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Sette «.

Morgen-AusgsSe, 1. Blatt.

W?esvK^eW§r TagdlaN.

Autorität; das System einer gewissenlosen Hetze gegen alles

Hohe und insbesondere alles Preußische. — In einer Aus­lassung des „B e r l. L o k a l a n z." wird die ganze Schuld nunmehr auf die Zivilverwaltung abgeschoben. Oberst v. Reuter habe in der ganzen Angelegenheit eine sicherere Jnstruktivitüt bewiesen als der Kreisdirektor Mahl; hier, bei der richtigen Auswahl der Personen, müsse der Hebel ange­setzt werden. Das neue Kapitel, mit dem wir uns nunmehr befassen müssen, heiße Straßburg.

Über das Urteil gegen Leutnant v. F o r st n e r, das erst in später N a ch m i i t a g s st u n d e bekannt wurde,^äußert sich bisher nur das „Berliner Tage­blatt" wie folgt: Somit geht also auch der Leutnant von Forjtner straffrei aus. Es ist konstatiert, daß ein Wjähriger Leutnant heute im Frieden mit dem Säbel um sich schlagen und friedliche Leute schwer verwunden darf, ohne daß ihm ein Haar gekrümmt wird. Der Leutnant v. Forstner hat, wie die militärischen Richter wohlwollend erklären, aus „Putätivnot wehr" den l a h m c n Schuh m ad) ex über den Kopf ge­schlagen, das heißt: er kann geglaubt haben, daß ihm von dem lahmen Schuhmacher Gefahr drohe. Es mag fein, daß die 43 Tage Gefängnis, die dem jugendlichen Held in der ersten Instanz zudiktiert worden waren, eine etwas harte Strafe darstellen, aber der Freispruch muß dann doch auf die öffent liche Meinung nicht nur im Elsaß geradezu aufreizend wir ken, auch dann, wenn man es nicht als die natürliche Konsv quenz des freisprechenden Urteils, das einige Stunden vorher im Reuter-Prozeß verkündet worden war, betrachten muß Die Affäre von Zabern ist durch die heutigen Urteile nicht be endet, es wird noch lange von ihr zu hören sein!

Sonntag, 11. Januar 1911.

Nr. 17

£epte Orahtberichte.

Oie Vorgangs in Albanien.

Elbaffan vo» de» Truppen Efsad-Paschas angegriffen, wb. Paris, 10. Januar. Die „Agence Havas" meldet aus Balona, daß die Truppen Essad-Paschas gestern abend Elbassan angegriffen haben und daß den ganzen Tag ge­kämpft worden sei. Die Lage sei kritisch. Man befürchtet in Balona eine Bewegung zugunsten der nach ihrer Landung gefangen genommene» Türken.

Maßnahmen gegen das griechische Bandenunwesen.

A London, 10. Jan. (Eig. Drahtber. d. „Wiesb. Tagbl.") Die provisorische Regierung Albaniens in Balona hat infolge der Tätigkeit griechischer Banden in Südalbanien die hellenische Schiffahrt von den Häfen Albaniens abgeschlossen.

Keine Unterstützung einer mohammedanischen Thron- kandidatur durch Italien.

wb. Rom, 10. Januar. Die Agenzia Stefani dementiert entschieden die Meldung eines Berliner Blattes aus Durazzo, daß Italien die Agitation für einen mobammedauischeu Fürsten von Albanien unterstütze.

Einbernfung des württembergischen Landtags, wb. Stuttgart, 10. Januar. Durch eine königliche Ver­ordnung tvird laut „Staatsanzeiger" der Landtag auf M i t t- w o ch, den 21. Januar d. I., einberufen.

Das Befinden des Königs von Rumänien, wb. Bukarest, 10. Januar. Über das Befinden des Königs wird berichtet, der König leide seit einigen Tagen an Grippe, Nasen-, Kehlkopf- und Luströhrenkatarrh. Temperatur 36,2, Puls 80. Sein Allgemeinbefinden ist gut, vorsichtshalber iedoch hütet der König das Bett.

Die Aufstandsvorbereitungen der Ulsterleute.

0 London, 10. Jan. (Eig. Drahtber. d. „Wiesb. Tagbl.") Das Parlamentsmitglied C r a i g hat gestern in Belfast eine Rede gehalten und dabei erklärt, daß der Fonds von ztvanzig Millionen Mark für die Bildung der Frciwilligen-Rebellen- arinee in Ulster bis auf den letzten Pfennig zusammenge­bracht sei. Die Armee zähle jetzt 100 000 Mann und sei fertig zum Losschlagen.

Die Gesetzesvorlage der Union gegen die Trusts, wb. Washington, 10. Januar. Die Mehrheit der GesetzeS- kommission des Repräsentantenhauses hat den Plan einer Gesctzesvorlage gegen die Trusts gefaßt, der in der Plenar- kommission erörtert werden soll. Der Plan folgt Wilsons

Anregungen und besteht aus einer Vorlage, durch die die Beziehungen, zwischen den Direktoren verschiedener Gesell­schaften beseitigt werden, aus einer Vorlage, die die Verbin­dungen^ und Abmachungen, betr. die Preise, regelt, und auS einer Vorlage, die sowohl Einzelpersonen als auch der Regie­rung die Befugnis gibt, gegen Korporationen oder andere, die versuchen, durch Übertretung der betreffenden Gesetze Schaden anzurichten, gerichtlich vorzugehen.

Zum Streik in Südafrika.

wb- Kapstadt, 10. Januar. Die Meldung von der Er­hebung der eingeborenen Arbeiter in den Diamant- minen von Jagersfontein bestätigt sich. Etlva 900 Einge­borene brachen aus der Reservation aus und versuchten die Stadt zu stürmen, die etwa 580 weiße Bewohner verteidigten Bei dem sich entspinnenden heftigen Kampfe wurden sieben Eingeborene getötet und 36 verwundet. Auf Seiten der Weißen wurden etwa ein Dutzend verwundet. D>e Ordnung ist wiederhergestellt.

Die Hungersnot in Japan.

wb. Tokio, 10. Januar. Ein amtlicher Bericht der Hilfs Vereinigung meldet, daß die Bewohner der Provinz H o k k a i d o und in den Bezirken des Nordostens dem Hunger tode entgegengehen.

Ein Dank an deukschc Retter, wb. Hamburg, 10. Januar. Die Reeder des amerika urschen Dampfers „Oklahoma" drückten der Hamburgs Amerika-Linie ihren Dank und größte Anerkennung aus für das heldenmütige Verhalten der Besatzung der „Bava­ria" bei dem unter den schwierigsten Verhältnissen voll­zogenen Rettungswerke und überwiesen ihr einen größeren Betrag zur Verteilung unter die Mannschaft der „Bavaria".

Große Brände.

wb Berlin, 10. Januar. In dem Versuchslaboratorium der Neuen Berliner Messingwerke zu Neukölln brach in der vergangenen Nacht ein Brand aus, bei dein das Laboratorium vollständig auSbrannte. Der Schaden ist recht bedeutend.

wb. Madrid, 10. Januar. In Amposta in der Provinz Katalonien brach gestern Während der Vorstellung im Theater Feuer aus. Das Theater brannte vollkommen nieder. Per­sonen kamen nicht zu Schaden,

Eine Verbrechorschlacht in New Dort, wb. New Uork, 10. Januar. Bei einer Revolverschlacht zwischen zwei feindlichen Verbrecherbanden auf dem Marks­platz wurde der 65 Jahre alte Gerichtssekretär Friedrich Strauß, einer der bekanntesten Deutschen New Dorfs, zu­fällig von einer Kugel getroffen und getötet.

wb. Paris, 10. Januar. Bei der Beisetzung des Herzogs von Nohan legte der deutsche Botschafter Freiherr v. Schön namens des deutschen Kais c r s einen Kranz am Sarg nieder.

wb. Leipzig, 10. Januar. In dem Rechtsstreit Hermann SudermannS gegen Th.. Lessing erkannte das Reichs­gericht auf Bertoerfung der Revision, da gegen die Fest­stellungen der Strafkammer des Landgerichts 3, vor der am 14. November v. I. verhandelt Wurde, nichts einzuwenden sei.

Briefkasten.

«Die Schristleitung der Wiesbadener Taablattr beantwortet nur sckristticke Anfragen tm Briefkasten, und zwar ohne R-cktsverbindlichleit. Besprechung?» können nickt aewöbrt werde».'

O. I. Die Bestimmung über Leu Generalpardon lautet: Gibt ein Beitragspflichtiger bei der Veranlagung zum Wehrbeitrag oder in der Zwischenzeit seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes (also seit dam 26. Juli 1913) bei der Veran­lagung zu einer direkten Staats- oder Gemeindesteuer Ver­mögen oder Einkommen an, das bisher der Besteuerung durch einen Bundesstaat oder eine Gemeinde entzogen worden ist so bleibt er von der landesgesetzlichen Strafe und der Ver­pflichtung zur Nachzahlung der Steuer für frühere Jahre frei.

C. M. 1. Der Steuersatz von 16 M. entspricht einem Ein­kommen von 1350 bis 1500 Nt. und der Satz von 4 M 20 Pf einem Vermögen von 8- bis 10 600 M. 2. Vermögen bis 30000

Jr inf ch bleiben frei, wenn das Jahreseinkommen 4000 Nt. nrcht übersteigt.

S. M. Selbstverständlich ist der bolle Betrag des Spar- kassengnthabens anzugebeu,

B. B. Es ist anznnehmen. daß, sofern nichts anderes vereinbart ist. diese Ausbesserung zu den Obliegenheiten des Vermieters, gehört, der die gesetzliche Verpflichtung hat. die Wohnung rn emom zu dem vertragsmäßigen Gebrauche ge­eigneten Zustande zu erhalte!,..

ÜÜÜ = Reklamen.

Das Geheimnis der Spanierin in der Pflege des Teints.

Eine Dame erzählt, wie sie sich ihre jugendliche Gesichtshaut noch bis ins hohe Alter erhalten.

„Als junges Mädchen", so schreibt eine Dame, „hatte nr> immer einen recht hübschen und reinen, rosig zarten Lernt, das änderte sich aber vollständig, > als ich dreißig wurde. Die eisigen Winterwinde und der Regen verdarben meine Gesichtshaut, sie wurde rauh und spröde; mein Gesicht Nng immer gleich furchtbar an zu brennen, wenn es draußen kalt wurde und ich mich für kurze Zeit ins Freie wagte. Mir ging diese Aendprung natürlich sehr zu Herzen. Um dreie Zeit machte ich eine größere Vergnügungstour nach dem Süden Spaniens und befreundete mich unterwegs mir einer älteren Spanierin. Die Spanierinnen bilden sich sehr viel auf ihre zarte Gesichtshaut ein, und da faßte ich nnr gelegentlich das Herz, ihr meine Leiden auszukramen. Sie riet, ich sollte mir in einer Apotheke oder Drogerie folgende Mischung zusammenstellen lassen: 60 gr Rosenwasser, 60 gr Fleurs d'Oxzoin und 3,5 gr Benzoetinktur und diese, nach- denr ich sie jeweils tüchtig durcheinandergeschüttelt, mit einem weichen Läppchen oder Schwämmchen austragen. Diese seit Jahren in ihrer Familie verwandte Mischung könne sicher rueinen Teint in Kürze wieder Herstellen, behauptete sie. Ich wandte also die besagte Mischung an und war von dem Resultat wirklich überrascht. Schon in zwei Tagen merkte ich den Unterschied. Das Rauhe der Haut verlor sich, das spröde, spannende Gefühl ließ nach, und das Brennen hörte ganz auf. Nach vier Tagen war die Umwandlung eine vollständige. Die Hautchar wieder ganz zart, ihr Aussehen hatte sich zusehends verjüngt. Das ist nun schon dreißig Jahre her; ich wende das großartige Rezept regelmäßig an und es hat mir seitdem den Teint immer rosig und frisch erhalten. Das Rezept ist gar nicht so teuer, sehr angenehm un Gebrauch und dabei so wirksam, daß ein Versuch immer hoch befriedigt." _F184

Wie man seine Gestalt neeeingeen kann.

ifen, daß die bloße Gewichts-

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Mau sollte doch nicht berge

abnahme, verursacht durch das Befolgen einen schwächenden Diät oder Körperübung noch lange nicht bedeutet, daß die Fettleibigkeit geheilt ist. Solche Methoden erschöpfen nur den Körper und haben kernen dauernden Nutzen für ihn. In den meisten Fällen ist eine angeborene Neigung des Fett- Werdens vorhanden, und wenn irgend ein Mittel eine dauernde Wirkung haben soll, dann muß es auch die Kraft besitzen, die unnatürliche Neigung der Verdauungsorgane, Fettmassen anzusetzen, anstatt festen, gesunden Fleisches, zu bekäitipsen. Medikameute werden Ihnen nicht helfen. Natürliche Methoden sind stets die besten und wirksamsten. Die Boranium-Beercn scheinen die Fettmasse in höchst kampfeÄustiger Weise anzu­greifen, indem sie dieselbe schneller als irgend eine andere Substanz aus dem Körper ausschetdet. Dies kleine Konfekt ist eine neuere Erfindung, und da es so klein ist, und ein wenig nach Pfefferminz schmeckt, so bildet es ein angenehmes und bekömmliches Mittel, die Fettleibigkeit in harmloser und natürlicher Weise zu vermindern und dauernd zu bekämpfen. Erkundigungen a>n Platze haben ergeben, daß die „Boramum- Beeren" bem Publikum nicht sehr bekannt sind, jedoch kann jeder Apotheker oder Drogist Ihnen dieselben auf Wunsch sehr leicht von seinem Lieferanten beschaffen. b'148

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Handelsteil.

Wirtschaftliche Wochenschau.

Die fortschreitend» Erleichterung des Geldmarktes, der die Bank von England durch Herabsetzung ihres Diskonts Rechnung trug, verleiht der Börsenspekulation gewisse Anregungen, gegen die selbst die verschiedenen unbe­friedigenden Indüstrieberichte nicht aulzukommen vermögen. Die Jahresbetradhtungen der Presse wie der Interessenten waren fast allgemein auf einen zuversichtlichen Ton gestimmt, obwohl zum Teil recht erhebliche Absdhwäcäiumgen des Be­schäftigungsgrades in einzelnen Gewerben konstatiert werden mußten Die meisten Hoffnungen knüpften sich an die günstigere Gestaltung der GeldimarMlage, von der man. eine Befruchtung der gewerblichen Unfemelmnunigslust und der Bauspekulation erwartet. Das Jahr 1913 hat, wie sich jetzt ziffernmäßig feststellen läßt, eine bemerkenswerte Ein­schränkung der gewerblichen Unternehmungslust gebracht. Die Ne uin vestjerungen der deutschen Aktienge­sellschaften und Gesellschaften mit be­schränkter Haftung sind von 1359.62 Millionen M. auf 1118,37 Millionen Mark zurückgegangen. Diese Ab- sdfcwächuxiig erklärt sich lediglich aus der starken Zurück­haltung des Kapitalbedarfs der bestehenden Gesellschaften. Hieraus ist mit einiger Sicherheit zu schließen, daß :m Handel und Gewerbe auch weiterhin großer Kapitalbedarf besteht, und daß die vorläufig aufgehobenen Kapitals<jrhöhun- gen vielleicht in absehbarer Zeit doch noch durchgeführt wer­den. Die Verflüssigung des Geldmarktes dürfte wohl hier sehr bald anregend wüten. Peinliche Sorgen bereitet der Börse noch immer die Ungewißheit über die Zukunft des nord- atlantischen Schiffahrtspools. Die Hamburg- Amerika-Linie will anscheinend die Teilnahme an den Ver­handlungen davon abhängig machen, daß ihre Forderungen s, priori bewilligt werden. Ob eine solche Politik der starken Faust gegenwärtig von Nutzen für die Gesellschaft ist, ist sehr die Frage. Herr Ballin will sich anscheinend nicht eher auf Verhandlungen einlassen, a i s bis in der Auswanderer­affäre in Österreich-Ungarn irgend eine Eitscheiduiig gefallen ist. Die Beförderung der österreichischer, Aus­wanderer ist eine Lebensfrage für die deutschen Gesell­

schaften, und jedenfalls sagt sich Herr Baltin mit Recht, daß der ganze Poolvertrag nichts wert ist, solange man nicht mit Bestimmtheit weiß, ob man auf die galizischen Zwiscbendeck- passagiere auch weiterhin rechnen kann. Die Nachrichten über die Beschäftigung der verschiedenen Gewerbezweige sind auf keinen einheitlichen Ton gestimmt. Den überaus trost­losen faituatioosberichten aus den Zentren der Textil­industrie stellen Meldungen über sehr flotten Geschäfts­gang am o b e r s c h 1 e s i s c h e n K o h 1 c n m a r k t, be­friedigende Beschäftigung großer Elektrokonzerne und Besserung der Lage an den Eisenmärkten gegenüber. An der Börse entnimmt jeder aus diesem Bukett guter und schlechter Stmimimgsbenchte das, was semen augenblicklichen Absichten am besten liegt, i m großen und ganzen ist allerdings ein Vor­herrschen der optimistischeren Auffassung zu konstatieren. Die Hauptstütze dieser zuversichtlichen Beurteilung der Wirt­schaftslage bildet die Hoffnung auf eine baldige Er­mäßigung des ReicWsbank'diiskonte.

Banken und Geldmarkt.

Die Maklerbank in Hamburg beschloß, für jg lg die Ver­teilung von wieder 10 Proz. Dividende auf das um 600 000 M. auf 1.8 Mill. M. erhöhte Aktienkapital v °rzuschlagen.

* Die Bayerische Vereinsbank in München ist ermächtigt worden, o MdI. M. 4proz. Hypothekenpfandbriefe (Serie 115) in de» j'erkehr zu bringen,

w- 0 s teneichisch : Ungarische Bank. Wien, 10. Januar.

Nach der Bilanz der Österreichisch-Ungarischen Bank für 1913 beträgt das Reinerträgnis 46 278 713 Kronen, die Totaldividende 129.10 Kronen oder 9.221 Proz. per Aktie.

Der Stadtgemeinde München ist nunmehr die ministe­rielle Genehmigung zur Ausgabe von 10 MAI. M. Iproz. Schuld­verschreibungen erteilt worden.

Berg- und Hüttenwesen.

' Roheisenverhand. Die endgültige Versandziffer des Rohe»!!Vorbandes für den Dezember beträgt etwa 78 Proz. gegen 81.57 Proz. der Beteiligung im November. Die nächste Hauptversammlung wird auch die Klagen der Gießereien wegen der unzureichenden Preisermäßigung behandeln, doch sei cm Eingehen auf deren Wünsche kaum zu erwarten.

„Phönix“, A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb. Die Gesellschaft ist bis weit in das zweite Quartal hinein be­

schäftigt, Der „Phönix" fordert daher abermals höhere Preise speziell für Slabeisen und Bleche. Für Grobbleche sind die Preise von 102 auf 105 M. erhöht worden.

w. Qtavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaf t. Berlin, 10. Januar. Bei dem Unternehmen betragen die Verschiffungen m den ersten drei Quartalen 1913/14 insgesamt etwa 38 590 Tennen Erze gegen 33 150 im Vorjahr; etwa 617 Tonnen Kupferstein (255); etwa 45 tonn« Werkblei (400). Im Eisen­bahnbetrieb wurden m den ersten drei Quartalen insgesamt veremnallint etwa 3 920 000 M. ge g <m definitiv 3 622 500 M im Vorjahr, verausgabt etwa 1202 000 M. (1344 800 M.). so daß sich ein Uberschuß von etwa 2 718 000 M. gegen 2277 700 M im Vorjahr ergibt.

Industrie und Handel.

p * Eihöhuuß der Bteiweißpraise. Molge der Sie d

Sff'iTX. MM, b '" w ““" w ’ -i- v.*Ä» e

1 * D n S f eme ntsyndikat beschloß, die Bem-

burgfT Pwtlandzementfabnk, A.-G. in Bemburg, als Zement- fabnk ^^^en ^rnd m ein Kalkwerk umzuwandeln. Ober gleiche Maßnahm r b -treffs anderer Zemcntfahriken wird noch verhandelt.

* Ausschaltung englische Wettbewerbs in der Gummi- Industrie. Der Reicfaskanrfoj. hat g.nf eine Eingabe des Zentralverems deutscher Kautschiiwaren-Fabrikanten den Be­scheid. erteilt, daß die Aufhebung des Veredlungsverkehrs rat wollenen und baunre olleimn Geweben zum Gummieren und Bedrucken m England m Aussicht stehe. Einer Bewilligung von neuen Anträgen in dieser Richtung würde nicht mehr stattgegeben werden. menr

Di« urorgen-AUsgtkSe umfaßt 30 Seiten".

sowie die Berlagsbelloge,, „Der Roman" nnd »Unterhaltende Blätter" Nr. 1.

^hefredatieur: LI. Hegerliorl!

verantwortlich stir den rolitücheii^Teil: Ä. Hea-rhorst. ,ür B. «. Nauendorf für Aus ^tadt und Land: C.Rotherdt: für Kericktziaal- H. Diefenbach, für Short und Spiel: ii. Günther: ffi r Bermiichtes und BrnIkasten: c. 4° - a se r: für Handel und Letzte Drabtberichte: W. Etz: für die Ai,,,elgen und Zieliainen: H. Dornauf: sämtlich in Wiesbaden Truck nnd Ber.ag der L. Echellenbergichen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.

Eprechsiunde der 8Jebartton^ 12^ Bis _i Uhr^i» der politischen Wteilunz