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Wiksbsllemr Tsgblatt

Verlag Langgasse 21 ^<_,.

Tagblati-Haus".

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Mittwoch, 21. Januar 1914.

Morgen - Kusgabe.

Nr. 33. - 62. Jahrgang.

politische Übersicht.

.Zur Ablehnung der Rate für die olympischen Spiele.

Die Ablehnung der ersten Rate für die olynrpischen Spiele durch die Budgetkommission des Reichstags hat lebhafte Beunruhigung im Publikum hervorgerufen. Auf eine Anfrage, die dieLiberale Korrespondenz" wegen dieser Angelegenheit an den Abgeordneten Dr. Müller-Meiningen richtete, dessen Interesse für turnerische und sportliche Fragen bekannt ist, äußerte sich dieser wie folgt:

Auch wir Liberalen bedauern die Ablehnung der ersten Rate für die olympischen Spiele. Unsere politi­schen Freunde haben ja auch in der Kommission für die angefordertcn 46 000 Mark gestimmt. Wir haben so­eben den Antrag eingereicht, die Regierungsposition wiederherzustellen. Es wird also alles geschehen, was möglich ist, um das Plenum des Reichstags davon zu überzeugen, daß die Bewilligung eine Ehrenpflicht für die deutsche Nation ist.

Als sehr gefährlich würde es mir aber erscheinen, wenn jetzt in der Presse mit einein Übermaß von Tem­perament der ablehnenden Mehrheit der Kommission Vorwürfe gemacht würden, die über den Rahmen des Sachlichen ^ hinausgingen. Auch im Parlament üben menschliche Zuneigungen und Antipathien einen ge­wissen Einfluß aus: darin kann keinerlei Vorwurf für die einzelnen Mitglieder des Parlaments liegen. Die rache sollte nicht als eine cause c&bbre behandelt werden, sondern sie sollte rein sachlich, wenn auch vom Standpunkte der internationalen Gastfreundschaft aus warmherzig, erörtert werden. Man kann den großen Turn- und Sportverbänden nur den guten Rat geben, möglichst im Rahmen ruhiger Erörterungen zu bleiben, um der guten Sache, der sic dienen wollen, nicht zu schaden. Ich kann mir nicht denken, daß das Zentrum und die Sozialdemokraten, die bei der Wehrvorlage linieren Antrag unterstützten, die körperliche Erziehung der deutschen Jugend möglichst zu heben, bei der ersten MraÄ ZmvulS «r di-,- sltofje Au,.

Lst-r zu-»»!! ,u

hrn Ich hoffe, daß sie sich noch überzeugen davon, 5 I,L ffilli P-Nt-iftwdPUUtt m°bg.b-ud ,-m

darf."

Beihilfe für die Spi-sic.

Bertin, 20. Jan. (Drahtbericht.) Nach dem Bekannt- ircrben des ablehnenden Beschlusses der Budgetkommisfton des Reichstags bete, des Reichszuschusses für die olympischer. Spiele 1916 gingen dem Präsidenten des Deutfchen Reichs­ausschusses und dem Generalsekretariat ^ aus allen Teilen Deutschlands Zuschriften zu, die die Hoffnung aus- drücken, daß der deutsche Reichstag den Beschluß der Budget- kommission nicht zu seinem eigenen machen wird. Ein be­kannter Berliner Kommerzienrat sandte an Exzellenz von Podbielski 200 M. mit dem Bemerken, daß in den weitesten Kreisen die unfahliche und unverständliche Ablehnung des Reichszuschusses für die kommende Olympiade wohl viele säumige Bürger auf den Plan rufen wird, damit die so über­aus wichtige Olympiasache nicht scheitert. (Einzahlungen sind zu leisten auf das Postscheckkonto des Deutschen Reichsaus­schusses Nr. 12 890 bei dem Postscheckamt Berlin NW. 7 oder auf das Konto: Deutscher Reichsausschutz an die Kasse des Unionklubs", Schadowstraße 9.) Eine eingelaufene Post­anweisung über 1000 M. ist von den Worten begleitet: Jn.= roort einer deutschen Frau auf den bedauerlichen Beschluß der Budgetkommission des Reichstags". Der Senat in Bremen

Diktator Huerta und seine Armee.

(Von unser« mexikanischen Spezial - Korrespondeten.)

Tampico, Anfang Dezember 1913.

Es ist kein Vergnügen, in diesen Zeiten in Mexiko herum- jureisen, jeden Augenblick muß man befürchten, daß einem »er Bahnzug unter den Füßen von liebenswürdigen Rebellen in die Luft gesprengt werde, denn ihre Führer halben zwar, erklärt sie würden Züge mit Zivilpersonen hübsch in Ruhe lassen, aber Huertas Militärverwaltung benutzt die weise Vorsicht, ihre Truppen ausschließlich fast auf Zügen zu be­fördern, auf denen sich auch andere Fahrgäste befinden, und da di- R-bellen auch nicht sonderlich genau mit der Ein­haltung ihres Versprechens nehmen, so tut man gut daran, vor einer Bahnfahrt sein Leben möglichst hoch versichern zu lassen. Sie dauerte wohl die fünffache Zeit, die Fahrt von Saltillo, fünfzig Meilen sudwest von Monterey, bis nach Tampico, vorüber an verlassenen Hausern amerikanischer Bauart, deren Bewohner sich über die Grenze in,dw Ver.. einigten Staaten mit Hab und Hut, so weit es möglich ist, geflüchtet haben, vorüber an geplünderten, niedergöbrannten oder verlassenen Fincas (Plantagen), durch Einöden sind über mühsam geflickte Viadukte und Brücken, überall zeigen sich die trostlosen Folgen eines barbarisch geführten, sinnlosen Beutekrieges, der nicht um Grundsätze willen geführt wird, sondern einzig und allein, weil sich dabei etwas erübrigen

geivährte eine Beihilfe von 3000 M. Der Senat in Lübeck beschloß, zur Förderung der Bestrebungen des ReichsäuS- schusses auf fünf Jahre eine jährliche Beihilfe von 200 M. zu bewilligen.

Gefahren für unsere Landwirtschaft.

Die Gefahr, die unserer Landwirtschaft durch die Er­schwerung des Zuzugs von Wanderarbeitern aus Rußland und Galizien droht, wird von der Regierung wie von allen Parteien ohne Umschweif anerkannt. Die Gefahr wird durch diese Einsicht in ihrer Größe und Dringlichkeit zwar leider nicht verringert, immerhin gewährt es eine gewisse Befrie­digung, feststellen zu können, daß auf keiner Seite die Neigung besteht, gleichsam den Kopf in den Sand zu stecken und sich wie anderen die herannahenden Schwierigkeiten und Schäden auszureden. Mit dem Gefühl der Beklemmung ist nun aber weiter festzustellen, daß bisher von keiner Seite ein Vorschlag gemacht worden ist, dessen Verwirklichung die drohende Ge­fahr verhindern oder auch nur erheblich mildern würde. Es. ist wahr, eine im großen Stile betriebene innere Kolonisation würde unserer Landwirtschaft bis zu einem gewissen Grade einen Urbeiterstand sichern, mir dem die Lücke, die durch die Fernhaltung ausländischen Zuzugs entstehen müßte, wenigstens zum Teil auszufüllen wäre. Aber eine großzügige Ansiedlungspolitik bedarf, auch wenn sie noch so entschieden und schnell durchgeführt wird, einer geraumen Zeit, und bis dahin kann das Unglück schon Wirklichkeit geworden sein. Wie dringend die Gefahr ist, das erfährt man u. a. auch aus' den Darlegungen des Landwirtschaftsministers v. Schorlemer in der letzten Sitzung der Budgetkommission des Abgeordneten- hausesi Allerdings meinte Herr v. Schorlemer am Schluß seiner Ausführungen, daß die von liberaler Seite geäußerten Befürchtungen tvohl nicht im vollen Umfang begründet seien, immerhin sei ein Abnehmen des Stromes ausländischer Saisonarbeiter zu erwarten. Wie groß oder wie gering die Gefahr ist, darüber kann man ja streiten, aber auch, wenn sie nur einen Teil der allgemeinen Befürchtungen verwirklicht, wird sie schon gerade erheblich genug sei.,. Man sollte meinen, daß im Staatsministerium über die Notwendigkeit, jedes brauchbare Mittel anzuwenden, keine Meinungsverschiedenheit bestehen dürfte. Gleichwohl ist eine solche vorhanden. Man hört es mit Befremden, daß der Landwirtschaftsminister auf die Anregung eines nationalliberalen Kommissionsmit­gliedes, betreffend billige Eisenbahnfahrten für Wander­arbeiter, erklären konnte, der Minister der öffentlichen Arbei­ten habe sich dieser Anregung gegenüber, die in einer Eingabe der schleswig - holsteinschen Landwirtschaftskammer bereits ihren Ausdruck gefunden hat, bisher ablehnend verhalten. So scheinen die Mißstände, die die Landwirtschaft von einer Er­schwerung des Zuzugs zu befürchten hat, Herrn v. Breitenbach noch besonders klar gemacht werden zu müssen. Voraus­sichtlich wird dies noch mit Erfolg geschehen. Aber auch die hier besprochene Maßnahme könnte natürlich nur eine ganz winzige Abhilfe ^schaffen, das Problem selbst bleibt in seiner ganzen Bedeutung bestehen, die man überhaupt nicht ernst und gewichtig genug nehmen kann.

Deutsches Reich.

* Private und öffentliche -.ebensversicherungen. Zu einer bedeutungsvollen ministeriellen Kundgebung hat die Anfrage des Reichslagsabgeordneten Behrens, ob eine Unterstellung

der öffentlich-rechtlichen^ Lebensversiche­rungsanstalten unter das kaiserliche Aufsichts­amt beabsichtigt sei, geführt. Staatssekretär Delbrück antwortete: 1. Da öffentliche Versicherungsanstalten der Auf­sicht des kaiserlichen Aufsichtsamts für Privatversicherung nicht unterliegen, muß es sich der Herr Reichskanzler versagen, zu den von dem Verband öffentlicher Lebensversicherungs­anstalten in Deutschland in Druckschriften, Presseartikeln,

Reden. usw. verbreiteten Angaben Stellung zu nehmen. 2. Der Herr Reichskanzler beabsichtigt nicht, einen Gesetzent­wurf vorzulegen, durch den in Änderung des Gesetzes über die privaten Versicherungsunternehmungen vom 12. Mai 1901 (Reichs-Gesetzbl. S. 139) auch öffentlich-rechtliche Versiche- rungsunternehnlungen, deren Geschäftsbetrieb sich über meh­rere Bundesstaaten erstreckt, der Aufsicht des kaiserlichen Auf­sichtsamts für Privatversicherung unterstellt werden. Maß­gebend hierfür sind diejenigen Gründe, welche die verbünde­ten Regierungen veranlaßt haben, bei Einbringung des Ent­wurfs des Gesetzes über die privaten Versicherungsunter­nehmungen von der Einbeziehung der auf Landesrecht be­ruhenden öffentlichen Versicherungsanstalten abzusehen, die unter der Verwaltung oder Leitung staatlicher oder kommu­naler Behörden stehen. Es liegt kein Anlaß vor, die öffent­lichen Anstalten in die reichsgesetzlich geregelte Versicherungs­aufsicht einzubeziehen, da sie unter staatlicher Verwaltung und Aufsicht stehen und einer anderweiten Überwachung nicht bedürfen. Eine Änderung in dieser Richtung wäre ein Ein­griff in die Tätigkeit und Selbständigkeit von Landesinstituten und in die landesgesetzliche Behördenzuständigkeit. Es ist dies namentlich in der Begründung zum Entwurf eines Gesetzes über die privaten Bersicherungsunternehmungen näher aus­geführt. (Nr. 5 der Drucksachen des Reichstags, 10. Legis­laturperiode, Session 1900/01. S. 33; vgl. auch den Kom- misstonsbericht Nr. 244 der Drucksachen, S. 2 ff., S. 13 ff.) 8. Im übrigen bedauern sowohl der Herr Reichskanzler als der königlich preußische Herr Minister des Innern, der die Aufsicht über die preußischen öffentlichen Lebensversicherungs­anstalten führt, daß der Konkurrenzkampf zwischen einigen öffentlichen Lebensverstcherungsanstalten einerseits und einer Reihe von privaten Bersicherungsunternehmungen anderer­seits teilweise mit Mitteln geführt worden ist, die nicht durch­weg gutgeheihen werden können. Es ist zu hoffen, daß unter der inzwischen eingeleiteten behördlichen Einwirkung hierin eine Änderung eintreten wird.

* Ein liberales Wahlabkommen in Sachsen. Die Fort­schrittliche Volkspartei und die Nationalliberalen haben zu den nächstjährigen Landlagswahlen in Sachsen ein Wahlab- kommcn für die O b e r l a u s i tz unter der Voraussetzung ab­geschlossen, daß für ganz Sachsen eine Verständigung zustande­komme. Nach dem Abkommen wird der gegenseitige Besitzstand beider Parteien gewahrt.

ff- Die Schaffung eines einheitlichen AngestelltenrcchtcS wird feit längerer Zeit von den Organisationen der Privat­beamten und der kaufmännischen Angestellten erstrebt. Es handelt sich hierbei darum, die im Bürgerlichen Gesetzbuch, im Handelsgesetzbuch und in der Gewerbeordnung enthaltenen einschlägigen Bestimmungen zu einem eigenen Privatbe­amtenrecht zusammenzufassen und zugleich im Wege der Ge­setzgebung Festsetzungen über die Arbeitszeit und die Errich­tung einer besonderen Standesvertretung zu treffen. Der gegenwärtige Reichstag unterstützt diese Forderungen. Bei der Reichsregierung schweben einer offiziösen Korrespondenz zufolge eingehende Erwägungen über eine Neuregelung der Verhältnisse der kaufmännischen und technischen Angestellten. Bei der großen Bedeutung der Frage und der Vielgestaltigkeit der Verhältnisse handelt es sich um sehr umfangreiche Vor­arbeiten.

* Polnische Vcreinsgriindungen im Westen. Aus Bottrop wird die Gründung eiyes Sokolvereins und eines polni­schen Gesangvereins gemeldet. Gleichzeitig organisieren sich die Polinnen im rheinischen Jndustriebezirk. Auch in Gladbeck und in Gelsenkirchen-Schalke wurde ein national­polnischer Frauenverein, gegründet.

Heer und Klolte.

Personal - BerSnderungen. Aus der sächsischen Armee: d'Elsa. Gen. der Inf. und kom. Gen. des 12 (1. K. S.) Armeekorps, ä I. s. des 1. (Leib-) Gren.-Regts. Nr. 100 gestellt. * v. Watzdorf. Gen.-Major und Kom. der 2. Feld-Art.-Brig. Nr. 24, * Graf Vitzthum v. Eckstädt,

läßt. Diese Ansicht herrscht von dem Diktator Huerta herunter bis zum gemeinen Soldat, denn für den ist dieser Krieg nur ein Mittel zum Zweck möglich)- reicher Beute und ungehin­derter Plünderung. .. ^ '

Ich glaube kaum, daß «an sich in europäischen Landen einen richtigen Begriff macht von diesem Huerta »3« 1 " weiliger Präsident und Dwlsionsgeneral Dan Victoriano Huerta", wie ihn die mexikanischen Zeitungen zu nennen belieben, und von seiner.Soldateska, die europäischen Be- griffen völlig Hohn spricht. Huerta ist ein Mann ohne jedes Gewissen, ohne jeden Skrupel, ein Mann, für den Mord, VertrauenSbruch und Verrat Kleinigkeiten sind, die ihn nicht fünf Minuten lang auf seinem Wege aufhalten. Er geht über die Leichen seiner besten Freunde hinweg, wenn er da­mit seinen Zweck erreicht, und dieser Zweck ist nicht etwa die Herbeiführung eines friedvollen _ Zustandes in Mexiko, son­dern ausschließlich der Wunsch, sich solange auf dem mexika­nischen Präsidentenstuhle zu behaupten, bis es ihm gelungen ist, genug zusammen zu räubern, um damit sich später zu einem fröhlichen Leben derVerbannung" nach Paris zurück­zuziehen. Er versuchr es im Kleinen, den schlauen Fuchs Perfirio Diaz nachzuahmen, aber die Brutalität und Habgier seines. Charakters sowie ungezügelte Neigung zu den stärksten alkoholischen Getränken lassen ein baldiges Ende seiner Macht Voraussagen. Und das ist auch im Interesse des Landes nur gut, denn unter einem Huerta werden niemals friedliche Zu­stände herbeigeführt werden können.

Fast reines Jndianerblut fließt in den Adern Huertas, der seit jungen Jahren der Armee angehört, jedoch erst unter Perfirio Diaz als Offizier zur Bedeutung gekommen ist. Unter General Rehes als Kriegssekretär, wurde Huerta zur Niederwerfung eines Ausstandes,, der der Regierung viele Schwierigkeiten gemacht hatte, nach Uucatan geschickt, und sein Erfolg in dieser Aufgabe hat die erste Staffel zu seinem Auf­stieg gelegt. Ms Diaz ihn . wegen so grober Durchstechereien, daß sie selbst in Mexiko nicht durchgehen konnten, seiner Stel­lung enthob, ließ ihn General Rehes, der damals das Kom­mando in Monterey führte, dorthin kommen. Huerta kam, und wenn nur der dritte Teil von dem, was mir in Monterey berichtet wurde, von der damaligenWirksamkeit" Huertas, auf Wahrheit beruht, so bekommt man einen netten Begriff von dem Manne,'der jetzt den Bereinigten Staaten Trotz zu bieten wagt. Rehes verschaffte ihm einen großen Kontrakt für Wege- und Straßenbauten und sorgte auch dafür, daß er von der Straßenbahn-Gesellschaft eine Anzahl Maulesel für die Arbeiten bekam. Huerta ließ die Maulesel fast ver­hungern, bezahlte seinen Arbeitern nichts, bekümmerte sich überhaupt nicht um die Bedingungen seines Kontraktes, borgte nach allen Seiten, ohne ans Wiedergeben zu denken, bezahlte überhaupt keine Rechnung, brüstete sich , offen damit, daß er die Frau seines Werkführers zwangsweise zu seiner Geliebten gemacht habe unter der Drohung, daß er sonst ihren Gatten ermorden lassen würde, und verbrachte seine Zeit hauptsächlich mit dem Trinken französischen Kognaks und