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Nr. 3 ». Samstag, 34. Januar 1914.

Wiesbadener TagdLatt. _Morgen-Ausgabe, 1 . Blatt._ Seite 3.

klagt. Mir ist in meiner 18 jährigen Praxis als Stadtver­ordneter

kein Fall bekannt, daß v»n der Stadtverwaltung irgend etwas geschehen ist, worüber sich die Katholiken beschwert fühlen konnten.

Nur eine Ausnahme gibt c§: in die Schuldeputation wählten wir keinen katholischen Lehrer, weil sich das nicht mit dem Charakter unserer Simultanschule verträgt, denn es ist bekannt, daß der Katholische Lehrerverein Gegner der Simultauschule ist. In diesem Punkt ist den Katholiken nach ihrer Ansicht Unrecht geschehen, nach meiner nicht. Der Red­ner führt die Wahl des katholischen Direktors des Lyzeums zum Beweis dafür an, daß nicht antikatholische Tendenzen bei der Wahl der Beamten der Stadt maß­gebend sind. Er schloß: Wenn keine andere Erklärung erfolgr, so nehme ich an, daß das, was dieRheinische Volkszeitung" sagte, unwahr und bei der Wahl^des Herrn Bürgermeisters Travers kein Kuhhandel abgeschlossen worden ist.

Stadtverordneter Fink erklärte zu der Bemerkung des Vorredners, daß kein katholischer Lehrer in die Schul­deputation gehöre: Auch gegen diese Anmaßung protestieren löir namens der katholischen Lehrer aufs allerentschiedenste. Wo die Katholiken die Mehrheit haben, da herrscht Parität.

Stadtrat Hees konnte, abgesehen von der Schulde tationSangelegenheit, sich aus seiner 28jährigen Tätigkeit als Stadtverordneter und Magistratsmitglied keines Falles er­innern, in dem er das Gefühl hatte, als sollten die Katholiken unterdrückt werden. Er habe aber das Empfinden, daß Herr Dr. Heß von Anfang an etwas sehr gut gefallen habe.

Stadtrat Kalkbrenner führte aus, es bestehe kein Zweifel, daß die Besetzung der städtischen Ämter nur nach der Tüchtigkeit erfolgten. Wenn Herr Fink be­haupte, in Städten, wo die Nichtkatholiken in der Mehrheit seien, herrsche keine Parität, dann behauptet er etwas, was nicht zutrifft. Bei der Besetzung eines Amtes wird hier nie gefragt: Bist du katholisch oder evangelisch. Noch nicht das leiseste Wort sei von evangelischer Seite gegen die Kon- fessionszugehörigkeit eines katholischen Beamten gefallen.

Damit wurde das Thema verlassen.

In die veröffentlichte Tagesordnung eintretend, berichtet Stadtverordneter S ch w e i s g u t h über das Projekt für die Umgestaltung dcS Kochbrunncneingangs am Kranzplatz. Über das, was dort beabsichtigt ist, sind bereits in der Nr. 34 nähere Mitteilungen gemacht worden, auf die hiermit ver­wiesen wird. Ergänzend sei noch erwähnt, daß in den Koch­brunnenanlagen 40 moderne Holzbänke und zur Schaffung von Nizzaplätzchen eine große Anzahl Lorbeerbäume zur Auf­stellung gelangen. Die Gesamtkosten sind zu 16 900 M. ver­anschlagt.

Stadtverordneter Sentier erscheint dieser Betrag für ein Provisorium äußerst hoch/namentlich auch der Betrag für die Lorbeerbäume. Beigeordneter Körner erwidert dar­auf, datz über die definitive Ausgestaltung des Kochbrunnens, namentlich die Errichtung neuer Bauten (Widerspruch.), doch noch Jahre vergehen würden. Alle Fragen müßten gründlich überlegt werden. Deshalb habe sich der Magistrat für das Provisorium entschieden. Es werde damit ein Zustand ge­schaffen, der sicher befriedigen werde. Stadtverordneter v. Eck befürwortete das vorliegende Projekt. Stadtverord­neter Hartmann gibt den Wünschen der Gärtner Aus­druck, die Lieferung der Lorbeerbäume so frühzeitig auszu­schreiben, daß sich eine größere Anzahl an der Submission be­teiligen könnten und nicht, wie bisher, nur 2 oder 3 Firmen.

Das Projekt wird genehmigt.

Das Abkommen mit Herrn Rentner Karl Peters, betr. Regelung der Beitragsleistung zu den Kosten der Freilegung und des Ausbaues der StraßeAm Paulinenschlößchen", wird auf Antrag des Bauausschusses (Referent: Stadtverordneter Schwa n k) genehmigt.

über die

Schlußabrechnung für den KurhauS-Ncubau berichtete Stadtverordneter Hildner namens des Bauaus- schusicS. Die G e f a m t k o st e n für den Hauptbau be- tragen 5 211134 M. 64 Pf., für die N e ü e n a n I a a e n 523 377 M. 34 Pf., insgesamt also 5 734 511 M. 98 Pf. Nach­zubewilligen sind noch 48 585 M. 30 Pf. Die Versammlung gibt dazu ihre Genehmigung. Stadtverordneter Ger­hardt fragt bei dieser Gelegenheit, ob einem städtischen Be­amten für die Prüfung dieser Rechnung während seiner Dienststunden 1000 M. gegeben worden seien. Dem Magistrat ist davon nichts bekannt. Beigeordneter Petri und Ober­bürgermeister G l ä s s i n g bemerkten, es handle sich hier viel­leicht um Gratifikationen, die nach Fertigstellung des Baues gezahlt worden wären.

Der Austausch von Gelände an der Friedrich- Otto-Straße und am D a m b a ch t a l mit der Frau Sophie Hertz Wwe. wird auf Antrag des Finanzausschusses (Referent: Stadtverordneter Ochs) genehmigt. Diese ver­kauft 2 Ar 34 Quadratmeter an die Stadt und die letztere an Frau Hertz 26 Quadratmeter unter Festsetzung des Rutcu- preises aus 1000 M.

Die Abänderung des Ortsstatuts für die gewerbliche F o r t b i l d u n g s s ch u l e, wonach für Damenschneiderinnen und Putzmacherinnen die Schulpflicht festgesetzt wird, wird aus Antrag des .Organisationsausschusses (Referent: Stadtver­ordneter Glück li ch) genehmigt.

über die Vorlage, betr. Befreiung einer Anzahl nichtan- gestellter Techniker und Bureau Hilfsarbeiter von der staatlichen A n g e st e l l t e n v e r s i ch e r u n g, refe­riert namens des Organisationsausschusses Stadtverordneter Vr. Fresenius. Der Magistrat entspricht damit einem von der Stadtverordneten-Bersammlung geäußerten Wunsche, den Kreis der damals Befreiten zu erweitern. Es sind jetzt 28 in den verschiedenen Zweigen der Stadtverwaltung Beschäf- !igte. Stadtverordneter Andres regt die Anstellung der über 5 Jahre bei der Stadt beschäftigten und über 35Jahre alten '-Beamten auf Lebensze't an. Darüber entspinut sich eine sehr lebhafte und sehr lange Debatte, an der sich Bürgermeister Travers, die Stadiverordneten Siebert, Pusch, vr. Fresenius, Hildner, Barne r, Gerhardt und Bau mb ach sowie Oberbürgermeister Glässing beteilig­ten. Der Referent betont schließlich, das einzige System, das hier befolgt worden, sei, daß man die Leute gewählt, von denen angenommen werde, daß sie von der Stadt dauernd be- schä'tiat würden. Das sei der einzig richtige Maßstab.

Darauf wird die Vorlage unverändert genehmigt.

In den Vorstand der»k a u f nt an Nischen F ortbi I - o u ngssch u le werden die Stadtverordneten G l ü ckl i ch und Hass m a n n, Seervoenstraße 29, tmb in den ® r u n - st e u e r ä u s s ch u ß die Herren Hch. K i m m e l und Stephan

Hoffmaun gewählt.

Die ständigen Ausschüsse, Deputat i onen nsw. für 1914 werden nach dem Vorschlag des Wahlausschusses (Referent: Stadtverordneter Siebert) gebildet.

Ein Antrag des Stadtverordneten H o r z, in die Akzise­deputation einen Wirt zuzuwählen, wurde abgelehnt.

Mit der Schaffung einer neuen Präparator- st e I l e am Museum erklärte sich das Kollegium auf Antrag de? Organisationsausschusses (Referent: Stadtverordneter Fresenius) einverstanden, ebenso mit der anderweiten Festsetzung der Dienst- und Gehaltsverhältnisse der Herren Oberingenieur Spießer und Diplomingenieur Beines bei den Wasser und Lichtiverken infolge der Wahl des Ober­ingenieurs Schulte zum Stadtrat.

Die übrigen Vorlagen ivurden den Ausschüssen überwiesen.

Stadtverordneter v. D r e i s i n g führte schließlich be­rechtigte Klage über die im Saale eingetretene Kälte.

Wegen vorgerückter Zeit wird die für die geheime Sitzung vorgesehene Vorlage über Personalveränderungen bei der Haupt- und den Zweigverwaltungen vertagt.

Schluß 7 Uhr.

£tu$ Sta6t und tanh.

wissbcrbenLr Nachrichten.

Professor Otto Range, früher lange Jahre Lehrer am hiesigen Realgymnasium, alsdann am humanistischen Gym­nasium tätig gewesen und nun seit einigen Jahren hier im Ruhestand lebend, feierte gestern in körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Mancherlei Ehrungen sind dem Jubilar von seiten seiner früheren Kollegen und Schüler zuteil geworden.

Militärisches. Der kommandierende General des 18. Armeekorps, v. S ch e n ck , wohnte gestern einer Rekruten- besichtigung der 80er bei, Aus dem gleichen Anlaß wird er auch heute hier weilen. Die Kasernen der 80er und der 27er sind wegen Anwesenheit des Generals beflaggt.

Eingaben und Beschwerden bei der Post. Im In­teresse des Publikums macht die Oberpostdirektion Frankfurt a. M. darauf aufmerksam, daß Eingaben uikd Beschwerden über Angelegenheiten des Betriebsdienstes bei den Post- und Telegraphenanstalten an das beteiligte Post-, Telegraphen­oder Fernsprechamt und nicht an die Vorgesetzte Oberpostdirek- iion zu richten sind. Zu diesen Angelegenheiten gehören un­ter anderem: Anzeigen über Wohnungswechsel, Vollmacht­erteilungen; Anträge auf Nachsendung oder Abholung von Postsendungen, auf Umtausch verdorbener Postwertzeichen, auf Einführung abgekürzter Telegrammadressen; Anfragen über die Zulässigkeit der Beförderung, Klagen über das Ver­halten der Beamten; Beschwerden über Verluste, Verzöge­rungen und Gebührenüberhebungen. Die Oberpostdirektion befaßt sich niit solchen Angelegenheiten nur dann, wenn Ver­anlassung vorliegt, gegen die Entscheidung einer Verkehrs­anstalt Berufung einzulegen.

Große Aktenversteigerung. Im Sitzungssaal 51 des Wiesbadener Landgerichts fand gestern unter Leitung des Obersekretärs Rechnungsrat Braß eine große öffentliche Ver­steigerung von bei der Justizhauptkasse in Frankfurt a. M. und den Justizbehörden der Landgerichtsbezirke Frankfurt a. M., Wiesbaden, Limburg und Neuwied ausrangierten Aktenmaterials statt, das im Gewicht von 66110,35 Kilo­gramm ausgespeichert ist. Den Ersteigerern ist die ausdrück­liche Verpflichtung auferlegt, das Papier lediglich zu Ein­stampfzwecken zu verwenden und nicht aus ihren Händen zu geben. Aus den Akten sind alle Urteile ausgesondert, die noch weiter aufbewahrt werden. Etwa 35 Interessenten aus allen Gegenden hatten sich zur gestrigen Versteigerung eingefun­den. Für ein Gebot von 4,16 M. für 100 Kilogramm wurde der Firma Philipp Lied u. Sohn Hierselbst der Zuschlag erteilt. Eine schriftliche Offerte der Firma Kahenstein u. Blank, G. m. b. H., in Hannover, die sogar durchschnittlich 5,57 Di. für 100 Kilogramm bot, mußte, da die erforderliche Kaution von 500 M. nicht gestellt war, unberücksichtigt bleiben.

Meisterprüfungen. Die Frühjahrsmeisterprüfungen im Bauhandwerk (Maurer, Zimmerer und Sleinmetze) finden im Februar statt. Die Anmeldungen sind vorher an die zuständigen Vorsitzenden einzureichen. Zuständig sind je nach dem Wohn- bezw. Beschäftigungsart des Prüflings die Königl. Bauräte Brinkmann (Frankfurt a. M., Große Fried­berger Straße 23), Taute (Wiesbaden, Polizeidirektion) und Beilstein (Diez a. d. L.). Die Frühjahrsmeisterprüfungen im Damenschneiderhandwerk werden vom 15. Januar bis 15. Februar abgehalten. Die Anmeldungen sind je nach dem Wohnort, bezw. Beschäftigungsort des Prüf­lings den zuständigen Vorsitzenden, Schneidermeistern Adolf Müller (Frankfurt a. M.. Goethe,traße 15), Herrchen

(Wiesbaden, Goldgasse 19), Karl Rosch (Limburg a. d. L., Salzgasse 8) und Ph. Meckel (Drllenburg^ einzureichen. Im Zweifel sind in beiden Fallen me Anmeldungen an die Hand­werkskammer zu richten.

Winters Freud und Leid. Das herrliche Winterwetter wird von alt und jung freudig begrüßt und auch tüchtig aus- penutzt. Andererseits aber erweckt es auch weniger Freude. L>o schauen die Landwirte mit großer Besorgnis auf ihre vom Schnee entblößten Felder und befürchten, daß der trockene Frost großen Schaden an den ut diesem Winter der schützen­den Schneedecke entbehrenden -sagten anrichten werde. Ein bißchen Schnee würden sie mit Freuden begrüßen.

Die Kälte und die Stratzenbahnschaffner. Herr Dr. Fischenich von hier schreibt uns:ImTagblatt" wurde in den letzten Tagen verschiedentlich auf die üble Lage der Straßenbahnschaffuer hiuflewie,en, welche vielfach auf offe­nen Wagen ohne Schutz Dienst tun müssen, und daher den Unbilden der -Witterung besonders ausgcsetzt sind. Hierzu möchte ich folgendes bemerken. Ich habe im Frühjahr 1912 in einer Eingabe an die Königl- Regiereng auf diesen Mißstand bei der Grbenheimer Linie aufmerksam gemacht und darauf

den Bescheid erhalten, die süddeutsche Eisenbahngesellschaft sei angehalten worden, die nach Erbenheim laufenden Wagen mit Glasschutzwänden zu versehen, die Einstellung der Wagen lvecde baldigst erfolgen. Da me Gesellschaft bis zum Novem­ber 1912 ihrer Verpflichtung nicht nachkam, sah ich mich zu einer weiteren Eingabe an die Königs, Regierung veranlaßt, welche nun den Erfolg hatte, daß in wenigen Wochen sämtliche Wagen mit den gewünschten Glasschmtzwänden versehen wur­den. In ihrem Antwortschreiben auf meine Eingabe erklärte die Königs. Regierung, sie bade die Süddeutsche Eisenbahn­gesellschaft angewiesen, auf ihren sämtlichen hiesi- g e n Ü berland st recken d i e^ laufenden Wage n, mit S ch u tz wänd e n zu versehen. Leider-hat auch, diesmal die Gesellschaft cs wiederum verstanden, sich von der ihr auferlegten Verpflichtung zu befreien, so daß ich Veran­lassung genommen habe, vor einigen Wochen in einer noch­maligen Eingabe an die Königl. Regierung diese Versäumnis

hervorzuheben und um schleunigste Abhilfe zu ersuchen. Es ist daher wohl anzunehmen, daß nunmehr den berechtigten Ansprüchen des Publikums und Fahrpersonals Genüge ge­leistet loirö."

Das Eis des Mains. Ein hiesiger Leser schreibt uns: Zu Ihrer Notiz aus Mainz in der Morgen-Ausgabe, vom Mittwoch bemerke ich, daß ich bereits am Samstag voriger Woche, nachmittags 3 y 2 Uhr, über den eisbedeckten Main ging, und zwar zwischen Hochheim und Bischofsheim. Die Jugend beider Manwrte machte sich damit an diesem Tage schon ein großes Vergnügen. Ich hatte sin Hochheim am Bahnhof über % Stunde Wartezeit und machte dieserhalb einen Abstecher zum Main."

Die Staubplage, eine Folge der andauernden Trocken­heit, macht sich immer unangenehmer in unserer Stadt be­merkbar. In der Innenstadt wird durch die alltägliche gründ­liche Reinigung der Straßen der Plage nach Möglichkeit ent­gegengewirkt. In den an der Peripherie der Stadt belegenen Villenquartieren, besonders denen an der Sonnenberger, der Frankfurter Straße und der Biebricher Allee, haben die An­wohner und die Spaziergänger unter den vielen Staubwolken, die die vorüberfahrende Straßenbahn, die Autos und die Fuhrwerke fortwährend auswirbeln, viel zu leiden. Wegen der herrschenden Kälte läßt sich der Starb natürlich nicht durch Straßensprengungen bekämpfen. Andere Flüssigkeiten, die mit dem Vorteil der Billigkeit auch den der Widerstands­fähigkeit gegen die Kälte verbinden, scheinen aber noch nicht erprobt zu sein. Wie wäre es denn mit Salzwasser- Sprengungen?

Staats- und Gemeindesteuer. Die Einzahlung der 4. Rate ist im Rathaus, Zimmer 17 (weiße Zettel) für die Straßen mit dem Anfangsbuchstaben F am 26. und 28. Januar; Zimmer 16 (grüne Zettel) für die Straßen mit dem Anfangsbuchstaben R am 24., 26. und 28. Januar zu be­wirken.

a, " Personal-Nachrichten. Die Wahl des Landesmts A u g u st t n von der Landesdirektion zum Stadtvat der Stadt Chariottenburg hat die kaiserliche Bestätigung gefunden. Aus seiner bisherigen Stellung w-vd Stadtrat Augustin am 31. Jan.

Ausscheiden. Oberz-aUmeister Stahl vom 2. Nass. Infanterie-Regiment Nr. 88 erhielt den Charakter als Nechnungsrat.

Tagblatt Sam», lnngen. Dem Tagblalt-Berkag gingen zu: >,ur die Schrippenkirche: W. K. 5 M Für Speisung be- dulsiiger Kinder: M. v. K. 3 M. Für Kohlen für Arme: Arl. T S. 3 M.. aus Holland 10 M. Für Frühstück für Schul­kinder: Frau C. Schw durch Frau Neizert 100 M.

Musik- und Vortragsabend«.

-Dm Auftage des Kaufmännischen Lehrlings- herms in Wiesbaden (Lehrlingsabteilung im Deutsch- irationalen Handlungsgehilfen-Verband) fand über dieEnt­stehung und, Verhütung von ansteckenden Krankheiten" am 17. Januar imHotel Vogel" ein äußerst interessanter Vor­trag des Or. m-ed. Otto statt. Von berufener Seite wurden die Anwesenden auf die große Zahl und die leichte Verbreitung von ansteckenden Krankheiten aufmerksam gemacht, die dem Menschen täglich begegnen können und die zum größten Teil «ui Übertragungen von Krankheitskeimen (Bakterien) zurück- Der fortschreitende Stand der medizinischen Wissen schaft ermöglicht zwar eine wirksame Bekämpfung, doch soll der Mensch auch vor allem selbst durch eine geregelte Lebensweise und durch gesunde Körperpflege sich vor An­steckungen zu schiitzen suchen Die Ausführungen des Redners, die durch AWrldungen wirksam unterstützt wagen, fanden reichen Beifall. (Ohne Gewähr.)

klus dem vereinsleben.

vorberkchts, Verein-Versammlungen.

* Die erste ordentliche Hauptversammlung desWies- ba d e n er li n t e rst ü tz u ng Abu n des" (Sterbekasse) findet beute Samstag, den 24. Januar abends SV, Uhr im Saale des katholischen Lesevereins. Luisenstvaße 29 statt' 'Aus

füfrras fl nn D h i » U Sv 0 d^er den Berichten des Schrift-

tuhrcrs und Rechner-, die Erganzungswahlen des Vorstandes

DerChristliche Verein junger Männer" (Oramenstraße) veranstaltet morgen Sonntag den 25 Januar ft«' im Luther,El (nicht SBeretn«) eine5 Ä A bei freiem E'nt rtt für jedermann. Fest- Jung., Ausführung des Deklamatormms «ns ^2| ne _ fotote Vorträge des Männer-, Posaunen-

und gemischten Chor«. Sassußansprache: Mittelschullehrer Loh.

* DerChristliche Verein junger Männer W-artourg E. V." veranstaltet eine Kaisergeburtstags- ferer am Sonntag den 25. Januar, abends 8 Uhr, tm großen Saale desEvangelischen Vereinshauses", Platter Straße 2. Die Festansprache hält Generalsuperintendent Ohlh; außerdem werden die Pfarrer Grein und Kortheuer Ansprachen halten. Die Aufführung des MelodramasDie Martinswand", die SoiovortLae von Frl. Lilly Mössinger (sopran). Hern, F. Drehl (Flöte) sowie zwei der Feier entsprechende Deklama­tionen und die Darbietungen des Posaunen- und gemischten Chors werden zur Verschönerung der Feier beitragen.

* DerFachverein der F r i s e.u r g e h i l f e n Wiesbadens" hält morgen Sonntag, den 26 Januar, abends 7tz» Uhr, im Saale desKath. Gesellenhauses", Dotz- beimer Straße 24. sein 5. Stiftungsfest, verbunden mit Schnle-preisfrisieren usw. ab.

* DerWiesbadener Beamtcnverein" begeht Montag, den 26. Januar, abends 8%, Uhr. im Saale der Wartburg" die Feier des Geburtstages des Kaisers Fest­redner ist Herr Professor Macke von hier. Ferner wirken mst-

Opernsänger - (Tenor). Herr Ludwig Schotte. Mitglied des Knrorchesters (Violine) und die Gesangs- abteilung. Dienstag, den 8. Februar, abends 8% Uhr. halt her Verem m derWartburg" seine Monatsversammlung ab.

Äu§ dem Landkreis Wiesbaden.

Biebrich. 23 Jan. Magistraissekretär Martin von wer. .zurzeit beim Revisionsburcau in Osnabrück, wurde zum ständigen Rechnunas evisor in Reichenbach i, Schl, gewählt.

, e. Aus dem Landkreise Wiesbaden, 19. Jan. Der Land­kreis Wiesbaden beschäftigt in seinen Volksschulen 177 Lehrer und 43 Lebrerinneu. In die Alterszulageklasse ist insgesamt »u zahlen für Lehrer 132 750 M., für Lehrerinnen 10 492 M. Hlervon haben die einzelner! Gemeinden aufzubringcn 76 o28 M. für Lehrer und 5900 M. für Lehrerinnen. Biebrich leisten 34 259 M., Dotzheim 8868 M., Schierstein 638a M., Bierstadt 5051 M., Flörsheim 4605 M., Sonnen­berg 3906 M.. Hochheim 3589 M. Orte mit einem Lehrer zahlen 278 M. Unter alle» Orten des Landkreises zahlt Georgenborn, das keinen Staaiszuschuß bezieht, den vollen Beitrag in Höhe von 760 M.

Naffauische Nachrichten.

.6. Hofbeim, 21. Jan. Der Gesangverein..Concordia" (gcgr 18441 hielt am Sonntagnachmittag imFrankfurter Hof" sein Winterkonzert unter Leitung semes Diri­genten Herrn Ph. Cczanne und unter Mitwirkung der Sopra­nistin Frl. H Lo sch (Frankfurt) und des Cellisten H. Bauer lFrankfurt). Der Saal war dicht besetzt und das zahl- tciche Publikum folgte mit großem Interesse den hübsch M- wählten Vorträgen. Als Anfang und Begrüßung machte sich recht anziehend der von seinem Dirigenten vem Verein ge­widmete Sängergruß; ihm folgteAbenvielcr am, Meere" von Joseph Werth und noch andere Chöre, xrtt Dirigent brachte alle Chore recht anip.echend durch. ZU EN. , Dorsch war eine Sop'.anistin gewonnen, die es versteht, die Hörer zu erfreuen. Ihre Vorträge wurden von den Zuhörern beifällig ausge-