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Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin W. 57, An der Apostelkirche 7, l. Fernsprecher: Amt Lützow 6202 und 6203.

Sonntag» 24. November 1918.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 549. • 66. Jahrgang.

Durchsichtige französische Bestrebungen.

Br. Berlin, 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Das offenbare Bestreben der französischen M i l i t a r i st e n geht dahin, die Waffenstillstltndsbedinglingen als ein Mittel der Kriegsfort­setzung zu betrachten und Deutschland zu zerteilen und die Reichseinheit aufzulösen. Die Befürchtungen, die Hin - denburg in einem Telegramm aus dem Hauptquartier aus­gesprochen hat. daß nämlich die Franzosen auf den Wieder­beginn des Kampfes mit Deutschland lauern, ist durchaus in greifbare Nabe gerückt. Die Neicksleitung hat sich des­halb veranlaßt gesehen, an das Große Hauptquartier einen Befehl heranszugeben, wonach jedes Feuergefecht mit den Franzosen zu vermeiden ist, sogar wenn die Franzosen auf unsere Truppen schießen. Eine Ver­wüstung des deutschen Bodens durch Kampf hat unter allen Umständen zu unterbleiben. General Grüner hat in einer heute früh gesandten Depesche geantwortet: »Dem Wunsch der Reichsleitung, den Waffengebrauch gegen unsere Feinde nochmals zu verbieten, ist nachgekommen worden."

Zur Durchführung der Waffenstillstands- bedingungen zur Ser.

W. T.-B. Berlin, 23. Nov. lDrabtbericht.) Wie von einem Teilnehmer berichtet wird, tagte vom 20. bis 22. November die Kommission zur Überwachung der Durchführung der Waffen­still standsbedingungen auf maritimem Gebiet in Ant­werpen unter dem Vovsitz des englischen Vizeadmirals Sir Roger Kayes unter Beteiligung, englischer, amerikanischer, italienischer, französischer, belgischer und deutscher Vertreter. Hierbei wurde deutscherseits der Auffassung des 8 28 des Waffenstillstandsvcrtrags dahin Ausdruck gegeben, daß sämtliche übernommenen Schiffe. Werkstätten und alles Diaterial von »nS an Ort und Stelle gelassen und von der Entente in Verwahrung genommen werden. Der englisckfe Admiral stimmte dieser Auffassung bei, betoure aber, daß die endgültige Entscheidung bei der Friedens- konseceqrz liege» würde. Weirer berichtet unser Ge­währsmann, daß die deuischen llbersee-Handeis- dampser sämtlich, mit Ausnahme der „Gneisenau", welche in Reparatur liegt, rechtzeitig nach Holland ent­kommen sind, überall ist ihnen die Feindseligkeit der Be­völkerung stark ausgefallen. Beispielsweise konnte einer der deutschen Herren, der in Uniform war. während seines Aufenthaltes in Antwerpen aus diesem Grund sein Hotel nicht verlassen.

An dle Adresse Englands.

W. T.-B. Karlsruhe, 23. Nov. (Drahtberickst.) Auf ein durch Vermittlung des Genfer Roten Kreuzes an den Prin­zen Max von Baden gerichtetes Ersuchen des englischen Roten Kreuzes, seinen Einfluß für bessere Be Handlung und sofortige Heimreise der englischen Gefange­nen geltend zu machen, hat der Prinz folgendes Telegramm abgesandt: Ich werde den Wunsch des englischen Roten

Kreuzes an die zuständige Stelle weitergeben, getreu der Hal­tung. die ich seit Kriegsbeginn in der Gefangenenfrage einge­nommen habe. Ick halte es aber für meine unabwendbare Pflicht, cs hier auszusprccben und Sie zu bitten, es dem eng­lischen Roten Kreuz in meinem Namen mitzuteilen, daß die vom Geist der U n v e r s ö h n l i ch k e i t erfüllten Waffenstill- standskbodingungen, die darauf hinauslaufen, Hungersnot und Auflösung aller Ordnung herbeizuführen, notwendigerweise auch auf die Verpflegung und den Abtransport aller, auch der «ngliftben Gefangenen, zurückwirken müssen. Erhebt das eng­lische Rote Kreuz hiergegen Einspruch, so erachte ich es meiner­seits als ein Amt der Menschlichkeit für alle hochherzig denken­den Engländer und ihre gleichgesinnten Verbündeten, dahin zu wirken, daß sie sich selbst und chre Länder von dem Diäte! be­freien. ein Werk zu dulden, das das Stigma unritterlicher Ver­gewaltigung und unechter Gesinnung für alle Zeiten tragen wird. Gez. Prirtz Max von Baden.

Die holländische Sozialdemokratie und die Hunger- androhung der Alliierten.

W. T.-B. Amsterdam, 23. Nov. lTrahtbericht.) Das Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei „Het Volk" schreibt: Die Assoziierten fordern, mit der Absendung von Lebensmitteln und anderen unentbihrlichcn Artikeln nach Deutschland zu warten, weil sic sie nickt an ein Volk versenden wollen, das sich in dem Zustand von Anarchie befinde. Es kcmmt vor. daß Amerika die Sache falsch auffaßt. Die Drohung, die Anarchie mit H u n g e r zu bestrafen, wirkt nur auf diejenigen, die die Anarchie nichi wollen, aber nicht aas diejenigen, die den Auflösungsprozeß mißbrauchen und die vorläufige Regierung terrorisieren. Das ist büchstwahrschem- lich eine kleine, aber äußerst pbantastische Minderheit. Eine derartige Gruppe verliert in der Masse an Einfluß, sobald es möglich wird, normale Lebensmittelverbältnrffe zu schaffen. Auf derartige Elemente macht die Drohung mit Hunger wenig oder gar keinen Eindruck.

Das angeblich; amerikanische Friedensangebot.

W. T.-B. Wien, 23. Nov. (Drahtbericht.) Die ..Neue Freie Presse" lvcröffentlicht ein Schreiben des früheren Ministers des Äußern Grafen C zernin. in dem es herßt: In den gestrigen Morgcnblättern befand sich ein den „Münche­ier Neuesten Nachrichten" entnommener Ausspruch Dr. KaffeS. vonack Deutschland mit Österreich im Herbst 1917 ein Frie­densangebot von Amerika erhalten und trotz mehrerer An­stagen nicht geantwortet habe. Die Nachricht «st, so wett Öfter­

reich-llngaru in Betracht kcmmt, falsch. Auch mir ist von eine? angeblichen Aktion eines Genfer Vertrauensmannes Wilsons, der sich an Deutschland gewendet haben soll, nichts bekannt.

Englische Friedensbemühungen im Frühjahr 1915?

IV. T.-B. Berlin, 23. Nov. lDrabtbericht) Der Bund „Neues Vaterland" ersucht uns um die Verbreitung folgender Notiz: Der Bund „Neues Vaterland" weist die vom Wolffschen Bureau verbreitete Bebauptung, daß keiner der Feinde Deutschlands jemals im Weltkrieg ein Friedensangebot gemacht hat, energisch zurück. Den Beweis, daß England im Frühjahr 1915 Friedensverhandlungen einzuleiten versuchte, wird der Bund demnächst in einer be­sonderen Broschüre veröffentlichen.

Der Kampf der Entente gegen Rußland.

Bi\ Stockholm. 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Eine offizielle Depesche aus Moskau lautet: Die Entememachtc verotf-ntlichen an öii iiiiirufitiffie Bevölkerung einen elppell, m dem sie sich bereit erklären, in Südrußland einzurücken, um die Konstituante in Rußland Mieder einzufüliren und den Bolschewismus zu beseitigen. Alle boltchewistilche Nsurvatoren samt ihren Helfershelfern werden siir vogelfrei erklärt.^ Die Ententemächte erkennen ferner Rußland nur jene Trup­pen zu, die gegen die Sowietregiernng kämpren. AlZ solche gelten die Fireiwilligenregimenter und die Koiaken- armeo. Bon allen anderen Heer.'sorgonisationen lvird die Entente Waffenausliescrung verlangen. Deutschlands Bruch mit der Sowjetregieruna.

W. T.-B. Berlin, 2.'. Nov. Zn der von der hiesigen Ver­tretung der russischen Telcgraphen-Agentur am 18. November gebrachten Auslassung über die Vorgänge bei der Ausrerke der russischen Botschaft wird uns von Regieriingsseite folgen­des mitgeteilt: 1. Der russi sche Aersucki, die Vorfindung der Flugblätter in dem russischen Kur,etgepacsals das Werk eines deutschen Provokateurs darzustellen, scheitert an den festgc- stellten Tatsachen. Die beim Transport beschädigte Kiste, aus der die Flugblätter hervorquollen, war, wie die übrigen Ge­päckstücke, mit den amtlichen russischen Siegeln versehen und. gehörte nach eigener Auskunft der herbeigerufenen Kuriere zum Kuriergepäck. Es hat sich überdies bei der weiteren Untersuchung herausgestellt, daß außer dieser Kiste noch zwei andere mit den gleichen Flugblättern gefüllt waren. Herr Joffe selbst hat. als ihm vom Staatssekretär Dr. Sols der Tatbestand vorgebalten wurde, die Ableugnung der Einfuhr nicht aufrecht erhalten können. Er versuchte noch die Aus­flucht, die Flugblätter seien jedenfalls nicht für Deutschland, sondern für die Schweiz bestimmt. Aber auch diese ließ sich nicht halten, da sich die Aufrufe ersichtlich an die deutsche Arbeiterschaft richteten. 2. Die Erklärung der russischen Regie­rung, daß niemals derartige Aufrufe nach Deutschland ge­schickt worden seien, kann nicht nur nach dem geschilderten Tatbestand, sondern auch nach dem sonstigen Verhalten der bolschewistischen Vertreter kaum Bedeutung beigemessen wer­den. Sowohl Herr Joste selbst als auch die russische Regie­rung bat zwar wiederholt feierlich versickert, daß der Artikel 2 des Brester Friedensvertrages, der die Agitation in Deutsch­land verbot, von ihnen geziemend innegehalten werde. Herr Radek äußerte >ick vor wenigen Tagen einem deutschen Volks­beauftragten aegenüber am Fernschreiber folgendermaßen: Der 8 2 des Brester Friedens hat uns bekanntlich nicht ge­hindert. eine revolutionäre Propaganda unter den Deutschen zu treiben. 3. Gegenüber der Behandlung des Herrn Jofre durch die deutschen Behörden, die bei aller Beschleunigung der Abreise selbst nach der Darstellung der russischen Telegrapben- Agentur unter Beobachtung aller, dem Vertreter einer frem- ' den Mackt gegenüber erforderlichen Rücksichtnahme geschah, mag darauf hingewiesen werden daß in Rußland das Per­sonal unserer Generalkcnsulat? ms Gefängnis und zum Teil sogar ins Zuchthaus übergesöhrt wurde und daß das Archiv und das Gepäck unserer Vertretung in willkürlicher Weise beschlagnahmt und durchsucht worden ist.

Amtliche Bekanntmachungen.

Der Rostverkrhr der T nvven.

W. T.-B Berlin, 22. Nov. (Drahtbericht.) Die Truppen, die nach ibrem Friedensstandort zurückkehrcn oder einen an­deren Standort beziehen, haben sich ihre Postsachen nicht mehr unter ihrer Feldpostadresse: Feldvostmimmer. sondern nach .ihrem Standort zu'enden zu lassen, clso unter Angabe des Empfängers, des Trrrppenteils und des Standorts. Außerdeu: haben sich dürfe Truppen zugleich beim Postamt ihres Stand­orts anzumelden. Bis dahin ist eine Posibeförderung an Heeresar-aehörige während des Rückmarsches unmöglich. Kriegsmrnistcr im Auftrag: Wrisberg. Unterstaatssekretär: Göbre.

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W. T.-B. Berlin, 22. Ncv. lAmtffchä In den letztrn Tagen wurde wicderholr in dte Verwaltung und den Betrieb des Post-, Telegraphen- und Firniprechwesens eingegrifsen. Zur Lösung de: schweren Ausgaben, die der Voik^regierung gestellt sind, ist cin un­gehinderter Gang des Pest-, Telegraphen- und Fernsprechverkehrs unbedingt errrrderlich Turch eine Störung dieser Betriebe wird das Wohl des Volkes .schwer gefäbrdet. Vor Eingriffen örtlicher Gewalt«» rn de» Betriebsgang wird deshalb dringend gewarnt. Erscheinen wegen örtlicher ltbelßande oder Mißgriffe besondere Maß­regeln nötig, so empfiehlt sich eine Anzeige an das Reichspostami. Dagegen ist cs unzulässig, die mit der Wahrnehmung des Post», Telegraphen- mit Fcri'sprechdrenstes betrauten Behörden durch un­mittelbare Anordnungen in der Arbeit zu stören oder einzuichränken. Tos gleiche gilt für di> R e r ch z d r u ck e r e i, deren Betrieb iür einen arordnetcn Fortgang des Wirtschaftslebens ebensalls von größt« Wtchtigkeü ist. Lbul, Haas«

Die Republik Buden.

Eine würdige gegenseitige Form beim Thron­verzicht des Großherzogs.

W. T.-B. Karlsruhe, 23. Nov. (Drahtbericht.) An das badische Volk! Wie ich am 14. November 1918 erklärt habe, will ich kein Hindernis sein für diejenige N e u g e st a l t u n g des staatsrechtlichen Verhältnisses des badischen Landes, welche die verfassungsgebende Nationalversammlung beschließen wird. Nachdem mir nun bekannt geworden ^ist, daß viele Badener sich durch den Treueid, den sie als Be­amte. Soldaten oder Staatsbürger geleistet haben, in ihrem Gewissen gehemmt fühlen, bei der Vorbereitung der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung sich so zu verständigen, wie sie sie nach dem tarsächlichen Verhältnis, wie insbesondere nach der Lage im Reiche als geboten erachten, entbinde ich die Beamten, Soldaten und Staatsbürger ihres Treueides und verzichte auf den Thron. Mit meinem Verzicht erkläre ich die Zustimmung meines Vetters, des Prinzen Max von Baden, für meine und seine Nachkommenschaft. Mir und meinen Vorfahren war die Wohlfahrt des badischen Landes stets die Richtschnur. Sie >st es auch bei diesem meinem letzten schweren Schritt. Meine und der Meinen Liebe z u meinem Volke höret nimmer aus. Gott schütze mein liebes badisches Land!

Langenheim, 22. November 1918. Friedrich.

Kundmachung. Die badische vorläufige Regierung erklärt: Großherzog Friedrich II. hat dem Thron entsagt. Ihm und seiner Familie bleibt die Freibeit, ihre Freiheit, ihre Ehre, und ihr Leben genießt den Schutz der badischen Regie­rung. Die Änderung der Staatsform in Baden ist die Folg« der weltpolitischen und gesamten deutschen Ent­wicklung. Der Großherzog hat im Interesse des badischen Volkes die Folgerungen aus der von ihm nicht persön- l r ch verschuldeten Lage gezogen. Das badische Volk erkennt die Liebezwr bckd'i scheu Heimat, die der Großherzog auch wieder in dem letzten Entschluß der letztrn Tage gefaßt hat. Es gedenkt der Werke edler Menschlichkeit der groß- herzoglichen Mutter und der Verdienste des Prinzen Max von Baden um die Demokratisierung Deutschlands und um den Gedanken der Völkervercinigung. Ein« neue Zeit ist eingetreten. Alle Badenser rufen wir auf zur Mitarbeit im Kampfe fiir die Freiheit und das gleiche Recht. Es lebe die Republik Baden!

Karlsruhe, 22. November 1918.

Die badische vorläufige Regierung:.

Geiß, Ministerpräsident.^ Brummer. Dietrich. Dr. HaaS.

Martzloff. Marum. Nückert. Sckwarz. Stöckinger. Trunk.

Dr. Wirth.

Keine LoslSsung der Rbeinvrovinz.

W. T.-B. Köln, 23. Nov. lDrabtbericht.) Die „Köln. Volksztg." schreibt: Die Frage, ob im Rheinland ernstliche Bestrebungen im Gange seien, die aut eine Lösung der Rheinprovinz vom Reiche hinausgehen, ist zu verneinen. Tie Rheinvrovrnz erstrebt bewußt und entschlossen ebenso wie die übrigen Landcsteile im Reiche ihre Unabhängigkeit von der geistigen und politischen Diktatur Berlins, wünscht aber im übrigen ein Glied der deutschen Einbeit zu bleiben, in der sie mehr als früher ihren Einsts geltend zu machen gewillt ist.

Deutsch-polnische Verständigung in Posen.

W. T.-B. Posen. 23. Nov. (Drahtbericht.) Im Auftrag der Provinzialversammlung der Arbeiter- und Sol- datenräte der Provinz Posen wurden zwei Delegierte nach Ostrowo gesandt zwecks Ausgleichung der nativ» nalen Gegensätze. Es wurde rin gemeinsamer Sol­datenrat gegründet, bestehend aus vier deutschen und vier polnischen Mitgliedern, dem sich der Brbciterrat an­schloss. Obwohl in Ostrowo und Umgegend über 99 Prozent der Arbeiter polnischer Nationalität sind, haben die polnischen Delegierten erklärt, dass ihnen jede Absicht, die Deutschen zu maiorisieren, kernliegt. Sie haben sich mit der paritäti­schen Wahl vollkommen einverstanden erklärt. Laut Berich­ten der obengenannten Delegierten herrscht dort vollkommene Ruhe und Ordnung. Der Sicherheitsdienst ist dem Ar­beiter- und Soldatrnrat unterstellt.

Die Heimbtfördernng unserer Trtrppen ans Bosen.

W. T.-B. Berlin, 23. Nov. (Drahtbericht.) Gegenüber übertriebenen Gerüchten über das Los- unserer Feldgrauen in Polen kann zur Beruhigung ihrer Angehörigen mitgcteilt werden, daß sich die Heimbesörderung zwar unter Schwierig, ketten und Entbehrungen vollzieht, daß aber ein Grund zu Befürchtungen ernster Art nicht vorliegt.

Sofortige Entlassung aller Lehrpersonen?,

Br. Berlin, 22. Nov. lEig. Drahtbericht.» AuS dem Kultusministerium wird uns geschrieben: Wie lvir von zu­ständiger Seite vernehmen, gedenkt sich das preußische Ministe­rium für Wissenschaft. Kunst und Volksvildung mft dem Kriegsministerium in Verbindung zu setzen zwecks unverzüg­licher Freigabe aller noch im MUttärverhättms befindlichen Lehrpersonen.

Neue sozialpolitische Maßnahmen.

Berlin, 23. Nov. Das Reichsamt des Innern plant eine Reihe von bedeutsamen sozialpolitischen Neuerungen. Es finden sich darunter die Ausdehnung der Versicherungspflicht. Die Achtstundenschicht ist für die Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien beschlossen. Das Nachtbackverbot soll auch in Zukunft aufrecht erhalten bleiben. Auch wird eine Ren- rcgelung der Sonntagsruhe kommen.