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Verlag Langgasse 21 ,

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Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin W. 57, An der Apostelklrchr 7. l. Fernsprecher: Amt Lützow (5202 und 6203,

Freitag, 20. Dezember 1918.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 593. 66. Jahrgang.

Die Sicherstellung der deutschen Wirtschaft.

Darüber kann kein Zweifel besteben, daß, wenn Deutsch­land überhaupt wieder ein lebensfähiger Staat werden will, vor allem wieder in die Lage kommen must, ruhig und erfolgreich zu arbeiten. Wir befinden uns in den Händen der Entente. Wir sind ihre Schuldner uud werden durch Jahrzehnte hindurch an sie Zinsen zu zahlen haben. Überflüssiges Gold ober haben wir nicht. So bleibt uns denn keine Wahl, als von den beiden übrigen Zahlungsmitteln, die uns noch zur Verfügung stehen, Gebrauch zu machen: die unserem Lant-e eigentümlichen, von uns als Monopol be­herrschten Rohstoffe, so weit wir deren noch besitzen wer­den, auszuführen, und zweitens, deutsche Arbeit auf den Weltmarkt zu bringen. Das letztere wird das Entscheidende sein. Das aber setzt voraus, daß im Deutschen Reiche alles so geordnet ist, dah wirklich gearbeitet werden kann. Alle Betriebe muffen wieder in Gang kommen und müssen das Äußerste aus sich herausholen. Wie aber soll das geschehen, wenn die Absichten der sozialistischen Negierung dahin gehen, alles zu tun, um diesen Betrieben die Arbeitslust zu nehmen oder zum mindesten einzudämmen. ES heißt nun wieder, daß mit der Sozialisierung schon jetzt begonnen wer­den soll, daß zum mindesten wichtige Entschlüsse, wie und was sozialisiert werden wird, schon in diesen Tagen zustande kommen können. Da ist es denn nicht unwichtig zu wlffen, was sich die Regierung unt»r der Sozialisierung vorstcllt, und ob sie wirklich beabsichtigt, so wie das einige besonders rote Fanatiker wünschen, im Handumdrehen sämtliche Besitzer zum Teufel zu jagen, die Betriebsleiter abzusetzen, die Fabriken zum Staatseigentum zu erklären und der Arbeiterschaft die Betriebe zur Selbstverwaltung zu übergeben. Noch läßt sich nicht genau überblicken, was alles die Sozialisierungskom­mission zu tun beabsichtigt. Aber so viel steht unter allen Umständen fest, daß sie sich vor jedem törichten Experiment hüten wird und daß sie nichts zu tun gedenkt, wodurch auch nur im geringsten die Leistungsfähigkeit der deut­schen Industrie und der deutschen Landwirtschaft geschmälert werden könnte. Es will richtig verstanden und als eine offi­ziöse Kundgebung ausgenommen sein, wenn derVorwärts" ausdrücklich erklärt, daß, wenn die Negierung nicht sozial:- fiercrt könnte, ohne wirtschaftliche Katastrophen hervorzurufen, sie mit ihrem Sozialismus bald cinpacken müßte. DerVorwärts" sagt dann weiter, daß es nicht Zweck der Sozialisierung sei, den Besitzenden zu schaden, sondern den Besitzlosen zu nützen und daß das russische Beispiel als Warnung dienen wird: dort hat der Bolschewis­mus nämlich die Bourgeoisie und den Kapitalismus nach allen Regeln der Kunst gezwiebelt, aber dadurch lwbe kein Proletarierkind dickere Backen bekommen. Man darf sich also der Gewißheit hingeben, daß die sozialistische Regierung durch die Sozialisierung nicht etwa die deuttche Arbeit lahmlegen wird Die Regierung weiß sehr genau, welch kompliziertes und empfindliches Gebilde die großen Industrien ebenso wie die Landwirtschaft sind, und sie wird sich hüten, Eingriffe vor­zunehmen. die zum Ruin dieser Betriebe und damit zur Ver­nichtung des deutschen Volkes führen müßten. Alles, was die Sozialisier:,ngskommiffion beschließen wird, soll im Gegen­teil dazu dienen, die Produktion der deutschen Wirtschaft zu steigern, um so zu verhindern, daß wir eben nicht Manschen, arbeits- und brotlose Volksgenossen ausfühcen müssen.

Die Waffenstilistandskommisskow.

Berlin, 17. Dez. über die Sitzung vom 16. wird be­richtet: General v. Winterfeldt überreichte namens der deutschen Abordnung eine Note als Antwort auf eine fran­zösische Note, wonach in der Nähe der Kathedrale von Laon Zeitminen gelegt seien. Er erklärte hierzu ausdrücklich, daß davon keine Rede sein könne. Die deutsche Oberst- Heeresleitung ersuche darum, daß die von französischer Seite orgeführtenbestimmten Nachrichten" ziir Prüfung mitgcteiir würden. Sie macht ferner darauf aufmerksam, daß in den ihr überreichten Nachrichten über Zeitminen die Oberste Heeresleitung der Verbündeten selbst nachprüfen könne, ob diesebestimmten Nachrichten" auf Wahrheit verübten. In der Note wird ferner bemerkt, daß die französische Note den Eindruck erwecken könnte, als ob die Deutschen gerade die Kathedrale von Laon ohne militärische Notwendigkeit zu zer­stören beabsichtigt bätten. Demgegenüber wird erhärt, daß die einzige Gefahr für die Kathedrale von Laon während des ganzen Krieges nur von der Fernbeschießung mit französischen Gescküitzen herrührte, wodurch bekanntlich Laon ebenso wie zahlreiche andere Städte auf das schwerste beschädigt oder, wie St: Quentin, vernichtet wurden. f

Zu der vom belgischen Oberkommando vorgenommenen Abtrennung des linksrheinischen Teiles de? Oberlandesge­richts Düsseldorf und seiner Zuteilung zum Oberlandesgericht in Köln wird deutscherseits gebeten, von der geplanten Maß­nahme abzusehen und Gelegenheit zu einer Besprechung eines Beauftragten des preußischen Justizministeriums mit einem Delegierten der Verbündeten zu geben.

Gegen die Einguactiecung von Engländern in KönigS- winrer wird Einspruch erhoben.

Eine weitere E i n s p r u ch s n o t e wird von deutscher Seite gegen die Verhaftung ordnungsmäßig entlassener deut­scher Reserveoffiziere in Elsaß-Lothringen überreicht.

Die Oberste Heeresleitung der Verbündeten verlangt die Entlassung der Elsaß-Lothringer aus dem deutschen Heere in einem Zeitraum von t5 Tagen, ferner für Elsaß- Lothringer und Franzosen, die aus Elsaß-Lothringen nach LIILrulschlarch übe ege führt wurden, den Ersatz ihres Gutes

iWertpapirre, Waren, Möbel usw.), ferner Rückgabe aller Kunsigegensiände, die aus Sicherheitsgründen aus Elsaß- Lothringen nach Deulschlaud geschasst worden sind, und schließ­lich auch die Zurückführuug der Rücklagen der laudmirtschast- liclfcn Banken, die aus Elsaß-Lothringen nach Deutschlarrd ge­bracht worden siird.

Vorfriedensverhandlungen der Entente.

W B. Rotterdam, 18. Dez. TerNiemve Rottcrd. Cou­rant" meldet aus London: Ende dieser Woche wird Lloyd George nach Paris fahren, um Wilson zu begrüßen. Es werden sofort in Gegenwart von Delogierten anderer alliier­ten Länder Beratungen über den vorläufigen Fr jeden beginnen, an denen Wilson teilnebmen wird. Man erwartet, daß sie innerhalb einer Woche beendet sein werden, und dah die Hauptkonferenz in der ersten Januarwoche zusammen- trotcn wird. Wilson wird auch diesen Beratungen beiwohnen, wenigstens während der criten 2 oder 3 Wochen. Ende Januar wird er in London erwartet, wohin ihn Äön'g Georg und die britische Regierung eingctadcn baden

Genf, 17. Dez. DerTemps" meldet: Die Vorfriedens­verhandlungen können erst am 17. Januar, keinesfalls vor Zusammentritt der Nationalversammlung, start­finden. Je länger Deutschland den Zusammentritt des Par­laments hinausschiebt, desto länger wird es im Zustand des Waffenstillstandes bleiben. An ein Nachgeben der Verbün­deten ist nicht zu denken.

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England verbietet Verhandlungen mit unserer jetzigen Regierung.

Basel, 18. Dez. DieTimes" meldet: Die englische

Regierung verbot dem englischen Lberkommandanten, nnt Arbeiter- und Soldatenrätcn Deutschlands oder mit den von ihnen eingesetzten Volksbeauftragten des Reiches zu ve» handeln. ~ 1 $

Völkerbund oder bewaffneter Friede.

W. B. Rotterdam, 17. Dez. Rach demNieuwe Notterdamschcn Courant" 'chrcibt dieWcstminstec Gazette": Der bet den Wahlen verkündete Friede, der zehn Milliarden Schadenvergütung verspricht, alle Deutschen ausrotleu und den ganzen deut­schen Handel boykottieren will, ist ein Friede einer bewaffneten Welt, aller keiner, der uns ge­statten würde, unsere Schwerter in Pflugscharen zu ver­wandeln. Es ist ein Friede, der uns zwingen wiro. mit der Dienstpflicht fortzufahren und der uns verhindern wird, die Rüstungen zu vermindern. Unsere einzige Hojf- nung, vom Militarismus erlast zu werden, ist die. daß wir unsere ganze Tatkraft für den Völkerbund ein- setzen und daß wir zu Opfern für einen sicheren und dauernden Frieden bereit sind.

Deutsche Liga für den Völkerbund.

W. B. Berlin, 18. Dez. Gestern abend wurde hier eine Liga für den Völkerbund gegründet. Staatssekretär Erz- berger führte als Einberufer und Leiter der Versammlung in seiner Begrüßungsansprache u. a aus, der Weltkrieg habe den Gedanken eines Völkerbundes aus einer schwachen lite­rarischen Idee zu einer weltpolitischen Forderung gemacht. Die so tiefe Erschütterung der Menschheit habe die Menschfeit hoffentlich endgültig von dem Gedanken ge- heilr, daß jedes Volk politische Fragen ausschließlich von seinem Gesichtspunkt aus behandeln müsse. Gegenüber der bis­herigen Gcwaltanarchie sei die einzige Rettung die Rechts­gemeinschaft der Völker und daber das für alle ver­bindliche Schiedsgericht der Angelpunkt des Völkerbundes. Dieser werde licht zum Verlust nationaler Eigenart führen, er brauche sie vielmehr. Nicht die Ver- wisclning, sondern die Eingliederung der Einzelvölker zu- gnnsten des Weltfriedens sei sein Zweck. Die Leidensschule aller Völker sei die beste Vorbereitung auf ihn; er werde kommen, aber nur durch Gerechtigkeit, nicht durch Gewalt. Ein Völkerbund ohne Deutschland würde eine dauernde Kriegsgefabr, ein Völkerbund gegen Deutschland den offenen Kriegszustand bedeuten. Der Ausschluß eines 70-Millionen- VoCes aus dieser Zusammenfassung der ganzen Menschbei: würde für letztere die ernstesten Folgen haben. Zudem habe der Gemeinschafts- und Rechtsgedanke seine tiefsten Wurzeln in der politischen und Rechtsgeschlchte gerade ton Deutschland, dessen Verfassung auf die Ein- und Unter­ordnung der einzelnst Glieder unters Ganzr berube. Mit Schmerz und Schrecken sehe man, wie wenig Aufmerksamkeit die Deutschen gerade jetzt der äußeren Politik schenkten, wäbrend die rorftlidrcn Provinzen vom Feinde besetzt würden, und das durch Deutschlands Kraft wieder aufgerictitete Polen im Osten beweise, daß es eine Dankbarkeit in der Politik nicht gebe. Das Verständnis für den Völkerbund, das die Liga wecken wolle, werde auch den Sinn für die ä u ß e r e Politik im Volle belebe«.

Religionserlatz und Weihnachtsfest.

IV. B. Berlin, 18. Dez. Für die Durchführung deS' bekannten RetigionsertasseI erlaßt jiuUusiuinlslcr Hönisch soeben nähere Anweisungen: In Ergänzung des Erlasses voin 2ll. Noveucher !!U8 über die N e u- r e g e l u n g des Religionsunterrichts tvird hiermit ausdrücklich darauf hingeiviesen. daß der Zweck dieses Erlasses die Befreiung von jeden' Gewissenszwang ist. Diese Absicht würde in ihr gerades Gegenteil ver­kehrt, wenn nun mehr -twi ein anti-religiöser Ge­wissensdruck ausgeübt werden sollte. Ihn unter aller» Umständen zu vermeiden, ist ole ernste P sticht aller. Zur die Ausführung soll mit jeder gebotenen Schonung der religiösen Empfindungen von Kindern und Eltern vor­gegangen werden. Es soll jede Rücksicht geübt wn den, die nnt dem G.'ist des Erlasses irgendwie ver­träglich ist. Um Irrtümern. wie sie hier und dort leider bereits entstanden sind, ein- für allemal vorzubeugen, machen wir insbesondere daraus aufmerksam, daß z. B. von einem Verbot der S ch u l - W e i h n a ch t s f e i e r n keine Rede sein kann. Das WeihnachtSfest hat sich weit über seinen kirchliclien Grnndckiurikter hinaus entwickelt zu einer deutschen Volks- und Familien» fei er. zum deutsckiestm Feste überhaupt. Deutsche Weihnachtsliedcr sind Gemeingut des gesamten Volkes. In diesem Sinne das Weihnacht>fc st auch künftig in den Schulen zu begehen, wider'vrichr in keiner Weise den Absichten des Erlasses. Wenn soniit die Weihnachtsfeier weiterhin als Schulfeier veranstaltet werden darf, so be­steht natürlich für die Lehrer und Schüler keinerlei Zwang zur Teilnahne. Nunniessr erwarten wir aber auch von den kirchlich > gesinnten Kreisen ans das be­stimmteste, daß sie der loyalen Durchführung der Grund­gedanken des Religions-Erlasses keine Schwierigkeiten bereiten. Es wird nlst"! beteiligten Behörden und Lehren mögen sic persönlich zu dem Erlaß nun stehen, wie sie wollen zur ernsten Vflickst gemacht, alles zn vermeiden, was Reibungen iigendwelcher Art Hervor­rufen könnte. In diesem Sinne -u handeln, ist heute die vornehmste vaterländisch.' Pflicht.

Tr. Gustav Myneken.

Tftnlf Hesfmgitns ».'ibnprmicfjtr Beirat, der Verfasser Des Cckmk- erlasses tritt 21. Ncrcntber, ter zur Bildung van Schulgemeinden und Schiuerräteii aussrrdcrte, ist nach derGermania" bereu» wieder rcralstchiedet wetlcii Wer Wpncken : ft, ist zwtr wccicikn Kreisen bckaitnt. vcrdient aber doch nochmals scstgchalte,, ;u werden:

Ein Psarrcräjobn aus dem Hannoverschen, der Theolagi« strdirrte und die tbeelisilche Prüfung gblcgte, dapn aber lucht Tbcclope winde, saniert' sich der Ob-clehrcrprufung unterzap: dani» aber wieder nicht Llerlehter wurde, sandcrn in das von Lieh ae- tzrintdete Laudcrziehunpchcim eintrat. Grallend verließ er diese An­ita !t, prürdcte mit seinem Fienndc Gehceb zusantmeii dieFreie i£diitfpitiiciii > e Ä'iclcr- krri" in Thüringen, mußte sich aber :chott nach kurzer Atbeiispcmetnschast mit G.heeb im Unfricben van diesem trennen und wurde dann auch noch von der Metinnguchen R-gicrung gezwungen, Leiltinp .und Lehrtatiakeit in Wickersdorf anszticieben. Grund war der Anstoß, nVti« Eltern der Wickecsdorser Schüler on dcm in Wickcrsdark pcsflcsten Geiste und an den Früchtep^elner Erzielmtik:?, kunst" nohwen Einer der Bciter wirs ihm ,uWdta« Issche Hatidlunpett und nttlbilickte K-mpfesweisc" vor und forderte ihn. leider retpcdltckt, zur Erhcbunp der gerichiiwen Klage auf. Turch eigene kcktuld hcimollos. wirkte er dann als Herinsgebcr desAnsang" und desOrgans de? Bandes für freie Schulge­meinden", ebne aber diele Freunde zn erwerben. Auch an oeir Wai dervagel" trat er tzerait. aber die Schnslleitung der Führer- zectung erklärte ihm k^or und deutlich, daß siejchts mebr vau ,bm aiifiwbme. Ank dem Hahen-Meißtwr-Tage suchte er die Freidcunch« Jugend für leine Ideen zu gclvinnen. dacki die besannenen Jugettd- freife zwangen ifttt, wie auch Wickersdrrs lelbst. aus der sreideultcheu Jugetti bewegt!na, ansznichecden. Der Scktriitleiter der ..Frcidemschen Jugend" erklärte uack im lanfenden Jahrgang?:Ruch ich leg« keincn Wer« aus Munckens Mitarbeit. Umt wa Wnneken lst, da sst 1er Streit und zwar warst ein Streit, der immer anfs neue sich um verwandte Ding- dreht und so nicht wcitcrführt".

Tr. Wvncken sall jetzt Gelegenheit geben, aus staat'iche- M'tkeln eine große Lcl>rcms:vll nach tcn, Parbild keiner Scktulg'meiuden zu errichten. DaS Ministerium hasst. Dr. Wpneken zu diesem Zweck eines der rhrmoliaeu köiiigstchen Schlösser oder eine Kadetteiianstall zur Berjügung stellen zu können.

Die deutsck>en Schulen in Polen.

Berlin, 17. Dez. Nach einer Warschauer Meldung er­schien im polnischen Knltusmin'stcrium eine Abordnung des deutschen Landesschulvereins, welche die Bitte aussprach, den» durch die Volksbewegung in seinem Besitzstände bedrohten ieutschen Schulwesen Schutz zu gewähren. Der Minister be­tonte in seiner Erwiderung, daß er jeglichen Gewaltakt gegen eine deutsche Schule mißbillige, die Anwendung der etwa not­wendigen Schutzmaßregeln jedoch zur Beftrgnis des Minister» des Innern gehöre, an den sich der Verein zu wenden habe. Im übrigen sicherte er der nichtpolnischen Bevölkerung volle Duldsamkeit in allen Schulangelege.ibeiten zu, bemerkte über, daß die Organisation des teutschcn Schulwesens in der von den Besetzungsbehörden der polnisckten Regierung auf- gezwungenen Form sich unmöglich aiifrrchterlptltrii lasse uird einer grundsätzlichen Änderung unterzogen werden müsse.

Tie englischen Wahlen.

W. B. Amsterdam, 18. Dez. Einem hiesigen Blatt wird aus London gemeldet, daß nach den vorliegenden Berichten die Ko, lltion bei den Wahlen eine entjchecdt.nLe Mchrhöit er»

langt habe.