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Nr. 447. Mittwoch, SS. September 1918.

Wiesbadener Tagblatt.

Morgen-Ausgabe. ErsteS Blatt. Seite S.

Beschlagnahme

von Spätkartoffeln.

Die zum Zwecke der Wiederverkaufs im Stadt­bezirk Wiesbaden gezogenen oder von auTwärts ein» geführten Spätkartofieln werden hiermit zu Gunsten bei Kommunaiverbandc- der Stadt Wiesbaden be­schlagnahmt.

Die Erzeuger haben die der Beschlagnahme unter, liegenden Kartoffeln unter Angabe der Menge und der Anbaufläckz: dem Kartoffel-imt, Fricdrichstraße 9, 2. Stock, schriftlich oder mündlich sofort anzumelden.

Der Ankauf der beschlagnahmten Kartoffeln er. folgt durch da« Kartoffelamt zu den festgesetzten Höchstpreisen.

Der direkte verkauf von Splitkartoffel« seitens der Erzeuger an Privathanshaltungen, ebenso der verkauf von Spätkartoffcl» auf de» Ankern an PrivathauShallunge» ist ktreugftenS untersaßt. Die Ausfuhr von Spätkartoffeln aus dem Stadtkreis Wiesbaden ist nur mit besonderer Genehmigung deS Magistrats gestattet.

Diejenigen Erzeuger, die zum rigene» Bedarf mehr als 8 Ruten 200 Quadratmeter mit Kar­toffeln bebaut haben, haben die gesamte Anbaufläche mit Kartoffeln dem Kartosfclamt. Friedrichstraße S, 2, schriftlich oder mündlich sofort anzumclden.

Die Personen oder Geschäfte, die Kartoffeln zum Wicderverlauf von auSwarls bezogen haben, haben diese Menge sofort dem Kartoffeiamt inzametden. Ein verkauf dieser Kartoffeln :!t streu ,slens unter­sagt. Zliwidcrhand ungen werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geld bis zu 1500 Mark bcstrmft.

Diese Verordnung tritt sofort in Kraft.

WieSbadrn, den 24. September >018. FTS07 _Der Mag! strat.

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Die trauernden Hinterbliebenen.

Wiesbaden, den 24. September 1913.

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Die Beisetzuug der Leiche erfolgt auf dem hiesigen Nordfriedhofe.