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Sette K._Morgen-AusgaLe, 1* Matt. MeslmdettZ- Tüghlait. DonuersLag, IS. Januar 1914. Nr. 23.

nicht fest.,. In parlamentarischen Kreisen erwartet man im übrigen eine Klärung der Situation von dem Besuch des Statthalters Grafen Wedel, der morgen in Berlin ein­trifft und vermutlich eine Konferenz mit dem Reichs­kanzler haben wird. Die Meldung Berliner Abendblätter, daß der Gerichtsherr bereits heute, drei Tage vor Ablauf der Frist, auf Einlegung der Berufung im Reuter-Prozeß verzichtet habe, hält man sowohl im Parlament, wie in Regie- rungskreisen für nicht zutreffend.

Demonstrative Einladungen des Herrn v. Jagsw.

# Berlin, 14. Januar. (Eig. Drahtbericht.) Bekanntlich hat am 10. Januar, am Tage der Straßburger Urteilsver­kündung, beim Kronprinzen ein Diner stattgefunden, zu dem außer den Oberpräsidenten auch Polizeipräsident von J geladen war. Man hat dieser Einladung eine ge­

teilte p o l i t i s ch-d e m o n st r a t i v e Bedeutung beigemessen. Heute, an dem Tage, an dem der Minister v. Dallwitz im Landtag das Gastspiel des Herrn v. Jagow in der „Kreuz­zeitung" mißbilligte, teilt der Hofbericht mit, daß beim Prin- zenpaar E i t e l - F r i e d r i ch ein Mahl stattfindet, zu dem der^ Kriegsminister, der Landwirtschaftsminister Freiherr v. Schorlemer, und wiederum Herr v. Jagow Einladungen er­halten haben.

Zu den Denkfeiern für Düppel und Alfen.

wb. Berlin, 14. Januar. Der geschäftsführende Ausschuß für die Veteranengedenkfeier in Düppel, und Alsen vom 27. und 29. Juni 1914 und für die Düppeler Gedächtnisaus­stellung 1914 in Sonderburg hatte zu einer beratenden Sitzung in das Landwehroffizierkasino eingeladen. Den Vor­sitz führte General der Infanterie v. Potowskh, der selbst ein alter Düppelstürmer ist. Zahlreiche alte Veteranen von 1864, darunter auch Staatsminister v. Podbielsky, wohnten den Verhandlungen bei.

Die Verhandlungen zwischen Ärzten und Krankenkassen in Breslau.

** BreSlau, 14. Januar. Während in der Stadt Bres­lau die Verhandlungen zwischen Ärzten und Krankenkassen noch fortdauern, wurde im Landkreis mit der Bereinigung der Kassenärzte eine vorläufige Verständigung erzielt, so daß die behördlich ungeordnete Gewährung der Barleistung bis zur Hälfte des gesetzlichen Krankengeldes für .Kassenmitglieder, welche der spezialärztlichen Behandlung nicht bedürfen, auf­gehoben wurde.

Lärmszencn im ungarischen Abgeordnetenhaus.

wb. Budapest, 14. Januar. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses kam es zu großen Lärmszenen. Die Oppositionellen waren äußerst erregt, daß der I nt m u- rt t t ci t § Ausschuß wegen verschiedener Vorfälle in der gestrigen Sitzung' für heute einen Bericht vorbe­reitete,^ in welchem dem Abgeordnetenhaus drakoni­sche Strafen für einige Abgeordnete vorgeschlagen werden. Zu Beginn der Sitzung ruft der Präsident den Ministerpräsidenten zur Ordnung, weil er gestern nach der Rede Vaßonys die Oppositio­nellen Abenteurer und Desperatos nannte. Der Ord­nungsruf wurde von den Oppositionellen mit großem Lärm aufaenommen und dem Präsidenten zugerufen,

warum er den Ordnungsruf nicht schon gestern erteilt habe. Es dauerte längere Zeit, ehe sich der Lärm legte. Im weite: :n Verkaufe der Sitzung beantragte der JmmunitätZaüsschnh. wegen der gestrigen Vorfälle drei Abgeordnete von 15 und einen von 45 Sitzungstagen auszuschließen. Die Opposition nahm den Antrag mit stürmischen Protestrufen auf und rief: Das stenographi­sche Protokoll wurde gefälscht. Graf A n d r a s s y er­griff das Wort und sagte u. a.: Der Präsident hat den Ministerpräsidenten nachträglich zur Ordnung gerufen, weil er sich inzwischen vergewisserte, daß dieser ihm deshalb nicht zürnen werde. Andrassy wurde zur Ord­nung gerufen und als er die Bemerkung wiederholte, zum zweiten Male. Später kam es zu einer erneuten Lärm-

Mordanschlag auf Scherif-Pascha.

wb, Paris, 14. Januar. Heute vormittag wurde in der Wohnung des Führers der radikalen türkischen Partei des Generals . Scherif-Pascha und ehemaligen türkischen.Gesandten in Stockholm ein Mordanschlag verübt. Ein junger Mensch erschien dort und verlangte dringend, von Scherif-Pascha empfangen zu werden. Der Diener des Paschas verweigerte dies, worauf der junge Mann einen Revolver auf ihn abfeuerte und ihn verwundete. Infolge des Knalles eilte der Schwieger­sohn Scherif-Paschas Salil herbei und tötete mit einem Revolverschuß den Angreifer, dessen Identität bisher nicht festgestellt werden konnte. Es handelt sich aber deni Anschein nach um ein p o l i t i s ch es Attentat. Scherif-Pascha gibt hier seit einigen Jahren eine Zeit­schrift unter dem Titel „Mescheru-Tiette" heraus, worin das jung türkis che Komitee für Einheit und Fortschritt auf das heftigste befehdet wird. Scherif- Pascha ist übrigens vor Jahresfrist von der jungtürki­schen Regierung in ccratmnadam zum Tode verurteilt worden.

Eisenbahnerstreik in Portugal.

wb, Lissabon, 14. Januar. Die Angestellten der portu- gießifchen. Eisenbahn Gesellschaft sind heute in den Äusstand getreten. Der Eisenbahnverkehr ist dadurch lahm gelegt worden.

Der Streik in Südafrika.

wb. Kapstadt, 14. Januar. Der Belagerungszu­stand erstreckt sich auf die wichtigsten Bezirke Transvaals, des Oranjestaats und Natals, welche Hauptbahnen führen. Mit Einschluß von Durban, Pietermaritzburg und mit Aus­schluß der Kapkolonie. — Die Straßenbahner haben sich für den Streik erklärt.

wb. Johannesburg, 14. Januar. Die Dynamitan­schläge auf die Eisenbahn dauern fort. Heute früh wurde wieder Dynamit aus einer Bahnstrecke gefunden.

Der Vulkanausbruch auf der Insel Sakuraschima.

wb- Tokio, 14. Januar. Bei dem ersten Ausbruch des Vulkans auf der Insel Sakuraschima, der seit 130 Jahren un­tätig gewesen war, veranlatzten die Behörden die Bevölkerung, die Stadt Kagoschima zu verlassen. ES wurden Truppen auf- geboten. Das Erdbeben wiederholte sich alle S bis 6 Minuten. Ein Flüchtling, der nach Nagasaki kam, erzählte, daß er in

Kagoschima über 200 Erschütterungen gezählt habe. Bei Be­ginn des Ausbruchs stiegen die Rauch- und Flammensäulen aus verschiedenen Teilen des Berges auf. 40 Minuten spater begann die Eruption vom Berggipfel. Die ostwärts liegen­den Häuser wurden zuerst vom Feuer ergriffen, das sich schnell ausbreitete. Die Einwohner drängten ays Ufer. Die Polizei begab sich in Booten zu den Rettungsarbeiten- Die Hitze war sehr stark, sie wurde selbst in Kagoschima gespürt, wo der Himmel durch die Rauchmassen des Vulkans und durch den Rauch der brennenden Häuser und Wälder verdunkelt wurde. Das Marineamt hofft, durch die entsandten Kriegsschiffe eine funkentelegraphische Verbindung herzuftellen. Die Erschütte­rung wurde in der ganzen Provinz Kiuschiu gespürt. Die Stadt Nagasaki, obwohl 160 Kilometer entfernt, ist mit feinem Staub vulkanischer Asche bedeckt worden. Der Gouverneur von Mijazeki (Ostküste) telegraphiert, daß die Stadt mit Asche bedeckt ist.

Weiteres Ansteigen des Rheins, wb. Ludwigshafen, 14. Januar. Hier ist der Rhein weiter gestiegen, und zwar von gestern früh auf beute früh von 6.18 auf 6.52 Meter. Heute nacht trat bei andauerndem Frostwetter leichter Schneefall ein.

Kälte und Schncefälle in Süddeutschland, wb. Karlsruhe, 14. Januar. In der verflossenen Nacht und im Verlaufe des heutigen DageS ist im S> ch w a r z w a l d und in den Vogesen erneut erheblicher Schnee gefallen. Auf den Kämmen beträgt die Schneehöhe 1.25 Meter. Das Thermometer ist in niehreren Tälern bis auf Minus 20 Grad Zelsfus gesunken, so in Villingen, St. Blasien und Donau- eschingen. Infolge der Schneeverwehungen erleiden die Züge etwas Verspätung, über die Höhen des Schwarzwaldes müssen erneut Bahnschlitten geführt werden, um den Verkehr aufrecht zu erhalten.

_ ^d/rlni, 14. Januar. Einer der elegantesten Stnelkkubs Berlins, dem zahlreiche Mitglieder der Berliner Gesellschaft angeboren, ist in der letzten Nacht durch die ÄrMinalpobzer aufgehoben worden. Es handelt sich um den Klub „Gesellige Vereinigung Berlin".

r fl»«#«*. 14. Januar. Ein Reparaturwagen der

elertrr,chen Straßenbahn durchfuhr heute morgen vor dem- Elektrrzrtatswerk' die geschlossene, nur Mangelhaft beleuchtete Eisenbahnschranke. Drei Güterwagen mürben aus dem Meis geworfen. Ein Monteur der Straßenbahn war so-

14- Januar. (Eig. Drahtbericht.) Die „Deutsche Tageszeitung" dementiert die Nachricht, daß die konservative Retchstagsfraktion ein Glückwunsch­telegramm an Oberst v. Reuter gesandt habe.

Handelsteil.

Einfuhr Ausländischer Weine.

I feiu- fachmännischer Mitarbeiter schreibt: In jedem Jahr werden Ende November die Einfuhrzahlen von Wein amtlich festgestellt, weil mit dieser Zeit d!ie Keltertrauben und die Maische, die Deutschland aus dem Auslande bezieht, zum großenTeil in das deutsche Zollgebiet abergeführt sind Während nun im Jahre 1912 die Einfuhr von Keltertmuben und Maische von Januar bis Ende November 368 647 Doppelzentner betrug, belief sie sich im Jahre 1918 im gleichen Zeitraum auf .5 70 836 Dopp.elzentner, war also über 100 000 Doppel­zentner höher wie 1912. Dieser Zuwachs gibt zu denken, denn diese außerordentliche Höhe der Einfuhrzilfer in 1913 ist nur im Jahre 1910 erreicht, bezw. noch überschritten wor­den, wo sie 477 999 Doppelzentner betrug. Daß im Jahre 1910 ein bedeutendes Quantum ausländischer Weine eingefübrt wurde, war gewissermaßen eine Notwendigkeit, (leim durch den relativ geringen Ertrag des Herbstes 1910, in Verbindung mit den vorausgegangenen unzureichenden Herbsterträgen der Jahre 1906, 1907, 1908 und 1909 und anderseits durch die Beschränkung der Vermehrung aus Anlaß des neuen Wein­gesetzes war eine direkte fühlbare Knappheit in deutschen Konsum weinen entstanden, die durch die Einfuhr aus­ländischer Weine zum Teil, freilich nicht immer, in glück­licher Weise ausgeglichen wurde. Aber wie liegen heute die Verhältnisse, haben wir wieder eine Weinnot, die eine solche vermehrte Einfuhr von Auslandsweinen rechtfertigen könnte? Die Antwort muß verneinend ausfallen. Wenn auch der Herbst 1913 nur geringes Quantum Wein lieferte in Deutsch­land, so haben wir doch noch hinreichend Vorräte in älteren, hauptsächlich aber in 1912er Weinen, daß ein Knappwerden von Konsumweinen bis auf weiteres nicht zu befürchten ist. Man kann die Gefühle des Winzers verstehen, wenn er die verstärkte Einfuhr von Auslandsweinen in den deutschen Konsum hereinbrechen sieht und dabei seine Bestände nicht

absetzen kann. Die Winzerversammlungen, die in der letzten Zeit überall in den Weinbaugebieten Deutsch­lands veranstaltet worden sind, weisen mit Recht auf diese hohen Einfuhrziffern von Auslandsweinen hin und fordern von der Regierung entsprechenden Schutz gegen diese In­vasion Wenn wir uns die Zahlen, die die Einfuhr repräsen­tieren, näher ansehen und die Länder in Betracht ziehen, aus denen sie stammen, dann fällt uns vor allem das starke A n w a c h s e n der Einfuhr spanischer Weine auf. Im Jahre 1909 hat Frankreich an Keltertrauben und Maische 158 899 Doppelzentner zum Zollsätze vort 10 M. und an an­deren Weinen in Fässern 367 892 Doppelzentner zum erhöhten Zollsatz von 20 M. bis 30 M. eingeführt, Spanien dageg ea nur an Keltertrauben und Maische 70 140 Doppelzentner und von anderer. Weinen zu erhöhten Zollsätzen 144 198 Doppelzentner. Das Bild hat sich inzwischen gänzlich verschoben. Im Jahre 1913 hat Frankreich an Maische nur noch 44 831. DoppeL Zentner und von anderen Weinen in Fässern 335 645 Doppel­zentner, Spanien dagegen an Keltertrauben und Maische 236 369 Doppelzentner und von anderen Weinen in Fässern 415 819 Doppelzentner in Deutschland eingeführt, Spanien tat damit seine Einfuhr in,vier Jahren fast verdreifacht. Die Preisverhältnisse spielen natürlich bei dieser Verschiebung lie Hauptrolle, Frankreich hatte in den letzten Jahren keine bedeutenden Ernten und hielt auf höhere Preise, Spanien hatte bessere Ernten und konnte deshalb billiger liefern, aber dieser vermehrte Import von spanischen Weinen gibt sehr zu denken Anlaß.

Berliner Nachbörse,

$ Berlin, 14. Januar. Die Nachbörse zeigte bei sehr ge­ringen Umsätzen zeitweilig Ansätze zu leichten Besserungen auf die etwas freundlichen Londoner Tendenzroeldtagen. Industriewerte des Kassamarktes ruhig bei ungleichmäßiger Kursbewegung, öproz. Mexikaner 8460, gegen gestern 4.15 niedriger, 4proz. Mexikaner 67, mexikanische Bewässerungs­anleihe 72, gegen gestern 3.10 niedriger.

Krecjitsktien . .

803!/,

k-l3n6.-0e8e!l. .

LSSs/ö

Lommerrdanlc .

1081/4

Dann5lädU Bank

1173/8

Deutsche Bank.

2493/4

Disk.-Kominand.

138—

Dresdner Bank .

1533/s

National bank. .

117—

Schaaffhausen .

1015/s

Pet.Int. Hdlsbk.

2023/8

Liib.-Büchener .

Schantungbahn.

127-

Lombarden. . .

2 2 Vs

Anatolier. . . .

Baltimore. . . .

—

Kanada .

Orientbahn. . . Meridional . . . Pennsylvania. .

Henri.

4°/oRussen(1902) Türkenlose . . . Aumetz-Friede . Bochumer . - . Luxemburger . Gelsenkirchen . Harpener. . . . Hohenlohewrk. Laurahütte . . • Phönix.

2131/a

1973/4

1003/g

1561/2

897a

168-

160-

2163,,

135—

1887s

177—

1315/8

1541/2

2373/,

Rhein. Stahlw. . Rombaclier. . . Paketfahrt . . . Hambg.-Südam. Hans.-Dmpfsch.

Lloyd .

Dynamit-Trust.. Naphtha-Nobel. Alig. Elektrizität D-.ÜeberseeEl.

Siemens.

Schuckert .. . Ges. f. eiektr. .

Untern. South-Westafr..

1561/4 155 — 1347/8 1721/t 2743/s 1167/8 1701/8 391 — 2383/a 167-

1443/4

1 641/4 I14'/S

Frankfurter Naehbörse.

s/ - Frankfoit a , N., 14. Januar. Kurse von 1% bis 274 Uhr. Kredita&tien 203%, Disccmto - Commandit 188%, Dresdner Bank —Petersb. Int. Handelsbank 202%, Staats- bahn lö4r /&, Lombarden 22hs, Baltimore und Ohio 90*4 Nordd. Lloyd 3J17V«, Paketfahrt —Phönix —Edison 268%.

Berg- und Hüttenwesen.

* Selbsthilfe j n d 3 r Kaliindustrie, Die in Aussicht ge­nommene freiwillige Einschränkung der Kaliwerke hat insofern einen gewissen Erfolg aufzuweisen gehabt, als bjdher 170 Werke sich bereit eiklärt haben, unter der Bedingung eines allgemeinen Vertrags für einen Zeitpunkt von fünf Jahren keine neuen Werke mehr zu errichten und ebenso in dieser Zeit keine Terrains zu verkaufen, ohne den Erwerbern die Verpflichtung aufzuerlegen, von neuen Werken Abstand zu nehmen. Allerdings sind an dieser freiwilligen Bildung die fiskalischen Werke nicht beteiligt. So wünschenswert im In­teresse der Gesundung der Kaliindustrie auch dieEinschränkung in der Errichtung neuer Werke ist, so wird sie doch die Novelle zum. Kaligesetz nicht aukhülten können

Oslafrikanische Bergwerks- ond Plantagen-A -G. Der Aufsichtsrat der Qstafrikanischen Bergwerks- un( j pjantagen- A.-G. hat beschlossen, auf Montag, den 9. Februar 1914, mittags 12 Uhr, nach Berlin, Lützowstraße 33/36 (Rütgerswerke, Sitzungssaal), eine außerordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung einzuberufen: Vorläufiger- Belicht über das abgelaufene Geschäftsjahr und über den gegenwärtigen Stand der Gesahäfte.

Industrie und Handel,

Vom Rheinisch-Westfälischen 2«ms»tvvrka»ü. Im ver­gangenen Herbst hatten 14 westfälische Zementwerke für den Fall des Zusammenbruchs des F Jh 0'm sch-Westfälischen ZementsyndUcats einen Verkaufsverband gebildet, dm- in seiner leisten Mitgliederversammlung p^hloU, seine Verkaufskontore in Bochum und Amsterdam nicht vor dem 15. Februar auf- -rliieren, weil es heule immer noch zweifelhaft sei, ob der neugegründete Zementverband von längerer Dauer ist.’

Der Streit im Tuchgewerbe ist immer noch nicht bei­gelegt. und die von den Abnchmerverbänden beschlossene .Ordersperre auf neue Muster wird von den Mitgliedern strikt durchgeführt. Wie es heißt, soll sich der Beschluß der fuoh- f händJer, keine Orders auf neue Ware zu erteilen, bei den * Tuchfabrikanten sehr unangenehm fühlbar machen«.

* Interessengemeinschaft in der Margarine-Industrie. Wie

aus Emmerich berichtet wird, stad die beiden in Emmerich bestehenden Margarinefabriken in Interessengemeinschaft mit den größten deutschen Margarinefabriken getreten, und zwar die Rheinisch-Westf. Margarinefabrik Dr. Max Böhmer u. Co. mit van den Berghs Margarinewerken in Cleve und die Marga­rinefabrik van Rosaum u. Co. mit den Holländischen Margarine­werken Jürgens u. Prinzen in Goch.

Der Verein deutscher Nietenfabriken knüpfte angesichts andauernder Preisunterbietungen mit den außerhalb des Ver­bandes stehendem vier Fabriken Verhandlungen wegen Beitritts dieser Außenseiter an.

* Bio Giäubißerschuiz-Vsreinjgung für Rumänien, welche vor Jahresfrist auf Anregung des Handelsvertragsvereins ge­gründet wurde, hält am Samstag, den 17. d. M„ in Berlin unter Leitung des Herrn Geh. Legafionsrat Dr. v. Jacobs- Hamburg ähre erste Mitgliederversammlung a b, welcher auch der in Bukarest eingestzte ständige kaufmännische Vertrauens­mann, Herr Peter Tehhof, berechnen wird. Herr Tenbof wird über die bisherige Gestaltung seiner Tätigkeit, der Usehäfts- führer des Handelsvertragsvereins, Dr. Borgius-Berlin, welcher ehrenamtlich die Geschälte der Vereinigung fährt, über die organisatorische und finanzielle Entwicklung der Einrichtung Bericht erstatten. Darauf folgt Beratung über die Neugestaltung bezw. Verlängerung des Vertrages mit Herrn Tenhof sowie über die definitive Gestaltung der Organisation selbst, welche bisher nur von einem provisorischen Komitee geleitet wor­den ist.

Versicherungswesen.

' Deutschen Militärdienst, und Lebens-Versiche-

rnngs-Ansialt a. G. m Hannover waren im Monat Dezember 1913 zu erledigen: 1368 Anträge über 3 759 450 M. Versiche­rungskapital Die Gesamtproduktion im Jahre 1913 beträgt mahr als 36 Millionen M. Von Errichtung der Anstalt (1878) di- *• 8'ngen ein 490 833 Anträge über

794 065 565 M, Versicherangskapital. Die Auszahlungen an Versicherungssumme, tramieimüekgewähr usw. im Jahre 1913 betrugen ca 13 000 000 M.; die Gesamtauszahlungen seit Be­stehen der Anstatt ergeben rund 171 000 000 M. Der Hypo- thekenbestand betrug am Jahresschluß rund 129 000 000 M.

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