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des Wiesbadener Tagblatts: Berlin TV. 57, Alt der Apojtelkirche 7,1,
Berliner Abteilung
Nr. 584.. 66. Jahrgang
Abend-Ausgabe
Samstag, 14. Dezember 1918.
als ursprünqlich angenommenen Termin Mumoe«. Die Behörden beainncn oereits, sich mit dieser Möglich- feit vertraut zu machen und ihre Arbeit darauf euizn- stellen.
Eine DerstSndisnng über die Grundlagen der neuen Verfassung.
Berlin, 13. Dez. Die bekannt wird, stoben die Der- Handlungen im Reichsamt des Innern über die Grundlagen der neuen Verfassung Deutschlands zu einer Verständigung in fast allen wichtigen Punkten geführt, so daß die auswärtigen Teilnehmer in Le: Beratung gesiecm abend in die Heimat zurüffkehren kennten. Das Reich?- amt des Innern wird nunmehr den Entwurf ausarbeiten und denselben den zuständig:n Stellen zur Begutachtung zugchen lassen.
Die Rheinkchifsahrt.
W .B. Berlin, 13. Dez. Die heutige Besprechung «nt der interalliierten Schiffal'rtskommission ergab folgendes: Grun^ 'ätzlich zugelassen ist der Verkehr von rechtsrheinischen nach rechtsrheinischen und von linksrheinischen nach linksrheinische« Stationen, desgleichen der Verkehr vom Ausland nach samt» lichen Rheinplätzen, der durch Kontrollposten in Emmerich und Basel beaufsichtigt wird. Untersagt ist der Güterverkehr von den linkäthsuüfckLU nach den rechtsrheinischen Elationen. Ausnahmvr werden gesti»ttet auf besonderen Antrag, der an die interalliierte Kommission zu richten ist. ES ist unbedingt notwendig, daß alle Schisfsführer stets im Besitz orünungs- mäßiger Ladescheine sind. Die sofortige Freigabe aller fest- gehaltenen Kohlenschifse ist veranlaßt. Während der Übergangszeit bis zur vollständigen Einfirhrung vorschriftsmäßiger Abzeichen und Ausweise entstehen dem Schisfsperjoiul keinerlei Schwierigkeiten.
Die Behandlung der Kriegsgefangenen.
W.B. Berlin, 12. Dez. Die Kommission zur Untersuchung der Anklagen wegen völkerrechtswidrige: Behandlung der Kriegsgefangenen in Deutschland hielt unter dem Vorsitz
Mittwoch und Donnerstag stait- daß mit Rücksicht auf andere An- menkünfre erst am 3. Januar wieder Während dieser Pause wird Wilson englische, französische und amerikanische Front nuu> einen Abstecher nach Italien wachem. *; cr hofft, daß der Friedensvertrag noch vor Ende .viarz
Alliierten am Dienstag, finden. Es ist möglich, gelegenheiten die Zusam aufgencmmen werden, die belgische, < besuchen, auch Präsident T " , _ unterzeichnet wird.
Wilson in Eurova.
W B London, 13. Dez. Der Dampfer „George Washington" ist heute mittag um 12.07 Uhr in Brest eingetrossen.
Die Pollzeitruypen in der neutralen Zone.
W. B. Berlin. 13. Dez. Dil . deutsche Waffenstill, standskommission teilt »nt' Mancyall Fsock hat folgenvc Anordnungen über die P o l i z e' o r g a ntf a ' fl n iv der neutralen Zone Deutschlands ^troffen Zur Ausrechterhaltung der Ordnung dürfen deutsch Truppen. die grundsätzlich Dolizertruppen sind. m twr neutralen Zone unterhalren nwrd.'n. DaS allnerte Ober- kominando behält sich das %'A'\ vor. dre @-ei on .ijai 11 dieser Truppen zu be;r°nzc'n llnd zu tontrollreren Dennoch muß die Ordnung ..ormalerweffe durch du Ortsgendarmerie, ausnähmsuxnse durch Sichercherts garnrsonen in besonders wichftgen Orten ausreä.t erha
Verlängerung wird vorbehaltlich der »Zustrmmung oer alliierten Regierungen bis zum Abschluß deS Pro-» liminarfriedenS ausgedehnt «erden. Das Oberkommando der Alliierten behält sich vor, die nentrale Zone auf dem rechten Rheinufer nördlich deS Kölner Brücke»? kopfes bis zur holländischen Grenze zu besetzen.
8« Beginn der Sitzung teilte Marschall Foch im Name» de« amerikanischen LebcnsmitteikontrollrurS Hoover mit, daß die in Deutschland liegenden 2,5 Millionen Tonnen Schiffs. | raum unter Kontrolle der Alliierten znr Versorgung Deutschlands znr Verfügung gestellt werden müssen, wobei die Schiffe selbstverständlich deutsches Eigentum verbleiben und mit deutscher Besatzung versehe» «erden können. Diese Versorgung mit Lebensmitteln wird von zwei Kommisiionen geregelt «erden, eine, die die* Lebensmittel aufkauft, hat ihren Sitz in Paris, während die, andere, die mit der Verteilung und dem Transport beauftragte, ihren Sitz in Landon hat.
Der Wortlaut des Abkommen».
Di« Unterzeichneten, versehen mit Vollmachten, kraft deren sie den Waffensiillstandsventag vcm 11. November Unterzeichneten, haben heute ftlacntes Zusatzabkommen unterzeichnet:
1 Tr« Dauer des an, 11. November abgeschlossenen Waffen- ssillstardes ist um einen Monat verlängert, bis zum 17. Januar 1919, E Uhr (fünf Uhr) rerinittarr. Diese Verlängerung um eine,: Monat wird ri ter Vcrtehall der Zustimmung der alliierten Regie, rungen bis zum Abschlus- des Präliminarfriedens ausgedehm werden.
2. Die Ausführung der Bedingungen des Ab. kon-mens dem 11 Nivemlcr, soweit dieselben zurzeit noch unvollständig verwirNicht sind, wird fortgesetzt und in der Zeit der Der- längcrung des Dastenstillstandes zu den von der internationalen Wnssenst, illstand»!ommisswn festgesetzten Borschristen und nach den Weisungen des Lterttmmantos der Alliierten zum Abschluß geführt.
3. Folgende Bedinguuo uird dom Abkommen vom ll. November hirrzugefügt: Das Lbc-kcmmandr der Alliierten behält sich von jetzt an, wenn es dies für angczeigt erachtet, und um sich neue Sicherheiten zu verschaffen, vor, di; neutrale Zone aus den, rechten Rheinuser nördlich des Keiner BvSStnkopses bis zur holländischen chrenze zu besitzen. Trcsc Besetzung wird von dem Oberkommando der Alliierten sechs Tage vrrher angezcigt werden.
Trier, IS. Dezember 191fe . _ ,
gez. I Foch, St. H. Dohna, Admiral, gez. Trzberger, A. Ol-erndorst. v. Winterseldt, Banselow.
Die Klausel über die Bcrlänocrung des Vertrages bis zum Slbschlutz des Brälimmartriedeuk sowie die vorherige Anzeige vor Besetzung der neutralen Zone vom Kölner Bruckcnlops brs ,ur bolländischen Grenze wuiden aus Vorschlag des Staatssekretärs Erzberger in das Ahkcnlmen arlsgen-mmeir.
Zu Beginn der Sitznnp teilte Marschall Foch im Namen des amerikanischen Lchensmirtellcntrolleurs Hoover mit, daß die in Deutschland lugenden 2.5 Millionen Tonnen Schiffsraum unter Kontrolle der Alliierten zur
Versorgung Deutschland» mit Lebensmitteln zur Verfügung gestellt werden wüsten Zu der Erklärung des Au», drnües „Kouirelle der Mitatcn" in den, Sinne, daß hierbei die Schisse selbstverständlich deutsches Eigentum rerbleiben und mit deutschen S'esatzliilgen verlebe» werden könnten, antwortete Foch im Prinzip -ustinimend Aus den weiteren B->'nmri7ungen geht hervor. daß diese Vcrsrrgune mit Lebensmitteln vcn zwei Kommissaren gkregeli werden wird Die ein-, welche die Lebensmittel auskaust, hat ihren Sitz in Paris, während di° mit der Verteilung und dem Transvort bcauslragte Kcnimissirn ihren Sitz in London hat.
des Profeffors Dr. Schuckina am 11. Dez. eine Bollstd^r» ab. nachdem sie am BorsuMea chas Gefangenenlager rn besickitigt hatte. In Vtt wurde über bl- bisherige
Arbeit berichtet, die in der Hauptfach'« in der Durchsicht de» ungemein umfangreichen Aktenmaterials de? Auswärt-gen Amtes besteht. Es handelt sich darum, ül-er 1100 Akt-n. bände durchzusehen, in denen die Angelegenheiten d-r feindlichen Kriegsgefangenen enthalten sind. ES wurde fesigestcllt, welche Arten von Beschwerden zunächst zum Gegenstand der Untersuchung gemackit werden sollen. Zu den aus den verschiedensten Kreisen der Bevölkerung bei der Koinmisslvn gemachten Anregungen, ibre Arbeit auch auf die völkerrechtswidrige Behandlung deutscher Kriegsgefangener im Ausland zu erstrecken, wurde festgestellt, daß das Material hierüber schon an anderer Stelle gesammelt wrrd und zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit unterbreitet werde.
Der Verband aegen A.- und S.-ZISte.
Basel, 12. Dez. Die „Morning Post" meldet: Die Ber° Händler verlangen Rückerstattung der an die Arbeiter- und Soldatenräte ohne Zustimmung deS deutsche« Reichstags gezahlten Staatsgelder mü> weicken, wenn das nicht mehr möglich ist. Sick>erheiten in Deutschland beschlagnahmen.
A.- und S.-Rat Dresden über Mitarbeit des Bürgertum».
Köln, 12. Dez. Aus Dresden wird gemeldet: De»
Arbeiter- und Soldaten rat Groh-DreSden sprach die Überzeugung aus, die Sozialdemokratie könne die ungeheure Verantwortung ohne Bürgertum nicht tragen und oh« Bürgertum die gewaltigen Aufgaben nicht erfüllen.
1 . Nicht gestattet sind Hinweise auf militärische, oder
maritime Operattonen oder Dispositionen der Alliierten, weder in Wort noch Bild. .. m
2. Die Redakteure sind verantwortlich für dm Verofsent- lichuno politischer Artikel. Nicht gestattet sind Hinweise auf extrem-revolutionäre Strömungen. Verboten ist eine absprechende Kritik der PerbandSpolitik in irgendeinem Land,., das besetzte Gebiet eingeschlossen.
3 ES darf nichts veröffentlicht werden, was geeignet sein könnte, schlechte Beziehungen zwischen den Bewohnern der besetzten Gebiete und den Besetzungstruppen des Verbandes zu verursachen.
4 ES darf nichts veröffentlicht werden. waS nach Etim- munosmachc aussiebt und darauf berechnet ist, den Geist oder die Disziplin der Verbandstruppen zu beeinftuffen.
5. Alle Nachrichtentelegramme müssen der Zensur vorgelegt werden.
6. Nicht erlaubt sind Anzeigen in Kode- oder Ch'ffte- fchriff (code or eipher). ES ist eine Liste zu sichrem die den vollen Namen und die Adreb'e ,edeS Inserenten enthalt.
siir die Ei,:s»bruna von tetene mittel» eingesetzt tft, alsoald ausge- nrnnnen werden können. Liese Verhandlungen finden nicht in Spcci ftatt.
AuS der Debatte ij; weiter l-ervoizi'heben. daß die Abgabe de» BerkehrSm-terials
aus Grund der deutschen Versüläk-c vor sich gehen wird, und zwar in' der Weise, dos, bis zun, 19. Januar 1919 die auSzultesernden 5999 Lckonirtiven, 15V 990 Eisenbahnwagen und 5990 Lastkraftwagen übergeben sein werden. Det dcu-.sche, noch langen Verhandlungen nnaenomwene Verschlag siebt tm einzelnen vor, daß während de: ettte.i zehn Tage vom 18 Dczcniber an täglich 110 Lokomotiven und 2409 Wagen, sodann während der übrigen 29 Tage je 150 Lok». -motiten und 3200 Wagen abaclicsert werden. Der französische Bor- schlag ans Ablieserung in küizestcr Frist drang nicht durch. Insbesondere aelang eS auch, die von französischer S^.tc vorgeschlaaenen Sttasvorschiisten für den Fall der Ablieserung vcn Material, dessen Zustand für nicht genügend erklärt wird zu mildern Von^cng. lrschcr Sesie wurde verlangt, daß das Limenschrss „Baden an Stelle des Panzerkreuzers „Mackensen" abgeliekert werde, der nicht schlevpbereit ist Letztere Taisoche war bereits am II. November i« Walde von Eompiegne milgeteili worden, worauf von eugli,cher Seite k-'ine neue Forderung gestellt wurde. Staatssekretär Erzberger bezeichnete diese letzt vorgebl achte Forderung als ein Akt der Wi-llkür und leatc Pretest ein. Die Engländer zogen iedoch ihre
dent der „Daily News", Robert Dell, rn einein Briefe, ob Lloyd George sich eiyemlut! feine erstaunlicyen Außeiunyen uberleqt Hube, .vr b-lbe erstens ssesoyt, daß die Dienstpflicht qcmz von den Friedens- bedinpungen abhäneie, was bcjagen will, daß Encp land sie beibel,alten will, wenn dre anderen Lander nicht zustimmen, sie aufzuhed'N'. jiv'itens, baß ec von allen Ländern fordern würde, ihre Dienstpflicht-Armeen aufzuoeben, daß aber Snaland ielsist nicht die Absicht habe, feine Flotte aufznaeb >n. Wir werden, schreibt der Korrespondent, vielleicht inisrande feilt, unsere früheren Fernde dazu zu zwinsien, die Dienstpflicht fallen zu lasten, kann aber jemand mit yesundem Perstand an- nehnien, daß unsere Delbüpc-eten zustuu- en^ werden, ihre Armeen aufzuaeben wäl rend wir u re flotte behalten? Dieser naive Porichlap bedeutet einfach, daß jedes Land mir Aufnahme von Groß, britannienabrüsten solle. Ter Vorschlag wurde uns zu den Herren der Welt inachen, wenn die Veremtü- ten Staaten es nicht e:ir yut halten, uns unsere Obor- Herrschaft streitiq zu machen, was st" ,w chrfchetnl'ch tun werö°n In diesem sisalle wuiden wir einem rurnosen Wettbewerb mi Schlffbau die Stirn bieien müssen. Die Rüstungslasten würden 'choercr werden als je.
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