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ändert er An,eigen in kur,en Zwischenräumen entsprechender Nachlah. - Aniei^eu-Aiinahm«. Für de
Samstag, 2. November 1918.
Abend-Ausgabe.
Nr. 514.. 66. Jahrgang.
Der Kampf um den Kaiser.
Es wäre falsch, wollten wir leugnen, daß seit einiger Zeit sich in wachsendem Maße in Deutschland Stimmen beinerkbar machen, die eine Abdankung des Kaisers für notwendig erachten. Soweit diese Stimmen sich daraus berusen, daß der Präsident Wilson den Rücktri.t des Kaisers zur Voraussetzung für einen Verhandlmngs- frieden gemacht habe, gehen sie irre. Es sieht nicht fest, daß der Präsident Wilson die Abdankung des Kaisers gesordert hat. Wer die Noten des Präsidenten Wilson, besonders seine letzte, ruhig gelesen hat, kann sehr wohl zu der Aussassung kommen, daß es denr Präsidenten Wilson durcl>aus genügt, wenn der bisherige Absolu- t i s m u s durch eine eingreifende Derfassungs- Lnderung um jede Möglichkeit sich auszuwirken gebracht wird. Wenn der deutsche Kaiser nicht mehr M, cht hat als etwa der König von England und wenn d^s persönliche Regiment grundsätzlich und für immer durch die Volksregierunq abgelöst worden ist. so scheint der Präsident Wilson mit dein deutschen Volk als mit einer gleichberechtigten Nation reden zu wollen. Die neuen Verfassungsänderun, en haben in erstaunlich kurzer Zeit alles geleistet, was tun einer Demokratie nur tvrlangt wei den kann. D> r Kaiser steht unter unabwälzbarer Kontrolle oder vielmehr, er kann überhaupt nichts tun, was niä.t zuvor die Negierung, der Reichstag und mithin die Mehrheit des Volkes gebilligt haben. Es ist nickst mehr möglich, selbst wenn er es wollte, daß der Kaiser Krieg erklärt und Verträge schließt; er kann keinen Reichskanzler berufen, der nicht das Ve r t r a u e n des Reichstags hat und er kann keinen M i n i st e r behalten, dem vom Reichstag das Vertrauen gekündigt worden ist. Er ist nicht mehr das erste Gesetz des Staates, sondern er steht wie jeder andere Bürger unter dem Gesetz. Seine Stellung kann also, wem unsere Gegner auch nur halbwegs guten Willens sind, nicht mehr als Kriegsgrund aufaesatzt werden.
Nun möchten wir aber meinen, daß die s^rage, ob Wilhelm II. Kaiser bleiben soll oder ob er zurückzutretcn hat. nicht so sehr unter dem Gesichtswinkel Wilsons als von uns selbst aus beurteilt werden muß. Und da scheint es uns nun richtig, zu erklären, daß angesichts der Tatsache, daß der Kaiser eine E n t w i cc c u n g binnenwcnigerWochen durchgeniacht hat, die in anderen Ländern Jahrhunderte gedauert hat. das heißt gegenüber der Tatsache, daß der Kaiser, ohne auch nur zu murren, das Gottesgnadentnm sich von den Schultern nehmen ließ und alle die Verfassungsänderungen, die ihn Stück um Stück seiner einstigen Mackst entkleideten, willig unterschrieben hat, er sich doch, mag man über den einstigen Wilhelm II. nach so hart denken, die Achtung des deut- sckzen Volks verdient hat. Der Kaiser hat schwere Opfer bringen müssen^ Ein Mann, der solches vermag, ist als Mensch und als Beamter des Staates eine wertvolle Persönlichkeit. Wennlchon die Irrige auig'» Worten werden soll, ob der Kaiser an seiner Stelle bleibt oder ob er sie verlassen muß, so werden nicht nur die dreißig Jahre des Gottesangdentums, so weiden auch die Wochen der Demokratie und die Art, wie Wilhelm II. sich dieser Demokratisierung gefügt h t, in Rechnung zu setzen sein. Unt-r allen Umständen aber wird das deutsche Volk die Kaiserlraae zu löstn haben. Ist der Kaiser uns weiterhin nützlich, so wird er uns erhalten bleiben müssen. Ist sein Verbleiben auf dem Thron dagegen ein Hindernis des Friedens oder die Ursache schlechterer Vedingunqen für das deutsche Volk, dann wird der Faiser dem Vaterlande ein weiteres schwerstes Opfer zu bringen wissen. Nicht aber we/llen und können wir kwn Kaiser einfach beiseite schieben, weil di? Machthaber eines anderen Volkes es so wollen. Diese innere Fsraae ist die eigenste Sache des deutschen Volkes. Mit ruhigem Kopf m ß das deutsche Volk die Knisersrag? aus eigener Kraft »md in eigener Einsicht lösen.
ss»r und wider.
IV. TVB. 2. ütr# Di« „Germania* schreibt unter d«r
Überschrift „Der Kaiser und da, neue Deutschland":
„In einem bemerkenswerten Aussätze spricht der „Daily kbrani:le* don englischen Besorgnissen, dir sich an den amerikanischen Kang>l gegen da; deutsche Kaisertum kiiüpscn. Man sülchtet in England mit Recht, daß mit dem deut- scheu Steif« tun ein reute«; Stück Autorität und eine; der letzten Bollwerke pcpcti den cuträngenten, die europäische Kultur gefährdenden Bolschewismus rcrloren ginge. Volker leben von Ideen und Reiche werdcn von Ideen pisatnmengehalren. Da; müssen wir Deutsche uns vor Lugen halten, kamst wir jenseits von den 3k. kühlen der Zuniigung und ter Abmigung nicht vergessen, daß mit der Abdankung des Kaisers da; Ge s u g e des Deutschen Reiches sich verbananiovol: lockern und daß vor allem auch ein Damm gegen die Eesabie» ter Blutokratic abgetragen würde. Freilich, eins isi t.klwci.dig: tu gegenwäilige Träger der Kaiser- kröne muß sich bewußt und vordehaltlnt zu der neuen inaeren SiaattxeHaltung Deutschlands bekennen. Run lassen aber Zeitungsnachrichten erkennen, daß dar bereits in lÜmouciiUi, tmhinfclxbcr, f e ier l i ch » Form geschehe« ist. tujjt
>a? zu. so ist ei ein Gcbot der Dtaatsklugheit. mit der «crösse-it- ichung du kaiserlichen Kundgebung nicht eine Stunde zu zögern.
»
Die , Kölnische Zeitung" schreibt tn einem Aufsatz „Um den skaiser": „Die sezialtnrielratischc „Rheinische Zeitung. die in diesen ragen meinte, der Kaiser sollte sich opfern, um uns den Frieden >u erleichtern. stellte als Beispiel an die Spitze ihrer Betrachtungen
Erlaß Napoleons I. tem 11. April 1814. worin er auf die llron-e verzichtete, sic vergißt dabei zu erwähnen, dag der Verzicht >en Kaiser nickt binderte schon nach tnapp einem Jahre den Der- such zu niecheu, slck wieder auf den Thron zu setzen, llrtb glaubt trän denn nicht, Kaiser Wichclm II,. dessen ganzer Leben bisher gewisierdaitestc Ersüllnna seiner Pflichten gegen dar Volk mar bebe nicht längst erwogen, ob er nickt dem Vaterland« ein solches Epfu schulde und dieses Öps« angebrten? Will lemand vezwciscln, daß cs für ihn eine gröstirc llberwindunq und Selbstentaugerung ist, fick dem Zustande der staatsrechtlichen Entmannung, m den men ihn vclseht bei zu fügen, als im Privatleben unterzutauchen? Die Zeiten sind vorüber, als sich im aitcn Rom der Adarund ichlog, neckden, der Ritter Curtiu? gewappue! und roch zu Roß, ftir me Allaen-e-inbeit sich opfernd, hineingesprcngt war. Ware irgendwelche Aussicht, den Algtiind, der sich beu,e vor uns austut, dadurch zu schließen, daß der Kaiser seine Krcne, ,a sich selbst, zum Vptn brächte, man darf versichert sein, das Övfer wäre langst gebracht. Was den Kaiser rcranloßt, vielmehr an der Krone fesizubn ten, da; ist, des sind wir überzeugt, sein Pilichtgesuhl in der Erkenntni;, daß das Öps« nickt nur Uraeblich sei, sondern daß «ne kaiserloie auch wieder eine schreckliche Zeit sein wurde «ne Zeit der Anarchie und der stcailichen und völkischen Selbstzerile'.schung.
Die Stellungnahme des Krieqskabinetts.
Br. Berlin, 2. Nov.- (<?•«. Dvokstberillst. zb.j Der Ebef
des Zivilkalsinetts, der ehemalig« Staatssekretär De! br uck ,
der vorgestern nach der silbfährt deS Kaisers gleillfalls ins Grobe Hariptgnartier gereist war, ist gestern nachrnnttag nach Berlin Wriickaobchrt. ES ist anzunebmen, daß sich aus seinem hiTM'W Besuch im Großen .Houvtgilartier keine befand e- ren Änderungen der Situation ergeben haben. Diese Situation bietet sehr ernste Scklwierigkeitech und sie kann, wenn sie andonert, zu Entzklleildnn>gen führen, welche für die ganze innere Entovickelung von Bedeutung sein mühten. In ,'olitischien Kreisen wind noch die Ernmrinng geäußert, daß sich der Kaiser nach Der bin zurückbegeben wird. Gegenüber «llen anders lautenden Miiteilungen muß betont werden, daß dos Kriegskabinett ein-°n bindenden einmnbigen Entschluß in der Abdankungssrage bislier nicht gefaßt hat, wogegen der Wunsch, daß der Kaiser tn dieser Zeit zu befferer Fnblung- nahn'.e und Aussprache in De.An weilen mixi>te, allerdings ein einmütiger Zt
zV-B.-L. Berlin, 1. Nov. Die „Nordd, Mg. Ztg." meldet amtlich: Zu den Nachrichten, daß das Kriegskabinett in den letzten Tagen wiederholt zu lan.zen Sifungeu zusammenge- treten sei, weisen wir daratus hin, daß die Mitglieder der Reichs vegierung sich täglich zu gemeinsamen Be- spreckungen versammeln, teils im engen Rahmen des Kriegs- kaLinetts, teils unter Hi-nzuzichung sämtlicher Staatssekretäre.
Ter Kaiser vorbehaltlos fllr die Demokratisierung.
lSr. Berlin, 2. Rob, iEig. Drahtibericht. zh.) In einer Besprechung der Frage der Abdankung des Kaisers sagt daS ,B, x": Ter Kaiser hat sich nicht nur mündlich ohne jede Einschränkung ans den Boden der neuen innenpolitischen Der- hältnisie gestellt, sondern auch schriftlich in einem (bisher noch nicht veröffentlichten) Erlaß an den Reichskanzler.
Ter Brief Scheidemanns.
Br. Berlin, 2. Nov. (Eig. Drahkbericht. K.) Me der „Bcrwärts" mitteilt, ist der Brich Scheide man ns an den Reichskanzler in der Kaiferfrage im Einvernebinen mit dem Parteivorstand und der sozia'ldemokratischen Reichs- t a g s i r a k t i o n erfolgt.
Die WassenstiUstandsbedingungen für die Türkei.
W. T.-B. London, 2. Nov, (Drahtbericht. Reuter.) Der mit der Türkei abgeschlossene Waffenstillstand enthält folgende Bedingungen: 1. Öffnung der Dardanellen und des Bosporus und freier Zugang zum Schwarzen Meer. Besetzung der Forts in den Dardanellen und im Bosporus durch verbündete Truppen. 2. Die Lage aller Minenfeider, Torpedolanoiervorrichtungen und anderer Spernnittel in den türkischen Gewässer» wird mitgeteilt und bei ihrer Zerstörung oder Beseitigung Beihilfe geleistet. 8. Alle verfügbaren stnfocmationsü bernahmen im Sckiwarzen Meer sind mitzuteilen. i Alle alliierten Kriegs- gefangenen und Internierten sowie die gefangenen Armenier sind in Koiistaiitinopel z» versoninieln und bcdingungslos den Alliierten zu übergetx-n. 5. Sofortige Demobili - sjecung der tückischen Armee mit Ausnahme solcher Truppen, die für die Besetzung der Grenze und für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung erforderlich sind. Der Efiektivbestand des Heeres und seine Verteilung werden später von den Alliierten durch vorherige Berat'lng mit der türkischen Regierung festgesetzt. 6. Auslieferung aller Kriegsschiffe, die sich in den türkischen Ge- wässern oder in den von der Türkei okkupierten Gewässern befinden, Dicke Schiffe sind in von der Entente bezeichaeten tückischen oder in anderen Häfen zu internieren mit Aus- nähme solcher kleineren Fahrzeuge, die für den Poli.zeidienst und ähnliche Zwecke in den türkischen Hoheitsgewässern not» wendig siivd. 7. Die Alliierten erhalten das Recht, alle st rategischen Punkte zu besetzen, falls eine Lage entstelit, die die S'cherheit der Alliierten bedroht. 8. Allen alliierten Schiffen stehen k ä n, t l i ch c Häfen und Ankerplätze, die augenblicklich in türkischen Händen sind, zur freien Verfügung. Feindlichen Schiffen ist ein derartiger tu viuarmgtu:». Ähnliche Bedingungen sind «ich auf
die Demobilisierung der Armee anzuwenden. 0. Alle Schiff«, l-evaratuivorrichtunyen in sämtlichen türkischen vaskn uns Arsenale» werden zur Verfügung gestellt. .10. Die Allnerien besetzen im Taurus die Tunnelanlagen, kl. Dre unverznc,. liche Zurückziebung der türkischen Truppen tn Nordpersien bis hinter die vor dem Kriege gnlnge Grenze ist bereits befohlen worden und wird auSgefübri werden, Dre Räumung eines Teils deS Kaukasus diirch die türkischen Truppen ist bereits befobien worden; der Rest ist zu räumen, wenn es von den Alliierten gefordert wird, nachdem sie zuvor die dcrtige Lrge geprüft haben. 1". irafiili’ie Telegramme und die Kabelstationcn fallen unter die Kon. trolle der Alliierten, außer für türkische Regierungstole» aramme. 18 Der Türkei wi--d verboten. ,rgcndmelck>ea Marine-, Militär- oder KiandeiSmaterml zu zerstören, l«. Erleichterungen werden für den Ankauf von .Kohlen, Ol und Brennstoffen und Scbestsmatewal dte Kirfiicfier Pro'ul- tion sind, gewährt, »alldem zuvor die Bedurtnisie des Linde, befriedigt sind. Nillus von dem oben envalbntcn Miter-.ul darf ezvortieik werden, lö. Alle Bohnen sind wnch-r 3* Kontrolle all'im ter C ssiziere zu stellen einscbl der Te.lr der trl'nskaiikasi'chcn Eiseitlxrlman, die oiigen>bl'cklilli unter türkischer HevZllast sind und die zur freien uitd vollstand-gen Veifüanng ver alliierten Be'l«rden zu stellen sind, wobei .en Dedürsnisie» der Bllvölkerung in angemesirner Weite Rech- nun, getragen wird. Diese Beftimm-nng schließt de Be- fetzung von Bo tum durch die Alliierten in sich. Di« Türkei tonn leinen Einspruch gegen die Besetz »n; von Baku diiicki die Alliierten erheben. 16. AuSliefernng aller Garnisonen im HedschaS, Assyrien. Deinen und Mesopotamien an den nällstten ner- bündeten Kommandanten und Zurückziehung der Truppen aus Siliria mit AnSnalime derieii'ge», «r notwendig sind, um die Ordnung aufrecht zu erhalten.
Eine Kundgrbunq Hinde^burys.
>v. T,-B. Berlin, 1. Nov. kAmllichIn steigender Zahl gehen mir in diesen Tagen von Körvers.hofie». Vereinen, Versammlungen und einzelnen Personen Kundgebungen de« Vertrauens und der Ergebenheit zu. Es >ft mir ui'Niöglich, sie einzeln zu bcai'tworten. Wie »h cS auch geine täte muß ich mich daraus beschränken, dcn Einsendern hier- mit her,liebst zu danken. Allrn denen-, die in Sorge » M unser geliebtes deutsche« Vaterland Zuspruch bei mir suchen, aber auch jedem anderen Deutschen rufe ich zu- Esgehi jetzt um unsere Ehre. Freiheit und Zukunft! llnüberwindlich sind wir. wenn wir einig sind. Ein jeder sebe i» dem anderen niir einen deutsche» Kameraden' Ungebrochen schützt seit mehr als öv Moneten unser Heer den heimatlichen Boden. Stark, opferbereit^ und geschloffen muß die Heimat hinter dem Heere stehen. Ist eS so, dann wird unser deutsches Vaterland allen Stürme« lrötzenl Generalfcldmarschall Hindenburg.
Das neue Deutsch-Oslerreich.
E'n Aukrus an das deutsche Volk österresll,s.
XV T -B Wien, 1. Nov. Der deutsch - österreichische Staatsrat richtet an das deutsche Volk Österreichs eine» Auf. ruf, worin er die Beschließung des provisorischen Gcundge» setzes der neuen deiilsch-österrelchislltzen Siaales sowie die Wabl des Staatsrates mitteilt, der nunmehr die Regie- rungsvollzugsgewalt in Deutsch-Österreich über. ,'immt. Der Staatsrat wird unverzüglich die erste dentsich» rsterrcichiiche Regierung ernennen, die FriedenSverhandlungen führen, die Verwaltung der deutsllw» Gebiete Österreichs und die BcfcblSgewalt über die dentsckwn Truppen übeenehmen. Damit ist, dem einmütigen Willen deS deutschen Volkes entsprechend, der dcutsch-österreickiische Staat zu lebendiger Wirklichkeit geworden, und dielrr Staat wird fortan von frei gewählten Vertrauensmännern des deutschen Volke« selb st regiert werden. Der Aufruf ermahnt die Bevölkerung zur Ruhe und Ordnung und erklärt eS für »nzuläsiig, an Angehörigen anderer Nationen Gewalt zu üben. Die Regierung Deutsch-Österreichs wird den nationalen Minderheiten in den deutschen Gebieten vollen Schutz gewähren. Sie erwartet, daß die nationalen Negierungen der anderen Nationen den gleillien Schutz auch den dentsck>en Minderbeiten in stawischen Gebieten gewähren werden. Der StaaiSrat fordert das deut,che Volk in Österreich auf. Ruhe und S e ' b st z u ck t zu bewahren und alles zu vermeiden, was die llb-rnabme der Regierungsgewalt durch d,S deutsche Volk und die .Herbeiführung der deutschen Volksregierung selbst »nd im Eintwrnebmen mit dem Deutschen Reich« einen zu schließe»»« Friede» gefährden könnte.
Die Regierung ohne Do!?.
Br. Wen. 2. Nov. (Eig, Drahtbericht. zjb.) Mnckster- präisident L a m m a s ch teilte dem deutschen National. - a t seine Bereitschaft mit, di« AmISgescbäite zu übergeben. Ändrasky erklärte, Minister dc-s Äußern bleiben zu müssen, weil gegen wo vtig die österreichifch-ungarisch« Diz-lomatie nur als solche bei den Neutralen beolonbigt sei und die verschiedenen Minister des Äußern der deutschen und slmo,sckx-n Nalionalrät« diplcmatvsch noch keme Anerkennung gesunden hätten.
Masienflitcht auS riner Wienrr Milktnrsfrgsanstnlt.
- XV. T.-B. Wien. t. Nov. sDrabtberichi.) Nach d-n Blättern sind ans der Militärstrafanstalt Wielersdors-Wiencr-Neustadt 2 6 0 Militärsträflinge entkommen. Darunter ist auch der gewesene Oberleutnant Adolf Hof richte r. der vor Jahren wegen Giftmordes an dem Haaptmann Mader und wegen Giftmordversuckx-s an anderen GeneculjUlbSoffiziere« z» iW Jahren R cifyt verurteilt worden war.
