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Verlag Langgaffe 21
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Samstag, 14. September 1918.
Morgen-Ausgabe,
Nr. 429. ♦ 66. Jahrgang.
Nach den Krisengerüchten.
O Berlin» 13. September.
Die Gerüchte über den angeblich bevorstehenden Rücktritt des Grafen Hertling werden weder in konservativen Kreisen noch innerhalb der Mehrheitsparteien ernst genommen. Die im alldeutschen Lager verbreitete Behauptung, daß die Abgeordneten Richthoftn und Erzberger die Urheber dieser Gerüchte seien und daß sie mit deren Ausstreuung den Sturz des Reichskanzlers vorzubereiten versuchen, ist ebenso eine Erfindung, wie es die vermeintlickie Kanzlerkrise selber ist. Tas falsche Gerücht ist von einer hiesigen radikalen Korrespondenz auSgesvrengt worden, durch die es nach Wien und ton dort auf dem Umweg über das „Leipziger Tageblatt" bier- her zurückgelanyte. Seinen letzten Ursprung hat das Gerücht allerdings wohl in der überwiegend gehegten Empfindung, daß der gegenwärtige Zu st and als völlig befriedigend nirgends gelten kanti. ES gibt Beurteiler, die eine wirklich burgfriedliche Beruhigung nur von der Schaffung eines Koalitionsmini st eriums erwarten, das also von W e st a r p bis zu S ch e i d e m a n n reichen müßte. Für eine solche Umbildung unserer Regierungsver- hältniffe ,st die Zeit allerdings noch nicht reif, aber bezeichnend genilg bleibt es bereits, daß derartige Gedanken ausgesprochen werden können und daß sie eigentlich nirgends mit Erstaunen, wenn auch freilich vielfach mit Abneigung ausgenommen werden. Indessen, wie gesagt, wir sind noch nicht so weit, daß Erwägungen dieser Art aus der bisherigen Allgemeinheit, in der sie sich bewegen, auf den Boden der praktischen Politik dinübergenommen werden müßten; immerbin kann es dahin komm««. Wir wißen ja noch gar nicht, welche über altes Bisherige hinausgehende Anspannung unserer moralisci>en wie sachlichen Kräfte uns noch obliegen wird und welche bis dahin niemals angewendeten Mittel nötig sein werden, uni den zutreffenden Ausdruck für diese Kräfteanspannung zu geben. Ihre sichtbarste Verwirklichung aber fände der veränderte Zustand naturgemäß immer wieder und zuerst in den Formen, in denen bei uns regiert werden soll, und da kann es wohl sein, daß wir in der Tat Umbildungen erfahren, die heute freilich noch nicht in Frage stehen. Sie tun es nach unseren Erkundigungen, mit denen wir uns durchaus an erste Stellen gewandt hrben. tatsächlich nicht, und es ist einfach - a l s ch, daß es gegenwärtig eine Kanzlerkrise, überhaupt eine Regierungskrise gibt Eö ist gar kein erkennbarer Anlaß zu einer solchen vorhanden, keine innere und keine äußere; hinzugefügt mutz aber werden, daß das immer nur für heute und für die allernächste Zeit gilt und gelten kann, und daß es auch nur unter bestimmten Voraussetzungen gilt. Die wichtigste darunter wird immer sein, daß die Erwartungen erfüllt werden, mit denen die Mebrheitspar- t e i e n und die hinter ihnen stehenden Schichten unseres Volke? die Methoden zur Verwirklichung der verheißenen Reformen begleiten. Die Probe auf die Fähigkeit der Regierung und auf ihren guten Willen zur Geltendmachung dieser Fähigkeit wird immer wieder durch die preußische Wahlreformkrage Largeboten, und cs gilt, sie zu bestehen. Gerade weil diele Dinge gegenwärtig an eineni kritischen Punkte änzelangt sind, kann man von ein-r Kanzler- oder Regierungskrise nicht sprechen; denn es ist ja selbstverständlich, daß zuvöderst zuaesehen werden muß, wie sich Graf Hertling und seine Ministerkollegen jetzt zum Herrenbause stellen wollen und werden, wenn die bc- fürckitete Verschleppungstaktik wirklich beginnen sollte, und so lange man nickt weiß, was die Staatsregierung tun wird, so lang; hat man loyalerweift eigentlich gar nicht das Recht dazu, bereits von der Unterwühlung der heutigen leitenden Männer zu sprechen. Wir dürfen uns zunächst doch daran halten, daß Grrf Hertling ebenso wie Dr. Friedberg erklärt hat, mit der Wahlreform stehen und fallen zu wollen, und das heftt. daß er alle Energie an ihre Durchführung setzen will. Zeit allerdings wäre es, diesen Willen auch durch Taten deutlicher erkennbar zu machen, fürs erste also jeden Schein zu vermeiden, als ob sich die Staatsxeaierung doch noch auf ein schwächliches K o m p r o - m i ß einlaffen könnte, sadann aber rechtzeitig die Vorbereitungen zu N e u w a h l e n zu treffen, wenn die unvermeidlich werden sollten. Wenn von der Staatsregierung angenommen werden darf, daß sie den Ernst der Lage durchaus erkennt, und das hat die Rede des Grafen Hertling im Versassungs- ausschuß des Herrenhauses ebenso wie seine Erklärungen gegenüber den Gewerksckaftsvertretern und die Stuttgarter Rede des Herrn v. Payer, doch, gezeigt, wenn ferner die Mebrheitsparteien bereit und willens sind, alles hinwegzuräumen, wa? in der uns auf- gedrungenen Notwendigkeit der Kriegsfortsetzung den unerschütterlichen Einheits- Willen beeinträchtigen konnte, wenn also, um es ganz klar zu sagen, der Wille und die Kraft der Entfesselung des wahren furor teutonicus vorhanden sind, dann können wir aber auch fordern, daß d i c s e l b e E i n s i ch t in den Zwang geschichtlich-politischer Umstände bei den Konservativen durchbricht, daß von jener Seite der die Bereilkchakt zur Wiederherstellung und Befestigung des Burgfriedens durch Opfer und durch Anpassungen bewiesen wird. Rkan kann zugeben, daß in diesem Lager der Ton neuerdings gemäßigter und entgegenkommender geworden ist, indessen fehlt noch vieles an dem Zustand, wie er wirklich sein soll, und vor allem wäre es die Ausgabe des Herrenhauses, das nun einmal zur Stunde im Vordergründe steht, durch die Behandlung der Wahlreform- dorlage «u -eigen daß ein neuer Geist walten soll. Wir wißen nickt, ob das Herrenhaus die Probe wirklich besteben wird. Man hat uns all-u bäukig und, wie sich heut? schon seststellen läßt, mit durchaus t rdelwSwerter Oberflächlichkeit des Urteils v:rbe>hen, ein: Verständigung über das gleiche
Woblrecht werde rm VersaffungSauSschutz deS Herrenhauses unschwer zu erzielen sein, cS sei bereits alles vorbereitet, der Reichskanzler habe sich mit den beiden Fraktionen des Herrenhauses ins Einvernehmen gesetzt, die Sache sei sozusagen schon gemacht. Nichts davon ist wabr; eine sebr leichtfertige Berichierstattung hat un? genaSkührt. Wir meinen, Grak Hertling, Dr. Friedlrerg und Dr. Drews haben schon jetzt allen Anlaß, sich zu vergewissern. ob der ÄerwaltungS- avparot, wie er nun einmal ist, genügen wird, um rm Falle von Neuwahlen so zu arbeiten, daß die Wahlrecht? g e g n e r nicht wobl gar Vorteil aus ihm ziehen können. Kommt eo zur Auflösung, so wird der nachdrücklichste Ernst, mit dem die StaatSr-gierung alsdann ihre Sache zu ver- treten baben wird, vielleicht auch durch eine Reih: von Personalveränderungen in der Verwaltung, betätigt. Inzwischen bereiten sich die Br- Hörden aber wirklich schon aus Neuwahlen vor, wie auch eine Verfügung des Berliner Magistrat? an die Vorstände der Gemeindeschulen zeigt, wodurch kür rechtzeitige Beschaffung der Wahllokale, der Wahlvorsteher und ihrer Stellvertreter gesorgt werden soll.
Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel.
(Von unserer Berliner Abteilung.)
Sr. Berlin, 13. Sept. (Eig. Drahtbericht, zb.) Etz war vorauszuseben und es ist von uns ja auch deutlich in unserer letzten Besprechung der Lage betont worden, daß der Feind sich nicht mit dem vorläufigen Stillstand der Schlacht im Raum ÄrroS-Soisscms zuftieden geben würde, sondern daß mit einer Fortsetzung in der feindlichen Offensive unter allen Umständen zu rechnen war. Es blieb nach unserer Loslösung vom Feind schon wahrscheinlich, daß diese Fortsetzung an anderer Frontstelle erfolgen würde; auch daß sie sehr bald folgen würde, war vorauszusehen, da bei der Jahreszeit und dem farbigen Menschenmaterial und besten Ausnutzung für große Operationen, nur noch wenige gute Monate in Betracht kamen.
Das war der ein« Grund. Der zweite ist der, daß die Entente stürmisch nach einer Entscheidung drängt, daß sie sich mit dem strategischen Erfolg an der alten Schlachtfront trotz allen Geländegcwinns nicht zuftieden geben kann. Es stehen also hinter dieser Fortsetzung gewaltige treibende Faktoren politischer und auch wirtschaftlicher Natur, über die wir vielleicht noch lange nicht alles wissen.
Der neue Angriff Mischen Maas und Mosel richtet sich gegen den Bogen von St. Mihiel. Dieser ist wie ein weit vorspringender Dorn in die feindliche Front Mischen den De festig urigen von Verdun und Toul eingelaffen und berührt mit seiner Spitze die Maas bei dem Städtchen St. Mihiel. Er bietet affo eine sackartige Ausbuchtung unserer Front, ähnlich wie die Gestaltung des Marnesacks, nur im kleineren Maßstab und wendet seine beiden Flanken gegen die Festungen Verdun und Toul. Gegen dies« Flanken wird der Angriff erfolgt sein, um so mehr, als diese Festungen als Basis des Unternehmens infolge günstig entwickelter und auS- gebauter Verbindungen Fach die Anlage des Angriff? außerordentlich erleichtern. Noch sieht man natürlich über die Ziele des Angriffs nicht ganz klar. Der heutige Heeresbericht läßt aus der Angabe der Angriffsftont und der Angriffsbreite erkennen, mit welcher Ausdehnung der Kämpfe man zu rechnen hat. Der Grundgedanke des Fochschen Angriffs wird zunächst wiederum in der Umfassung zu suchen sein, die auch hier nur durch Durchbrechung unserer Flanken möglich wäre. Fach wird den Mihielbogen abschneiden wollen, um seinem zweiten Ziel, dem Lothringer Erzbecken und Brie, näher zu kommen und gleichzeitig damit eine strategi- iche Einwirkung auf den ausgedehnten Festungsbereich von Metz zu gewinnen. Andererseits sind gerade infolge der Rückenlage der Festung Metz unsere Nachschub- bedingungen günstig, so daß wir nicht unter besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Bekannt ist ja schon seit längerer Zeit, daß di« Festung Toul als Lager amerikanischer Truppen aalt. Man kann also annehmen, daß von Süden her zwischen Maas und Mosel in der Hauptsache Amerikaner, vom Westen her in der Hauptsache Franzosen angreifen. Es würde sich also dann um einen ersten großen Versuch amerikanischer Verbände in selbständigem Angriff handeln. Ncch ist die Zeit zu einer Beurteilung der Lage nicht gekommen. Der Angriff ist noch zu jung. Ein klares Bild werden beide Parteien erst im Laus der Kämpfe gewinnen. Im übrigen könrien wir uns vollständig auf die Maßnahmen unserer Heeresleitung verlaffen, die auch dort daS Richtige treffen wird.
General Maurice warnt vor übertriebenem Optimismus.
Generalmajor Sir Fredecick Maurice schreibt im „Daily Chronicle": Ich möchte nicht den Eindruck Hervorrufen, daß die deutschen Arnieen im Westen vor absehbarem Zusammenbruch stehen. Ich bave ein? große Anzahl kürzlich genommener Gefangener gesehen, und ihre Körperbe- schasferiheit ist entschieden gut. in jeder Hinsicht durchschnittlich ebenso gut, wie die unserer eigenen Leute. Sic scheinen gut genährt zu sein, und ihre Stieseln, Kleidungsstücke uild Ausrüstung stud durchweg vorzüglich. Der Feind bat seine Klaffe 1920 noch nicht eingestellt, und wenn sie an der Front erscheint, so wird sie viel mehr Ausbildung erhalten haben, als unsere eigenen Jungen die- Jahr erhielten. Auch die militärische Landkarte steht noch sehr ; u g u n st en des Feindes aus; unser: und die französischen Truppen haben ein schweres Jahr gehabt, während die amerikanischen Streitkräfte weit davon entfernt sind, voll ausgevildet zu sein. Ter Feind ist noch furcht bar, und wir besitzen noch nicht die Überlegenheit an Stärke, um ihn zu zermalmen.
Die stärkste Karte des Feindes in der Verteidigung ist die, daß er es in seiner Macht,hai, auf eine immer kürzer werdende Front zurückzugeheii. Wenn er auf dre Hindenburglinie zurückgeht, u'ird er c i n i g c v i e r z ig Divisionen ersparen, di- für chn ton großer Bedeutung sein werden. Daher müssen wir mir unftcen Erwartungen geduldig und mäßig sein, denn eS ist sehr » n w a h r s ch e r n- lich, daß der Feind sich schneller zurückziehen wird, als er gezwungen' ist. Unsere Übeelegenheit stt bis jetzt weit davon entfernt, überwältigend zu sein.
Amerikanischer Heeresbericht.
Unser« Abteilungen vollführten gelungen« Handstreiche in Lothringen, drangen in die feindlichen Gräben ein, fügten dem Feind Verlust« zu und machten Gefangene. Sonst nichts Wichtiges zu melden.
Lloyd George will weiter kämpfen.
IV. T.-B. London, 13. Sept. (Drahtbericht. Reuter.l Der Premierminister Lloyd George hielt am 12. Sept. bei Gelegenheit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde in Manchester eine Rede, worin er ausftihrte: Ich bin mit
großem Verstände in diesen Krieg einqetreien, aber nachdem ich den Charakter der Herausforderung deutlicker erfaßt hatte, durste nichts halb geschehen. Ich fühlte, da? Schicksal der Menschheit war vom Ausging diese? Krieges abhängig» daß nichts anderes zu tun war. als meine ganze Energie zur Verfügung meines Heimatlandes zu stellen. 1915 war unsere Armee für dielen Krieg lehr scklecht ansaerüstet. aber ich bin glücklich, sagen zu können, daß das Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Während der letzten vier bis fünf Monaten war der Feind unserem Bombardement ausgesetzt, das seinen Nerven nichts genutzt hatte. Die Nachrichten sind bestimmt gut, sie sind wirklich gut. Wir sind durch einen langen Tunnel hindurch, aber nach nicht am Ende der Reise. Das schlimmste ist vorüber. Ich erzähle Ihnen das als einer, der seit vier Jahr di« Ereignisse genau beobachtet hat. Die Deutschen geben sich keinen Illusionen hin über die neue Tatsacke, welche st« mit Besorgnis erfüllt, die Ankunft der amerikanischen Truppen. Die Deutschen kannten Amerika und wandten sich in aller Verzweiflung tatsächlich an Österreich. Unser Sieg war in jeder Beziehung groß. Deswegen baben wir uns so gefreut. Der Unterschied zwischen 1910 und 191» war di: Einigkeit des Oberbefehls, und es war ein großes Glück für uns, in dem Feldmarschall Fach uns einen jener seltenen Männer zu sichern, die über eine seltene Vellmacht verfügen. Nur wenn die Nation den Mut verliert, könnte es kommen, daß wir keinen wirklichen Sieg erreickcn, um am Ende des Krieges unseren Feinden einen gerechten und dauerbaften Frieden aufzwinoen zu können. Die erste wesentliche Bedingung ist, daß die Zivilisation ihre Macht organisiert, um ihre Beschlüsse durchzusetzen. Der Sieg ist wichtig für einen gesunden Frieden. Die p r e u h i s che Militärmacht muß mcht nur geschlagen werden, sondern das deutsche Volk selbst muß wissen, daß seine Herrscher die Gesetze der Menschlichkeit verletzen, die preußische Militärkraft sie nicht vor Strafe schützen konnte und daß. wer ein Gesetz bricht, seine Straft findet. Wenn dies nicht erreicht werden würde, würde der Krieg vergeblich geführt worden sein. Die gleichen schlimmeren Schrecken würden sich wiederholen. Lloyd George betonte mit allem Nachdruck: Dies muß der letzte Krieg sein; wenn er das nicht ist. wäre es das Ende der Zivilisation. Das ist der Grund. weshalb wir ihnen helfen möchten, d-.e einen ebensolchen Schauder vor dem Krieg empfinden als w:e ich und gern ein vernünftiges Mittel wissen möchten, um diesen Wahnsinn zu beenden. Wir wollen uns nicht zu dem Glauben verleiten lassen, daß die Errichtung eines Völkerbundes ohne Macht an sich di« Welt gegen ein« solche Katastrophe sichern würde. Der Völkerbund würde, wenn die vreußische Militärmackst triumphiert, ein Bund Mischen Fuchs und vielen Gänsen sein. Wenn der Sieg nicht errungen wird, kann man auf Pläne für die neue Welt ebenso gut verzichten. Wenn wir st^n Sieg erringen wird uns alleK andere geschenkt werden. Ich bin für den Völkerbund, und m der Tat ist der Anfang für den Völkerbund gemacht. Das britische Reich und die Länder der Alliierten sind jetzt alle «in Völkerbund von steten Nationen. Jedes andere Land würde willkommen sein. Wenn Deuffchland nach dem Krieg die fluchwürdige Treulosigkeit seiner Herrscher zurückweist, dann wird das Volk von der Vorherrschaft des Militarismus befreit und im großen Völkerbund willkommen sein. Aber die einzige sichere Grundlage ist nur ein vollständiger Sieg. Der Friede muß von solcher Art sein, daß er sich dem gesunden Menschenverstand und dem Gewissen der Nation von selbst empfiehlt. Er darr nicht von extremen Leuten, von irgend welcher Partei diktiert werden. Wir könnten den Deutschen nicht erlauben, uns einen erniedrigenden Frieden aufzuzwingen. Wir werden weder selbst den Brest er Frieden annehmen, noch ihn unseren Feinden aufzwingen. Sobald eine richtige Art Frieden gesickert ist, können wir mit ruhigen Nerven und gutem Gewissen darangehen, die neue Welt aufzubauen, in der diejenigen, die viel geopfert haben, in Frieden und Sicherheit zufrieden wohnen können. In dem Augenblick, in dem der Krieg vorüber ist und die Arbeit de? Wiederaufbaues beginnt, ist kiel über die Vorbereitung de? Kriegs narb dem Krieg gesprochen worden. Es ist ebenso wicktig. den Frieden nach dem Krieg vorzubereiten. (Starker, anhaltender Beifall begrüßte den Schluß der Rede.)
Beim Flüdslück bei dem Lord-Major bemerkte Lloyd George, als er zuletzt in Manchester gewesen sei, hätten einige Menschen von einem Kompromiß gesprochen und gesagt, laßt un? doch einen Verhau dl niig-friedcn schließen. Seine Aytwort darauf sei gewesen, daß e? kein Kompromiß geben könne. Mit erhobener Stimm: erklärte Ltoyd George unter lautem Beifall: Wlr
