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Nr. 1Z. Samstag, 10. Januar 1914.

don 300 russischen und 80 ausländischen Delegierten eröffnet worden.

GriechsnlcmÄ.

^ Zollerhöhung i» den neuen Gebietsteilen. Saloniki, 8. Januar. Für Neu-Griechcnland wurden vom 3. Januar ab die Zollsätze um 4 Prozent, somit auf 16 Prozent, erhöht. Da die neuen Zollsätze angeblich auf Waren angewendct werden sollen, die bereits vor dem Erlaß der neuen Vorschrift im Zollhause lagerten, stockt der gesamte Großhandel, weil die Kaufleule nicht imstande sind, die Preise festzusetzen.

Das Königspaar als Gast in der deutschen Gesandtschaft. Athen, 8. Januar. Der König und die Königin werden mit dem gesamten Hof an dem am Samstag in der deutschen Gesandtschaft stattfindenden Mahl teilnehmen, zu welchem auch der Admiral der deutschen Mittelmeerdivision mit seinem Stab und der Kommandant des PanzerkreuzersGoeben" geladen sind. An das Mahl schließt sich ein großer Empfang an.

Türkei

Die Reformen in Kleinasten. Paris, 9. Januar. Rach einer Blättermeldung aus Konstantinopel darf die Frage der Reformen in Kleinasien als geregelt angesehen werden. Die Pforte werde die zu ernennenden Generalinspekteure, die den neutralen Staaten angehören werden, auf Grund einer von den Großmächten aufgestellten Liste auswählen. Etwaige Meinungsverschiedenheiten, die zwischen den fremden General­inspekteuren und den Malis entstehen sollten, würden von den Großmächten im Einverständnis mit der Pforte geregelt werden.

Kjien.

Eine 500-Millionenanleihe Japans I» Frankreich. R. Tokio, 8. Januar. DerArahi" meldet, daß Japan mit französischen Kapitalisten in Verhandlungsn über eine An­leihe von 600 Millionen Franken stehe, die durch Obligationen der Hypothekenbank gedeckt werden und der wirtschaftlichen Entwickelung Japans dienen soll.

Nordamerika.

Zum Schutze der Amerikaner in Mexiko. Washington, 8. Januar. Marinesekretär Daniels hat 4 5 0 Mann See- s old a t e it von der Panamakanalzone auf die Kriegs­schiffe an der O st k ü st e von Mexiko kommandiert.

Südamerika.

Das chilenische Budget. SantiagodeChile, S. Jan. Der Präsident erklärte rm Staatsrat, infolge der Durch­führung von Ersparnissen würden die Ausgaben für 1914 in den ordentlichen Einnahmen Deckung finden.

Südafrika.

Die Streiklage. K. Pretoria, 8. Januar. (9 Uhr abends.) Hier ist alles ruhig. Die Züge verkehren fahr, plan maß ig. jj. Pieter-Maritzburg, 9. Januar. (1 Uhr früh.) Die hiesigen Eisenbahnangestellten haben be­schlossen, weitere Schritte bis nach der großen Versammlung am nächsten Sonntag zu verschieben.

Sitzung der Stadtverordneten

Wiesbaden, 9. Januar.

Es waren 42 Stadtverordnete anwesend.

Den Vorsitz führte Juftizrat Dr. Alberti.

Vor Eintritt in die Tagesordnung ergriff der Vor­sitzende das Wort, um dem schmerzlichen Bedauern Aus­druck zu geben, daß er die Verhandlungen mit einem Akt der Trauer eröffnen müsse. Im neuen Jahr finde man einen Stuhl leer, den des Herrn Esch, der seit der letzten Sitzung dem Kollegium durch den Tod genommen worden. Zwölf Jahre habe er als Stadtverordneter gewirkt. Rastlos habe er gearbeitet, in jedem Ausschuß habe man ihn willkommen ge­heißen und im Plenum habe man seine Worte mit Aufmerk­samkeit gehört, weil man gewußt, daß sie von Bedeutung waren. Allen sei ein Freund genommen worden, dessen An­denken dauernd in Ehren gehalten werde. Zum Zeichen dessen erhob sich das Kollegium. Bürgermeister Travers teilte mit, daß der Magistrat den Hinterbliebenen des Herrn Esch seinem Schmerz über dessen Heimgang Ausdruck gegeben habe.

Die mit Ende des vorigen Jahres ausgeschiedenen Stadt­verordneten Schröder und Becker verabschiedeten sich in einem Schreiben von deni Kollegium nach 12jähriger Dauer ihrer Zugehörigkeit zur Stadtverordnetenversammlung, in der es ihnen vergönnt gewesen sei, mit zum Wohle der schönen Vaterstadt zu arbeiten.

Zur Einführung und Verpflichtung der neugewähltcn Stadtverordneten

wurden die Herren Andres, Barner, Dr. Degen­hardt, Kricke, Ph. Müller, Pusch, Söhnlein- Papst und Zorn aufgerufen. An sie richtete Stadtver­ordnetenvorsteher Dr. Alberti eine Ansprache, worin er sie zunächst auf ihre Pflichten hinwies, die sie sich ja Wohl bereits klar gemacht. Sie hätten eine schöne und ehrenvolle Aufgabe, die, für die Allgemeinheit, die Stadt Wiesbaden, zu arbeiten. Sie seien wohl gewählt von einzelnen Klassen und Parteien, nicht aber als deren Vertreter, sondern als Ver­treter der gesamten städtischen Bürgerschaft. Das müsse ihnen bei allen Beratungen und Abstimmungen klar bewußt werden. Dr. Alberti entbot sodann den Herren ein herzliches Will­kommen, man komme ihnen als Mitarbeiter vertrauensvoll entgegen und hoffe von ihnen das gleiche Vertrauen. Dann werde die Arbeit segensvoll für sie und alle werden. Die Verpflichtung erfolgte dann durch Handschlag.

Beigeordneter Körner brachte dann die Gymnasinmneubauten

zur Sprache. Der Magistrat habe bereits längere Verhand­lungen mit den Königl. Behörden dieserhalb geführt. Ex schlage nunmehr vor, die Angelegenheit einem Ausschuß zu überweisen, denn er wolle mit der Stadtverordnetenversamm­lung Hand in Hand gehen. Die Stellnngnahme des Magistrats sei aus dessen letztem Schreiben an das Provinzialschulkollegium ersichtlich. Beigeordneter Körner brachte dieses Schreiben zur Verlesung. Es lautet:Als es bekannt wurde, daß an der Beethovenstraße das neue huma­nistische Gymnasium errichtet werden sollte, hat sich eine leb­hafte Bewegung der Anlieger gegen dieses Vorhaben geltend gemacht. Die Anlieger, meistens hier zugezogenc Rentner und gute Steuerzahler, befürchten, daß die Ruhe der Gegend durch den Verkehr der vielen jungen Leute erheblich beeinträchtigt werde; sie erklären, daß sie diese Gegend gerade der Ruhe wegen gewählt haben, die dort durch keinen lebhaften Stratzcn-

SMAAMM. _Morgeo-BrlsgaLe, 1. Blatt. Sette 3.

und Straßcnbahnvcrkehr gestört ist. Wiesbadener Villenbe­sitzer und Grundeigentümer befürchten eine Entwertung ihrer Villengrundstücke und Bauplätze. Wenn die vorgetragenen Be­schwerden auch in mancher Beziehung übertrieben erscheinen, so glaubte der Magistrat doch Veranlassung zu haben, noch­mals mit der Königl. Staatsregierung wegen der Wahl eines anderen Bauplatzes in Verhandlung zu treten, um so mehr, als es ihm zweifelhaft erschien, daß von der Stadtver- ordneten-Versammlung bei Beibehaltung des Platzes in der Beethovenstraße die käufliche Übernahme des alten Gym­nasiums genehmigt werden würde, und um so mehr, als wir überzeugt sind, daß auch an anderer Stelle ein den Schul- und fiskalischen Interessen gleich geeigneter Bauplatz gestruden werden kann."

Eine amtliche Äußerung hierauf sei rwch nicht erfolgt. Der Magistrat habe auch andere Plätze vorgeschlagen. Da be­stimmte Interessen in Frage kämen, erscheine es geboten, diese Vorschläge zu beraten. In einem Zeitungsartikel in dieser Angelegenheit sei gesagt worden, der Staat habe der Stadt großes Wohlwollen dadurch bezeigt, daß er hier zwei Staats­anstalten unterhalte. Darauf sei zu erwidern, daß das Humanistische Gymnasium seit sehr langer Zeit bestehe und schon zu nassauischer Zeit bestanden habe. Aus dieser Zeit rühre auch der Zentral st udienfonds her, in dem ganz erhebliche Stiftungsmittel festgelegt seien, die den Zweck hätten, die höheren Bildungsanstalten zu unterhalten. Als vor 16 Jahren das Humanistische Gymnasium hätte vergrößert werden müssen, habe man diese Vergrößerung nicht vorge­nommen, ehe die Stadt sich nicht verpflichtet hätte, einen großen Teil der Kosten zu übernehmen und einen jähr­lichen Zuschuß von 6000 M. zu leisten. Gegenüber der Behauptung, die Stadt mache ein gutes Geschäft, wenn sie die alten Gymnasien übernehmen würde, bezeichnet es Redner als ganz erwünscht, wenn die Frage der Übernahme der alten Gebäude zu dem von dem Fiskus geforderten Preise in der Kommission besprochen werde.

Stadtverordneter Schwank berichtete für den Bauaus- schutz über die

vorläufige Abrechnung über das Kaiser-Friedrich-Bad und

die Vorlage wegen Erweiterung der Betriebsanlage.

Der Magistrat beantragt die Bewilligung von 192 823 M., in denen 132 023 M. an entstandenen Mehrkosten und60800 Mark für die Erweiterung der Betriebsanlage enthalten sind. Von den Mehrkosten entfallen 112 753 M. auf das Hauptge­bäude; sie entstanden in der Hauptsache durch die schwierigen Fundamentierungsarbeiten. Wesentliche Mehrkosten (10 800 Mark) entstanden auch bei dem Fußboden- und Wandplatten­belag. Der Ausschuß ist der Meinung, daß die Mehraufwen­dungen nicht nur notwendig waren, sondern zum großen Teil auch wirtschaftlich berechtigt sind. Die vorläufige Ab­rechnung weist nach, daß die Kosten des Rohbaues mit den Kosten der Innenausstattung im Einklang stehen. Es hätte vielleicht dies und das an dem Innenausbau gespart werden können, da aber das Kaiser-Friedrich-Bad als Hauptkurfaktor bezeichnet werden darf, mußte auf gediegene Innenaus­stattung Gewicht gelegt werden.

Der Andrang zum Kaiser-Friedrich-Bad ist außer­ordentlich groß.

Namentlich hat sich die Benutzung der Thermalbäder er­heblich größer erwiesen, als man erwarten durfte. Es ist des­halb nötig, daß die Zahl der Bäder erhöht wird. Die jetzige Einrichtung ermöglicht die tägliche Abgabe von 240 Bädern, bis zu 400 Bäder müssen aber täglich abgegeben werden können. Die 132 023 M. Mehrkosten und die 60 800 M. für die Ausführung der Erweiterung sollen der für das Kaiser-Friedrich-Bad bewilligten Anleihe entnommen werden.

In der Diskussion, die sich ziemlich umfangreich gestaltete wir kommen in der heutigen Abend-Ausgabe noch darauf zurück wies Stadtverordneter Demmer zunächst darauf hin, daß alsbald nach der Eröffnung des Neubaues eine Partie Bleirohre herausgenommen und durch stärkere Rohre ersetzt werden mußten. Die Schuld habe an der ausführenden Firma S ch a f f st a e d t gelegen, vor der er damals gewarnt Hube. Die Firma habe versucht, die Schuld auf die Arbeiter abzuschieben.

Bauinspektor Grün erklärte, die Richtigkeit der Aus­führungen des Stadtverordneten Demmer müsse zugegeben werden, denn es sei Tatsache, daß die Firma Schaffftaedt teil­weise Rohre verwendet habe, die nicht die vorgeschriebene Wandstärke hatten. Die Auswechslung erfolgte auf Kosten der Firma, der Stadt ist also kein Schaden erwachsen. Die Auswechslung der Rohre wußte_ auch zum Teil wegen der übereilt schnellen Fertigstx^nng fr er Montage erfolgen; es war keine Zeit da, die Anlage so auszuprobieren, wie es eigentlich notwendig gewesen wäre.

Stadtverordneter Frredländer teilte einiges über die bisherige» Betriebsergebnifse mit, wobei er auf die im »Wiesbadener Tagblatt" vor einiger Zeit angestellte Berechnung^ oes voraussichtlichen Finanz­abschlusses des neuen städt. Badehauses Bezug nahm. Es sei nicht richtig, daß in den ersten 6 Monaten der durchschnittliche Monatsertrag der Bäder 9500 M. betragen habe. Der Irrtum sei darauf zurückzuführen, daß die vom Statistischen Amt mit­geteilten Zahlen bei der Berechnung benutzt worden seien, in denen indessen nur die Frequenz der Thermalwasser- und Süßwasserbäder zum Ausdruck komme. In den 8 Monaten vom 1. April bis Ende November 1918 seien etwa 160 000 M. eingegangen, dabei sei zu berücksichtigen, daß das Badehaus in unfertigem Zustand eröffnet worden sei, wodurch der Monat April kaum zur Halste ausgenutzt werden konnte. Ferner seien die verschiedenen Betriebsstörungen (durch Rohr­auswechslung usw.) und der Mangel an Thermalwasser zu be­rücksichtigen. Im Voransch.ag waren als Jahreseinnahme 231 500 M. vorgesehen; wenn man diese erwartete Einnahme auf den Monat umrechnet, so ergibt sich eine durchschnittliche Monatseinnahme von 19 300 M.

In de» erste» acht Monaten beträgt die monatliche Durch­schnittseinnahme 20 000 M.

Das sind also mehr als der im Voranschlag angenommene Durchschnittserirag eines von^zwölf Monaten. Das Resultat der ersten acht Monate stellt sich allerdings weniger grin­st : g dar, wenn man die vier fehlenden Monate berücksichtigt, die durchschnittlich in ihrem Ertrag jedenfalls erheblich hinter dem Durchschnittsertrag der ersten acht Monate znrückbleiben werden. Die Einnahmen des Dezember sind verhältnismäßig gering, mit dem Januar und Februar wird es voraussichtlich nicht anders sein. Im ganzen ist vorauszusagen,

daß die JahrrS-Einnahme ungefähr «m 20 000 M. hinter dem Voranschlag zurückblieb.

Bei den Ausgaben ist auzunchmeu, daß sie sich im wesent­lichen mit denen deS Voranschlags decken werden.

Bürgermeister Travers stellte noch einmal ausdrücklich fest, daß

die Gesamtkosten, einschließlich der jetzt zu bewilligende« Summe, aus den bereits bewilligten Anleihemitteln gedeckt

werden. Die Anleihe betrug 2 800 000 M. Davon wurden verausgabt: für das Vorprojekt und Vorarbeiten 101000 M., für den Hauptbau-1985 000 M., für Nebenanlagen 250 000 Mark, für den Ausbau der Coulinstraße 15 500 M., für Be­triebskosten 6200 M., zusammen also 2 357 700 M. Nach der jetzigen Vorlage erhöht sich dieser Betrag auf 2 500 523 M., so daß die Gesamtkosten noch um annähernd 300 000 M. hinter der Anleihe zurückstehen.

Stadtverordneter Hartmann machte darauf aufmerk­sam, daß bei der Entscheidung über das Kaiser-Friedrich-Bad damalsAdler-Bad" genannt einige Stadtverordnete den Standpunkt vertreten haben, daß die von den Ärzten ge­wünschten medizinischen Bäder unrentabel wür­den. Die Richtigkeit dieser Anschauung habe sich schon er­wiesen.

Die Haupteinnahme stamme aus de» Thermalbädern.

Das würde auch in Zukunft so bleiben.

Stadtverordneter Friedländer erklärte demgegen­über, daß von den 160 000 M. Einnahmen nur 75 000 M. auf Thermalbäder entfallen. Der andere Teil der Einnahme sei allerdings hauptsächlich durch Inhalationen und römisch-irische Bäder erzielt worden. Auf rein medi­zinische Bäder entfallen in den acht Monaten 40 000 M. Eine medizinische Abteilung sei in einem städtischen Badehaus von der Bedeutung des Kaiser-Friedrich-Bads unbedingt nötig.

Nachdem sich noch die Stadtverordneten Hartmann, Gerhardt, Friedländer und Bürgermeister Travers geäußert hatten, wurde der Antrag des Ausschusses auf Genehmigung der Vorlage angenommen.

Für die

Herstellung einer Thcrmalwasserzulcitungsanlage vom Brunnenkontor in der Spiegelgasse nach dem Kaiser- Friedrich-Bad wurden aus Antrag des Bauausschusses 8000 Mark bewilligt. Wie der Berichterstatter des Ausschusses, Stadtverordneter Schwank- bemerkte, ist die Zuleitung von Thermalwasser zum neuen städtischen Badehaus notwendig, um den Bedarf an Thermalwasser zu decken. Ausdrücklich hervorgehoben wurde, daß dieZuleitungsanlage bereits gelegent­lich des Neubaues der Langgasse hergestellt worden ist; Ein­grabungen brauchen also nicht mehr vorgenommen zu werden.

Stadtverordneter H i l d n e r berichtete für den Bauaus- jchuß über das

Baudispensgesuch des Blaukreuzvereins wegen Einrichtung von Wohn - und Schlaf st ätten in dem Betriebsgebäude an der oberen Dotzheimer Straße. Der Magistratsantrag will den Dispens von dem Bauverbot nach § 2 des Stratzenbaustatuts auf jederzeitigen Widerruf erteilen. Es handelt sich um die Einrichtung einer Verwalterwohnung von drei Zimmern und Zubehör und um drei Schlafstuben für Arbeiter. Der Blaukreuzverein hat entgegen eines Stadtverordnetenbeschlusses gebaut. Der Magistrat hat offenbar aus Rücksichten humaner Natur die Erteilung des Dispenses befürwortet, obwohl er sonst grund­sätzlich keinen Dispens ähnlicher Art bei Widerrufsbauten er­teilt. Der Bauausschuß beantragt, den Magistratsantrag abzulehnen und das Dispensgesuch nicht zu genehmigen.

Der Antrag wurde mit Beifall ausgenommen. In der Be­gründung des Antrags wies der Berichterstatter vor allem daraus hin, daß an die Dotzheimer Straße zunächst aus Rück­sicht auf die Anwohner, dann aber auch deshalb, weil die Dotz- heimer Straße nach einem vielbenutzten Bahnhof und dem Wald führt, keine das Ortsbild verunstaltenden Bauten ae- ^? rejl - 3 ud U ntt ? re Gründe spielen bei der Ablehnung

Rolle. Widerrussbauten können nicht an den Kanal an- ge,ch.o,sen werden. Werde der Dispens erteilt, dann werde ein höchst unangenehmer Präzedenzfall geschaffen.

der Diskussion stellten sich die Stadtverordneten T e m m e r , G e r h a r d t und v. E ck auf die Seite des Aus- Ichusses, wahrend Stadtverordneter v. Drei sing meinte man solle die Sache nicht so ohne weiteres ablehnen, da es sich m dem Blaukreuzverein um einen Verein handle, der viel Gutes wirke. Das wurde übrigens von sämtlichen Rednern anerkannt. Bürgermeister Travers rechtfertigte die Stellungnahme des Magistrats. Der Ausschußantrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Der Flnchtlinienplan über die Verbreiterung des Treppenweges zwischen Aar- und Lahnstraße von 4' auf 6 Meter wurde aus Antrag des Bauausschusses (Referent: Stadtverordneter H i l d n e r) genehmigt.

Über die Bewilligung von 24 600 M. zur

Beschaffung einer Automobilspritze für die städtische Feuertoehr berichtete Stadtverordneter Ist-. Dyckerhoff namens des Finanzausschusses. Die Frage ist schon früher erwogen worden, aber jetzt wieder dringend geworden, da vier Pferde ersatzbedürftig sind. Die Fabri­kation ist inzwischen so weit vorgeschritten, daß die An­schaffung erfolgen kann. Die Autoinobilspritze ist viel leistungsfähiger und bietet größere Sicherheit. Bei anderen Städten wurden Erkundigungen eingezogen, darauf mehrere Wagen erprobt und auf Grund des Gutachtens des Stadtbau- nypektors Beritt beschlossen, den Benzwerken den Liefe­rungsauftrag zu erteilen. Der Wagen hat 56 bis 65 PS-, eine Geschwindigkeit von 40 Kilometer in der Stunde, vermag 1c> Prozent Steigung zu nehmen und 1800 bis 2000 Kubik­meter Wasser in der Minute bis zu 100 Meter Höhe auszu­werfen. Er bietet elf Personen Platz. Die Lieferzeit beträgt 3 bis 4 Monate. Die Kosten werden aus dem Feuerverfiche- rungs- und dem Pferdeernenerungsfonds gedeckt.

Bürgermeister Travers gab von einem nachträglich eingegangen Brief derWiesbadener Automobil- Zentrale" Kenntnis, die eine Automobilsprihe der Firma Opel zur dreimonatigen Probe anbietet. Dazu bemerkte Bürgermeister Travers, daß das Angebot der Firma Opel bei den Beratungen Vorgelegen, der Magistrat sich aber auf Grund des -Gutachtens seines Sachverständigen Berlit für die Firma Benz entschieden habe.

Darauf wurden die 24 500 M. bewilligt._

Der Ankauf zweier Grundstücke im DistriktWarte" von 59 Ar 42 Quadratmeter zum Preise von 90 M. die Rute, ins- gesaint 21 463 M., von den Geschwistern Wollweber wurde auf Antrag des Finanzausschusses (Referent: Stadtverord- neter Ochs) genehmigt.

Der Witwe des Direktors Professor Güth und der Witwe des Direktors Or. Hofmann werden die gesetzlichen Witwengelder bewilligt.

Die Stadtvcrordnetcnwahlen

werden, nachdem Einsprüche dagegen nicht erhoben wurden