Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
Seile v.
WiesdadeUxr TagölM- Dienstag, 6. Januar 1914. Nr. V.
reaktionäre Fahrwasser geleitet worden ist und welche Gefahr für die Zukunft und für Elsaß- üothringen das bedeutet.
Der Entwurf eines Parzellieruugsgesetzes.
4i- Berlin, 6. Januar. (Eig. Drahtber. d. „Wies-b. Tagbl.".) 'Der Entwurf eines Parzellierungsgesetzes, der schon vor längerer Zeit fertiggestellt, aber bisher noch zurückgestellt worden war, wird nunknehr dem am 8. d. M. zusammentretenüen preußischen Landtag vor- geleqt werden. Der Entwurf beschränkt sich auf die Ostmark, enthält aber die Bestinunungen, die den besonderen Verhältnissen der Ostmark Rechnung tragen.
Deutschland und die Weltausstellung in San Francisco.
H Berlin, 5. Januar. (Eig. Drahtber. d. „Wiesb. Tagbl.".) Das deutsch-amerikanische Komitee wird, wie verlautet, nachdem die deutsche Regierung eine offiziell' Beteiligung an der Weltausstellung in San Francisco abgelehnt hat, nunmehr aus eigenen Mitteln auf dem Ausstellungsgelände ein „Deutsches Haus" in möglichst eindrucksvoller Weise zur Schau bringen.
O Koburg, 5. Januar. (Eig. Drahtber. d. „Wiesb. Tagbl.".) In Sonneberg beabsichtigen die Spielwar e n e x p o r t c u r e auf der Weltausstellung in San Francisco eine Kollektiv-Ausstellung zu ver- anstaltcn.
Das Inkrafttreten des Wassergesetzes.
, 'i-t Berlin, 5. Januar. Noch in diesem Monat wird eine Kabinettsorder veröffentlicht werden, in der der Zeitpunkt für das Inkrafttreten des Wassergesetzes festgesetzt ist. Dem ursprünglichen Plane entsprechend dürste der 1. April d. I. als Termin bestimmt werden. Das Landeswasseramt wird seinen Sitz in Berlin und voraussichtlich in einem in der Klosterstraße belege neu Dienstgebäude erhalten.
Eine Konferenz der preußischen Handwerkskammern.
-ftz Berlin, 6. Januar. (Eig. Drahtber. d. „Wiesb. Tagbl.".) Eine Konferenz der preußischen Handwerkskammern soll in diesem Monat in Berlin mit Rücksicht auf mehrere Gesetzentwürfe, die demnächst dem Landtag zugehen, stattfinden. Die Mitglieder des preußischen Handwerkskammerausschusses hatten in einer Besprechung zu der beabsichtigten Änderung des Kommunalabgabengesetzes und des Wohnungsgesetzentwurfes, die die Interessen des Handwerks stark berühren, bereits Stellung genommen. Jnr Anschluß an die Kon
ferenz soll eine Aussprache der Gefängnisbeiräte des Handwerkskarnmerausschusses erfolgen. '
Eröffnung der mitteleuropäischen Wirtschaftskonferenz.
. w ^- Budapest, 5. Januar. Die mitteleuropäische Wirtschaftskonferenz wurde heute durch den Präsidenten Wekerle eröffnet. Unter den Anwesenden befanden sich Handelsminister Hamkny, Finanzmimster Teleßky und Ackerbauminister Chyllany. Wekerle dankte dem Erzherzog Joseph für die Übernahme des Protektorats und beantragte u. a., an Kaiser Franz Joseph, .Kaiser Wilh ein: und den König der Belgier Huldigungstelegramme abKusenden. Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstern, der Präsident des deutschen Vereins würdigte in längerer Rede die Bedeutung der Konferenz; er wies insbesondere darauf hin, daß Deutschland und Österreich-Ungarn, die durch das Bündnis eng verbunden seien, auch wirtschaftlich aufeinander angewiesen seien.
Der österreichische Botschafterwechsel in Petersburg, wb. Zarskoje-Seko, 5. Januar. Der österreichisch-ungarische Botschafter Graf T h u r n - B a l s a s i n a hat dem Kaiser sein Abberusungsschreibcn überreicht.
Untergang eines norwegischen Dampfers. 8 Mann ertrunken.
Stettin, 6. Januar. Der norwegische Dampfer „Espana", der von Stettin nach Bergen mit einer Ladung Roggen unterwegs war, ist gestern abend gesunken. Bon der 14 Mann starken Besatzung sind 8 Mann ertrunken. Die übrigen, darunter der erste Kapitän und der Steuermann, wurden gerettet.
Die Reformen in Anatolien.
wb- Konstantinopel, 5. Januar. Der russische Botschafter und der Großwesir setzten gestern die Besprechung über die Reformen in Anatolien fort. Auch heute werden noch einige Punkte erörtert.
Bulgarische Komitadschis an der griechisch-bulgarischen Grenze.
wb. Athen, 5. Januar. Die Regierung erhielt die Nachricht, daß zahlreiche bulgarische Komitadschis an der griechischbulgarischen Grenze angelangt sind. Sie beschloß, unverzüglich in Mazedonien das neue Gesetz gegen die Räuberei anzuwenden.
Zum Unglück in der Pariser Untergrundbahn, wb. Paris, 5. Januar. Von den bei dem Einsturz in der Untergrundbahn verschütteten Personen wurden zwei weitere Leichen geborgen. Unter den Trümmermassen liegen noch zwei Verunglückte.
Panik in einem Pariser Varietetheater.
wb. Paris, 6. Januar. In einem kleinen Varietetheater Wurde der Darsteller der Hauptrolle, als er gerade von der Bühne abtreten Wollte, von einem Brett so unglücklich an der Schläfe getroffen, Latz er tot zusammenbrach. Des Publikums bemächtigte sich eine Panik, da man glaubte, die Decke des Theaters stürze ein. Eine Reihe Zuschauer erlitt in dem Gedränge schwere Verletzungen.
Drei Kanalisationsarbeiter verschüttet, wb- Sagau, 5. Januar. Bei den KanalisatioNsarbeiten ist heute mittag eine hohe Schachtwand eingestürzt und hat drei Arbeiter begraben; nur einer konnte gerettet werden.
$ Hamburg, 5. Januar. (Eigener Bericht des „Wiesbadener Tagblatts".i Otto Sch re her, ein bekannter niederdeutscher Dichter, ist heute in Hamburg im 82. Leb:ns- jahre gestorben. Der Verstorbene war aus Frankfurt a. M. gebürtig.
wb. Berlin, 5. Januar. Trotz des schauderhaften Wetters batte sich gestern vor dem Äaiiser-FriedLÜch-Museum eine so gewaltige Menschenmenge eingefunden, um das neue van der Goes-Bild zu sehen, daß die Polizei einen Absperrungsdienst einrichten mußte. Die Schaulustigen wurden nur truppweise in das Museum gelassen.
•* Bielefeld, 5. Januar. Der Kaufmann Joseph Schauerte, der in Wiedenbrück seine Mutter und sein« 7jährige Schwester ermordete und seinen Bruder schwer verletzte, ist noch immer nicht verhaftet. Man steht auf dem Standpunkt, daß der in Haft befindliche Vater zwar an dem Mord nicht beteiligt sei, daß er aber durch sein untätiges Verhalten in der Mordnacht die Ausführung des Verbrechens begünstigt hat. Die Haftentlassung des alten Schauerts dürfte nicht eher erfolgen, als bis man seinen Sohn verhaftet und durch dessen Vernehmung Klarheit geschaffen hat.
GeheimmsvMe Kräfte!
Durch lange, schwere Krankheit Mar ich bis zum Skelett abgemagert und hochgradig nervös. Nachdem ich auf Anraten
meines Arztes eine Zeitlang ständig Bioson getrunken hatte, war mein Körpergewicht von 86 auf 110 Pfund gestiegen. Ich habe wieder Kraft. L-chaffensfreude und besseres Aussehen, so daß Bioson aus mir wieder einen vollwertigen Menschen gemacht hat. Frau Hedwig Wacker Hagen, Altenweddingen, Rgb. Magdeburg. Reueweg 220. Unterschrift beglaubigt: August 13. Amt Altenweddingen. Bioson, das Paket, mehrere Wochen ausreichend, Mt. 3.— in Llpotheken, Drogerien. Fl
Handelsteil.
Tom Hypothekenmarkt.
Über den Hypotbekenmarkt schreibt uns das Hypotheken- geschäft von Hermann Friedrich-Köln: Alle maßgebenden
Persönlichkeiten und Korporationen des Wirtschaftslebens, die sich über das Wirtschaftsjahr 1913 auszusprechea hatten, können ihre Besorgnis nicht verhehlen, daü man in bezug auf die Entwicklung des Geldmarktes sich in vielen, ganz besonders aber in Börsenkreisen etwas zu weit gehenden Hoffnungen hingibt. Geldteuerumg und Stockung auf dem Kapitalmarkt war die Losung während des ganzen Jalhres 1913, und wenn auch in den letzten Monaten in dieser Beziehung einige Erleichterung eingetreten ist und diese sogar mit einer weiteren Herabsetzung des offiziellen Zinsfußes bis auf 414 Proz. noch in der ersten Hälfte des Januar ihre Fortsetzung erfahren soll, so hat das Hypothekengeschäft hiervon bis jetzt nicht nur allein fast gar nichts verspürt, sondern inan hat Beweise dafür, 'daß am Hypothekenmarkt in manchen Fällen nur noßh weitere Verteuerungen eingetreten sind. Selbst erste Hypotheken waren immer schwerer aufzutreiben., zweite überhaupt nicht, oder nur zu exorbitanten Zinsen; 5 Proz. Grundzinsen, 2 bis 3 Proz. Provision, ö Proz. Damno (gleich Abzug) und diverse andere Sporteln. Das war so das Normale bei zweiten Hypotheken. Und diese Verhältnisse bestehen im großen und ganzen auch heute noch und dürften sich auch in absehbarer Zeit des neuen Jt'hres nach der Gesamtlage des internationalen Geldmarktes noch nicht ändern.
Wenn schon das Jahr 1912 für den Hypotheken- und Baumarkt einen ungünstigen Verlauf nahm, so zeigten sich in dem nur. zu Ende gegangenen die Merkmale schlimmster Depression. Eine Kondifcionserieichterung ist nirgends eingetreten und auch so lange nicht zu erwarten, als Rentenpapiere zu so niedrigen Kursen wie die Bayern und die Barmer Stadt- anleihe noch nidht einmal vollständig Unterkunft fanden. Die ausleihenden Institute sind von ihren schweren Bedingungen noch nicht im geringsten abgegangen. __ Es notierten pupillarisch ersfetellige Eintragungen 4% bis 4% Proz., Institutsgelder iVa bis 4% Proz. zuzüglich Provision und Steanpelvengütung, BaugeMer bleiben 1 Proz. über Reichsbankdiskont. In Hamburg sind gegenwärtig für Diskontgeld reichliche Mittel vorhanden, der Zinssatz schwankt zwischen 6 und 7 Proz. für das Jahr. Den Pfandbriefen bleibt trotzdem das Kapita- listenpublikum fern. Schatzscheinanleihen, die jeden Kursverlust ausschließen, sind gegenwärtig besonders gesuchte Papiere. Es ist in der letzten Zeit nicht selten vorgekommen, daß Pfandbriefe abgestoßen und Reichsanleihe dafür eingetauscht wurden, und auf jeden Fall ist die neue Anleihe des Reichs wieder ein großer Konkurrent der Pfandbriefe. Auch bestanden die in der jüngsten Zeit dem Baumarkt zur Verfügung gestellten Gelder der wenigen wieder aktiven Hypothekenbanken nur zu kleinerem Teil in verkauften. Pfandbriefen; hauptsächlich waren es zurückgeflossener Pfandbrief- zinisenvorschuß und Rimessenanlagen infolge des Diskont- rückgangs. Des ferneren machen die Versicherungsgesellschaften noch immer nur geringe Angebote. Während der Passivität der Pfandbriefe wurde an sie zunächst herangetreten und es ist in dieser Richtung noch auf lange Zeit hinaus über ihre Mittel Verfügung getroffen. Von Sparkassen liegen, auch nur spärliche Angebote vor; sie werden wohl zunächst sich an den neuen Staatsanleihen beteiligen müssen. Aus allen diesen Gründen schon sind die Aussichten auf eine Verbilligung des Geldstandes kür die Dauer noch mehr als schwach, zumal an eine gründliche Geldverbilligung schon deshalb nicht zu denken ist, weil französisches und englisches Kapital immer wieder zurückgezogen wird und schließlich auch die Volksvermehrung jährlich Hunderttausende neue Konkurrenten und Konsumenten schafft, welcher Umstand als wichtiger Faldor unseres Wirtschaftslebens auch nicht außer acht gelassen werden darf.
Nach all diesem treten wir mit nicht allzugroßen Hoffnungen in das neue Jahr ein. Eine Verbilligung am Lau
markt wird erst dann Platz greifen, wenn die Bedürfnisse von Staaten und Kommunen einigermaßen nachiassen. Hierfür sind aber die Aussichten, ganz ungewöhnlich schwach. Um die Bautätigkeit zu fördern, müßte man auch Gewißheit haben, daß von. der Einführung des zweiten Teils des Baugesetzes abgesehen wird und die vorläufig allerdings zurückgestellte Staatsiaxeneinfüihrung nicht wieder auf dem Plan, erscheint Daß mit der Einführung dieser beiden letzteren Maßnahmen dem Baugesehäfi der Todesstoß versetzt würde, obwohl für beide Angelegenheiten andere Maßnahmen besser zum Ziele führen würden, wurde des öfteren schon an dieser Stelle ausgeführt. Zur Beratung der diesbezüglichen Angelegenheit ist im Reichsamt des Innern eine Kommission zu- sammengetreten, der u. a. von Hypothekenbanken der Kammergerichtsrat Thinüus und Freiherr v. Pechmami angehören, leider aber keine Leute aus der Praxis.
Berliner Naehbörse.
(gegen etwa 4 M. Kupferpreisverteuerung). Der große Wettbewerb bei Messingdrähten wirkt sehr ungünstig auf die Preise ein.
* Qis Vereinigten Kapselfabriken Nackeaheün-Beyeibach Nacht, A.-G., Frankfurt su M., weiche im vergangenen Jahre die Kapselfabrik Beyerbach Nach!, zu Hattenheim übernahmen. verteilen aus einem Reingewinn von 48 826 M. (44 889 M.) wieder 10 Proz. Dividende bei 370000 M Aktienkapital.
Marktberichte.
0. Frachtmarkt zu Frankfurt a. BL vom 5. Januar. Weizen,
hiesiger und kurihessischer, 19 bis 19.25 M., Roggen 15.85 bis 16.15 M„ Gerste, Frank., Pfälzer, Ried, 17.75 bis 18 M., Gerste, Wetterauer, 17 bis 17.50 M., Hafer 15.50 bis 17 M., Mais 14.75 b&s 15 M.
0. Kartoffelmarkt zu Frankfurt a. Rl. vom 5. Januar. Kartoffeln, en gras 3.50 bis 4 M., en detail 4.50 bis ö M.
$ Berlin, 5. Januar. (Per Ultimo.)
Kreditaktien . . Hand.-Gesell. . Commerabank . Darmstädt. Bank Deutsche Bank. Disk.-Kommand, Dresdner Bank . Nationalbank. . Schaaffhausen . Pet.Int. Hdlsbk. Lüb.-Büchener . Schau tungbahn. Lombarden. . . Anatolier, . . . Baltimore. . . .
203V-
Kanada .
2145/8
Rhein. Stahhv. .
156-/8
Orientbahn. . .
2001/4
Rombacher. . .
107V*
Meridional . . .
10 s-
PakeMahri . . .
1161/4
Pennsylvania. .
Hambg.-Südant.
2501/2
Henri.
157—
Hans.-Dmpfsch.
1871/s
4o/oRussen(1902)
Lloyd..
1523/8
Türkenlose . . .
1701/4
Dynamit-Trust..
117—
Aumetz-Friede .
1581/4
Naphtha-Nobel.
Bochumer . . .
2113/4
AUg.Elektrizität
2031/8
Luxembuige r .
1331/a
D-.UeberseeEl.
Gelsenkirchen .
I 861/1
Siemens. ....
129—
Harpener. . . .
1741/2
Schuekert .. .
221/2
Hohenlohewrk.
1343/4
Ges. f. elektr. .
Laurahütte . . •
1531/e
Untern.
923/4
2353/8
South-Westafr..
X5SVs
151V*
132V2
1S7—
2693/4
1155/a
1741/2
3881/2
239—
168V2
221-/8
152%
1653/4
1141/4
Frankfurter Nachbörse.
— Frankfurt a. M., 5. Januar. Kurse von 1% Ms
2% Uhr. Kreditaktien 20ö 3 /a, Diseonto-Coiranandit 187 3 /s, Dresdner Bank —.—, Petersb. Int. Handelsbank 203 Staatsbahn 164%, Lombarden 22 3 /tt, Baltimore und Ohio —.—, Nerdd. Lloyd 116.—, Paketfahrt ■——- Phönix 236.—, Edison 238.—- Schlickert 153Us.
Verkehrswesen.
* Der Norddeutsche Lloyd ermäßigt die Zwissheudecks- raten. Nachdem die Hamburg-Amerika-Linie ebenso wie seinerzeit westwärts nun auch ostwärts die Raten auf 120 M. für Schnelldampfer und Postdampfer ab New York, auf 110 M. von den anderen nordamerikanisöhen Häfen ermäßigt hat, hat der Norddeutsche Lloyd folgende Preise festgesetzt: Für
Schnelldampfer ab New York 128 M-, für Postdampfer ab New York 120 M., ab Galveston und New-Orleans 122 M, von den anderen nordameräkaniischen Häfen' 110 M.
Industrie und Handel.
B. Gründungen und Kapitalserhohunyen im Jahre 1813.
Die für das abgelaufene Jahr charakteristische Geldknappheit spiegelt sich besonders scharf in dem Rückgang wieder, den die Kapitalserhöhungen von Aktiengesellschaften gegen das Vorjahr aufweisen. Während 1 nadh einer Statistik der Finanzzeitschrift „Die Bank" im Jahre 1912 427 Aktiengesellschaften ihr Kapital um 759 078000 M. erhöhten, belief sieh der Kapitalsanspruch von 369 Aktiengesellschaften im Jahre 1913 auf nur 446 561 000 M. Der Hauptanteil des Rückganges entfällt auf folgende Industrien; Bergbau, Hütten und Salinen, Elektrizitäts- und Gasgesellschaften, Metalle und Maschinen und schließlich auf die Banken und Versicherungsgescll- gchaften, die im Jahre 1913 rund 85 Midi. M. weniger beanspruchten als im Vorjahr. Das Gründungskapital von 184 neuen Aktiengesellschaften im Jahre 1913 betrug 228 041 000 Mark (gegen 183 Aktiengesellschaften mit 252 189 000 M. i. V.), das von 4447 (i. V. 4098) neugegründeten Gesellschaften m. b. H. 378 6/2 000 M. (i. V. 354 186 000 M.). Bemerkenswert ist, daß die Gründung von Baugewerbe- und Terrain-G m. b. IL trotz der schwierigen Lage des Baumarktes sowohl in Anzahl wie Kapital über das Vorjahr hinausgeht.
" Preissteigerung für MessSngdrähte. Die neuerliche Rohkupfer-Vereinigung hat auch für Messingdrähte eine Preiserhöhung gebracht. Allerdings ist diese in nicht so hohem Rahmen gehalten und beträgt nur 1 bis 2 M. die 100 kg
Amtliche Notierungen
vom Wiesbadener und Frankfurter Schlachtviehmarkt
vom 5. Januar.
(Eigene Berichte des Wiesbadener Tagblattsu
Ochsen.
VoHfleischige, ausgemästete, höchst. Sohlachtwerts, die noch nicht gezogen haben (ungejochte).
VoHfl., ausgemäst., im Alter v. 4—7 J. Junge, fleischige, nicht ausgemästete
und ältere ausgemästete.
Maß. genährte jg. u. gut genährte alt.
Bullen.
Vollfl., ausg_6wachs.,hehst.Schlaohtw.
Vollfleischig 0 j jüngere.
Mäß.genährte jiing.u. gut genährte ältl
Färsen und Kühe.
Vollfl.,ausgem.Färs.hchst.Schlaohtw. Vollfl., ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren .. Aeitere ausgemäst. Kühe u. wenig gut „. entwickelte jting. Kühe u. Färsen Mäßig genährte Kühe und Färsen . . Gering genährte Kühe und Färsen .
Kälber.
Doppellender, feinste Mast.
Feinste Mastkälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber Geringere Mast- u. gute Saugkälber Geringere Saugkälber.
Schafe,
Mastlämmer u. jüngere Masthämmel Geringere Masthämmel und Schafe Aeltere Masthämmel, gering. Mast- Jammer u. gut genährte jg. Schafe Mäßig genährte Häminel und Schafe
(Merzschafe).
Mastlämmer.'
Schweine.
Vollfleisch, bis zu 100 kg Lebendgew Vollfleisch. Uber 100 kg Lebendgew"
Wiesbadener
Preise.
Frankfurter
Preise.
t ebend- gewicht.
IcbUcht^
eawieht
prexrieht.
fkhlad».
Cewicfet.
Per50kg 50-55 49-54
Fei 50kg 89- 88 87-96
PerÖOkg
50-05
PeiÖOkg.
91—86
45-49
81-87
48-50
42-47
87-91
79-85
45-48
42-45
78-82
70-7#
48-51
44—47
41-42
80—85 76—86 74-78
50-54
89-96
47-60
84-89
42-46
76-80
45-48
84-86
36-41 31—35
«6-76
62—68
40-45
39-39
26-31
79-84
64-78
56-70
68-71 62-66 56—60 40-54
113-118
203-110
94-100
83-92
62-68
63-62
62-55
107-115 .
98-105 88-93
! 43-44 34-36
90-92
76-85
42-44
90-93
-
-
—
58- 50'/-
59- öS 1 /*
60- 001/2 58-59
61—62V*i
75-76
74—79
7.5-7«
73-74
64-66
57-68 56V3-5S 56—äSVü 56-581/2
72—76
72-75
72—74
72-74
uoiiöBu cq in a. uxi ° , "O j? arsßn yo, JvaiDGr 2/-S» öcnaie VO,
868. M L 1 L t V 6 r i L u k: Bei allgemeinem regerem Ge-
Bchafo fast geiaumt. Von den Schweinen wurden verkauft zum Preise von. /6 Mk. 187 Stück, 75 Mk. 75 Stück, 74 Mk. 37 Stück. • o AlK. J otUölv.
„ Am Frankfurter Schlachtvielimarkt betrug der Auftrieb: Ochsen 89g, Bullen 70. Färsen und Kühe 785. Kälber 318, Schafe 188, Schwein» 2424. -- 11 1 . la u(: ln Rindein und Schweinen iebhafl,
Leberstand ge*mg. im übrigen gut, kein Ueberstand,
Die Morgen-Ausgabe umfafjt 20 Seiten und die Berlagsbeilage „Der Roma»".
Chrsredalteur: A. Hegeryorfl.
Dcrantwortli« für de» rülitische- Teil: Ä. Hcgerhvrst; für Feuilleton^ B.«. Nauendorf; für Aus Stadt und Landl C.Rötherdt: für Terichtsiaal' K. Diefenbach; für Svort und Spieli F. Güntlier; für Bermifchtes und Briefkasten: C. Losacker: für Handel und Letzte Drabtb-richte: W. Etz; für di- Anzeige» und Reklainem H. Dorn auf: sämtlich j» Wiesbaden.
Truck und Lerlag der L. Sch°l!°»berg!ch-n Hof-Buchdruck-r-i in Wiesbaden..
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