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Dienstag, 6. Ianuar 1914.

Morgen - Ausgabe.

Nr. 7. » 62. Jahrgang.

m 6 n h a n g mit öem W a ch s e n der A r m e e n w i ch- ti-ger westeuropäischer Staaten" erfolge. Da hier natürlicherweise nicht die französische Heeres­verstärkung in Frage kommt, kann jener Hinweis nur auf Deutschland und Österreich-Ungarn bezogen werden, und die militärischen Vorkehrungen des Zarenreiches gewinnen noch eine besondere Bedeu­tung durch die am 2. Januar erfolgte, von uns er­wähnte Kundgebung des russischen Dt i n i st e r r a t s, wonach der Pres s e ab 14. Januar d. I. die Veröffent­lichung von Mitteilungen über militärische Vorgänge, Vorbereitungen und Rüstungen tm Zarenreiche mit Hilfe eines neuaufgestellten Verzeichnisses, was als militärisches Geheimnis zu gelten habe, rundweg ver­boten wird.

Freilich wäre an sich gegen ein solches Vorgehen, das in ähnlicher Weise auch in D e u t s ch l a n d durch den neuen Spiouagegesetzentwurf geplant wird, nichts einzuwenden, aber die Maßnahme verdient iin Zusam­menhang mit der Hinausschiebung der Reservisten­entlassungen jedenfalls Beachtung, und es mutz die Frage aufgeworfen werden, gegen wen das Zarenreich seine militärischen Vorkehrungen trifft. Sollen sie der Türkei gelten, bei der Rußland neue Vorteile in Armenien herailszuschlagen versucht? Aber dem nieder- geworfenen Türkenreich gegenüber wären doch so um­fassende Maßnahmen kaum erforderlich, ganz abgesehen davon, daß schon Frankreich, der größte Gläubiger der Türkei, und das Britenreich, welches eifer­süchtig über die Dardanellen wacht, eine weitere S ch w ä ch u n g der Pforte nicht wollen. Oder be­ziehen sich diese Vorkehrungen auf die eingeleitete Aufsaugung der Mongole i? Aber bei den Chinesen kann doch Rußland gar nicht auf einen ernstlichen Widerstand rechnen. Bleibt somit die Annahme, daß die Staatsmänner am Newski-ProfpeL aus unbekann­ten Gründen gegen Deutschland und Österreich-Ungarn rüsten, wobei man lebhaft an die Worbe erinnert wird, die Fürst Bismarck im -Jahre 1883 in Gastoin zum Fürsten Hohenlohe sprach:Die Russen machen immer die schönsten Worte, aber sie rüsten fort und stehen krimsbereit an der Grenze. SEBaä helfen mir schöne Redensarten, wenn mir dabei die gespannte Pistole auf dic B rnst gesetzt wird." Es würde sehr zur Beruhigung und zur Auf­hellung der noch immer gespannten politischen Lage bei­tragen, wenn man. und zwar nicht nur durchschöne Redensarten", darüber aufgeklärt würde, weshalb das Zarenreich so urplötzlich und mitten im tief­sten Frieden - die Pistole spannt? ,

Bus öem Vatikan.

Rückblicke und Ausblicke.

(Von unserem römischen 5t orresvoudenicu.)

8. Rom, 8. Januar.

Wenn die Welt des Vatikans jetzt am Anfang des neuen Jahres eme Bilanz des Jahves 1913 zieht, so wird sie auf ern enormes Defizit stoßen. Die Zahl seiner hervorragendsten Repräsentanten hat sich vermindert. R a m P 0 i 1 n ist nicht mehr, V i v e s

y T u t o, des Hl. Vaters allmächtiger Beichtvater, ist in der Nacht des Wahnsinns dahingeschwunden, O r e g l i a, der gestrenge und doch so machtgebietende Cato der Kurie, hat sich von denen für immer entfernt, die er für die heutige Misere der römischen Kirche ver­antwortlich zu machen pflegte. Doch diese Verluste ließen sich verschmerzen, wenn E r s a tz vorrückeu könnte, auf den die katholische Welt ihre Hoffnungen aufbauen dürfte. Aber da sieht es s ch I i m m aus, sehr schlimm.

Ddan hat Ranipolla in Rom öen letzten Träger des alten Glanzes des Papsttums genannt. Man klagt hier Stein und Bein, daß die Zahl derer, die aus fürstlichem Hause stammen und sich dem Dienste der Kirche wid­men, reißend abnimmt. Man jammert, daß die A r i st o k r a t i e von heut e in Italien ganz a n- deren Ideale n, ja sogar demokratischen und sozia­listischen, uachjage. Die Beispiele der Borghese, der Eolonnas, der Sermonetas, di Teanos und 'Davernas, Geschlechter, die vordem dem Papsttum zahlreiche Oberhäupter und Häupter gegeben, die sich jetzt aber denFeinden" der Kirche zugewlandt hätten, werden als schlimme Zeichen der Zeit gedeutet. Die KaMnalskarriere hat eben ihre Reize verloren. Dem Hofe Pius X. fehlt es an Lockungen und Verlockun­gen. Er ist ja selber kein Freund der Aristokratie von heute und zieht, wo es irgend geht, Freunde und Bekannte aus dem Bauern- und Bürgerstand zu den einst so hochbegehrten Ämtern der Hierarchie heran.

Das heilige K a r d i n a l s k o l l e g zählt heute nur 55 Mitglieder, davon 30 Italiener und 25 Nicht­italiener. Die Zahl der letzteren ist unverhältnismäßig groß und wird noch größer durch den Umstand, daß viele italienische Kavdinäle wegen schwerer Gebrechen gar nicht in die Lage kämen, .für den Fall einer Papst- Wahl die Reise nach Rom anzutreten. Dabei erwartet man in dem mißvergnügten Teile des höheren italie­nischen Klerus, daß der Heilige Vater recht bald in einem Konsistorium die vorhandenen Lücken wieder ausfüllen und,wie sich's gebührt", dem Italie­ner t u m in der oberen Hierarchie zu der früheren ausschlaggebenden Position verhelfen würde. Der Papst könnte 16 neue Kardinale erwählen; denn das Hl. Kollegium zählt ordnungsgemäß 70 Mitglieder. Aber der Hl. Vater scheint seinen Italienern nicht den Gefallen tun zu wollen. Er läßt sie warten. Am Ende stirbt er. . . . Und dann hätten die Italiener im Kon­klave keinen erheblichen oder auch gar keinen Vorsprung vor den Ausländern. Für die Papftwahl ist bÄannt- lich Zweidrittelmehrheit nötig. Die im Sinne der Italiener Gefahr würde damit in greifbare Nähe rücken, daß der künftige Papst nicht italienischer Her­kunft wäre. Man spricht von der Möglichkeit der Wahl des holländischen Kardinals van R o s s u m Mm Papste, der der Kuvic angehört. Eine solche Wahl aber wäre eine noch schlimmere Heraus­forderung -des italienischen Teiles der Kardinale als vor zehn Jahren die Ernennung des Spaniers Merry del Vals zum Staatssekretär. Wer den rebelli­schen (Seift des italienischen Klerus kennt, und zwar des niederen wie des höheren, wird kaum glauben wollen, daß die auswärtigen Kavdinäle es bei der Papstwahl zu einem verhängnisvollen Konflikt von unabsehbarer

Gegen wen rüstet Rußland?

Bei dev ersten Losung des Etats tm Reichstag Maubte Herr v. Bethmann-Hollwegeine erfreuliche Übereinstimmung unter den Großmächten" in bezug M die künftige Entwicklung der Türkei feststellen zu w.nuen mit dem weiteren Hinweis aufunser ver­trauensvolles Zusammenarbeiten mit England . . . ., Etzt auf unsere freundschaftlichen Beziehungen zu Nußland", wobei uns unsere Arbeit ,/durch die erfreu­licherweise durchaus korrekten Beziehungen Ml Frank­wich durchaus erleichtert worden ist". Diese optimisti- lshe Auffassung erfuhr mit verblüffender Promptheit Nne unerfreuliche Berichtigung durch das von Rußland angeregte Vorgehen des Dreiverbandes gegen die deutsche, Militä r nt i f f t o n in der Türkei. Wenn "un dieser trotz aller Vertuschungsversuche unfreund- üche Akt auch mit einer Schlappe der Tripel-Entente geendet zu haben scheint, obwohl jetzt französische Mel- dungen wieder von einem Nachgeben der Türkei in dezug auf eine Einschränkung der Befugnisse der Mili- lariufsswit berichten, und wenn auch Frankreich und Großbritannien sich offenbar nur widerwillig dem Vor­stoß 5,es Zarenreiches anschlossen Frankreich, weil ja leiire Militärmission in Griechenland weit ausgedehn­te Befugnisse hat, und das Britenreich infolge des Gegensatzes zu Rußland in der Dardanellenfrage so lwt sich doch auch bei dieser Gelegenheit gezeigt, daß die Spannung zwischen Dreibund und Dreiverband trotz der Meinungsverschiedenheiten innerhalb des letzteren noch immer fortbesteht.

Angesichts dieser Spannung und der unleugbar im* freundlichen Haltung, welche das Zarenreich in der Frage der Militärmission nicht nur der Türkei, sondern auch Deutschland gegenüber gezeigt hat, verdienen bie aus Rußland kommenden Meldungen über neue mili­tärische Maßnahmen und Rüstungen besondere Beach­tung. Zunächst wurde mitgeteilt. daß die schon im vorigen Jahre ungeordnete H i n a u s s ch i e b u n g der Entlassung der 3k e s e r v e zu einer b c - st ä n d j g e n Maßnahme gemacht werden soll. Die Entlassung der Reservisten erfolgte in Rußland früher fünf bis sechs Wochen vor Neujahr, aber mit diesem alten Brauch wurde im Jahre 1912 gebrochen, als in­folge der Balkanspannung in der Donaumonarchie wie un Zarenreiche umfassende Mobilisierungen stattfanden. Durch einen Mitte Dezember 1912 erschienenen Was des Zaren wurde die Entlassung der Reservisten ver­hindert, und erst nach der tm Aufträge des Kaisers Franz Joseph (Anfang Februar 1913) erfolgten Reise des Prinzen Hohenlohe nach Petersburg wurde am 11- März gleichzeitig die österreichische und die russische Demobilisierungsorder veröffentlicht, worauf dann die Entlassung der Reservisten ungeordnet wurde. _ Der russische Kriegsminister hat jetzt in seinem aufsehen- erregenlden Erlaß festgestellt, daß die Maßnahme sich glänzend bewährt habe; er beabsichtigt, sie auf gesetz­lich e m Wege zu einer baue r n d e n zu machen, und bat sie vorläufig für dieses Jahr mit Hilfe eines kaiserlichen Was ins Werk gesetzt.

Noch mehr als diese Maßnahine selbst aber milß die Begründung Aufsehen erregen, daß sieim Zusam-

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Hrmmelserscheinungen

im Januar 1914.

Am 8. Januar, abends um 10 Uhr, befindet sich die Erde «n dem Punkte ihrer elliptischen Jahresbahn, an dem sie der Sonne am nächsten steht, im Perihel. Ihr Abstand von der Sonne beträgt dann nur 146.98 Millionen Kilometer und ihr scheinbarer Durchmesser 32' 31."94. Von diesem Zeit­punkte an entfernt sich die Erde nach und nach wieder von der Sonne, um endlich in der Nacht vom 2. zum 3. Juli 1914 die größte Entfernung von ihr, 152.02 Millionen Kilometer, das Aphel, zu erreichen, wobei der scheinbare Durchmesser der Sonne bis auf 31' 27."70 zurückgeht. Der Unterschied beider Entfernungen beträgt 5.037 Millionen Kilometer oder rund V : 3ft der mittleren Entfernung von. 149.48 Millionen Kilo­meter. Die Exzentrizität der Erdbahn ist gleich 0.0167493; dieser Wert bleibt aber nicht konstant, sondern nimmt inner­halb vieler Jahrtausende um einen geringen Betrag zu und °b. in der gegenwärtigen Zeit und in den nächsten Jahr­tausenden nimmt er ab. Die den Perihel- und Aphelpunkt verbindende Gerade, die große Achse der Erdbahn, besitzt zu­dem keine feste Lage, auch sie ist veränderlich und vollführt sm Laufe von 10 500 Jahren einen ganzen Umlauf um die Sonne. Beide Faktoren haben auf die klimatischen Verhält, usise Einfluß und können sich zeitweilig verstärken, zeitweilig

Die.© onne steigt, nachdem sie am 22. Dezember ihren tiefsten Stand erreicht hatte, im Januar schon um einen an­sehnlichem .Betrag empor. Ihre Deklination Beträgt am 1. noch23" 3' 38."4, am 31. aber nur noch 17° 32' 46."4, ihre südliche Abweichung vom Äquator vermindert sich mithin am 514. Grade. Im aleicken Sinne nimmt ihre Mittag

h ö h e zu und vergrößern sich ihre Tagbogen. Die Mittags­höhe beträgt nämlich für den Parallel von 54° (Norddeutsch­land) 13° am 1. und 18.-5 am 31. Januar, für den Parallel von 51° (Mitteldeutschland) 16» am 1. und 21.-5 am 31., sowie für den Parallel von 48° (Suddeutschland und Österreich, etwa die Breite von Wien) 19° Qm t und 24.°5 vom 31. Januar. Die TagesIange vergrößert sich, zunächst am deutlichsten merkbar an den Nachmittagen, im nördlichen Gebiete von iy% auf 8% S-unoen, mittleren Gebiete von 73,4 auf 9 Stunden und im südlichen Gebiete von sy 3 auf 9f4. Stunden.

Der Mond verändert m Januar zu folgenden Zeiten seine Gestalt: Enstes Viertel am 4., um 2 Uhr 9 Min.^ nach­mittags, Vollmond am 1 ^'' nm 6 Uhr 9 Min. vormittags, Letztes Viertel am 19., um 1 Uhr 30 Min. vormittags, und Neumond am 26., um 7 Ühr 34 Min. vormittags. Der Mond befindet sich in seiner Erdferne am 3. Januar, um 9 Uhr nachmittags, in seiner Erdnahe am 15. Januar, um 7 Ühr nachmittags, und abermals in seiner Erdnähe am 31. Januar, um 6 Uhr nachmittags.

Unter den großen Planeten bieten noch weiter der Mars und Saturn vorzügliche Gelegenheit zur Beobachtung, während die Sichtbarkeit der übrigen Planeten weniger günstig liegt. Merkur, der am 8. Januar, um 6 Uhr nach­mittags, in seiner Sonnenferne und am 26. Januar, um 9 Uhr vormittags, in oberer Sonnenkonjunktion steht, kann im Bilde des Schützen nur noch in den ersten Monaisiagen am Morgenhimmel für kurze Zeit gesehen werden. Seine Kon­junktionen am 14. mit Venus, die er südlich passiert, und am 22. mit Jupiter, den er ebenfalls südlich passiert, bleiben dem freien Auge verborgen. Von der Erde entfernt sich Merkur bis zum 18. Januar, dabei wächst sein Abstand von 1.35 bis auf 1.43 Erdbahnhalbmesser oder Einheiten ü 149.48 Millionen,

um sodann bis zum Monatsschlusse wieder auf 1.37 Einheiten abzunehmen. Der scheinbare Durckmesser des Planeten ver­kleinert sich in gleicher Zeit von 5."0 ans 4."9. Venus zeigt sich nur noch in den ersten Tagen des Monats kurze Zeit vor Anbruch der Hellen Morgendämmerung und verschwindet dann in deren Strahlen, um evst Ende März als Abendstern wieder aufzutauchen. Ihr Abstand von der Erde vergrößert sich von 1.68 bis aus 1.71 Einheiten, woraus eine Verringe­rung ihres Scheibendurchmessers von 10."0 bis auf 9."8 folgt. Jhr^ bereits erwähnte Konjunktion am 14. mit Mer- kur und ihre Konjunktion am 25. mit Jupiter, dem sic sich südlich bis auf 33' nähert, bleiben unsichtbar. Mars, der "m 1. Januar in Erdnähe und om 5. Januar, um 7 Uhr abends, in Opposition gelangt, strahlt in prächtigem roien Glanze im Bilde derZwillinge" während der ganzen Rächt am Himmel. Sein Aufgang erfolgt zuerst bei Sonnenunier- llang. zuletzt schon 3 y 2 Stunden vor diesem, seine Kulmina­tion anfangs um 12y 2 Uhr nachts, zuletzt gegen 10 Uhr abends. Bei der Erdnähe beläuft sich der Abstand des Mars auf 0.62 Einheiten oder 93 Millionen Kilometer, am^Schluffe des Monats bereits wieder auf 0.72 Einheiten; ferne Erd­ferne erreicht er wieder am 15. November, obwohl er erst am 24, Dezember in seine Sonnenkonjunktion gelangt. Der scheinbare Durchmesser des Mars, der am 1. Januar 15" be­trägt, geht bis zum 31. Januar auf 13" zurück. Marsbeob» achtungen sind daher jetzt sehr zu empfehlen, denn so günstige Bedingungen kehren erst nach 2.1 Jahren zurück. Am 11. Januar, um 3 Uhr nachmittags, hat der Mond mit Mars Konjunktion, bei der sich der Mond dem Planeten nördlich bis auf kaum f4 Grade nähert; bei Dunkelwerden stehr der Mond schon etwas weiter östlich (links). Jupiter kommt am 20. Januar, um 5 Uhr nachmittags, in Sonnenkonjunktion, bleibt deshalb unsichtbar. Sein Erdabstand ist am 1. gleich