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Pu,» Lützsw 6202 und 6203!

Montag, 16. September 1918.

Nr. 432. * 66. Jahrgang.

Das k. 'und k. Friedensangebot.

Die amtliche Wiener Verlautbarung.

W. T.-B. Wien, 14. Sevt. Amtlich ftrtrb gemeldet: Eine cöieftibe gewissenhafte Prüfung der Verhältnisse aller krieg­führenden Staaten läßt keinen Zweifel mehr darüber be­stehen. daß alle Völker, auf welcher Seite ste auch kämpfen mögen, das baldige Ende des blutigen Kampfe-- herbeisebnen. Trotz dieses natürlichen und begreiflichen Wunsches nach Frieden ist es bisher nicht gelungen, sene Vor­bedingungen zu schaffen, die geeignet wären, dre Frieoen^- bestrebungen ihrer Verwirklichung näher zu bringen unt die Kluft, die die Kriegführenden gegenwärtig noch voneinander trennt, zu überbrücken. Es müssen datzer w i r k f a m e re Mittel und Wege in Erwägung gezogen werden. durch die den verantwortlichen Faktoren aller Länder Gelegenheit geboten werden könnte, die gegenwärtig vorhandenen Mög­lichkeiten einer Verständigung zu überprüfen. -ver erste Schritt, den Österreich-Ungarn einvernehmlich ttiu seinen Bundesgenossen zur Herbeiftihrung des Friedens am 12. Dezember 1916 unternommen hatte, führte mcht zu dem gebofften Ende. Die Gründe hierfür lagen wohl rn den da­maligen Verhältnissen. Um die im steten Abnehmen begriffene Kriegslust rhrer Völker aufrechtzu- crhalten hatten die alliierten Regierungen bis zu I-nem Zeitpunkt jede Erörterung des Friedensgedaukens mit strengsten Mitteln unterdrückt, und so kam es, daß der Boden für eine friedliche Verständigung nicht entsprechend vorbe­reitet war. Es fehlte der natiirliche Ü b e r g a n g von der wildesten Kriegshetze zur Versöhnlichkeit. Es wäre aber verfehlt, zu glauben, daß unser damaliger Fme- densschritt dennoch ganz ergebnislos blreb. Seine fruchte bestehen eben in jener nicht zu übersehenden Erscheinung daß die FriedenSfrage seither nicht mehr von der Tagesord- nuna verschwunden ist. Und wenn auch die vor dem Tribunal, der Öffentlichkeit geführten einschlägigen Diskussionen gleich­zeitig Beweise von dem nicht geringen Gegensätze stnd, welcher lie gegeneinander kämpfenden Mächte in ihrer Auffassung über die Friedensbedingungen heute noch tremit, so hat sich doch eine Atmosphäre gebildet, die die Erörterung des Friedensproblems nicht mehr auöschließt.

Ohne übertriebenen Optimismus Ixnn wohl aus den Äußerungen verantwortlicher Staatsmänner mindestens so viel konstruiert werden, dig der Wille, zu einer Verstän­digung zu gelangen und den Krieg nicht ausschließ­lich durch die Macht de- Waffen zur Entscheidung zu bringen, auch bei den alliierten Staaten — bis aus einige, gewiß nicht gering einzuschätzcnde Ausnahmen von den verbündeten Kriegshetzern — allmählich dvch durchzu- c ringen beginnt. Die k. und k. Regierung ist sich dessen be wußt, daß nach den tiefgehmden Erschütterungen, d:e un Leben der Völker durch die verheerenden Wirkungen des Weltkrieges verursacht wurden, die ins Schwanken gebrachte Welt nun nicht mit einem Schlage wird aufgerichtet werden können. Mübtam und langwierig ist der Weg der zur Herstellung friedlicher Beziehungen zwischen den durch Haß und Erbitterung getrennten Völkern fübrt, doch ist es vnsere Pflicht, den Weg der Verhandlungen zu betreten, und wenn es auch beute noch solche- verantwortliche Faktoren gibt, die den Gegner militärisch nrederringen und ihm den Willen des Siegers aufzwingen wollen, so kann doch kern Zweifel mehr darüber bcsteben, daß dieses Ziel, angenommen, daß es überhaupt erreichbar ist, ein weiteres blutiges und langwieriges Ringen zur Voräussetznng hätte. Die für sämt­liche Staaten und Völker verhängnisvollen Folgen einer solchen Politik würde aber auch ein späterer Sieg Friede nicht mehr gut machen können.

Nur ein Friede, der die heute noch aaSeinandcrgchende» Auffassungen der Gegner in einer gerechten Weise aus- gleichen könnte, würde der von allen Völkern ersehnte dauernde Friede fein.

In diesem Bewußtsein, und unentwegt bemüht, im Inter esse des Friedens- tätig zu sein ging nun die österreichisch- ungarische Monarchie neuerlich mit einer Anregung hervor, um eine direkte Aussprache zwischen den einander feindlich gegenüberstehonden Mächten herbeizufübren Der ernste Friedenswille breiter Bevölkecungsschichten aller durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogener Staaten, die unleugbare Annäherung in einzelnen kontroversen Fragen sowie die allgemeine, versöhnlichere Atmosphäre scheinen der k. und k. Regierung eine gewisse Gewähr dafür zu leisten, daß ein im Interesse des Friedens unternommener neuerlicher Schritt, der den auf diesem Gebiete gemachten Erfahrungen Rechnung trägt, im gegenwärtigen Augenblick die Möglichkeit eines Erfolges bieten könnte. Die österreichisch-ungarische Regie­rung hat daher beschlösse», allen Kriegführenden. Freund und Feind, einen von ihr sur gangbar ge haltcnen Weg zu weisen, und ibnen vorzuschlagen, im freien Gedankenaustausch gemeinsam zu versuchen, ob jene Boraussrvnngen gegeben sind, welche die baldige Einleitung von Friedensverhandlungen für ansstchtsvoll erscheinen lallen.

Zu diesem Behufs hat die k. und k. Regierung bte Regie runoen aller kriegführenden Staaten zu einer vertrau­lichen und unverbindlichen Aussprache an einem Orte tzes neutralen Auslandes erngeladen und an sie eine in diesem Sinne verfaßte Note gerichtet. Mit einer Note wurde dieser Schritt zur Kenntnis desHei^igen Stuhles gebracht und hierbw an das dem Frieden zuge­wendete Interesse des P-avstes appelliert. Ferner wurden auch die Regierungen der neutralen Staaten von der Dernarche verständigt. Das stete enge Eriwernehmen, welches zwischest den vier verbündeten Mächten besteht, bretet die Ge­währ dafür. daß die Verbündeten Österreich-Ungarns, an welche der Borichlaa gleicherweise erqxht, dre w der Lote eut- Di ckelte Äuff-Km« teLeu.

Der Wortlaut der Note.

Das Friedensangebot, das die Mächte des Bier Hundes am 12. Dezember 10 1 6 an ihre Gegner ge­richtet und dessen veriohntichen Grundgedanken ste niernoi-- aufgegeben haben, bedeutet trotz der Ablehnung, die es er­fuhr, einen wichttgen Abschnitt in der Geschichte diese--Krieges. Zum Unterschied von den ersten zweieinhalb, Kriegs,ahren har von diesem Augenblick an die Frage des Friedens im .Ritte t- punkt der europäischen, ja der W e ltdi skuss, on gei.an- den und hat sie seither in immer steigendem Maße beichastigt und beherrscht. Der Reihe nach haben fast alle kriegführenden Staaten zur Frage des Friedens, feinen Voraussetzungen und Bedingungen, immer wieder das Wort ergriffen.

Die Linie der Entwicklung dieser Erörterungen wa jedoch keine einheitliche und stetige, die zugrunde liegenden Standpunkte wechselten unter dem Einfluß der militärischen und politischen Lage, doch zu einem greifbaren Ergebnis hat sie, wenigstens bisher nicht, geführt. Immerhin kann unab- bängig von allen diesen Schwankungen festgeftellt werden, daß der A b st a n d der beiderseitigen Auffassungen sich im großen und ganzen etwas verringerte, daß sich trotz des unleugbaren Fortbestehens bisher nicht überbiückter Gegen­sätze eine teilweise Abkehr von manchen der extremsten zu konkreten Kriegszielen zeigt und eine gewisse tläereiliittm- mung betreffs der allgeme-nen Grundprinzipien des Weltfriedens manifestiert. In beiden Lagern ist in breiten Bevölkerungsschichten ein Anwachsen des Friedens- und 'Verständigungswillens »n- zweifelbaft wahrzunehmen. .

Auch ein Vergleich der seinerzeittgen Aufnahme des tz-rre densüorschlages der Vierbundmächte bei ihren Gegnern mrt späteren Äußerungen von verantwortlichen Staatsmännern der letzteren, wie auch von nichtverantwortlichen, aber poli­tisch keineswegs emflustlosen Persönlichkeiten bestätigt diesen Eindrrlck. Während beispielsweise noch in der Antwort der Alliierten an Präsident Wilson Forderungen erhoben wur­den, die auf eine Zerstückelung Österrei ch-ll n g a r n s und eine Verkleinerung und tiefgebende Umgestaltung des Deutschen Reiches und auf die Vernichtung des europäischen Besitzstandes der Türkei hinauslief, wurden späterhin diese Forderungen, deren Verwirklichung einen überwiegenden Erfolg zur Voraussetzung hatte, in manchen Erklärungen amtlicher Stellen deS Vielverbandes modifiziert oder zum Teil killen gebissen. So erkannte in einer vor etwa einem Jahre itn englischen Unterhause abgegebenen Erklärung Mr. Balfour ausdrücklich an, daß Österreich-Ungarn seine inneren Probleme selbst lösen müßte und daß niemand von außen her ihm eine Verfassung, auferleaen könne. Mr. Lloyd George erklärte zu Beginn dieses Jahres, daß es nicht zu dem Kampf­ziel der Alliierten gehöre, Österreich-Ungarn zu zerteilen, das Osmanische Reich seiner türkischen Provinzen zu berauben und Deutschland im Innern zu reformieren. Als sympto- mattsch kann auch gelten, daß Mr. Balfour ,m Dezember ,917 kategorisch die Annahme zurückwies, die englische Politik hätte sich jemals für die Schaffung eiries selbständigen Staates aus dem linksrheinischen Deutschland

Die Enunziationen der Mittelmächte lasten keinen d,v-"fcl darüber, daß ste nur einen V.rteidigung-- kamvf um die Unversehrtheit und «iche'-ett ihrer Geb-ete

^ Weit ausgesprochener als an« dein Gebiete zu konkreten

Kricgszielei, ist die Annäherung der Aafiasiun^ri- liin-

sichilich derjenigen Richtlinien gediehen, auf deren Grund­lage der Friedensschluß und die künftig- OrdnungEnropas und der Welt aufgebaut werden soll.

Präsident W'lson hat in dieser Rickstnng in seiner Rede vom 12. Februar und 14. Jutt d. I. Grundsätze formuliert, die bei seinen Alliierten nicht auf Widerspruch gestoßen sind, und deren weitgehende Anwendung auch auf seiten der Bier- bundmächte keinem Einwand begegnen durften, vorausge­setzt, daß diese Anwendung allgemein und mit den Lebens- utteressen der betreffenden Statten vereinbar sei. Allerdings ist zu bedenken, daß eine Übereinstimmung in den allgemeinen Grundsätzen nicht genügt, sondern es sich weiter darum han­delt über ihre Auslegung und über ihre Anwendung auf die einzelne» konkreten Kriegs- und Friedenssragen einig zu werden. Für einen unbefangenen Beobachter kann kein Zweifel darüber bestehen, daß in allen kriegfiibrenden Staaten ohne Ausnahme der Wunsch nach einem Frieden der Verständigung gewaltig steigt, und daß sich immer mehr die Auffassung Buhn bricht, eine weitere Fortsetzung des blutigen Ringens müsse Europa in eine Trumm erstatte verwandeln, in einen Zustand der Erschöpfung ver­setzen, der seine Entwicklung auf Jahrzehnte hinaus lähmt, ohne daß eine Gewähr dafür bestände, durch sie jene Entscheidung durch die Waffen herbeizuführen, die von beiden Seiten in vier Jahren voll ungeheurer Opfer, Leiden und Anstrengungen vergeblich angestrebt wurde.

Auf welchem Wege und auf welche Werse kann aber eins Verständigung angebahnt und schließlich erzielt werden? airsteht irgend eine ernsthafte Aussicht, durch die Forts

der Diskus ‘'tonen über das Friedenspcoblem rn l-

feriaen Art zu diesem Ziele zu gelangen? Letzte Frage haben- wir nicht den Mut zu bejahen. Die Diskussionen von einer öffentlichen Tribüne zur anderen, wie sie bisber zwischen den Staatsmännern der berschiedenen Länder stattgefunden Haben, wären eigentlich nur eine S« r i e v o n M o nol o g e u. Es fehlte hier vor . allem die U n m i t t el b a r k e, ft Rede .',nd Gegenrede griffen nicht ineinander ein. Sprecher sprachenaneinandervorbei. Anderseits war es die Öffentlichkeit und der Boden dieser Auseinandersetzungen, die ibnen die Möglichkeit eines fruchtbaren Fortschrittes raubten.' Bei allen öffentlichen Kundgebungen dieser Art wird eine Form der Beredsamkeit angewendet, die mit der Wirkung auf große Distanz und auf die Masten rechnet. Damit vergrößert man aber — bewsißr oder unbewußt — oen

Abstand von der gegnerischen Aufchffung, e^eugt Mrß^r- ständnisse, die Wurzel fasten und mcht beseitigt werden und erschwert den freimüttgen, einfachen Gedankenaustaus^ Diese Kundgebung der führenden Staatsmänner wird, ictm sie stattgefunden bat, und auch ehe d« zusvindlgrn Sttllwr der Gegenseite darauf erwidern können, zum Gegenstand eu«r leidenschaftlichen oder übertreibenden Besprechung unverant­wortlicher Elemente.

Aber auch die verantwortlichen S t a a t s m an na selbst veranlaßt die Besorgnis, die Interesten der Krreg- fübrung durch ungünsttge Beeinflussirng der Sti m m ang i n d e r H e i m a t zu gefährden und ine ^«en lchteu W- stchten vorzeitig zu verraten, zum Anschlägen höherer Tone lind zum starren Festhalten an extremen Staudp-rikten. Soll also der Versuch unternommen werden, zu prüfen, , ob sur eine Verständigung, die die Katastrovhe 1 f *

mörderischen Fortsetzung des Kampfes von ^iropa ab- zuwenden geeignet ist, die Grundlagen gegeben find, so wäre i ebenfalls eine andere Methode zu wählen, dre^ erne u nmrttel- bare, mündliche Erörterung zwischen den Vertretern oer Regierungen und zwffchen ihnen ermöglicht. . .

Den Gegenstand einer solchen Erörterung und ge-msettigen Beleuchtung hätten ebenso die gegensätzlichen Auffastuugen der einzelnen kriegführenden Staaten zu bilden, wre auch dre allgemeinen Prinzipien, die dem Frieden und dem künftigen Verhältnis der Staaten zueinmider als dienen sollen

und über die zunächst eine Euirgung mit Aussicht auf Erfolg versucht werden kann.

Sobald eine Einigung über d'e Grundprin- z i p i e n erreicht wäre, müßte rnan »» Verlaufe der Be­sprechungen versuchen, sie auf die einzelnen Frieoensfragen konkret anzmvenden und d>rmit die Lösung herberzafühaen.

Wir möchten boffeu, daß auf feiten k«nss der Araeg- führenden ein Bedenken gegen einen solchen Gedankenaus­tausch vorliegen werde. Die Kri egshaudlungen er­führen keine Unterbrechung, dre Besprechungen gingen auch nur so weit, als sie von den einzelne» s»r aus- sichtbietend gehalten würden. Für dl- vertreten«, Staaten Kunte daraus kein Nachteil erwachs«,. Weit entfernt, zu schaden, müßte ein solcher GedankenanstauA für die Sache des Friedens nur von R u tz e n sein. Was das e, ste Mal nicht gelingt, kann wisdevhatt »erden und hat vielleicht min­destens schon zur Klärung der Auffassung beigetragen.

von alten Mißverständnissen ließen sah wegrawme«, viele neue Erkenn tut ste zum Durchbruch bringen, Ströme von zurückgehaltener Menschenfreundlichkeit würden sich lofen,^ rn deren Wärme alles Wesentliche bestehen blrebe, dagegen wurde manches Gegensätzliche verschtvinden, dem heute noch enre übermäßige Bedeutung beigemessen wird. -

Nach unserer Überzeugung sind alle Kriegführenden eS der Menschheit schuldig, gemeinsam zu versuchen, ob es nicht sevt, nach so vielen Jahren eines opfervollen, üdoch un- enffchiedenen Kampfes, dessen ganzer Verlauf auf Verstan- diguna weift, möglich sei, dem schrecklichen Ringen ein Ende zu machen. Die kaiserlich« und königliche Regierung mochte .daher den Regierungen aller kriegführenden Staaten Vor­schlägen, zu einer vertraulichen und unverbind­lichen Aussprache über die Gruudprr»zipieu eines Friedensschlusses an einem Orte des neutralen Auslandes und zu einem nahen ZeitpurM«, worüber man noch Vereinbarungen zu treffen hätte, D e l e g i e r t e zu en t s e n - den, die beauftragt wären, die Auffaffungen ihrer Regie- rungen Wer jene Prinzipien emander bekannt zu geben, ana­loge Mitteilungen entgegenzunehmen, sowie offene undsrei- mütige Erklärungen über alle jene Punkte, dre eurer Präzr- fierung bedürfen, zu erbitten und zu erteilen.

Die kaiserliche und königliche Regierung beehrt stch, dr« Regilerung von . . . durch die geneigte Vermittelung Eurer Exzellenz zu bitten, diese Mitteilung zur Kenntnis der Re­gierung "von . . . bringen zu wollen.

*

Bei der Friedensnoke, welche die öfterreichisch-rm- garische Regierung an die Regierungen der kriegführen­den Staaten gerichtet hat, um sie zu einer „vertraulichen, unverbindlichen Aussprache an einem Orte des neu- tralen.Auslandes" einzuladen, handelt es sich, wie aus dem Text der Note klar hervorgeht, um eine österreichisch-ungarische S o n d e r aktion, dre aus- schließlich der Wiener Initiative entspringt. Eben deshalb wendet sich ja die Note nicht nur an die Gegner, sondern auch an die e i g e n e n B u n d e s- genoffen und darüber hinaus an die neutralen Staaten und den Pavst. Dies Vorgehen kann viel- leicht nicht überraschen, da es ia — wrr erinnern nuron das Schreiben, welches K a i s e r K a r l durch oen Prm- zen von Parma an Elementeau richtete — nicht das erste dieser Act ist.

Die edlen Motive, aus denen der neueste Schritt der österreichisch-ungarischen Regierung enffprungen f ist, wird man ohne weiteres anerkennen, aber doch zugleich die ss-rage aufwerfen können, ob gerade der jetzige Zeitpunkt ein sonderlich geeigneter war. Ob er nicht vielmehr der Entente eine Handhabe bieten könnte, dies Vorgehen mit dem allzu teuer er­kauften aber trotzdem als Sieg aufgebauschten Ge­lände g e w i n n an der W e st f r o n t im Zusammen­hang zu bringen und den Mittelmächten als Zeichen der Sch w ä ch e aufs Konto zu schreiben. Wenn aber von iraendeiner Seite der Versuch gemacht werden sollte, die k. und k. Sonderaktion als Zeichen erner Lockerung des Vierbundes auszugeben, so braucht demgegenüber, nur auf die ausdrückliche Versicherung der Note hmgewiejea zu werden, daß die Krirgshanddmses dadurch *