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Verlag Langgafse 31

Tagblatl-Haus".

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Montag» 19. Ianuar 1914.

Kbend-Kusgabe.

Nr. 30. » 62. Jahrgang.

Der mexikanische Staats­bankerott.

Die teils.durch die Diktatur Huertas, teils durch die Einmischung der Union chronisch gewordenen Wirren in Mexiko haben die wirtschaftlichen Zustände des an Naturschätzen so reichen Landes derart z ew r ü t t e t, daß die Diktatur, wie gemeldet, nach der in den süd- rmd mittelamerikanischen Republiken nicht ganz unbe­kannten Taktik die E i n st e I l u n g der -Zinsen- zahlung auf die Bonds der inneren und äußeren Schuld für die ersten sechs Monate des Jahres ange­kündigt hat. Diese Maßnahme bedeutet wenn nicht den offiziellen, so doch den offiziösen Staatsbankerott, der vervollständigt wird durch die Verlängerung der sogenannten Bankfeiertage bis zum 31. März, worunter die Verordnung eines weiteren Zahlungs­aufschubes zu verstehen ist, den sich natürlich auch alle privaten Schuldner in Mexiko zunutzen machen werden.

Die angekündigte Einstellung der Zinsenzahlung hat bereits eine wahre Der oute auf dem Markt der mexikanischen Staatsanleihen hervorge­rufen. Die fünfprozentige Anleihe von 1909, die mit 102,75 ausgegeben wurde und die im Jahre 1912 einen niedrigsten Stand von 97,60 aufwies, während sie am 31. Dezember v. I. bereits auf 88,50 zurückgeg,äugen rvar, verzeichnete am Samstag, den 17. Januar, einen Tiefstand von 76,10. Die vierprozentige Anleihe von 1904, deren höchster Kurs im Jahre 1912 91,40 und der niedrigste 86,60 betrug, während sie am 31. De­zember 1913 72,75 notierte, ist jetzt glücklich auf 64,25 zurückgegangen. Die Mehrzahl der trauernden Gläubi­ger befindet sich natürlich in der No r d a m e r i k a n i- schen Union, wo der größte Teil der rund 317 Millionen Dollars betragenden auswärtigen Staats­schulden Mexikos untergsbracht ist. Aber auch in den Händen der englischen, französischen und -leider auch der deutschen Kapitalisten befindet sich eine ganz er- febliche Anzahl mexikanischer Werte. In welchem Um- fang das der Fall ist, läßt sich natürlich auch nicht schätzungsweise feststellen: doch mag es sich, die Ersen- bahnanleibe mitgerechnet, wohl um mehrere Hunderte von Millionen Mark handeln.

Es liegt in der Natur der Sache, daß nicht nur m den Kreisen der Staatsgläubkger Mexikos, sondern auch sonst die Frage aufgeworfen wird, was zu tun fei, um diese Bankerotterklärung oder wenigsten, ihre Folgen abzuwenden. Ein Berliner Blatt wußte dieser Tage zu melden, daß zwischen den Regierungen Deutsch­lands. Großbritanniens, Frankreichs und der Vereinig­ten Staaten von Amerika Verhandlungen über g e - in einsame Schritte gegen Mexiko schweben, aber jene Nachricht ist unzutreffend, und es haben bis­her keinerlei Erörterungen über diese Frage stattge- funden. Die deutsch e Regierung steht auf dem Standpunkt, daß sie als nicht in erster Reihe be­teiligt nicht die Initiative in dieser Sache ergreifen wolle,-wenn sie auch bereit sei, sich, falls das von an­derer Seite angeregt werde, an einem solchen Meinungs­austausch zu beteiligen. Nicht nur die deutsche, sondern auch die englische und die französische Regierung stehen anscheinend"auf dem Standpunkt, daß die ^-artrm t i v e hier der Union zukommt. Diese aber laßt nach einer Meldung aus New Jork bereits wde Absicht eines gemeinsamen Vorgehens gegen Mexrko deinen-

Feuilleton.

Restden;-Theater.

Samstag, den 17. Januar, zum erstenmal:Schneider gibbel." Komödie in 5 Bildern von Hans Müller- - ck l ü s s e r. Spielleitung: Br. Rauch. ,,

Schneider Wibbel hat Herz und Mund auf dem rechten -leck, und seine Zunge ist so spitz wie seine Nadel. Beim Navoleons in Köln macht er seinem patriotischen Un- mt -n heftigen Worten Lust und findet für die Franzosen lni> besonders den Kaiser die ausdrucksvollsten Kosenamen. Ue Folge ist eine Denunziation wegen Majestätsbeleidigung; r wird peinlich verhört und zu einem Monat Haft verurteilt reffte Niedergeschlagenheit bet Herrn und Madame Wibbel! Ler soll das Geschäft leiten, wer soll zuschneiden? Die kluge krau weist Rat, dem alsbald die Tat folgt. Der Geselle stppel, legitimiert durch Wrbbels Papiere, wandert ins Ge- ängis und der Meister verbirgt sich tagsüber in einem kleinen Kabäuschen". Schon sind 14 Tage verstrichen, da o Cronie .es Schicksals stirbt Zippel an einer Lungenentzündung. Tue Pseudowitwe rüstet ein Leichenbegängnis mit allen Schikanen, und Wibbel sieht, halb vergnügt, halb gerührt, eine eigene Beerdigung mit an. Er schneidet den Bart ab, ärbt und Haar und verlobt sich nach einigen weiteren Schwic- igkeiten als Wrbbels jüngerer Bruder mit seiner eigenen

tieren. Die Gründe für diese Haltung liegen auf der Hand. Angesichts der neuerdings beliebten Auslegung der Monroe-Doktrin will man einmal jede Ein­mischung europäischer Mächte in die Angelegenheiten amerikanischer Staaten vermeiden, und zweitens rech­net man anscheinend darauf, daß ein bankerottes Mexiko eine noch leichtere Beute für den amerikanischen Im­perialismus werden könnte, dessen Triebfeder in diesem Fall der Petroleumtrust ist, während Wilson und Bryan nur die Geschobenen -darstellen.

Im übrigen wäre die Frage auch nicht leicht zu be­antworten, welche Maßnahmen die Mächte gegen den mexikanischen Staatsbankerotteur ergreifen sollten. Beispiele eines derartigen Vorgehens sind freilich schon vorhanden, so gegenüber Ägypten und der Türkei, die beide es der von den Großmächten eingesetzten Finanzkontrolle zu verdanken haben, daß sie wieder zu geordneten Verhältnissen gelangt sind. Ein solches Vorgehen ist jedoch bisher nur mit der wenn auch durch diplomatischen Druck herbeigeführten Zustimmung der betreffenden Staaten erfolgt, und es dürfte bei den Regierungen schwerlich Neigung be­stehen, wegen der Interessen privater Gläubiger kriegerische Gewalt anzuwenden. Es ist ja wiederholt eine Ergänzung des Völkerrechts dahin gefordert wor­den, daß ein internationaler Gerichtshof eingesetzt werde, der bankerotten Staaten gegenüber zuständig sein und auch mit den nötigen Machtmitteln ausge­rüstet werden soll, um seine Urteilssprüche nötigenfalls mit Waffengewalt zu vollstrecken. Aber das ist bis auf weiteres eine Utopie, und so wird man bis zu dieser völkerrechtlichen Zukunftsmusik nur an das zahlungs­fähige Publikum die Warnung richten können, auch in bezug auf sein Kapital den Spruch zu beherzigen: Bleibe im Lande rnrd nähre dich redlich! Ein bekann­ter Bankier gab einmal einem ihn um Rat fragenden Kunden die Auskunft: Wenn Sie gern gut essen, kaufen Sic hochverzittsliche Papiere, und wenn Sie gern gut schlafen, begnügen Sie sich mit dem landesüblichen Zinsfuß! Die Hoffnung auf das gute Essen ist den mexikanischen Staatsgläubigern und nicht nur die­sen zuschänden geworden, aber mit dem schlechten Schlat. das wird schon stimmen.

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Die Begründung des mexikanischen Finanzministeriums. ^ wb. Berlin, 18. Jan. Nach beim Bankhause S. Bleichröder eingetrosfenen Depeschen des Finanz­ministeriums und der Banco Nacional in Mexiko sah sich die mexikanische Regierung in _ die Notwendigkeit versetzt, für einen begrenzten Termin von 6 Monaten den Dienst der öffentlichen Schuld einzustellen, indem sie sich gleichzeitig feierlichverpflichtet, auch die Zinsen der Beträge, Öie letzt nicht bezahlt werden später zu decken, darmt die Bondholders keinen Schaden erleiden. Dieser Entschluß der Regierung be­zwecke ausschließlich, sich die zotigen Mittel zu sichern um den Frieden in möglichst kurzer Zeit wieder herzustellen. Nach wetteren telegnaphischeu Mitteilun­gen das Banco Nacional ermächtigte die mexikanische Regierung auf seine und des Bankhauses Bleichröder energische Vorstellungen hin die Bank, von den für den Anleihedienst bereits e i n k a s s i e r t e n Geldern am 15. Januar die fällig gewesene^ monatliche Rate nach Berlin zu senden. Die Rimesse ist am 17. d. M. a b g e s a n d t worden.

Diese Idee ist gut und schlug auch teilweise ein. Der Verfasser hat freilich nicht die hinreichende Produktionskraft, um sie voll auszuschöpfen. Ihre eigentliche Substanz ist ein grandioser, ja gespenstiger Humor, der be­sonders V 4. Akt, der Beerdigungsszene, zur Entfaltung hätte kommen müssen. Müller-Schlösser begnügt sich mit den bescheideneren Wirkungen, die eine spießbürgerlich-burleske Komik auf alle Fälle verbürgt. Er erzielt damit gute Erfolge, kommt aber auch nicht ohne Blessur an der Klippe des Trauer­aktes vorbei. Der Zuschauer wird durch die Trauerembleme und die düstere Stimmung gefangen. Wenn es sich auch nicht um Wibbel selbst handelt, so wird doch tatsächlich ein Mensch, und zwar ein guter Mensch, begraben. Die groteske Komik des Aktes vermag nicht, dieses Gefühl zu neutralisieren. Das ist der Moment, in dem sich im Zuschauer die Kritik zu regen beginnt. Daß das Ganze ein t® ^\ n foIX, ift ihm jetzt ein peinlicher Gedanke. Diese Pein überwinden, ist eben die Hauptaufgabe des Dichters. Eine radikale Änderung des 4. Aktes würde sich ohne Zweifel lohnen. Denn der erste, vor­trefflich inszenierte Akt ist voll Leben, die beiden folgenden in der Schneiderwerkstätte halten sich auf gleicher Höhe. Der Meister, die Meisterin und die beiden Gesellen sind gut ge­schaute und konsequent durchgeführte Typen.

Herr Bertram stellte einen ebenso tapferen als komischen Schneider auf die Bühne, einen Schneider, der in seiner handfesten Rundlichkeit mit dem üblichen Typus lustig kontrastierte. Die künstlerischen Qualitäten von Fräulein

Das Nrönungs- und Ordensfest.

llck. Berlin, 18. Jan. Das Krönungs- und Ordensfest wurde heute in herkömmlicher Weise begangen. Zu dieser Feier hatten sich die Geladenen im Königlichen Schlosse ver­sammelt. Der Präses der Generalordenskommission, General der Infanterie und General L 1a suite v. I a c o b i, händigte die Auszeichnungen aus, worauf die neuernannten Ritter und Inhaber von Orden in den Rittersaal, die Branden- iburgische und die Rote Kammer, die übrigen dekorierten Per­sonen in die Bildergalerie geführt wurden. Die Majestäten ließen sich zunächst in der zweiten Paradevorkammer die Damen des Wilhelmordens, des Luisenordens, des Ver­dienstkreuzes für Frauen und Jungfrauen, des Frauenver­dienstkreuzes und der Roten Kreuzmedaille vorstellen und be­gaben sich sodann mit den Prinzen und Prinzessinnen unter dem Vortritt der obersten Hof-, Oberhof- und Hofchargen in den R i t t e r s a a l, wo der Präses der Generalordenskom­mission die neuernannten Ritter und Inhaber von Orden einzeln vorstellte. Hierauf fand der Gottesdienst in der Schloßkapelle statt. Der Hof- und Domprediger Vits hielt die Liturgie und die der Feier des Tages gewidmete Predigt. Nach dem Gottesdienste fand die Tafel statt. Die Einge­ladenen hatten inzwischen ihre Plätze im Weißen Saal, in der Weißen Saalgalerie, im Aushau der Bildergalerie und in den angrenzenden Gemächern eingenommen. Gegen tausend Personen speisten am Tisch des Königs. An der kaiser­lichen Haupitasel war, wie immer, auch eine Deputa­tion von Inhabern des Allgemeinen Ehrenzeichens und der Rettungsmedaille placiert, Invaliden, Feld­webel und Wachtmeister. Im Verlauf des Mahles erhob sich der Kaiser und trank auf das Wohl der neuernannten und früheren Ritter. Nach der Tafel hielten der Kaiser und die Kaiserin Cercle und erfreuten viele Anwesende durch An­sprachen.

Es erhielten u. ä. folgende Herren Auszeichnungen:

Höhere Staatsbeamte:

Den Roten Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ring: D. Voigts, Präsident des Evangel. Oberkirchenrats. Den Stern zum Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub und der Königl. Krone: Dr. Hamann,

Vortragender Rat im Auswärtigen Amt, Dr. Lewald, Direk­tor im Reichsamt des Innern. Den Stern zum Roten A-dler- orden mit Eichenlaub: v. Coels van der Brücken,

Untcrstaatssekretär im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Dr. Freund.^ Ministerialdirektor im Ministerium des Innern, Dr. v. Strauß und Torney, Senatsprästdent beim Oberverwaltungsgericht. Icfentr, Ministerialdirektor im Ministerium für Landwirtschaft. Den Roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub: Dr. v. Buchka, Vortragender Rat im Reichsschatzamt. Delbrück, Präsident des Kaiserlichen Statistischen Amts, Dr. Gallenkamp im Reichsamt des Innern, Dr. Matthieu, Direktor im Auswärtigen Amt, Dr. Zahn, Dirigent der Personal-Abteilung des Auswärtigen Amts, Den Roten Adlerorden 3. Klasse mit Schleife und Krone: Geh, Oberregierungsrat Albert im Reichsamt des Jnnerir, Den Roten Adlerorden 3. Klasse mit Schleife: Plathe, Direktor des Abgeordnetenhauses, Üerncr, Vor­tragender Rat im Justizministerium. Den Kronenorden 1. Klasse: v. Eberhard. Gouverneur von Stmßburg i. E., v. C h a p u i s, Unterstaatsselretär im Unterrichtsministerium. Den Kronenorden 2. Klasse: v. d. Laucken-Wakenitz,

Gesandter in Darmstadt. Ebermaier, kaiserlicher Gouver- nur von Kamerun, v. Puttkamer, Bezirkspräsident in Colmar, Dr. Schnee. Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Heiligen st adt, Präsident der Preuß. Zentralgenossen­schaftskaste. Dr. Wülfing, evangelischer Feldpropst der Armee.

Handel und Industrie:

Den Roten Adlerorden 2. Klaffe: v. Gw inner Direktor der Deutschen Bank in Berlin. Dr. v. Lumm. M'tglied des Reichsbankdirektoriums. Krech, Mitglied der Generaldirek­tion der Seehandlung. Den Roten Adlerorden 3. Klasse mit Schleife: Maas, F<rbrikbesitzer in Berlin, Gericke. Wil­helm. Stadtverordneter in Berlin. Den Roten Adlerorden 4. Klasse: Loewenberg, Kommerzienrat in Berlin. Den

Saldein zeigten sich in neuem Licht. Diese stattliche, derbe Meisterin, mit sicheren Strichen nicht ohne Humor gezeichnet, berührte als Persönlichkeit und als künstlerische Leistung sehr sympathisch. Eine feinkomische Charaktertype bot Herr B a r t a k als sächselnder Schneidergeselle, der mit der schönen Meisterin gern das gute Geschäft schnappen möchte. In kleineren Rollen wirkten mit Erfolg die Herren Schäfer., Hager, Deutschländer, Schröder, Miltner und Hom.

Knrtheater.

Sonntag, den 18. Januar, zum erstenmal:Seine Geliebte." Lustspiel in 3 Akten von Paul A r m o n t , deutsch von Erich Motz.

Das Lustspiel ist ein Schwank; um durch die offenbar falsche Etikettierung keinen Irrtum aufkommen zu lassen, sei das vorweg festgestellt. Das Stück hat die Eigenschaften des modernen Schwankes: Verwechflungen in Hülle und Fülle und ein Dnrcheinanderrennen von Personen, daß dem Zuschauer bei­nahe Hören und Sehen vergeht. Das gilt namentlich von dem ersten Akt, der (nach berühmten Mustern) im Hause eines unter der Fuchtel seiner gescheiteren und darum besseren Hälfte stehenden Wackelgreises spielt, den seine Gattin absolut zum Deputierten eines Arrondissements machen will. Darum macht die wackere Madame Champtercier ihr Haus zueinem Korridor für jeden Mann und zu einem öffentlichen Büfett"; darum dringen die Gäste bis in die Schlafstube und Bade-