-kr. SS* * Frettag. *8* Januar 1914.
ein friedlicher Nachbar an unserer Nordwestgrenze. Auch hat der König von Rumänien mich gebeten, daß ich dem Prinzen zu Wied freundlich entgegenkommen soll. An uns wird es also sicher nicht fehlen; nur gegen ein Unrecht mutz ich mich verwahren, wenn die Mächte von uns verlangen, daß wir den nördlichen Epirus aufgeben. Der EpiruS.ist griechisches Land. Die Inselfr age, so fuhr der König fort, scheint ja bereits zu unserer Zufriedenheit erledigt zu sein. Alle von uns besetzten Inseln, autzer Jmbros, Tenedos und Castellorizo, werden dem griechischen Staat einverleibt werden. Auf die Frage nach den griechischen Flottenrüstungen antwortete der König, datz augenblicklich noch kein weiteres Kriegsschiff im Ausland angekauft worden wäre, doch ständen grotze Ankäufe auf dem Programm der Regierung. Besorgnisse wegen schwerer Verwicklungen hege er augenblicklich nicht. Die Meldungen von einem türkisch-bulgarischen Bündnis dürften nicht richtig sein. Was den vielbesprochenen Ankauf eines Dreadnoughts durch die Türkei betreffe, so bewiese das noch nicht, datz von türkischer Seite ein Angriff bevorstehen würde. General Eydoux, der Chef der französischen Militärmission in Athen, habe unlängst das Kommando über das Athener Armeekorps übernommen. Diese Ernennung habe von Anfang an im Programm gestanden und dürfte mit der Art der Verwendung der deutschen Militärmission in Konstantinopel auf dieselbe Stufe gestellt werden.
Ein Ausweg in der Jnselfrage?
vst. Paris, 23. Jan. Der „Petit Parisien" berichtet, man habe in diplomatischen Kreisen den Eindruck, datz die Jnsel- frage schließlich in der üblichen Weise geregelt werden dürfte. Griechenland werde der Türkei Chios und M h t i l e n c überlassen unter der Bedingung, daß es für die beiden Inseln, welchen Autonomie gewährt werden dürfte, einen Teil der gegenwärtig von Italien besetzten Inseln erhalte.
Aus Südafrika.
Die südafrikanischen Eisenbahner beenden den Streik.
R. Pretoria, 23. Jan. Eine Versammlung von Eisenbahnangestellten hat beschlossen, den Streik für beendet zu erklären. Eine grotze Anzahl von Arbeitern hat sich in den Werkstätten zur Arbeit gestellt. Man erwartet, datz die Werkstätten nächste Woche ihren Betrieb mit der vollen Zahl von Arbeitern aller Grade einschließlich der Kesselschmiede wieder aufnehmen werden.
Ruhe und Arbeit auf den Gruben.
R. Kapstadt, 23. Jan. Alle Stampswerke in den Gruben sind wieder im Gange. In der New Kleinsonteingrube begann gestern die Arbeit mit 100 Stampein. In der van Ryngrube haben beide Stampfwerke die Arbeit begonnen. Eine stetige Rückkehr zu normalen Verhältnissen ist überall gesichert. — Nach offiziellen Nachrichten aller Gruben vom Westrand haben die Betriebsleiter soviel Arbeiter als sie brauchen.
Die Straßburger Krisengerüchtr.
Hst Berlin, 23. Jan. (Eig. Drahtbericht) Zu den Straßburger Krisengerüchten bemerkt die „Tägl. Rundsch.", in Stratzburg bestehe kein Zweifel darüber, daß für die Herren v. Bulach, Mandel und Petri das Ende ihrer Minister-
Wirsbader rer Tagblatt. _
tage nahe ist, ja, man nimmt vielfach an, datz nur durch den bevorstehendenGeburtstag des Kaisers ihr Ausscheiden noch verzögert wird. Dian rechnet bestimmt damit, daß als Nachfolger in erster Linie Männer in Betracht kommen, die in der Schule des preußischen Beamtentums groß geworden und imstande sind, dessen Geist in der Verwaltung des Neichslandes voll zur Herrschaft zu bringen.
Ein Parteitag der pommerschen Konservativen.
□ Stettin, 23. Jan. (Eig. Drahtbericht) Hier fand gestern der Parteitag der pommerschen Konservativen statt, der sich einzig und allein mit dem Thema „Kaiserliche Gewalt oder ParlLmentShjejrrschaft" befaßte, im Anschluß an die Ereignisse in Zaberu. Jnteresiant waren die Ausführungen des Grasen Schwerin-Löwitz, der eine Sammlung aller monarchisch-konstitutioneller Elemente forderte und erklärte, auch seine Partei sei bereit, in dieser Frage mit allen zusammenzugehen, die noch auf monarchisch- konstitutioneller Basis ständen. Er hoffe, datz das Zentrum und die National liberalen sich zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Demokratie bereits finden lassen würden. Zum Schlüsse wurde die übliche Resolution angenommen.
Kleinasiatische Eisenbahnkonzessionen mit einer Pariser Bankgrnppc.
w b. Konstantinopel, 23. Jan. Gestern wurde ein Jrade veröffentlicht, in welchem das Ministerium ermächtigt wird, mit der Pariser Omniumgesellschaft, hinter welcher die Bank P e r r i e r steht, einen Vertrag abzuschließen, welcher der Gesellschaft die Konzession für eine Eisenbahn Edremid- ' Smyrna mit einer Abzweigung nach den Dardanellen verleiht mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometer. Das Bankhaus Perrier überwies dem türkischen Staatsschatz 35 Millionen Franken für Rechnung der bekannten Schatzanleihe von 100 Millionen Franken.
Zur Frage des Zigaretten-Monopols.
ch Berlin, 23. Ja». (Eig. Drahtbericht) Im Anschluß an die Haussuchungen bei den Dresdener Zigarettenfabriken erfährt das „Berl. Tagebl.", datz bei der Regierung schon seit längerer Zeit Erwägungen schweben, ein Zigareiten-Monopol einzuführen. Es sei bereits im Reichsamt des Innern ein bis in die kleinsten Details ausgearbeiteter Entwurf vorbereitet.
Verteuerung der Lebensmittel in Paris.
hd. Paris, 23. Jan. Die andauernde K ä l t e hat hier eine unglaubliche Preissteigerung auf dem Gemüsemarkt hervor- gerufeu. Tafelgemüse mutz jetzt mit dem vier - bis fünffachen Betrag des gewöhnlichen Preises bezahlt werden. Auch die neuen algerischen Kartoffeln sind vollständig ausge- blieben, da die Kartoffelernte in Algerien vollkommen vernichtet ist.
Der Londoner Streik.
wb. London, 23. Jan. Der Streik der Arbeiter im Londoner Kohlentransport hat gestern eine Ausdehnung erfahren. Es haben sich 1000 Mann dem Ausstande angeschlossen, ,jb daß jetzt etwa 9000 Mann feiern. Man besorgt, daß auch die Arbeiter des Allgemeinen Transportgewerbes einen Sympathiestreik beginnen werden. In dem Konflikt zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern des Bootsgewerbes machte Sir George Asquith gestern einen Vermiti«
Abend-Ausgabe, 1 . Blatt. Sette 8 «
l u n g s v e r s uch, der aber keinen Erfolg hatte. Maa erwartet, daß heute die Aussperrung erfolgt, die 150 000 Arbeiter betrifft.
Ein neuer Schlächterstreik in Paris, bä. Paris, 23. Jan. In den Pariser Zentralmarkthallen ist ein neuer Streik ausgebrochen. Rach dem Ausstand der Rinderschlächter haben gestern die Gehilfen der S ch w e i n e s ch l ä ch t e r die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen Lohnerhöhung und Herabsetzung der Arbeitszeit. Bisher sind alle Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gescheitert.
Wetterberichte.
Deutsche Seewarte Hamburg.
33. aunar. 8 4; Itr vormittags»
l=r sehr leicht, 2— leicht, 3 — schwach, 4 — mäss g, ö — frisch, 8—stark, 7 —: steif, 8 — stürmisch, 9 == Sturm, IQ — starker Sturm. _
Beob
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Station.
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Wetter
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Station.
§
5
Cfi
Wind-
Richtung
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Wetter
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bedeckt
763,0
764,3
+ 6 + 2
Hamburg. . . Swinemünde
770,4 SOS 770,2 W 2
- 1 — 1
Aberdeen .. Paris.
SW 4
'
Hamei ....
764,6jWN'W2
-i-1
Vlissingen . .
767,5
0N02
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Aachen ....
767,71 ONO 0 770,2 080 3
- 8
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765,0
SW 1
bedeckt
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Hannover ..
bedeekt
— 6
Skagen. .
767.8
WSW3
Nebel
- a
Berlin.
770,7 SW 1
— 3
Kopenhagen
770,0 WNW2
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Dresden ...
770,9
Nebel
- 3
Stockholm. .
763,3
W 2
h&lbbed.
-1;
Breslau ...
770,7 NW 1
bedeckt
- 6
Haparaada . Petersburg .
749,6
NW 4
bedeckt
+ 2
Mefct.
787.0 NO 4
— 6
7517
w 2
«
- 3
Frankfurt, l!l.
770,0 NO 2
Dunst
-iv
Warschau . .
764.6
W1
-6
Karlsruhe, B
768,11 NO 3 768,8 NO 6
wolkenl.
- 8
Wien.
7703 WNVYI
wolkig
- 9
München . ..
bedeckt
-HO
Rom.
758.8
NOl
wolkenl.
+1
Zugspitze . . Valencia. ..
523;5 0 4 757,91 SSO 5
bedeckt
-13
+ 8
Florenz. . .. Seydisfjord.
761,3; NI
*
+ i
Beobachtungen in Wiesbaden
Ton der Wetterstation des Nass. Vereins für Naturkunde.
22. Januar
7 Uhr
1 morgens
j 2 Uhr
1 nachm.
9 Uhr
abends.
Mittel.
Barometer auf 0° und Normalschwere
755,2
755,1
757,0
755.8
Barometer auf dem Meeresspiegel . .
766,3
766,0
768,1
768,8
Thermometer (Celsius)..
—10,0
—2,8
-8,0
—7,2
Dunstspannung (mm).. • •
1,9
2.4
2,0
2,1
Relative Feuchtigkeit (°/o).. • •
94
66
83
81,0
Wind-Richtung und -Stärke.
NO 2
NO 2
NO 2
Niederschlagshöhe (mm)..
wscmagsnone (mm) . ...,»»»« — —— — —
Höchste Temperatur (Clsios) —2,5. Kiediipstr Temperatur —10,1.
Wettervoraussage für Samstag, 24. Januar 1914,
von der Meteorologischen Abteilung des Physikal. Vereins zu Frankfurt a. Zch,
Vorwiegend heiter, trocken, keine Zunahme des Frostes, östliche Winde.
Wasserstand des Rheins
am 23. Januar:
Biebrich. Pegel: 1,94 m gegen 2,04 m am gestrigen Vormittag Oaub. », 2,55 m „ 2,46 m „ „ „
Mainz. „ 1.18 m 1L8 m ., „ „
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Handelsteil.
Berliner Börse.
$ Berlin, 23. Jan. (Big. Drahtbericht) Die Grundtendenz hlipb zwar fest, doch unterband der weitere Rückgang der Schiffahrt saktien die Untemefem-ungslust. Der Monitammaikt
fest auf die Nachricht, daß in der Hauptversammlung des Roheisenverbanides die Auslandspreise als erheblich hoher bezeichnet wurden und auf weitere Besserungen am Stebeisen- markte Infolgedessen blieben die belgischen Preisermäßigungen ohne Einfluß, Am Schiffahrtsaktienmarkte verstimmte auch die Gründiuinig einer eigenen Niederlassung der Mapag in Montreal. Im Zusammenhang hiermit verloren auch Ganada. Sonst waren die Kursveräinderungen recht germg. Türkische Tabakaktien auf gute Dezemberemnalimen fester. Später machte sich jedboh stärkere Realiisationsneiguog bemerkbar, doch konnte sich die Tendenz der Börse nach bemuß der ersten Stunde wieder etwas erholen. Tägliches Geld 1% Proz., Ultimogeld 4 Proz, Sätze der Seelmnd'lung unverändert. Privatd'iskont 2 7 /s Proz. (wie gestern).
Frankfurter Börse.
— Frankfurt a. M., 23. Jan. (Eig. Drafrüberieht) Das Geschäft war etwas ruhiger al-s an den letzten Taxen. Auch das' Publikum, das noch als Käufer am Markte war, zeigte Zurückhaltung. Die Kurse gestalteten sich bei Eröffnung nicht ganz einheitlich, doch war eine feste 6 rund- t e nd e n z nicht zu verkennen. Im allgemeinen machte sich auch das Heraimalien des Ultimos geltend. Beadhtung fand die gestrige New Yorker Börse, welche mit wenigen Ausnahmen eine feste Haltung zeigte.. Canada-Pacific blieben von der Kursbewegung unbeeinflußt, dagegen konnten sieh Baltimore- Ohio weiter befestigen. Schiffahrisaktien. sind auf das negative Ergebnis der Pariser Poolverhandlungen schwach. Ha>pag verloren U/s, Lloyd % Proz. Von Etektrowerten Deutsch-Ubersee weiter bevorzugt Das Interesse für Bankaktien blieb auch heute bestehen. Am Momtanmarkte war die Stimmung nicht einheitlich. Bodhumer schwächten sieh ab. Harpener, Gelsenkirchen und Phönix-Bergbau fest Gute Meinung bestand auch für heimische Anleihen, welche bei ziemlich lebhaften Umsäteen gehandelt wurden. Mexikaner fest. , In Russenwerten fanden Rückkäufe statt Am Kassamarkt für Dividendenwerte war die Haltung überwiegend fest. Die Börse schloß behauptet. Privatdiskont 3 Proz. (gestern SVw Pf 02 -)-
Banken und Geldmarkt.
— vor Vorschuß verein Wiesbaden (Friedrichstraße 20) trägt der Herabsetzung des Reichsbanksatzes für Wechsel auf 4% Proz und des Lombardzinsfußes auf 5%' Proz. dadurch Rechnung, daß er gleichfalls den Diskont für Ge - schäl ts Wechsel auf 444 und den Zinsfuß für Guthaben in laufender Rechnung auf 3 Proz. von heute ab herab-
S ' 1 * Starke Aufwärtsbewejuuifl de? Staatsanleihen. Auf die
Bewegung der heimischen Reichs- und Staatsanleihen hat die Diskontermäßigung eine sehr gute Einwirkung zur Folge gehabt. Die 3proz. Reichsanleihe konnte gestern um O./O Proz., die 3proz. Konsols um 0.65 I roz. anziehen, die 3V-P r0 ’ z - Konsuls und Reichsanleihe schlossen sich mit einer Avance von je 0.30 Proz. und die 4proz. mit einer solchen von 0.1? Proz. an Die Steigerung liegt darin begründet, daß bei, dem jetzigen Geldstande von 1% Proz. und einem Privatsatze von 2 /» Proz. die Reichsanleihen eine gute Kapitalanlage für Gelder größeren
Umfangs bieten und zu diesen Zwecken auch gekauft werden. Außerdem trägt natürlich auch der gute Erfolg der neuen Am- leüheemi'ssion dazu bei, das Interesse für heimische Anleihen wieder zu heben. Es ist wohl das erstemal seit Jahren, daß die 3proz. Reichsanleihe einen so nennenswerten Aufschwung zu verzeichnen hat.
* Die Bayerische Notenbank beantragt für 1913 eine Dividende von 11 (i. V. 12) Proz. Für die Jahre 1909 bis Ü911 wurden je 10 Proz. ausgeschüttet.
* Zum Zusammenbruch der Tessiner Kanionalbank wird noch aus der Schweiz gemeldet, daß der Stand der Bank schlimmer, als anfänglich angenommen wurde, sei. Gestern vormittag ist vom Gericht der Konkurs erklärt worden.
iw. ßiskontermäßignagen im Auslände. Die Schwedische Reichshank hat den Diskont von 5%) auf 5 Proz., die National- banfc m Brüssel von 5 auf 4% Proz., die Schweizerische Nationalhank von 4% auf 4 Proz. und. die Dänische Nationalhank von 6 auf 5%i Proz. herabgesetzt.
w. Die Sfidbahnsanierung. Wien, 32. Jan. Hier fand eine Verwaltangsratssitzung der Südlbahn-Gesellschaft statt, in der mitgeteilt wurde, daß die fertig gestellten Vertragsentwürfe
über das Sanierungsüberemkommen^nächstens Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Südbahn und dem Prioritätskuratorium bilden werde.
Berg- und Hüttenwesen.
w. Vom Hoheiseaverband. Köln, 22. Jan. In der heutigen Hauptversammlung wurde über die ^laratlage berichtet Der Versand im Monat Dezember 1913 mit 77.93 Proz. der Beteiligung um etwa * Proz. gegen den Vormonat zurückgeblieben. Auf dem Inlandlamarkt hält, soweit Gießerei- Roheisen in Betracht kommt, die Zurückhaltung der Käufer weiter an, da ein Teil der Abnehmer noch an. den vorjährigen Abschlüssen abzunehmen hat. Die Martiny/erke haben in der Hauptsache ihren Bedarf für das erste Quartal 1914 gedeckt. Nur ein Meiner Teil dieser Abnehmer steht noch aus. Der Auslandsmarkt — mit Ausnalune Belgiens — hat sich weiter befestigt. Die Zurückhaltung der Abnehmer ist gewichen. Die Nachfrage ist erheblich größer geworden; dabei zeigt sich nicht selten das Bestreben der käuier, sich auf möglichst lange Fristen einzudecken. Die Besprechung der Preisfrage stand nicht auf der Tagesordnung. Diesbezügliche Beschlüsse sind nicht gefaßt worden, da die Preise für das erste Semester 1914 festgesetzt sind..
Industrie und Handel.
* Ans der Steinmiustrie. Der Ges ellscbaf tsve rtrag der Vereinigten Steingutfabriken, G. m. b. H, in Bonn, ist zum 31. Dezember 1914 gekündigt worden. Dj e Vereinigung wird daher mit dem Ablauf dieses ^ Jahres ihr Ende erreichen. Dem
Vernehmen nach sind Bestrebungen im Gange, in irgendeiner
Form die Fabrikanten zu einer neuen Preisvereinigung zu- sammenzuscfcließen.
* Abschlüsse van bedeutenden Textilfabriken. Vogtländische Tüllfabrik, A.-G. in Plauen i. V.: Der Aufsichtsrat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, iO (j_ y. ß) Proz. Dividende vorzuschlagen, — Die Sächsiso'üg Kammgarnspinnerei und die Kammgarnspinnerei Schäfer u. Co. in Hartbau beantragen für 1,913 je 4 Proz. Dividende (i, y. j e 5 Proz.). — Die Krefelder Baumwollspinnerei schlägt 8 Proz. Dividende (i. V. 6 Proz.) vor.
Verkehrswesen.
* Der Aufschwung der Rheinschiffahri. Da» Jahr 1913 war für die großen Induslriehafen dos Rheinstrome'; ehio ZeR
sehr erfreulicher Entwicklung. Die Verwaltung der Dmsburg- Ruhrorter Häfen gibt soeben die Verkehrszifiem des Monats Dezember 1913 bekannt, und damit läßt sich auch eine Übersicht über den gesamten Jahresverkehr in diesen Häfen gewinnen. In den Duisburg-Ruhrorter Häfen verkehrten im Jahre 1913 insgesamt 109 367 Schiffe (gegen 99 456 im Vorjahre). Der Güterverkehr stieg auf 26 824 616 Tonnen (in Vorjahr 22 926 774 Tonnen). Duisburg-Ruhrort besitzen bekanntlich den Rühm, über den größten Binnenhafen der Welt zu verfügen, wenn man aber die privaten Häfen und Ladestellen von Rheinhausen bis Walsum, dlie zusammen mit Duishurg-Ruhrort düs Ausfalltor des rheinisdh-westfälisolhen Industriebezirks därstellen, hinzunilmmt, so ergibt sich eine noch größere Gesarptverkehrsziffer. Diese wird auf 40 Milk Tonnen geschätzt. Der größte Teil des Güterverkehrs entfällt auf die Kdhlenabfuhr; diese betrug in 1913: 18.26 (gegen 15.09) Millionen Tonnen. Stark gestiegen ist die Ausfuhr nach Holland mit 6.08 Millionen Tonnen (mehr 1.26 Millionen) und nach Belgien mit 3.48 Millionen Tonnen (mehr 0.6 Millionen). Nach dem Obenliein gingen 8.18 Millionen Tonnen (gegen das Vorjahr 1.13 Millionen Tonnen mehr).
* Rheinschiffahiis-Gesellschaft, vormals Pendel, Mannheim. Der Gewinn «beträgt 810 658 M. (i V. 670 989 M.), woraus 8 Proz. (i. V. 6Vs Proz. Dividende verteilt werden sollen.
Marktberichte.
0. Heu- und Strohmarkt zu Frankfurt a. M. vom 23. Jan.
Man notierte: Heu per 50 Kilo 2.80 bis 3.20 M. Geschäft: schleppend. Die Zufuhren waren aus den Kreisen Oberhessen. Hanau und Dieburg.
Konkurs-Nachrichten
aus den O.-L.-G.-Bes. Damstadt, Frankfurt a.M., Kassel«
PP
Name (Firma)
Wohnort
(Amtsgericht)
Konkurs-
Verwalter
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fl'"«
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Kfm. Moritz Kahn, Inh. d. Fa. Meyer Kahn
Eschwege
R.-A. Justizr.
8. 1.
1. 2.
19. 2.
19. 2.
Metzgerraeister Johann Schwarz II,
Mainz
Bürovorsteh. Heinr. Herrn.
8. 1.
27. 1.
7. 2.
7. 2.
Gtinster
Kfm. Alfred Hupfet
Kassel
R.-A .Trauner
10. 1.
14. 2.
3. 2
6. 3.
Heinr. Henkelmann I.
R.-A. Raab
12 . 1.
3- 2.
10. 2.
10. L
AutomobtlpostEhrines-
Kirtorf Homberg O.H
Gemeinde-
bansen - Kirtorf - Kirch- hain, e. G. m. b. H.
reebner Johannes Stroh
12. 1.
5. 2.
13. 2
13. 2.
Ww. Henriette Klee, geb. aehmidt, verst.
Wiesbaden
B.-A. Wolff
12. 1.
10. 2.
7. 2.
182.
Kunstwollefabrikant Josef Nikolaus Wirte,
Neckarsteinach (Hirsch-
Gastwirt Josef Stern
13. 1.
31. 1,
e. 2.
5. 2.
verstorben
horn, Neckar)
Stukkateur
Karl Dernbach
Mainz
Bürovorsteh. Jakob Mann
13. 1.
31. 1.
12.2-
12. 2 ■
Gutsbesitzer Heinrich Krausse
Kiedrich
(Eltville)
-
Verg
eichsterinin
311.
Die Abenö-Ausgabe umfatzt 12 Seiten.
Chefredakteur; A. Heger hörst.
Berantluortlich für de» politischen Teil: A. Hegerhorst:
B. v. Nauendorf: für Aus Stadt und Land: C.Rötherdt: für GenchrskLLl: .... , „ ... .. - -- - -- für Vermischtes und
und
ft. Diefenbach; für Sport und Spiel: fi. Günther: für Vermtschtes Briefkasten: C. Losatker; für Handel: W. Etz: für die Anzeigen ReUamen: H. Dorn aus; sämtlich in Wiesbaden.
Truck und Verlag der L. Schellenbergichen Hof-Buchdruckerer in Wiesbaden
Sprechstunde der Redaktion: .12 bis 1 Uhr; in der politischen Abteilung
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