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Samstag. 28. Dezember 1918. 9J20¥()&TI S «UUSCJCtbO«

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Deutsche Bürger, wachet aus!

Don Dr. med Katzenstrin.

Die Nackcn'äsiaae, di: 11 ad) Der iawn furchtbaren Er- schüurruiit! dursi, die luitilaü chui Ereigmiie uech die juiwluiiun Dem ü3ürq or tu n üeiti\ici)te, verlebten es zu- luulill in einen luljnun iSaitinün SuitanD, in dem e» nicht die Kraft fand, die Rechte seiner Millionen von Anhänger» aeltend zu machen.^ Neslaniert ließ es den Üleiailijjen den Lauf, und io ! »n es das; die Sozial­demokratie die ihr in den 2Ai' £ 5 aefnllene Macht an sich ntilnii und heute noch in zabi.eichen aeaen unsere Gesell- sttlailS- und WirljchastsorD.'nna-.ietichteten Erlassen zum Ausdruck brinnt. Nur scheu ija.ite sich dann hier und da wieder das Bürgertum „r Geltendmochvna seiner Lehensinterelien und L-'b.'nsiech:-.' hervor: aber immer noch ist es unsähia. sich o wil und ganz die unendlich Nloheli Gefahren zum Beu>u'j.'si'in n> brinaen. die ihm sowohl wie der Allaemeinh-nl — denn der wahre Bsirgcr hat auch ein ehrliches Verständnis ind warmes Herz für gerechte soziali'Mche fordern »am — dadurch drohen,, wenn he! de» Wahlen >ir Nuticnglversaminlung. wie es nach den bisheriaeu St.klwrobe» doch nicht unmöglich er­scheint. sich eine soziali'ti'ch.' M.'hrhet erheben sollte, und dies nichl etwa durch eine wirkliche Majorität der Stimmen. sondern nur durch eine saljche Politik und folfdw Taktik der biiiwrliriien Parteien. Bei den Land- taaswahle» in Mecklenbarq-Strelitz hat die Sozialdemo- kralie gesiegt, weil sie NtVinl voiging; das Büraertnm ui.lerlaa. weil die Parieren sich zersplitterten, während es bei geschlossenem Vorgehen aesieat halte. Das mag uns ein Wnruuugsrus lein: elaS Bürgertum scheint die ungeheure Bedeutuna des sich jetzt anbahnenden politi­sch,» Enliche'.eilnastumpseS noch lange »rät vearissen zu h.ib-n. Wi'.i ihr denk, nicht tan es jetzt nur um die ftrane aelx'n darf, S o \ 1 . 1 1 i )t' t cti oder bürgerlich? Wiiri ihr nicht, daß die ganze Gesellschaft s- und Wirtschaftsordnung ins Wanten aerüt, wenn sich bei den Wahlen ein; sozialistische Mehrheit ergeben sollte, wißt ihr nicht, daß diele einmal vollzogene Wahl in Jahren nicht rückgängig gemacht werden kann, wenn nicht etwa durch einen Bürge- kri-a. vor dem Deutschland in Zukunft bewahrt w'rden möge! Wer bürgt euch da- für. daß die Mehrheits'ozialisten, rechtmäßig vom Volke erwählt, bei ihrem ieviaen zahmen Programm bleiben? Dar»», sollen die bürflcrlirhcn Parteien den kleinlichen Parleizank und den kleinlichen Machlhunaer beiseite stellen und nur das eine wich'iae Ziel im Auae haben: Ai'srechterhaltiina der Geiell-chafts- und Wirtichafts- ordnnna und Rettung des Vaterlandes vor dem völligen Zujammenbrnch mit seinen unabsehbaren und aus Jahr­zehnte hinaus unabänderlich!'» Folgen. Erkennt die Not der Stunde, schließ: euch zusammen, schweißt euch zu- snmmen zu einem eisernen Block aeaen den Umsturz alles Bestehenden! Nur eine bürgerliche Partei darf es in jedem Wahlkreis neben, keine Zersplitterung. der sich der Deutsche nur zu gern hinaib:. Sonst könnte es leicht ge- schelx'n. daß nach der valiti'chen Niederlaae im Wahl- kamps die einzelnen bürgerlichen Parteien sich reuevoll dasselbe sagen müßten, was aar mancher sich setzt nach dem militärischen Endknm" saat: Ach hätten wir uns mit weniaer beschieden! Die Taksik der bürgerlichen Parteien soll und dort dieses Mal nur dahin aehen, eine einzige K r n d d a t e n l i st e aufzustöllen, und in dieser Zollen di: einzelnen Kandidaten proportio­nal der bei der letzten Re-chst -g-lwahl abgegebenen Stim- inen unter die Parteien verteilt werden, da ein anderer Weg nicht übria bleibt. Jede Partei mutz Opfer brin- aen. soll das Ganze mrfit leiden. Darum trennt euch nicht. Bürger, sondern iint euch, lammell euch! Noch ist es Zeit. #

Wir hoben dem sicherlich aut gemeinten Vorschlag des Herrn Verfassers Nauni gegeben. 5\iir ein Zusammen- gehen mindestens der oisberigen liberalen Parteien sind ja auch wir selber einaeMeten. Einen Zusammenschluß aller büraerlichen Wäbler halten wir ieaoch nicht für wünschenswert, weil er die aroße Schicht im Grenzgebiet zwischen Sozialdemokratie und Liberalismus (die „Mit- lä"ser"> nach links driicken fmnfe, statt sie auf die bür­gerliche demokratische S>site binüberzuzieben. Wohl aber 'mr s'ehst es sich — wir betonten das unsererseits schon — den Grundged ,nk:n rer einheitlichen Front zur A b w e b r des Entstehens einer sozial- demokratischen Mehrheit durch die Ansstelluna verbundener büraerlich-n Listen znm Ausdruck zp brineten. wie das ja der ..VolksauSschuß" in Wiesbaden in die Hand zu nelinien beschlossen hat. In diesem Sinne ist bei- obiae erneute Appell zur Elnigleit alle Beachiuna wert. __

s'sürst Llchnowsky gegen die separatistischen Bestrebungen in Obe-sch!esien.

In der letzten Sitzung des Kreistags von R a t i b o r er» griff vor ikiiitri.tt in >die TogeSordnung Fürst Lichnowsky das Wort, mn gegen die Lostrennung deutscher (dobietLtsile,

insbesondere des Kreises Rotibor, vom Deutschen Reich Stellung zu nehmen. Er fübrte u. a. aus: ^ Wilsons i4 PuiiAe sprechen nur von ..unm'eifelhafr" polnischen Ge­bieten, toi* zu Prien fallen sollen Ist edva Liberschlcsien un- zmeisckhaft polnescheS Land? Bekanntlich gehört es seit 116» incht mehr zu Polen. Tenn gibt es doch keine unzweifclhan polnische Bevölkerung bei uns, sondern nur _ polnisch und deutsch gemischte. Cchen die Ctädte, Industrien und d^r Großgrundbesitz sind deutsch. Lbersch-lesien ist eins der reich­sten und entwickeltsten Teile Deubscklands ercworden, dank voc allem abe^ auch deutscher Arbeit der deutzcheu Orgennfation, und, nicht zu vergessen, dank dem deutschen Morkt für unsere Produkte. In dem polnischen Zukunft? st aat, Hessen Form und Ausdehnung noch zneiselbost ist, fehlt es an allem, roos wir schon seit Generationen besitzen. Polen ist ein armes Land, Llberschtosien und Posen sind reiche, entwickelte Länder, die für das neue Polen geradezu MeMöhe sein würden. Was den Anschluß an die Tsckrchen cnbelangt, so glaube ich hierbei im Namen aller Anwesenden sprechen zu können, wenn ich fuge, es herrsbt hierfür in allen Kreisen nicht die geringste Stimmung. Fürst Lilbnowskp brachte schließlich folgende Ent- schbietzung in Vorschlag: Angesicbts der Bestrebunhen, die so- wckh! von polnischer wie sick«tisck>er Seite daraus crusgeben, Lberschlcsien vom preußischen Staat und dem Deutschen Reich loszulöseu und so namentlich den Kreis Ratibor zwischen Polen und Tschechen zu teilen, spvichr der Kreistag einmütl'g den Ratsckluß aus, sich einer etwaigen Teilung und Loslöning zu widersetzcn und nach wie vor bei Preußen und Deutschland verbleiben M wellen, da rs in diesem Verband allein die Bvr- >auSsctzungeu erl>!ickt für das zukünftige Gedeihen des ober- s'hlesischen VolikeS ohne Unterschied der Konfession und der Sprachen. Die Entschließung wurde mit einem .Zusatz, bctr. den miliitärtsckwn Schutz L.Herschlesiens einstimmig an­genommen.

Der Wechsel im Staatssckretariat detz Auswärtigen.

Der neue Staatssekretär des Auswärtigen, Graf Bruck­dorf f - R a n tz a u, wird sich in den nächsten Tagen nach Kopenhagen begeben, uw sein Abberufungs» schreiben zu überreichen und Anordnungen für seine Übersiedlung nach Berlin zu treffen. Während dieser Tage wird Staatssekretär Dr. S o l f di- Geschäfte weiterführen. Die eigentliche Übernahme der Amtsgeschäfte durch den neu- ernanntcn Staatssekretär Grafen Brockdorff-Rantzau wird erst nach den Weihnachtsfeiertagen erfolgen.

Ein neuer Generalstabsarzt der Armee.

Als Nachfolger des bisherigen Generalstabsarztes der Armee und Chefs des Feldsanitätswesens v. Schjerning ist der Direktor des Saisitätsdevartcments des Kriegsministe- riums. Generalarzt Dr. S ch u l tz e n, mit Wahrnehmung der Geschäfte des Generalstabsarztes der Armee und Ch-fs des Sanitätskorps und des Direktors der Kaiser-Wilhelm- Akademie unter Belastung in seiner bisherigen Dienststelle beauftragt worden.

Ein KirchenanstrittSgesetz.

Die preußische Regierung hat ein Gesetz über Erleich­terung des Austritts aus der Kirche und aus den jüdischen Shnogogengemeinden beschlossen. Die Veröffentlichung des Gesetzes steht bevor.

M'lderungen km Strafvolszua.

Eine itroe Verfügung des Iussizminiltcrs Dr. R o k e n s e l d bringt wesei't.ickie Mlltcrüngcn des Slrasvellzuges. Das Schweize- gebct für die Ccnilinfckost wird auh.ehab-n, der Briesoerkehr der Gcsavgcnen freier gestaltet, das Halten van Tageszeit».igen ohne Untcrschied der Pcrtcirichtrnp in weitem Uwsangc zugelassen und der Tabokgeuutz erleichtert Aus den militärischen Disziplinar­strafen ist hervorzuheken, daß die Strafen der körper ichcn Züchti­gung und Fesselung soweit sie überheupt noch bestanden, aan; be- seitigt werten und Tuukelaircst höchstens bis zur Dauer von sieben Tagen (bi-her vier Wochen) verhängt werden darf Am Scklustr > der Verfügung bringt der Justizministei seine Erwartung zuni Aus­druck, daß die im StrasvcÜ>ugc tätigen Beamten cs sin, angelegen sein lassen werten, roter Währung des Ernstes der Strafe durch gerechte und weblwollende Behandlung d-c geistige and sittliche Hebung der Gcfangciicu tunlichst zu fördern.

Erwerbsloksnnnterltlltzuitt und Arbek^spAicht.

Daß da« Predlem der Arbeitslosenversicherunz mir der Festlegung einer gewissen Arbeitspflicht eng zu- sawmenhängt, darüber hcrischt unter den Kennern dieses Gebietes llbereinstln'mi.ng Die jetzt eingcsübrte Erwerbslosenunterstützuug findet eine gewaltige Arbeitslosigküt vor. Finanzpolitikcr stellen schon heute Est. daß ihre Durchführung finanziell ruinös wirken würde, wenn man nicht einen gewissen Arheitszwang sestlcge. Die Schwierigkeit lieg! darin, daß die Arbeitslosen der Großstädte schwer zu bewegen sind, ans dem Lande sich bietender Arbeit nachzngehen. Dieser vn,stand und die bvhen finanziellen Lasten, die die Arbeits­losigkeit mit sich bringt, lassen cs ausgeschlossen erscheinen, die Eriverbsleseniiiitersintzung ausrecht zu erbal'en, ohne aus der ande. rcn Seit! die ArdeittPflicht geEhlick oder im Veroednungswege seslzulegen. Da die Eiwerl«koseimnterstntznng ausrcäit erhalten werden muß, wird eine Bercidnina eraehc», die die Zahlung der Erweibsloserurterstützung in der Fällen ausschließt, in denen der Arbeitslose die Amiabmc einer Arbeit verweigert, für die er geeignet ist.

Kohlenprekserböhunp.

Die Versammlung der Zechenb-sitzer des Rheinisch-West- °äliscben Kohlcnsyndikats in Esien erhöhte ab t. Januar 1919 bic Richtpreise einschließlich Kohlen- und Umsatzsteuer füc Kohlen und Briketts um 14,50 M. sowie für Koks um 21 ,70 M. für die Tonne, mit Ausnahme einiger geringwer­tiger Erzeugniste, wie Schlammkoble, Koksgrus usw.< für welche eine Erhöhung von 5 M für die Tonne sestgesrtzr wurde. Den neuen Brikettpreisen liegt der heutige Pechpreis zugrunde. Bei Steigerung des Pecbvreises erhöht sich der Brikettpreis entsprechend. Die Preiserhöhung soll bis auf

Nr. 603. • 66. Jahrgang.

werteres gehalten, aber Ende Februar einer Nachprüfung unterzogen werden. Diese ganz ungewöhnliche, voni allge­meinen Jnterestentenstandpunkt bedauerliche Preiserhöhung liegt, wie besonders betont wurde, ausschließlich in der außer­ordentlichen Steigerung der Selb st kosten begründet. Diese Steigerung der Kosten ist. das Ergebnis der beträcht­lichen Lohnerhöhungen, welche im Gefolge der letzten Ereignisse den Bergleuten bewilligt werden mußten, bei gleich­zeitiger Verkürzung, der Schichtdauer, die nicht nur die Wir­kung der Lohnerhöhung erheblich verschärft, sondern auch die M a t e r i a l k o st e n unverhältnismäßig gesteigert hat. Die mit Wirkung vom lt. Dezember im Interesse der Verstärkung des KohlenabsatzeS vorgenommene Einschränkung der KokS- beteiligung auf 50 Prozent wurde genehmigt und die Be­teiligung an dem Anteil für Kohle und Briketts auf 100 Proz. festgesetzt. _

Tie Lage im Balt'kum.

über die gegenwärtige Lage im Baltikum wird mitgeteilt: Die bolschewistischen Truppen dringen in zwei Richtungen vor, und zwar auf Riga von Norden her über Walk und von Süden her von Jakobstadt. Aus Veranlaffung des Generalbevollmächtigten fanden an beiden Fronten Be­sprechungen mit den bolsckwwistiscben Führern statt. Diese bekundeten dabei deutlick ihre Absicht ihre lettischen Truppen in die Heimat zurückzufübren und mit ihrer Hilfe in Lettland die Übertragung der politistben Mackit an die Arbeiterräte zu begründen. Es braucht nicht besonders darauf hingewiesen zu werden, daß das Gelinge: ihrer Abstckit. den Bolschewismus an die Grenzen Deutschlands tragen würde Die deutsch e n Truppen führten inzwisckien an der Linie Walk-Riga bis vor Wolmar die Räumung planmäßig durch, ohne von bolsche­wistischen Truppen dabei gestört zu werden. Damit sind die in Dorpat befindlichen deutschen Truppen von der direkten Eisenbahnverbindung mit der Heimat abgeschnitten. Sie traten den Fußmarsch von Doepat narb Riga an, wo sie die. Heimreise aus der deutschivurrgen Bahn über Mitau- Sebaulen antreten. An der Südfront füblen schwache Kräfte der Bolschewisten am westlichen Ufer der Düna vor und sind bis zu der Mündung des Oger in die Düna vorgedcungen. Deutsch-baltische Freiwillige und Landeswebr haben sie in leichtem Gefecht zersprengt und haben obne eigene Verluste 20 Gefangene oemacht. Inzwischen vollzieht sich der Abmarsch der deutschen Truppen in L e t t l a n d in Ruhe und Ordnung weiter. So weit er planmäßig ans der Landstraße erfolgt, oewinnt man auch von den marschierenden Trnppenkolonnen einen vorzüglichen Eindruck. Die Kleidung, Verpflegung und Stimmung der Truppen sind durckzaus gut und gehoben. Richi? wäre törichter, als irgendwie an einen Vergleich mit dem Zusammenbruch der napoleonischrn Heere im Winter i812 zu denken.

Rußland und die Entente.

Aus der Anwesenheit MiljukowS und Kerenskis tu London schließt der dortige Berichterstatter des „Manchester Guardian", daß Lord Milner durch seine Erklärungen über daS Eingreifen in Rußland auf kommende Dinge habe vor­bereiten wollen. Komme es zu sinem großen Unternehmen, so werde A m e r i ka einen erbeblichen Anteil daran haben. Dos hänge auch mit der Reise Wilsons nach England zusammen. Der parlamentarische Ausschuß der A r b e i t e r p a r t e i hat sich an den Ersten Minister um »ine deutliche Umschreibung der Stellung Großbritanniens zu Rußland gewandt und der- langt, daß er sich gegen ein militärisches Vorgehen erkläre.

Wilsons U Punkte

Im amerikanischen Senat schlug der republikanische Führer Lodge vor. fünf von den vierzehn Punkten Wilsons bis nach Abschluß des Friedenskongresses za vertagen, nämlich den Völkerbund, die Freiheit der Meere, die geheim« Diplomatie, die wirtschaftlichen Beschränkungen und die Eine schränkung der Rüstungen.

3it einigen Monaten mehr Schiffsraum als notwendiq!

In einer amtlichen englischen Denkschrift wird dargelegt, daß in einigen Monaten für den Handelsverkehr mehr Schiffsraum zur Verfiigung stehen werde, als der Nach­frage entspreche, und daß die Frachten alsdann auf Sätze heruntergehen würden, die kaum mehr als das Doppelte der FriedenSböhe betrügen. Die Kriegsversicherung würde auf- hören. Die Ermäßigung der Frachtsätze hat bereits begonnen.

Bon^ottvläne der Variier Hotel-Jnduktrie.

Die Allgemeine Vereinigung der H v t e l i a d n st r i e hat in ibrer Generalversammlung zu Paris beschlaisen, zehn Jahre lang keinen Untertan feindlicher Länder weder als Angestellten noch als Kunden nuszunehmen. Der Btschluß wird ollen tnndikalistischen Kammern der Hoteliiidusirie in den Verbandsländern übe-mittelt. sWir glauben nicht, daß die in Friedenszeiten stets international gewesene Hotel- indnstrie diesen Beschluß mit besonderer Freude begrüßt. Schriftl.)

Die holländischen BischSfe gegen drn Sozialismus.

Das katholisch; Blatt „Tijd" meldet: In allen katholischen Kirchen Hollands wurde ein Hirienbrie? des Erzbir'chokS van Rotterdam und der vier holländischen Bischöfe veclesen, in dein es beißt: Die sozialistischen Zehren über Eigentum, Besitz, Ehe. Familie, Obrigkeit und menschliches Zusammenleven lassen die ewigen und unabänderlichen Gesetze Gottes und die Lehre des Evangeliums völlig außer acht. Der Sozialismus steh« in Streit mit dem katholischen Glauben. Es ist deshalb den Katholiken verboten, Mitglieder anarchistischer oder sozia»