-cr. 8. Dienstag, 6. Januar 191L.
ihrem Mitgliede berufen, hat er mit der ihm eigenen vollen Hingabe an jede neue Aufgabe auch an den Arbeiten dieser Kommission hervorragenden Anteil genommen.
Heer rmd KloNe.
Weitere bayerische Auszeichnungen. Dem Generalleutnant und Generaladjutanten Walter v. W a l d e r st o e t t e n ist der Verdienstorden des hl. Michael erster Klasse verliehen worden. Ter General der Artillerie Frhr. v. H o r n, kom- mandierender General des dritten bayerischen Armeekorps, wurde L 1a suite des 1. Fcldartillerie-Regiments gestellt, und dem Generalmajor Frhrn. v. R e i tz e n st e i n, Vorstand der Remontierungskommission, der Stern des Militärverdienst- ordcns zweiter Klaffe verliehen.
Das Befinden des Obersten von Winterfeldt ist, wie aus Grisolles gemeldet wird, vortrefflich- An eine Ausfahrt ist jedoch wegen der strengen Witterung und wegen des Heil- Prozesses der inneren Organe, die immer noch die größte Schonung erforderlich machen, vorläufig noch nicht zu denken.
Deutsche Schutzgebiete.
Zum Schutz der Paradiesvögel gibt nunmehr das »Deutsche Kolonialblatt" die bereits am 26. September 1913 erlassene Verordnung des Gouverneurs Hahl von Deutsch- Neuguinea bekannt, wonach für das Kalenderjahr 1914 Scheine zur Ausübung der Paradicsvogcljagd nicht ausgegeben werden.
klusland.
Österreich-Ungarn.
Der oberungarische Ruthenenprozetz vertagt. Budapest, 5. Januar. Der oberungarische Ruthenenprozetz wird für die Dauer der griechischen Weihnachten vertagt.
England.
Die Unterschlagungen im Armeeverpflegungsamt. London, 6. Januar. Die Untersuchung über die Skandalaffäre im Armeeverpflegungsamt ist jetzt so weit gediehen, daß demnächst vor dem Gericht in Bow Street die Verhandlung beginnen wird. Im ganzen sollen 2 4 Personen unter Anklage gestellt werden. Von ihnen ist die Hälfte Zivilisten. Eine größere Anzahl Firmen ist durch die Untersuchung kompromittiert worden. Diese ergab größere Unregelmäßigkeiten, als man ursprünglich vermutete.
Eine Einigung im Bergarbeiterausstand in Natal. Durban, 5. Januar. Zwischen den Bergleuten in Natal und den Grubenbesitzern ist über alle Punkte außer dein Tagelohn eine Einigung erzielt worden. Die Arbeiter erwägen jetzt das Angebot der Grubenbesitzer von 17 Schilling täglich.
Ruftlnnö.
Der Wechsel des Palastkommandantcn. Petersburg, 5. Januar. An Stelle des verstorbenen Palastkommandanien, General D e d j u l i n, ist der bisherige Kommandant der Garde-Husaren, General Wojejkow, zum Palastkommandanten ernannt worden.
Politische Massenverhaftnngen. Petersburg, 6. Jan. In Tschitau nahm die staatliche Polizei heute nacht 60 Personen wegen des Verdachts politischer Umtriebe in Hast; außerdem fanden Massenhaussuchungen statt.
Rumänien.
Baldiger Rücktritt des Ministeriums und Neuwahlen. Bukarest, 5. -Januar. In Erwiderung auf eine Interpellation erklärte der Ministerpräsident Majorescu: Die gegenwärtige Regierung ist gebildet und das gegenwärtige Parlament gewählt worden zu dem Zweck, die durch die internationale Lage Rumäniens während der Balkankrise gestellten Probleme zu lösen. Da die Mission erfüllt sei, Iverde die Regierung demissionieren und es deni König anheimstellen, an "das Land einen neuerlichen Appell zu richten, um sich durch R e u w a h l e n über die Probleme der inneren Politik zu äußern. — Das Parlament hat die Weihnachtsferien angetreten. Die Regierung rvill vor dem Wiederzusammentritt des Parlaments demissionieren.
Bulgarien.
Das alte Kabinett Radoslawow bleibt im Amte! •AB. Sofia, 5. Januar. Radoslawow wurde mit der Kabinettsbildung betraut und trat mit allen parlamentarischen Gruppen, ausgenommen der Partei Geschows und Danews, gegen welche alle andere Parteien die Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung verlangen, in Fühlung. Die zu Rate gezogenen parlamentarischen Gruppen lehnten den Vorschlag ab, in das Kabinett einzutreten. Die agrarischen und sozialistischen Abgeordneten erklärten, daß sie cs ablehnen, an jedweder Kabinettsbildung teilzunehmen. In einer einstündigen Audienz nahm der König die Ratschläge des Obmanns der stärksten parlamentarischen Gruppe entgegen und Unterzeichnete die Ukasse, durch welche sämtliche Mitglieder des Kabinetts Radoslawow wieder zu Ministern ernannt werden und ihre Portefeuilles behalten. Das Ministerium des Äußern wird weiterhin von Radoslawow geleitet, der mit der gegenwärtigen Sobranje arbeiten zu können hofft, vorausgesetzt, daß die verschiedenen Parteien in patriotischer Weise hierzu geneigt sind. — Die Sobranje wurde bis zum 10. Januar vertagt.^
Die Entlassung der Reservisten. So fi a , 6. Januar. Der Kriegsminister hat die Entlassung der Reservisten bis zum Alter von 35 Jahren angeordnet. Es bleiben zwei Altersklassen der Reserven unter den Fahnen.
Die Versorgung der Flüchtlinge in den neuen Gebietsteilen. Sofia, 5. Januar. Die Regierung ernannte drei Kommissionen und beauftragte sie mit der Unterbringung der bulgarischen Flüchtlinge in den neuen Gebieten. Die Flüchtlinge erhalten Land und zu dessen Bewirtschaftung die notwendigen Mittel.
Griechenland.
Die königliche Familie als Gäste auf dem deutschen Kreuzer „Goeben". Athen, 6. Januar. Heute weilten König Konstantin, Königin Sophia, Kronprinz Georg, Prinz Alexarrder mrd Prinzessin Helene als Gäste auf dem deutschen Kreuzer „Goeben", der zurzeit im Hafen von Piräus siegt. Der König trug die d e u t s ch e A d m i r a l s u n i f o r m. Der Marinemirnster Domerzis besuchte die deutsche Gesandtschaft, wo er eine Stunde mit dem Gesandten Grasen M'QuaLt konferierte.
Benizclos' Auslandsreise. A t h e n , 5. Januar.
Ministerpräsident Denizelos tritt morgen, seine Europareise an und wird sich vorerst nach Rom und Paris begeben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er eventuell auch Berlin einen Betuch abüatten wird.
MssösdEer TagbiaLt» Abetrd-AnsgaLe, 1 Blatt. _ Seite 3.
Türkei
Zur Ernennung Euper - Bcis zum Kriegsministcr. Konstantinopel, 6. Januar. Die Ernennung Enver- Beis zum Kriegsm.inistcr hat auch auf die altere Generalität einen vorwiegend g u t e n Eindruck gemacht. Man verkennt den Vorteil nicht, den ein politisch-homogenes Kabinett besitzt. Weitere Änderungen im Kriegsministerium sind nicht zu erwarten. Rur das Verbleiben des Generalstabschefs ist zweifelhaft.
Ein neuer Organisationsplan für die Armee. Kon -
stantinopel, 5. Januar. Der neue türkische Kriegsminister Enver-Pascha hat General Liman v. Sanders einen neuen vollkommen ausgearbciteten Reorgani- sationsplan für die türkische Armee übermittelt.
Südamerika.
Ein Ersatzbau für den „Rio de Janeiro". London, 5. Januar. Die Firma Armstrong wird ein neues Linienschiff, das die brasilianische Regierung jetzt cchS Ersatz für das an die Türkei verkaufte bestellt hat, in Ken nächsten Tagen auf Kiel legen. Über die Einzelheiten des Entwurfs verlautet noch nichts Näheres; doch steht fest, daß das neueste Schiff in den Ausmessungen der »Rio de Janeiro" nichts nachgeben und ebensoviel Wasserverdrängung haben wird wie die beiden für die Rechnung Chiles gebauten.
Asien«
Eine chinesische Hinrichtungsstatistik. Tschenatu (Provinz Tschetschuan), <•. Januar. Nach einer Schätzung haben in der Provinz Tschetschuan im Jahre 1913 2 4 0 0 0 Hinrichtungen, meist von Räubern, stattgefunden. Eine große Zahl ist der nationalen Umwälzung, den hohen Preisen für Opium und der Übervölkerung guzuschreiben. Die wirklichen Ziffern überschreiten wahrscheinlich noch diese Schätzung.
Luftfahrt.
Zur Frage des überfliegens der deutsch-russischen Grenze. Berlin, 5. Januar. In der Frage des Überfliegens der deutsch-russischen Grenze durch Flugzeuge fand zwischen der deutschen und der russischen Regierung ein Notenwechsel statt, wodurch die beiden Regierungen sich unter der Bedingung der Gegenseitigkeit bereit erklärten, van Fall zu Fall die Erlaubnis zur Überfliegung der Grenze für lediglich sportliche Zwecke unter näher festgestcllten Vorschriften zu erteilen. Dem russischen Flieger Waffiliew wurde die Erlaubnis zum überfliegen deutscher Gebiete für den Flug Petersburg-Paris im Prinzip erteilt, mit der Bedingung, daß er die verbotenen Zonen vermeidet.
Füllung des neuen Zeppelin. Friedrichshafen, 5. Januar. Das neue Militärluftschiff hat heute die Gasfüllung erhalten. Die erste Fahrt ist für Mittwoch beabsichtigt. Das Luftschiff ist für Dresden bestimmt.
Kus Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Arbeitsamt und Lehrkingsstellenvermittlung.
Im hiesigen Arbeitsamt fand Montag eine von 22 Herren (Vertreter der Regierung, der Handwerkskammer, der Landwirtschaftskammer, des Gewerbevereins für Nassau, der Kreisbehörden usw.) besuchte Konferenz aus den Kreisen Wiesüaden-L-tadt, Wiesbaden-Land, Untertaunus, Rheingau und Höchst zu dem Zweck einer Besprechung über die Errichtung einer kombinierten L e h r l i n g s st e l l e n v e r in i t t - l u n g statt. Stadtrat Meier, als Vertreter des HandwerkS- amts, begrüßte die Erschienenen. Der Geschäftsführer Setzer leitete durch ein Referat über die bisher von dem Arbeitsamt auf dem Gebiet der Lehrlingsstellenvermittlung erzielten Resultate in die Verhandlungen ein. Was bisher erreicht wurde, ist herzlich wenig. So ziemlich alle beteiligten Instanzen haben versagt, und es konnten im Jahre 1912 pur 9, 1913 nur 32 Stellen vermittelt werden. Neuerdings wird ein Zusammenschluß der Lehrlingsstellenvermittlung in den Kreisen Wiesbaden-Land, Rheingau und Untertaunus geplant, mit dem Arbeitsamt als Spitze. Außerdem soll die Berufsberatung in ein festes System gebracht werden. In eine sich dem Referat anichlreßende Besprechung griffen ein als Vertreter des Mltteideutjchen Arbeitsnachweises dessen Geschäftsführer Dr. Schlotter (Frankfurt a. M.), ferner Syndikus Schröder von oer Handwerkskammer,'der Leiter der Rüdesheimer Fortbildungsschule, der Leiter der Biebricher Fortbildungsschule, Rektor Grünebaum, Fortbildungsinspektor Kern, Schreinermeister Hanjohn (als Vertreter des Gewerbe- Vereins für Nassau), Barthels (Idstein), der Beauftragte der Handwerkskammer in Langenschwalbach, ferner Fortbildungs- schullehrer aus Griesheim und Höchst usw., welche einig waren in der Überzeugung, daß ein Zusammenschluß !vie der geplante und eine feste Organisation der Lehrlingsstellenvermittlung nur dringend zu empfehlen sei, und daß nur dadurch sowie durch eine angemessene Ratserteilung au die Schüler der Tendenz der jungen Leute, sich keinem Handwerk zuzuwenden, sondern die Schar der ungelernten Arbeiter zu vergrößern, entgegengetreten werden könne. Rektor Grünewald aus Biebrich konnte ,nitteilen, daß dort auch ungelernte Arbeiter in dre Gewerbeschule einbezogen seren, und daß sich dadurch ein Mittel biete, aus die jungen Leute in der erwünschten Richtung mnzuwirken. Zum Schluß wurde durch den Vorsitzenden die Einstimmigkeit der Konferenz rrach der Richtung des ZusammenschluffLs der drei angegebenen Kreise festgestellt, sowie auch darin, daß an den Regierungspräsidenten das Ersuchen gerichtet werde, er möge den Lehrern der letzten Jahrgänge di.e Berufsberatung der Schüler zur Pflicht machen, bezw. dringend empfehlen. An die Spitze der örtlichen Organisationen sollen die Hauptlehrer treten. Die Beauftragten der Handwerkskammer, Mitglieder der Gc- werbevereine, sollen als Berater zugezogen werden.
— Das Dreikönigsfest, das heute von der katholischen Kirche gefeiert wird, hält die Erinnerung an die sagenhaften Weisen wach, die nach dem Evangelist Matthäi, der einzige, der sie erwähnt, bei der Geburt Christi aus dem Morgenland gen Jerusalem kamen und sprachen: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten." Bekannt ist, daß der Dreikönigstag zu einer ganzen Anzahl Gebräuche Veranlassung gegeben hat, die indessen heute ziemlich ganz verschwunden sind. Das „Sternsingen" koimnt in unserer
Gegend höchstens noch in entlegenen Dörfchen vor. Die Zahl der Weisen aus dein Morgenland, in denen man frühzeitig Könige erblicken zu müssen glaubte, ivurde ursprünglich mit 15 angenommen. Erst Leo der Große ordnete an, daß mit Rücksicht auf die Dreizayl der Geschenke ihre Zahl ans drei zu beschränken sei. Obwohl die Existenz der drei Weisen in keiner Weise feststeht, stellte die Tradition sogar ihre Namen und ihr Alter fest. „Kaspar, König von Persien, 60 Jahre alt; Melchior, König von Nubien, 40 Jahre alt; Balthasar, König von Saba, 20 Jahre alt." So lauten die Personalien der drei „Könige", deren Gebeine einer alten Sage nach durch Barbarossa 1164 nach Köln gebracht worden sind, wo sie heute noch auföewahrt werden. Die Stadt Köln ehrte das Andenken der „Könige" durch Ausnahme von drei Kronen in das Stadtwappen !
— Pfarrer Traub in Wiesbaden. Am Montag, den 12. Januar, findet hier eine Delegicrtenversammlung des Bundes deutscher Protestanten statt. Im Anschluß daran wird auf Veranlassung des Liberalen nassauischen Unionsvereins und des Wiesbadener Lokal-Protestantenvereins Pfarrer Traub aus Dortmund einen öffentlichen Vortrag halten über das Thema „Die Aufgaben protestantischer Kirchen in der Gegenwart". Der Vortrag findet am 12. Januar, pünktlich 8 Uhr abends, in dem großen Saal der „Turngesellschaft", Schwalbacher Straße 8, statt. Der Eintritt ist frei, doch sind einige Reihen von Plätzen zu 2 M. reserviert.
■— Personal-Ermittelungen. Am 22. Dezember vergiftete sich am Geisberg der 26 Jahre alte Kutscher Robert Schacht, der aus Posen gebürtig sein wollte und angeblich auch in Mannheim Verwandte hatte. Nach den polizeilichen Ermittelungen waren aber in beiden Städten Angehörige des Ver-' storbenen nicht festzustellen. Nach den mitgeteilten Personalien stammt Schacht auch nicht aus Posen. — Gestern starb im „Blauen Kreuz" der seit dem 6. August hier wohnhafte 60 Jahre alte Tapezierer Friedrich A u ch t e r, der angeblich aus Homburg stammte. Auch hier waren die Nachforschungen nach Hinterbliebenen vergeblich. Die Polizei- behörde ersucht um Mitterlungen, die zur Auffindung der Angehörigen führen können.
— Naffauische Sparkasse. Im Monat Dezember habe», sich weitere 5 Dienstboten dem Verfahren der Abholung von Spareinlagen angeschloffen. Eingezahlt wurden im Dezember von Dienstboten 2753 M., von Herrschaften und deren Kindern 659 M. 50 Pf. und von Angestellten usw. in Hotels und Geschäftshäusern 2078 M. Insgesamt wurden seit 1. Januar 1913 eingezahlt: Von 341 Dienstboten 45179 M., von 237 Herrschaften und deren Kindern 24 505 M. 50 Pf., von 376 Angestellten in Hotels und Geschäftshäusern 47 427 M., zusammen von 953 Sparern 117101 M. 50 Pf. 465 neue Sparkassenbücher wurden ausgestellt.
— Jmmobilicnverstcigerung. Vom Königs. Amtsgericht wurde gestern für das Haus Herderstratze 3 den Eheleuten Hrch. Schneider und Susanne, geb. Ohl, für ihr Gebot von 69 200 M. ohne Hypothekenübernahme der Zuschlag erteilt. Die Taxe des Feldgerichts aus dem Jahre 1906 belief sich auf 67 000 M,, die Taxe der Steuerbehörde auf 70 000 M.
vorberichte über Nunst» Vorträge und verwandtes.
" Königliche Schauspiele.- Herr Schwegler, das ehemalige beliebte Mitglied unseres Hoftheaters, jetzt an der Hos- oper in Berlin, wird morgen Mittwoch nur ein einmaliges Gastspiel als Kerkermeister Rocco in „Fidelio" absolvieren.
* Stadttbeatcr Mainz. Am Freitag findet eine Aufführung des ..Parsifal" sin Mainzer Stadttheater als Fremdenvorstellung statt, die um 5 Uhr beginnt und um 10 Uhr beendet ist.
* Professor Marcel! Salzer wird am Sonntag sin Zivil- kafiuc, einen seiner Lustigen Abende mit vollständig neuem Programm veranstalten.
... ftNaksauischcr Verein für Naturkunde. Die nächste wissen- swaftsiche .Abenduntcrhaltung findet Donnerstag, abends 8/e Uhr. im Zwllkanno statt. Vorträge werden halten: Dr. pfui. R. Willy Bergmann „über EMldung bei einig«: Meeresannesiden" und Dr. L. Grünhut: „Die chemische Untersuchung der Mincralguellen". Gäste sind willkommen.
Äu§ dem Landkreis Wiesbaden.
ö. Sonnenberg, 5. Januar. Die Frage der Verbreiterung und Verlängerung der Talstraße bis zur Ram- bacher Straße am Ausgang des Ortes ist immer noch nicht erledigt. Wie evinuevlich. nimmt die Gemeinde den Stand- vnntt ein, daß die heutige Rambacher Straße dem Verkehr vollständig genügt, so daß eine Durchführung der Dalstvaßc, die. sehr hohe Kosten erfordern würde, überflüssig ist. Wahrend früher der Landvat auf dem Standpunkt stand, daß die neue breite Straße durch Sonnenberg im Interesse des Durchgangs-, speziell des Autoverkehrs dringend notwendig sei, scheint jetzt nach Anhörung von-Sachverständigen eine Einigung dahin, sicher, daß die Talstraße bleibt, wie sie ist. daß nur «ne Erbreiterung der Ranrbacher Straße an der Stelle vorgenormnen wird wo sie. nach Einmündniig der Talstraße eine kleine Steigung macht und etwas eng ist. Wird dieser Ausweg in der schon lange schwebenden Sache genehmigt, so kommt die Gemeinde verhältnismäßig billig davon und der Verkehr kann sich nach Belieben ausdehnen.
Naffauische Nachrichten.
Prinz Heinrich der Niederlande, sit Oberursel. 5. Januar. Prinz Heinrich der Niederlande trifft am Donnerstagabend iin Sanatorium Hohemark ern, um sich hier, wie im Vorjahr, einer auf mehrere Monate berechneten Kur zu unterziehen. Das Gefolge und die Dienerschaft nimmt im „Hotel Banser" (Hohemark) Wohnung. Wie verlautet, beabsichtigt auch die Königin Wilhelmena im Frühling wieder zu einem längeren Besuche ihres Geinahls auf der Hohemark einzutreffen.
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m. Riideshenn, 5. Januar. Nachdem wahrend der letzten Tage das Wasser im Rhein schnell zurückging, bereitet .sich ietzt langsam ein Umschwung vor. Durch die anhaltend milde Witterung werden dem Rhein van allen Seiten große W a s s e r m e n g e n zugie führt. Diese bewirken. daß das Zurückfluten langsamer voii statten geht. In den nächsten Tagen dürfte ein neues Steigen des ZLaffers und allem Unscheine nach arich eine H o ch w a s s e r p e r i o d e zu erwarten sein.
ht Neuenhain i. T.. 5. Januar, Durch den Zunehmend«! Touristenverkehr in der hiesigen Gemarkung hat die Jagd völlig an Wert verloren. Bei der letzten T r e i b j a g d wurden nur 23 Hasen und 2 Rehe erlegt. Infolgedessen haben die bisherigen Jaadpächter die Jagd gekündigt.
n Niederaurosf. 5. Januar-. Am 8. d. M. feiert das hochbetagte jedoch noch zieinlich rüstige Ehepaar Ebristlan Neu- in a n n und Frau Karoline. geb. etfc das fenene Fest der diamantenen Hochzeit. Der Ehegatte ist 84, d,e Ehefrau 88 Jahre alt.
8 Mister, 5, Januar. Am J.^anuar feierte der Schuh- nmchermeister Christian Schwan seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar, der vor 14 Jahren ferne goldene Hochzeit feien: konnte arbeitete noch bis vor einigen Zähren in seinem Berns und besucht noch heute selbst bei schlechtem Wetter all- sonntäglich die Messe in den: Vs stunde entfernten Hachenburs.
