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Mittwoch, 18. Dezember 1918.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 589. » 66. Jahrgang.
Die Verzögerung der Sozialisierung.
Der neuen Neorennill k.uin man nicht nachsanen, daß sie es mit der Zuzlolisicrunci unseres Wirtschasts- lebet's, also mit der Vecickllschnftung, der Verstaatlichung, der Nationalisierung der Produktion sehr e i I i fi habe. Zunächst ‘lf im "schöbe einer wissen- s ch a f t l i ch - p r a k 111 ch e n Kouimission festsje- stellt werden, welche Betriebe sich für die Sozialisierung am besten eignen werden, und jcckensalls soll nichts überS nie gebrochen werden. Ja, mehr noch, gerade die U n- ubhängigen sind eS, die geaen plöplick-e Verwirk- lichuna des sozialdemokratischen Wirtschaftsprogramms Bedenken haben. Eduard B e r n st e i n hat sich schon tor einigen Wochen gegen „sofortige konsiskatorische Ge- waltmabnahmen groben Stils", seoen „radikal schillernde Verordnungen", gegen . aewalttätige Eingrisse" ge- N endet, die den Kapitalismus unschädlich machen sollen, nährend sie ihn tatjäwlich nur außerstaudsctzen würden, „die wirtschaftlichst Funktion zu erfüllen, die ihm durch die sozialistische Kritik unserer arosien Meister zucrkannt ist". Aber auch K a u: s k y sieht ungefähr auf gleichem Boden. Er lehnt es entschieden ab in Bausch und Bogen alles zu nationalisieren Das stieße die Pferde beim Schwanz anszänrnen. di? Pioüuktion vorübergestend znni Stocken bringen, Dcut'ck'land im Augenblick der Denio- bilisierung in ein Tollbans verwandeln. Wir erinnern ferner daran, d.b aas der Reichskonfrvenz vom 25. November Kurt E l s n e r gegen den Gedanken, den Sozialismus im Augenblick der Zerrüttung dnrchzusühren. ebenso wie Scheid: m a n n lebhaften Widerspruch ein- legte. Weitere Bmsp'e'e für da? Bedürfnis der Z u r ü ck- Haltung in der Sozimi'.ernn.'.sfrage lieben sich zahlreich genug ansühren' «•? sii hier nur noch erwähnt, daß der sozialdcmokratiickie vrenhische F'iiuiizminister Hugo Simon vor Überstürzung n-arnte und erklärte, auf Experimente solle man 'ick! nicht cinlassen, zumal noch keine Klarheit darüber erlangt sei, ,.oo man nur das Eigentum dem Staate sichert und den Bet>i'.b einem Vorbcsiber überträgt, oder ob man besondere Svndikate bildet, die unter Staatsaufsicht stehen" Das alles bedeutet doch sehr merkwürdige Zeuiniss: dafür, das; sich in ?er Sozialdcmokrati: längst schon eine geistig'' Umbildung in der ganzen grundlegenden fozialvoiiti'chen Anschauungsweise vcll'vgen haben niuß. Diesen lana- samen, aber, wie sich ick* z-'i.zt, ungemein wirksamen Uin- schwang gibt auch Max Sck ippel zu, in einer gut zusammenfassenden Darstellung der jüngsier, Entwicklung, in den „Sozialistisch, n Monatsheften," unter dem fragenden Titel „Sosert verstaatlichen?" Betrachtet man das Prrblem unveceinaenommen, w kommt man bald auf die Entdecklinq. dab zur Verstaatlichung von Eisenbahnen und Kanälen, von Post und Telegraphie, Fern- jva-'chwesen usiu. eine Zu.si der toichna et; kapitalistischen Erzengnngs- und. AnstlU'.hsjntereisen hingedrängt hat. Bis anl einen ziemlich gcringsi-gigen Bruchteil sind die .Hauptverbraucher der Ste.achnie die groben Veitehrsanstalten und Industrien, den'n gegenüber der Houshaltsverbrouch bescheiden im oaintergriinde bleibt. Die Verstaatlichung der Gruben, soweit sie eine weniger willkütliche und N'eniger teuce Kehlenversi-rgiiiig verspricht. liegt deshalb auch ,ew b.i>. n kapitalistiichen Wirtschaftsinteresien stets überaus nahe. Die 'Verstaatlichung an sich ist im Grunde genommrn kein Sozigtis- mils in: Vollsinne des Worres. Schippe! siebt bei den jetzt von mancher radikalen Stimme erhobenen Foehc- rungcn einer beschleunigten Sozi iltsierung nur einen gewaltigen Wirrwarr, eine so unzwerselligite Gefährlichkeit und Schädlichkeit, dab jede tuvpsiche ltberstürzuiig den berechtigten Kern der Bewcgting zur Sozialisierung hin nur diskreditieren könnte. Aber es sind doch nur ganz unreife Elemente, mit eine», Wort Spartakus l e u t e, di? auf eine Überstürzung Hindi..ngen. Den Sozialdemokraten, die Unabhängigen mit eingeickilossen, kann man immerhin das Zeugnis ausstelleu., dab sie aus den verändeitcn B'-Hältnissen gelernt haben. Einer der radikalsten Befürwocker der Vergesellsiliaft'.ing der Produktionsmittel war und ist der Unabhängige Hofer ostpreutzischer Großgrundbesitzer. Dieser Mann nun schrieb kürzlich in der ..»Freiheit" folgendes: „Wir sind kvr Überzeugung, das; dein sozialistischen Großbetrieb die Zukunft gehört . . Die nun aber, wenn sich wider Erwarten der KI >' in b r'r r e d -wirtschaftlicher gestaltete und der sozialisierte landwirtschaftliche Groß- lwtrieb grobe Staatszii'chiisse elierd-wte? Dann mühten wir wieder abbauen. und der Sozialismus hätte auf dein Gebiete der LandwirrsihaD ^ eine Liauidat'on zu vollziehen." Alles in allein hie, nach: es wird noch lange dauern, ehe die „sozicil'su'che" R'vublik praktischem Sozialismus im marrisii'chen Sinne nicht etwa treiben kann, sondern wirklich treiben will
Die Lage der Deutschen in der Türkei.
W. B. Berlin, 16. Dez. Nach einer aus Konstantinopel eingcgangenen Nachricht ist die allgemeine Lage der Deutschen in -der Türkei z u f r i e d e n st e l l e n d. Das Personal unserer Botschaft und unserer Konsulate wird voraussichtlich Mitte Dezember auf dem Wege über das Mittclmeer die Heimreise antreten. Dagegen verlautet über die Abreise der Kolonie noch nichts. So lange eine Nachricht hierüber fehlt, wollen wir an der Hoffnung festhalten, daß die Durchführung der harten Bestimmungen des Waffenstillstands, wonach alle Deutschen innerhalb Monatsfrist das Land verlassen sollen, überhaupt unterbleibt.
Die Truppen im Baltikum in schwerster Gefahr.
o. st. Tie neuest >n uns Riga -:inget>.offenen Nachrichten über die Lage in Livland und Estland lassen erkennen, daß der Abtransport der deutschen Truppen durch das Vordringen der B o 1' ch e >oikt aus der Rich- tling Pleskatl auf da? schwerste gefährdet ist. Tie Bolscl>ewiki haben vor einigen Tagen Wcrro in Livland erobert: Walk, oer wichtigste Äahnknvtenpunlt, ist aus das äußerste gefährdet. Ginge er verloren, so tvsire die e i n z i ig e B a h n v e r o 'a » n g zwischen Riga und Dorpat unterbrochen. und t te nördlich von Walk siedenden Truppen würden von der tznmur abgesämitten sein. Wenn nicht aus Riga io>ort Truppen nach Walk geworfen sein sollten, ist für di" in Estland und Nordlivland stehenden Truvpen das Schliinmstr zck befürchten.
Der Anschiutzwille der ungarländischen Rumänen.
W. I?. Budapest, lö^Dez. Am 13. Dezember fuhr eine Deputation der Sieben bürg er rumänischen Regierung von Hernumnstadt im Sonderzug nach Bukarest, um König Ferdinand die Oberhoheit über S ie b e n b ii r g e n anzubieten. Es soll in Bukarest eine feierlich: Audienz stattlinden, in der Minister Goldis von dies?«: Beichluh der Siebcnbürger Regierung Mitteilung wache» N'i'd. Die ungarlänli- schen Rumänen erweil'rn ständig ihre sssoiderunaen. Sie haben jetzt dnrchaesetzt. e.ib ans deni Araber KomitatS- haus die rumänisch? flagge gehiht wird.
Der Standpunkt Italiens.
W. B. Brrn, 16. Dez. In der Sonntagssitznng des italienischen S-eimts stellte sich T i t t o n i auf ten Sbnnbpnnkt, dost, Italien vor allem freien Zutritt zu den Weltmärkten erlitten muffe. Zu diesem Zweck wüste vor allem der Kanal von Korfu neutralisiert werden. Italien erhalte dadurch die Möglichkeit einer Überwiachung und Sperrung der Straße von ttranto. außerdem sichere der Besitz von Pola und Valona Italien das notwendige Übergewicht in der Adria. Im übrigen sei Italien nur insoweit imveriet'stisch als die anderen Nationen der Entente. Die Teilung der Interessensphäre in Kteiuasien mülle besonders wegen der für Italien wichtigen Nahstosfe zwischen den ?llliierten gerecht erfolgen. Desgleichen die Lösung der Orientsrage und die Regelung des afrikanischen K o l o n i a l p r o b l e m s. Tittoni betonte zwar am Sckckutz ^oiner Rede, daß er diese Forderungen nur in seinem Nacken vorbringe, allein ihre günstige Aufnahme in der Presse be- weiie, daß weite Kreise Italiens -darin die angemestenen Früchte des Friedens erblicke». — Orlando betonte, daß Itcrlien an der allgemeinen, dem Feind aufzuerlegenden Kriegsentschädigung telllraben müsse und erklärte, daß er mit den Ausführungen hinsichtlich der italiemichen Friedensfardernngen einverstanden sei. Gleichzeitig betonte er jedoch, daß Italien unter keinen Uniständen einen intransi- genter: Geist für die Friedensvcrhandlungen mitbringe. Italien fordere von den Alliierten nur eine klare und loyale Unterstützung. Italien sei durch diesen Krieg zu einer Großmacht geworden, der in ollen internationalen Angelegenheiten ein Recht zum Mtsprechen zwkomme. Die Rede Orlandos löste starken Beifall aus. Nach ihr wurde der Negierung und den Fricdensdrtegievten Italiens in einer Tagesordnung das Vertrauen alusgesprochen, worauf sich der Senat vertagte. _
Das Attentat auf den Präsidenten von Portugal
W. B. Lissabon, 16. Dez. Von der Ermordung des Präsidenten Paes werden noch wlgende Einzelheiten nlit- geteilt: Der Präsident wurde rm Eingang des Bahnhofs durch zwei Schüsse in Lunge und Leber getroffen, doch behielt er volle Gcistesklarheit. Er ,nulde dann sofort in ein Spital gebracht, wo er um 3 Uhr verschied. Der schwerverwundetc Mörder sowie sein Mitschuldiger wurden verhaftet. In der Stadt herrschte große Aufregung. Der Bruder des Präsidenten, Antiono Paes, wurde durch einen Säbelhieb/verwundet. Man glaubt, der Mörder gehöre der inng-republikanilchen Vereinigung an. Der ihn bealeilende Mitschuldig e mußte gegen die Wut des Volkes geschützt werden. Tie beiden Kammern wurden sofort zusammengerufen, und das Amtsblatt veröffenrlichte eine Proklamation, daß das Kabinett unter deni Vorsitz von Castro die Regierung weiterfübren werde.
Die neue Regi'runq :n Par tu aal.
W. B. London, 15. D?',. (Reuter.) Die partugiesi- sche Gesandtschaft gibt die Bilkung der vorläufigen Regierung unter der Pcaside.ntfch,,fr des MariueministerL
C ustro bekannt.
Der Kampf gegen die Kirche.
Es war zu erwarten, daß Adolf Hoffman», der fünfzigprozentige preußische Kultusminister, sovald er dazu die Macht hatte, seinem alten Haß gegen die Kirche freien Lauf lassen würde. Er hat ein Dekrer veröffentlicht, daß Kirche und Staat zu trennen seien. Er, der sich seiner mangelhaften Bildung lärmend rühmt, hat dadurch in der Tat bewiesen, daß er von einer ungeheuerlichen Unbildung nicht nur des Gehirns, sondern auch des Herzens — man darf wohl sagen — geschlagen ist. Welch ein Narr, sich dem Wahne hinzugcben, er könne aus der Seele von Millionen Volksgenossen heraus- reißen, was seit Väter- und Urväterzeiten dorthinein gelesen, geschrieben und gesungen worden ist. Zwar wird Adolf Hoffman» sagen, daß er ja nicht gegen die Religion, sondern nur gegen die Kirche sein blutroces Roß gesattelt habe, ja, daß er selbst der Kirche nicht ans Leben wolle, sondern nur Kirche und Staat voneinander zu trennen beabsichtige. Schon recht: liber die Trennung von Kirche und Staat läßt sich reden. Und es ließe sich schon ein Zustand vorstellrn. in dem diese Trennung durchgeführt ist. Aber das eben nur dann, wenn alle zuständigen Stellen und ganz zuerst die vor allem daran Beteiligten, nämlich die Vertreter der Kirche und der Gläu- ligen, nebört worden sind. Aber kindischer Vandalismus ist es, durch einen Befehl, durch einen Akt der brutalen Willkür, die Jahrtausende alten Beziehungen von Staat und Kirche zerreißen zu wallen. Das bedeutet, was den Katholizismus l etrifft, einen neuen Kulturkampf, und was den Protestantismus angeht, eine Staatsentfremdung all dev Millionen, deren Gesinnung und Empfinden nnperietzbar in der gewaltigen Prophetenreihe von Luther bis zu Kant und Sckileiermacher wurzelt. Wenn das so weitergcht, dann wird man allerdings das deutsche Volk bedauern müssen, daß es anstatt durch die Revolution zur wahren Freiheit zu gelangen, nur dem Dilettantismus ahnungsloser Zerstörer ausgeliefert worden^ ist. Indesten, so leicht laßt sich nicht zerstören, was des deutschen Volkes innerster Kern ist. Es war darum mir eine Selbstverständlichkeit, daß nach dem plumpen Vorstoß des Herrn Hoffnurnn sein Mitarbeiter am vreuffischen Knltusmi-iitte- rium, der Vertreter der Mehrheitssozialisten. Konral» Hönisch, sofort erklären ließ, daß die Annahme, das deutsch» Volk solle durch einen Handstreich überrumpelt werden, nichts als ein unbillige? Gerückt sei. Die Trennung von Kirche un!» Staat liege allerdings in der allgemeinen Linie der neuen Regierung, aber niemand denke daran, die zahlreichen, mil solcher Maßnahme verbundenen Fragen, alle diese Fragen finanzieller, juristischer und allgemein politischer Natur, überS Knie zu brechen, und selbstnersiändlick würde auf die berechtigten Interessen der kirchlichen und gläubigen Kreise volcst» Rücksicht genommen werden. Vor allem aber sollen die Vertreter der Kirche selbst zu Worte kommen.
Wir wollen solche Versicherung der anderen 50 Prozent des preußischen Kultusministeriums gern enlgcgennehmeii. Wir können uns aber trotzdem nicht abhalten lasten, etwaig«! Bilderstürmer darauf hinzuweisen, daß cS *ir' alle Verwüstungen Grenzen gibt iiiid daß es ein Ende für mißbrauchte Macht bedeutet, wenn der Geist eines ganzen Volkes sich zus Wehr setzt. _
Vorläufige Satzung der Deutschen demokratischen Partei.
1. Name und Sitz der Partei.
§ 1. Die Deutsche dcmvkraiiickw Partei faßt die auf dcn< Boden ihres Programmes sichenden Männer uiid Flauen dee deutschen Republik zusammen. Sie hat ihren Sitz in Berlin.
2. Erwerb und Verlust drr Mitgliedschaft.
. § 2. Mitglied kann jeder deutsche Reichsangchörige werden. 8 3. Die Mitgliedschast wird erworben durch Anniel» düng und du>:ch Beitragszahlung an die örlliche Organisation. 8 4. Die Mitgliedschaft geht verloren durch Austritlserklärung, svelche jederzeit erfolgen kann. Ein Mitglied kann von seiner Organisation aus der Part'i anSgeschlöffen werden, wenn cs die Parteiinterestcn vorsätzlich verletzt. Gegen den Ausschluß ist die Benckung an den nächsten Parteitag zulästig. 8 6. Ter Parteibeitrag beträgt mindestens 3 M. jährlich. Für jedes Mitalied ist vom Ortsvcrein jährlich 1 M au die Hauptkastq der Partei abzusiihren.
3. Aufbau der Partei.
8 6. Die Partei gliedert sich nach den ReichSwahlbe» zirken. 8 1 - I» jedem Bezirk sind die Mitglieder in örtlich» Vereine,'liefe in einen Bezirksverbciiid zusammengeschlossen. Diese Organisationen geben sich ihre Satzungen selbst, doch muß in jeder Satzung die Vorschrift enthalten sein, daß durch den Eintritt gleichzeitig die Zugehörigkeit zur Partei enoorben wird.
4. Parteileitung.
8 8. Organe der Partei sind: 1. der Parteitag, 2 . der
.ckianptvorstand, 3. der geschäftsführende Ausschuß. 8 ff- Der Parteitag tritt jährlich einmal zusamnien. Ihm liegen dir Feststellung des Programms und die Wahl zum Hanptvor» stand und zum geschästssührenden Ausschuß, ob. Außerordentliche Parteitage werden einberusen. sofern es der Hauptvor- ttand für erforderlich erachtet. Sie müsteic einberufen werden, wenn es der geschäftsfübrende Ausschuß oder örtlich» Organisationen, die zusammen mindestens 20 000 Parteimitglieder zählen, beim Hauptvorstend beantragen. § 10. Di« Wahlen zum Parteitag erfolgen nach ReichSwahlbezirkcn dergestalt, daß auf je 2000 organisierte Pactciangchörige ciiicS Wahlbezirks je ein Vertreter entfällt. Ein Uberschuß von 1000 wird vollen 2000 gleichgerechnct. Jeder Wahlkreis erhält mindestens einen Vertreier. Die Wahlordnung wird den Becirksverbänden überlassen. Ferner gehören den« Parteitag die Mitglieder der Reichstag^iraktioa, dcS Haupt- vorstaubes unb veo geschästssührenden Ausschusses cur. 8 11^
