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Seite S. Mittwoch. 31. Juli 1918.

WiesbadLner TagblaiL.

Die neuen erbitterten Kämpfe.

wettere Blutopfer der Entente zwischen Soisfons und Keims.

W. T.-B- Berlin, SO. Juli. Mit stärken Kräften ist am LS. Juli der Feind «ufs -neu« gegen die jetzige deutsche Front «nqermmt und lhvt sich wiederum eine schwere blutige Schlappe ychol-t. Wie seinerzeit Marschall Haig in Flan­dern und General Nivelle an der Aisne, setzt auch an der Kampffront zwischen S-oisso-n? und Reims Fach die alte starre Kampfmethäde der Entente fort, die lediglich dazu -süchrt, seine an und für sich ungeheueren Mutopfer i-wS Un- gemessene zu steigern. Nach einer 5 Ulhr vormittags begonne­nen fivrLcn Ai-tillerietockereitu-ng griff der Feind in dich­ten Wellen und mit starben Kräften unsere Front südlich HartenmeL an. Sein Angriff brach hi er völlig und unter schweren Bereitsten zusanmnen. Am Nachmittag wiederholte er mit frischen Kräften seinen Borstoß, der ebenso erfolglos «lieib. Gleichzeitig« englische Angriffe nordöstlich Oulchy-Ie- Chatevu wurden glatt abgewieseri. Gegen 10 M;r abem-dS nochmals voryeihende feindliche Infanterie mutzte bereits vor uwftwan Mafchinengewichrfeuer zurnckzngehen. Bei «dem ver­geblichen Arrremven beckerfeits Fere-en-Tardenois, das sich bis in die Abendstunde hinein wiederholte, brachten wir im Gegenstoß 2 Offiziere und 70 Mann an Gefange­nen ein.

W. T.-Bi. Berkin, 30. Juli. Die Engländer, die feit Be­ginn der Fochschen Offensive an -der britischen Front an vielen Stellen tägdich verlustreiche kleinere Teilangriffe und Vorstöße untornahmen, haben diese Tätigkeit auch am 29. Juli fortgesetzt, ohne irgend welche Erfolge erringen zu können. Hiordurch steigerten sie lediglich ihre blutigen Verluste des ernst»» HaibsahreS. So wurden am 29. Juli bei M e r r i s, bet Ableinzeville und der Signy->Fevme sowie beidee- fetts Apette feindliche V-oisiöße unter schweren Feinldver- ku-ste-n restlos abgewiefen -uwd mehrfach Gefangene einbe- hakten.

Der Erfolg in ver Champagne. »

W. T.-B. Berlin, SO. Juli. Bei dem gemeldeten Vorstotz südlich des F ichtel berget -der unS in don Besitz der vom Gegner seit dem 27. Juli noch besetzten Stellungen brachte, fielen d«i Deutschem über ISO gefangene Französen in die

Hände.

«

Neuerdings 4000 Gefangene.

W. T.-B. Großes Hsutzfquartier» 31. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heercsgxlppe Kronprinz Nupprccht.

In Flandern sehr rege Erkundungstiitigkeit. Bei er­neuten feindliche« Vorstößen gegen M e r r i s blieb der Ort in FrintzeSHand. Nördlich von Albert und südlich der Somme am trühen Morgen starker Fenerkampf. Der Tags verlief ruhig.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Aus dem Hanptkampffelde des 29. Juli zwischen Har- tenneS und westlich von Fere-en-Tardenois blieb die feindliche Infanterie nach ihrer Niederlage am 29. untätig. Bor Sapouah wurde ein heftiger Teilangrifs abgewiefen. Zwischen Fere - en - TardeuoiS und dem Mennierewalde stürmten Franzosen und Amerikaner gegen Mittag erneut in tiefer Gliederung an. Ihre Angriffe sind blutig gescheitert. Auch am Walde brach sechsmal wieder­holter Ansturni des FeindeS zusammen. Unsere Infanterie stieß dem geschlagenen Feind vielfach nach und setzte stch im Borgelände ihrer Linien fest. Östlich von Fere-en- TardenoiS erneute der Gegner am Abend und während der Nacht ohne Erfolg feine verlustreichen Angriffe. Ebenso schritrrteil feindliche Teilangriffe bei Romignh.

Wir machten in den Kämpfen der letzten Tage mehr als 4000 Gefangene. Damit steigt die Zahl der seit 18. Juli ge­machten Gefangenen auf mehr als 2-1000.

Gestern schossen wir im Lstittkampf 19 feindliche Flugzeuge ab. Leutnant Löwen Hardt errang seinen 47. und 48., Leutnant Bolle seine-, 27. Lnftsieg.

Der Erste Generalquartirrmeister: Ludendorff.

19 000 Tonnen im Mitlelmeer.

W. T.-B, Berlin, 90. Juki. (Amtlich.) Im Mttelmeer wurden fünf Dumpfer von zusammen rund 19 000 Bruttoregistertonnen

versenkt. »

Der Chef deS Admiralstabs der Marine.

*

W. T.-B. Stockholm, 30. Juli. LautStockholms Tid- niwgon" ist der DampferOrimbo-n" mit 1102 Brt. toi: der englischen Küste versenkt worben. Gr -gehörte einer Sto ck ho v mer Reederei und führte Frachffcchrten zwischeu -Eng­land rmd Frankreich auS.

Bon der englischen Reichskriegskonserenz.

W. T.-B. London, 30. Juli. (Reutermeldung.) Nach einer amtlichen Mitteilung hat die ReichSkriegSkonferenz in den letzten Sitzungen u. a. eine Enffchlietzung angenommen, die Petroleumerzeugung innerhalb des britischen Reiche? zu fördern; ferner eine Enffchlietzung, betr. einen Akt der Gesetzgebung, der ffir einen bestimmten Zeitraum nach dem Kriege die Naturalisierung von Untertanen aus den jetzt feindlichen Ländern einschränkt, ebenso die Erwer­bung ton politischen Rechten und von Land- und Bergwerks­konzessionen durch derartige Personen. Weiter wurde be­schlossen, in dieser Woche, vor Abreise der überseeischen Ver­treter, eine besondere Konferenz über die Frage der Natio­nalität und Naturalisierung abzuhaltsn. Die Konferenz nahm den Bericht des Sonderausschusses über die Kon­trolle von Rohstoffen nach dem Kriege an und forderte die Regierung aus, sich mit den Negierungen der Dominions und Indiens in Verbindung zu setzen, um dem- enffprechende Maßregeln zu ergreifen. Endlich beschloß die Konferenz, daß jetzt Schritte getan werden sollten, um den Bedarf der Verbündeten an Rohstoffen sicherzustellen.

Die amerikanische Anleihe für China.

W. T.-B. Washington, 30. Juli. (Drahtbericht. Reuter.) Das Staatsdepartement hat die Anleihe der amerikanischen Banken für China genehmigt. Die Anleihe beläuft sich, wie

«» Hecht,, auf 50 Millionen Dollar,

3um 75. Geburtstag des Reichskanzlers.

Berlin, 31. Juli, (zb.) DieNovdd. Allg. Ztg." widmet dem Grafen H e r t l i n g aus Anlaß seines Heutigen 78. Geburtstags einen längeren Artikel, in dem eS u. a. heißt: Wenn etwas die bisherige Kanzlerschaft des Grafen Hertling auszeichvet, dann ist es sein von Erfolg gekröntes Streben, überall, wc sich Gegensätze zeigen, das Zusammeufiihrcnde zu betonen und wenn Krisen sich einstellen sollten, sie mit ge­schickter Hand auszuglätten. Das deutsche Volk hat allen Grund, seinem Kanzler für das, was er zur Erhaltung der inneren Front geleistet hat, dankbar zu sein. Die Zuver­sicht, die das deutsche Volk erfüllt, daß wir aus diesem Krieg heraus zu einem glücklichen Frieden geführt werden, wird zum größten Teil aus dem Wirken des Grafen Hertling genährt.

* Hof- und Personal-Nachrichten. Staats- und Justizminister Do. Spahn wurde zum Mitglied des Herrenhauses auf Lebens­zeit beruftn und zugleich zum Kronshndikus bestellt.

Wiesbadener Nachrichten.

Städtische gewerbliche Fortbildungsschule.

AuS dom jetzt vorli«genidsn, von Herrn GsweckeffchlÄ- direktor Boutinge-r erstatteten kurzen Jahresbericht sei hi« frl-gende-s hevvoogchobon. An der Schule unterrichteten 9 hcruptcrmtliche u-riid 37 nebenamtliche Lehrer. Der Lehr­plan ist durch Ei-nfkhru-ng dos Turnunterrichts als Pflichtfach der Schule erweitert wo-riden unter gleichzeitiger Erhöhung «der wöchentlichen Pflichtstunden um 2. Ilm in der Zeit des Arbeiterman-gels nicht Arbeitskräfte in der Tages-zeri gu entziehen, ist zugleich ungeordnet, daß -der Turnunterricht während -des Kriegs aus die Abendstu-nden ton 8 bis 10 Uhr Au Vorlagen sei. Zunächst wurde die Unterstufe eingeschult, jahrgaugsweise folgen die weiteren Stufen. Turnunter­richt erteilen Vorturner und DuviÄeiter der hiesigen Turn­vereine. Daß Tironen hat den Zweck, die körperliche -Ertüchti­gung zu -fördern und auch gegen Berufsschäden ausgleichend zu wiriftn. Demtzufvlge wird -das Turnen -für Beruf«, die vorwiegend sitzend oder in gch'chloss-enon Rärrmen ackerten, all­mählich anders gestaltet als beispielsweise das der Bau­arbeiter. Der Fachunterricht ist im übrigen mit Rück­sicht aus die Zeitverhältnisse weslontlich eingeschränkt, teilweise auch Wochen- und mvnateöang eingestellt gewesen. Eine gänz­liche Schließung der Schule ist im Interesse der Jortbildumz der Schüler, die -übrigens entsprechend den gesetzlichen Be­stimmungen über das Lehrverhältnis ein Recht auf den Un­terricht haben, das ihnen nicht willkürlich beschränkt wecken darf, nicht angängig, auch hat der Herr Minister grundsätzlich die Aufrechtorhaltuaig des Forbbibd-unysunterrichtS verlangt. Aus der dom Bericht beigegebenen, zahlenmätzigen Nach­weisung ist ersichtlich, daß in 83 Klassen 1285 männliche Lehrlinge, ferirer in 24 Klassen 366 Schneiderinnen und Putzmacherinnen und in 11 Klassen 641 ungelernte Arbeiter, izusa-mmen 2141 (2 209) Schüler, den Unterricht ibesuchem Don diesen 2141 Schülern haben 1941 die Volksschule, 169 die Mittelschule und 31 .höhere Schulen besucht; 1690 Schüler waren aus Wiesbaden, 4SI von auswärts. Die Schulvrr- säumnisse ergeben int-eress-ante Auffchlüsse. Während Ver­säumnisse wegen Krankheit verhältnis-mäßig gering sind (im Mittel 3,7 Prozent), beträgt die Zahl der infolge geschäftlicher Abhaltungen bedingten Schnlickwsäummisse im Durchschnitt fast 20 Prozent. Fast die Hälfte dieser Versäumnisse ist 'durch eigenmächtig« Abhaltung seitens der Arbeitgeber vom Unter­richt verursacht. ' Bezüglich der anderen HÄste lagen ord­nungsmäßig eingereichte Urlaubsgesuche vor. In einzelnen Berufen war der Schulbesuch hervorragend gut und regel- m-äßkg, in anderen Klassen dagegen stiegen die Versäumnisse bis zu 40 Prozent. Daß hierdurch >die Unterrichtsergebnisse in ungünstiger Weise beeinflußt wurden, liegt auf der Hand. Die Eltern der Schüler und diese selbst haben dann auch oft in energischster Weise gegen die fortgesetzten Entziehungen vom Unterricht protestiert. Der Bericht hebt weiter hervor, daß viele Schüler, die dauernd für die MunitionS- b e triebe arbeiten, jetzt jahrelang nicht die -Schule besucht haben, also in ihrem späteren Fortkommen erhüblich geschädigt sein werden. Am Schluß des Berichtsjahres seien dies etwa 360 Handwerk-erlehrlinge gewesen, das Handwerk selbst werde hiervon in den nächsten Jahren den Schaden haben, da es an genügend vorgebildeten Kräften mangeln werde. Die Schulsparkasse hat sich weiter in günstiger Weise entwickelt. An den Zeichnungen für die Kriegsanleihen und an Wrhlsahr-tSspend-cn haben sich die Schüler in erfreu­licher Weise beteiligt. Die Schulausgaben haben 76 746 M. betragen.

Ludendorff-Spende. Der Ortsausschuß der Lnden- dorsf-Spende ersucht nochmals alle diejenigen, welche anläß­lich der Ausstellung (Unsere Wiesbadener Feldgrauen im Weltkrieg) im Festsaal des Rathaiff-es Photographien, Skizzen usw. leihweise zum Aussteller, 'überlassen halben, dieselben bis 1. August beim städtischen Kriegswohlsahrtsamt, Rheinstr. 36, Zimmer 21, täglich nachmittags von 3 bis 5 Uhr, außer ScunStags und Sonntags, abzuholen.

Die Kartvsfeljasd hat, wie unS von amtlicher Seite mitgeteilt wirb, leider noch nicht nachgelassen. Es wird des­halb wiederholt daraus ausmerffiam gemacht, daß auch di« Frühkartoffeln beschlagnahmt sind, nnh daß bei versuchter Ausfuhr von Kartviffelü aus dem Landkreis Wiesbaden nicht nur der Werkäwfer, sondern auch der Käufer strafbar ist. Seitens der Gendarmerie werden in Erben-Heim allein - ^Kylich etwa 20 bis 30 Beschlagnahmungen vorgeuommein, und diese wecken sich vermehren, da von heute ab militä­rische Hilfe zur Bekämpfung des Schleichhandels zur Stelle sein wick. Man läuft also Gefahr, sein Geld zu ver­lieren und die Kartoffeln dazu, ganz abgesehen davon, daß man außer dem Zeitverlust den Ärger hat und zum Schluß auch noch gerichtlich bestraft wird, 38er dieser Unannehmlich­keiten ledig bleiben will, der sehe ton solchenHamster- fohrten" ab. Die Stabt Wiesbadon hat bis dahin ihre Ein­wohnerschaft in -mustergültiger Weise ernährt; wer Ernäh­rungsschwierigkeiten hat, der wird ganz gewiß bei den zustän­digen Behörden selbst Rat ffndeu.

Berufsjubiliien. 26 Jahve sind jetzt verflossen, daß der Maurerparlier Karl Meruberyer aus Sonnemberg im Geschäft des Maurermeisters Ehr. Herrnr-ann hier be­schäftigt ist. Er hat sich während -dieser Zeit tos tolle Ver­trauen seines .Arbeitgebers sowie seiner Mitarbeiter erwor- , Iben. Ihm -Wunde, das Diplom für 25jährige treue Dienste

_ Nbciid-Nu-öaabe. Erft es Blatt. Nr. 3<*>8.

überreicht. Am 1. August sind es 20 Jahre, daß Fräulein Malchen Kämmerer aus Hahn als Hausmädchen bei Frau dlugust Meister, früher Löw Ww hier, im Dienst steht. v»rd«rlchte Uber Kunft. Dortrftge und verwandte».

* KurhanS. Aus dein August-Programm seien cm bffonderrn Veranstaltungen genannt: am 7. ein Operetten- und Walzerabend. am 10. um 4 und 8 Uhr volkstümliche Doppelkonzerte im Kurgartm, am 14. ein Sinfonie-Konzert am 17. zu Ehren des Geburtstages des Kaisers von Österreich Nationalkouzert, am 18. ein volkstümlicher Abend mit Doppelkonzert, am 22. wieder ein Sinfoniekonzert, am 25. ein Jchaun-Strauh-Abend und am 29. ein Deuffcher Opern- abend. Von Sonntag, den 4. August, ab finden die Konzerte in der Kochbrumicnanlage wieder täglich, an Wochentagen um 11 Uhc, an Sonntagen um 11 % Uhr statt. Vom 1. bis 4. August sowie am 18., 19. und 20. August werden die Abonnementskonzerte von der verstärkten Garnisonkopelle ausgeführt.

Aus dem Landkreis Wiesbaden.

WC. Biebrich. 29. Juli. Um dem immer mehr überhand nehmenden Fcldsteve, entgegenzutreten, ist beabsichtigt, bei Tag und bet Nacht Streifen durch die gesamte Feldslur vornehmen zu lassen. Die Polizeitcrwaltung ist bemüht, dazu Hilsskräste zu finden.

BO. Hochhcim a. M., 29. Juli. Vor einigen Tagen st a h l der 17jährige Karl Georg von hier seinen Eltern 600 M. und verduftete. Jit Mainz wurde nun der Dieb m einer Wirtschaft fest­genommen. Das gestohlene Geld hatte er zum größten Teil ver­jubelt. _

Bus Provinz und Nachbarschaft.

ht. Könlgfteln, 29.' Juli. Die Stadtgemeinde Königstein blieb bei der Zwangsversteigerung desParkhotels und Kurgarten" mit 877 001 M Leptdietende.

Usingen, 81. Juli. Aus Anordnung des Landrats ist der Metzgereibetricb des Wilhelm Sommer in Wehrheim wegen Un­zuverlässigkeit des Inhabers bis einschließlich den 1. Oktober 1918 geschlossen worden.

BO- Kassel, 29. Juli. Durch heidelbeersuchende Leute aus Harleshausen wurden in den Waldungen bei Wtlhelmshöhe, wie bereits kurz gemeldet, eine Geheimschlächterei aufgefunden. Die Untersuchung hat ergeben, daß von verschiedenen Personen aus Kassel die Gehcimschlachtung ausgesührt wurde. Verschiedene dringend Verdächtige wurden verhaftet.

neues aus aller Welt.

Dos schwere Eisenbahnunglück bei Landsbero.

W. T.-B Berlin, 80. Juli. (Amtlich.) Das bereits gemeldete Eisenbahnunglück bei Landtkerg wurde nach mntlichrr Mitteilung dadurch b«r>-orgerufen, daß die Kolbenstange an der Lokomotive des O-Zuges 22 sich gegen die Schiene des Gleises Schneidemühl-Berlin stemnitc und dadurch die O-Zug-Lokomotive zur Entgleisung orachte. Die Lokomotive entgleiste »ach der Innenseite und hob die letzten vier Wagen des auf dem NachbarglctS fahrenden Güterzuges 6641 aus dem Gleis Vom O-Zug sind verbrannt vier Wagen, vom Güterzug drei Wagen. Bisher sind festgestellt: 1 6 Tote, 27 Schwer­verletzte, 2 Leichtverletzte; Lokomotivführer und Hetzer des O-Znges sind unverletzt.

Hariäslstoil.

Ainttielw Devisenkurse in Deutschland.

W. T.-B. Berlin, 31. Juli. (Drahtbericht.) Tele­graphische Ausza hlungen für

Holland . . ... 810.50 d. Mk. 311 «0 R. fUr ICO duld.n

Dänemark . . . 188.50 G. « 18100 R. « 100 Kronen

Rohweden . , . 21:25 G. < 212.7.5 B. « 100 Kronan

Norwegen . . . 186 25 G. < 188.75 B. , 100 Kronen

Sohweiz.15101 G. * 1515C B. « 100 Franc

Oesterreioh-Ungarn 81.03 G. « 61.15 B. « 100 Kronen

Bulgarien .... 70.00 G. « 79.54 B. c 100 Lewis

Konstantinopel . P105G. c 21.15 B. « ltürk. Pfd-

Spanien.113.00 G. < 11400 B. « 100 Pesetas

Ausländische Wechselkurse

w. Amsterdam, 30. Juli. Wechsel auf London 9.135 (zuletzt 9.175), auf Berlin 82.20 (32 20), auf Paris 33.70 (33.85), auf die Schweiz 48.80 (48.85), auf Wien 18.90 (13.95), auf Kopenhagen 60.80 (60.80), auf Stockholm 69. (69.075), auf New York 1.91 'h ().

w. Zürich, 30. Juli. Wechsel auf Deutschland 65.85 (zu­letzt 66.), auf Wien 88.50 (38.60), auf Holland 205. (205.), auf New Y ork 3.95 (3.95), auf London 18.82 (18.81), auf Paris 69.25 (69.30), auf Italien 44.40 (44.), auf Kopen­hagen 124.25 (124.25), auf Stockholm 141.25 (141.50), auf Christiania 124.75 (124.75), auf Petersburg 51. (51.),

auf Madrid 107.25 (107.75), auf Buenos-Airee 178. (178.).

Banken und Geldmarkt.

K Berliner Geldmarkt. Berlin, 31. Juli. Die heutigen Zinssätze waren: Geld bis morgen 4 Proz., Geld auf einige Tage 5 Proz., Privatdiskont 4;* Proz. und darunter.

$ Iteirhshank Berlin, 31. Juli, in der gestrigen Zentralausschußsitzung der Reichsbank verwies Präsident Exzellenz Ifavenstein auf die günstige wirt­schaftliche Lage und hob insbesondere die weitere befrie­digende Entwicklung der Reichsbank hervor. Die Aus­führungen des Präsidenten wurden von der Versammlung ohne Erörterung zur Kenntnis genommen.

$ Geschäft« in russischer Valuta. Berlin, 31. Juli. In der heutigen Sitzung des Börsenvorstandes wurde über die Fälligkeit der bestehenden Engagements in russischer Valuta beraten. Der Börsenvorstand war einmütig der Meinung, daß vor Wiedereintritt eines ge­regelten Zahlungsverkehrs mit Rußland und innerhalb des russischen Reiches von einer Beschlußfassung abgesehen werden muß. In bezug auf Engagements ln russischen Noten ging die Ansicht des Börsenvorstandes d ahin , daß diese als fällig anzusehen und zu erfüllen sind.

Wettervoraussage für Donnerstag, 1. August 1918

von der Meteorologischen Abteilung des Physikal. Vereins eu Fr&akfart*. i£.

Ziemlich heiter, trocken, wärmer.

Wasserstand des Rheins

am 31. Juli.

Blebrrch. Pefjel: 176 ra gegen 171 am <restri*en Vormittag Caufci. « 2 Oi ( < 2 . 0 ? c < «

Mainz « 0.97c c 1.00 < c c

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Die Abend-Ausgabe umfaßt 4 Seiten.

Hauptschriftlsiter: A. Hegerhorst.

Derantwortlich für Politik I. D.: W. Etz: fttt den Unterhaltungstcll: <8. v. Nauendorf; für Nachrichten aus Änesbaden, den Nachbarkxzlrken, Gerichtsiaal und Briefkasten: E. llosa-ker; für Sport I. V.: SB. Etz; für den Handelsteil: SB. Etz; für die Anzeigen und Reklamen £>. Dornauf, sämtlich in Wiesbaden.

Druck u. Verlag der L. Schellen der g-schen Hof-Buchdruckerei in Wtesbab«».

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