■Sette©. Morgen-Ausgabe, 1* Blatt. WiSShMZUSN TagNSM. Samstag, Uh Januar 1911. Nr. 15.
Die Bestattung des Oberbürgermeisters Wilstens.
Heidelberg, 9. Januar. Bei der heute vormittag stattgefundenen Bestattung des Oberbürgermeisters Or. Wilstens war der Großherzog von Baden durch Exzellenz v. Babo vertreten, außerdem wohnteir Staatsminister v. Dusch, der Führer der nationalliberalen Partei Deutschlands Bassermann, der nationalliberale Parteiches Badens Rebmann und zahlreiche Ober- stadthäuper der umliegenden Städte der Feier bei. Der Trauerakt währte über drei Stunden. Der neugewählte Oberbürgermeister Walz widmete denr verstorbenen Vorgänger einen ehrenden Nachruf.
Eine österreichisch-offiziöse Stimme gegen gemeinsame Dreibundmanöver.
++ Wien, 9. Januar. Ein Artikel in der „Militär. Rundich.", dem offiziellen Organ des Kriegsministeriums, spricht sich gegen die von einem General kürzlich angeregten Dreibundmanöver aus, die aus technischen, moralischen und politischen Gründen für unmöglich erklärt werden.
Zur Reise Asguiths nach Südfrankreich.
wb. London, 9. Januar. Zu der Blättermeldung, Premierminister Asquith begebe sich in einer politischen Mission nach Paris, erfährt das „Reutersche Bureau", Asquith hoffe, in der nächsten Woche nach Südfrank- reich zu reisen, um mit seiner Gattin zusammenzutreffen, die sich dort befindet. Natürlich berührt er auf dem Wege auch Paris, doch ist die Vermutung, daß der Besuch einen politischen Charakter hat, gänzlich unbegründet.
Venizelos bei San Giuliano.
wb. Rom, 9. Januar. Ministerpräsident Venizelos begab sich heute vormittag 11 Uhr auf die Consulta zur Besprechung mit dem italienischen Minister des Äußern Marquis di San Giuliano.
wb. Rom, 9. Januar. Der Minister des Äußern di San Giuliano gab zu Ehren des griechischen Ministers des Äußern ein Dejeuner, an dem .der griechische Gesandte in Rom Cor- milas, der Unterstaatssekretär im Ministerium des Auswärtigen Fürst Scalca, der erste Generaladjutant Brujati, der Minister des königlichen Hauses Mattiolo-Pasqualini, Beamte des- Ministeriums des Auswärtigen und die Beglei- trug Venizelos teilnahmen.
Das nächste Deutsche Turnfest.
A München, 9, Januar. (Eig. Drahtber. d. „Wiesb.
. Tagbl.") Das Deutsche Turnfest 1918 wird voraussichtlich in München stattfinden. Die städtischen Kollegien beschlossen, an die Turnerschaft eine Einladung in diesem Sinne ergehen zu lassen. Man rechnet damit, daß bei dieser Gelegenheit auch der Kaiser nach München kommen und zum ersten Male einem großen deutschen Turnfeste beiwohnen wird.
Der Eisenbahnerstreik in Südafrika.
K- Kapstadt, 9. Januar. Der Eisenbahnverkehr zwischen Pretoria und Klerksdorp ist unterbrochen, es ist noch nicht ab
zusehen, wie weit sich der Streik ausdehnen wird, aber cs besteht nicht der geringste Grund für die Annahme, daß er auch auf die Kapkolonie übergreifen wird.
K. Durban, 9. Januar. Die Bahnarbeiter arbeiteten heute morgen immer noch. Die Nachrichten aus dem Innern des Landes bewirkten aber, daß sie heute mehr als gestern abend für den Streik sind.
Ausschreitungen von ausständigen Buchdruckern.
wb. Innsbruck, 9. Januar. Durch ausständige Buch- druckergehilfeu wurde gestern der Agent Adolf Koch aus Ber- lin-Niederschönhausen über fallen und mißhandelt. Es gelang Koch, sich frei zu machen. Auf der Flucht gab er zwei ReboÜberschüsse ab, von denen einer der Verfolger verletzt wurde. 3 0 Personen wurden verhaftet.
Ein furchtbares Familiendrama in Ostpreußen.
wb. Soldau, 9. Januar. Die Familie des Baumeisters Bratz, bestehend aus den Eltern und fünf Kindern im Alter von 4 bis 18 Jahren, ist heute in ihrer Wohnung tot ausge- funden worden. Die fünf Kinder lagen mit durchschnittener Kehle in ihren Betten. Die Eltern saßen in Trauerkleidung aneinandergelehnt auf dem Sofa. Auch die Schwester des Baumeisters wurde tot ausgefunden, ebenso lag der Hund mit durchschnittener Kehle in der Wohnung. An dem Wohnungseingang fand man einen Zettel mit der Aufschrift: „Vorsicht! Gas!" Sämtliche Gashähne der Beleuchtungsanlage waren geöffnet. Die Eheleute haben anscheinend, durch pekuniäre Verhältnisse veranlaßt, sich entschlossen, aus dem Leben zu scheiden.
wb. Soldau, 9. Januar. Wie aus himterlassenen Briefen hervorgeht, handelte das Ehepaar Bratz und die aus Danzig stammende Schwester des Baumeisters im Einverständnis. Es steht ebenfalls fest, daß zunächst die Familie mit Gas vergiftet werden sollte, und daß Bratz, als die Wirkung nicht schnell eintrat, mit einem Taschenmesser den Kindern und seiner Schwester die Kehle durchschnitt. Der älteste Sohn hatte eine Stichwunde und eine Schußwunde. Das Ehepaar hatte Schußwunden in der Stirn und in der Schläfe.
Ein Unglücksfall in der Maschinenfabrik Ludwig Löwe.
** Berlin, 9. Jannar. In der Werkzeugmaschinenfabrik der Firma Ludwig Löwe u. Co. ereignete sich heute morgen gegen 10 Uhr ein schweres Unglück. Neun bis zehn Arbeiter hatten den Auftrag erhalten, die Türen der Trockenkammer zu öffnen. Eine besonders schwere Tür wurde hierbei aus der Rolle geschoben und siel um. Die meisten Arbeiter konnten noch zurückspringen. Drei wurden getroffen und schwer verletzt.
Ein Eisenbahnunglück.
wb. Loslau. 9. Januar. Bei dem Bahnübergang hinter der städtischen Ziegelei sind heute vormittag 10 Uhr von einem Personenzuge drei Wagen und die Lokomotive entgleist. Letztere sprang aus dem Gleis und fiel die Böschung hinab, wo sie sich zur Seite neigte und stecken blieb. Als Zuschauer herbeieilten, kam aus der entgegengesetzten Richtung von Jaftrzeb ein Personenzug. Ein junger Streckenarbeiter wurde erfaßt und getötet.
Rettung von Schiffbrüchigen, wb. Bremen, 9. Januar. Die Rettungsstation Stolp- münde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: In der Nacht auf den 9. Januar wurden von dem deutschen Dampfer „S t o l p" (Kapitän Schelz), gestrandet östlich der Molen, mit Gütern vor: Stettin nach Stolpmünde bestimmt, zehn Mann durch das Rettungsboot „Generalpost- meister" der Station Stolpmünde-Ost gerettet.
Massenhafte Selbstmorde in New Aork. f New Dorf, 9. Januar. Der gestrige Tag ist ein Rekord für Selbstmorde gewesen, die fast alle unter eigenartigen Begleitumständen verübt wurden. Ein seit langem verheiratetes. in den besten Verhältnissen lebendes Ehepaar, Kaufmann Schaufslay und Gattin, vergiftete sich mit Kohlengas, weil sie von der fixen Idee befallen jvaren, an Schwindsucht zu leiden. In einem Hotelzimmer brachte sich ein junges Liebespaar, der 19jährige Angestellte eines Waarenhauses namens Block und die 17jährige Rosa Schmidt, durch Revolverschüsse tödliche Verletzungen bei, weil die Eltern sich einer Heirat widersetzten mit dem Hinweis, daß beide noch zu jung feiert und das Gehalt Blocks von 60 Dollar zu gering sei. Schließlich nahm sich noch einer der hervorragendsten Ärzte New Aorks, Dr. Debaun, das Leben, weil eine von ihm geliebte Frau sich von ihrem Garten nicht trennen wollte.
wb- Braunschweig, 9. Januar. Dem Staatsminister H a r t w i e g wird eine besondere. Ehrung dadurch zuteil werden, daß die Beerdigung auf K o st e n der Staatskasse erfolgt.
wb. Bukarest, 9. Januar. Wie die Blätter melden, landest es sich bei der Erkrankung des Königs lediglich um eine ganz leichte Erkältung, ohne Fieber. Der König hat die Nacht ausgezeichnet verbracht.
wb- Hamburg, 9. Januar. Em hiesiger Schutzmann durchschnitt seinen drei Töchtern im Alter von 2, 4 und 7 Jahren die Kehle und erhängte sich dann. Das Motiv der Tat soll in Familienzwistigkeiten zu suchen sein.
Reklamen. =
Schwächliche, Blutarme, Nervöse
gebrauchen mit großem Erfolg Dr. Hommel’s Haematogen. Warnung: Man verlange aus- ' drücklich den Namen Dr. Hommel. F497
%
Handelsteil.
Ilentschlands Aussenlmndel.
Das Statistische Amt veröffentlicht eine Anzahl Ein- und Ausfuhrzahlen des verflossenen Jahres von wichtigen Rohstoffen. Insbesondere ergibt sich daraus ein überblick der Versorgung Deutschlands mit T extibr oh s'tof f ea während der zwei letzten Jahre; die Einfuhr betrug nämlich in Doppelzentnern im Jahre:
1913 1912
Baumwolle . . 4 778 209 5 069 813
Elachs, gebroch,, geschwungen usw. 671 237 746 747
Hanf, roh, gebroch., geschwung. usw. 456 981 398 512
Jute und Jutewerg. 1 620 776 1 589 947
Merinowolle im Schweiße .... 1 058606 1 149 956
Kreuzzuchtwolle im Schweiße . .- . 697 909 766 627
Baumwoll- und Wollzufuhren waren entsprechend der geringeren Erzeugung der Herkunftsländer geringer als im Vorjahre, namentlich hatte die Kammgarnspinnerei unter teuren Preisen des Rohmaterials zu leiden. Die Jute- und Hanf-Einfuhr ist gestiegen und die Flachseinfuhr hielt sich zwischen den. Ziffern der beiden Vorjahre. Die Ausfuhr Von Textilrohstoffen ist unerheblich. Wesentlich erhöhte Ein- tmd Ausfuhrzahlen weist die Montanindustrie auf, Wie folgende Zusammenstellung zeigt (in Doppelzentner):
1913 1912
Eisenerze, Einfuhr ..... 140 195 046 121 200 900 Eisenerze, Ausfuhr .... 26 131 575 23 096 283
Steinkohlen, Einfuhr .... 105 400 179 103 804 817 Steinkohlen, Ausfuhr . . . : 345 735 140 ZU 450 565 Braunkohlen, Einfuhr . . . ^69 866 805 72 661157
Roheisen, Einfuhr 1 242 395 1 357 224
Roheisen, Ausfuhr 7 829108 10162 606
Einen Anhaltspunkt für die rege Beschäftigung der Metallindustrie und der elektrischen Industrie ergibt die Zunahme der K u p f e r e i n f u h r, diie im Vorjahre von 1 915 897 auf 2 006 084 Doppelzentner zurückgegangen war und im Jahre 191.3 wieder auf 2 252 224 Doppelzentner gestiegen ist Erwähnt sei noch, daß die Einfuhr von Erdöl (Leuchtöl) 7 454 656 Doppelzentner, betrug gegen 7 950 106 Doppelzentner und 7 605 525 Doppelzentner in den beiden Vorjahren. G h i 1 e s a 1 p e t e r wurde in Menge von 7 742 980 Doppelzentnern eingeführt gegen 8128 983 und 7 309 388 Doppelzentnern in den beiden Vorjahren.
Die Goldeinfuhr hat — den Doppelzentner zu 280 000 M. berechnet — im Jahre 1913 einen Wert von 446 922 000 M. gegen einen solchen von 324 859 600 M. im Jahre 1912 erreicht. Die Goldausfuhr in 1913 betrug 64 681 200 M. geg€n 119 582 400 M. Für da s j ahr 1913 berechnet sich ^ nach der Überschuß der Goldeinfuhr über die Goldäusfuhr auf 882 230 800 M. gegen 105 277 200 M. im Jahre 1912.
Frankfurter Naehbörse.
Frankfurt a. 9. Januar. Kurse von M bis 2 ‘ä Uhr. Kreditakfen 204.—, Disconto - Commandif 188% Dresdner Bank —> Dannstädter Bank 116% « 117.—’ Petensb. Int, Handelsbank 20514, Staatsbahn J54 7 /s, Lombarden
22 ,s a 14, Baltimore und Ohio 89 s / 8j Nördd. Lloyd_._
Paketfahrt —, Phönix 238.— a 237%, Edison 240Vi'a 240.—’
Berliner Naehbörse«, $ Berlin, 9. Januar. (Per Ultimo.)
Kreditaktien . . Hand.-Oeseli. . Commerzbatik . Darmstädt. Bank Deutsche Bank. Disk.-Kommand. Dresdner Bank. Nationalbank. . Schaaffhausen . Pet.Int. Hdlsbk. Liib.-Büchener . Schantungbahn. Lombarden. . . Anatolier. ... Baltimore. . . -
204-
Kanada .....
2135/4
Rhein. Stahlw,.
157>A
Orientbahn. . .
ISS-/,
Rombacher. . .
10SI/8
Meridional. . .
1071/2
Paketfahrt . . ,
neus
Pennsylvania. .
Hambg.-Siidam.
25X>/4
Henri ......
1571/4
Hans.-Dmpfsch.
188 V»
4<VüRussen(19B2)
901/2
Lloyd ..... .
153V4
fürkenlose . . .
170-
Dynamit-Trust..
J17i/s
Aumetz-Friede .
160—
Naphtha-Nobel.
Bochumer . . .
217-
All’#. Elektrizität
2045/8
Luxemburge r ..
1351/3
D-.UeberseeEl.
Oelsenkirchen
1873/a
Siemens.
123
Harpener. . . .
1773/»
Schuckert .. .
223/8
Hohenlohewrk.
1343/4
Ges. 1. elektr. .
Laurahütte . . .
15504
895/8
Phönix.
2375/s
South-Westafr..
1553/4 1543/3 1355/3 1747/8 277 —
1.183/8
1755/,
3951/2
2393/4
1697s
2263/s
1537/8
1643/4
1151/4
Banken und Geldmarkt.
— Reichsbankaasweis. Nach dem nachfolgenden Ausweis vom 7. Januar hat der Status in der ersten Neujahrs- woeihe eine Besserung um 153 981 Mil. M. erfahren, so daß sie sich gegenüber der Vorwoche nur noch mit 183 694 000 Mark in der Notensteuer befindet gegen eine Notensteuer von 558 038 000 M. am 7. Januar 1913.
Wochen-Ausweis vom 7. Januar:
Aktiva (in Mk. 1000).
Metall-Bestand.
darunter Gold.
Reichs-Kassen-Scheine’ !.
Noten anderer Banken.
Wechselbestand.
Lombard-Darlehen . . . . .
Effekten-Bestand.
Sonstige Aktiva. . . . .
Passiva (in Mk. 1000)
Grund-Kapital.. .
Reserve-Fonds . ... .
Noten-Umlauf
Depositen.!.
Sonstige Passiva.
1488 604 1204 089 53 077 27 689 1168 285 74 587 399 142 229 322
gegen die Vorwoche + 41801 + 34118 + 6,875
+ 14 924
— 322 131
— 19 886
— 4 268
+ 4187
180 000 (unver.) 70 048 (unver.)
2 303 064 — 290381 803 790 + 10670 83 804 + 0 880
w. Zinszahhmg auf fällige Kupons der 3proz. Mexikaner.
Frankfurt a. M., 9. Januar. (Drahtbericht.) Die mexikanische Regierung hat die Zahlung der per 81. Dezember 1913 fälligen Kupons der 3proz. Mexikaner ungeordnet, die bis zum 24. Januar d. J. zu 1.53+8 per Peso bei der Deutschen Effekten- un< 3 Wechselbank in Frankfurt a. M. eiragelost werden.
Industrie und «anaei.
* Das Deutsche Ziaafoliensyndikat, dem sämtliche deutsch Zmnionemabnken angeboren, wurde um weitere 10 Jahre ve längen, den Vorsitz des Syndikats führt die A.-G Ohtes Erbe
, .. f fir Baumwollgarn. Die vereinigte
elsasascnen Baumwollspinner haben die Preise für Garne ai äeyp wro l BaumwolIe tun 2 Pf. pro Kilo enmäßtet.
V\ lü. Neu erSBnefe Handelst! rte in China. °Pekir.- 9 . Januar (Drahtbencüit.) Der Präsident erließ ein Edikt üb- die erfolgte Eröffnung folgender Orte für den Handel mit de: Ausland. Kweijwatsehoeng (Provinz Schansi), Kalgan, Dolloi nor und Thifemg (Provinz Chili), Taonanfu (Provin TscjienJjsm) und Lunasou (Provinz Schantung). Die genannte Orte wurden auf die Initiative der chinesischen Regierung ft
den Handel eröffnet.
0- k- Eia Rekordjahr des englischen. Schiffsbanes. Die
Geschäftsberichte der großen englischen Schiffsbaufirmen, die bereits jetzt bekannt werden, lassen erkennen, daß das Jahr
rr V-T J -; DCUCUICI, JJie
Zahl der von den Werften an der NordosCküste gebauten Schiffe ist zwar nur die gleiche wie im Vorjahre, nämlich 280, aber der Tonnemgahalt ist größer, er beträgt 1 172 058 gegen 1 065 293 1912. Die Clyde-Sehiiffbaufirtnen stellen, obwohl die Arbeiter nicht regelmäßig in Tätigkeit waren, ebenfalls einon Rekord auf mit 319 Schiffen bei einem Tonnengehalt von 764 784, während der Tonnengehalt im Vorjahr 640 529 betrug.
Versicherungswesen.
* Berlinische Lebens-Versichernngs-Gesellschaft („AJjjta Berlinische“). Die Summe der zur Prüfung stehenden Anträge belief sich im Jahre 1913 auf 34 400 000 M. gegen 33 144 000 Mark in 1912; 28 691000 M. in 1911; 27 144 000 M in 1910
nnn 3 M° 00 M j J 11 1909 ‘ Das erzielte Mehr rund
1250 000 M. im Jahre 1913 ist um so bemerkenswerter, als
m d f o-n^nnn 11 für 1912 noöh eine Antragssumme von M. aus Italien enthalten ist. Bekanntlich betreibt die Gesellschaft das Geschäft i n Italien seit dem
. Del Antra 8szugang in Dezember betlug 3 355 450 M„ das ist eme viertel Million mehr als in dem bisher stärksten Monat. Die Gesellschaft verteilt seit dem 1. Januar 1914 an ihre nach Dividendenmodus I Versicherten eme Dividende von 33 Proz. der Normaljahresprämie (gegen ^ 9 * 9 rmd 28 Proz. m 1912). Die nach Dividendenmodus II mit steigender Dividende abgeschlossenen Versicherungen erfahren die planmäßige Dividendönsteigerung unter Zugrundelegung der bisherigen Dividendeneinheitssätze Vorstehende Geschäftsergebmsse kennzeichnen zur Genüge die GegeiistamMosii^ceit der Gerüchte über FmsionspMne der außerordentlich gut fimmerten alten Anstalt.
* Allgemeiner Deutscher Versichernngs-Verein a. B in Stuttgart. Jm Monat November 1913 wurden 13564 neue Versicherungsscheine ausgestellt und 8530 Schadenfäle angemeldet. Von letzteren entfallen auf die Haftpflicht-Versicherung 2052 Fälle wegen Körperverletzung und 2817 wegen Sach- und Vermögensschadii gU:ng ; auf die Unfall-Versiche^S 3467 Fälle, von denen 6 den sofortigen Tod, «fie übrigen^ vorübergehende oder dauernde Arbaiteunfähjigkeit dir Verletzten zur Folge hatten; auf die Lebensversicherung treffen 194 \ ersidherunigsfalle, darunter 95 Todesfälle. Die Jahresprämie ist m den 3 Abteilungen um 288 959 M. gestiegen und betrug Ende November 36 837 763 M. Am 30. November 1913 waren 938 206 Versicherungsscheine in Kraft.
Handelsregister Wiesbaden.
In das Handelsregister A Nr. 1211 wurde bei dter Firma „Karl A. 1 anc . r ® 5 Mit dem Sitz in Wiesbaden, eingetragen daß die Firma auf dre Kaufleute Adolf Oppenheimer und Josenh Eodres, beide zu Wiesbaden, übergegangen ist. Die n uL
mchrige offene Handelsgesellschaft }lat ^ j j 0nuar gönnen. Dem Kaufmann Emst Binswanger zu Wiesbaden ist Emzelprokura erteilt Die Gesamtprokura der bisherigen Prokuristen Heise und Klippenstein bleibt bestehen.
Dis Morgen-Ausgabe umfasst 14
und die Berlagsbeilage „Der Rsman".
^hesredalteur^ A. Hegeryorsr.
BsrailtwortliA für den politischenHaü'A. S-L-rk>°rK^ für k?euMd°n- B. I). Rauendprs, s„r Aus Stadt und Land: C.Rötherdt! für GeriKtssaaN H. ® t e f e lt Pa cf). für Stört und Spiel: ft. ©iinther; für Vermischtes und Briefkasten: c. Losacker: für Handel und Letzte Dralitberichte: SB. (fpi r,j c fcie Reklamen: H. Dornauf; sämtlich j,l Wiesbadei,.'
Tn.ck und -de.Iag der L. Schellenbergsche» Hof-Buchdru»ere: in StiieSbad-u.
Sprechstunde der Redaktion: w bis 1 Uhr: in der Politischen Abteilung
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