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Ar. 267. wmrtnti. TE. -?mii 1018.

Wiesbadener Tagdlatt.

Morgeu-NuSgabe. Erstes Blatt. Sette H.

Sozialistische Bcruhiguaqsversnche in Paris.

. - Berlin, 11. Juni, (zb.) Der ..Berl Lak^-Anz." ^Idet aus Genf: Zur Beichwichtinnua der Parrser ^eiterschaft erließ der Pariser sozicilistisckte Depulrerte «runet einen Aufruf, in dem er angesichts der dre Hauptstadt bedrohenden Gefahren dringend leoer «törung der öffentlichen Ordnung widerrat. Im glei- ton Sinne wendet sichRenaudel in derHumamte teaen die Elemente, deren Ungeduld eine vorzeitige Hz unrung von Paris zur Jolge haben könnte. Englisch« Täuschungen, deutsche Zahlen.B Neutrale Zeitungen, zuletztnoch dieFrnans- Axude" in Kopenhagen vom 1. Mai 1918 in dem

..Das Tonnageproblem nach den offiziellen englischen Etfen", bringe?! in letzter Zeit bäufig Gegenüberstellungen Versenkmigsergebnisse des Jahres 1617 nach deutscher lcch englischer Quelle, wobei sie ohne weiteres den englischen «ablrn den Vorzug geben, etwa mit der Begründung, die Saqlünder mutzten ja ganz genau wissen, wie viel Schrffs- laum versenkt sei, während die deutschen Zahlen nur aus Schätzungen der Unterseebootskommandanten beruhten, und es sei bekannt, wie leicht man sich auf See verschätzen kinine.

Demgegenüber mutz folgendes sesrgrstellt werden: 1. Di« deutscher."Zoblen werden nur nach sehr sorgfältiger Prüfung veröffentlicht. Autzerdem ist di- Differenz der beiden Kahlen viel zu groß, als dah st- auf blotzer Fehlschätzung be» ki-hen könnte. Autzecsem gibt es mrhr Quellen und Mög­lich leiten. um die Einzeianaaben der Versenkungen nachzu- «nfen. als sich die Neutralen anscheinend träumen taffen, ßs lieht völlig einwandfrei fest, dah die Verlustzahlen mm Sir E. Geddes und des englischen sWeitzbuches ine Sanielsschiffe nicht einschlietzen, die zu militärischen und maritimen Transport- und Hilfszwrcken dienen, also Trans- «rffchiff«, Kvhler-.dampfer und Tanksclstffe für die Militär- mrd Marineversorgung usw. Eine qewiffe äuherliche Be­rechtigung, diese Schiffe nicht mit aufzuführen, liegt für ine Engländer darin, daß diese Schiffe in der Regel nicht die ge- wöbnliche englische Handelsflagge, sondern die KrwgSflagge führen. Datz die» der wahre Sachverhalt ist, ist von der britischen Admiralität in einer amtlichen Erwiderung auf eine Äußerung deS Staatss-kr-tärS v. Capelle rn der .Times" vom 16. November 1617 ausdrücklich erklärt worden: .wie einzige ausgeschlossene (nicht rnitoerechnete) Tonnage m Geddcs Aufstellung der englischen Schiffsverluste ,st die der königlichen Flotte." Wenn die Neutralen dies nicht glauben wellen, so mögen sie erst einmal Nachweisen, l»tz bisse englische amtliche Erklärimg nicht zntrifft. Admiral v. Capelle hat dies im Reichstag bereits kürzlich auseinandergesetzt, und das von Reuter dagegen verbreitete englische Dementi, das dahin lautete,Capelles Angabe sm falsch; die britischen Verlustzahlen umfaßten nicht bloß .Lebensmittelschiff-", beweist gerade. dah dre deutsche Feststellung richtig ist. Denn jeder si-ht sofort, datz Reuter hier etwas dementierte, was gar nickt behauptet wor­den rvar. ES handelt sich keineswrgS nur etwa um LebenS- mittelschiffe. 3. Endlich steht fest, dah die Engländer torpe- > Werte Schiff-, di- ,n de» Nähe der Küste m flachem Wasser gesunken sind, nicht als KciegSverlust, sondern als gestrandet rechnen und nicht in ihre Verlustzahlen einschlietzen, auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist, dah das Schiff jemals flott gemacht und repariert wird.

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Zum belgischen Ministerroechsei.

W. T.-B. Bern, 10. Juni. Zum Rücktritt des belgischen Milisterpräsidenten Bcocqueville schreibtEcho de Paris":

Brccauevillc tritt kurz vor dem Zusammentritt der ,n Frank- reich und England ansässigen Mitglieder dek belgischen Par- lamentS zurück. Man kann nichr behaupten, datz Brocquevrlle di- Zusammenkunft ermutigt habe. Zum erstenmal seit vier Jahren wird die belgische Regierung ihre Haltung rn zahl­reichen Fragen der belgischen Zukunst, wie der Flamenfrage usw.. genau dagegen müssen.

Unsere U-Voole in amerikanischen > Gewässern.

Erklärung des amerikanischen Marinesekretärs.

tzV.B.-v. Amsterdam, 1>. Juni. (Drahtbericht.) Einem hiesigen Blatte zufolge erfährt dieTimes" aus Washington: Der stellvertretende Marinesekretär Franklin Roosevelt hat gegenüber der.r Devichterstatter derTimes" erklärt: Die amerikanische Flottenteitunq benachrichtigte bereits Ende Mai alle Schiffe und Küstenbatterien, datz wahrscheinlich feindliche Unterseeboote an den Küsten des Atlantischen Ozeans erscheinen würden. Diese Warnung wurde abge­sandt. nock bevor der Marinesckretär von den Unterseeboots- angriffen gehört hatte. Dampfer und Segler auf See und in den Häfen empfingen die Warnung, aber die langsamen Segler ohne Einrichtung für drahtlose Telegraphie konnten nicht mehr gewarnt loerden. Amtliche Zahlen über die Zahl der Unterseeboote, die an der amerikanischen Küste auftreten, ffnd nicht veröffentlicht worden. Es liandelt sich aber um mindestens' zwei Unterseeboote. In Regie- rungSkreise» ist man teilweise der Ansicht, dah eins davon ein Kampfuntersceboot, während das andere ein BorratS- schikf von derDeutschland"-Klaffe sei. Die Unterseeboote vernichten meist die Schiffe, die sie angceif-n, durch Artlllerie- stuer und Bomben. Nur in zwei Fällen wurden Torpedos " benutzt. Es wurden auch einige Minen gelegt, von denen 12 bereits aufgefischt worden sind.

Eine permanente deutsche Blockade?

W.T.-B. Bern, 11. Juni. (Drahtbericht.) Die Pariser Ausgabe derChicago Tribüne" vom 7. Juni bringt eine lange New Iorker Drahtung über die Tauchbootversenkungen an der amerikanisihen Küste, worin es heitzt: ne Annahme, datz die Tauchboote, di- wenigstens 18 Sckffffe in einer ver- hältnismähig geringen Entfernung von der Küste bedenkt haben, nach Europa zurückgekehrt seien, hat sich al«

falsch erwiesen. Don einem Zerstörer sind 48 Überlebeiide deL versenkten SckiffcSEdward Baird" aufgefischt worden. Jntereffante Erfahrungen machte die Besatzung des versenkten SchonersEdna", welche eine Woche lang an Bord des Tauch­bootes feftgehalten wurde. Die Mannsct»aft des Tauchbootes erklärte, Deutschland habe ein- permanente Blockade der amerikanischen Küste rrr-chtet. DaS Tauchboot habe Kiek mit Proviant für ein halbes Jahr verlassen, aber man beabsichtige, ein Jahr auf See zu bleiben und den Proviant von gecharterten Schiffen zu ergänzen. New Uork bereitet sich auf alle Möglichkeiten vor.

Oesterrei6,rsch»ungQrkscher Tayesvericht.

fff'. 1-6. Wien, 11. Juni. (DrahtberrchtZ Amtlich verlautet vom 11. Juni: .

An der unteren Piave scheiterten abermals zwer italienische Vorstöße. Auch in der Frenzela-

Schlucht wurden feindliche Erkundungsabteilungen abgewiesen. Südwestlich von Korea in Albanien staben die Franzosen ilnen Angriff wieder ausge­nommen Der Chef des Geu«-calstabs.

«ngttsch.amerikaAische versuche in Nntzland.

»r. Kopenhagen, tt. Juni. (Eig. Drahtbericht, zb.) Die englisch-amerikanischen Versuche, den russischen H und e I in der Gewalt zu behalten, werden durch eine Stockholmer Meldung derNational Tidende" beleuchtet. Danach wird aus Petersburg gemeldet, das; dort eine große, mit besonderen Befugrriss en auSgest rttete Gesellschaft gegründet wird, die den gesamten russischen Auslandsbandel in Zu­sammenarbeit mit der russischen Regierung übernehmen soll. Die Gesellschaft besteht aus hervorragenden Geschäftsleuten, Industriellen und Bankherren, di- über außerordentliche Geldmittel verfiigen. Die Absicht der Sowjetvegierung ist, durch dieses Monopol zu verhindern, daß der russische Handel an .Ausbeuter" gerät. Seitens der Gesellschaft wurden be­reits Beziehungen mit verschiedenen ausländischen Juter­effentengruppen angekaüpft.

Deutscher Reich.

Sur Frage einer Kenderung unserer Ledenr- mittelversorgnno.

kr. Berlin, 11. Juni. (Eig. Dcasttbericht. zb.) Die Nordd. Allg. Zw." scha-ibl- In der Presse findet zur- zeit eine lebhaft» Nu^pr teste über den Antrag R o e s i ck e und über dir ihnlrckten Anträge der Abgte ordneten Held und H e l'ifior zur greise der Lebens- mitteiaufbringuna statt. Wie dii .Nordd. ?lllg. Ztg.' hört, hat der zurzeit tonende Ernahrnngsausschuß des Reichstags einen Ilnte'-nniZschnn zur Prüfung der Vor­schläge eingesetzt. Das Krieg ->r -- v - -iingsamt wird zu den Anträgen Stellnng nehmen j Wald die Beschlüsse des Unterausschusses oor den; lsrnährungSansschuß zur Verhandlung gelangen. S> ' eff die Anträge sich auf die Getreidewirtschaft bezieh co baben sie fiir das Wirt­schaftsjahr 1918/19 durch 'di? kürzlich veröffentlichte neue Rerchsgetreideordnnng -ine negative Erledigung? gefunden.

Verein Deuffcher Zeitungsverlearr.

1V.D.-8. Berlin, S. Juni. Heute vormittag fand im Hotel Prinz Albrecht Sie diesjährig- ordentliche Hauptver- sammlnng deS Vereins Deutscher Zeitungsverleger statt, die ungewöhnlich stark besucht war. Nach den einleitenden Worten des Vorsitzenden, in denen dieser u. x tMtwuf hinwieS, datz der Verein im nächsten Jahre auf ein 25jähriges Wirken znrückblicken kann, erstattete der Gsnevalsekretär den Jahresbericht. Aus dem Bericht ging hervor, welch« Summe non Arbeit auch in diesem Jahre Vorstand und Ge­schäftsstelle in Erfiillung der Aufgabe des Vereins geleistet habe. Di« Debatte zum Hauptpunkt der Tagesordnung über die derzeitige Lage des deutschen Zeitungs- gewerbeS ergab manches Jntereffante. Es zeigte sich ieutlich, wie schwer gerade ba3 Zeitungsgewerbe unter dem Ernst der Zeit zu leiden hat. wie schwer besonders die un­geheure Erhöhung der Papierp.reise den ganzen Beruf bedroht. Aus den Besprechungen, die der Vorstand mit führenden Parlamentariern all-- Parteien hatte, ergab sich jetcch, datz Aussicht besteht, durch Eingreifen des Reiches eine Katastrophe von der deutschen Presse abzuwenden. Klagen wurden auch rn diesem Kreise über die vielfach mißbräuchliche Handhabung der Zensur laut, aus Grund deren eine Ent­schließung, die geeignete Abstellungsmatznahmen vorschlägt, einstimmig angenommen wurde.

Wiesbadener Nachrichten«

Englische Spionage.

Soldaten, Vorsicht bei GKßpröchen! Spionengesahrl", kann man überall in Dvuffö>land Ziesen, und sicherlich hat da? dauernde Warnen 'der Soldaten vor Spionage auch das FH ritze getan. Aber noch vielfach ist die Meinung verbreitet, >datz es 'benkzutage in Deutschland gar nicht mehr Spione. gäbeDenn", so hört man sagen,jetzt sind ja kaum mehr Amerikaner und andere Auslänider in DeuisiManb, was soll denn hier noch spioniert werden?" Diese Auffassung ist leider sebr unzutreffend, wenn man «inen Mick über die deutsch^ Grer.ge wirft und im neutralen Ausland hören und sehen kann, wie von allen, Seiten der Feind versucht, hinter unsere militärischen und Marineopervttanen zu kommen, unsere Schiffsneubauten kennen zu lernen» zu wissen, wie und wo unsere U-Voote hergcstcvt werden und welche Wege sie ein- schlagen, wann unsere Zeppeline absahren und vieles Ähn­liche. Jede dieftr Nachrichten kann bw» Feind von grösster Wichtigkeit sein und unserem Vaterland das Mut mancher tapferen Söhne kosten. Man mutz bedenken, ein wie starkes .Interesse die Engländer daran haben, unsere U-Boot Sv läge, zu bcckämpfen, und man wird verstchen, wie sie überall nach Mitteln und Weyen suchen, über die Fahrten der U-Boote, ihre Konstruktionen, die Minenfelder und vieles andere mehr Nachrichten zu sammeln. Gewiß bedienen sie sich beute nur noch in verschiedener Zahl einzelner berufsmäßiger Spione. Deren Tätigkett wivd meist schnell in Deutschland, wie die vielen Beichaftungen und schweren Bestrafungen während der ganzen Krieysjcchre zeigen, lahmgeleyt. Nein, viel gefähr­licher sind heute diejenigen, die eigenüich, ohne Spionage treiben zu wollen, dam Feind Dieisste leisten, indem sie, so bald sie die deutsche Grenze passiert haben, nicht in der nöti gen Weise sich Zurückhaltung auferlegen können und. über ihre sogenannten Kriegserlebniffe, dos, was sie von Verwandten und Bekannten aus dem Krieg gehört haben, tvas sie unter- weos («sehen Huben und violeS andere berichten Hier faßt d-e 'englffche Epimmge zu und sieht zu, all dies, wie und n» sie mir irgendwie kann, zu sammeln. Leider nutzen ihr hier- bet sehr viele Deutsche unbewußt, die ihren Mund nicht ge­nügend halten können. Im ganzen neuttalen Ausland haberr die Engländer einen weit auSgodehnten Ausftagerdienst ver­bratet, der so geschickt arbeitet, datz der einzelne gar nicht merkt, daß seine eiganen Wahrnshmungen überhaupt Inter­

esse haben könnten. Es ist auch richtig die einzelne Wahr­

nehmung ist auch gewöhnlich ziemlich belangtes. Sie wird tS aber dadurch nicht mehr, wenn sie als Glied einer großen Kette derartiger Angaben in einer Zentrale zusammenftietzt. Daher kann gar nicht genug gew-rrnt werden vor allen Er­zählungen und Angaben über Marine- und militärische Ver­hältnisse, die man zufällig selbst weiß oder auch^ nur von Ver- wandten gehört haben will. Namentlich sollte jeder Denffche» der in das neutrale Ausland reist, dies stets im Auge behal­ten. Besonders gilt dies auch für unsere Seeleute, di« der Gefahr, ausyefragt zu werden, ganz besonders ausgeietzt find.

Juwelen- und Goldankaufswoche. Eine unserer wich­tigsten Krieyscmfya-ben ist die Anfrechterhaltung der wirt­schaftlichen Kraft Deutschlands, die in erster Linie auf eine« unanlgetasteteni Goldschatz der Rcichöbank und -dem Stanve unserer Valuta beruht. Ilm unserer wirtfckaftlichen Rüstung diese Vorbedingungen zu erhalten, ist 'es notwendig, datz -der Neichsba.nk immer wieder Geld zugeführt wird, und datz im Ausland Guthaben yefckxrffen werden, -welche die Ausfuhr 1-eutschen G-Mes auf ein Mnninum hevalbdrücken. Um diese Notwendigkeiten zu fördern, soll nach dem Vorbild anderer Provinzen -vom 16. bis 28. Juni in der Prov-inz Hessen-Nassau eine Juwelen- und Goldankaufswoche allen denen, die diese Derpslichtung noch nicht erfüllten, Gelvgenhei t bieten,

* Juwelen und Gold der Goldankau-Mtelle zur Verfüyuing ;u stellen. Das Gold wivd der Reichsbank zugeführt, die Juwelen wevdenffm nautral-mi Ausland verkauft. Die erzielten Sum­men bleiben als Gu-thab«n in der Währung des Land«» dort. Den Einlieserrrn wird der Verkaufspreis in deuffchem Gold ausbezachlt. Möge der Veranstaltung ein voller Erfolg be» schieden seiir.

Ein neuer Vorschlag zur Kloideralbgabe. Ein Berliner -Dlatt bringt folgende Zuschrift: Die ReichS-bekleidmrsS.stelle fordert zur freiwilligen Abgabe von Anzügen ans, und wen« dies« -Abgabe die «rßorderiiche Zahl von Anzügen nicht ergibt, so ist damit zu rechnen, datz eine zwangsweise -Einziehung von Anzügen erfolgt. Nun sterben tagtäglich Leute, auf der«« Bekleibungsgegeuistände vom Standpunkt der Allgemeinheff yesehem die Erben keinen Anspruch haben. Wäre eS da nicht längst am Platz gewesten, daß die Reichsbekleidungsstelle den naheliegenden Gedanken einer Einziehung dieser KleidungSycgenstände gegen entsprechend« Bezolssung in die Tat umyesetzt hätte. Auf diesem Wege dürfte besonders vc« den vermögenden Kreisen eine ganz bedentenide Zahl von Bs- kleidungsgegenständen der .ReichsbÄleidungSsteLe zuftietzen.

Nimm dir ein Postscheckkonto! Du nützt dem Vater» land!", so bautet ein kleines -Werbeblatt, -daS die Reichs-Poit- verwaltnng in den nächsten Tagen an alle verteilen läßt» die dom Postscheckverkehr noch fernstehen. Das Blättchen gibt einen Überblick über die einschlägigen Vevbältnisse und legt in anschaulicher Weise die großen Vorteile dar, die die Teil­nahme am Postscheckverkehr. mit sich bringt. Man spart die mit der Versendung baren Geldes verbundenen Kosten und Zinöverluste sowie das Warten an den Schalterstellen, man schützt sich vcr Jrrtümern -beim Ein- unld Ar«Szohlen -des Bar­geldes und vermeidet die Sorge um die sichere Aufbewahrung des Geldes und die Gefahr der Krankheitsübertragung durch unsauberes PapiergeD. Dabei ist der Pasffcheckverkehr seff dem 1. April iroch viel billiger geworden als früher. Alle , Briese zwischen dem Posffcheckkunden und -dem Postscheckamt srrtd jetzt -portofrei. Die Gebi-Hr für die bargeldlose Über­weisung ist beseitigt. Bei Überweisungen aus ein andere» PosffcheKonto genießt also der Pasischeckkunbe völlige Porto- und Gebührenfreiheit. Auch der für Mitteilungen vevwend- bare Abschnitt der Überweisung wird dem Zahlunysemlpfän- ger gebühren frei zugestellt. Dem Nutzen für den einzelne« reiht sich der wertvolle Dienst an, der unseren vaterländischen Wäihvilngsvevhältnisson mit der Förderung des bargeldlosen ZahlungHaulSyleichis geleistet wird. Es sollte jetzt niemand mehr zögern und jeder sich durch Ausfüllung des dem Werbo- blatt beiliegenden Vordrucks dem borgeldioseir Zcchlui^Sau». gleich anschlietzen.

HohrS Alter. Am 18. Furn vollendet Fräulein Sophie Weidenfeller in voller geistiger und körperlicher Rüstig­keit -ihr 66. Lebensjahr. Die Jubilarin ist eine Verwandte der Familie Gustav «ietcr. Kleine Burgstratze 7. nnd ist !**> se-Lst heute noch, wie seit 60 Jahren, unermüdlich tm Hau»- halt tätig.

Rangordnung für TelephongesprLche. Neuerdings hat d« Postverwaltung, wie derZeitungsveülag" schreibt, An­laß genommen, die verschiedenen Telephougespräche in c:»e bestimmte Rangordnung einzugliedern, die 7 Gruppen um­faßt. An erster Stelle stehen die gebührenfreien Dienst» gespräche der Militärbehörden ist dringlichen militic:ichen Angelegenheiten. An zwetter Stelle stehen die Gespräche, die von den regierenden Fürsten des Deutschen Re:ch» und von ihren Gemahlinnen und Witwen oder rat Auf­trag von Hoheiten von den Beamten (Hofftellen), der 11m- göbung, dem ( Gefolge oder den Hofstaaten geführt werden. Ten dritten Rang nehtnen dringende Gespräche der StratS- behörden in EtaatSongrlegenheiten cirrfchlietzlich der dringen- den Dienstgefpräche der Stellen der Post- und Telegravhen» Verwaltung ein. An vierter Stelle kommen dringende Presse- gespräche, woran sich als fünfte Gruppe dringende Gespräckq der Privaten urck der vorher nicht genannten Zivilbchör-den. anschlietzen. MS sechste Gruppen folgen die Privatfeldge- stnäche und emdlich gewöhnliche Gefpräche der Privaten ein- Mietzlich alter Zivilbehörden und der Militärdienstgsspräche, .so weit sie gekütrvnpflichtig sind. Die Gespräche der höheres Masse genießen den. Vorzug vor den Gesprächen der niederen Klasse, auch wenn sie später cmgemeldet worden sind. Inner­halb der einzelnen Klassen ist dagegen für die Reihensvlqe der Ausführung des Gesprächs nur die Zeit .der Anmeldung m>- gebend.

Feldpostsendungcn, dieverloren" gehen. Feldpost-

Briessendungen werden bei den Postanstalten nach wie vor täglich in großer Zahl mit Übergewicht eingeliesert. Sie überschreiten das Gewicht von 60 Gramm, bas für portofreie Feldposffenhunyen zugölassen ist, sind aber nicht frrigemacht. Haupisöchilich. sind di«Z Sendungen mit Tageszeitungen und illustrierten Zeitschriften. Nach den geltenden Destinimunge» müssen diese Sendungen an die Absender zurückyetzeben wer­den. In söhr vielen Fällen ist aber der Absender auf de» Sendungen nicht vermerkt. Die Sendungen -müssen dann al» unanbrinylich behandelt werden. Begreiflicherweise enfftehen daraus Unannehnilichikeiten ffür den Msender wie für den l Empfänger. Um diese zu vermeiden, ist eft unbedingt nötig.