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Seite 4. Donnerstag, 5. September 1918.

Wiesbadener Tagblatt.

Abend-Ausgabe. Erstes Blatt. Nr. 414.

Amtliche Devisenkurs; in DeutscManl.

W. T.-B. Berlin, 5 September. (Drahtbericht.) Tele­

graphische Auizah un^r» für

Holland . . . . 309.0« G. Mk. 309 50 B.

Dänpmark '. . . 188.0) G. « 188. 0 B.

Schweden . . . 21 25 G. « 212.7} B.

Norwegen . . . 1-810 G. « 13‘.90 B.

Schweiz. 14775 G. « ^15 S2 §'

Oesterreich-Ungarn 68.20 G. « 5830 B.

Bulgarien .... 79.00 G. « 79 ). B.

Konstantinopel . 2090 (r. < 2100 B.

Snaiven.UO.OO G. « 13100 B.

HeleiBg'ors . . . 71-25 G- « 75 75 B.

Amtliche Wechselzinssätze

Belg. Plätze .8.00 Ual. PI. Wien .. .... 5.00 Lissabon Schweiz. PI. 4.50 Madrid.

für 109 Gulden « 100 Kronen « 100 Kronen « 100 Kronen

< 100 Prano»

< 100 Kronen « 100 Liewis

< ltUrk. Pfh « 100 Pesetas

der Notenbanken.

Deutsche PI. 500 London . . . .500

Paris.5.00

Amsterdam .4.60

500

530

. 4.10

Kopenhar. 5.00 itoo'chol'n 700 J etersVir? -'50 Rumänien 8 00

Ansländlsehe Wechselkurs*.

w. Zürich, 4. Sept. Wechsel au! Deutschland 68.25 (zu*' letzt 67.50). au! Wien 37.25 (36 75), au! Holland 218.50 (218.75), au! New Vork 4.43 (4.40), au! London 21.18 (21—), au! Paris 81 - (80.10), au! Italien 65.75 (64.25), au! Kopen­hagen 132.— (132—), au! Stockholm 148.— (144.—), au! Christiania 135.- (135.-), au! Petersburg 52.50 (5o.—), au! Madrid 104.50 (103.25), au! Buenos-Aires 195— (195.—)

Industrie und Handei.

$ Berliner Geldmarkt. Tägliches Geld war zu 4% Proz. erhältlich, der Satz des Privatdiskonts zu 4 5 /s Proz. und darunter. . „ . _ ,

* Hochseefischerei J Wieting, A G. m Bremerhaven. Die Dividende wird mit 16 Proz (i. V. 13 Proz.) beantragt.

* Isaria-Zählerwerke, A.-G. in München (zur Brown-

Boveri-Gruppe gehörend). Vorschlag: 15 Proz. gegen 12, 10, 10, 5 Proz. in den vier Vorjahren.

* Ausdehnung und Kapitalserhöhnng der Portland-

Zemeniwcrke Heidelberg und Mannheim, A.-G. Die Aktio­näre werden zu einer außerordentlichen Generalversamm­lung mit leigender Tagesordnung einberulen: Beschluß­

fassung über den Erwerb des Vermögens der Stuttgarter Immobilien- und Baugeschält-A.-G in Stuttgart. Erhöhung des Grundkapitals um 5 600 000 M. au! 20 600 000 M. und Abänderung der Firma in Portland-Zementwerke Heidel- berg-Mannheim-Stuttgart, A.-G. in Heidelberg.

Marktbericht«.

ht. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 4. Sept. Der heutige Pferdemarkt zeigte mit etwa 350 Arbeits- und Selilaehtpferden die höchste seit Kriegsbeginn dagewesene Beschickung. Die hohen Preisforderungen — bis zu 7000 M für ein Tier — wirkten aber trotz der Geld­flüssigkeit ernüchternd auf die nicht gerade in großer Zahl erschienenen Käufei, so daß der Markt bis zu Schluß ein schleppendes Gepräge irug. Sehr gute Preise wurden für Scblachtplerde erzielt. Der Markt wurde geräumt.

Wettervoraussage für Freitag, 6. Septbr. 1918

■yon der M*teoroloei«chi*n Abteilung des Physilcal. Vereins «u /raaefurfc*. >1.

Wolkig, trocken, nachts etwas kühler.

Wasserstau! des Rheins

am 6. September.

Biebrich. Pegel: 1 20 na ^egea 121 v u »eafcrigeti Vormittag

Caub. « 1-30 < < 1.12 < « «

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Die geregelte Bestellung des Wiesbadener Tagblatts mutzte zu unserem lebhaften Bedauern tu letzter Zeit in verschiedenen Stadtteilen unliebsame Störungen er­leiden, die infolge der Kriegsverhältnisse durch den zeitweisen Mangel an Trägcrpcrsonal hcrvorgcrufcn wurden. — Wir bitten dieserhalb die geehrten Aagblatt- Bezicher um Nachsicht; hoffentlich gelingt, cs unseren unausgesetzten Bemühungen, allmählich wieder geord­nete Zustände zu schassen. » Der vertag.

Die Abend-Ausgave umfaßt 6 Seiten.

Hauptzchriftl-it-r: A. Hegerhorst.

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$rud u. Verlag der L. Schelle nberg'!chen Hofbnchdruckcr« in Wiesbaden Svrecültunde der Schriftleituna 12 bis 1 Ubr.

Umtliiijt WM

Sonnenberg

Anmeldung zur Landsturmrolle.

Es wird darauf hinge, wiesen, daß der Aufruf des Landsturms für die ganze Dauer des Krieges Giltigkeit behält. Mithin müssen sich die Ausgerufe, nen. sobald sie das sieb­zehnte Lebensjahr voll­endet haben, sofort zur Landsturmrolle anmelden. Die Anmeldung hat in Zimmer Nr. 3 des Rat­hauses an den Werktagen während der Vormittags- Dienststnnden von 8 bis 12 Uhr 3u geschehen.

Die Unterlassung der Anmeldung hat vorzeitige Einziehung zum Heeres­dienst zur Folge. _

Sonnc»:bera, 3. 9. 1918. Buckelt. Büraermeister.

Ieuerwehrübuna.

Am Sonntag. 8. Sevt. 1918. vorm 7 Uhr. findet in Sonnenberg eine Heb­ung der Pflichtfeuerwehr statt. Zusammenkunft am Spritzenhaus.

Zur Uebung müssen er­scheinen alle männlichen Einwohner aus Sonnen» berg vom beoannenen 36. bis zum vollendeten 55. Lebensjahre. Unpünktlich. Erscheinen oder Fernblei- l'ci wird nach §11 der Zcuerlöscbvol.-V bestraft.

Sonnenbera, 3. 9. 1918.

Buckelt- Bürgermeister.

Bekannimacknng Um Raum zu gewinnen für die weitere Ein- lagevung von Kartoffeln, sollen die vorhandenen Besiftnde sofort ausge- gcbcu werden, und zwar für die Zeit vom 15. bis einschließlich 21. Septbr. in folgender Reihenfolge: Zveitaq. 6. September- 201— 300: 8— 9 vorm.

301— 400: 9—10 vorm. 401— 500: 10—11 vorm. 501— 600: 11—12 vorm. 601— 700: 12— 1 nchm. 701— 800: 3— 4 nchm.

801— 900: 4—> 5 nchm.

901—1000: 5—• 6 nchm.

Samstag, 7. September: 1001—1100: 8— 9 vorm.

1101—1200 : 9—10 vorm.

1201—1300: 10—11 vorm. 1301—1400; 11—12 tonnt. 1401—1500: 12— 1 ndfan. 1501—1656: 3— 4 nchm.

1— 100: 4— 5 nchm.

101— 200: 5— 6 nchm.

Es wird darauf hinge­wiesen, daß zur Ver­meidung eines Andranges die vorbezeichneten Stun­den genau eingehalten werden müssen. Lebens­mittel - Ausweiskarte tor­zeigen. *

Sonnenberg, 4. 9. 1918. Buckelt. Bürgermeister .

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für die Zeit vom 5. Mai bis 31. Juli 1818 und für den Monat August 1918 betreffend.

Auf Grund des § 51 der AusführungSbastmrmungen zum Umsatzsteuergesetze werden die zur Entrichtung der Umsatzsteuer auf LuxusgegenMnde verpflichteten gewerbetreibenden Personen, Gesellschatten und sonstigem Pcrsonen-Vereinigungen in Wiesbaden auf- geiiordert, die tovgeschriebenen Erklärungen über den Gesamtbetrag der steuerpflichtigen Entgelte m der Zeit vom 5. Mai bis 31. Juli 1918 bis spaieitens 15. September un.d für den Monat Anglist 1918 ms spätestens Ende September 1918 dem Unterzeichneten Umsatzsteueramt. Rathaus. Zimmer Nr. 60, schrift­lich einzureichen, oder die erforderlichen Angaben an Amtsstelle mündlich zu niachen.

Die Steuer wird auch erhoben, wenn und soweit

Falle der Betrag, der am Orte und zur Zeit der Entnahme von Wiederverkäufern gezahlt zu werden

^lon der allgemeinen Umsatzsteuer nach dem Satze von 5 v. T. sind diejenigen Personen usw. befreit, bet denen die Gesamtheit der Entgelte in einem Kalender­jahre nicht mehr als 3000 Mk. beträgt. Für die Lieferung von Luxusgegenständen besteht keine der­artige Befreiung. Die Nichteinreichung der Er­klärung zieht eine Ordnungsstrafe bis zu 150 Mark

Umsatzsteuergesetz bedroht denienigen, der über den Betrag der Entgelte wissentlich unrichtige Angaben macht und vorsätzlich die Umsatzsteuer hinter­zieht oder einen ihm nicht gebührenden Steuervorteil Brschleicht, mit einer Geldstrafe bis zum Machen Be-

trage der gefährdeten oder htnterzogenen Steuer. Kann dieser Steuerbetrag nicht sestgestellt werden, so tritt Geldstrafe von 100 Mk. bis 100 000 Mk. em.

Der Versuch ist strafbar.

Zur Einreichung der schriftlichen Erklärung sind Vordrucke zu verwenden. Sie können bei dem Unter­zeichneten Umsatzsteueramte kostenlos entnomnten lijßEbßn

Steuerpflichtige sind zur Anmeldung der Entgelte verpflichtet, auch wenn ihnen Vordrucke zu emer Ev- klärung nicht zugeganton sind. ,

Die Abgabe der Erklärung kann rat ubrtigen durch nötigenfalls zu wiederholende Geldstrafen erzwungen werden, unbeschadet der Befugnis des Umsatzsteuer­amts, die Veranlagung aus Grund schätzungsweiser Ermittlung torzunehmen. F597

Wiesbaden, den 3. September 1918.

_ Der Magistrat. Umsatisteuerantt.

Geffenlliche Aufforderung.

Dias bei uns auf den Namen Carl Linn hier unter Nr. 61996 ausgefettigte Sparkassenbuch mit einem Inhalt an Kapitaleinlage ton Mk. 557.— und laufenden Zinsen ist abhanden gekommen. Gemäß § 6 unserer dem oben erwähnten Buche beigesügten Svarkasseiwrdnung, fordern wir den Inhaber des­selben auf, seine Ansprüche unter Vorlage dieses Buches innerhalb 6 Wochen bei uns geltend zu machen, indem nach Ablauf dieser Frist das Buch null und nichtig ist und keine Ansprüche mehr gegen uns er­hoben werden können.

Wiesbaden, den 6. September 1918.

Bereinsbank Wiesbaden.

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Telephon R». 84.

König!. Ungarische steuerfreie 5% Staatskassenscheine

vom Jahre I9'8

fällig am 1. April 1921.

Gesamtbetrag 150OOOCOD Mark.

Den Besitzern der am 1. Oktober 1918 fälligen Königlich Ungarischen 5% Staatskassenscheine wird hierdurch der Umtausch in eine Königlich Ungarische steuerfreie 5% Staatsl^ssenscheine, fällig am 1. April 1921, angeboten.

Der Umtausch findet statt:

von Donnerstag, dem 5. September bi» einschliesslich Donnerstag, den 26. September 1918

in Berlin: bei der Direction der Diseonto-Gesellschaft,

„ dem Bankhause 8. Bleiehröder,

„ „ Mendelssohn & Co.,

der Direction der Diseonto-Gesellschaft Filiale Frank­furt a. M-,

„ Norddeutschen Bank in Hamburg, dem Bankhanse L. Behrens & Söhne,

„ „ M. M. Warbnrg & Co.,

.. „ E. Heimann,

„ „ G. t. Pachaly’s Enkel,

„ „ Eichhorn & Co.,

„ „ Sal. Oppenheim Jr. & Cie.,

„ „ A. Scbaaffhausen’schen Bankverein A. fl.,

in Leipzig „ der Allgemeinen Deutschen Credit - Anstalt und bei

deren Abteilung Becker & Co.,

in München: „ „ Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank,

„ „ Bayerischen Vereinsdank,

„ dem Bankhanse Merek, Finek & Co. während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden unter folgenden Be­dingungen:

1. Die Anmeldung zum Umtausch erfolgt mittels der hierfür bestimmten

Anmeldungsvordrucke, welche bei den vorgenannten Stellen kostenfrei erhältlich sind. . ,

2. Die alten 5°/ 0 Staatskassenscheine und deren letzter Zinsschein werden während der ganzen Umtauschfrist wie folgt in Anrechnung

für je Mark 1000 Nennwert . . ..Mark 1000,

r.’*. J . 11 . AT — — A L 4 CT ! MM A An Al n A fl ^

in Frankfurt a. M., in Hamburg:

in Breslau:

in Cöln:

füf den vollen Nennwert des Zinsscheines __

daher für je Mark 1000 Nennwert ... .... Mark 1025, Dagegen werden die neuen 5 % Staatskassenscheine

für je Mark 1000 Nennwert ä 96 °/o mit. „ 960,

in Rechnung gestellt, so daß der Einreicher gegen Mark 1000 alte 5°/ 0 Staatskassenscheine außer dem gleichhohen Betrage neuer 5 % Staatskassenscheine anläßlich der Umtausch­anmeldung eine sofortige Barzahlung von.Mark 65,

erhält. Die Hälfte des Schlußnotenstempels geht zu Lasten des Einreichers.

3. Die alten 5°/ 0 Staatskassenscheine müssen den deutschen Effektenstempel

tragen und sind mit dem letzten am 1. Oktober 1918 fälligen Zinsschein in Begleitung eines Nummernverzeichnisses gegen eine Bestätigung der Umtauschstelle einzuliefern. .

4. Gegen Rückgabe dieser Bestätigung werden den Einreichern gemäß einer besonderen Bekanntmachung baldmöglichst nach dem 1. Oktober 1918 die neuen Königlich Ungarischen 5% Staatskassenscheine v. J. 1918 ausge­folgt werden.

5. Die Aushändigung der neuen 5°/ 0 Staatskassenscheine v. J. 1918 erfolgt

bei derselben Umtauschstelle, bei welcher die alten 5% Staatskassenscheine hinterlegt wurden. _ .

6. Aus Oeslerreich-Ungarn werden Umtauschanmeldungen nicht berücksichtigt, da die in Oesterreich-Ungarn untergebrachten 5% Kön. Ungarischen Staats­kassenscheine v. J. 1916 ausschließlich bei den dortigen Ein ösungsstellen zum Tageskurse von vista Reichsmark in Kronen eingelöst werden. F183

Berlin, im September 1918.

Direction der Disconto - Gesellschaft. 8. MeichrBder. Mendelssohn & Co.

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Gottesüienstordnung für das Neujahrs - Kest, am Samstag, 7., u. Sonn­tag, 8. Stotember, in der Hauptshnagoge, Michels- hevg: Nebengottesdienst

in der Wartburg. Der Gottesdienst beginnt am Borabend zum 1. Neu- iabrstage (Predigt) 7.15 Uhr, der Morgengottes­dienst am Neujahrstage 8 Ubr, AnSheben u. ssest- predigt 9.30 Uhr, nachm.

3 Uhr, am Vorabend zum ujahrstage 8.30 Uhr, der Morgen - Gottesdienst

8 Uhr, Ausheben 9.30 Uhr, nachm. 3 Uhr, Aus- gan 8.40 Uhr. Wochen­tage: morgens 7 Uhr, abends 7.15 Uhr. Alt-Israelitische Kultus- Gemeinde. Shnagoge: Zriedrickstraße 33. Erov Rosch Haschonoh, morg:

5.45 Uhr. Rosch Haschonoh Vorabend 7.15, morgens 7 Uhr, Predigt 9.30 Ubr, nackm. 4 Uhr, abends

8.45 Uhr. Zom Gedalia, morg. 5.45 Uhr, nachm. 7.15 Uhr. Teschuwoh Woche: morg. 6.30 Uhr, nachm. 7.15 Uhr.

Talmud - Thora - Verein E. V., Kl. Schwalbacher

Str. 10. Freitag, morg. 5 Uhr, Sabbat-Eingang 7.30 Uhr, morgens 8 Uhr,

Mincha 7.30 Uhr, Aus­gang 8.40 Uhr. Jom tow Ausgang 8.40 Uhr. — Wochentags: morgens 6 Uhr, Mincha u. Schiur 7.30 Uhr, Maaris und Schiur 8.40 Uhr.