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Viestis-kilkr

Verlag Laaggaffe 21

„Tagblatthau«".

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12 Ausgaben.

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„Tagblatthaus" Nr. 6650-53,

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Mittwoch, 24. Juli 1918.

Berliner Abteilung des Wiesbade»er Tagblatts: Berit» V. 57, A» der Atz-stelkirche 7,1. Fer -sprechrr: Amt Lützow 6202 und 6203:

Nr. 340. . 66. Jahrgang.

Kbenö-Kusgabe.

Oie Lage im Westen.

Amerikaner im Feuer.

W. T.-R Berlin, 28. Juli. Außer Senegalesen haben die Franzosen bei Fortsetzung ihrer Angriffe Awischsn AiSne und Marne zum er stemm al Mmerikomer in verhältnis­mäßig größerer Menge auf bie Franzosen verteilt, als Kanonenfutter eingesetzt. Die Schwarzen wie die amerikanischen .Hilsstouppsn wundem in dichten Massen gegen die deultschen Linien vorgetnieben. Sie mutzten dsu Eiiffatz mit einigen zehntausend toter Neger wie Amerikaner bezahlen. In teilweise 16 Wellen Tiefe griffem sie an. Eine Welle nach Ider anderem brach in dem deaffchem Artilleriefeuer und Maschinengöwehrseuer zusam­men. Auch an dom solgerßdM Tag erneuentem , sie dis zu siehennbäl immer wieder ihre Angriffe. Ihre Kraft er­lahmte immer mehr. Mm dritten Dag der Offensive begann die amerikanische Infanterie bereits beim ersten Ansturm zu stocken und sich b in z«u werfen, sobald nur das deutsche Artillerieseuer einsetzte. Dauerte das Feuer länger, so gingen sie eiligst z u r ü ck, so daß der Angriff sich stellen- weffe in eiliges Zu ru ck fl u ten verwandelte. Vierfach stand die deuffcbe Infanterie aus ihren Gräben auf und emp­fing .die Amerikaner mit einem sie Hemd freihändig ab- aegsbonon Schnellfeuer. Bei dem Angriff am 21. Juli ge­rieten amerikanische Bataillone der 2. Division, die in der Schlucht vom Bisigneux heranrückten, in das Feuer deutscher Maschinenigewehre, die von der Znckerfäbrik von Nohant aus die Schlucht büstrichem. Sie machten sofort Kehrt und fluteten eiligst zurück. Besorgers eriffte Verluiste er­litten die Amerikaner in den schweren Kämpfen des 19. und .'0. Fult. Nach Aussagen von Gefantzemem sind einzelne Regime,n«ter aufgerielben. Vor allem die Ossl- ziersverluste sind furchtbar. Jil dem Bestreben der Obersten Heeresleitung der Entente, Erfolge der Amerikaner berausWistreichen oder zu erdichten, liegt eine durchsichtige Tendenz. Wenn das amerikanische Volk Komltnis erhält, wie seine Söhne amf fremder Erde für fremde Menschen ver­bluten müssen, würde die kümlstlich angefockte und aus un­wahren Behauiptu.ng.en gegründete KriegSbcgeisterung bald zu­nichte werden. . '

Der blutige Kampf um Epieds.

W. T.-B«. Berlin, 23. Juli. Ein Brennpunkt des Kampfes om 22. .Juli bildete Epieds, daö nach wechselvollen Kämvfen in unserem Besitz blieb. Dort fechtende amerikanische Teile erlitten besonders hohe blutige Verluste, so daß nur 138 Mann, darunter 8 Offiziere, unvecwundet in deuffcbe Hand fielen; außerdem wurden hier 12 Maschinen­gewehre erbeutet. Nördlich des Ehatelet-Waldes ver­besserten wir nach Abweisung eines starken Teilangriffes durch Gegenstoß unsere Linie.

vie verlustreichen englischen patrouillen- Uutrrnehmungen.

W. T.-B. Berlin, 23. Juli. In den letzten Tilgen haben die Engländer sich an der flandrischen Front bei wiederholten Erkvndungsvorstößen und Unternehmungen mit starken Kräften fast alltäglich blutige Abfuhr geholt. Auch am 22. Juli wurden beiderseits des Kanals, im Kemmelgeüiet sowie nördlich Mecris und dicht nördlich der Bahn Bailleul- Hazebrouck wie an mehreren anderen Stellen feindliche Gretzpatrouillen und Erkundungsabteilungen verlustreich abgewiesen.

Nördlich und südlich des Lucebaches scheiterte cben- falls ein feindlicher Vorstoß. Mit Anbruch der Dunkelheit und während der Nacht war die Feuertätigkeit von Albert ois zum Westufer der Abre rege. Auch in Gegend Montdidier lebte das feindliche Feuer auf. Der Bahnhof Eompiegnc lag dauernd unter unserem wirksamen Beschuß.

Die schon wieder bescheidener werdenden feindlichen MilitSrkriliker.

Berlin, 24. Juli. Nach dem „B. L.-A" haben General Lacroir und die anderen Pariser Militärkritiksr ihre kühnen Erwartungen aus der Vorwoche erheblich eingc,- schränkt. Auch die englischen Kritiker erklären den gegenwärtigen Abschnitt der deutschen Offensive nicht als Abschluß der feindlichen Unternehmungen. Es sei sicher, daß die Denffchen einen neuen Schlag vorbereiteten.

Französischer Heeresbericht vom 22. Juli, abends.

(Verspätet etnfteticffen.) Im Laufe des Tages versuchten di: Deutschen durch mächtige Gegenangriffe unserem Fort­schritt zwischen Marne und O u r c q Einhalt zu nrn. Die ftau- zcfsch-cmnrikanischei! Truppen leisteten allen feindlichen Anstürmen Widerstand und erwcirencn noch ihr Borrücken. Wir rückten über die Hohen östlich von L a b r r i x und G r i s e l r e s hinaus, er­oberten das Torf Epieds und gewannen nordöstlich vom Berge St. P c re Gelände Zwischen Marne und R e t nt S haben sich harte Kämpfe akgespiest, die dem Feinde keinen Erfolg brachten. Wir halten unsere Linien im Walde von Courton und im Königs­wald. Weiler südlich machten die Engländer einen Fortschritt, wo- bei st: 200 Gefangene cinlrachten und 4N Maschinengewehre er- bluteten. Nördlich vom Onrcq und an der Champagnc-Fron! wird starke Artillcrietätigkeit ohne Jnsanteriegefcchtc gemeldet.

Französischer Heeresbericht vom 23. Juli, nachmittags.

Im Laufe der Nawt wurden von der ganzen Schlachtftont nur ärtiHertefämpfc gemeldet. Nördlich ton Montdidier ermöglicht- es ein« lekbaft durchgetzihrte örtliche Unternehmung den Franzosen, die .Dörfer Maiütz-Rämetm, Sauvillers und AubevillerS zu besetze».

Caillaux will im Malvv-Prozest vernommen werbe«.

Berlin, 24. Juli. Eaillaux richtete einen Brief cm ben Staatsgerichtshof, in Hem er verlangte, im Mälvy-Progeß al° Zeuge oermomme-n zu weichen. Er sei in beim Bericht Peres aufs schärfste angegriffen worden, ohne sich bagegem .verteidi­gen zu können.

Die Fälscher gegen Caillanx am Werke.

Genf» 24. Juli. Mer Machenschaften einer FäWßher- qesellschnft, die sich die Ausgäbe stellt, Eaillaux' belastende Beweisstücke zu «liefern, berichtet der in der «Schweiz leibende Advokat A«tbanaciaides. daß jene Leute bieseilbsn seien, die seinerzeit die Unterschrift des Grafen Czernin nachgemacht hätten, um Österreichs Außenpolitik zu verdächtigen.

Die JahresNasse 1920 in Frankreich.

W. T.-R Bern, 23. Juli. Der „Progres de Lyon" meldet: Der Gesetzentwurf ftir bie Zahlung der JahreMaffe 1920 sieht keinen Zeitpunkt für bie 'Einberufung vor. Die­ser wird von den militärischem Ereignissen abhänyem. Die Vorlage wurde dem HeeresauZschntz der Deputiertenkammec Zur Prüfung überwiesen.

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Fliegerangriffe auf Offenburg und Rottweil.

Karlsruhe, 23. Juli. Gestern nachmittag griff .eine grö­ßere Anzahl feindlicher Mugzeuge abermals Offenburg an. Durch die abgeworfsnen Bomben 'wurden, 4 Personen leicht verletzt. Ein Mann wird vermißt. Mehrere Gebäude wur­den' beschädigt, davon eins erheblich.

Karlsruhe, 23. Juli. Gestern vornckttag griffen feinbliche Flieger die Stadt Rottweil mit Bomben an. Sie verursachten mir geringen Sach- und Häuserschaben. Personen wurbsn nicht verletzt.

Helfferichs neue Moskauer Aufgabe.

(Von unserer Berliner Abteilung.)

R A. Berlin, 24. Juli. (Eig. Drahtbericht. zb.) Herr. Dr. Helsserich har sich, wie man hört, selbst für den Posten für den beiilschen Vertreter- in Mcskau vorysschlagen. Es ist also zu hoffen, daß er alles daransetzen wird, Pflichten er- ftilgreich dnrckizusnhren, für die er der geeignete Mann zu sein glaubt. Er wird von Banikseit« als einer der geschicktesten Unterhändler geschildert und seine guten Kenntniffc der öst­lichen WirtschaftSvevhältnisse sind bekannt. Ob sich das all:S freilich im Umgang mit Leuten von ganz anderer Anschauung, wie Herr Helfferich sie in Moskau kennen lernte, verwertsn lassen dürfte, muß erst bewiesen werden. Im Reichstag trat Dr. Helsserichs Geschick, sich in eine neue Umgebung hin- einzufinden, nicht gerade übeizeugend hervor. Sein dortiges FiaÄko hat ihn aber 'hoffentlich leinen lassen, so daß er die gewon'nenen .Erfahrungen min erfolgreich verwerten kann. Seine großen Fähigkeiten sind zweisÄlos und werden sich ans einem so arbeitsreichen natd verantwortlichen Posten sicher besser verwerten «lassen, als in irgend einem Reichsamt.

Berlin, 24. Juli. Zur Ernennung Dr, Helfferichs zum Mrkkauer Gesandten schreibt die ..Voss. Ztg.": Diese Er­

nennung ist in grundsätzlicher Hinsicht mit Befriedigung auf- zunehme». Helfferich selbst scheinen insbesondere die wirt­schaftlichen Ziele gereizt zu baden, die in Moskau zu erreichen sind. Vermutlich werden die Ziele der deutschen Politik in Moskau straffer als bisher von Berlin aus gesteckt. Daß in diesem Rahmen Helfferich Ersprießliches wird leisten tonnen, möchten wir durchaus annehmen.— Der „58. L.-A." schreibt: Durch diese Ernennung dürfte Helfferich auf den richtigen Posten gestellt sein. Seine Hauptaufgabe in der neuen Stelle wird die Anbahnung und Pflege guter wirtschast- I ich er Beziehungen zwischen 'Deutschland und Rußland bilden.

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Der Wirrwarr in Rutzland-

W. T.-R Moskau, 22. Juli. Die Preise me-öbe-t: Aus Baku wird miigeteilt, daß die Sawseiitruppen im Ka u kasu s Vorgehen ; die Station Ainlach «ist genommen. Die Engländer räumen beMelUnigt bas Gesa«ndtsch astsa rch iv in Mologda. Auf der östlichen tschecho-slowaki- schon Front geht der Gegner aus beiden Bahnlinien vor. An der Bahn Jekarinenburg-TscheljabinM sind die Sowiesttruppen aus die «Stati>on Mram«8kafa zurückgegang.em. An der West- Uralfromt stehen die Sowjettruppen bei Arosllanow-o. Die Bahnlmie ist viMach unterbrachen. In der Richtu«ng Popo- rinsk stehen die Sewsettrupipen aus der Linie Station LuköwsLa-ja-OkichowDoi-Goikeiwiskoi. Die Engländer haben in Archangel gewaltsam ihre. Mission gelandet. — Die «f r ühe re Z a ri n ist aus Jekaterinemburg fortgefchafft wor­den. — Mit der Übersiedlung «der Entente-Botschafter aus Wologda nach Archangel muß gerochnet werden^ — film 18. Juli wurden in Petersburg 328 Cholera fälle festgestellt. — 53ontsch-Bruj ewi ffch, «vom Jemtral-Exekutiv- Komitee. ist -um Chef der Ovganiisatimten zum Schuh q^gen die Gegenrevolution und 'Spionage ernannt worden.

W. T.-B. Moskau, 22. Jul:. Die hiesige Presse meldet' Der filordzipfckl des Donyebiets ist 'von den Kadetten- banidcn befreit. Die Station Otj-stlebwedskoi soll genommen worden sein. Tic Wladitawlos-Botin ist von den Kadettsn geräumt. — Am 17. Juli begann die aklllgern e Ute Mob c - l.''siie ru«rug der Ä-Leiter. Die Anaeworbenen werdon'aus

4 Tage, entlassen, dann TruppsnteAen Angewiesen. — Die Engländer erschossen in Kem das Präsidium des Kriegs» E x e >k u,t i v-K o m i t e e s. — GeneraTleutnaint Birj«ukow wurde «wögen Organisierung der Kosaken in Astrachan gegen den Sowset zu S Jahren Gefängnis verurteilt. — Die Groß­fürsten Aporj Konstantinowitsch, Konstantin Konstantinowiffch, Iwan Konstantinowiffch und Sergius MichailMiiffch, die in Mopsewsk gefangen gehalten wurden, sind laut amtlicher Nachricht am 18. Juli befteit worden. Sie sind verschwunbe.r. — Ern' «Erlaß über die Einziehung sämtlichen «Eigentums de: Zarensamilie ist verösssnKicht worden. — An 19. Ick waren in Petersburg 109 Cholerasä«lIe M ver­zeichnen.

IV. T.-B. .Kiew, 22. Juli. Die Zeitungen melden, daß die Freiwill-igen-Armee nach dem Sieg bei Tichoretzkaja weiter vorgcdrungcn' ist' und 30 Werst östlich von Jekata- rincdor steht. NöMich Tichoretzkaja sei der Knotenpunkt Soffyka (?) «besetzt worden und «dadurch «die Rückzug.s- I i n i c der B o-l s ch e w i k i bedroht.

W. T.-B. Moskau, 21. Juli. Wie die Presse meldet, haben die Sowjettruppen Orenburg endgültig aufge- g e b e rr Arr der Spitze der treuen Orenburger Regierung stebt Dotow; die Bolfchewiki haben alle Werffachen mit­genommen. — „Prawda" berichtet von Hungerrevolten in Ugliffch, Ljtbin, Rhbirisk und Jaroslaw.

bereits mehr als 2V0 Linstsrevokutionäre erschaffen!

W. T.-B. Berlin, 28. Juli. Nach einer Mitteilung Tschitscherins an den kaiserlichen Geschäftsträger jinv bis zum 19. Juli mehr als 200 Linkssozialreholutiouäre, die an der Ermordung des Grafen Mirbach tmb an dem Aufstand gegen die Sowjetregierung beteiligt waren, erschossen worden. Hierunter befinden sich Alexandrowitsch, ehemaliger Gehilfe des Präsidenten der außerordentlichen Komniission, welche die Verschwörung gegen den Gcaten Mirbach leitete, der Kommandant Jaroff, sein Gehilfe M. Zaserine, und die Kommissionsmitglreder Fillanoff, Kabanoff.- Kostinek, Lohne, Bcukrine, Pouchmanoff. Koulakoff, Lopoukhine, Fiemtzef, Finicguine. Mehr als 100 Beschuldigte wurden verhaftet, darunter auch der Bevollmächtigte des Zentralkomitees im Stcbe der Abteilung Pöpoffs, Orephkin, und das Mitglied dieses Stabes Sabline.

Ein Trauergottesdienst für den Exzaren in Paris

W. T.-B, Paris, 24. Juli. (Drahtberichit.) Die Pariser russische Botschaft wird Tormierstag i«n der russischen Kirche in Paris einen Trauergottesbienst aus- Anlaß des Todes Nikolaus' II. abhaltem.

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Eine gemeinsame amerikranischi-japanische Intervention in Sibirien!

IV. T.-B'. Amsterdam, 23. Juli. Nach einer Reuter- «meldung erfährt die „Times" aus Tokio «vom 18. Juli, daß der Entwuof der Antwort aus die amerikanische «n Vor­schläge zu einer In t e rv eu tio«n in Sibirien und die Entwürfe für die an «Eaglaub, Frankreich und Italien über diesen Gögemstamd zu machende Mitteilu«n«g von dem diplo- mati'schen Beirat angenommeu würben. Die konstitutio- uellc Partei «hat eine Enffchließung augeno«m>mem, in der es herßt, daß angesichts der Tatsache, daß die Jnterve'ntionspWne der Regierung mit hon von WaMn«gton ausgehsnden Vor­schlägen übereiustimimon, es keinen anderen Weg «gebe, als der amerikanischen Auffassung. ü«ber die Nvtwon«digkeit eines Z u- sammeng ehe«s mit den Alliierten zuzustimmen. — Wie d>c „Central News" was Tokio toni 17. Juli meldet, ist eine gemeinsame sapauisch-amerikanischie Expeditiou vorgesehen, die wahffchcinlich von einer Hilfskommission begleitet s«m wirb.

Der Um yrissarek in Oesterreich

Ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, tritt der neue Ministerpräsident das Erbe des vor den tschechi­schen Verhetzungen ab«4etretenen Dr. v. Seidler an. Man- weiß von ihm, daß er Professor des Kirchen­rechtes an der Wiener Universität ist, daß,seine Sym­pathien stark nach der Seite der christlich-sozia­len Partei gehen, daß er im übrigen ein Mann von nicht allzu starken Nerven ist. Immerhin sind seine Aussichten nicht schlecht, was wenigstens die Bewilli­gung des Budget-Provisoriums anbetrifff, da die deut­schen Parteien sich, wenn auch nicht gern, mit dem Rück­tritt Seidlers abgesunden haben und die Polen _ zur Bewilligung der nötigen Kredite bereit sind. Auf dieser Linie der deutsch-polüischen Regierungs­mehrheit liegen denn auch die Aussichten des neuen Ministerpräsidenten. Wenn er sich überhaupt hallen will, vermag er das kaum anders als durch die An- nähme des Programms, das erst dieser Tage Graf Czernin, noch immer einer der mächtigsten Persön­lichkeiten der österreichischen Politik, im Herrenhaus entwickelt hat. Er wird die von Czernin geforderte Einheit der ä.ißeren und der inneren Politik beystellen und neben dem deutschen Kurs nach außen hin, LaK heißt dem. unverbrüchlichen Feit-