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Verlag Langgasfe 21

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Sonntag, 8. Dezember 1918. MSvgeN-AUSgltbe. Nr. 573.. 66. Jahrgang.

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Die Zwischenfälle in Berlin.

Republik Rheinland-Westfalen."

Die anderthalb Dutzend deutscher Dürften, die uns nicht zum Segen des d-ntschen Volkes bisher regiert haben, sind wir glücklich los, aber die deutiche Sonderbündelei soll uns erh,ilten bleiben, oder, wenn es nach dem Willen unserer Fünde geht, sonor noch in verschärstem Matze zum Ausdruck gebracht werden. Ge­wiß wird es, wie die Verhältnis): in Deutschland nun ein­mal liegen, notwendig <=*in. mit Rücksicht <ui f die Eigen­art der verschiedenen denlich:» Volksstämmc eine ge­wisse Tezentraliialion weiter bcllchen zu lassen, und das mag im Interesse der kulturellen Weiterentwicklung des deutschen Volksganzen auch von Wert scm: aber diese Entwicklung dars nicht wwcir gehen diß neue Interessen- gegensätze an Stelle d?r glücklich vei-istalen dynastisch m treten, die uns mancherlei Scktzideu gebracht haben. Es sei nur an die hohcnzollern'chen Absichten aus Kurland und die der Wittelsbocher uii dos Eiiatz hingewicien, deren Versolgung zuni anitzen Teil die Schuld an un­serem jetzigen Elend trügt. Was uns unbedingt nottut, ist eine einheitliche gretze deutsche Nepublil. die alle deut­schen Volksstämme ohne Ausn.ilune in üch schließt, wobei diesen allerdings eine weitgehende S-llbilverwaltung ge­währt werden kann, mit der einzigen Beschränkung, d. ß die ge?ueinsamen Interessen des Reiches in der inneren wie in der äusseren Politik wodurch nicht beeinträchtigt werden. Natürlich wird man die de»tsck>en Zwergstaaten zu größeren Staotsgedildcn ziiwmiiienschließen oder, so­weit sic isoliert innerhalb oer bisherigen größeren Bun­desstaaten liegen, dicien.angliede.nl wüsieit.

Mit aller Entschiedenheit muß nu» es aber ablehnen, daß den innerhalb der d.",t'chen Einheitspolitik bestellen­den Stoatcngebilden nwmöst'ch noch ivcitere staa:srecl>t- liche Sonderziigestänoiuije gemacht werden, als ihnen jetzt ick>on ziist-.'hcn, oder daß ninn vcllends von den be- stelwnden deutschen Bnnd'sstool.'li Teile abtrennt, »in daraus neue Bundesstnar, i> zu nia.hen und so diele Zer­splitterung im Deutschen Reich nock zu vcrvlclsackscn. Solche Bestrebungen lind zurzeil abgesehen von der Provinz Hannover, wo die Welsen ihre von der Mehr­heit der dortigen Bevölkerung keineswegs geteilten For­derungen auf rin selbständines Hannover mit lauterer Stimme erleben, in Rheinland und Westfalen imGang", wo- sich die klerikalen IntereHen mit denen des Groß­kapitals ziisammengefiinden zu hoben scheinen, um unter dem Rufe ..Los von Berlin'' ein? gefährliche Sonder- bündclei zu treiben, die uns'eien Feinden nur Anleß geben kann, die von ihnen an »nd ft'ir sich schon erstreb e Zerstückelung des Deutsche» Reiches allen Ernstes in An- griff zu nehmen. Cs geht vier um größere Interessen als »m den Geldbeutel der -liei'iisch-w'stsilischen Groß­industrie. denen die Soztalis,er»n>ini Magen liegt, und die klerikalen Bestrebungen der rheinischen Zentrums. kreise, die der Trennung ncn Staat und Kirche aus dem Wege gehen niöchlen. Es 'elit um das Wohl und Wehe des ganzen d l u : > ,h e n Volkes, dessen ftlurfPfn Rufmift jeden I'riien wird, der in dieser schwersten Sluudc zum Vcrrgt-r ain Dcutschluni wird und nicht davor zurück'chreckt. dieses dem nur auf eine günstige Gelegenheit rum Eingreifen lauernden lvelsch n Feindes vollends auszulieler». In Kölner Zcnlrums- versammlungen haben o-r Zentrumsabgcordncle T r i m. born und der Eh-kredakteur Haebcr von der wäh­rend des Krieges im nnneeionistischrn alldeutschen Fahr- wasser schwimmeud-'N ..Krstiiiichen Volks,zeitnng" die Annahme von Entschließungen veranlaßt, in denen eine asllcrd-ings dem Deutschen Reich anaehörige, aber von Preußen unabhängi se .Republik Rl'einland-W- st- faken gefordert U'ird. Aber selbst wenn setzt unter der Führung derKölnischen Volks leicnnn" und nnt-r dem gütigen Protektorat der Entenredebitziingen links des Rheins eine rheinisch-westsälikche Sonderrevnhlik zu- standekammen sollte, so würde die spätere Entwicklung über dieses künstliche Gehstd? doch wieder hinweg gehen. Der Sckw»den jedoch, der in der Zwischenzeit nn- gerichtet würde, könnte so fd'ii«-fT nicht lvieacr beseitigt werden. Deshalb wüsten alle kinnck't'.ien Deutschen sich mit ganzer Kraft allen gegen die Einheit des . -Reiches gerichteten Bestrebungen e n t g c g e n st e l l e n, von welcher Seite iie auch immer kommen mögen.

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LoSkösnngSbestrrLnngen in den Trierifchen Landen.

W. R. Trier, 7. Dez. kDrahtbcricht.) Die in wei­ten Kreist» der hieiigen Bcrwlkening eingesetzte Be­wegung für die Loslösuna der Rheinlnnde von Preußen hat die Kölnische Kundgebung gm Dienstag- abend *mit Freuden oegnißt und solgend 'S Telegramm an Iustizrat Dr. Trinibo-n :n Köln v'nndt: Die Führer der Bewegung für einen freien Rheinstaat in den Trierischen Landen begrüßen begeistert die Kclnisckre Kundgebung. Sie werden, wre seit Monaten, an dem

«yftrf frlpn Qi«! |g ^»iill)n ftÜJOlit-H.

W. B. Berlin, 7. Dez. iDrahrbericht.) Das Wolff- sche Bureau verbreitet heute »her die Zusammenstöße in der Chaussee- und Inva'.id'nsti'aß,' folgende Nachricht: Der ganze Vorgang rsl ans Bekehl des Generalkomman- dos der Gurdeiruppen zuritckzusuhien. Das General­kommando gab an die'ilieeka'ern? den Befehl: Mann­schaften alarmiert! Au» die Straßen gelien und die Demonstranten vor den Germania- und Sophiensüle zerstreuen.

Temaegenüber wird sestaestellt, daß von seiten des Generalkonimandos d-s Gardekorps iveder ein Befehl noch eine Weisung an die Berliner Truppen gegeben wurde, dick deren Derlinft'n bei den g 'steigen Vorgängen iraendwie beeinflußt batst. In« übrigen ist das Gene­ralkommando des Gardeksrps fiir solche Anordnungen auch nicht zuständig. Auch das Kr'.'gsministeriiim steht diesem Vorgehen oolllommen »ern. Kriegsminister Schcüch. Unterstaatsi.'krctär Göhr».

Auch schwere Ausschreitungen ln München.

W. R. München, 7. Dez (Trahtbericht.) Infolge der in der lebten Zeit von der hiesigen Presse gegenüber der neuen'Regierung eingenommenen Haltung zogen vergangene Nacht nach Schluß der Deiuonslrntionsver- sammlung Taulende Soldaten durch die Stadt, besetzten alle Zeitungen und richteten eine Zensur ein. Minister- piäudent E i s n e r begab :>ch in Begleitung des Polizei­präsidenten und des Stadtklimmandanten in die ver­schiedenen Redaktionen und beseitigte die willkürlich ein- geführte Zensur. Auch :n die Wohnung des M i n i sters Auer waren Demonstranten e i n ge­drungen »nd hatten den Minister unter Drohungen gezwungen, seine Demission rn nebnien. Ministerpräsi­dent Eisner stattete den, Minister Auer ebenfalls einen Besuch ab. Selbstverständlich ist die an Herrn An-w voraenommene Erpre,is»»g nichtig. Ini Laust der Nockil wurde diirch reM'M^an'fckie Sch'itzU'ackxw ' und Mannschasten des Insanterieleibr.-giinentS die Ordnung wieder hcrgestellt.

Dl« Ko'ten der A.» n"d S--spil^e.

\V. R Berlin, 7. Dez. sDrofitk»>r!cht.s Die Bebmiptnng einer Berliner Korresvnntzenr. tzatz tz'e Artzeiier- und Snl» datenräte tiisher über?60 Millionen Mark auSgegeben haben, ist einfach ans der Luft gearisfen. Aiemnnd ist heute^ im­stande. Ausgaben der Arbeiter- und Soldatenräte zifsern- mätzig zu beweisen oder zn widerlegen, dn es noch nicht ein­mal ein Adre'stnverzeichniS der täglich bestehenden oder sich auflösenden Arbeiter- und Soldgfenräte gibt, geschweige denn eine ocngue Berechnung. Die Ausgaben, die durch die von den Arbeiter- »nd Soldalenräteii durchgedrückten Forderungen entstanden sind, können kaum die H ä l t t e von 800 Millio­nen Mark betragen Sie sind mm grössten Teil, wie die E n t- tgssungSgelder für Soldaten, einmalige Aus­gaben und gebären unter keinen Umständen zu den Betriebs­kosten der Arbeiter» und Soldatenräie. Wie wenig die Arbeiter- und Soldatenräie mit dem Gelde um sich werfen, be­weist der Bollziigsrnt. drsien Buchtührune allen gesckfäftlichen und anitlickien Anforderungen genügt. Danach betragen die Ansgastien des VollziigSratS New 12. bis 80. Nov. 330 204 M. 05 Pf. und vom I. bis 5. Dez. 46 604 M. 88 Pf.. d. h zusammen 385 850 M. 03 Pk Fn diesem Betrage be­finden sich die Ausgaben für Broschüren, in denen die Be­stimmungen der Arbeiter- und Soidatenräte zusnmmcngefrstt sind. Plakate. Flugblätter und die Unkosten für Kdere, die längere Zeit an wichtigen Eiscnbabnknotenpnnkten zur Ab? leitnng wilder Truppenteile pan Berlin tätig waren. Bei täglicher Kündigung und unbeschränkter Arbeitszeit erhalten Schreibmaschinendamen >0 his 20 M.. Bolen. Kuriere und Agenten in Vertrauensmilfionen 20 his 30 M., geistige Arbeiter Kanzleileiter nsw. 20 bi? 30 M.. Abteilungsleiter 40 M.. Mitglieder des VollzunSrateS je 50 M. Es gibt kein» Inbresgebälter, sondern nur Tagegelder und keine wie immer geartet? Sveseiirechnungen, durch die sich die täglichen Löhne ins ungemesiene erhöhen ließen.

Die Ttchechofiowakrn in Deutsch-Dohmen.

VJ. R. Prag, 7. Dez. ^TrohItenM.)Provs Lido" meshct: Gegen Kopiitz. das der Hort der driitsch-sozig- kisliicki'n Agitalion noch Proklgmgtioii der tscheckio- klowaki'chen Republik mo', wurde gestern militärisch durch In'-mterie und Artillerie eingeschrltten. Tie Bürgeroordc leistete Widerstand und so kam e-s z» einer regelrechten Nelanerung der Svidt. Aus tschechiicher Seit? gab es ^ VerwundRe, ouf deutscher 3 Tost und on 20 Verwundete. 60 Gardisten wurden verhasstst. Drr Stodtrot unterwarf sich schließlich den Vertreiern de§ Militärs.

Englisches Kriegsschiff in der Oktsee gesunken.

\\. R. Londvit, 7 Dcz. (Drghtbericht.) Das briti­sche K''iegsscUi»Kassandra" stieß am st. Dezet-iver um Mitterngcht im Baltischen Meere ans ein? Mine und lauf eine Stunde ipater. 1! ITOoim wurden »ermißt, wahtschcinlich wurten st> durch die Erplosion zetötct. Alle üvngen Oskiziekt: und Mcmnichasten wurden von

Zerstüvrr» atceüsx.

Wilsons Europareise.

. JV. B. Paris, 7. 2.',. (Trahtbericht.; Wilson wünscht seine Ankunft um 24 Stunden nuszuichleoen. Er wird ani 13. in B r c st an Land gehen und m Pans am 14. Dezember eintreistn.

W. R. Bern, 7. 2ez. lTrahtb.» icht.) Nach einer Meldung des amerikuniichen Presieöiensics fuhrt eines der Schisse, die WiZo'l aus seiner Fahrl nach Europa be­gleiten, m e h r e r e Tonnen To k u tu c n t e mit sich, welche Tatsachen enlh ilten, die wäarend der ^ ganzen Daiker des Krieges durch eine Sv e z i a I k o ni m i s s i o n in Erwartung der sfriedensfonserenz gesammelt worden sind und nun enthüllt i.-X'rdeil sollen.

Wilsons Rede vor dem Kongreh.

D>. I\ K. In seiner neuesten Rede vor dem Kongreß hat Wilson auch über die Ausaaben des Friedens ge­sprochen. Er sprach da wieder eo> der .internatio­nalen G er ech t i g k e > t'. die A'ne>ika suche. Amerika sei im Bcgriss. den Frieden »iäst nur für sich selbst, son­dern auch für die anderen Völker der Welt zu organi­sieren, falls sie ihm gestatten, timen zu dienen.

Es ist schade, daß das dcatiche ie olk bei der Aus- % lcgung der W a f f e n st i l l st a » d s st e d i n g n n g e n durch die Entente so q ir nichts v^n der i n t e r- nationalen Gerc htizkeit spüst, sür die sich Präsident Wilson seit Idhrcn eiusttzt.

Drr ncne amerikani'chr Schntzsrkr'stär.

W. R. New Bork, 7 Der. Drahtbeiin'stst Wilson ernannte Cartar Glase aus Vieginig »um Schutzsekretär.

Eine Lebeitsm'ttsHonrmiss'on der Entenle

^V. R. London, 7. Dez. /Dmlitbericht.) Das Reuter- sche Burcau cr*ri!)rt, d-ß cnf der Londoner Konserenz auch über die Einricht'ing ei».er Kommission gesprochen wurde die die Frage der Libensmittelvcrsorgung . d^r gserschiedcneptzLßB'n«, djK^i.rch den Krieg aelstieo haben. . unter>uck>en und darübe' Belicht ei statten soll. Es ver- lanlet. daß Lord Neadiiiz und Sir I. Maclay der Kom­mission angchören we rden. _

Attrntatsvcrstich aus d-n vortngirsischen Präüdrntrn.

Vt'. R. Lissabon, 7. D-z. . Dr ilub."-:cht.) Auf den Präsidenten der Republik Vanugal lvurde von einem Unbekannten ein R e ost l " > -! >h ß abaestnert. Der Präsident blieb unvcrl-cht. Der Tit.-r winde verhaftet.

Wiesbadener Nachrichten.

Vor deyr Einzug der Feinde. \

Von einem heute aus Saorbrücken hier angekommenen Gewährsmann werden uns in4eressante Mitteilungen über Saarbrücken und die bis jetzt von den Franzosen besetz- ten Geviet« geneben. Das dortige Leben spielt sich dnrnnch genau wie in früheren Zeiten ab. Dus gesamte WirdsckwftS- lel-en wind nickst im geringste» von den Franzosen beeiiUräch- rigt, es geht alles seinen gewohnten Gong »ist» wird itr.'ng auf Didnnng und Ruhe gesehen. Iedn-nde AuSlchroitung uist» Beleidigung gegenüber den Mstitärperfonen wird van den. doistjgcn Kommandobebörde» sofort mit hohen Geldstrafen de» strnst (Es wurden z. B. vor einigen Tagen die El'ecn eine- 10jährigen Bursche», der einem französischen Lffizier auf der Strotze Cchimpsworte zurief, mit 500 M. bestraft.) Poli;et- srnnbe ist auf 11 Uhr festgesetzt uist» wind strenge Kontrolle darüber enisgeübt, daß auch tatsächlich sämtliche Lokale Punkt II Uhr geschlossen sind. (Ter Straßenversthr ist auch für die ganze Nacht uivbehindert.) Tort, wo noch nach 11 Uhr etwas aukge»Heukt wird und der l-etreffende Mrt dabei ongetroüen wird, stobt ihm zum erstenmal 50 M. Gebdstrife in Aussicht 1 i'fofnt zahlbar). Wird er dagegen schon zum ztveiten- und drittei;n'n( ei tappt, läuft er Gefahr, daß sei» Lokal geschlossen w'rd. ?r> persönlichen Verkehr mit der Ziv'lbevölkeruug de- nimmt sich der französische Soldat und Qffizstr nutz, ec st korcetl. Er ist liebenStoündig. hoi lick, und zuvorkommend, äußerst gutherzig und hilfsbereit. Es wiederholen sch in den Quartiere» dort dieselben Bilder, die wir be.vtS aus den durch lästere Truppen bis vor kurzem dofetztea Aev'elen in Frankreich kennen. Tie Perpslegüng der Tnippen wird von de» Franzosen s e l b st gesielli. jeder Division ist -in Pro- riantam! beigegeben. und ununterbrochen regelt lich der Lebens»,itielnachschub aus Frankreich. Sämtliche Zeitungen erscheinen nach wie vor. allerdings unter Zensur, für die ersten Tage bis zur Regelung der U-beruahme -ouu Post, Dahn und allen anderen öfseiitlichen Einrichtungen war der Post- und Bohniwrkehr gesperrt. Heute dürfen Zivstpersoueu von Saarbrücken und Umgegend nur bis zu den Gebieten reisen, die durch die Truppen ordentlich lischt sind, auch nur dann, wenn sie von der Pclizeidircktio» und der slriizönschen Kommandantur eine ReiseerlaubmS halwn die auch nur in solchen Fällen gewährt wird, wo ein Reisebsdür'NiS tatsächlich \ vorhanden ist. (Hier in Wiesbaden können wir unS schon \ heute t-arouf einricksten. daß in de» ersten 5 bis 6 Tagen der l Besitzung l. der Tclephonverkehr, 2. gnnöhnbcher Telszrrmm- I rerkebr und 3. der geiam'e Post- und Bahnvcrkehr gesperrt ist.) / Die hier aufgotauchten Gerüchte, daß die sranzösi'cheii Kom- niandoibr-hörden Höchstpreise für Lelwns- und Eeuußmstte! festgesetzt harren, entbehren jeder Begründung. Die französi. sckren Behörden haben vorläufig noch absolut keine Zeit, sich mit unferen engeren wirtfchaftlickwn Verhtiltnissen zu '.*» fajju, Au Elßrß^L»ch n» ge» dagegen ist bcttu» nach Lu».

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