konzessionsgesuch für eine Stratzenbahnverbindung von Eltville nach Schierstein abgelehnt. Es handelte sich dabei um die Erweiterung der Linie Eltville-Schlangenbad, und die Ablehnung ist, wie wir zuverlässig hören, erfolgt, weil das in der Ausarbeitung be­findliche städtische Projekt, welches seinen Anfang in Wies­baden nimmt, den Interessen des Bezirks mehr Rechnung trägt. Dieses Projekt ist bekanntlich noch in der Vorbereitung begriffen. Zurzeit schweben wegen desselben Verhandlungen mit der Eisenbahndirektion in Mainz.

— Spatzcnplage. Zu den Ausführungen unter dieser Überschrift in der Morgen-Ausgabe vom 22. d. M. schreibt uns der Vertrauensmann für Vogelschutz im Stadtkreis Wiesbaden folgendes: Die Spatzen aus den Kuranlagen fernzuhalten, ist kaum möglich, weil aus den umliegenden Gärten und aus der Stadt selbst immer neuer Zuzug erfolgt. Auch mit dem Abschießen hapert es sehr. Wenn jemand mehrmals auf sie geschossen hat, kennen die schlauen, scharfsichtigen Vögel ihn ganz genau, einerlei, in welcher Kleidung er kommt, und ver­schwinden, sobald er von ferne sich zeigt. Wo sich in den Kur­anlagen die Spatzen breit machen, sind für die Meisen beson­dere, spatzensichere Fütterungsapparate angebracht und die Rotkehlchen werden, wo es nötig ist, auch besonders gefüttert. Die Buchfinken müssen sich allerdings mit den Spatzen in das Futter teilen oder ein Futterhaus aufsuchen, wo der Spatz nicht dominiert. Wo so viel Spatzen sind wie auf dem War­men Damm, da hängen jetzt nur noch Nisthöhlen mit 27 Milli­meter weiter Flugöfsnung, durch welche der Spatz nicht hin­durch kann. Die Reinigung der in j>en Kuranlagen ange­brachten Höhlen im vergangenen Herbst ergab, daß von 100 bezogenen Höhlen nur zwei von Spatzen besetzt waren. Die städtische Gartenverwaltung füttert in hessischen Futterhäusern und Futterkrippen an 23 verschiedenen Stellen. Diese ver­teilen sich auf die Anlagen, die Friedhöfe, die Weinberge und den nächsten Wald. Auf den: Nordfriedhof stehen zwei Futterhäuser, eins im Tannenrundell in der vorderen Hälfte, das andere im hinteren Teil am Waldrand. Diese zwei Futterstellen genügen vollkommen, nicht nur für den Friedhof, sondern auch für einen großen xeu des angrenzenden Waldes, weil die Vögel im Winter in mnem recht großen Bezirk be­ständig herumziehen. Die städtische Gartenverwaltung be­treibt den Vogelschutz nicht nur m oen Anlagen, auf den Fried­höfen und in den Weinbergen, sondern auch im Wald, so weit die Mittel reichen und er liegt bei ihr in guten Händen. Auch der Tierschutzverein fordert diesenSchuh, so t>te[ er f ann . Um aber den Vögeln in unserer nächsten Umgebung in Wald und Flur ausreichenden Schutz und genügende Nistgekegenheiten bieten zu können, dazu fehlt cs leider noch an Mitteln, und hier wäre Gelegenheit für Natur- und Vogelfreunde, sich ein großes, bleibendes Verdienst erwerben durch Spendung von Beiträgen für diese gute, ideale Sache, für den Vogelschutz in unserer engeren Heimat, —er »Tierschutzverein" nimmt solche Beitrüge gern in Empfang und bürgt für ihre zweck­mäßige Verwendung.

— Der höchste Kartofselertrag in Nassau. Den höchsten überhaupt erzielten Ertrag bei den im Fahre 1913 von der Landwirtschaftskammer für den Olegie^ungsbezirk Wiesbaden durchgeführten Sortenversuchen mit Frühkartoffeln hatte der Landwirt G. Harne in Hatteicheim im Rheingau mit der Sorte „Kupferhaut", nämlich 1'-',08 Zentner auf den Morgen in schwerem Lehmboden.

— Bon der Pferdezucht- 8w Jahre 1913 wurden im Re­gierungsbezirk Wiesbaden Vierdezuchtmaterialerhaltungs- vräwien im Betrag von 1050 M. «UKg«geben an zehn Züchter, von denen fünf im Kreis Limburg, drei im Kreis Wiesbadcn- cwnd, je einer im Kreis St. Goarshausen und Oberlahn domi­ziliert, außerdem Preise in Höhe von 1280 Ai. für Kaltblut- Stutfohlcn an 34 Züchter. Von diesen sind angesessen: in den Kreisen Limburg 12, Oberlahn 8, St. Goarshausen 5, Unterlahn und Wiesbaden-Land je 4 und Westerburg einer.

— Beigeordneter Körner hat gestern einen tltagigen Urlaub angetreren.

— Jnvalivendank. Eine interessante Zusammenstellunx der im Deutschen Reich erscheinenden Tageszeitungen und Zeitschriften sowie der bemerkenswertesten Auslandspresse nebst Angaben über Erscheinungsweise und -Art, sowie Zeilen­preise usw. bringt der neu erschienene Zeitungskatalog 1914 der Annoncen-Expedition des „Jnvalidendank", Berlin IV. 9. Bei gediegener äußerer Aufmachung zeigt das über 600 Seiten starke Werk einen gut durchgearbeiteten Inhalt, der die sorg­fältigste fachmännische Bearbeitung erkennen läßt und sich in­folgedessen als durchaus nützliches Handbuch für Inserenten kennzeichnet. Der Katalog wird an Interessenten gratis ab­gegeben von der Zentrale des „Jnvalidendank", Berlin W. 9, oder deren über ganz Deutschland verbreitete Geschäftsstellen.

— Auf der Suche nach dem Raubmörder stieß ein hiesi­ger Kriminalbeamter auf einen jungen Mann, der ihm ver­dächtig vorkam. Rach dem Namen gefragt, nannte er sich Benno Groß. Es fanden sich aber in seinem Besitz Legiti­mationspapiere auf noch zwei andere Namen vor. In die Enge getrieben, gab er zu, tatsächlich Ephraim Schulze zu heißen, von Beruf Artist zu sein, und auf die Frage, wie er denn dazu komme, falsche Namen zu führen, gestand er un­umwunden zu, vor einigen Jahren seiner Schwester in London Schmuckstücke im Wert von 22 000 M. gestohlen zu haben. Weil er befürchtet habe, erwischt zu werden, habe er sich die fremden Namen zugelegt. Der Bursche wurde sofort in Untersuchungs­haft genommen. Seine Angaben haben sich zwischenzeitlich als den Tatsachen entsprechend herausgestellt.

— Unfall. Vor einem Hause in der Nikolasstraße wurde gestern nachmittag ein Wagen Papier ausgeladen. Dem da­bei behilflichen 33 Jahre alten Karl H u tz aus Sonnenberg fiel eine der schweren Rollen so unglücklich auf ein Bein, daß dasselbe brach.

— Personal-Rachrichten Landesrat Scheel von der ProvinziailDMwaltung der Provinz Hessen-Nassau ist am 21. Dezember 1913 verstorben. — Verliehen: den Regierungs- landmessern Kurt Müller zu Limburg a. L. und Ksnrad Bolland zu Wiesbaden der Charakter als Königlicher Ober­landmesser: dem Regierung? landmesser Krantz zu Limburg an der Lahn eine etatSmäßige Vermessungsbeamtenstelle.

— Tagblatt-Sammlungen. Dem Tagblatt-Verlag gingen zu für Kohlen für Arrne: von Ph. A. 20 M., M, H 3 M., von B 2 M., Frau Rhoden 6 M„ für die Schrivpenkirche: von A. K. 3 M„ für Frühstück für Schulkinder: von A. K. 3 M.. für Speisung bedürftiger Kinder: von PH. A. 10 M., A. K. 3 M„ für die vom Hochwasser Geschädigten an der Ostsee, Reg.-Bezirk Danzig: von A S. Schierstein, 3 M.

— Güterrechtsregister. Die Eheleute Pensionsirchaber Heinrich O e h r l e4 n zu Sonnenberg und Sophie, geb, Putzki, haben die Verwaltung und Nutznießung des Mannes am Frauengut ausgeschlossen und die Eheleute Schneider Heinrich B e r n e y und Karoline. geb. Loeser, in Wiesbaden haben die in einem Vertrage im einzelnen aufgeführten Gegenstände für Vorbehaltsgut der Ehefrau Berney erMrt.

— Steckbriefe sind erlassen gegen den Schuhmachergesellen August Kersten., geb. 27. Oktober 1865 zu Kassel, zuletzt ioohnbaft in Sossenheim wegen Diebstahls, den Arbeiter Fried­rich E ck, geb. 18. April 1872 zu Koblenz, zuletzt wohnhaft in Braubach, wegen Diebstahls i. w. R., und die Ehefrau Hugo Laubinger. Anna Eva Eduavda. geb. Weiß, geb. 10. Sept, 1879 zu Gieboldshausen, zuletzt wohnhaft in Wiesbaden, wegen Diebstahls,

* Königliche Schauspiele. Am Mittwoch gastiert in Goethes

„Geschwister" Delma Plesstnq vom K. K. priv. Theater in der Josephstadt in Wien als „Marianne" auf Engagement. An­schließend an die „Geschwister" geht „Cavalleria rusticana" unter Leitung Professor Mannstaedts in Szene und den Schluß des Abends bildet eine Wiederholung des Balletts „Der verzauberte Prinz" (Abonnement O). Für Donnerstag ist e,ne Aufführung der „Zauberflöte" im Abonnement C fest­gesetzt ttwrden. Die nächste Wiederholung von „Polenblut" findet am Samstag rm Abonnement A statt. Am Sonntag gehr „Lohengrin m szene (Abonnement C). ®

* Vorträge. „Im Kraftwagen durch das male- r sch e Lux emBurg ist das Thema des Lichtbildervortrags

der hiesige Brloinsmaler und Rerseschriftsteller Osbir Metzer-Elbing am Donnerstag, abends 8*/» Uhr, im „Alpen- ^rtJ« e 5 r> n n , ^ a ^ e ” i wr «- Vortrag, der auch besonders die mtetellteren durste, wird durch 140 vorzügliche Lichtbilder erläutert werden Mitglieder und Freunde der alpinen Bestrebungen und freundlichst eingeladen.

Em Radium-Experimental-Vortvag hält am Donnerstag m der Loge Plato abends 814 Uhr, der Dresdener Physiker Herrn. Schessl-er. Der Redner wird durch einen klaren, allgemein verständlichen Vortrag die ganze Radiumforschung be­handeln und dabei die wunderbaren Eigenschaften dieses kost­baren Stoffes durch interessante Experimente zur Anschauung bringen,

Kus dem vereinsleben.

vorbertchte. Vsreinsversainmlungen.

* In der an: Mittwoch, den 28. Jan., im Saale der „Wart­burg" stattfindenden Herrensitzung dev „E l f e r" wird Herr Karl Gerhardt als Metzger-Virreche in G"meinsckaft mit einem Bäcker-Virreche ein Zwiegespräch halten, und hauptsäch­lich unsere städtischen Verhältnisse unter die Lupe nehmen Außerdem ist eine abwechsiungsreiche Auswahl von Vorträgen vorgesehen.

Oereinsfeste. (Aufnahme frei bis zu so Zeilen.)

* Die Kaisergeburtstagsfeier des „Christlichen Ver­eins j u n g e r M a n n e r W a r t b u r a E, V." verlief aufs schönste. Der große Saal des Vereinshauses war überfüllt. Dm Jugendwacht des ^Vereins war mit Fahne und Musik von den Vereinsraumen, schwalbacher Straße 44, aus. in den Fest­saal gezogen und präsentierte sich fest: schmuck in ihrer kleid­samen ^wacht. Die Festrede hielt Generalsuperintendent Ohly, der im Anschluß an persönliche Erinnerungen aus seiner Hof- predmerzeit den Kaiser feierte. Aus der weiteren reichen Vor­trags, olge des Abends seien hervorgehoben die Lieder der ü'liendiichen, mit einer lieblichen Stimme begabten Sängerin L'- -Ar^inuger von hier, begleitet von Nefereirdar Lange, und dw Flotensoli des Herrn Friedrich Diehl (begleitet von Frl. Martha Diehl). besoirders interessierte das mit feinem Ver-

•jT/ 11 ! 18 horgetragene Grave aus dem C-Dur-Konze.rt Fried- nchs des Großen. Sehr eindrucksvoll war das Melodrama für Chor. Solo und Deklamation „Die Martinswand", das mit seinem patriotischen Text gut in den Rahmen des Abends paßte. Der Chor unter Leitung des Lehrers Wevel und der Bosaunen- chor taten ihr Bestes, Unter den AiUvesenden war eine Anzahl inaktiver Offiziere, an ihrer Spitze der Vorsitzende des Juna- deutschlandsbundes, Ortsgruppe Wiesbaden, Oberst z. D. Rott. ferner Polizeipräsident v. Schenck und viele Damen und Herren der Gesellschaft. F481

Nus dem Landkreis Wiesbaden.

—. Biebrich. 26. Jan. Der Reserve-Landwehrverein Hierselbst hielt am Samstag in der neuen Turnhalle bei .«mhafter Be­teiligung unter Mitwirkung des Kalleschen Gesangvereins, des Zither- und Mandolinen-BereinS, der Tiirngesellschaft 188g

seine diesiährige Kaisergeburtstagsfeier M, Nach einem einleitenden Musikstück, ausgefübrt von der Kgl. Unter­ossizierschule. hielt der BorsitzeiOe ein- »«MlNgSMe An­sprache, Ein lebendes HuldigungSbild mit Prowlg errffnete die eigentliche Feier. Es folgten die wUwinenden Vereine und Solokräfte, welchen allseits reicher Dcisall^gespendet wurde. Der die Feier beschließende Ball vielt die Teilnehmer bis zu den Vkorgenstunden beisammen, — Eine m u 1 1 g e Tat vollbrachte am Sonnlaanachniittaa ein Leutnanr der hiesigen Unterofffztev-