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Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagdlatts: Berlin V. 57, Au der Apostelkirche 7, I^Fernsprecher. Amt Lützow^-O» und 6203.

Samstag, 25. Mai 1918.

Der Tagesbericht vom 25. Mai.

.W. T.-B. GroßrS Hauptquartier, 25. Mai. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Kampftätigkeit der Artillerieu blieb tagsüber bei «turnt und Regen in mäßigen Grenzen. In Verbindung mit nächtlichen Teilangriffen des FeindeS nordwest­lich vom Kemmel, nördlich und westlich von Albert, MB« fie vorübergehend große Stärke an. Die f e i n d l l ch e n Angriffe brachen überall verlustreich zusammen.

Bei H a »l c l warfen wir den Feind im Gegenstoß zurück.

Im übrigen bracken seine Sturmtruppen schon vor unseren

Linien zusammen. _

Die Besatzung eines Beobachterflugzeuges, Leutnant tzisendenger und Bizefcldwebel Gund, hat am 23. Mai aus einer Kette von sechs englischen Kampserniltzer» vier Flugzeuge abgeschossen. ...

Der Erste General imarttermenter: Ludendorfs.

*

Wieder Sttegerbomben auf deulsckie Lazarette.

W.T.B. Berlin, 24. Mai. Zn d-r Nacht vom 22. zum 23. Mai wurden in Hirso n durch feindliche Bombenabwürfe auf ein deutlich a e k e nn z e r ch - net es Lazarett mehrere Soldaten aerletzt und durch weitere Bombenabwürfe im Ort wurden em franzon- scher Zivilist getötet und elf französische Zwrlrsten, darunter zwei Frauen, verwundet. Laon erhielt er- neut wieder 300 Schuß von den Franzosen.

Zum neuen Fliegerangriff auf Paris.

W.T.-B. Paris, 25. Mai. Im Verlaufe der letzten Nacht wurden etwa 10 Bomben auf die Pariser Bonn- meile geworfen, die nur auf Anlagen sielen und nur unbedeutenden Schaden anrichteten. Etwa 40 Bomben, die auf die große Bannmeile im.Süden geworfen wur­den. töteten unglücklicherweise sechs Personen, die einer ins Vaterland zurückgekehrten Familie anqehorten und verwundeten 10 andere. Der Materialschaden Nt wenig bedeutend.

Amerika soll immer noch mehr heran.

Berlin, 25. Mai. (zb.) Auf den letzten Alliierten-Kon- ferenzen wurde, wie die . Voss. Ztg." erfährt, dre Not- Wendigkeit eine? weiteren Winterfeldzuges anerkannt und eine Kommission ernannt, die unter min- täriscker Leitung steht und sich nach Amerika begibt, um zu ergründen, inwieweit Amerika in der Lage ist, die euro­päischem Verbündeten während des Winters mit allem Nötigen zu versehen. ^

Dir Fürsorge für die Belgier und Franzosen im besetzte» Gebiet.

W. T.-B. Washington, 24. Mai. Wilson genehmigte, baß die belgische Unterstützungöflotte auf die ursprüngliche Anzahl Schiffe wieder erhöh» und genügend Schiffsraum zur Beförderung von 90 000 Tonnen Lebensmitteln m den nächsten £0 Tagen oer Unterstützungskommission zur Verfügung gestellt wird. Die Verhandlungen wegen der Lieferung der «chrrf- zwftchen Großb-iianmen. den Bereinigten Staaten und Frankreich sind fortgeschritten mit dem Ergebnis, datz Eng­land und die Vereinigten St raten es übernehmen. dle Hälfte des Schiffsraums anrzutreiben, der nötrg ist. um die Menae vrn Nahrungsmitteln wieder aufzufullen. die zur Ernährung der unter de-utscher Herrschaft stehen­den Belgier und Franzosen erforderlich sind.

Oie Admiralstabsmelduny.

Vst. T.-B-. Berlin, 24. Mai. (Amtlich.) An der Westküste Englands wurden von einem unserer Unterseeboote verfentt: die englischen Dampfer ..Princetz Dagmar" (913 Brt.),Dux (1359 Brt.) undWplicy" (6000 Brt.). Alle drer Schrffe waren mit Kohlen beladen. Im ganzen wurden 'nach den nsueingegaagenen Meldungen der Unterseeboote vernichtet.

15 000 Bruttoregistertonneu.

Der Chef des Admirafftabs der Marine.

Vst T.-B. Bern, 24. Mai. .Giornale d'Jtalia" meldet, datz in der Frühe des 21. Mai der italienische Dampfer Avaia" im Atlantischen Ozean durch ein Tauchboot ver­senkt wurde. r ,

W. T.-B. Stockholm, 21. Mai. LautStockholms Tid- niiigen" wuide der Dampfer der schwedisch-ostasiattscheu KompanieNew Sw--den" (5310 Brt.) auf der Reise von Neapel nach Nordamerika versenkt.

»

Am 8. Mai konnte von den Erfolgen des unter dem Be­fehl des Korvettenkapitäns Eckel mann stehenden Urrter- seekreuzerS berichtet werden, der im Sperrgebiet um dre Azoren 17 wertvolle Schiffe versenkte. Der inzwischen eingegangene Bericht des Kommandanten enchalt manche intereffanten Einzelheiten, die sowohl den zähen Widerstand einiger angegriffener Schiffe wie auch das men- ichlmfreundliche Verhalten der Unterfeekreuzerbesatzung übet» jLUMnd dartun. So bestand der Ullterseekreuzer ein Gerecht mit dem italienischen, mit zwei Geschützen bewaff­neten DampferPromete" (4455 Brt.), der von mnem «uerikaru scheu Hase» im Golf von Dexiko mit einer Lad««

klbenö-Kusgabe.

Naphtha für die iralkenische Marine nach Meffrna unterwegs war. Schon nach dem ersten Warnungsschutz eröffnet mw er Dampfer aus beiden Geschützen das Feuer. Sein Widerstand wurde jedoch durch das gutgezielte Schnellfeuer des Unters^- kreuzers gebrochen. Durch einige Volltreffer war die tear. entzündbare Ladung des Dampfers in Brand geraten, was die Besatzung zuin Einstellen des Feuers und Setzen der weitzen Übergabeflaggc veranlahte. ^ Das von beiden Seilen mit großer Erbitterung durchgeführte Feuergefech. batte auf deutscher Seite weder Verluste noch Beschädigungen, auf italienischer jedoch nicht unbedeutende Menschenverluste verursacht. Fünf Mann, darunter ein Offizier, waren ge­fallen, zehn Leute teils schwer, teils leichter verwundet.

Die Verwundeten wurden an Bord des Kreuzers genommen und von dem Arzt verbunden. An Stelle des leck­geschossenen Rettungsbootes wurde den Italienern da» Boot von einem anderen bereits vorher aufgebrachten, noch in der Näbe treibenden Dampfer übergeben und die Schiffbrüchigen euch mit Proviant ausgerüstet. Zwei Tage später^ hielt de- Krcuzer die schwedische ViermastbarkMagda" an. dre mit einer Salzladuny für die schwedische Regrerung von Spanien nach Schweden unterwegs war. Trotzdem Nch dec Scaler einwandsftei innerhalb des Sperrgebietes befand, seine Versenkung mithin berechtigt gewesen wäre, wurde 1 hiervon abgesehen in Anerkennung der für das Segel­schiff bei widrigem Winde bestehenden Schwierigkeit, dre Grenzen des Sperrgebiets zu meiden.

DieenglischenMinen in schwedischen ssewLffern.

W T -B Stockholm, 24. Mai. Wie hiesige Blätter melden, wurden an der schwedischen Westküste weitere englische Kt« in wachsender Zahl innerhalb der schwedischen Hcheitsgewasser angetröffen. Hierzu bemerktStockholms Dagbtadet : Dre letzte amtliche Mitteilung beweist, datz eine frenrde Macht innerhalb schwedischen Gebietes ein Minenfeld gelegt bat und noch dazu in einer Tiefe vmr nur drei Meter, aho auf eine für die Schiffahrt äußerst gefährliche Weise. Eine größere Verachtung von Rechten der Neu- t r arl e tt. um eine von bcr britischen Wminalität gebrauchte Wendung zu wiederholen, kann schwerlich gedacht werden. E« '"beint uns unbedingte Pflicht der Regierung zu sein, mrt gehörigen Mitteln Schwedens Jntereffen zu wahren.

1 ..Svenska Dagbladet" findet es merkwürdig, datz man noch von keinerlei Maßnahmen der schwedischen Regierung in London wegen dieser Übergriffe gehört hat.

Dieunbegrenzte MögUchbe«t" amerikanischer ^eeresversrSrkung.

W.°T.-B. Washington, 23. Mai. (Reuter.) Die Heereskommission des Repräsentantenhauses hat ein- stimmig den Vorschlag des Kiüegs'ekretärs Raker an­genommen, eine Bestimmung in das Heeresgesetz auf­zunehmen, die den Präsidenten ermächtigt, so diel Männer für den Heeresdienst anniiniien als geübt und ausgerüstet werden können und sie für die erfolg- reiche Beendigung des Krieges verwenden. BrS letzt berechtigte das Heeresgesetz den Präsidenten nur zur Einberüfung von ungefähr einer Million Mann für den allgemeinen Heeresdienst. Durch die vorgeschlagene Verbesserung werden alle Beschränkungen aufgehoben und die Bildung einer Armee norgesehen, die stark ge- nug ist. um Deuffchland zu schlagen.

Die Lrtsdksunq der ^lottenbautStigkeit

in der Union.

WT-B Washington, 24. :Nai. (Reuter.) Der Senat bat ir. 'emfacher Absttmmung die Naval AppropriationS-Bill ai-geiu'mmen, welche die Ausgabe von 1600 Millionen Dollar, 226 Millionen mebr als das Repräsentantenhaus bewilligt Hut, vorsieht. Dec Gesetzentwurf geht nun an einen gemein- 1 Tarnen Ausschutz beider Häuser. . ,

All" Schiffswerften in den Bereinigten Staaten sind drabtlich zur Beschleunigung ihrer Arbeiten aufge- scrtert worden, damit am UnabhängigkeitStag, dem 4. Juli, so viel Schiffe vom Stapel gelassen werden können, wie noch n i e in der Geschichte des Landes.

Geschmackvolle amerikanische Kriegsanleihepropagandal

Berlin, 25. Mai. Zur Charakteristik der amerika- nischen Kriegsanleihe-Propaganda teilt das ,.Berl. Tagebl." mit. daß in der New Parker Börse der H e I nt eines gefallenen deutschen Soldaten versteigert wurde. Es wurde festgesetzt, daß jeder, der 100 Dollar Anleihe zeichnet, das Recht haben soll, dem deutschen Helm einen Fußtritt zu geben.

Entweder arbeiten oder kämpfen!

W. T.-B. Washington, 34. Mar. Der Pcovostmarschall General Crowder teilte n-eitgebende Bestimmungm mit, auf Grund deren vom 1. Juni in .alle Männer bestimm­ten Alters entweder arbeiten oder kämpfen müssen. Die Bestimmungen treffen nich: nur die Müßiggänger, son- dern auch die inunnützen" Beschäftigungen Tätigen. Man wird sie zwisck-en neuer Arbeit und dem Heeres­dienst wählen lassen. Die Beamten glauben, daß dieser Plan das Arberterproblem in der Landwirffchast, im Schiffbau sowie in. der Munitiansmdustcie lösen wird.

Nr. 240. . 66. Jahrgang.

rkriegstaumel in Rom.

Berlin, 25. Mai. (zb.) Der Einzug des Prinzen von Wales in Rom hat Veranlassung gegeben, datz sich, wie dasB. T." mitteilt, Szenen wahren Deliriums unter gewaltigen Hochrufen ans England abspielten. Der sozia-' listischeAvanti" erwäbnt den heutigen Tag der italieni­schen Kriegserklärung mit keinem Wort, dagegen bringt er eine Akrzahl Meldungen über die wegen Bezeigung^ ihrer Kriegsgegnerschast verbasteten Sozialisten.Secolo" zählt die Leiden auf, die Italien währeird der drei verflossenen Krrcgsjahre erdulden mutzte und fügt Hinzu: Der Gedanke <W ein viertes Kriegsje.hr ist etwas Schreckliches.

Vas chinesisch -japanische geheime Abkommen.

»r. Rotterdam, 25. Mai. (Eig. Drahtbericht, zb.) Del Schanghai Gazette" zufolge haben die geheimen Abmachun­gen der eben zustandegekommenen Militärkonvention zwischei» Japan und China folgenden Jnbalr: Die chinesische Polizei wird von Japan neu reorganisiert. Japan übernimmt dis Leitung sämtlicher Arsenale und Werften. Japan erhält auch das Recht, in allen Teilen Chinas Ei seir­und Kohlenförderung zu betreiben. Japan erhält alle geforderten Privilegien in der äußeren und inneren Mongolei und Mandschurei. Ferner sind eine Anzahl von Maßnahmen getroffen, die das Finanz- nnb E r - z i e h u n g s >v e s e n Chinas dem javanischen Ernflutz unter- v erfen. Japan hat auch barchgesetzt, datz China die Ankün- drgung des Abkommens derart formuliert, daß es gegen Deutschland gerichtet erscheint. Der angelsächsischen Welt aus lichten Seiten des Atlantischen Ozeans soll klar- gemachi werten, datz diese Militärkonventton nur sür di« Dauer des gegenwärttgen Krieges berechnet s«.

Der deutsch-russische poftverkehr.

Berlin, 24. Mai. (zb.) Die Verhandlungen mit Rußland über den wieder aufzunehmenden Postverkehr stehen un- mittelbar vor ihrem Abschluß, und es ist damit zu rechnen, datz der Verkehr für gewöhnliche und eingeschriebene Briefe im allgemeinen Posiverkehr und für die Gefangenepe briefpost demnächst mit Rußland wird beginnen 'könne».

Protest der Sowjets gegen die Kaukasische UnabhSngigkeitserklSrung.

Sr. Wien, 25. Mai. (Eig. Drahtbericht. zb.) Einer MoS-- kauer Meldung zufolge übermittelte dec Volkskommissar für arswärttge Angelegenheiten dem Grafen M i r b ach ein« Note, in der gegen die Prollamntton der Unabhängigkeit des kavkasisthen Staates vom Schwarzen Meer bis zum Kaspischen Meer p r o t e st : e r t wird. Die Sowjetregierung wird olle usurpatovischen Versuche der neuen kaukasische» Negierung energisch bekämpfen.

vre Lage in Ddeffa.

Br. Berlin, 25. Mai. (Eig. Drahtbericht, zb.) Das Ber­liner ukrainische Presiebureau meldet: In Odessa ist di« sozialisttsche Duma ausgelöst worden und das RatchauS wurde von Milizen umringt. Zum Bürgermeister von Odcffa wurde General Dobzowolski, zu seinem Ge. Hilfen Arkudinski ernannt.

Die finnische Regierungskrifis.

Stockholm, 24. Mai. Wi-:Daaens Nyheter" aus Helsingfors erfahren haben die Mitglieder der finnischen Regierung ihr Amt dem Senator S o i n h u f u d zu« Verfügung gestellr und dieser hat Senator Kustr Paasikivi beauftragt, eine neue Regierung zu brldew Die meisten Senatoren dürften jedoch bleiben.

England und Finnland.

W. T.-B. Stockholm, 24. Mai. Die englische Ge­sandtschaft in Stockholm verbreitet eine Erklärung, welche die Beschlagnahme finnischer Guthaben m Eng, land bestreitet. Man habe sich nur durch den Umstand daß deutsche Truppen in Finnland weilen, ver­anlaßt gesehen. Geldsendungen aus England nach Finn­land zu verhindern, doch wünsche die britische Regierung keine feindselige Haltung gegenüber Finnland euiöu- nehmen. _

Die Verurteilung der verhafteten Siunfeincr aufgeschoben.

Br. Genf, 25. Mai. (Eig. Drahtbericht, zb.) Dis Verurteilung der verhafteten Sinnfeiner ist lautPetit Parisien" bis zum Frieden aufgeschoben, weil die Regierung durch die Tätigkeit der Kriegsgerichte die Unruhen steigern würde. Die Verhafteten bleiben ohne Verurteilung in Einzelhaft.

Deutsches Neich.

Der Berliner Magistrat gegen einen Svstemweäffel i» .KriegsernährnngSaml.

Ki-. Berlin, 25. Mai. (Eig. Drahtbericht. zb.) Der Ber­liner Magistrat hat in sein-- gestrigen Sitzung gegen dre un Hauptausschutz des Reichstags angekündigten Anträge zur Änderung des Kriegsernährnngsamtes schwere Be­den reu erhoben. ES wird als Mst sejährüch «rg^ehyl,-