® c ' ile Morgen-Ausgabe, 1. Matt. MsSS^L^eNFV
Demission des Kabinetts Radoslawow.
W .C.B. Sofia, 2. Januar. Ministerpräsident Radoslawow überreichte dem König die D e - .Mission des Kabinetts. Es wird allgemein für gewiß gehalten, daß Radoslawow wieder mit der Bildung des Kabinetts betraut wird.
Türkische Drohung a» Griechenland.
A Koastüntinopel, 2. Januar. (Eigener Bericht des »Wiesbadener Tagblatts".) Wie verlautet, wird die Türkei an Griechenland die Forderung stellen, Chios und Mhtilene zu räumen, andernfalls werde die Türkei strenge .Maßregeln ergreifen, an denen Bulgarien sich auch beteiligen wird.
Die Schlacht bei Presidio.
rvt>. New Iorr, 2. Januar. Wie eine Depesche aus Presidio ureldet, zeigen die Bundestruppen von Ojinaga, nachdem sie drei Tage heftig von den Rebellen angegriffen wurden, gestern abend Neigung, auf amerikanisches Gebiet zu fliehen. Die Verluste auf beiden Seiten betragen mindestens 1000 Tote und Verwundete. Zahlreiche Verwundete der Bundsstruppen gingen auf das andere Flutzufer, wo sie vonl Roten Kreuz verbunden wurden. 300 bewaffnete Bundessoldaten, die verwundet den Fluß überschritten, wurden trotz ihres Widerspruches von den Amerikanern entwaffnet und gezwungen, sich ans mexikanisches Ge- Liet zurückzuziehen. Das Rote Kreuz benutzt eine kleine Kirche als Hospital.
Zum türkischen DreadnoughtSkauf.
wb. Rio de Janeiro, 2. Januar. Amtlich wird gemeldet: Nachdem die brasilianische Regierung den Bau des Dreadnoughts „E r f a tz Rio de Janeiro" beantragt hatte, der dem neuen Flottenprogramm entspricht, und nachdem dieser Antrag angenommen worden war, konnten die Erbauer ohne Vermittlung der brasilianischen Regierung über den Dreadnought disponieren. Das Haus Armstrong verkaufte daher das Schiff für eigene Rechnung.
Die Zolleinnahmen Chinas.
wb. Peking, 2. Januar. Die Zolleinnahmen des Reichs betrugen im Jahre 1913 43960000 Haikuan-Taels zum Durchschnittskurs von 3 * * * 5 * / s Shilling. Die Mehrzahl der Zollbezirks wies eine Steigerung in den Einnahmen auf. Schanghai, Tientsin, Hankau und Kanton zeigen einen Rekord, hingegen haben Schinkiang, Wuhu, Kinkiang und Amaoi eine Abnahme zu verzeichnen. Die Einnahmen reichen aus, um allen auf den Zöllen ruhenden Verpflichtungen zu genügen unter Einschluß der gesamten für 1913 fälligen Entschädigungen aus dem Boxeraufstand.
Die Berflüssigung von Kohle und Diamanten.
wb. Berlin, 2. Jarruar. Über den Fortgang der Forschungen von Professor Lummer zur Verflüssigung von Kohle und Diamanten erhalten wir folgende authentische Mitteilung: Das gesamte Beobachtungsmaterial wird in einer Broschüre publiziert, welche in etwa acht Wochen erscheint. Siefe Broschüre wird enthalten: Die Bersuchsbedingungen; Analysen aller benutzten Kohlensorten, Analysen des Erstarrungsprodukts (reinstes Graphit); Bestimmung des
Schmelzpunktes in verschiedenen Kohlen und reinen Diamanten;^ die Unabhängigkeit von Druck, von der Art des Gases (Luft, Stickstoff, Kohlendioxyd); verschiedene Momentaufnahmen der flüssigen Kohlenobersläche und der Diaman- (en, welche deutlich erkennen lassen, daß in der Flüssigkeits- ichrcht feste kubische Körperchen in lebhafter Bewegung sind. Die Breslauer Physiker sind sich jetzt einig darin, daß sie es mit.dem flüssigen Zustand reinsten Kohlenstoffs zu tun haben. Gleichwohl möchte Professor Lummer auch diesmal wieder, wie in der ersten und.bisher einzigen Notiz betonen, daß die Resulta.re wenigstens vorläufig weder für die Technik noch für die Industrie irgendwelche praktische Bedeutung beanspruchen können.
Ein Kulissrnbrand im Weimarer Hostheater.
. wb. Weimar, 2. Januar. Gestern abend entstand hier im Hoftheater während der Ausführung des „Freischütz" in der Wolfsschluchtszene ein Kulissenbrand. Die linte vordere Soffitte wurde durch einen Blitzstrahl entzündet und brannte lichterloh. Die Szene mußte abgebrochen werden und der Vorhang mutzte fallen. Die Flammen drangen unter dem Vorhang hervor. Einige erschreckte Zuschauer wollten das Theater verlassen, wurden aber zurückgehalten. Das Feuer wurde bald gelöscht und die Vorstellung konnte ohne Störung zu Ende geführt werden.
Ein neues ftnrzsicheres Flugzeug?
Daytou (Ohio), 2. Januar. Owille Wright führte gestern vor einer Kommission des amerikanischen Aeroklubs und einer größeren Anzahl in- und ausländischer Gelehrter ein neues sturzsicheres Flugzeug vor. Die Leistungen des Apparats waren so bewunderungswürdig, daß die Zuschauer überzeugt waren, ein vollkommenes' Flugzeug vor sich zu haben.
Ein Professor vermißt.
* Stuttgart, 2. Januar. Baurat Professor P i ck c r S c i l l von der Königl. Baugewerkschule in Stuttgart wird seit Weihnachten vermißt. Die Angehörigen des Vermißten, der im 48. Lebensjahre steht, haben für dessen Auffindung eine Belohnung ausgesetzt.
wb. Münster (Westfalen), 2. Januar. Der Weihbischos der Diözese Münster, Illingens, ist heute mittag gestorben.
wb. Breslau, 2. Januar. Der „Schics. Ztg." zufolge starb in der Neujahrsnacht der Oberkonsistorialrat Professor von H a a s e tm Alter von 72 Jahren.
wb- Karlsruhe, 2. Januar. Heute vormittag starb hier im 55. Lebensjahr Wirkt. Geh. Rat Exzellenz Eugen Becker, der vom 18. März 1904 bis 22. Oktober 1906 badischer F i n a n z m i n i st e r gewesen war. Der Verstorbene war schon seit längerer Zeit leidend.
□ Petersburg, 2. Januar. (Eigener Bericht des „Wiesbadener Tagblatts".) Ein Freund Perugias, des Diebes der Mona Lisa, der frühere russische Student Ribiko, wurde in Petersburg, während er auf einen erschwindelten Scheck bei der Moskauer Kaufmannsbank 5000 Rubel erheben wollte, verhaftet.
Samstag, 3. Januar 1914. Nr. 3.
Bus unserem Leserkreise.
(Nicht verwendete Einsendungen lömie» weder zncüügesnndt, noch aufbewahrt werden.;
* .Seit einiger Zeit verübt ein großer Hund auf einem Grundstück rm Wellritztwl allnächtlich ein „Hund ege heul", das tatsächlich nicht mehr zu ertragen ist. Daß ein solch grober Unfug, wie er liier vorliegt. in Wiesbaden allnächtlich noch Vorkommen darr und scheinbar geduldet wird, wer begreift»? Wer dazu berufen ist, hier Abhilfe zu schaffen, sei hiermit von allen, die unter diesem Unfug zu leiden haben, geveten, dies ja recht bald zu tun. Je eher und gründlicher drech Abhilfe geschieht, desto mehr werden es die in ihrer Nachtruhe Gestörten der betreffenden Stelle Dank wissen, N. M.
Briefkasten.
(Die Schriftlertnng des Wiesbadener TaoblaW beantwortet nur fdßrmri&c Anträgen tm Br,-gasten, und zwar ohne hiechtsverbindlichleit. Bcfprechuna»
„ . können nicht aewäbrt werden--
A. Der dem Wehrvsitvag sind noch nicht fällige Ansprüche aus Lebens-, Kapital, oder Rentenversicherung mit ?.wer Dritteln der Summe der bisher gezahlten Prämien- oder Kapilalibeträge oder mit dem Rückkaufswert zu berechnen. Der letztere muß nachgewiesen werden. Es ist daher anzuraten, daß sich der Versicherte bei ferner Versicherun^-gesellschaft nach derrr Rückkaufswert der Versicherung erkundigt. In Ansatz kommt er aber nur dann, wenn er niedriger ist als die zwei Drittel der gezahlten Prämien.
C. T. Die Frist zur Anmeldung der Monatfrauen zur Krankenkasse ist bis zum 20, Januar verlängert worden. Me Frage, inwieweit die Monatfrauen versichevungSpflichtig sind, wird bis dahin entschieden und dann eine aufklärende Veröffentlichung durch die Ortskrankenkasse erfolgen.
H. 18. Im Zweifelssalle empfiehlt es sich, bei dem Magistrat Beschwerde zu erheben, der dann auf Grund der persönlichen Verhältnisse des Zahlungspflichtigen entscheidet.
K. F. Die Anträge wegen der Aufwandsentschädigung für die dienstpflichtigen Söhne sind an das Bezirkskommando zn richten. Der Zeitpunkt ist unseres Wissens noch nicht bestimmt.
M. R. 50. a) Dreien Prophezeiungen ist kein Wert beizulegen. b) Me Geldbestände der Banken sind nur dann gefährdet, wenn der Feind ins Land kommt und plündert,
Hamburg 180 Wenden Sie sich an Herrn Gehermrat Di- Warmer, Kgl. Staatsarchiv. Mainzer Straße.
Wenn Sie Ihr Kind
gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Dr. Hommel’s Haematogen. WARNUNG! Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Bommel. F497
Handelsteil.
Di® Kartellhewegnng ins Jahre 1913.
Die Kartellbewegung im vergangenen Jahre weist vor allem in der Montangroßindustrie recht bemerkenswerte Daten auf. So ist zunächst der im Januar zustande gekommene Mitteldeutsche Braunkohlen-Verkaufsver- band zu erwähnen, der das Magdeburger ' Braunkohlen- syndikat, den Verkaufsverein der Bitterfelder Braunkohlen- werke und das Helmstedter Brikett-Syndikat umfaßt. Nicht beige treten ist das Niederlausitzer Brikettsynidiikat. Letztere Gesellschaft ist am Anfang des Monats Mai bis zum Jahre 1923 verlängert worden, wobei der Umstand bemerkenswert erscheint, daß die „Ilse“ an dem Niederlausitzer Brikettsyndikat nur noch bis zum 31. März 1914 beteiligt bleibt. Ebenso ist die Verlängerung des Roheisenverbandes beschlossen werden, und zwar bis zum Ende des Jahres 1917. Der Vertrag wurde in den wesentlichen Punkten auf der alten Grundlage belassen. Schon in den ersten Monaten des Berichtsjahres begannen Verhandlungen wegen Bildung eines Stabeisenverbandes. Im Monat Juni war die Arbeit soweit gediehen, da.ß man d'ie Grundzüge der zu schaffenden Vereins- Satzungen festgelegt und den beteiligten Werken zugestellt hatte. Über diesen Punkt hinaus ist jedoch ein weiterer Fortschritt nicht erzielt worden. Etwa um die gleiche Zeit erfolgte die Verlängerung des Walzdrahtverhandes bis zum 30. Juni 1914. Als neues Mitglied wurde die Niederrheinische Hütte '(Kraftwerk) aufgenommen. Dagegen mußte infolge der immer größer werdenden Zahl von Außenseitern und hauptsächlich wegen innerer Unstimmigkeiten im Monat Juli zur Auflösung des seit dem Jahre 1908 bestehenden Verbandes deutscher Kaltwalzwerke geschritten werden. Sehr schwierig gestalteten sich ebenfalls die Verhandlungen, die zur Erneuerung der Röhren- Vereinigung führen sollten. Im Monat Juni hatte sich die Lage derartig zugespitzt, daß diese Vereinigung einstweiliger Auflösung verfiel, in deren weiterer Folge sich die Werke Phönix, Thyssen, Gelsenkirchen und Hahn zur „Gasrohr-Verkaufsstelle Düsseldorf" Zusammenschlüssen. Nach der Überwindung der Gegensätze drohte noch im letzten Augenblick der geplante Zusammenschluß an der Haltung von Lauehhammer und der Laurahütte' zu sdheitem. Erst angesichts eines „Ultimatums', das den beiden Werken gestellt worden war, sahen sich diese zum Einlenken veranlaßt. So konnte um die Mitte des Monats Dezember der Abschluß des neuen Röhrensyndikats vollzogen werden. Nach langwierigen Verhandlungen ist endlich kurz vor dem Schluß des Jahres die — vorläufig allerdings noch bedingte — Erneuerung des Rheinisch-Westfälischen Z e ments yiidikats gelungen. Das Ergebnis der Beratungen war der Beitritt sämtlicher rheinisch-westfälischer Werke bis auf zwei wenig geld- kräftige Unternehmungen. Das neue Syndikat wurde auf die Dauer von 12 Jahren gegründet, während das alte nur 10 Jahre bestanden hat.
Bezüglich der Bildung eines neuen Rheinisch-’Westfälischen Kohlensyndikats, ist bisher ein endgültiges Ergebnis noch nicht erzielt worden. Sehr viele Vereinigungen wurden im Webstoff-Großgewerbe und in seinen fveiterverarbeitenden Zweigen abgeschlossen. Dabei handelt es sich jedoch fast durchweg um kleinere Verbände.
Frankfurter Nachbörse.
— Frankfurt a. M., 2. Januar. Kurse von lM bis
LM Uhr. Kreditaktien 203",'s, Disconto-Gonimandit 18654, ,
Dresdner Bank —.—, Petersb, Int. Handelsbank —.—, Staats- bakm 154 7 /e, Lombarden 2214, Baltimore und OMo —.—, No red. Lloyd —.—, Paietfahrt 134.— a 134%, Deutsch- Luxemburger 133.—, Gebenkirohener 18454 a ,18614 a 186.—, Phönix 236 1 / b a 237.—, Edison 23654 a 238.—,
Berliner Nachbörse.
$ Berlin, 2. Januar. (Per Ultimo.)
Kreditaktien . . Hand.-Gesell. . Coinmerzbank . Darmstädt. Bank Deutsche Bank. Disk.-Kommand. Dresdner Bauk. Nationalbank. . Schaaffhausen . Pet.Int. Hdlsbk. Lüb.-Büchener . Schantimgbahn. Lombarden. . . Anatolier. ... Baltimore. . . .
S037>
Kanada .
2181/s
Rhein. StaliHv. .
156—
Orientbahn. . .
200-
Rombacher. . «
1073/4
Meridional . .
109—
Paketfahrt . . .
1161/3
Pennsylvania. .
rlamb^.-Zütiam.
250—
Henri ......
ISSVa
187 —
4 »/oRussen( 1902 )
Uoyd . . * .
152—
Tnrkenlose . . .
1701/2
Dynsmit-Trust..
117-
Amneiz-Friede .
158V8
Naphiha-Nobel.
102 —
Bochumer . , .
2113/1
Ai lg. Elektrizität
202 —
Luxemburger .
133V2
D-.ÜeberseeEl.
Oelsenkirchen .
1857/8
Siemens.
1291/2
Hirpener. . . .
1743/8
Sdiuckert .. .
221/4
Hoherilofaewrk.
133V<
Oes. k. elektr. .
Laurahütte . . .
152—
Untern.
93—
Phönix .... .
237—
South-Westafr.,
1521s 1511/2 1245/8 1683/8 273— 1173/3 17ßi/8 3881/8 238— 1677/3 2221/4 1531/3
1041/4
115-
Mexikanischer Staatsbankerott.
Es war vorauszusehen, <$aß zum Jahreswechsel die Fälligkeiten mexikanischer Staatspapiere notleidend und zum Teil in zweijährige Scrips eingelöst werden würden. Nunmehr sehen sich verschiedene Verwaltungen, auch in Fällen, wo der mexikanische Staat volle Garantie übernommen hatte, genötigt, ihre Zahlungsunfähigkeit eineugestehen und den Gläubigem Vermittelungsvorsebläge zu unterbreiten. Zu den wenigem Papieren, deren Dienst zum Januar noch in Ordnung geht, zählen die Jamuarkupons und verlosten Pfandbriefe des Baneo International e Hypotecario de Mexico, die in der Zeit vom 1. bis 15. Januar zum Kurse von 1.52 M. eingelöst werden. Zum gleichen Kurse gelangen auch die verlosten Stücke der Tama u lipa s-Bonds Serie I und n zur Heim- zahlung. Dagegen konnten für die am 31. Dezember fälligen Kupons der Tamaulipas-Bonds sowie für die Januarkupons der 3proz. Mexikaner und der Puebla-Obligationcn keine Mittel zur Einlösung beschafft werden. Die National Rail- ways of Mexico erklären sich außerstande, für diie am 1. Januar 1914 fälligen Zinsen ihrer JA/sproz. Pnor Lien Sroking Fund Bonds, ferner der 4%proz. Piror Lien Bonds der National Railroad Co., und endlich der öproz. Priöriiy Bonds der Central RailVvay Deckung ZlU beschaffen. Die Regierung hat indessen der Gesellschaft 595 580 Lstrl. in 6proz„ 10- jährigteri Schatzscheinen von 1913 zur Verfügung gestellt, wogegen. die Gesellschaft eigene Notes, roh 6 Proz. verzinslich und längstens-'nach zwei Jahren rückzahlbar ausgibt und den Kupcnbesitzem zur Verfügung stell!. Letztere haben sich mit diesem Abkommen bis längstens 1. Februar 1914 einverstanden zu erklären. Erfolgt die Zustimmung durch Besitzer von wenigstens 85 Proz. sämtlicher Papiere, so ist das Abkommen auf jeden Fall verbindlich. Stimmen wenigstens 75 Proz. zu, so ist das Anerbieten nach Wahl der Gesellschaft verbindlich. Andernfalls werden die hinterlegten Kupons zurückgegeben. Die deutschen Interessenten der LVaprcZ. Sikiug Fund Bonds der National Raihvays und der 4l%>roz. Pnor Lien Bonds der National Railroad werden a,ufMorckert, ihre Kupons bei den maßgebenden deutschen Bankinstituten einzureichen.
Industrie und Handel.
* Die Lage in der mi«r»a!ivus!en BaumwolliMasirie
wird durch ein Rundschreiben des Vorsitzenden des Internationalen Verbandes der Baümwoilfabrikanten, Sir Charles Macara, sehr trübe geschildert, Es wird darin unter anderem
aui tue äußerst prekäre Lage der BaumwoMindustrie in allen Landern hingewiesen und empfohlen, analog dem Krisenja.hr L.04 nicht nur m den englischen, sondern auch in den I-abriken im übrigen Europa und m Amerika eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 40 Stunden in der Woche emtreten zu lassen.
s Vom Benzinmarkt. Da eine Einigung nicht erzielt werden konnte, ist mit dem Jahreisschluß die Auflösung der Vereinigten Deutschen Benzinfabriken erfolgt Gleichzeitig ist das Abkommen der Steaua Romans mit der Asiatin Petroleum Company erloschen. Die Vereinigten Benzinfabriken bildeten die Verfeaufsorganäsation der Steaua Romana und der Äsiatic Petroleum Company, an deren Stelle von 1914 ab d'ie drei Fabriken der Asiatic, nämlich die Rhenania in Düsseldorf "sowie m Regensburg und Wflhelmsfourg treten.
* Vereinigung deutscher Belenchlangsnlashfltten. Wie die
Vereinigung deutscher Beleuchtungsglashütten, der zurzeit 24 Befeuchtuagsglashütten Deutschlands angehören,' k 1 da iü OWahäft in Beieuchtungsglas zurzeit überaus lebhaft; besonders für die Ausfuhr herrscht starke NacUrasp so daß fast sämtliche Lager auf den Glashütten geräumt sind und grafbare Ware knapp zu werden beginnt. Die Vereinigung hat daher m ihrer jüngsten Hauptversammlung beschlossen, dio P re i s e für 1914, entsprechend den andauernd steigenden Herstellungskosten, m mäßigem Umfange zu erhöhen Es ™ den beschlossenem Preiserhöhungen bereits erhebliche Abschlüsse für 1914 getätigt.
* Ke chemische Fabrik J. D. RiedePin Berlin-Brit* blickt
1914 auf ihr hundertjähriges Bestehen zurück. Mit Rücksicht auf das vor einigen Monaten erfolgte Hinscheiden ihres Direktors, Kommerzienrat Riedel, findet die Hunderfiahr^edenk- feier erst am lo. März 1914 statt.
Verkehrswesen.
= Der Güterverkehr in den Häfen sn Mainz. Der Hafenverkehr m den Hafen zu Marnfc (einschließlich Mainz-Kaste! imt Amöneburg und Mainz-Kosthskn) stellte sich nn Monat November 1J13 wie folgt: An gekommene und abgegamrenp Wagenladungssendungen: 2438. Der Güterverkehr betrug in Tennen: Zufuhr zu Berg: 59 224, zu Tal: 81 848, • Abfuhr au Berg: 10538, zu Tal: 45390. Der Gesamtverkehr betrug so mit 147 000, d. i. gegenüber November 1912 2007 Tonnen weniger.
r, * Ff! M“ ■Of^as.Gesellschaft vereinnahmte im Jahre 1913 lo 269 0 0 M. (11739 307 M.).
Handelsregister Wiesbaden.
In das Handelsregister A. Nr. 1211 wurde bei der Firma- ,,Wiesbadener Hygiene und Kosmetik Karl A. Tan er e“ mit dem Sitze m Wiesbaden eingetragen: Die Firma ist geändert in „Karl A. Tancrö". b 1
Die Morgen-Ausgabe umfaßt 12 Seiten
uud die Berlagsbeiluge „Der Roman".
Chefredalteur- A. Hegerborst
Berontwortli-b fiic de» politische» Teil) Ä SeqerhorSi für KeuiNetoi,
B. u. Nauendorf: für Aus Stadt und Land: C.Rötherdt: für N->ricktss»ak-
S. Diesenbach- für Sport und Spiel. % für Vermischtes, Letzt-
Drahtbenchte und Briefkaftm: C. Losacker: für Landes: Bf Etz: für die Anzeigeu und Reklamen: H. Dornaus; sämtlich in Wi-sbabe».
Truck und Verlag der S. Schelleiibergichen Hos-Buchdruckerei in Wiesbaden.
Sprechstunde der Redaltion: 12 bis l Uhr: in der politischen Abteilim, von 10 bis II Uhr
