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gette 2 . Mittwoch, 7 . Augnst 1918 . _

Alliierten als auch vom Standvunkt Rußlands selbst zu be­dauern. Ihre Anwesenheit in Wologda werbe vor allem wegen der Umtriebe einer bestimmten Gesandtschaft gegen die Zen­trale der Sowjetregie cnng für schädlich gehalten. Die An­wesenheit einflußreicher Vertreter der Alliierten in Moskau würde die russischen Diplomaten in ihrer Haltung gegenüber den Finnen und Deutschen bestärkt haben. Ihre Abreise sei rur von den Deutschen gewünscht worden, die aus dem Umstand, daß sie nicht länger durch ein offenes oder geheimes Abkommen bedroht werden, Vorteil zögen. In dem Augenblick, wo die Alliierten keine verantwortlichen Vertreter in Ruß­land besitzen, schicke Deutschland den Dr. H e l f f e r i ch, einen feiner beiten Männer, der außerdem den Vorteil haben werde, an Ort und Stelle selbst über die Fragen entscheiden zu können, die die Alliierten erst nach einem vieltägigen Tele­graphieren von Wologda aus erledigen könnten.

Lin Ultimatum der Tscdecho-Slowakren.

8. Stockholm» 7. Aug. (Eig. Drahtbericht. -zL.) Die Tschecho- Mowakon stellten der russischen Sowjetregicrung ein Ultimatium. Darin wird gedroht, daß, falls die Sowjet- regierung Versuche machen sollte, im Ural cinzndringen, um die schon aufgelösten Sowjets wieder einzufÄhren, unverzüg­lich Maßnahmen getroffen würden, um Rußland gänzlich auszuhungern.

Selbstmord eines russischen (ssenerals.

Sr. Zürich. 7. Aug. (Eig. Drahtbericht, zd.) DaS ukrainische Pressebureuu in der Schweiz meldet: Der russische General Mitschenkow hat in Temir Tschura, unmittelbar nach einer Haussuchung, welche Rote Gardisten in seiner Wohnung Vornahmen, Selbstmord verübt. Der General führt- im ruisisch-japanischen Krieg den Oberbefehl über ein Kosaken- korps und hotte sich auch in diesem Krieg rühmlich ausge­zeichnet.

Keine Verhaftung Maxim Gorkis.

W. T.-B. Moskau, 6. Aug. (Petersburger Teleyrcqcheii- Agentur.) Die Nachricht der ausländischen Presse über die Verhaftung von Maxim Gorki wird widerrufen.

Verhaftung eines französischen Pressevertreters.

W. T.-B. Paris, 6. Aug. (Drahtibericht. Havasmeldung.) DerDemps" meldet aus Stockholm, daß sein Mitarbeiter Judovic N a u d ea u, Chefredakteur derFouvnalde Prussie", am 1. August in Moskau ohne irgend welche Begründung von dem Bolschewisten verhaftet wurde. Die zu seiner Befreiung vom französischen Generalkonsul unternommene Bitte war vergeblich.

*

Die Überführung der Exzarrn nach Spanien.

Sr. Genf, 7. Aug. (Eig. Drahtbcricht. zb.) Der Pariser TeinpS" berichtet: Die Überführung der Zarin-Witwe und ihrer Tochter nach Spanien wird in der zweiten Augusthälste erfolgen._

flus Rumänien.

W. T.-B. Bukarest, 5. Aug. Die rumänische Kammer hat mit 94 gegen 9 Stimmen das Gesetz angenommen, wonach die Arbeiter zwangsweise zur Arbeitsleistung bei der Eisen, bahn herangezogen werden können. Ferner hat das Haus dos Gesetz über die zeitweilige Aufhebung der Unabsetz­barkeit der Verwaltungsbeamten mit 84 gegen 2 Stimmen angenommen.

Deutsches Reich. ^

vie Beisetzung des Zeldmarschalls v. Eichhorn.

W. T.-B. Berlin, 6. Aug. Heute nachmittag ist in der Gnadenkirche eine Trauerfeier für den ermordeten Generolreldmarschall v. Eichhorn ab,gehalten worden. Offi­ziere hielten die Totenwacht. Am Fußende des Sarges war ein von dem Hetman der Ukraine gesandtes schwarzes Samtkiffen niedergelegt, das je ein Palmen- und ein Eichen­zweig in Silberstickerei zierte. Ring? häuften sich die Kränze, darunter einer vom Generalfeldmarschall v. Hindenburg, so­wie je einer des ukrainischen HetmanS und der ukrainischen Gesandtschaft mit blau-gelben Schleifen. Neben dem Sarge nahmen die Angehörigen Platz. Als Vertreter des Kaisers und der Kaiserin erschien Generaladjutant, Neuerrl der In- ftmterie v. Löwenfeld. Geheimrat Dr. Strauß, der Feldober­pfarrer des Ostens, hielt die Gedächtnisrede. Gesang des Domchors schloß die Feier. Die Leiche wurde dann auf einem sechsspännigen königlichen Leichenwagen nach dem Invaliden» kirchhof nbergeführt, wo die feierliche Beisetzung erfolgte.

Der deutsch-englische Gefangenenaustausch.

W. T.-B. Rotterdam, 6. Aug. (Drahtbericht.) DerNeue Rotterd. Courant" meldet, daß mit dom GefangenenauAvusch morgen wieder begonnen wird. Wie dem Matt mitgeteilt wird, werden dom menen Abkommen zufolge außer Zivil- -gsfanyenen und Verwundeten alle Personen, die 18 Monate oder länger in -Kriegsgefangenschaft waren, ausgetauschir wer­den. Ter Transport wird im Oktöber fortgesetzt und dann mit Rücksicht auf die Minengefahr während der Horibstsiürme eingestellt werden, um später im März 1919 wieder aufge- n-cmmnen zu werden. ES verlautet, daß beabsichtigt wird, in Zukunft den Austausch dadurch zu beschleunigen, daß sechs Schiffe in Fahrt gebracht werden. Morgen werden die ersten Engländer ans Scheveningen in Rotterdam eingeschrfst.

* Erhöhung der Mannschaftslöhnung. B.A. Berlin, 7. Aug. (Eig. Drahtbericht, zb.) Vom Reichstag war be­kanntlich dem Wunsche nach Erhöhung der Mannschaftslöhne Ausdruck gegeben worden. Auf ein Schreiben, dos der Reichstagsabgeordnete Mnrgnrrdt an General Ludendorff gerichtet hatte, ist jetzt die Mitteilung eingetroffen, daß die Erhöhung der Mannschaftslöhn nng bereit? vom 1. August ab durch den Kaiser genehmigt worden ist.

Heer und

StandortSwrchscI ES s:»d verlegt: Ersatzbataillon des Fuß- artillerie-Regiments Nr 14 »ach Breisach, Ersatzbataillon des Fuß. attiUerie-NexivientS Nr. 18 nach Niederzwehren bei Kassel, Ersatz­bataillon de? Fnßartilleric-RcgimentS Nr. 29 nach Altona a. Elbe, Ersatzbataillon deS Fußaitillcrie.Regiments Nr. 25 noch Olden- bürg i. Gr., Ersatzbataillon des Fußartillcrie-Regrinents Nr. 26 nach Landsberg c. Warthe, Ersatzbataillon des bayerischen 1. Futz- artillette-Repiments nach Neu-Ulm Standott des Ersatz-Bataillons Fichortillette-Regiments Nr 28 ist Saarbrücken.

Militär-Personalien. Befördert wurden: Neuvourg, Föhnr. im Füs.-Regt Nr. 80, zum Leut., vorläufig ohne Patent, * Simon, Osf.-Stellv. im Feldart.-Regt. 27, zum Feldtv.-Lem. * Versetzt wur- ten als Amtsvoritände: die Garn.-Verw.-Ob.-Jnsp. Tonrad von Ski nach Krvtoschin, * Angerftrt» von Tell« »ach Dk».

_ Wresbaderrer Tagklail» ___

Wiesbadener Nachrichten«

Allgemeine Gevrerbeschuke.

AuS dem jetzt erschienenen Jahresbericht über das "vorige Schuljahr ist zu ersehen, daß die Entwicklung der Schule trotz ldes Kriegs sich in ersvenlich anfsteigender Rich­tung bewogt. Der Unterricht wurde von 28 Lehrkräften er­teilt. Neu eingerichtet wurden zwei Werkstätten fiir Elektto- montcure und für Schveiner. Damit ist die Zahl der Lehr­werkstätten auf 10 gestiegen. Ferner wurde neu eingerichtet ein UnterrichtÄurfus für Algebra. Der Werkstättenunterrichk -fiir Zahntechniker svlme für Schriftsetzer und Buchdrucker konnte erweitert werden. Ebenso der Unterricht der kunstgx- werblichen Tagesklasse und -der V-ovstufe. Sehr gut besucht waren die Kurse fiir Geschäftsführung und Buchführung. Die UnterrichitSeinrichtungen de: Schule kamen auch in ausgedehn­tem Maße den in d-oa hiesigen Lazaretten unter'gcbrachten Krieg Sverletzteai zugute, -die teAveise recht guue Fort­schritte machten. Eine Reihe von Kric-gSverletzten konnten durch Vermittlung der Schule in befricdigendon Stellungen unter gebrecht werden. Der Unterricht wurde ton 540 Schülern (einmal gezählt) besucht. Tie Gesam tschü l e r z a h l be­trug im ©Omaner 714, im Winter 943. Mit Schluß bei3 Schul­jahres 1917 ist die Verwaltung der Schule von:Äor-al-Ge- werbeverein Wiesbaden" an die Stadt abgetreten worden, die in anerkennenswerter Weise den weiteren Ausbau der Schule fördert, nachdem die EmtwicklungSmöylichkeit und insibcson- dere auch der Ausbau im Jm-teresse der wetteren AuÄknlÄung von HaNdwerr und Kunstgetveribe sich akS nvtwen-dig erwiesen hat. Der Bericht schließt mit einer Würdigung der Verdienste !deS GewerbedcreinÄ und erhcfft, daß die Zukunft urrd die -Entwicklung der Schule sich so gestalten werden, daß darin der Dank für die seitherigen Leistungen und Opfer des Ge­werbevereins zum AuSdrrck kommt.-

vie neuen Postgebühren.

ImReichSgefetzblaü" ist nunmehr das neue Gesetz über die Erhöhung der Post- und Tekegraphengebühren veröffent­licht worden, das am 1. Oktober in Kraft tritt. Darnach beträgt künftig das Porto für Briefe im Ortsverkehr 12H0 Pf. (bei über 20 bis 280 Gramm 17^ Pf.)» im scnfti-gem Verkchr 20 Pf., für Postkarten im Ortsverkehr 10 Pf., im sonstigen Verkehr I2y z Pf,, für Drucksachen bis 50 Gramm 5 Pf., über 50 bis 100 Gramm 7 y 2 Pf. Bei Drucksachen und Waren­proben über 100 Gramm, GcschästSpapiereu, Mischfondungsn, PostwustragSbriefen, Rohrpostbriesen und Rrchrpoistkarten ttiü zu den bisherigen Portogelbülhven ein Zuschlag von ö Pf., ebenso auch bei Postaniiveisungen bis 100 M., während bei sol­chen darüber der Zuschlag 10 Pf. -beträgt. Bei Paketen bis S Kilogramm wird auf Entfernungen bis 75 Kilometer ein Zuschlag von 15 Pf., bei weiteren -Entfernungen eiu solcher von 25 Ps. erhoben; bei Paketen über 5 Kilogramm betragen die entsprechendem Zuschläge 30 bezw. 50 Pf. Die Feon- sprecharffckMsse und die einzelnen Orts- und Ferngespräche erfahren >eine Erhöhung um 20 Prozent der bisherigen Ge­bühren, wählend -beim telegraphischen Verkehr sich künftig das einzelne 29-ort um 3 Pf. teurer stellen wird. Gewisse Aus­nahmen von der Porto- und Telegrammerhöhung find zugun­sten der -Versendurig von Zeitungen und Zeitschriften sowie der als Drucksache zur Versendung gelangenden Pressenach- -r-ichtem der Nachrichtenbureaus getroffen, ebenso sind auch- die Pressetelegramme von der neuen Meichsa-bgabe befreit.

Bei dem Kartoffclnrangel wird der Ruf nach einem Ersah immer dringlicher. Viele Familien siard am Ende m:t -ihrem einyekcllertcn Vorrat und befinden sich mit ihrer Er­nährung in den größten Schwierigkeiten. Sie rechnen damit, daß ihnen der Magistrat einem Ersatz liefert, wie auch auS mehrfach uns zugegangenen Einsendungen herdorgeht. Einer dieser Hilferufe lautet: Da ich bestimmt glaube, im Interesse zweier Drittel der Bevölkerung Wiesbadens zu handeln, möchte ich bei dom Magistrat der Stadt anfragen, mit was sich diejenigen, die keine Kartoffeln in dieser Woche erhalten, ernähren sollen. Auch in dieser Woche wäre ein Nvibehelf wie in vergangener Woche für die Bevölkerung, die keine Kartoffeln erhält, seht amg-öbracht. Z. B. könnten Erbsen oder dergleichen wieder einem großen Teil der Bewohner über die tägliche Lcben-SmittcWnappheit -h-inweghelfen und die Kar- tos-feil-n, wonigstcnis zum Teil, ers-etzt-n. Hoffentlich werden meine Zoil-ear einen guten Anklang bei döm Magisttat und der LebenSmittelverteilungSstelle finden."

Weiblicher Hilfsdienst im besetzte» Gebiet. -Amtlich wird mitgeteilt: Die Einstellung zahlreicher Frauen und Mädchen als Helferinnen im besetzten Gebiet -wird immer dringender, um Männer -für die Front fteizum-achen. Ge-^ braucht worden Bureaukräfte aller Art, insbesondere perfekte Stenotyptstinn-en -und Maschinenschreibertnne-n, ferner Frauen mit hauSwirtschaftlichen Ke-nntniffen, wie Köchinnen, Kücho-r- hilfcn, Wäscherinnen usw., auch H-eiml-eiteriunen, Dolmetsche­rinnen, Bibkioihekarinn-mr, Tellephoniftinnen, T-eilegrr» phisti-imcn -und Laborantinnen, ebenso ungelernte Arbeite- r-inn-en. Die Helfer innen erhalten, je nach Vorbildung und Leistung, neben fieier Unterkunft und guter Verpflegung, Monatsgehälter von 75 M. bis 180 M., außerd-nn freie ärzt­liche DehanLvung, Feldpost, freie Bahnfahrt ufw. Die Un- terbrinMng geschieht meist in Heimen, die von gebildeten deuisclicn Frauear geleitet werden. -Einzelquartiere bilden die Ausnahme. Den im Etappengebiet befindlichen Beauf­tragten des Krieg-Samts ist --r das Gebiet jeder Etappcn- inspeltion eine Resevon-t-in beig-cyöbeai, der die gesamte Für­sorge -für die Helferinr.e-n Miegt. Sie sorgt für di-e U-nter- kunftsverlhälUnisse und Verp-ftegung der Frauen und steht ihnen in allen dienstlichen und persönl-ichen Angelegenheiten als Beraterin und Helferin zur Seite. Deutsche Frauen und Mädrb-en, die den oben a-ng-efichrten Bedingungen -genügen, m-indestcns 20 Jähre alt und gös-und sind -und den ern-sten Willen haben, den Männern draußen unter oft schwierigen Verhältn-iffen wirkliche Helsorin-nen zu sein, -wollen ihre Be­werbung mit a-u-s-führlichem Lebenslauf, beglaubigten Zeug- ariSabschristen, Mizcilichcan Führungszeugnis, -Gesundheits­attest und Lichtbild an den für sie zuständigen Arbeitsnach­weis, d. i. in Wiesbaden bei der FrauMarbeitsmeldestelle, Arbeitsamt, Dckwalbacher Straß«, Ecke Dotzheim er Sttaße, einre-ick/em. Die J-stmarschsetzung -crsiÄgt durch die KriegSa-mtS- stelle Frankfurt a. M., Mainzer LagMrahe 15.

Hunde an die Front! Bei den ungeheurem Käanpfen an der -Westftont haben -die Hunde durch stärkster Trvmmel- fmex -die Meldungen aus vorderster Lüüe is di« rückwärtige

Aüend-AuSgaüc. Erstes Blatt. Nr. 3<>1.

Stellung gebracht. Hunderten unserer Solda ten -ist -durch - die Abna-bme deS MeldegangS kmrch die Meldehurü-e -das Leben erhalten worden. Militärisch wichttge^M«ldungen sind durch die Hunde rechtzeitig an di-e richtige Stellung gelangt. Obwohl der Nutzen der M-eKwhunde -im ganzen Land bekannt ist, gibt es noch immer Besitzer von krieyÄ-rauchbaren Hunden, welche sich nicht entschließen ko-rrnen, ihre Tiere der Armee und dem Vaterland zu leihen. Es eignen sich am besten soft geiidc Rassen: der deutsche Schäfochund, Airedale-Terrier, Dobermqnn, Ro-ttw-eiler, rauhhaarige Jagdhund sowie Kreu­zungen aus diesen Raffon. Mit Hunden minder edler Ab- stam-mui g. wie -auch mit Bastarden sind erfahrungsgemäß sehr giite Leistungen erzielt worden. Um n-un eine möglichst große Anzahl krieMtüchtiger Hinide zu beschaffeai, hat die Heeresverwaltung Kmiegshundemelüestellen ins Leben ze-- rufen. Dieselben hal'en die Ausgabe, ldvui Heer kostenlos- Kriegs-hnnde zum -Posten-, Melde-, Patrouillendienst sowie Ziehhur dc Zu besrhaffeai. Deal 2i-c1>destellcn liegt es ob, die Hunde sachgemäß auf ihre Brauchbarkeit hin zu Prüfer:, die­selben mit F-utter zu versorgen und die Aufzucht in jeder Bc- ziehu-ng zu unterstützen. AnmeDungen sind zu richten an A. C. Ar-nd. Leiter der amtKchen .KricgGundmnekdostelle Wiesbaden, Withclminenstrahe 54

Einbruchsdiebstahl. In das Frlsouvgeschäft im Haupt- bahnhof wurde nächKickerweile -eingebrachen, und es wurden dabei gestchlon ein Haartrockenapparat, 15 Rasiermesser, Haaübürston, 1 Haarschneidemaschi-ne und verschiedene zur Haar- und Nagelpslege bestimmte Gegenstände. Die -abhan- dengekom-men-en Gegenstände stellen einen Wert von etwa 800 M. dar.

Ein Schadenfeuer entstand durch nicht nKher fcstge- stellte Veranlassung heute -vormittag kurz vor 9 Uhr in dem Dachgeschoß des Hauses Walraanstraße 18, und zwar in -einer verschkloffenen Mansarde. Unsere Feuerwache rückte aus und löschte den Brand in einer halben Stunde. Der ang^ch-tcta S-chaden beschränkt sich auf -die Böschädiymrg eines Gasöfch-eerS. verschiedener Kisten und Bretter.

Die Tätigkeit des Arbeitsamtes Im Mouat Juli 1918. In der gewerblichen Abtellung gingen von gelernten Arbeitern 30 Ar- beitsgesvche ein bei 107 gemeldeten offenen Stellen, von denen 26 besetzt wurden Bon Ungelernten lagen 413 Arbeitsgesuche vor; dazu 518 offene Stellen, von denen 381 besetzt worven sind. Bon Eistwn tspusrnal warey 186 Arbcitsgesnche eingrgangen bei ge- ineldeteu 189 offenen Stellen: besetzt wurden 124 Stelle«. Bon Kttegsbcschädigleu gingen 41 Arbcitsgejuche ei«, 27 offene^ Stellen waren gemeldet, die alle besetzt wnrden. In der kauffnännische« Abteilnng für Männer lagen 19 Betverbubgen vor der 30 Stellen­angeboten, besetzt wurden 16 Stellen. Bvm weiblichen kauf­männischer: Pcrscnal gingen 52 Bewerbungen ein uei 43 gemeldeten Stellen, 2" wurden Hiervon besetzt. In der Abteilung für weib­liches Sens- >md DirilchastsPerson«! sprachen 443 Arbeitssuchende vor; 663 offene Stellen waren gemeldet, davon sind 321 besetzt wor­den. Bon den gewerblichen und Munstionsarbciterinnen gingen 39 Arbeitsgksuchc ctu gegenüber 105 offenen Stellen, besetz: wurden 94 Stelle». Intoesamr waren gemeldet: 1283 Arbeitssuchende (im gleichen Monat des Vorjahres 1752), 1683 offene Stellen (2186;, besetzt wurden 1076 (1670) Stellen. Von den Schnterarveitskolonnon wurden 52 Schüler an 24 Arbeitstageir zu Arbenszwecken gestellt. Bon obigen Stellen entfallen auf den Hilfsdienst: 398 Suchende, darunter 110 weibliche, 568 offene Stelleii, darunter 116 für Weib­liche; besetzt wupten 357 Stellen, darunter 105 mit weiblichen Per­sonen.

Ist dein Rock im Schranke sicher? Diese höchst aktuelle

Frage behandelt Hans Huhn in der BroschürenfolgeFreie Worte" (Verlag Tr. Dedckind u. Co.. G. m. b. H., Berlin) aus Grund der Bestimmungen der Neichsbekleidungsstelle und der amtlichen Er­klärungen der Vertreter der Rcichsbehördcn in den Parlamenten. Der Verfasser prüft alle Gegcngrüntze gegen die Maßnahmen der Reichsbeklcitungssiellc Die aufklärenoe Schrift ist durch jede Buch­handlung zu beziehen.

Provinz und Nachbarschaft.

Tagung der Mictseimgungsämtrr.

Frankfurt a. SR., 7. Aug. Eine hierher cinbernfene Ver­sammlung der Mietseinigungsämter war ans allen größeren Städten Deutschlands besucht Bertreter hatten entsandt: das Reichswirt- schaftkamt, das Reichajusrizamt, der Staatskommtssar für das Wohnungswesen, die bahe,ischen. badischen und hessischen Ministetten, die Regierung in Wiesbaden usw. Die Verhandlungen wurden von Bürgermeister Tr. Luppe- Frankfurt a. M. eingeleitet, der die Gäste begttißte und einen kurzen überblick über die Geschichte der Mictcinipungsämter gab. Die crnleitenden Referate hielte» Magistrats-Assessor Tr. D i t t r i ch - Stettin und Dr. Rumpf- Frankfurt a. M. Bürgermeister Tr. Luppe faßte das Ergebnis der Beratungen zusammen Er stellte fest, daß e,ne völlige Einigkeit darüber bestehe, daß sich die Mieteinigungsämter bewährt hätten. Weiter habe man cs als zweckmäßig bezeichnet, daß die Vollstreck­barkeit nur dann Platz greifen soll, wenn es sich um einen Ver­gleich handelt oder wenn die Verhandlungen einen vollstreckbaren Inhalt cigebcn batten Auch darüber sei man sich völlig einig ge­wesen, daß die Mictzinrerhöhungen von der Genehmigung der Miet- cinignugr-ämter abhängig gemocht werden und daß das Recht, die Miet-inigungSämter anzurufen, eine Erweiterung bedürfe und auch den Ablauf von Mietverträgen und auf neue Verniietungen aus­gedehnt werden müsse. Ebenso allgemein sei das Verlangen ge- wesen, daß der Haui-Hesitzer gegenüber dem Hypochekengläubiger ttneS größeren Schutze- bedürfe. Tic Versammlung habe dann rcoch den Wunsch geäußert, daß die Beschlagnahme von Wohnungen als Angelegenheit der einzelnen Sachvcrwaltungen angesehrn werde. Mit Motten des Dankes schloß der Vorsitzende die Verhandlungen.

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Mainz. 7 Aug Die Firma Werner u. Mertz, Erdal- Schuheremc-Fabrik in Mainz und Wien, wurde z»r Hoffieferantin des Kaisers von Lstcrrcich ernanni

W. 1 -B Bad Nauheim. 7. Aug. (Drahtbericht.) Der König von D u l g a r i c ii ist gestern abend mit Gefolge zu längerem Ausenthalc in Bad Nauheim eingetroffen. Der König weilt alz Graf von Mnranr, im str engsten Inkognito hieß, da der GesundhettS- zustand. des hohen Patienten zurzeit ein derartiger ist, daß völlige Ruhe und Abgeschlosscicheit dringend nötig erscheinen. *

FC Racke »heim, 5. Aug. Die ersten reifen Trauben befinden sich am Hause des Treschmaschtnenbesitzers Franz Bernarnd 2r dahier.

Gerichts?««?.

* 1571670 R. Geldstrafe. Landau, S. Ang. Das Kriegs­gericht Landau rerurtelltc den Oberleutnant Kurt Thönnesrn wegen fortgesetzten Vergehens gegen die Bekanntmachung über die Einsuhr von Rubel» zu einer GcsängniSstrase von sechs Monaten und 30 000 M Gcldstrase. Ferner wegen Vergehen gegen dje Belamit- nrochnng über die Einsuhr von Waren, vorzüglich Edelsteinen, zu einer Geldstrase den 1571 676 M. sowie Dienstentlassung. Di« te» schiagnahmten Edelsteine wurden eingezogen.