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Morgm-AvsgaLe, i. Matt.

Wiesbadener Tagblatt.

Samttag, II Jamwö 1914.

Rr. 17.

Wiesbadener Hurieben.

*Der Kur- und Bäder-Etat.

Welche Summe der verschiedensten Faktoren den komplizierten Apparat der Kurverwaltung in Gang halten, und welche Menge von Einzelheiten nötig ist, um dem Ganzen ein Gedeihen zu gewährleisten, darüber gibt der Etat der Kurverwaltung oder vielmehr die verschiedenen Haushaltspläne, welche die Aufwendungen und Einnahmen veranschlagen, ein teilweise kompliziertes, im ganzen aber anschauliches Bild. Durch die Abtrennung der einzelnen Verwaltungszweige wird es schwierig, die Gesamtsumme der Beträge festzustellen, die lediglich im Interesse der Kur und der Besucher Wiesbadens ausgeworfen sind, anderer­seits aber erleichtert diese Aufstellung bei genauem Studium den Überblick über die Liquidität der verschiedenen Ver­waltungen.

Der Haushaltsplan der städtischen Kurverwaltung schließt ohne Fehlbetrag mit einer Gesamtsumme von 1493 300 M. in Einnahme und Ausgabe ab. Der Vor­anschlag von 1913 sah bei Übernahme eines Fehlbetrages von 145 217 M. aus 1912 eine Gesamtsumme von 1484 000 M. vor. Das Kapitel „Allgemeine Verwaltung“ er­fordert eine Aufwendung von 493 582 M. Hier erscheinen die Bureaukosten mit 50295 M. und die Ausgaben für das Haus- und Dienstpersonal mit 94 731 M. in etwa gleicher Höhe wie im Vorjahre. Die Ausgaben für das Orchester belaufen sich auf 219016 M. und weisen damit eine Steigerung um etwa 8000 M. auf. Dagegen hat sich bei der Anschaffung und Unterhaltung des Mobiliars mit 22 600 M. eine Ersparnis von 7500 M. konstruieren lassen. Auch in der Position Heizung ist mit 7150 M. eine Redu­zierung um fast die Hälfte gegen die wirklichen Ausgaben von 1912 festzustellen. Die Beleuchtung erfordert eine Aus­gabe von 38 400 M. ln der „G r u n d b e s i tz ver w a11- u n g“, die mit 230 710 M. ebenfalls eine um etwa 13 000 M. sparsamere Aufstellung erkennen läßt, sind für die Unter­haltung des Kurgebäudes 87860 M. (93 660 M. i. V.) aus­gewogen, worunter sich ein Posten von 52000 M. (statt 60 000 M. i. V.) als an die Stadthauptkasse zu zahlende Pacht für das Paulinenschlößchen befindet.

Im Rahmen des Vorjahres bewegen sich die Ausgaben für die Kuranlagen mit 80150 M. und für Koch­brunnen und Emanatorium mit 47 093 M., denen 86 278 M, Einnahmen gegenüberstehen. Die Minder­einnahme von etwa 10000 M. ergibt sich aus dem Fortfall der Einnahmen aus dem Inhalatorium, das sich jetzt im Kaiser-Friedrich-Bad befindet und aus dem von 5000 M. auf 1700 M. reduzierten Gewinnanteil aus Emanatorium.

Die „Kapital- und Schuldenverwaltung“ erfordert eine Ausgabe von wiederum 454177 M. Das Kapitel „Unterhaltungen und Vergnügungen“ weist in den Ausgaben mit 196510 M. eine Steigerung um etwa 20000 M. und in den Einnahmen mit 1 141 850 M. eine Steigerung um etwa 22 000 M. auf. Die Ablieferung des Nettobetrages aus der Kurtaxe ist mit 605 000 M. veran­schlagt, während die wirkliche Einnahme in 1912 720 608 M. betrug. Der Erlös aus den Einwohnerkarten ist mit 143100 M. und der Erlös aus den Tageskarten mit 130000 M. veranschlagt. Für Zuschlagskarten ist eine Einnahme von 4700 M. vorgesehen.

Von den besonderen Veranstaltungen sollen die Künstlerkonzerte und Musikfeste, die eine Aufwendung von 38 500 M. erfordern, 55 000 M. eiribringen, die Vor­lesungen und Vorträge bei 9000 M. Ausg ?Srten 000 Wagem Sommerfestc, Tanzauffuhrungen, Rheinfahrten, Wagen fahrten, Automobilausflüge, Volksfeste usw.hei OOOM- Ausgaben 55000 M. Hier haben die wirklichen tinnahmen in 1912 mit 86392 M. fast die doppelte Hohe des Voran­schlags von 1913 erreicht; auch die Ausgaben waren wesent lieh höher als der Voranschlag und sind deshalb uim 101300 M heraufgesetzt worden. Für Gartenfeste mit Feuerwerken, Ballonfahrten und Illuminationen ist eure Ausgabe von 23000 M. und eine Einnahme von 42000 M. vorgesehen und bei den Masken-, Blumen- und Festbällen endlich stehen 10000 M. Ausgaben 30000 M. Einnahmen gegenüber.

In dem Titel „Spiele und sonstige Unter­haltungen“ erscheinen 24 000 M. als Einnahme aus den neugeschaffenen Unterhaltungsspielen (Pferdchen- und Kreiselspiel), denen eine Ausgabe von^ 12 000 M. ^egenuber- steht. Aus den Z tungen ist ein an

von 46 716 M. zum ^uaumu .u. - - *■, ,.

ferner ein Zuschuß von 20000 M. an den Bachmeyer-Fonds durch Auszahlung von 400 000 M. 2 o/o Hypothek an den Rennklub und 20000 M. für Preise zu den hiesigen Rennen zu erwähnen. In den verschiedenen Einnahmen und Ausgaben sind die Einnahmen aus der Traubenkur mit 14 000 M., die Ausgaben mit 8000 M. vorgesehen.

Der Haushaltsplan des städtischen Verkehrs­bureaus balanziert in Einnahmen und Ausgaben mit

Im Haushaltsplan der Bäderverwaltung erscheint das Kaiser-Friedrich-Bad mit 317261 M. Ausgaben und 252 080 M. Einnahmen. Der hiernach vorhandene Fehlbetrag wird durch die Mehreinnahmen aus den übrigen Titeln der Bäderverwaltung, u. a. auch die Volks­brausebäder, die insgesamt mit 384 345 M. balanzieren, aus­geglichen. Im Kaiser-Friedrich-Bad sind die reinen Betriebs­einnahmen mit 336930 M. veranschlagt. Diese Summe ist egenüber 1913, obwohl für einen um 1 U Jahr größeren leitraum vorsichtiger Weise nur um 5000 M. höher einge­stellt. Unter' den Einnahmen befindet sich ein Posten von 10000 M., den die Kurverwaltung als Beitrag für die Be­nutzung der Adlerquelle zur Trinkkur bietet; ferner 5150 M. für die Pachteinnahmen, wobei in 1913 ein­gesetzte 1000 M. für den Erfrischungsraum fortfallen. Die persönlichen Kosten des Kaiser-Friedrich-Bades betragen 76150 M., die sachlichen Betriebskosten 56917 M., die Unterhaltungskosten 19 500 M. Für Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals sind 164694 M. aufzubringen.

Das Schützenhofbad verursacht 24 029 M. Aus­gaben, denen 40 275 M. Einnahmen gegenüberstehen. Letztere setzen sich in der Hauptsache aus den Betriebs­einnahmen, wie dem Verkauf und der Abgabe von Thermal­bädern mit insgesamt 15 216 M. und der Pacht des Gast­wirtschaftsbetriebs mit 25 000 M. zusammen. Im Ge­meindebad sind die Betriebseinnahmen aus dem Ver­kauf von Thermalbädern mit wiederum 23750 M. einge­stellt. An Ausgaben sind hier 9 604.50 M. veranschlagt. Von wesentlichem Einfluß aut die Balanzierung des Etats der Bäderverwaltung sind auch die Einnahmen aus dem Thermalwasserverkauf. Der Erlös aus der Ab­gabe von Thermalwasser des Bäckerbrunne ns ist mit 25 000 M. um 5000 M. niedriger als im Vorjahre ein­gestellt. Die wirkliche Einnahme in 1912 betrug 20 587 M. Als Pacht für abgegebenes Thermalwasser aus der städtischen Leitung werden von den fünf hierfür in Be­tracht kommenden Hotels, „Zwei Böcke“, „Rose", Bellevue“, „Hahn“ und „Viktoria“ zusammen 16 300 M. aufgewendet, ein Posten, der seither bei der Hauptver­waltung verrechnet wurde.

Der Haushaltsplan der städtischen Kurfondsver­waltung endlich balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 115 619 M., wovon 25 000 M. als Zinsen und Tilgungs­rate für die aus der Stadtanleihe entnommene Anzahlung aut die „Alte Rose“ von 500000 M. entfallen. Die Rest­schuld Ende 1914 beträgt damit noch 171 807 M. Aus den Zinsen des Kurfonds sind der Kurverwaltung als Zuschuß zu den Ausgaben für Kurzwecke 90 609 M. zu überweisen. Eine Mehrausgabe von 13132 M. im Jahre 1912 wurde aus der jetzt fortfallenden Pacht der „Rose“ gedeckt.

Der Etat für die einzelnen Verwaltungszweige des Kur- und Bäderwesens ist in seinen Einzelheiten mit aller Vor­sicht aufgestellt. Durch das Ineinandergreifen und die Ver­rechnung der verschiedenen Einnahmen und Ausgaben aus dem sehr umfangreichen Kassengebiete ist, wie schon ein­gangs erwähnt, eine Balanzierung ohne Fehlbetrag ermög­licht, und es ist zu erwarten, daß sich die wirklichen Aus­gaben trotz teilweiser Verringerung im Rahmen des Vor­anschlags halten dürften, wobei sogar angenommen werden kann, daß sich die sehr vorsichtig veranschlagten Ein­nahmen nach Ablauf des Jahres zum Teil höher stellen, als sie der Etat vorsieht und dadurch etwaige Minderein­nahmen schwächerer Positionen decken werden, g.

wagen-! Die medizinische und wirtschaftliche Bedeutung des Wintersports für die deutschen Kurorte.

Von jDt. med. Bi (Sanatorium Tanneuhof-Friedriohroda). (Schluß.)

Die Einführung der Winterkuren und des Wintersports bedeutet aber nicht nur einen Gewinn für die Besucher der Kurorte, sondern vor allem auch für diese selbst.

Unsere Bade- und Kurorte müssen wir auffassen als große kaufmännische Betriebe, in denen viel Kapital — öffentliches wie privates — investiert ist, und an dessen Gedeihen in Anbetracht^des guten Rufes, deren sich unsere

erfreuen, und der für Handel und - interessiert sind.

Dieses festgelegte Kapital muß sich nun natürlich in der richtigen Weise verzinsen lassen, eine Aufgabe, die oft genug in den wenigen Saisonwochen sehr schwer ist und sehr häufig den öffentlichen und privaten Mietswohnungen einen zur Höhe desi An agekapitals, damit des Risikos und zur Höhe der Arbeitsleistung in großem Mißverhältnis

stehenden Nettoüberschuß beläßt.

Diese Schwierigkeit ist dadurch wesentlich verringert, daß eine zweite Saison emgeführt w i r< j 5 und zwar um so

ehe'aus dem Zuschuß von ?3 0 M M? aus der Kurtaxe““^ mH erfahrungsgemäß (fas im Wi nteJ reisende Publike ßäreiÄ ^der Bettebakosten Für Reklame jeder Art das kapitalkräftigere ist, das demgemäß in den Kurorten

sind in den Ausgaben mit 50000 M. 3500 M. mehr^ vorge- sehen. (Außerdem sind bei der Kurverwaltung noch ^O OOOM.

mehr Geld verzehrt.

rriptn cind hri H*r Knrvrrwaiium; m . i Hieran partizipieren einerseits öffentliche Kassen, wie

für Reklame für besondere Veranstaltungen vorgesehen.) Im [die der Verkehrseinrichtungen, Wasserwerke, £as- und Äa.,ahatsv!an des städtischen Kurtaxdureaus sollen elektrischen Werke. Die Steuererträge sowohl der Städte aus h den P Kurtaxkarten insgesamt 737000 M. eingehen. wieder Staate«'werdenentsprechend der Vergrößerung des

aus -. £& . ... j:» ... <1p.. I Einkommens, des Umsatzes gehoben. . .

Ebenso nehmen natürlich die privaten Betriebe an den Vorteilen in umfassendem^Maße teil. Ich denke dabei an

aus ucu .v-i. iu9 gu .,u. . eingeben.

Die Summe ist, wohl mit Rücksicht auf die in den letzten beiden Jahren beobachtete Steigerung der Frequenzziffer, um 3500 M. gegen das Vorjahr höher eingestellt. Und zwar

coßen'für”Brunnen und kurhaus 241 300 M„ für das Kur­sus allein 416 800 M. und für den Kochbrunnen allein 70 400 M. eingehen. Im Jahre 1912 betrug die wirkliche Einnahme 725172 M. Die Einnahmen aus Jahres- usw Abonnementskarten sind mit 155500 M. im Rahmen des Vorjahres veranschlagt. Die persönlichen Kosten des Kurtaxbureaus belaufen sich auf 36020 M., die sonstigen Verwaltungskosten auf 11480 M. Der Etat schlieft in Einnahme und Ausgabe mit 894000 M. ab. Das Wieshadener Badeblatt“ schließt in Einnahme und Ausgabe mit 85300 um 20000 M. höher als m Voranschlag für g iQ!3 ab. Der Reingewinn von 21 000 M. wird nicht mehr, wie in 1912, an die Kurkasse, sondern an die Stadt­hauptkasse abgeliefert.

Hotels, Pensionshäuser, Restaurationen, Sanatorieen, ich denke ebenso aber auch an a n e diejenigen, die von diesen leben: also ihr höheres und niederes Personal, ihre Liefe­ranten für Lebensmittel, Hausbedarf jeder Art, das Bau­handwerk, die gesamte Möbelindustrie. Es würde zu weit führen, zu verfolgen, in welches reiche Kanalsystem sich die Umsatzsteigerung hin fortsetzt. Nur erinnern w»I ich noch an alle diejenigen, denen insbesondere das Aufblühen des Sports im Winter Geld bringt: von den Fabrikanten der Sportgeräte und Sportbekleidung angefangen, zu den Juwelieren, die die Preise liefern, den Buchdruckereien und Kunstanstalten mit ihren Prospekten, den Zeitungen mit Sportblättern und Annoncen, all den Arbeitern, die bei Herstellung der Wege und Sportbahnen beschäftigt werden,

und denen, die, in all jenen obengenannten Betrieben

So partizipieren Tausende und Abertausende bis weit über das Weichbild der Kurorte hinaus an dieser neuaut- blühenden Bewegung für Winterkuren und mtersporL In erster Linie aber doch die Kurorte selber. .

Wo Vorteile und Rechte sind, da gibt es natürlich auch Pflichten. Und so tritt denn an alle, die an jenen partizipieren, das Gebot heran, für Behaglichkeit, Gesund­heit und Bequemlichkeit aller Winterkurgäste auf das beste

zu sorgen. In erster Linie aber au die Staatsbehörden und -Verwaltungen. ..

Ich erinnere da, um nur eines herauszugreifen, an das treffliche Beispiel der Königl. Sachs. Eisenbahn Ver­waltung, die in großzügigster Weise den Winterverkehr fördert, Propaganda für den Besuch der sächsischen Winter­sportplätze macht, vorzügliche Spezialwagen ernstem, während beispielsweise, von anderen zu schweigen, her uns im Bezirk Erfurt es noch nicht einmal erreicht werden konnte, daß eine Stadt wie Apolda Sonntagsfahrkarten nach den thüringischen Hauptsportplätzen bekommt, ob­wohl ein lebhaftes Interesse dafür vorhanden und Apolda auf den Besuch der Waldorte angewiesen ist. Solche ver­billigtere Rückfahrkarten sollten eigentlich schon am Sonn­abend Abend ausgegeben werden, um eine Ausnutzung der schönen Morgenstunden zu ermöglichen. Was für einen Gewinn an Volksgesundheit würde das bedeuten^ Auch die städtischen Verwaltungen haben ihre besonderen Aufgaben in Gestalt einer entsprechenden Straßenpflege und -beleuchtung; die Kurverwaltungen haben die sport­lichen Veranstaltungen der örtlichen Sportvereine zu unter­stützen, Konzerte, Vergnügungen für die langen Abende zu veranstalten, Gesellschaftsräume, Lesezimmer und ähnliches in Kasinos und Kurhäusern darzubieten.

Daß die Privatindustrie in Hotels und Pensionshausera für den Winter ebenfalls besondere Vorbedingungen m Gestalt von Zentralheizung, behaglichen Gesellschafts­räumen schaffen muß, bedarf kaum der Erwähnung.

Wenn die Mutter Natur ihr Bestes getan hat — die klimatischen Faktoren die Anlage eines Winterkurorts oder Wintersportplatzes erlauben —- dann wird sich unter solch einmütigem Zusammenarbeiten — aber auch nur dann — neben dem Segen für die Besucher auch der für die Be­wohner selbst einstellen, ihr Opfermut und ihr Fleiß wind auch äußerlich den alsdann nur wohlverdienten Lohn finden!

Bäderwesen.

Ein geologisches Bäderbuch. Da das unter Mitwirkung des Kaiserlichen Gesundheitsamts verfaßte „Deutsche Bäderbuch“ im wesentlichen nur die klimatischen und chemischen Verhältnisse berücksichtigt — auch der von K. Keilhack bearbeitete kurze allgemeine geologische Teil konnte naturgemäß auf die spezielle Geologie der einzelnen Heilquellen nicht eingehen — so ist eine ausfuhr- liehe geologische Schilderung der deutschen Mineral- und Heilquellen noch immer ein Verlangen der Wissenschaft. Da in neuerer Zeit an zahlreichen deutschen Mineralquellen Arbeiten zwecks Neufassung und Verbesserung der Schüttung und Ergiebigkeit, Abgrenzung von Schutz­bezirken usw. vorgenommen werden, so besteht neben dem allgemein wissenschaftlichen Interesse ein entschiedenes Bedürfnis, die Erfahrungen über die geologischen Beding­ungen der Mineralquellen zu sammeln und nach einheitlichen Gesichtspunkten zu bearbeiten. Die Preußische geologische Landesanstalt ist bereit, ein solches Werk herauszugeben und zu drucken, und zwar sollen die betreffenden geologischen Landesanstalten bezw. ihre Leiter die erforderlichen geo­logischen Beschreibungen selbst übernehmen. Die geo­logische Landesuntersuchung in Bayern hat neun der wich­tigsten bayrischen Bäder bereits eingehend bearbeitet; ihre Mitwirkung zugesagt haben ferner bisher die Geologen Deecke (Baden) und Sauer (Württemberg).

Der Allgemeine deutsche Bäderverband beschloß in seiner letzten Vorstandssitzung in Berlin, die Vorstandssitzungen künftighin erst im Januar stattfinden zu lassen, damit jedem Vorstandsmitglied vor der Tagung rechtzeitig ein Abzug der letzten Bädertagsverhandlungen zur Orientierung zugehen kann. Prof. Dr. Win ekler, Bad Nenndorf, und der zur Sitzung hinzugezogene Dr. Haertl, Bad Kissingen, erstatteten Bericht über das von ihnen gemeinsam herauszugebende Sammelwerk über neuere technische Anlagen usw. in den deutschen Bädern. Im Verfolg der Ausführung der Beschlüsse des Bädertages in Badenweiler bestimmt der Vorstand, daß die wichtigeren Beschlüsse sämtlichen Mitgliedern des Verbandes noch einmal brieflich bekanntgegeben werden sollen. Der General­sekretär erhält den Auftrag, die Bekanntgabe in allernächster Zeit erfolgen zu lassen. Für die diesjährige Generalver­sammlung- die Anfang Oktober in Kreuznach stattfinden soll, werden als Referate auf die Tagesordnung gesetzt: 1. „Die Bedeutung der deutschen Verkehrsvereine für unsere Badeorte“ und 2. „Die Schönfärbung in den Bade- prospekten“. Das letztgenannte Referat soll von einem; Kurdirektor und von einem Badearzt behandelt werden,,

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Hygiene und Heilkunde.

Das Deutsche Zentralkomitee für ärzt­liche Studienreisen veranstaltet in diesem Winter eine Reise zum Studium von Winterkurorten und des Winter­sports in Oberbayern und Tirol. Die Reise soll am 22. Januar 1914 in München beginnen und am 31. Januar in Meran schließen. Besucht werden: München, Ebenhausen, Parten­kirchen, Oberammergau, Linderhof, Rießer-, Baader-, Eibsee usw„ Innsbruck, Gossensaß, Bozen, Gries, Meran. Der Preis für diese zehntägige Reise beträgt einschließlich der Unterkunft und Verpflegung (mit Ausnahme der Getränke und Trinkgelder) 175 M. Anfragen und Meldungen sind zu richten an das Deutsche Zentralkomitee für ärztliche Studien­reisen, Berlin W. 9, Potsdamerstr. 134 b.

Der Nachdruck der mit einem Artikel ist nicht gestattet.

versehenen Original-,

Die Schriftleitung.

Verantwortlich für die Schriftlei tun«: *’• Günther in Wiesbaden. - Prack und Verlag der L. S©b*lU»lx»**sefeen Hof-Buobdraokeroim WSestate.