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Samstag, 5. Oktober 1918.

Morgen-Ausgabe. Nr. m ..««. zahr«-««.

Die einheitliche Regierung.

Im letzten Augenblick, bevor dis neue Regierung zustande gekommen ist, b.ittsu dir Konservativen noch den Beschluß gefaßt, daß sie unter dem schweren Opfer ihrer Überzeugung bereit seien, in eine Koali­tionsregierung einzutreten. Mit derselben Begründui g hatte einen Tag zuvor die Komnussivn des preußischen Herrenhauses dem Paragraphen 3 der Wahliechtsvorwgi zugestiinmt. freilich, ganz so groß wie das Opfer hätte sein müssen, ist es nicht gewesen, denn der Hcrr.nhaiw» Aüsschuß hat das von der preußischen Regierung ernge- brachte Gesetz mit einem immerhin erheblichen B a 1 l a st versehen, nämlich mit einer Zusatz stn m m e für d„s sogenannte reifere Alter. Es war nicht genau sestzu- stellen, lvelche Nebenforderungen die Konservativen er­hoben hätten, wenn sie in die neue Regierung des Deut­schen Reichs eingetreten wären. Aber welcher Art auch immer diese Bedingungen gewZen wären, sie hätten eine völlig überflüssige B c l a st u n g der neuen Regierung bedeutet. Darum war es nur selb st ver­ständlich, dnß von vornherein auf die Bildung einer Koalitionsregierung verzichtet worden ist und von der ersten Stunde der neuen Zeit an eine reine MchrbcilS- regierung angestrebt worden ist. Wenn die National- liberalen, wie es nun aussieht, diese Mehrheit noch stär­ken werden, wird das um w erfreulicher sein. Was Deutschland jetzt Var allem braucht, ist die Verein­heitlichung aller maßgebenden Stellen und die Ai f- richtung eines einigen, durch nichts zu durch­kreuzenden Willens. Es wäre ganz dilettantisch, wollte man sich solche Einheit io vorstellen, daß nun jedermann von ihr nberzenat sein und ihr ziistlm- men müsse. Solch ein Zustand ist unerreichbar, ist aber auch überflüssig. Es genügt vollkommen, wenn eine kompakte Mehrh » it vorhanden ist, vorausgesetzt, daß solll>e Mehrheit eben wirklich in der Regierung sitzt und die Büoel ftroff in bcr Hand hält. Ein konser­vativer Konzcssronsschulze könnte di; Einheitlichkeit d r neuen Regierung nur stören. Die Konservativen müssen eben bis auf weit-res stark genug sein, zur Seite zu stehen. Sollte einmal iricb^r ibr Tag kommen, so wer­den die Männer, die beure Deutschlands Geschäfte leiten, riit der gleichen Selbstverständlichkeit abzutreten haben. Zunächst aber muß erwartet werden, daß die Parteien, v an der neuen Regierung nickt teilhaben, diese neue 'cgierung nickt stören, ibr vielmehr die Arbeit rmch Möglichkeit erleichtern. Es siebt viel, ja, es steht alles uf denk Spiele. Das Schicksal Bulgariens leuchwt als ein Fanal. Bulgarien ist an seinen inneren Zwisten, nicht zuletzt an dein Z w i e k v a I t zwischen den mili­tärischen und den zivilen Stellen, zugrunde ge­gangen. Deutschland hat es !m Gegensatz hierzu vermocht, sich noch einmal ein; einheiüiche Regierung zn vcwch'sfen. Hinter dieser Regierung steht die Mehrheit des deut- schen Volk?. Es darf setzt niemand geben, der gegen solchen MebrheitSwill'N auft-itt und ihn zu durch­kreuzen und z» schwächen sticht. Je nng-'hemmter die neire Mehrheitsregierung arbeiten kann, desto sicherer wird sie das erreichen, woksir sie geschakfe" worden ist: die Erhaltung des Reiches asgznsiher der ver- nichtunastallen Itnnernnnft d-r Feinde. . Und wenn dies einmal vollbracht s;m wi-d. dann wird wiederum die Gestaltk'na dos Fri'dens sohr erheblich davon ab- hänaen, ob die deutsche Polksregierung in sich einig und fest ist.

Depefchenwechkel zwischen dem Kaiser und Kenia Ludwia.

W. T.-B. München, 4. Oft. (Drchhtberrckst.) A„s Avlast des Wechsels im Reichskanzleramt hat der Kaiser an König Ludwig telegraphiert:

Graf H e r t l ! n g bat mir vorgesckl»gen, dotz hei der Ent­wicklung der innerpolitischen Lage im Reich und dem unter dem Druck der allgemeinen Weltgestal- 1 u n g von mir als notwendig erkannten Zugeständnis er nach seiner polilifck»«» Vergangenheit sich nicht mehr in der Lage sieht, weiter an der Spitze der ReichSrehierung zu ver­bleiben. Da er auS feinen Überzeugungen nie ein Hehl ge­macht habe, so glaube er, nicht mehr aus daS ve r t ra u e n s - dolle Mitarbeiten des Parlaments weiterhin zählen zu können. Ich habe mich seinen Gründen nicht ver­schließen können und ihm die Bürde des Amts abgenommen. Er wird aber noch die Geschäfte führen, bis ich einen Nachsot-

§ r für ihn gesunden habe. ES drängt mich lei dieser Gelegen­st. Dir den Dank zu wiederholen, den ich Dir oussprach, als u Deinen bewährton Ministerpräsidenten dem Reich -bereit­willigst zur Verfügung stelltest. Graf Hertling bat während seiner Knnsterschaft dem Vaterland Dienste geleistet, di« ihm nicht vergessen werden. Sein Opfer war nicht vergebens ge­bracht. Ich trenn« mich sehr sckfweren Herzens von dem von mir so hockmeschähten. vornehm denkerden echten deutschen Edelmann, der ein Beispiel der Selbstlosigkeit in Hingabe au das Vaterland im Dienst seines Kaisers 'darstellt. Gott mit uns. Wilhelm.

König Ludwig antwortete: Für Deine freundliche Drahtmstteilung über den Rücktritt des Reichskanzlers Gras Herst mg spreche, ich herzliche« Dank. Mit Dir bedauere ich

aufrichtig, daß dieser aufrechte Monn, auf dessen Wirksamkeit an der Spitze des bayerischen Ministeriums ich vor Jahres­frist im Interesse des Reichs mit schwerem Herzen verzichtet habe sich nicht hat entschließen können, das Reichskanzleramt weiter zu führen. Ich freue mich der hohen Anerkennung, die seine persönlichen Eigenschaften und sein opferwilliges, staats» männisches Wirken für Kaiser und Reich von Deiner Seite er­fuhren. Möge Gottes Segen der Wahl des Nachfolgers in die­ser schweren Zeit nicht fehlen. Ludwig.

Dr. David Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amts.

B. A. Berlin, 4. Okt. (Eig. Drahtbericht, zb.) Wie wir erfahren, ist die Ernennung Dr. Davids zum Unterstaatssekre- tär des Auswärtigen Amts jetzt definitiv vollzogen.

*

Dc. Phil. Eduard David wurde geboren am 11. Juni 1863 in Ediger a. Mosel als der Lohn eines KrerSrentmersters. Er be­suchte d;e Volksschule vor, 1809 bis 1874 und dann das Gymnasium ln Gießen von 18?u tis 1881. und widmete sich von 1881 bis 1883 kaufmännischer 2c.tifiiit in Berlin. Dann kehrte er zum Gym.

uastum zurück und leendete in Bielefeld 1884 dis 1886, seine Gym- naiialbildung Von 1880 bis 1890 studierte David in Gießen

Gerinaniprk, Geschichte und Philosophie; in Gießen promovierte er auch zum Tr. fbil und vlciuchm dann eüie Lehrerstelle am Gym­nasium zu Enßei, I» tirser Stellung verbuch - David bis zum Jahre >894 Müllern eile aber halte er sich der sozialdemokratischen Partei zugewaidl, schied cus feinen« Lehramt aus und ^-gründete die Mitteldeut'che Sinntagszeitung" in Gießen. 1896 bis 189/

redigierte er die .Mainzer B o 1 k s z e i t u n g" und blieb seit­dem Mitai heiter der sozial! emoliatischen Zeitschcisten und Tages- Mattcr. Der sozialdemokratische Kongreß zu F > anlsurl a. M.. 1894, wählte David in die sogenannte

Agrarkommisston, der die Ausgave ward, die Aararverhälluisse in Deutschland zu untersuchen nnd eventuell ein sozialdemokratisches Agraipiogromm auszuarbeitett Dr. Davrd bearbeitete die land. wirtschaftlichen Bcrlaltuijie Düdwcstdeutschlands. Infolge dieser Studien unieriialml er es, ein großes angelegtes Werk über Soziali-lmus und LontNirllchast zu schreiben, von dem bisher nur der 1. Band' ,.Die Vriiiehejragc" (Berlin 1903) erschien. Dr. David vertritt darin eine von der Marxistischen Aussassung ah. weichende Ansicht über die Entwickelung der Landwirtschaft. Er hält die Entnickelung zu», Großbetrieb in der Landwirtschaft nicht sür notwendig und walrscheinlich nnd auch picht unter allen Um» fiänbcn für mu-Itdj tat Tatidsche Buch war im gewilien Sin.ie eine Gegoi.schiiji gegen dos Werk des sozialdemokralisetirn Ddevre. likers KantSkv über die Agiarsrage. Im Iahe« 1890 trat Dr. David in die" zweite Kammer des hessischen Landtags eia, er gehörte ihr bis 1908 an Zum Reichstag kandidierte er wieder- holt vergeblich in Mainz und wurde schließlich 1903 gewählt, er vertritt dftsen Jini* gegenwärtig noch 191t wurde Tr. David zum Archivar tes sezialdemolratischen Parteiarckuvr bestellt. Wäh­rend des Krieg» bat Dr. David nach Schcideman» in der Sozialdemokratie n-it die größte Rolle gespielt und ist wiederholt an „großen Tagen" >w Reichstag als zwefter oder gar erster sozirldcniviralischer FraktlonSreduer hervorgetreten.

Zur Frage des Rücktritts des preußischen Kriegs- Ministers.

B. A. Berlin, 4. CIt. iE eg. Drahtbericht, zb.l Wie wir hören, soll der Rücktritt des preutzisckzen Kriegsministers noch nickt definitiv feststeben. Was jedoch die Befug­nisse des MilitäroberoefehlShabers anbelongt. so werden diese, wie bestimmt verlautet, vom Kriegsministe- num abgetrennt werden.

Milderung des Belagerungszustandes und der Zensur.

B. A. Berlin, 4. Okt. sEig. Drwhtkbericht. zlb.) Znm Ge.- setz über den Belagerungszustand erfahren wir, daß dasselbe in den nächsten Sofien durch kaiserlichen Erlaß eine Abänderung rrfahucn wird. In gleicher Weise wird die Zensur eine Änderung erfahren.

Die Aufnahme in der Presse.

Berlin, 4. Dkl G* liegt auf der Hand, sagt die „Germania", daß bei dem erst«. Versuch, ein parlamentarijches Kabinett zu bilden, die Erltdigung sich um einiges länger verzögert, zu- nlal der neue deutsche Parlamentarismus nicht aus so einsachen Vcrbällnisscn beruht, wie las in anderen Staaten der Fall ist. Es ist aiizuerlcnnc», daß unter diesen Unistäiidei, sich die Umwaudluvg der politischen BcrhLItmjje glatter vollzieht, als inan es hätte vorauc-schen können.

In der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" heißt es : So

wesentlich nid; die Änderungen sein mögen, so loll man iedoch nicht übersehen, das die Entwickelung nicht unvermittelt gekvmmen ist Die Anliirpsung an den bisherigen Zustand drückt sich äußerlich darin aus, trß die Form der Berufung dieselbe ge­blieben ist und das, der Kaiser die ihm noch der Bccsassung zu- sichenden Rcchte wahrt Auch bei den Parteien der Linle», die die Pailnmrntai'sterung der Relchsiegieriing schon längst ans ihre Fahne» xcschricben halten, bcstehl vollaus Bcrstäiidnij dasur, daß wir unsere Versaslnug-resormen nicht nach dem Vorbild anderer Staaten ciurichtcn icndern uns einzig und allein an den eigenen Verhältnissen und Velüiknissen orientieren niüssen. Dadurch, daß die Mehrheit des Reichstage» den Prinzen Max von Baden als einen ihr gcnrbmcn Kanzler bezeichnet hat und der neue Kanzler sich mit dc» Parteier des Reichstags über die von ihm einzu- schlagcnde Politik rersläntigt hat, ist es offenkundig geworden, daß wir auch lmisvrt keine Reichspolitik treiben werden, die aus das Interesse und die Auschauui'gcn einer einzelnen Partei einge- schworcn ist. sondern daß wir eine Reichsleitung haben sollen, die das Vertrauen tes Volkes genießt.

De: „Vorwärts sckrcibt; Was die neue Regierung tun will, ist in diesem Augeudlick Gegenstand noch nicht abgeschlossener Be­ratungen. Sic soll der Welt sagen, daß Deutschland die un­geheuren Vorteile eines FriedensbuuLes freier g l e i ch b e r e ch t i g' c r B ö l k e r voll erkennt und bereit «st, zur Eneidmug dickes Zieles Opfer zu bringen. Diese dürfen aber uickit dcrarl sein, daß sie den Zweck selbst gesährdc». Dzirch das Auszirinac» oder die Annahme eines Unterwersu-igssriedcus kann dieser Zweck »icmals erreicht werden. Die Gegner sollen jetzt scheu wissen, daß das dcntsche Ball die Grenzen sür sein Cnk- gcaenkonimen we,r xesteckt Hot, daß es aber Grenzen gibt, die nicht überschritte» werben löunea.

Abdankung des Königs von Bulgarien.

W. T.-B. Wien, 4. Okt. (Drahtbcricht.) König Ferdinand hat gi>stern zugunsten des K r o n» prinzen Boris abgedankt. König Boris trat die Regierung an. _

Die militärische Lage auf dem Balkan.

Dt« Verbindung mit der Türkei auf dem Wasserweg.

W. T.-B. Wien, 4. Okt. (Trahtbericht.) Das Korre­spondenz-Bureau meldet: Tie aus London nach Holland gelangten Gerüchte, -laß die Türkei eine Bitte um W a f f e n st i I l st a n d an die Entente gerichtet habe, werden den Blättern von maßgebender Seite als a b- solut nicht den Tatsachen entsprechend bezeich­net. Was die militärische Lag: aut dem Balkan beirilft, so haben, wie die Blätter auf Grund von Informationen von maßgebender Seite melden, die Zentralniächte alle Folgerungen getroffen, um die Verbind u n g mit der Türkei auf den Wallerwcgen, hauptsächlich über die Donau und das Schwarze Meer aiiszugest.il- ten, um im äußersten Falle non der Durchfuhr durch bulgarisches Gebiet unabhängig zu sein. Allem Anscheine nach treten serbische Abteilungen bei denen sich auch Teile anderer Entcnteverbände be­finden, mit aller Macht i^cn Rorden vor. um nach A.t- serbien zu gelangen. Wie von informierter Seite mit- geteilt wird, werden sie hier ebenso Wider st and von den verbündeten Truppen finden wie bei etwaigen Angriffen an der österreichiich-ungarischen Front und Albanien. Hier dürften nbriaens die Italiener einen Teil ihrer Strei>kräfte abgizogen haben, um die mazedonischen Vew-g'in.im zu unterstützen. Die Lage ist Wohl ernst, doch ist es gelungen, auch noch schwie- rigerer Situationen Herr zu werden.

Derstürkter Sckmch im Schwarzen Meer.

Ein dentsch-russischeS KrirgSschiffsal'kemmen.

W. T.-B Berlin, 4. Okt. (Drahtbericht.) Das russisch« Großkampssckiff „Wolja" und eine Anzahl im Laufe des Krieges fertiggestellte Einheiten, die bisher unter teut- scher Kontrolle gestanden, sind von uns beseht. Die per- kündeten Streitkräfte im Schwärzen,Meer erhalten dadurch zwm Schuhe der Meerengen eine reckt erhebli'che Vechtärkung. Der Scknitt erfolgte mit dem Einverständnis der Regierung in Moskau.

Die Rückverlegung der Front in Albanien.

W. T.-B. Wien. 4. Okt. (Drahtbericht.) Amtlich ver» lautet vom 4. Oktober, mittazd:

Italienischer Kriegsschauplatz.

Ein durch Artillerie unterstützter Angriff italie­nischer SturmtruvpS auf StclluiigStrile in Jndikarie» scheiterte im Handgroiiatenfeuer unserer Besatzungen.

Albanischer Kricgsschanvlah.

Die Rückverlegung unserer Gefrckftsfront vallzieht sich planm.ißig ehnc Störung durch den nachrückenden Feind. Am 2. Oktober bembardierten etwa 30 Einheiten feind, licher Scestreitkräfte und eine größere Anzahl feind­licher Flieger dnrck zwei Stunden die Stadt und den Hafen Durazz». Der Sachschaden ist unbedeutend. Der Versuch drS Gegners, mit Dorpedefahrzeugen und Geleitbovlen in den Hafen einzndringen, scheiterte an der Abwehr der Landver- tcidignng und eigener Seestreitkraftr, wobei ein f r i üb­lich e S G e l e i t b o o t in Grund geschossen wurde.

. Der Ehrf dcS GeniralstabS.

Schwere ei^gl. Niederlage im Kaukasus.

Br. Breslau, 4. Okt. (Eig. Dralhtbericht. zb.) AuS dem Osten eingehende Nachrichten melden eine empfindliche Schlappe der Engländer im Kaukasus. Darnach sind die englischen Besatzungstruppen im Gebiet von Wladi- kawkaS Ende September vernichtet worden, wobei auch der englische Bevollmächtigte Oberst Dirke seinen Tab fand. Diekr war Leiter drr rnglisckrn Operatiaiirn im Kau. kasuS. Mit ihm bvtztr rine Anzahl drr rngllschr» Hauptführer im Kaukasus ihr Leben ein. Der Borstatz gegen die britischen Gewalthaber wurde von bolschewi­stisch gesinnten kaukasischen Stämmen unternommen.

Eine neue Regierung im Urakgebiet.

W. T.-B. Moskau, 3. Okt. Die „Jswestija" meldet, daß einer Nachricht über Syrien zufclge in U>a eine zeitweilige Negierung gebildet w?rde, der Aksentews, Molski, Rogowski, Tschoikowski und Geneeal Holdgrjew ungehören. Drei der gewählten Mitglieder gehören den rechten Soziolrevolütio. nären an, eines dem Bund für die Wiedergeburt Rußlatrds, ein Mitglied ist Volks'ozialist.

Englands nnd Frankreichs Absichten in Sibirien.

W. T.-B. Amsterdam» 4. Okt. lDruhtbcricht.) Aus Tokio wird gemeldet: Die Zeitung „Kokumin" schreibt, eS sei die Absicht der Engländer und Friuzosen, die Kontrolle über Silirien zu erkalten und daun die sibirische Regierung in Omsk anzuerkenuen. Japan sei bereit, sie oabü zu unter­stützen und später drplomatrscheVertrrter wach Omsk zu jeudeu.