_tFHteg. Donnerstag, 15. Nugnst ITH*.
veulscher Reich.
Der Nachtrag zum vrefter Zrjedensvertrag.
^ dliig. (Eig. Drahtbericht. zb.) brr die kürzlich abgeschlossenen Verhandlungen zwischen j^/EUtsäien Negierung und dem russischen Botschafter J 2 Pv. ©trcfemann einem Mitarbeiter deS „L.-A.":
handelte sich um eine Reihe von fragen, derent- wegen bekanntlich die russische Regierung vor längerer geU Verhandlungen vorgeschlagen hatte. Durch diese Verhandlungen sollte die künftige Stellung von E st- t a n d und L i v l a n d sowie das Verhältnis des Deut- lchen Michas zu dem neu entstandenen Staate Georgien ebenso geregelt werden wie eine ganze uni fvanzieller fragen von SÄ“* 1 ™ .sowie endlich die Anbahnnng von >mrtsck)astlkchen Beziehungen zwischen beiden Völkern und die Festsetzung einer Demarkationslinie für unsere im Duden Rußlands gegenüber einigen Freischärler- Truppenkorpern operierenden Soldaten. Ter gesamte unterliegt der Genehmigung des RoickKtags da er einen Nachtrag zu dem Fricdensver- trag von Brest darstellt.
* B-rlSusi, keine Daaunz de, .Haupt«»,schnffe«. Wäh-
^7? sn l l!f >lnb l n * Wttern in der letzten Zeit wieder.
."löslichst baldiq.'r Einberuftmg des ^ I **» 9?<Mcf!ä,Kt!?5 «nr Erörterung der Ostfragen geschert worden war. glandt der „18. Lbestimmt ver- können, da« maßgebende parlamentarische Kreise f 1 "?"«ff» n O nicfif mir fern!,eben, sondern auch durchaus abgeneigt seien, sie zu verwirklichen.
b * 8 ,tiiw,en Friedrich Leavald »über au,geheben. **rj,n ,14. Ang. (Drahtbericht.) SSie m b!f Tntmün»i»ing der Prinzen £ von Preußen aufgehoben icrtfen.
si. Ä 't™* **? ^'nist-r de? königlicken Sause? war d« Diederaufbebiluo durch Antrag des Vormundes des Dies-«"»^m rickterlichAi Ermessen anheimgestellt worden. Diesem Skntrag ist nun heute stattqegeben worden
-in ^ r°'i»ei,isten b-stimmt
wie haltbamttich midge- Strafen m den Polizei. ttnb Strafen. Hinsicht-
b,e d-r «uMnsterteitung au« de°n
giki auch ans den Polizeilichen Listen nur be.
ZZV^rJL? 1 FeL Frnner ist in Ausstcht ge-
nommen. auf Amtrag ,n eignen weiteren Fällen die De-
!T ^^rrfterteikung au- den polizeilicken Listen ^rrft'guny anzuordnen. Die Möglichkeit, auf dem^>a>den°i>eg die Laschung von Strafen zu erwirken, bleib
gthfglmbmfr Tagblatt.
Mr-Kbadener N«chrieten.
‘~ Endemmg ln der Vratversorsnn,. Fm heutigen Matt ViT^L ^°S>strap seine ©erortomng «her di« vom IV. Sru^uft ab zur Verteilung gelangenden erhöhten Mehl- cke>Mv. Brotration ein. ASS Mochenmemge werden an die Be- voKerung ISA) Gramm MM oder zwei Kricgsbrote l m lb'Sbrr 876 tziraimn). an Krankenbrot zwei
^.arve a 000 Gramen (bisher 760 Gramm) auSgegeden. Die Ansagen an Schwerarbeiter find genau nach den «estirnnvun- gen der Re-chögetreideftelle bemessen. Um die Verteilung die. s«r Zulagen zu vererwfcchen, wird die Neuerung getroffen «'s! besonderes Znsaftbrot zu hacken, das »lö ganzes m>t 1426 Gramm der den Schloerftardeitern (Z-J^tarten) zu- stehenben Wccherzulage entspricht, während die Dckwer- arheiter und M.inderschwerarheiter (8-2- und 8-1.Karten) «m halber Zusatzbrot bezw. ein Viertel erhakten. Infolge der durch die ReichSgetreidostelle für dg« neue Wirtschaftsjahr festgesetzten evlichtcn Mehchmeise wurde eine verteil-. rung der lhrctpreise notwendig.
— LcbcnSmittrlverteilung. Der am Freitag und Sams, tag m den Duttergestlwjtcn zur Verteilung kommende K unsthon ig wnd lose verabfolgt und Müssen deshalb beim «inckauf Gefäße mitgckbracht werden.
— Keine Enteignung von MSnnerkleidern. Nunmehr wird auch van Berlin aus amtlich der in vensthiedenen Zeitungen vertreten an Auffassung endgegongetretem. daß die
Enteignung von Mänmercbevkleidung geplant sei. Das Wolfs. Bureau kann auf Nacktfrage an zuständiger Stelle auf da? bustimm teste erklären, daß die Enteignung von Männer kl e id u n g oder W ä sch e nicht beabsichtigt ist. *
— Wieder ein Lrben?ri-ittelsckch>indlrr in Uniform. Einer Dam« an der Conmcnbtrgcr Straß« wurde dieser Tage vonr Arbeitsamt ein Soldat zur Arbeit Angewiesen, welcher sich Georg Schmidt nannte, in einem bestimmten Hanse an der Schtro Dächer Straße wohnen und aus Langen bei Frankfurt gebürtig sein wollte. Nachmittags erklärte er. aus seiner Heimat etwas Butter und Eier, ebenso der Köchin aus Frankfurt ein Paar Schuhe bezugSscheinfrei beschaffen zu können. Er erhielt darruf den Gegenwert der gewünschte», Waren mit 26 M. bezw. 60 M., entfernte sich und ließ sich nicht wieder sehen. Durch Nachforschungen konnte bann fest, gestellt werden, daß in dem angegebenen Hause an der Schwalbacher Straße ein Mann namens Georg Schmidt nicht bekannt ist, und daß es sich demnach um einen Schwindler lmndelt. welcher übrigens auch noch an anderer Stelle ähnliche Schvindeleien verübte oder doch den Versuch dazu machte. Er ist 1,65 bis 1,70 Meter groß, hat lämgllichcÄ schmales Gesicht, kurzyrschvrenes ^dunketztlondeS Haar und kleinen dunkeWkvn. den Schnurrbart. Er trug das Band de? Eisernen Kreuzes sowie der Hesst'chon TepserkeitSmedaille.
— Vnte, Haltungsabend im Lazarett. Die schon des öfteren, f» hatte es sich de, Inhaber deS .Hotels Einhorn". Herr S. Müllm, angelegen sein losten, am Conniag wieder den bei ihm unterge- brochteu Deruunteten für einige Stunden angenehmer Unterhal. tüng zu sorgen Tie^niol war er vornehmlich ein Trio, Violine (Fräulein Johanna Rohm-. Eesto sHerr St. L. Himmler) und Klavier (Herr C Los aber jun.), sodann GesangSvoeträge des Fräuleins Tendi C ch ä f e r, einer noch in der Ausbildung de. griffcnen hingen Sängenn mit vielv«, sprechenden Stimmitteln und viel mustkalischein Gesuhl. sowie ernste »nd heitere Deklamationen »on Fräulein Sophie und Erna Rodm, welch« es sich aiigelegen sein liefen, den verwundet«, »nd kranken Feldgranen ihr Bestes jit buten Die lihteren folgten den Daibietungen mit großem Interesse und spendeten dasür lethasten Beifall Ihrem Danke an die Mn» wirkenden gab ein Umerofsizier noch mtt warmen Worten Ausdruck.
Kus dem Landkreis Wiesbaden.
— Biebrich. 14. Aug Ein russischer Kckiegsge. fangen er, der entweichen wollie, wurde in einem Gebüsch per- steckt aufxesundeu, festgcnommen und einen, Gefangenenlager zuge- führt. — Degen Feldstuchtentwendung kamen 1V Personen znr An- zeige. In den meisten Fällen handelt es sich um Obst, und Kar. tosfeldiehstäble. Teilweise konnten die abgeumnmenen Feldsrüchte trü rigcutümnn wieder ausgehändigt werde«.
Kus .ovin; und Nachbar dtt.
ht. Hofhelm i T., 14. 8ng. In der Nrumannschen Gerberei brach Dient-,ag stüb ein Brand aus, der ein mtt Lohrinde dicht gefüllte? Gebäude dir aus die Grundmauern einöscherte. Zur Hilseleistuug wurde e,ne Autimobilspritze.aus Main, alarmiert, der es gelang jede Deiterverbreitung des Feuers aü, di« eigentlichen Faklikanlagen zu verhüten. Der Betrieb erleidet kein« Unter, brechung
— Mainz II Aug Gestern früh verstarb ,m Alter von 6« Jahren Redokteur Joseph Steigerwald, eine in wetten K,eisen unserer Stadl bekannte und geschätzte Persönlichkeit. Ter Verblichene war 42 Jabre lang Schriftleiter des „Neuesten Anzeigers"
Morll-n-RuSpe.be. Erstes Vkatt. Nr. 377.
Neues aus aller Welt.
Die Cholera in Petersburg. Strckholm, 14. Aag. Der schwedische Konsul in Polerkburg berichtet, datz dort bis zum >8. Juli 802? Chclcrasalle de,kamen, von dlnen tültll tödlich verlause,, sind, infolge kiibleien Werter, und behördlicher llllafilahniei, hat die Krankheit ebgenomniin. doch sind in der Zeit vom 86. Juli oi0 4. August noch Hüü neue Fälle rorgekomnien.
HancLslsLsil.
vefffrisr «Sr,».
$ Berlin, 14. Au«, (füg. Drahtberieht.) Die Befesti- gung, die schon gestern tu beobachten war, machte im heutigen B6rse,ivet*ehr entschieden Fortschritte. Auch die Beteiligung am Geschäft nalim zu. Die Rückgänge waren auch nur mäßigen Umfargs und blieben vereinzelt, dagegen waren vielfach Besserungen zum Teil erheblicher Art zu verzeichnen Eiue recht bedeutende Steigerung erfuhren Rheinmetall auf Fusionsberichte. Oberschlesische Eisenindustrie setzten ihre Steigerungen kräftig fort Ferner gewänne» Felten u. Guileaume einige Prozents. Von S< hiftahrtsaktien stellten sich namentlich Hansa höher. Am Anlagemarkt traf keine Änderung von Belang eia,
Marktberichte.
W T.-R Berliner Produkt«nmarlrt. Berlin, 14. Aug. (Drahtbernht.) Die fast überall wieder vorherrschende kalte Witterung macht die Nachteile der aus der Provinz gemeldeten leichten Regenfälie wieder wett, so daß ei* Auswuchs des Getreides kaum zu befürchten ist. Im hiesigen Produkter-verkehr hat sich wenig geändert. Das Geschäft bleibt still und Angebot sowohl als Nachfrage der im freien Verkehr befindlichen Artikel, wi* Gemüse- sämereien. Klee- und Grassämereion, Seradella, Spergel, Stoppeb übensamen und Heidekraut hält sieb ln mäßigen Gr enzen. _
PreuhIsch.Eübbeutschr Klaffenlotleri«.
9« d«r Brrmittagdziihnng vom i3. August fielen: b 000 M. -uk 188 ISS. 8600 M auf 72 21b, 1000 M. ans 13t 608 180 788. 500 M auf 12 G81 8.7 570 105-522 100 572. 400 M. aus 4.587 4S8S1 55 388 66 483 94 962 146 791 169 201 217 286, 300 M. auf 8441 12 240 24 570 41 58? 40 6c] 46 5-86 61 860 75 573 99(588 105 175 154 353 159 55« 212 88 - 1 . 2(K' M. auf 28 74 3030 7572 9555, 16 493 17 551 26 032 28 728 28 989 30 053 38 395 43 078 55 418 08 217 68 290
76 133 85 346 90 12«' 95 88b 97 965 104 215 110 0(10 130 821 135 4£S
149 190 151 031 15>2 283 156 715 IOC 183 16,1 632 163 201 177 199
179 739 lfc2 1(S 18* f?0 188 768 189 588 197 84 7 201 544 214 379
215 473 — In de, Nachmittagsziehung fielen: 40 00» M. aus >34 310
20 000 SK aus 6537, IndOO M. aus 207 453, 3000 M aus 112 92«’ 500 M. auf 164 877 194 004 207 641, 400 M. aus 73 504 120 736 13» 139 213 881, 800 M auf 2168 8066 16 885 47 897 63 839 63 888 74 , 70 8U521 106 071! 110 553 155 301 157 500 170 102 197 73S
206 581 207 479 216 067, 200 M. auf 3390 14 585 19 872 28 011 24 139 32 062 88 SU 36 949 38 922 40 733 56 0S8 57 220 67 785 69 601
77 664 83 044 6.7 780 , 02 150 111883 121 597 125 326 128 582 145 022
153 655 16« 283 173 505 174 048 180 854 196 304 »97 075 208 140
Gerkch-skaak.
wc- Der Wie «eist in der Werkstatt. Ein junger Mann aus Eibenheim arleiiete zeitweilig als ältester Lehrling pisammen mit drei andrren Burschen au« Wiesbaden, Rambach oezw. Erbenheim in einer hiesigen Schlosserwe,kstalt. Aus irgend eine Weise war «e dahinter gekommen, daß sich in der alten Artilleriekasern- ein gtbßeres Schublager befind«. Es wurden dorthin nämlich die groben Schubmeugen pkrbrocht, welche reparaturbedürftig von der Front hier cintrafen und tero-n Wiederinstandsetzung der hiesigen Schuhmochcriniiung übertragen worden war. Er verstand er, sich a» die Laxrrraumlichkeilen heranzumachen und eignete sich nicht' nu: selbst größere Mengen ton Schuhen zum Berkauf an, sondern verl anlaßie auch seine drei Mitlchrliiige, gemeinsam mit ihm den Diebsweg zu beschreiten Der Bersührcr ist tnsolgr feines Einirttts beim Militär prrlaiifix der Beiaiirwr-rtlichkett für seine Taten ent- rückt. Bon den durch ihn Be, führten aber wurden von der Straf, kammer zwei zu je drei, ter dritte zu zwei Wochen und noch ein anderer jugendlicher Arbeiter zu einer Woche Gefängnis verurteilt Bezüglich sgnitlicher keruneilter wird die bedingte Begnadigung in Verschlag gebracht
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Sie Keittiaffrottf wankt nicht,
wenn alle krieg«ivichtigen Ketriede. Lch», »Wirtschaft und Gife»li«h»en mit Volldampf arbeiten können. MilUi»«en st«» d«rt fnr Gnch tätig. Helft durch Abgabe getragener Anzüge, daß sie arbeitsfähig bleiben . x> 14g
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Die Msrgert-Auazad« umfaßt « Seiten
Hauptschrifrleiler: «. Hegerhorft.
BerantwortNch Me AoNtte S. v.r T. L«»ack.r: Mr den Nntwbaltnna»»««! B. v. Nauendorf: fllr Nachrichien au» We»baden, dm Nachdardeurkea. Ser>cht»saal und Brieskasten: C. Loracker,- für Svo« S. W. «tz. >5 den Handel»»«!: w. T,: für die Anzeige,, und R-Namen D»rn«uf7
sämtlich in Wiesbaden.
Drucku. «erlag der «.«ch,Ilenbergstchen Hof.Buchdruck«^ tn A>le»bad«l.
Erzählung von Horst Boremer.
Der Zug verließ die Bahnhofshalle von Baden- Baden. , Ans einem Abteil erster Klasse tauschte ein Herr mit den Zurüikbiaibenden Abschiedsgiüße. Dann trat er vom Fenster zurück. Er war groß und schlank. Mitte der Dreißm-r mochte er sein. Mit ernstem (So Bcht ließ er sich nieder und starrte zu Boden. Er war allein in seinem Abteil. Dis energischen Züge, die ge- brannte Hautfarbe verrieten den Dffizi-r. Aber Karl Ehrenreich von Orpensdorf war nicht mehr im Dienst Seit zwei Jahren bewirtschaftete er da- Stammgut vorher hatte er in Potsdam bei den Gardeulanen ge-' standen. Als er gerade eine Schwadron erhielt starb sein Vater: nun hauste er als Junggeselle in der Alt- E" und war ein echter, rechter Landjunker geworden. Ein Beinbruch im Frühjahr hatte eine Nachkur in Baden-Baden notwendig gemacht; sie war von gutem Erfolg gewesen.
Immer sckiärfer wurden die Josten auf seiner Stirn- die Jliigel der geraden, iast etwa» zu großen Nase zuck- ten nervös, seine blauen Augen schienen sich in da» rote Polster hineinbohren zu wollen.
Die Lokomotive pfiff. Er stand auf und fuhr sich mit der gepflegten, schlanken Hand über da» kurzgebal- tene. blonde Haupthaar. In Oos stieg er um.
über Frankfurt. Magdeburg kam er spät abend» in Stendal an. Hier hatte er längeren Aufenthalt. Er begab sich ms Wartezimmer, um auf den Zug nach Osterbnrg zu warten.
Da schlug ihm plötzlich jemand auf die Schulter
„Guten Abend, alter Ausreißer!*
„Guten Abend. Krusomark! Was machst du denn hier?
„War beim Liebesmahl bei den Lusarea.* mUak wie «ht« au SxiuUl“ ' >.
„Danke, Weib und Kinder sind wohl. — Man ver- mißte dich heute sehr und munkelte allerlei.
„Wer — was?"
„Wer? Ich bin nicht indiskret. — Was? Du hättest dich aus Baden-Baden nicht fortgefunden, weil du dort «me jung« Dame kennen gelernt."
„Mehr als eine."
„Bist zwar höllisch kurz angebunden, über da» soll mich nicht abhalten, dir etwas auf den Zahn zu fühlen. Du weißt doch, die Welt ist ein großes Vierdorf, es wird vieles geklatscht und getratscht, aber etwas Wahres ist meisten» doch an einer solchen Geschichte."
..Nun ja. ich war mit sehr netten Leuten zusamnien. Die Nachkur bekam mir gut. da bin ich eben ein paar Wochen länger in Baden-Baden geblieben, als ich ur- sprünglich wollte."
„Sag einen geschlagenen Monat — und während der Ernte!"
„Mein Inspektor ist zuverlässig."
Da lachte der junge Kruismark bell auf. „Freund- chen, halt mich nicht für dumm und mache dich nicht schlechter, als du bist! Deine Arbeitswut kennt der flanze toenn du ciffo lväh^end bt?r Öot!t)tcnTte die
Heimkehr vergißt, so müssen sehr Mckchaltige Gründe vorliegen.
„Und wenn'S so wäre?"
.. »Du weißt, daß sich niemand mehr darüber freuen wurde al» meine Frau und ich."
„Das weiß ich und danke euch. Aber die Entschei- düng ist noch nicht gefallen."
„Noch nicht?"
_ :’^fi n — un k dir gegenüber kann ich ja offen sein. Erstens, sie ist nicht vom Adel." —
Aber sehr alte Hamburger Patrizicrsamilie."
.-Du bist ja sehr gut unterrichtet! Also zu Nummer zwei. Wird es ihr auf dem Lande gefallen? Das Der- »floatet» ist «um schwierige Sache, neu« Lebeusbediu.
gungen schlagen selten gut an, ein ganzes Leben ist lang."
„Wenn sie dich liebt?"
.. „Alter Junge, ich bin kein Braus.'kopf mehr. Erst wägen, dann wagen!"
„Bis d» den Anschluß veriäumt hast."
„Lieber da», als unglücklich weiden und noch jemand mit sich reißen."
„Ich fürchte, dein langer Badener Dufsnthäll wirb dir noch manches Kopfzerbrechen machen."
„Wobl möglich."
„Dann wird dir unsere Freundschaft helfen."
„Mein guter Egon!"
ES war Zeit zum Zuge. Man stand auf. Scharf beobachtete der Freund den Heimkehrenden, dessen Gesicht ernst blieb, und er meinte, die leichten Krähenfüße in dessen Augenwinkeln hätten sich vertieft/
Sie sprachen auf der halbstündigen Fahrt nur wenig zusammen. OrpenSdorf gab auf alle Fragen nur einsilbige Antworten.
„Also, gute Nacht, Krusemark, du fährst hier zu einem anderen Loche hinau«. Grüße mir schön zu Hause."
„Dausse — laß dich bald mal sehen."
„Ich denke schon."
Sie stiegen vor der Station in ihre Jagdwagen etn.
„Na. Friß, alle» wohlauf?" fragte Orpensdorf seinen Kutscher.
Die Freude glanzte dem Burschen vom Gesicht, twwoll, Herr Rittmeist-r. alle» in schönster Ordnung in OrvenSdort!" «
„Dann fahr' zu, da« große Gepäck kann morgen dev Muchwaaen mitnehmen."
Die Füchse zogen an. in scharfem Trabe ging es üb»r da» holperige Osterbnrger Pftaster. dann auf der Land- straße bi» Natterheid«.
