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P»>«Ich«kl»»t». gran tfurt a. TO. Nr. 7405. _

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Freitag, 27. Dezember 1918.

Abend-Ausgabe.

Nr 863.» 88. Jahrgang.

Die Wahlen

zur Nationalversammlung.

Die Einteilung der Stimmbezirke.

Tie ..Kölnische Volkszeitung" verlangte semerzeit. daß der tz r, der Wahlordnung zur deutschen Nationalversammlung geändert werde. Nach dem Absatz 1 dieses Paragraphen zoll Wieder Stimmbezirk durchschnittlich 2500. höchstens 3500 Ein­wohner noch der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 um­fassend Es wird nun behauptet, daß. wenn man auf dem Lande Stimmbezirke von 2500 Einwohnern bilden wolle, man in der Regel eine ganze Reihe von Ortschaften zusammen - fassen müsse. Dabei wird aber völlig übersehen, datz §9 der Wablcrdnung nur eine Art Ausführungsb e st i m - m n n a entbält, während im § 7 des Reichswahlgesetzes die grundlegende Bestimmung über die Abgrenzung der Stinimbe-irke gegeben ist. Danach sollen diese Bezirke mög­lichst mit'den Gemeinden zusammenfallen, große Gemeinden rn mehrere Stimmbezirke zerlegt, kleinere mit benachbarten zu einem Stimmbezirk -vereinigt werden. Die Ziffer 250« gibt nur. wie es ja auch ausdrücklich getagt ist. denDurch- tchnitt an. Selbstverständlich können ländliche Gegenden mit sehr kleinen oder sehr weit entlegenen Gemeinden auch unter dieser Durchschnittszahl bleiben. Es soll lediglich ver­hütet werden, datz Zwergstimmbezirke entstehen. durch dm das Geheimnis der Wahl gefährdet wird. Selbstverständlich aber soll jeder Wähler, so »eit es die räumlichen und die Witte- rungsverbältnijse im Winter zulassen, die Möglichkeit der WoblauSübung haben. Man wird daher 'm gegebenen Falle weit unter die Zahl 2500 berabaehen können und es ist zu beachten, datz die zuständigen Behörden nach I 9. Abs. 2 der Wahlordnung dem Wablkommissar über die Abgrenzung der Stimmbezirke unverzüglich Anzeige zu erstatten haben, za datz gegebenenfalls noch Remedur erfolgen kann.

Wählerlisten und Wablvorkcklä«»«.

Der Tag der Auslegung der Wählerlisten ist vom Rat der Bolksbeauftragten auf den 30. Dezember 19,1 (^gelegt wor- fcen Dadurch erübrigt sich die in ? 3, Abs. l der Wahlord- nuno vom 30. November 1918 vorgesehene Festsetzung des NuSlegungstageS, nicht aber die Bekanntmachung durch den Gemeindevorstand nach 8 3. Abs. 2 der Waolordnung. .lach S .3 Abs 2 der Abänderungsverordnung haben die Wahltom missa re die in 8 12 der Wahlordnung vocgeschr,ebene Auf forderung zur Einreichung von Wahlvorschlagen sofort zu erlassen. Dabei wird zu beachten fern, datz nach § *

der Abänderungsverordnung die Wahlvorschlage spätestens bis -.um 4 Januar 1919 beim Wablkommissar eingereicht fern müssen. Der Staatssekretär des Innern ersnckt. hiernach zu verfahren und insbesondere so rasch als möglich die mit de. Anfertigung und Auslegung der Wählerlisten befagten Be­hörden ausdrücklich darauf hinzuweisen, datz die Wählerlisten / m 80. Dezember 1918 ausgclegt werden muffen.

Die Wahlen im besetzten Geb-et.

Um die W-«fveiheit für die NahioncLberfanrmluntz m den besetzten Gerieten M sichern, sind seitens der d rutschen

Waffen st ill st an dskom Mission am 23 ^ezemver

sltaeito' dringende Forderungen usterr-cht morden: 1. Freibeit für alle amtlichen Bekanntmachung, über die Nationavversammlung-, 2. Frmhk»t für alle st«at 'cheu Orxrone welche mit der Ausstellung der Wählerlisten, der . t der Wahlhandlung, den Entscheidungen über Beschwerden über 8 Zufjwllung von Wählerlisten sowie der Fesfftellung des Wustlevgcstnisses beauftragt sind; 3 bald aste Regelung de S a^f am te n P e i s o n e u v e r k e b r s zwischen dem besetzten und den nicht besetzten Gebieten iw Sinne otte. weitherzigen Entgegenkommens, wie es Fock in Ttzer zustrgte Insbesondere müssen die VorbereAungen für

A ufstellung der Wablvorsckiläge ungebindcrt alsbald ge-

Erinnerunzen an Lothringen.

Die Gattin eines deutschen Offiziers stellt uns die folgenden Erinnerungen zur Derfugung. Sre geben ein Kulturbilid aus friedlichen Tagen , in denen sie auch niedergcschrieben sind. Aber sie atmen die Gewitterschwüle, die stets und sündig über dem Lande lagerte. In jener kleinen Garnison hat 1914 eine blutige Schlacht getobt.

Wenn ich an unsere kleine lothringische Garnison zuruck» denke, fällt mir zuerst der Wiefenpfad ein. der von unserem <ö<mS zum Walde ging. Man mutzte stttwarts auf dem Rasen sich den Weg suchen, um nicht tref in den schweren Lehmboden ÄIstrk^ DieKolonie, die Häuser d^e der Staat für di« Offiziere erbaut, die grctzen, roten Kasernen mit den Stimmen der links au-f dem Feld e^rziereuden Soldaten Zlo^n hinter mir. »rd der Blick suchte über b vmengesckMuckte Wiisen. wo der Schäfer mit seiner Herbe stand, das weite lothringische Land.

Alrive.be rsommer fliegt in der Luft. Dre Sonne zerteilt die sckMeren Herbstncbel und in grossen Scharen simgen W Store^über die Stovpe-ln. In diesen Hevbsttcyen spricht in Lothringen geheimnisvoll die Stimme der Vergangenheit za

^^ Fein« Spinnweben hängen an den zerbrochenen römischen .Kapitalen und Däulenrejten. die verstreut fischenden weiten ungem Ätzten Rasenflächen des verlassenen Parks liegen! Der Rwen hat die in Sandstein gemeißelten Figuren verwazchen, die Seit bat die Ecken gerundet, und nur undeutlich sind alte ncu&en einer römischen Weltherrschaft -awf den, deinen er- ftnMrr! An den langen Halmen der Gräser hangen schwere Tautropfen und eintönig fallen sie von den hohen Tannen Mid i,> Eichen, deren Witter in verwALkender SSzacbt rot

troffen werden. Di« W ohlv o r-s ck l ä ge sind bis zum 4. Januar bindend feftzustellen. Die Parteiführer müssen die Möglichkeit haben, ungehindert sich in rechts- urst-links­rheinischem Gebiet zu treffen, da die SBcfHreff« besetztes und nichtbcsetztes Gebiet umfassen. Die Erfüllung dieser Forve- rung ist besonders wichtig, da sonst lie ganze Wastlhandlung ungulitig sein kömite; 4. Freiheit des Personenve^chrs inner- ha-l-b Des ges«crmten besetzten so ldcrtz Re-oner um*

Agitatoren, welche in dem besetzten Gebiet wohnen, geb dort frei bewegen können; 5. Versammlungsfreiheit für alleWahz- verfcrmmlungeii zur Nationalversammlung und Freiheit in der Verteilung der Flugblätter unb Stimmzettel, eventuell unter Aufsicht der Besatzungsbehörden; 6. frei« Zu- laisuna rechtsrheinischer Zeitungen mniideftens von fetzt ab bis zum Tag der Nationalversammlung.

Ein neuer MatrosenpuLsch in Berlin.

Berlin, 24. Dez. Einen Überfall gegen die Reichs regierung unternahm gestern nachmittag gegen i ä A Uhr die zum Schutze des Reicstekanzleryauses dort imterge- brachte Wache der Bvlt-smarinedivision (Schloff), 500 bis 600 Mann. Vor den Vciksbeauftragten E be r t und Landsberg erscisienen zwei Matrosen der Wache in voller Ausrüstung und e- klärten, dag sie von dem Kommandanten Dornbach der Vvlksmannedwtsion den Befehl erhalten hätten, die Tore des Hauses zu schließen, keinen der Anwesenden heraus und niemand gerctn zu lassen. Gleichzeitig hallen jie aus Befehl dre Telephon- zentrale besetzt und den Lelevhonverkehr von und mit dem Hause unterbunden. Die Sperrung, welche die Ab­wicklung wichtiger Negierun-lsg-schafte verhinderte, dauerte fast eine Stunde kann.) 446 Qöbcn die Matrosen auf den energischen Einspruch des Volksbeauf trauten Ebert den Zugang zuni Haufe und den Telephon Verkehr wieder frei. Äm Abend wiederholte sich die Besetzung des ReichZk-m.'flertzausrs. Berliner Trust- penteile, die zum Schutze herbergewlt waren, trafen ebenfalls in der Wilhetmsinch? ern. Naa, längeren Unterhandlungen'gelang es, ahne daß es zu irgend- wölchen Zwischenfällen '-..koiinnen war. , die Matrosen -um Abzug zu bewegen, ivibrend alcichzeitiq die Truppen abzogen. Der Bolksbeanftrugt: Ebert richtete an ore

Truppen folgende Ansprache ^ , .. _

Ich will nur die Tatsockir feststellen, daß die Regie­rung eine Zeitlanq im S'eichskanzlerhause durch ihre eigene Wackre festqeh-alt.'N wurde und niemand das Saus verlassen durfte. Ti.' Tilevhönzentrale war be- setzt, so daß alle Televlwiigeft'niche unmöglich waren. Später ist es mir gelungen, die Matrosen zu bewegen, abzuziehen. Wir haben werter fejtgestellt. Laß die Matrosen das Saus verließen. Gleichzeitig müssen nun aber auch die anderen Truppenterl? fortgetzen. ^aj btt.e Sie alles zu tun. um ein Blutvergießen zu vermeiden. Wir haben in diesem Kriege 'o vwl Mut vergosten. daß es einfach Wahnsinn wäre, noch, neues Blutvergießen berbeizuführen, wofür ni«;mond dir Bero.nlworiung über- nehmen könnte. Ziehen Sie ilso in ^>>hre Quartiere. Ter Grund des Vorgehens d->r Matrosen war folgender: ^ie ReichKregieruna hatte die Zahlung der am 21. De­zember fälliaen Löhnung der Matrosen davon ao- hänaia aemacht. daß sie das Schloff, zu rm,men hatten. Unerhörte und umfangreiche Dl cd stachle cm Inventar stücken gaben dre Veranloisnng zur Stellung dieser Forderung. Di" Matrosen, die übrigens Zon bei der Löhnung am 11. Dezember dre Räumung des Schlosses versprochen hatl-n. wollten oitf fceJPe-

leuekten und unter deren knorrigen Ästen die Zeiten vorüber-

^kleinen lotbrinyischen Garn-fon liegen Fabrik­gebäude. vier Langgestreckte Häuser, die der Bescher verlassen Bat, Äs erins Frankreicb zog. Wie m eftig-e. Muckst lietz man alles dort stehen und liegen, dre pobewan. mit Gerätschaften darauf, die Lenntwgek uud Karbeniopse. Nie m<m sie eben gebraucht hatte. In den.hohen und an- scheinend gut erhalienen Räumen Bat sich keine arbeitende Hand seitdem gerührt. Di« Fenster sind VM^ter rer- schlagen und hängen lose in den Angeln, tue morschen ^.uren

st^D«1LSet nennt Schloss und Schlösschen, wvs vstr mitVilla" bezeichnen. DasSchlösschen neben den Fabrik­gebäuden, von aussen nicht viel mehr als ern .großer vier­eckiger Kasten, einst Wohnung des Fabrikherrn, wird von deut­schen Offizieren bowobnt. Es wnrde um einen Spottpreis vermietet, für Instandhaltung und Reparaturen hat man selbst zu sorgen. . ^..

In weitzen Marmorkaminen knistert em helles Herbst- feuer. der Scheinsspieoelt sich in den hohen, vom A.ter mat. gewordenen Wandspiegeln, .di« in zierlichen Empire rahmen stecken. An der Decke schweben pauÄ-ackige Engel, die Rosen- airlanden halten, und bohr Flügeltüren nrt Rokoko.che:den fügten zu ebener Erde auf di« Garlenterrajse

t ier satzen wir cm dem <-rsien Tage unserer Ankunft in einen Stadt.

D'e Sonntagsglockcn von Kerprich, einem Dörfchen, von dem weite Wieseugclände uns trennten, tönten heruoer, kein Laut sonst hörbar, als Las leise .Knacken der .Zweige in den hohen Bäumen des alten Parkes. un:er denen, halb verfallen, ein Gartenhäuschen aus der Revolutionszeit steht

Plötzlich wurde die Stille von einen, langandauerrSen. Lonneräbrckichem GeräuiS unteübrockiLnl Das Tack eines der

dingung nicht eingchen und luchten die Zahlung durch ihr heutiges Vorgehen zu erzwingen.

Berlin, 24. Dez. Berliner Blatter melden. Vor der Kommandantur nahm eine große Amahl Matro'en Aus­stellung. Auf Veranlass'.ing des Stadtkoniinandanten erfolgte hie Alarmierung der republikanischen aool- datenwehr und Stcherheftsg-irde. Die Führer dieser Ab­teilung rückten sofort mit Maschinengewehren auf dre Straße. Gleichzeitig wurden die Soldatenrate der Ber- liner Garnison verständigt, die aus Lajtwagen le eine K o m p a n i e nach der Kommandantur in MaZch setzten. Bevor diese Truppen eintnren, batten die Matrosen ihr Vorhaben erreicht. Unter dem Rufe:Nieder mit Wels! waren zehn Matrosen in dir Kommandantur eingedrun- gen und hatten Wels. Leutnant ,?ifäer und Dr. Bongartz gefangen genommen. Auf der Straße wurden dre Der- hafteten von den Matrown ", die Mute genommen und der ganze Trupp zog nach dein Marstall. oen die Mutro- sen besetzt haben. Plötzlich k,-n aus der Cbarlottens ratze ein Lastauto, das auf der rechte-, Seite der Linden. lang- sam auf die Kommando atur »usuhr. Die Postenkette der Matrosen rief dem Führer zu. er möge halten und vcr- sperrte ihm mit voraehaltenem Gewehr den Weg. Der Führer des Autos ließ -ch nicht beirren und fuhr weiter. Die ^ Matrosen eröfsneten mit ihren Karabinern S ch n e l l f e u e r aus das Auto. Etwa himdert Schüsse fielen, dann wurde aus dem Lastwagen ein Ma s ch i n e n- aewehr sichtbar, das seinerseits das Feuer auf dre Matrosen eröffnete. ohne icdach Personen zu verletzen. Während die ersten Schüsse bog aus der Charlottenstraffe in die Linden ein P a n - e r a >., t o etu '-"d eröffnet« von der Höhe des Denkmals Fri-irrchs des Großen Sch n e l b feucr auf die Maralen. Von den vor der Kom- mandantur stehenden Pasten wu:de cm Matrose getowt und drei schw-r verletzt. Heute vcrmrttag trafen die Vertreter der Matrosen mit den Vertretern der republi­kanischen Soldatenweyr ujammen. Nach mehrstimdigen Verhandlungen ist es gstnnrm. eine Ermmmg dahm zii- iinnl'f zu bringen, baß V.'ls. F'. cher und Bonaartz sru- aelasten und die rückständig'Lohnnng inSobe von 80 000 Mark ausaezahlt werde und daß d>? Dwisron auch m Zu­kunft bestehen blei ben inerde.

Wilson und der Friede.

In eingeweihten amerikanischen Kreisen von Paris verlautet. Präsident Wilson. f?i entschlossen, wahrschern. lich bis Mitte F e b r ir a r in Paris zu verbleiben, um dann nach der Schließung des Kongresses Ende Fe- bruar oder Anfang März schnell n ich Washington zurück- zukehren. Später werde der Präsident noch einmal nach Europa reisen. Wilson 'ei sich der weltgeschichtlichen Be- deistung der KonserenzbstchliN'e und der Notwcndrgkert voll bewußt, daß seine persönliche Mitarbeit an den Per- Handlungen nichtnuranfdieErnlertungder Arbeiten beschränkt bleiben durfte.

Wilson erklärt die M'ldung derCbicago Tribüne" für falsch, wonach er dem Programm der Liga zur Er- zwinquntt tzös r^riedenä öit'cft obci inhircft ^ufurftinunt habe.

LautNva Daaligt Allebanda" ist an den Präsidenten der Ersten schwedischen Kamn-e«. Graf Hamilton, folgen- des Antworttelcaramm von Wilson erngetrosfen:Mit der größten Befriedigung hast: -ch den Willkommeng'-utz

Fabrikaobäuid«. in dem wir vor kurzem gestanben, war ein- yeftürK. glücklicherweise obn« irgend weichen Schaden «mzu- richten. ,

In den alten Strassen biegen sich di« verkckatzte« rosa .chäusermanern und die verschossenen grünen Laden hangen schief m den Angeln. Durch alte Tore. d,e ,n Sandstein ge- hcmen, verwittert den napoleonischen Adler zeigen, vorbei an alten Mauern, auf denen -das Gras wächst, ztcht mir klrngen» dem S)iel pveussifebe Infanterie, uud die Fähnchen eines bavertschen Chevalulegers.-Rtgiments festen Wunderlich aus in diesen Gassen, die ein itviienifches Gevraye tragen. Auf den schmalen Bürgersteigen kann man nicht anSbiegen. man aesti besser auf der holprigen Fahrstrasse. BeimPatifster gitt es köstliche Makronen und gute Eclairs, auch hat er erne zierlich gsschnibte Rokorornrichte. die mit alten eftassiichea Fahencen stodeckt ist. Selbst die Wände st,st mit altem Vor. zellan behängi. Teller mit der lothringischen Distel, grosse Platten mit der bourstonischcn Lilie und dem gallljchen Hahn. . .

Man kann alles in der kleinen Staidt haben, Fische au? den naben Weihern und Gänsolsberpofkten. auch Schnecken und Fioschfckcnkel, die auf dem Markt feilgebotcn werden. Die Butter kostet nur 80 Pf. daS Pfund, sonst grst die Prr,se wie überall hoch in den Reichslaniden. ES gibt oorzualiche Schneider- und Putzpeschöfte. die Inhaber holen dl« M^elle au4 dem nahen Frankreich und an? Pari».

Die fleiue Lothringerin. die nckch immer begeisterte kran- zöfifche Patriotin ist. ist nicht gerade hübsch, sie hat den kräs- ügen alernanmschen Wi'.chs mit ihrer elsäisischen und^ Schwei­zer Schwester gemein, sie besitzt aber Anmut und Geichck. sich zu kleiden. Um die Mittogs-e-i beleben sich d:e-Straßen mrl den Arbeitern des Salinenwerkes in ihren blauen Kitteln und den,Revanchemäntelchen". einem dunklen Umhon« mir KcwuLL. Die Aktien des Werkes befinden Mfc «ruSrLlleÄtL i»