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gritc 2. DomterStag, SO. Mm 101S. _

Der Ssterreichi-ch-nngarische Tagesbericht' W. T.-B. Wien, 29. Mai. (Drahtibericht.) Amtlich ver­kantet vom 29. Sftcri, mittels: Die Kämpfe im T o na l e g e - Biet feMvn Zostern «nieder auf. Zwei durch starkes Artillerie- r.nb Minenfewier unterstützte Angriffe der Italiener iiuif den füfiltd, deS Paffes liegenden Teil des Mvnticello brachen zusammen. Gagen upsere Stellung am unte­ren Lauf der Piave hielt das feindliche Artilleriefeuer au.

FelLp'lot Offizierstellvertreter A r i g h i schoß bei Durazzo zwei englische Flugzeuge ab und errang damit seinen 25. und 26. Luftsiey.

m > Der Chef des Genervistabs.

»

Oer Abschluß ver österreichisch-ungarischen 5rieven«vertrags mit §innsand. zv. T.-B. Wien, 29. DSai. (Drahtbericht.) Die am 33. Mai im Ministerium des Äußern begonnenen Friedens­verhandlungen mit Finnland nahmen einen durchaus be­friedigenden Verlauf und führten zum Abschluß des Friedsns- vertrags, sowie eines wirtschaftlichen und rcchtSpolitischeu Zusatzvertrags

Oie Ablieferung der Getreideiiberschüss« Ungarns an Gesterrsich und veutichland.

Lr. Budapest» 29. Mai. (Eig. Drahtibericht. zb.) Fm Sinne einer zwischen den maßgelbenden Faitoven getroffenen Vereinbarung wird Ungarn imLauf deS Juli feine ersten Überschüsse an Getreide an Österreich und Deutschland oibgeben. Begründet wird dies damit, daß nach den getroffe­nen Vereinbarungen jenes Land, daS zuerst geerntet hat» feine Überschüsse jenen Ländern zuzuführen hat, in welchen erst später geerntet wird.

Die Umtriebe der Tschechen.

»r. Wien, 29. Mai. (Eig. Drahtbericht, zb.) Die gestrige Versammlung des Tschechenverbands in Prag beschloß eine KurÄyebung, in der gegen den Wafsenbund mit Deurschland protestiert wird» weil dadurch Österreich- Ungarn in eine große Abhängigkeit von Deutschland gerate. Ferner wurde protestiert gegen die Einberufung deS Parla­ments, die Oktroyierurug der Kreisverordnungen und die Ver­folgung der Zeitungen.

Der Verräter Kramarsch aus Prag ausgewiesen.

W. T.-B. Wien, 28. Mai. Die Blätter melden aus Prag: Dr. Kramarsch wurde von der Polizei auf unbe­stimmte Zeit anS Prag ausgewiesen. Er hält sich gegenwär­tig m einem kleinen Ort bei Prag auf.

Ae AMlselN fflt MWWUlMM St.fSOtlpl.

W. T.-B. Berlin. 29. Mai. (Drahtbericht.) Die große Wandelhalle deS Reichstagsgebäudes war heute der Schau­platz einer überaus würdigen und eindwucks- vollen Trauerfeier für den verstorbenen ReickStags- präfidenten Wirt!. Geheimen Rat Dr. Johann Kaempf. Gegenüber dem Standbild des Kaisers war der Sarg auf­gestellt, den mehrere herrliche Kränze bedeckten und stim­mungsvoller Trauerschmuck umgab Auf der einen Seite des Sarges nahmen der Vertreter des Kaisers, Generaladjutant, General der Infanterie v. Hoeppener». und der Reichskanzler Gcaf v. Hertling, der spanische Botschafter Pablo de Becnabe, dec österreichisch-ungarische Botschafter Prinz zu Hohenlohe und der Vizepräsident des Reichstags Dove Platz; ihnen gegenüber die Damen und Herren der trauernden Familie. Im übrigen sah inan in der hochansehnlichen Traue rversammlüng, welche die mächtige Halle bis zuin letzten Platz füllte, den türkischen Botschafter Hakki-Pnlcha, sämtlich- Minister und Staatssekretäre, so weit sie in Berlin anwesend sind. Auch die Generalität war zahlreich vertreten. Die Parlamente waren durch ihre Präsidien und eine große Anzabl voir Abgeordneten vertreten. Alle Parteien hatten herrliche Kränze mit ehren­vollen Widmungen am Sarg? niedergelegt. Auch die Stadt Berlin und die Ältesten der Kaufmannschaft, die Handelsbochschule, die Kreise von Handel und Industrie hatten eine große Anzahl von Vertretern entsandt. Nachdem, vom Vizepräsidenten Dove und dem Direktor deS Reichstags Jungheim empfangen, der Reichskanzler und die Vertrete: der Familie erschienen waren, begann die Trauerfeier mit dem Vortrag deS zweiten Satzes aus dem deutschen Reguiem

(18. Fortsetzung.) Nachdruck verboten.

klur hartem Holz.

Roman von Julia Jobst.

„Jette erfährt unser Unglück noch früh genug, vielleicht vom eigenem Druüer. der mir von jeher nicht gut gesinnt >w. Familie besorgt das Weitere. Mathilde schürt d.m Kaß, sie kann es mir nicht vergeben, daß ich sie verschmähte. Dn sollst auch dieses wissen, Onkel, damit Dn >>an; klar siehst und weißt, wo unsere Feinde zu suchen find. F.;t!e ahnt nichts davon und darf es me erfahren. Warum soll der Unfrieden sich zum Familienh-iß iusiuich'>n! Es wird chnehin unter Verwandten alles >'o bösartig.

Sowsit war der alte >>err mit keiner Lektüre ge­kommen, als Jette in das Zimmer trat, gefolgt von der Tante. ' '

„Lauf, Kind, es ist ein Brief da. Siehst du, ich wußte es ja."

Jette fiel dem geliibtm Onkel un; den Hals, griff nach dem Brief, der schon für -ie oer-nt lag, uird ver­schwand mit ihrem Schah im Hdsschen. Das war ihr LieblingSplatz, der war für sie geweiht von der Erinne­rung an ein karges Glück.

„Lowisken, setz dich ein bißchen zu mir", bat Jäger.

Wenn er sie so nannte, wußte seine Frau, daß ihm entweder Gutes od°r Übles geschehen ivar. In Freud oder Leid faßte er nach 'brer .-and. Und ihr Ältester, der Franz, der drunten im Tal bei der Fabrik wohnte und mit seinen fünfunddreißlg Jahren zu ihrem Kummer noch immer Jnngaekelle war. vslegte zu sagen: „Vaters Lowisken hat das Regiment im Haus. Vom Vater an bis zu dem jüngsten ihrer Sechs gehorchen wir jedem Wink ihre: Hand, die in unserer Jugend so gut den Rohrstock zu schwingen verstand. Ich glaube, auch dabei ging ihr das Lachen nicht auL."

_ Wiesbadener Ta gblai t. _

von Brahms durch den Königlichen Hof- und Domchor. Dann hielt Hof- und Domvrrdiger Lic. Döring die Gedächtnis­rede in der er ein mit außerordentlicher Liebe gc-eichneteS Charakterbild des Verewigten entwarf, unter Zugrunde­legung des Wortes der Bergpredigt: „An ihren Fruchten sollt :hr sie erkennen."

Auf den Choralgesang des Hof- und Domchors folgten die Nachrufe dec großen Körperschaften. Für den Reichstag sprach Vizepräsident Dove. Er führte etwa fol­gendes aus: Schmerzerfüllt steht de: .deutsche Reichstag an der Bahre seines hochverehrten Präsidenten. Ein reiches Leben fand seinen Abschluß. Nicht dar Ehrgeiz war es, was ihn veranlaßt?, in seine Aufstellung als Präsident zu willigen, sondern sein stark ausgeprägtes Pflichtgefühl. So stand er an ter Spitze der deutsclwn Volksvertretung, als die gewal­tigste Epoche unseres Vaterlandes anbrach. Und nun erreichte auch seine Tätigkeit ihren geschichtlichen Höhepunkt. Bei der denkwürdigen Eröffnung des deutschen Reichstags im Weißen Saale war er es, dem sein kaiserlicher Herr, der die Worte gesprochen hat: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche", als dem ersten die Hand entgegen- stveckte zum Empfang des Gelübdes treuen Zusammenholtens in allen Fährnissen und Wechselfällen des Krieges, in Not und Tod. Und in der Sitzung vom 4. August 1914, die allen, di« sie mit erlebt haben, das wertvollste Ereignis ihres Lebens darstellt, als der einheitliche Pulsschlag deS deutschen Volkes auch in seiner Vertretung in entschlossen und begeistert ge­faßten einbelligen Beschlüsse.« von weittragender Bedeutung zutage trat, stitete er die Verhandlungen. Und wie damals, so wußte er, getragen bock groß-r Vaterlandsliebe während der ganzen KriepSdauer dem, was alle Volkskreise empfinden, schönen und würdigen Ausornck zu verleihen. Von den letzten RvbmeStaten, di« wir bewundernd vernehmen, sollte er nickt mehr Zeuge sein. Der Tod, der seine grausige Schmitt racbeit draußen auf dec Walstatt an unserer Heldenjugend verrichtet, hat seine greise Stirn mit milder Hand berührt und sein Herz zum Stillstand gebracht. Ten Frretrn, den er uns nicht mehr brt verkünden können, er fand ihn Wir nehmen trauernd von ihm Abschied. In unserer Erinnerung aber wird er fortleben als der Reichs- tligkprüslder.t des großen Weltkrieges, der Wortführer deS deutschen Volke? in der schwersten und größten Evoche seiner Geschichte. \ \

Für die Stadt Berlin sprach Oberbürgermeister Erzellenz Mermuth, für den Deutschen Industrie- und Handelstag Vizepräsident FrentzeI, für die Älteste» der Kaufmonn- ickv.fi Kommerzienrat F r a e n k e l, für den Reichstags- wablkreis der Verstorbenen (Berlin 1) Justizvat Landau. Gebet und Segen des Geistlichen und der Schlußsatz d«S deutschen ReguiemS schloffen die erhebende Trauerfeier. Nun zogen die Versammelten am Sorge vorüber, der dann nach dem vor dem großen Porta! de? Reichstagsgebäudes halten­den Leichenwagen verbracht wurde, um zur Beisetzung auf dem alten Matthäikirchhof an der Groß-Görschener Strohe übergeführt zu werden.

VeulsÄes Reich.

vie Antwort des Reichskanzlers auf die Anfrage über die Luftanqr ffe.

B. A. Berlin, 29. Mai. (Eig. D«chüb erficht. zb.) Auf dst Anfrage des Abg. K u ck h o f f (Köln) ist vom Reichskanzler folgende Antwort eingegangen' Durchaus sichere Mittel zur Verhinderung von Luftangriffen gibt eS n i ch ü An erster Stelle steht eine gute Ftugaibweihw scidann die Drohung van BergeltungSflügeu über die feindlichen Haupt­städte. Nach bc-den Richtungen hin ist die Heeresverwaltung tätig. Nach Zeitungsnachrichten haben sich in der französischen Kammer und im Gemeiickerat der Stadt Paris ernste und eindringliche Stimmen fiir eine Verständigung der kriegführenden Parteien über die Einstellung von Flieger­angriffen gegen Stcdte außerhalb des Operationsgebiets er­hoben. Zu bestin mten Anträgen von Feindesseite haben sie bisher nicht geführt. Sollte dies geschehen, so dürften zunächst die militärischen Stellen mit der Prüfung von Anträgen be­faßt iverden. ________

Dl« Ludeudorsispende. Berlin. 28. Mai. Die bisherigen privaten Sammlungen für die Ludcndorsfsprnds erzielten bereits «in Ergiknie ton annähernd 40 Millionen Mark. 8m 1. Juni findet der erst« Tag der Slraßensammlung für die Luden- dorsfsgende statt.

Franz hatte damit nicht f o unrecht. Denn auch jetzt, als ihr Mann ihr Wilhelm? Brief norla?, spielte ein Lächeln um die vollen L'pven. und die Augen verloren nicht einen Augenblick den srosiaemut'm Ausdruck.

„Was fangen wir denn nun mit den beiden armen Kindern an, wenn der Bankerott da ist?"

„Dann nehmen wir den Witbelkn zu uns. Unser Franz sehnt sich schon lange danach, in die Stadt zü ziehen, und der Wi'helm .ibernmimt die Fabrik."

„Und was wird aus inir?"

„Du setzt dich zur Rübe. isi f cfpn lange Zeit da­zu. Dü wirst keine Langeweile bekommen bei den vielen Ehrenpöstchen, die äe brr aiu,gehalst haben, Die machen dir genug zu schaffen. Und dann dir vielen, die deinen Rat brauchen! Der aUe Tboina macht es nicht mehr lange. Wie sieht der Mann blosi aus! Dann ziosien .die jungen Leute in das tzaus. Ban da geht der Weg zwischen den Hecken an »ns vorbei schnurgerade zur Fabrik hinunter. Das paßt alles io gut, wie es nur sein kann."

„Lowisken, an dir ist ein Minister verloren gegan­gen. Du vereinigst den d?^ Inneren und des Äußeren in einer Person und rw’rft forsch darauf loS. Nach dir wäre alles schon in ichäuuer O-dnuna!" »

„Ist es auch, Albert, wenn du einverstanden bist."

...Hm! ?rch will T " ; r die S"ck"> erstmal überlegen. Wir haben ja zum Glück noch Feit."

„Aber du sagst dem Franz nicht, daß das von mir ausgeht."

„Ich werd' mich hüten. Wo bliebe da die Autorität. Lowisken."

Er faßte seine Alte herzhakt irm und gab ihr einen schallenden Kuß.

»Ich sag' es ja. da sitzen d'> beiden und küssen sich, während ich mir in de: Fabrik di? Auaen nach Vater aussehe. Wir haben doch Koufercnz."

Moraen-Ausqabc. Erstes Bkatt. Nr.

Wresbaöener NachrichLen.

— Postschalterschluß. Vom 1. Juni db bis 30. wird an Werktagen bei sämtlichen Postanftalten in baden der Paketschotterschlutz aws Ü Uhr na der Schluß der übrigen Schalter beim Postamt 1 und ß

7 Uhr nochm. festgesetzt.

— Leinenuäl,zwirn. Wie wir Hörem, findet die im maligen Muisenm. Zimmer 43/45, im Lauf dieser Woche findende AmSgäbr von Dezugsausirciien für Leinenn bisher irur sehr geringe Beteiligung. Die zum Bezug tigten. im diesem Fall männliche Echwe^arbeiter, die im von Droizusahkarten 8 2 oder 3 3 sind, werden ermahnt, ihre Vezugsausweise ohne Verzug abzuholcn. da hierzu Ausgabe benutzten Räume nur bis einschließlich den 1. Juni, für diesen Zweck zur Derstguny sichen.

— Das Korn blüht. Unsere Kornfelder haben sich u der Einwirlnng der günstigen Witterung prechtig cnl und berechtigen zu den schönsten Hoffnungen. Manneshöhe stpchen die Helme mächtig in die Hohe, krönen Äe großem Ähren die langen Halme und haben v gelben Blüten herumsgehängt zum Beweis» daß das tum nun vMendet ist. Das Korn blüht. AVer nur wen Stui den dauert chiese still« Feier der Natur. Bald haben Staubbeutel ihren Blutenstaub aut-geschüttelt, der vom sten Lustzug aus die Narben der benachbarten Ähren g wird und diese befruchtet. Darnach vevschiwintwn die lichen Mütem: st« fallen ab» aber der bestäubte Fruchi reift allmävlich zum begehrtem Korn amZ.

— Der nächtliche Einbruch auf der AdolfShöhe. Die Haft genommene Ehefrau des bei einem nLkstliche» brucksdiebstabl in der Nähe der AdolfShöhe ertappten und gestvosienen Lokomotivführers August G. aus der Waldstr kolouie ist wieder auf freien Fuß gcsxtzt worden. Auch mit festgenomanene Sohn von G. wurde zunächst onüa|| dann aber wieder verhaftet.

— Eine gefährliche Einbrrcherbandr, welche außer Wiesbaden auch in Mainz „geapbeitet" hat, ist durch Kriminalbeamte unschädlich gemacht worden.

— KriegsanSzrichnunge». Lmtnent in einem Feld> Regiment Aller« Brückner. Sohn der Professors Brückner, ver Kartitat ter Theologie Leutnant der Reserve Hermann Hild brandr, Sei'» der Witwe teS PostsekretärS Hildebranbt hi«, wmden mir dem Eisernen Kreuz 1. Klaffe aurgezeichn:t. — Tat Eilerne Kreuz L Klaffe erhielten: der Fatznenjuuker UntervsssM im Drag -Regt 9 Haxen. Sohn des Ersten Staatsanwalts 8» hcimrat Hagen. Sergeant Heinrich Arm, Jnhabw der he TopferklitSmcdaille. Fadrer Heinrich Maurer, in einem Fe Regt., Sehn der Frau Luise Maurer Witwe hier. Hauptmann 1 C'.'neralstav H Nenn, Schwiegersohn des Pros. O. Brück« hier, wurde da? Ritterkreuz des Königl. Hausordens Hohen zollern mit Schwertern, und Offizier-Aspirant Oberiäger J| Eerz, bei 'einem Jägerbaiaillen in Finnland, Sohn der Witm D Eörz hier, das Mecklenburgisch: Berdienstkreuz S. Klasse

verliehen t 1

— «lein» Notizen. Im Neuen Museum sind » städtisch: Gemäldegalerie »nd die Ausstellung des Naffauisib«! 5dunstv:rrine heute, an, Fronleickmamstage, von 19 dis 1 Uhr tw» mittags geasinet — Bei günstiger Witterung findet am Donners­tag. der. 3?. Mai tstrenlkichnamstagi, von 11.89 vis 12.89 Uhr isi Musiktempel am ,Warme» Damm" (Wilhelmstrohr) Stand­musik der Garnisonkapelle unter Leitung des LbermusikmeistM Weber statt.

Fs.aelillscher «ottesdienst. Jsraelitiiche Knktnsge- m e i n d e. Sdnagege: Michelsberg. Gottesdienst in der H.mtÄ stmagoge: Freitag alcnd? IVi Ubr, Sabbat, morgens I) Uhr. strebst 19 Uhr nachniittags 8 Uhr, abends 10.f5 Uhr. Wochentage: »,orz«6 7*4 Uhr, adends Hi Uhr. Die Gemeindebibltothek ist geössir« Dienstags von 8 bis 4 Uhr

Alt-Israelit-: cke Kultusgemeinde. SpnagiM Friedrichftraßc 88 Freitag: akends Wi Uhr, Sabbat: mvrgnik

8 Uhr, Bo,trag 10^4 Ul,r, nachmittags Uhr, abends 1(135 M Wochentag«' mrrgen» 7 Uhr, adends 3i4 Uhr.

Talmnt-Tbora-Verein (E. B.> Wiesbaden,

Kl. Cckurall-acher Straße 10. Sabbat-Eingang 3 Uhr, morge» 8.39 Uhr. Miiicho 8-15 Uhr. Ausgang 19.25 Uhr. WocheutaM morgen? 7 Ubr, Mincha und Schiur 8 Uhr, Maaris 19.35 Uhr. i

Aus dem vereinsieben.

* Die nächste Monatsverfammlung des „Lehrerin»««' verein? für Nassau. GE. 35.", findet am Samstag, de« I. Juni, nachmittags 5 Uhr, aus der „Rheinhöhe'' statt. AussprM über die' Stellung der Vertreterinnen. Vcec!nLangeleg:aheiten. 1

„Zum Donnerivsktt-r noch iii.il'. rief der alte Herr, „Lowisken, du denkst auch in .zur nichts. Muß mich der Junge richtig holen kommen."

Franz stand mn- den vfltrrn und wollte sich aus' schütten vor Lacken. „Ja. Lowisken. daß du so waS hast vergessen können", .iccfL* >r >üe Mutter.

Eiliq zoqen Vater und John zu Tal, und der alte Herr benutzte die Geleioaheit. Franz Mt Vorschlag ds Mutter zu nnt.'rbreiten.

„Das hast du von d-r Mutter. Vrt.'r. Das sieht ibr ähnlich. Solch ein G»nlüt, wie die hcst, gibt es rn der ganzen Welt nicht mesir."

„Käst reckt, Jnnae. Aber ia>s'. was meinst du dazu?"

„Wenn das alles io klappt, so sonnen wir lacke»- Aber vorher gibt 's noch »»n Trauerspiel. Die arm« Jette! Ich wollte, sie laste erst alüMch in dem alte«, gemütlichen Kan8, und Tante Ilise 'orgte für sie."

Als die Konfer«nz, brr auch der Sohn Emil a:’.f Solingen beiwohnte, zu ill-;? Zufri-denkwit beendet war, tagte der Barer: „Ich will doch mal gleich nid» Thoma sehen. Der Wilhelm macht -25 so dringend.".

,.Tu' das, Vater", 't'inmt: Franz zu. „Und ich wilk Emil erzählen, was Mutt'c ansgeheckt hat."

„Aber es bleibt voAäus'z untar uns. Es wird schon genua über di: Leute, geklatscht. Und was werden erst die Mäuler reden, wenn die Jette ihren Willen durchs setzt." f

„Wenn sie jetzt mir nicht zurück zuckt. Vater. S»« heiratet in eine armselig» F-unl'Ie". iazte Emil.

„Wir Jäaers lasten da,k> keinen nrrhungcrn". säiakt der Vater ärgerlich. ..Und Dohm muß etwas herauS' rücken "

„Der wird sich hüten', rief

..Dafür werde ich 'choa wrgen, Jungens. Mir schläat er so leicht nichts ab."

„Sorge nur. daß dir der alte wütend» Kammerzicv^ rat nickt auch noch die Tür weist"» svaruts Emil.

(Zartsetzaag svlgw