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Nr. 401. . 66. Jahrgang.

Donnerstag» 29. August 1918

Richtungslimen unserer Ps!M.

Über die Besprechungen der Parteiführer mit Herrn v. Payer und Herrn o. Hintze sind verschiedene An­gaben gemacht worden, die durch ihre Gegensätzlichkeit wieder einmal beweisen, wie schwierig es ist, einen objektiven Tatsachenbericht abzufassen. Die persönliche Auffassung von dem, was als das Wünschenswerte gilt, mischt sich in die Darstellung ein und färbt sie trotz des besten Willens zur lautersten Sachlichkeit. DieLiberale Korrespondenz" hatte über jene Besprechungen mitge­teilt, es sei westgehende Übereinstimmung dahin zutage getreten, daß nach mancherlei Schwankungen in den letz- len Jahren jetztder reine Verteidigungs- barakter des Krieges durch keinerlei unmaßgebliche Strömungen verändert werden darf". Demgegenüber erklärt nun aber Graf Westarp in derKreuzztg.", es seien über die Frage, zu der dieLiberale Korre­spondenz" ihre Feststellungen machen zu dürfen glaubte, überhaupt keine Verhandlungen beim Vizekanzler ge­führt worden, die zu diesen Feststellungen Anlaß geben könnten. Dagegen gehe zurzeit zwischen den maß­gebenden Faktoren der Regierung und der Mehrheit des Reichstags wie des deutschen Volkes weitgehende Über- einstimmung dahin, daß ein irgendwie geartetes deut­sches Friedensangebot jetzt weniger denn j c a n: PI a tz e sei. Schließlich freilich läßt sich zwischen Ziesen beiden Berichten eine Verinittlung daourch ge­winnen, daß man die von unserem Willen unabhängigen Tiitsachen nimmt, wie sie sind, daß man sich also be­wußt bleibt, wie sehr es und in wie entscheidender Weise auf den Vernicht ungswillen unserer Heinde und nicht darauf ankommt, was bei uns ge­wollt oder nicht gewollt wird. Daß uns auch e i n n o ch so großes Entgegenkommen nichts nünen kann, das erkannt man letzt wiederum an den Antworten cff die Rede des Staatssekretärs Solf. Die amtlichen Erwiderungen wie die Reaktionen der öffentlichen Mei- nung in den feindlichen Ländern sind gleicherweise auf den Ton der A b l e h n u n g eingestellt, wobei aller­dings nicht zu verkennen ist, diß die frühere Schroffheit doch etwas gemildert ist. Wer durchaus leise Spuren einer beginnenden Geneigtheit zu Verhandlungen heraushören möchte, der kann besonders in der Antwort des Lords Robert Cecil solche entfernte Möglichkeiten entdecken, aber viel Wert haben sie n i ch t, nicht einmal den, den man allenfalls den Kundgebungen Lansdownes oder anderer, von der Last der politischen Verantwor­tung befreiter Männer zuschreiben könnte. Es ist nun doch einmal so, daß wir von London her ,erneut eine Absage erhalten haben, und so lange die Feinde ihre Anstrengungen an der Westfront mit der Erwar- tung eines größeren als des bisherigen Erfolges fort­setzen können, solange wird man auch nicht darauf rech­nen dürfen, daß sie auf Verhandlungen eingehen sollten, deren Voraussetzungen die Anerkennung unseres Be­sitzstandes in Europa und die Notwendigkeit der .Heraus­gabe unserer Kolonien oder eines gleichwertigen Ersatzes sein müßten. Wir sind der Überzeugung, daß wir uns vom Frieden so w e i t wie nur je befinden, daß wir zum Frieden aber eher werden gelangen können, wenn wir uns p o l i t i s ch so st a r k machen, wie wir es militärisch find, wenn wir also die Fähigkeit in uns entwickeln zu einer Politik der moralischen Eroberungen, die sich in praktische Bündnispolitik umsetzen lassen kann. Nach­dem einmal der Beginn mit dem Kriege, der Worte ge­macht worden ist, nachdem die ausgezeichneten Reden des Staatssekretärs Solf und des Prinzen Max von Baden gehalten worden sind, wollen wir hoffen, daß auf diesem Wege fortgefahren werden soll, und da dünkt es uns eine der ersten und wichtigsten Aufgaben zu fein, daß mit gleicher Autorität und Wirksamkeit auch über unsere Stellung zu den Völkern des Ostens, über un­sere gesamte Ostpolitik und über die Folgen gesprochen wird, die eine Osiorientierung für die Richtungslinien unseres Verhältnisies zu den angelsächsischen, Reichen wird haben müssen. Besitzt die Reichslaitung in dieser Hinsicht ein Programm, so soll sie es auch bekanntgeben. Das aber kann in der zwanglosen Form einer Tischrede oder einer sonstwie scheinbar dem Zufall überlassenen Gelegenheit besser geschehen, als wenn der umfangreiche Apparat der Amtlichkeit aufgeboten werden müßte. Wir Deutschen erfahren es ja in unserer eigenen Ge­fühlsantwort auf die feindlichen Kundgebungen, welche ungemeine Bedeutung Reden non Staatsmännern be- anspruchen dürfen. Müllen wir nicht sogar die eigent­lich groteske Tatsache gelten lassen, daß es diesem Wort­feldzuge der Feinde gelungen ist, die im Früh- jabr erlittene furchtbare Niederlage gewisier- maßen ganz aus dem Bewußtsein der Welt wie- der zu streichen? Das sind Leistungen politischer Geschicklichkeit, denen wir unsere Achtung am besten erweisen werden, indem wir uns z,r gleich wirk- starren Leistungen ausimffen. Die Bedeutung oaorerst-

Morgen-Kusgabe.

lich der Solfschen Rede liegt ja nicht einzig in ,ihrer Wirkung auf die Feinde (nach dieser Richtunghm ist freilich nicht viel erreicht worden), sondern darin, daß Empfindung wie Urteil der Welt, ob sie es wollen oder nicht, in den Bannkreis der, ausgesproche­nen Gedanken geraten, ganz wie das bei den Kund­gebungen der feindlichen Minister ebenfalls ge­schieht. So sollten Freund und Feind, unsere Berbun- deten. die Neuttalen, die.Gegner, vor allem die Volker des Ostens, endlich einmal in berufener Werse erfahren, ob wir eine Fe st lands Politik mit positiven Zielen treiben wollen, ob wir zu ihrer Durchführung Plan- mäßig und weitausschauend die Grundlagen zu legen bereit sind, oder ob wir im Grunde genommen gar kein politisches Ziel haben und uns steuerlos auf den Wogen der Kriegslage bewegen, einmal auf der Hohe, einmal im Wellental, immer aber ohne eme Erkennbar- keit, den Hafen zu erreichen. Die Nachricht, daß der Reichstag demnächst einberufen werden .soll, trifft za nicht zu. aber darum brauchten wrr gewiß nicht darauf zu verzichten, daß der Reichskanzler oder emer seiner Stellvertreter recht bald das Wort mmmt, um weitere Aufklärungen über Richtung und Ziel unserer Polittk zu geben. ^

Ein norwegischer Minister über Völkerbund und ^rieden-vermittivno.

w. T.-B. Christiania. 27. A'ltz. Staatsminister Gunard K n u d s e n hielt gestern anläßlich der im Oktober stottfinden- den Storthings-Neuwahlen eine Rede an seirw Wähler, in der er ausführte- Das Verlangen nach einem Völkerbund, durch den zukünftige Kriege vermieden werden könnten, wird immer stärker und allgemeiner. Ein solcher Volkerbund ist das Ziel, do? auch die Neutralen anstreben müssen. Die Menschheit sollte jetzt so weit aekommen sein, daß Streitig keiten nicht nur zwischen Privatpersonen, sondern auch zwischen den Nationen durch Schiedsgerichte geschlichtet werden können. Sollte dies das Ergebnis dieses Krieges sein, so wäre es nicht zu teuer erkauft. Wenn man teilweise von den Neutralen verlangt, sie sollten den Frieden zwischen den Kriegführenden vermitteln, so ist hierauf, wie schon immer, zu antworten' Wi- wollen den Frieden vermitteln, aber nur. wenn beide Parteien das verlangen. So wert sind wir aber ncch nicht So lange das nicht der Fall ist, können wir keinen Versuch machen, uns ernzumischen. Vorläufig müsien wir deshalb alle darin einig fein, daß auch wrr unser VerteidiaungSwesen so gut in Ordnung halten, daß wrr ver­meiden können, in den Krieg verwickelt zu werden. Tatsach- lich sind es auch nur die Sozialisten, dir verlangen, daß wrr auf unsere Machtmittel verzichten. Es ist verwunderlich, wie Menschen mit gesunder Vernunft und Verantwortungsgefühl eine solche Forderung, noch dazu während des Krieges, er­heben können: denn man verlangt ja von ewem 2(mb !w» revttal bleiben will, daß es auch bereit 'st..s«ne Neutralität zu schützen. Hätten wir unsere Neutvalttatswehr nicht ge- havt, so wären wir sicher längst in den Krieg hinerngezogen worden. Davon bin ich fest überzeugt.

Schweizerische Kritik z« dem Widerspruch Cecils.

W T E Bern, 27 Avg. Zur Antwort Äord Robert Cecils aus die Rede de? Ctaat-ftkretLrS Scls schreibt dasBerner

Jntelligenzbl alt" u. a.: Es dürste schwer fallen, aus deu,

ganzen Erdball einen Menschen zu finden, der die Antwott Cecils ans die Rede Solfs als Ermutigung für die demokratischen Parteien Deutschlands zu deuten vermöchte. Das kleine Zugeständnis Cecils, das darin besteht, die Rede als erste? Anzeichen für dre Rückkehr -nr Bermmft zn bezeichnen, stellt keine Abschwächung der Schluß, folgenmgen dar, die der englische Staatsmann in bezug auf die Kolonialftage zieht, sondern ist vielmehr eine geschickte Übergangs- Phrase, die einen Anlaß zn scharfem Ausfall gegen die nnperta» listischen Absichten Deutschlands und zugleich zu einem beredten Plaidoher für den englischen und den alliietten ttmperiallsmus bol Ereil versteift sich auf die DcbaupMng, daß ein Terl der deutschen Denker ein trmsch-csi ik-mscheL Reich anstrebe, um Afrika militärisch zu bclierrswen. was beweise, daß Cecil den Snm der Ausfübrunoen des deutschen Kolonialsekretärs nicht verstanden habe. Cecil gilt sich schrankenloser Verallgemeinerung hin und stellt werter- hm die aggressive Kolonialpelitik DeiNschlands in den Vordergrund, während Solf doch gerade die defensiven Momente betonte. Beide StaaN-männer reden aneinander vorbei. Cecil will Sols nicht ver stehen. Einen merkwürdigen Widerspruch konstruieri der englische Stcotssekretär, wenn er versucht, England von annepio- nistischcn Absichten ans das deutsche Kolonialgebiet zn reinigen. Er sagte, die Zukunft der deutschen Kolonien müsse auf der Friedenskonferenz in übereinstimnmng mit den Verbündeten Großbritanniens gefunden werden. Das ist gerade das, was die Alliierten im Hinblick mif die Ostfragen nicht wünschen. Von Deutschland verlangen sic prinzipielle Anerkennung des Rechts Ruß­lands, über sich scllst zn beitimnien. m Koloniclftagen aber behalten sie sich die letzte Enlschcidnng vor Sie beschuldigen Deutschlano opportunistischer Eroberungspolitik, treiben aber selbst Kolonial- Politik, die da? Höchstmaß cm Opportunismus verkörpert. Der deutsche Anspruch ans kolonialen Besitz wird als nicht vorhanden bewachtet und mit dem Hinweis auf den Rekord an Brutalität, den sich Deutschland angeblich in den Kolonien geleistet haben soll, wird da? Recht, ja die moralische Pflicht begründet, Dentlchland aus der Rühe der Kolonialreiche »n streich«.

Erneute feindliche Durchbruchr- verjuche gescheitert.

W.T.-B. Berlin, 28. Slug., abends. (Amtlich. Drvhtbericht.s Südöstlich von A r r a s sind erneute Durchbruchsversuche de« Feindes gescheitert. Nördlich von Bapaume und nördlich der ^omme brachen englische Angriffe «nteiv schweren Verlusten zusammen. Zwischen Somme unk Oise Vorfeldkämpfe vor unseren nenen Stellnngen^F ran» zöfische Angriffe nördlich der Aisne wurden bluti, abgewiesen.

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Nüchterne englische Betrachtung des deutschen Rückzugs.

Br. Haag, 37. Aug. (zb.jDaily News" sagt in einer Betrachtung über die Lage im Westen: Wir sind der Ansicht, daß es eine starke überhebung bedeutet, wenn man behauptet, die Deutschen würden van nun an ausschließlich nach rückwärts manövrieren. Ihre jetzige Taktik, Rückzug, Standhalten, Gegenangriff, ist di; beste Taktik, die sie zurzeit anwenden können. Die Behauptung, daß der Gegner entmutigt ist, mutz eine Fabel sein, wenn wir unsere hoben Verluste berücksichtigen, Verluste, die noch viel- bedenklicher sein würden, wenn wir nicht die Amerikaner im Rücken hätten.Morning Post" sagt: Daß der Gegner für einen Durchbruch noch nicht reif ist, zeigt der Mißerfolg unserer Kavallerieaktion im Norden der Ancre. Der Feinds hält alle Flankiecungsmöglich keiten sorgsam ausgeschaltet,, und die Erweiterung der Angciffsfront liegt keineswegs int unserem Interesse. Von einem Geländegewinn können wir erst reden, wenn wir uns wieder an der alten Hindenburg» l ezw. Siegfriedlinie befinden, und wenn dann unser Vor­marsch noch ebenso gut vorwärts geht wie jetzt.

Die Gefangenen zwischen Aillette und AiSne.

W. T.-B. Berlin, 27. Aug. Die Zahl der bei den Kämlpfsi» am 26. August zwischen Aillette und AiSne eingebrachien Ge- fangenen hat sich aus 560 erhöht. Nach dem westlich Clavign»; am 26. August erfolgreichen neuen deutschen Vorstoß wurde-, die hierbei gewonnene Linie gegen zwei feindliche Angriffe voll gehalten. . ,,.

(Ein Rebordtay der Fliegerabwehr.

W. T.-B : . Berlin, 27. Aug. Für die gewaltigen Verlust« unserer Gegner bei ihren Maffenangriffen bietet das Er« gebr.is der Flugzeugabschüsie am 8. August einen schlagender» Beivcis. Wie der amtliche deutsche Heeresbericht vom S August auf Gruud der ersten Frontmeldungen mitteilte, sielen am 8. August 30 feindliche Flugzeuge unserer Waffen- Wirkung zum Opfer. Spätere Feststellungen haben indes er° geben, > allein auf der Hauvtkampffront 58 und auf der' Westfront insgesamt 61 feindliche Flugzeuge abgeschosien wurden, davon allein 19 durch Flugabwehrkanonen. Das ist! die größte Abschußzahl, die je an einem Tage er. zielt wurde. Die Engländer selbst geben in ihrem Heeres­bericht vom 8. August an, daß 51 ihrer Flugzeuge vom Fernd- fluge nicht zurückgekehrt, also über deutschem Gebier abge-^ schaffen seien; die Zahl der über ibcem Gebiet abgeschoffeneu Flugzeuge wird von ihnen wie gewöhnlich verschwiegen. Unsere gesamten Verluste betrugen nur 16 Flugzeuge, davon 7 über feindlichem Gebiet. In dem Derhältms 10:61 Abschüffe» kommt die überlegene Tüchtigkeit und Kampfstärke unserer Luftstreitkrüfte überzeugend zum Ausdruck.

MaffenmUilqrflttcht in rranab«.

W. T.-B : . Rotterdam, 27. Aug. DemNieuwe Rotterd. Courant" zufolge meldet derDailyTelegraph" aus Montroak, daß in der Provinz Ouebec ungefähr 10 000 Mann desertiert oder nickt eingerückt sind. Man hat in ganz Kanada für Militärflüchtlinge einen Termin festgesetzt, bis zu dem sie sich anmelden können, ohne bestraft zu werden. Diese Matz, rege! hatte einige Wirkung. In der Provinz Ouebec meldete sich eine ziemlich große Zahl Deserteure, allerdings noch nicht die Hälfte der abgängigen 10 000 Mann.

Die beutfch-spanische Streitfrao«.

W.T.-B. Berlin, 28. Aug. (Drahtbericht.) Nach einer Meldung derTimes" aus Santander soll die deuffche Regierung die Bedingungen der spanischen Nottfikatton an­genommen und zugestimmt haben, daß die in den spanischen Hären liegenden Schiffe als Kompensation für die Vei'luste der spanischen Handelsflotte abgetreten würden. Die Meldung ist unrichtrg. Wie bereits am 28. August gemeldet, hat die deutsche Regierung gegen das angekündigte Vorgehen der 'panischen Regierung Verwahrung eingelegt. Es sind zwischen beiden Regierungen Verhandlungen ein- gcleitet, um eine den beiderseitigen .Interessen Rechnung! tragende Lösung herbeizuführen.

Eine neue spanische Neutralitälserkiärnna.

Sr. Haag, 28. Aug. (Eig. Drahtbericht. zb.) Aus Madrid wird gemeldet, der spanische Ministerpräsident Dato habe nach Meldungen des MadriderJmparcial" zur Verbalnote folgende Erklärung abgegeben: Spanien läßt sich nicht in einen Krieg stürzen, an dem cs nicht teilzunehmen hat. Es wird sein Vorgehen darauf beschränken, seine Rechte mit kluger Energie zu wahren und keinerlei kriegerische Hal-> tt-ng anuL-hmgu, wasjug aäU in tziiM Absicht gelegen.hat,