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Samstag. 19. Oktober 1918. 2lbC1tb 5 2IUSgßbC.
Nr. 490. ♦ 66. Jahrgang.
Feindliche Mißerfolge vor unserer neuen Nordweststont.
Bei Kortrik der Feind über die Lys zurückgeworfen. Ein neuer Ansturm des Feindes zwischen Le Cateau und der Oise gescheitert.'
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 19. Oft. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Zwischen Brügge und der L p s wiese» wir mehrfache feindliche Angriffe ab. Nordöstlich von Kortrik warfen wir Teile des Gegners, die sich seit den letzten Kämpfen noch vuf dem Ostufer der LyS hielten, über den Fluß zurück: südwestlich von Kortrik wurden üb-eqnnySnrrsilche vereitelt. Östlich von Lille und D o » a i war der Feind gestern 6i8\ zur Linie Aseq-Templeuve-Flienen-Marquette gefolgt.
Zwischen Le Cateau und der Oise danei-ten die heftiges Angriffe des Aegueis -rn. Südöstlich von Le Cateau drang er bis Bazuel im Walde von Andiguy bis an den Südrand von Wassigntz vor. An der übrigen breiten Angriffsfront ist brr Ansturm deS Feindes vor uns in nuferen vordersten Linien gescheitert. Bazuel wurde im Sturm« wiedrrgenommrn. Die bei und südlich von Aisonvillg kämpfenden Truppen schlugen auch gestern alle Angriffe des Feindes ab. In den Abendstunden und während der Nacht setzten wir hier unsere Linien vom «Gegner ab. An der Oise sind bei und nördlich von Origny erneute Angriffe deS Feindes gescheitert.
An der A i s n e setzte der Feind feine Angriffe bei Olizy M:d Grandvre fort und dehnte sie über Bonziercs nach Norden bis Boncy auS. Bei Bandy und Falaife faßte er auf dem östlichen Aisneufer Fuß. Seine Versuche, unter starfrm Feuerschutz auf den Höhen östlich d:r Aisne weiter vorzudringen, wurden durch Gegenstoß vereitelt Zwischen Olizy und Grandpre sind erneute französische und ameri- tavische Divisionen vor Miseren Linien gescheitert. Beiderseits der Maas verlief der Tag unter SrörnngSfeuer uni» kleineren Jnfanteriegefecktrn.
Der Erste Generalouartiermrister: Ludendorff.
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Vorbereitungen für die Verteidigung Antwerpens?
R Berlin. 19. Okt. Dem „3$. L.-A." wird über Rotterdam von der belgischen Grenze gemeldet- Die Deutschen haben die Polder von Cadlec unter Wasser gesetzt. Sie kildet einen Teil des FeftnnaSbettrkS von Antwerpen. Daraus ist zu schließen, daß die Deutschen Antwerpen der- leidigen wollen. Wahrscheinlich werden die Flüchtlinge aus Belgien morgen oder übermorgen die holländische Grenze überschreiten.
Englische Zeugnisse gegen das Gerede von der ..Demoralisation" der deutschen Soldaten.
W- T.-B. Berlin. 18. Oft. Die „Westminster Gazette" vom 11. Oktober bringt folgende Mitteilung: Ich hatte Gelegenheit, mit Soldaten zu sprechen, die an den letzten Kämpfen teilgenommen haben. Sie widersprechen der verbreiteten Vorstellung, daß die deutschen Heere demorali- ßert seien. Cie sagen, daß die Kämpfe um Cambrai höchst erbittert waren und daß die Deutschen im allgemeinen großen Mut und Entschlossenheit zeigten. Aller» t-mgS wurde eine Anzahl von Gefangenen gemacht, aber nicht m e h r als bei früheren Offensiven auf beiden Seiten und daher kann dies nicht als Beweis dafür betrachtet wer. den, daß die deutsche Heecesorganisation im Begriff ist zu» sammenzubrechen. Es ist gut, diese Feststellung als War» nung vcr unangebrachtem Ovtimismus in bezug aus ein nahes Kriegsende zu machen. Es ist nicht die Meinung der Soldaten, daß die Deutschen weniger erbittert kämvfen werden, je mehr sie auf ihr e i g e n e s 'L a n d zurückget rängt
Arbeit der Volksminister für den'Volkskrieg an der Frrnl?
Berlin, 19 Okt Wöhiend in einem süddeutschen Blatte die «daecidneten cwfgefridert werdcn, sich in ihre Wahlkreise N begeben und v » s k l ä r c n d zu wirken, schreibt die „Boss Zig “• p parlamcnlarischcn Kreisen die tcr Regierung nahestehen ist eine borke Strömung vorhanden, die in steigendem Maße darauf dringt «tz Redner aller Parteien, insbesondere aber die neuen Volks- winister, Volks st aatssekretärr und Bolksuntcr- staats sc kr ela re an die Me st front gehen, um den »kuppen de» wahren Stand der innen- und außenpolitischen Tmge mit aller Offenheit auseinanderzusetzen. Dieses Verlangen entspringt der richtigen Eikenntnis, daß Volkskriege zur Verteilst, gnng des heimatlichen Bodens stets in der Geschichte di; engste Verbindung zwischen der Regierung, der Heimat und de» «ampsrrn av der Front zur Voraussetzung hatten. Die „Voss 8tg" schließt sich der Aufsossunp jencr parlamentarischen Kreise an und bßi{e fl ° r btI daß keine Zeit versäumt werden
Belgischer Bericht dom 17. Oktober.
Di« von den Franzosen und Belgiern seit dem 14. Oktober anspcfühiten Angriffe batten volle,, Erfolg. Auf der ganzen flau- dnschen Front setzt der geschlagene Feind seinen Rüctznq fort, dicht- wrf gcsrlgt von den alliierten Truppen. Aus dem linken Schlacht- stugel nbeischrillcn dir Belgier die Dser in der Verfolgung des Feindes, und unsere Infanterie zog in Ostende ein. Am Nach- U'Utag erreichten wir weiter nach Osten hm die Linie Oudenburg-
f "ttelgcni>R»ddervoorde. Belgische Kavallerie errcichte in der Ver- lgung der Nachhuten des Feindes die äußersten Grenzen von r ü g g e. Die seivtlichen Kolonnen zogen sich nach Arlillerre- l^schließung aus Eeoloo zurück. Im Zentrum machten die Iran- ?ffen bcliüchiliche Forlschrrtte über Swevezeelo und Pitthem hrnaus 2*b nahmen Wpngene und die äußerste Grenze von Thielt. In »itlichrr Richtung erriichtur die Belgier üie Verbindung der Mandel-
Kanals mit der Lys und den Grenzfluß nach Harlebeke. Unbeschreiblicher Jubel horrscht bei der Bevölkerung des wieder- croberten Landes.
IV. T.-B. London, 17 Okt. Reuter. Bericht Haigs. Belgische Kavallerie steht vor den Toren von Brügge. Die Franzosen nahmen Pitthem, Meulebctc und Wynghcm.
Haigs Nach-^.richt vam 17. Okwber.
Der deutsche Rückzug begann am 16. Oktober und setzte sich heute unter dem u.iwidkrstchiichen Drucke der Armeegruppe unter dem Oberbefehl des Königs der Belgier an der ganzen Front zwischen der Nordsee und der Lys fort. An diesem Abend wurde der Borniarsch bis zu eii>er T'ffc von über 20 Kilometer aus einer Front von über öl« ffvilcntcler fortgesetzt. Belgische Kavallerie besetzte Jngclmunstcr Die zweite englische Armee besetzte die Linie an der Lns. Nördlich C o u t r a i, südlich der Stadt, überschritten englische Truppen den Fluß und erreichten den Rand von Tourcoing.
Englischer Hoeresbericht vom 18. Okwber.
Die Zahl der bei unseren gestrigen Operationen an der Front zwischen B cla i n und Le Cateau gemachten Gefangenen ist jetzt, wie gemeldet wird, auf über >000 gestiegen. Wir haben eine Anzahl von G e s ch ü tz c n erbeutet. Werter nördlich dauett unser Vormarsch an der ganzen Front zwischen dem Sensec-Kanal und der Lys fort. Unsere Truppen überschritten den Kanal nördlich von Cambrai aus breiter Front. Sie stehen zu beiden Seiten der Straße Douai-Denain vier Meilen südöstlich von Douai und haben mehrere Dörfer genommen. Nordöstlich von Lille baben unsere Truppen sich Tourcoing aus eine halbe Merle genähert.
Vor der neuen Antwort an Wilson.
Der ..Vorwärts" über den S'nn der Antwort.
Berlin, 19 Okt? Der Text der deutschen Antwort an Wilson wird, wie der ..Vorwärts" mitteilt, im Laufe des heutigen Tapes seine Schlußredaktion erfahren. Die hish-rig: Haltung der Regierung ir der Fricdenssrage, so schreibt das Blatt, läßt vermuten, daß man über Meinungsverschiedenheiten mit dem Gegner das & t e I, den Frieden, nicht aus den Augen verlieren wird Es dürfe weder die Neigung bestehen, sich den Wünschen der sronzöstlchen Chauvinistengruppe bedingungslos zu fügen, noch dic Absicht, den mit Festigkeit geschrittenen Weg auszugcbcn — Der interfraktionelle Mehrhert«ans. ilyutz ist avenvs zuiammenoerrelen und bat vrz tn cnc waten vcaeyr-
sttindcn beraten. , . „ ., _ . . ,_
Der „Verl. Sokalouzeiger" nimw.t an, daß die Note auch d«, fl beenden Mitgliedern der Mehrheit zur Kenntnis gebracht werden dürfte. . ., *», . ,
Tic „Germania" führt aus- Dre v olli ge U b e re, n ft im . mung aller leitenden Stillen im ganzen Reiche hat st» me deutlicher gezeigt als jetzt. Wer jetzt zum Baterlande halt, halt zur Regierung. ^
Wie aus München gemeldet wird, begab sich der bayerische Ministerpräsident gestern obend nach Berlin, um den Borptz in dem für heute einberusenen Bundesratsausschuß für auswärtige Angelegenheiten zu übernehmen.
ffirihefaer über die ßftflt.
Br. Stuttgart, 18. Okt. sCig. Drahtbericht. ,b.) Staats- sekretär Erzberger sandte an die ZentrumSpartoi in Weiffee ein Telegramm, in dem es u. a. be:ßt: Die neue Regierung muß mit aller Entschiedenheit und Energie arbeiten, um dem Vaterland nach schweren Kämpfen den Frieden zu geben. Unser deutsches Volk ist so stark, daß es einen demütigen- den Frieden nicht zu schließen braucht, aber unnützes Blutvergießen soll aufhörcn.
Wilson für unbedingte Rückgabe Elsatz- Lothringens?
Br. Rotterdam, 18. Okt. lEig. Drahtbericht, zb.) Der ..Nieuwe Rotterd. Courant" meldet aus Paris- Ein Tele- gramm des „Matin" aris New Bork besagt: Weil noch Zweifel geäußert wurden über die Ansicht des Präsidenten Wilson in der elsaß-lothringischen Frage, erkund'gte sich ein Mitarbeiter der „New Dark Times" und erfuhr ans autoritativer Quelle, daß der Präsident die bedingungslose Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich fordere. Diese Frage gehöre mit zu denjenigen, über welche die Diplomatie beraten werde. Es sei eine Bedingung, mit der der künftige Völkerfriede ver- lürgt werden solle.
Wiederanfrolkung auch der nordschleswigschen Frage?
Br. Kopenhagen» 18. Okt. (Cig. Drohtbericht. zb.) „National Tidende" meldet ans London- In Anlehnung an einen Leitartikel der „National Tidende" vom 12. Oktober über die Rückgabe von Nordschleswig an Dänemark lauf Grund einer vorzunehmenden A b st i m m u n g), der von den englischen Blättern zittert wird, teilt der Berichterstatter des Blattes mit, daß die Frage Nordschleswigs nur auf einer allgemeinen Friedenskonferenz erörtert und erwartet werdcn kann, daß die Frage zurzeit Gegenstand wohlwollender Erwägungen seitens oer Alliierten in Übereinsttm- mung mit WilsonS Programm vom nationalen Selbstbestimmungsrecht sein wird.
Ein berechtigter holländischer Appell an Amerika.
W. T.-B. Haag, 17. Okt. „Het Vaieerland" schreibt: Die Antwort der amerikanischen RegieUing bedeutet eine Enttäuschung. Wir hotten uns der Hoffnung hingegeben, daß der große Einfluß de« amerikanischen Präsidenten Frankreich und England zu seinem Standpunkt hätte herüberziehen können, nachdem Deutschland soweit in seiner Annahme der Wilsonschen Bedingungen gegangen war. Amerika verlangt das Aushören der Unmenschlichkeiten zur See, das heißt des U-Bcotkrieges. Aber sollten denn nicht auch Englands U n - menschlichkeiten zur See, nämlich das Mbschneiden der Lebensmittelzufuhr für die deutsche Bürgerbevölkerung aufhören, auf die die U-Bootkriegführung die Antwort bedeutet? Was die auch in Deutschland bedauerte Torpedierung zweier Passagierschiffe während des Gedanken- wechkcls über den Frieden angcht, so würden gerade durch das Schließe» «ne» WaffenMlstandeS derartige Greuel «#tu,
die nur eine F o Ige der unrechtmäßigen Kriegsführrrny, nämlich der Aushungerung darstellen. Auch die Untaten zu Lande sollen ein Ende finden. Aber hier steht die deuffche Darstellung der amerikanischen völlig gegen übe r. DaS Feuer der Kanonen der Alliierten verwüstet ffangösischeS und flämisches Land und die Bewohner flüchten. Von den Untaten :n der Luft schweigt die Note. Geschieht dies, weil in letzter Zeit die Fliegerangriffe der Allierlen zahlreicher sind, als di« der Deutschen? Auf die Forderung von Bürgschaften hinsichtlich des Verschwindens der Autokratie kann Deutschland antworten, daß die Selbstherrschaft bereits verschwunden ist. Vielleicht wird die deuffche Regierung auch den gesamten U-Boot- krieg aufhören lassen. Sie sollte es in diesem kriegerischen Augenblick tun. Über die Untaten zu Lande kann sich Amerika doch wohl beruhigen. Wir geben die Hoffnung trotz alledem nicht auf, daß Amerika dann zu feinem Worte stehen und den Waffenstillstand durchsetzen mutz. Will «S wirklich den Frieden, dann möge es den Bogen nicht zu straff spannen. _
24 000 Tonnen im Sperrgebiet.
W. T.-B. Berlin, 18. Okt. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England versenkten unsere Unterseeboote 24 000 Brt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich ein großer Munitionsdampser. ein Frachtdampfer mit Benzinladung sowie ein tiefbeladener Tankdampfer.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Grotzfürst Nikolai Nikolajewitsch hingerichtet?
B. A, Berlin, 19. Okt. (Eig. Drahtbericht, zb.) HavaS i>erbreitete ein Telegramm aus Zarskoje Sselo, wonach der ehemalige-Oberkommandiecende der russischen Armee, Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, hingerichtet worden sei. Auf Befragen wird uns von der russischen Botschaft mitgeteilt, daß dcrt hierüber nichts bekannt ist. Es ist auch schwer anzu» nebmen, daß die Nachricht wahr ist. da sich Großfürst Nrtolai Nikolajewitsch außerhalb des Machtbereichs der Sowjet befindet. _
Holland und Amerika.
W. T.-B. Haag, 18. r,»Nieuwc Courant" erklärt, das Angebot Amerikas, Steinkohlen und Getreide an Holland zu liefern, sei zwar sehr edelmütig, aber wegen der daran geknüpften Bedingung der Einftellang der Ausfuhr nach Deutschland, die tatsächlich auf eine Verletzung der Neutralität und einen Anschluß an die Entente hinausluufen würde, für Holland unannehmbar. Das Angebot habe mit all seiner Freundlichkeit soaar etwas Erniedrigendes, da darin die Zumatanz gestellt werde, daß Holland jetzt, wo es Deutschland w'N'zi-e gut gebe, an dem Hungerkrieg der Entente geaen Deutschland sich beteiligen soll. Indes werde die Stellung Hollands durch da? amerikanische Angebot für die Verhandlungen mit Tevtschland gestärkt.
Die Lostrennung Ungarns von Österreich.
IV. T.-B. Budapest, 19. Okt. (Drahtbericht.) In der heutigen Sitzung deS Abgeordnetenhauses brachte K a r o l y i emen Antrag in vier Paraqraohen ein über die Lostrennung Ungarns von Österreich auf wirtschaftlichem, militärischem und außenpoliffschem Gebiet. Der Antrag wird heute begründet werden.
Graf Tisza über Ungarns neue Politik.
W. T.-B. Budapest, 17. Okt. (Abgeordnetenhaus.) Während der Aussprache über die gestrige ministerielle Erklärung hielt Graf Tisza eine Rede, in der er sagte: Wir müssen offen zugeben, daß wir den Krieg verloren haben, nicht aus dem Gesichtspunkt, als ob wir nicht diiich» halten und durch heldenmütige Verteidigung erzwingen köni.ten, daß der Feind den endgültigen Sieg sehr teuer bezahlen müßte. Wir haben den Krieg in der Hinsicht verloren, daß wir infolge der verhältnismäßigen Verschiebung des Kräfteverhältnisses keine Hoffiiung mehr besitzen, den Krieg zu gewinnen, so daß wir den Frieden anstreben unter Bedingungen, die wir unter solchen Verhältnissen annebmen können. Demzufolge kann ich eS nur billigen, daß wir im Einvernehmen mit unseren Bui:deS» genossen den Frieden auf Grund der Wilsonschen 14 Punkt» und Zusntzpunkte angeboten haben. In der Tatsache allein daß wir uns auf die Grundlage der 14 Punkte Wilsons gestellt haben, ist die Änderung und Neuorientierung unserer auswärtigen Politik, von der Graf Karolyi schon gestern gesprochen bat, gegeben. Das Wilsonsche Prinziv beruht ja auf dem Völkerbund und schließt jedes besondere Bündnis aus. Die Einrichtung des Völker- lundes macht ja das System besonderer Bündnisse überflüssig. UnS hat in das Bündnissystem, dessen treue Mitglieder wir war«», und auch sein werden, so lange dieses Bündnis bestehen wird, die Gefahr hineingetrieben, nämlich die Eroberungsabsichten der aggressiven pussischen Autokratie, eine Gefahr, vie Gott sei Dank aufaehört hat. Die Beseiffgung dieser Gefahr muß als ein sehr bedeutsamer Aktivposten dieses furchtbaren Weltkrieges gebucht werden. (Großer Lärm und zahlreiche Zwischenrufe auf der äußersten Linken.) Die Aufgabe, die uns ohne Unterschied der Par» tuen barrt, ist, den Frieden, den wir auf Grund der vierzehn Punkte Wilsons schließen wollen, für die ungarische Nation möglichst vorteilhaft zu gestalten. (Lebhafte Zustimmung auf beiden Seiten des Hauses.) Wir sind es dem guten Rufe der ungarischen Nation schuldig zu betonen, daß die aus oen Verhältnissen sich ergebende Neuorientierung unserer auswärtigen Politik nicht in sich begreifen kann, was als Treu- loj<i.grei,t gegen unsere deutschen Bnnbes qe ».
