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Verlag Langgaffe 21
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„Tagblatihans" Nr. 6650-53.
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Zreitagtz 17. Mai 1918.
Der Tagesbericht vom 17. Mai.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 17. Mai. Mmtlüh.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Cm feindlicher Monitor beschoß Ostende und fügtr drr BevSlkrrmrg erhebliche Verluste zu.
Au den Kampffronten war die Feuertätigkeit nur in w-en i gen Abschnitten gesteigert. Rege Erkundungstätig, krkt hielt an. Bei Abwehr stärkerer englischer Bor. fiötz e nördlich von der Scarpe und bei Beaumont-Hamel sowie bei erfolgreichen eigenen Unternehmungen südlich von Arras machten wir Gefangene.
An den übrige« Fronten nichts von Bedeutung.
klbend-Kusgabe.
, Gestern wurden 18 feindliche Flugzeuge und 1 Fesselballon abgeschoffen. Leutnant Löwenhardt errang seinen 22., Leutnant Windisch seinen 21. Lustfieg.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.
Unsere vombengeschwaver gegen die fsindliü»en Etappen.
; ' W. T.-B. Berlin. 16. Mai. Deutsche Bombengeschwader entwickelten in der Nacht vom 15. zum 16. Mai rege Tätigkeit. Bei Dünkirchen. Calais. Poperinghe wurden MnnitionS- und Bahnanlagen mit großen Bombenmassen be^gt. An allen Stellen wurden Treffer einwandsfrei be- Auch der W-stbahnhof und die Unterkünfte in Amiens wurden von unseren Geschwadern mit gutem Erfolg angegriffen. Explosionen und Brände waren die Folge.
verlustreiche französische Unternehmungen.
W. T.-B. Berlin. 16. Mai. Auch am 15. Mar früh haben die Franzosen in der legend des Uerbaches wie- Ler angegriffen. Ihre aorgchinde Infanterie erlitt nt unserem Feuer schwere Verluste und oei.str-rckte sich in dem völlig zerrffimen und verschlammten Trichter» gelande in der Gegend der Höhe 44. In unerschütter- licher Haltung habm unsere Truppen deu Angriff ab» geschlagen. Die gestern erreichte Linie ist in unserem Besitz. Dem Feind hat seine verlustreiche Unternehmung also auch dieses. Mal keine Erfolge gebracht, wohl aber grvtze Opfer an Menschenleben gekostet.
Ein neuer Fliegerangriff ans Paris.
Genf, 16. Mai. kzb.» Die Parffer Bevölkerung fft heute nacht zweimal, um 1? 'Uhr abends und 2 Uhr mar» g-»ns, wegen Fliegergelahr nlarmrert worden. Nach einem Telegramm der Agcnce .Havas wurden mehrere Bomben über die Vororte abgcworfen.
Auch iranzösimir Dumdumgeschosse?
Auch die Franzosen macken sich neuerdings wieder des Verbreckens schuldig, daß sie die völkerrechtswidrigen Dum. dumgeschosse verwenden. So erhielten am 26. April die beut kchen Linien südlich von St. Morie-s-Py Feuer von ftanzö fischen Jnfcmteriegffchossen. deren Spitzen offenbar mit maschineller Vorrichtung abgekniffen waren. Der Typ tiefer Patronen enffpricht ganz dem schon früher von den Engländern gebrauchten Geschoß. Das englische Vorbild scheint also auch hier wieder Schule machen zu wollen.
Die Zahl der Amerikaner an der Westfront.
Berlin, 16. Mai. (zb.) Die Angaben der Entente und der Amerikaner über die Zahl dec in Frankreich befindlichen amerikanffchen Truppen ist nicht zutreffend, sondern diese Zahl rst in Wirklichkeit ganz w e sen tlich ge ringer und entspricht unseren bisherigen Berechnungen durchaus.
Wie Frankreich dre-Ekmn-Lr'thriug-r behandelt?
W.T.-B. Berlin, 16. Mai. Wie Frankreich die Elsaß Lochringer behandelt, zeigt sich an dem typischen Beispiel der folgenden eidlichen Aussage: ,.Am 4. Mobilmachuingstage meldete ich mich in Mühlheim in Baden und wurde als Landsturm ohne Waffe wieder zurückgeschickt. In meinem elterlichen Hause zu T h a n n wurde ich am 8. September mit anderen Wehrpflichtigen von den Franzosen ergriffen und gewaltsam wach Frankreich transportiert. Man sagte, wir sollten bei der Ernte helfen. In Frankreich aber hieß eg» Wir haben keine Arbeit für euch, wer kein Geld hat. muß sofort Soldat werden. Trotz heftiger Weigerung wurden wir Elsaß-Lochringer zur Musterung geführt. Ich wies darauf hin. daß ich in Deutschland bei vier Musterungen als untauglich entlassen sei. trotzdem wurde ich. wie auch sämtliche Elsaß-Lothringer, zu Soldaten gemacht. Wir kamen zur AuSbMmng nach Constantine in Nordafcika und blieben dort bis zmn März 1915- Als wir zur .Kampffront nach Frankreich sollten, erklärte ich erneut, daß ich Deuffcher sei unh rmter keinen Umständen gegen da§ Vaterland kämpfen werde. Man antwortete, daß ganz Elsaß-Lothringen von den Frau, zosen erobert sei und wir nun wieder Franzosen wären. Mr kamen nach Sathonay bei Lyon, wo wir falsche Ranne« und dementsprechende falsche Militäcpapiere und Erkennungs- marke« ri hielten. Die Vorgesetzten redeten uns nur noch mit dem falschen Namen an. Ich habe nichts unversucht gekästen, um den Kampf gegen meine Landsleute zu ver- nreiten, aber alles war vergeblich. Erst am 25. Sept. 1915 gelang eS mir. mich von meinen Landsleuten gefangen nehmen zu lasten, worauf ich wieder in die Heimat zurück- kehren konnte."
Die Italiener ,in der Wkst'rvnt.
Br. Zürich, 17. Mai. lEig. Drahtbericht, zb.) Nach 2Rd- des .Zürcher TageLanzeigers" beträgt die Stärkender
Verbä ude an '
fünf Divisionen. In Italien stehen augenblicklich nur eine englische und französische Division an der Front, während die Reserven in der Hauptsache aus Besatzungs- und Etappe- trvppen bestehen sollen.
Flirgerleutnunt Bongarb.
Man schreibt der „Frkf. Ztg.":
Nach Rittmeister b Nichthosen war Leutnant Bongartz der er. folgreichste deutsche Kampsslrcger, sein Name stand m der Liste du ersolgrcichsten Flieger noch vor ein paar Tagen an erster Stelle.
Zu derselben Zeit hatte aber Leutnant Bongartz seine Fiiegerlaus- bahn schon beendet, wenn auch etwas glücklicher, wie seine erfolg» reichsten Kameraden. Im Luftkampf hat Leutnant Bongartz ein Auge verloren und liegt zurzeit in einem Lazarett. Kunde von dem tragischen Abschluß dieses Fliegerdaseins gibt der Brief eines Fliegers aus Zoppot, kr seiner Hennatzeitrmg schreibt:
„Heute nachmittag kam ein Fokker-Dreidecker herunter, über- schlug'stch und darunter kroch »er Flieger hervor mit einem ausge» schossenen Auge, blutüberströmt. Er ging erst um seinen Apparat herum, besah ihn sich, kam dann mit herunterhängendem Auge uns entgegen, stellte sich vor: „Lcutuant Bongartz" und machte noch em- Berbeugunx. Ein »Held. Wir verbanden ihn, ich bestellte sofort ein Auto, er batte furchtbare Schmerzen, da das Geschoß in der Nase saß und er keine Luft durch die Nase bekam. Er sagte noch: Ja, ja, wir kommen alle ran. Ein Engländer hatte ihn im Lustkampf direkt vcn vorn getrosten. Sein Flugzeug war ganz zcr» schoflen und mir BlM lffpritzt. Mit dieser fürchterlichen Berwun» tung konnte er noch landen und gehen, doch nicht mehr lange. Er bekam dann eine Morphiumspritze, da lag er ganz ruhig. Sicher kommt er gut davon, wenn er auch nicht mehr fliegen kann."
Leutnant Bongartz, Ritter des Pom- le merite, hat insgesamt 36 feindliche Flieger im Lustkampf bezwungen.
Neue U-Vootserfolge im Mittelmser.
W. T.-B. Berlin, 16. Mai. (Amtlich.) Unsere Mittelmser- Unterseeboote vernichteten über
25 089 Bruttoregistertonnen
feindlichen Schiffsraums. Den Häuptanteil an diesen Erzeigen hatte das von Kapitänleutnant Marschall befehligte Unterseeboot. Die englischen beladenen Dampfer „Kutsang" (4895 Brt.) und „Comwah" (4003 Brt.) wurden aus gesicherten Geleitzügen herausgeschosson. der ganz neue, mit zwei Hilfsmotoren versehene amerikanische Viermast- stckoner „City of Pensacola" (705 Brt.) durch Sprengpatronen versenkt. Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Lin Besuch auf dem zerstörten englischen ttreuzer „vindictive".
Berlin, 15. Mai. Unser Berichterstatter schreibt uns über seinen Besuch auf dem kürzlich bei Ostende gesun- kenen englischen Kreuzer „Vindictive": Der Kreuzer „Dindictive", der an der Hafeneinfahrt von Ostende liegt, ohne den Schiffsverkehr auch nur im geringsten zu behindern oder zu beengen, bietet auf seiner Oberfläche ein solches Bild der Z e r ft ä r n n g durch Artillerie- wirktmg. wie es selbst in dreiem Kriege selten ist.^Tie Boote, die an ihn heraniahren. werden an den rissigen Rändern von Granailöchent in seiner Panzerung fest gemacht über eine zersplitterte Leiter klimint man hin auf, an Deck liegt alles durch» und übereinander: Masten. Schornsteine, Sirenen. Panzerplatten, Treppen, Taue und Trümmer aller Art. deren Herkunft und Besinn, mung nicht mehr zu erkennen ist. Auf der einen Seite sieht man noch die Überbleibsel von 2 Holzstegen, die seinerzeit beim ersten Besuch der „Vmdictive" vor Zee brügge zum Landen des Häuileins dienten, dem da mals ein schnelles, b.luiiges End? bereitet wurde. Jetzt hängen die Ansätze der Brnckenstege hilflos herab. Alles, was hier umherlieat. ist völlig zerschossen, von Volltreffern schwerer Kaliber umg-stürzt und durch zahllose Splitter siebartig durchlöchert. Zwischen all diesen Trümmern trifft man noch auf die Bluffvuren der fast restlos aulge'-ieb-inen Besatzung. Die Toten des „Vindictive", darunrw der aus dem verwüsteten Kommandostand geborgene Kapitän, erhielten ein ehren- volles Begräbnis. Die vergebliche Opferung dieser tapferen Seeleute erhöht nach den Eindruck der Ergeh nislosigkeit des Unternehmens. Selbst jeder feindlich Flieger, der sich in den größtenHöben durch unsereSverr zone wagt, müßte erkennen, daß die breite Ern fahrt des Hafens W i n c bI t ? t» cn ist. Wahrend mehrere kleinere Schiffe nebm der Dindictlve" lagen, passierten größere die Einfahrt gleichzeitig, sie können aneinander'vorbeifahren und einander ausweichen, ohne durch den an der Seite liegenden Kreuzer m ihrer
Manövrierfähigkeit beeint.'-ächtigt zn werden. Wenn
fetzt der Frieden geschloffen wurde, konnten noch heute Überseedampfer beliebiger Größe im Hafen von Ostende ein- und auSfahren. Unsere durch den zweimaligen vergeblichen übsrrnmpelunasi'ecsnch der Engländer in ihren längst vorbereiteten Ab-webcmaßnahmen vor- trefflich eingespielten H'ffenbeültztmg'.n mit den Küsten batterien, deren Feuerkraft und Wirkung die „Vindw live" beweist, werden jeden wifeten Anschlag des Fein des zu vereiteln wissen. *
Dieenyttschen Minen in schroedtschsn Gewässern
IV. T.-B. Berlin. 16. Mai. (Amtlich.) In den lebten
Jr""-Wjn IR üar schwedischen Presse veysihiMnA tch Uu-
Nr. 228. . 66. Iahrgang.
fälle durch Minen im Kattegat gemeldet, denen auch neutral« Fiicherfahrzeuge zum Opfer fielen. Die englische Admiralität teilt dazu amtlich mit, daß von englischer Seite im Kattegat und Skagerrak keine für die Handelsschiffahrt gefährlich« Minen audgelegt seien und schreibt dies den Deuffchen bei ihrer gewohnten Verachtung für die Interessen der Neutralen zu. Demgegenüber wird auf die zahlreichen schwedischen Mitteilungen hingewiesen, daß die kürzlich im Kattegat ge» fur.denen und sogar innerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer festgestellten Minen unzweifel» haft englischen Ursprungs waren. Jede weite« E» klärung der englischen Heuchelei erübrigt sich. •
Schwedische Entrüstung.
W. T.-B. Kopenhagen, 16. Mai. Zu der Angelegenheit des englischen Minenfeldes vor der schwedischen Küste schreibt „Syd SvenSka Dagbladet" (Malmö): Es mutz als empörend bezeichnet werden, daß in aller Stille das offene Meer an den Küsten der neutralen Länder mit Minen gesperrt wird. Man hat uns in keinem Falle Mitteilung gemacht, um. es, vor den Deuffchen geheim zu halten, aber man hat gleichzeitig keine Bedenken gehabt, die freie neutrale Schiffahrt der größten Gefahr auszusetzen. Mit zynischem Gleich- m u t überließ man es den Neutralen, sich selbst Kenntnis? von dem neuen Minenfelde zu schaffen, und Schweden mutzte tiefe Entdeckung mit dem Verlust von Fischdampfern und tüchtigen Fischern bezahlen.
W. T.-B. Stockholm. 15. Mai. Wie die schwedischen Blätter melden, hat da»? englische Minenfeld vor der schwedischen Westküste xesurn neues Opfer gefordert. Vor Mafftrcmd wurde gester« rachmittag ein Fischerboot in die Lust gesprengt, wobei vier Mann getötet wurden. Dre meisten führenden Zritmrgen Schwedens drücken ihre Entrüstung aus. „Svenska Dagbladek" schreibt: Die militärische und politische Offensive verläuft nebeneinander. Ter Raub des holländischen Schiffsraumes wie die angekündipte Minieruna innerhalb der neutralen schwedffchen Küstengewäfler gehen Hand in Hand mit den verschiedenartigen Versuchen, die nnrtrale Presse zu erfaßen, worüber wir in der letzte» Zeit einiges erfahren baden. Gerade in diesen Tagen soll das sogenannte Stockholms Telegranzbyran durch etwas Imponierendes ersetzt Worten Wäre die Neuschöpstmg schon glücklich vollendet, so hätten wir sie jetzt gewiß vielstimmig verkünden hören, daß di« Minierung an der Ostküste geschehen sei, um die neutrale schwedisch« Fischerei vor deutschen Übergriffen zu schützen. England legte seine Minen nicht nur in äußere Küstengewässec und trotz deS Unglücks, das sie dort unserer Fischereibevölkerung zugesügt habe», sind diese Minen nicht gesährlicher als die anderen. „Stockholms Tidningen" meint, e§ sei Wohl leicht verständlich, daß solch« Handlungen mebr als etwas anderes die Stimmung in neu- traten Ländern verbitterten. „Stockholms Dagblad" weist besonders au? die auffallenden Bemühungen der ententefreundlichen Preffe hin, den ganzen Vorgang möglichst zu bagadellisier«a. Die unaeheure Ab nahm- der englischen Einfuhr.
W. T.-B. London, 16. Mar. Bei der Elübnngung de, Bwdgetvorlast« tan Unterhaus lenkte der Präsident des Hm», dckSamts Stanley die Aufmerksamkeit arff die ungchewr« Abnahme der Einfuhr des Landes seit Kri-ogsbegimr. Dk« gesamte Einfuhr im Jahve 1917 l-etrwg nur zwei Drittel btzv Einfuhr des Jahres 1913, in diesem Jahr würde fi« schätzungsw^effe nicht mehr als die Hälfte derjenigen von 1913 betragen. Vor dem Krieg würde nieimond proplhezsK haben, daß ldaS Land bei der offenbar ganz geringen Em» schvänkung mit etwa der Hälfte Einfuhr vor dem Krieg auS» -kommen Wnne. Dies sei eure wertvolle Lehre und sollt« «ich nach dem Krieg nicht vergessen werden. Mr sollten eS rmS nicht wieder erlauben, für einen so großen Teil «uüferer wes-enLichen Bedürfnisse von fremden Hrffsguellen abhängig zu werden, eS sei eine völlige Wandlu-wg d-es <j<rn~ zen industriellen Lebens «ingetreten, ab« heute im vierten Kriegssahr sei die Gesamterzeugmig der Jndcfftrie nur ganz klein wenig niedriger als vor dom Krieg. Stanley hob die von den Mannschaften und Offizieren der Handelsflotte bewiesene Tapferkeit hervor, von welchen 12 500 sei! Kriegkbeginn das Leben verloren hätten, aber trotzdem gebe es keinen Fall, daß ein Offizier oder ein Mann nicht sichren wollte, wenn das Schiff klar sei.
Sranzösisches Auftreten gegen dle Unterzeich, nung ves deutsch-schweizerischen Wirtschaft«» slbsiommens!
\V. T.-B. Berlin. 16. Mai. Die Verhandlungen der deut- schen und schweizerischen Unterhändler über den Abschluß eines neuen Wirtschaftsabkommens hatten zu einer für beide Teile befriedigenden Lösung geführt. Die Bedingungen und die Annahme deS Vertrages waren vom schweizerischen Sun* desrat am Dienstagabend genehmigt worden, so daß bea Vertrag von den beiderseitigen Delegierten am MittwoG den 15. Mai. endgültig aufgesetzt werden konnte. ES imtt darin den ducch die französische Kohlrnofferte bereits verursachten Schwiecigkeit-n in der Weise Rechnung getragen, daß deutscherseits auf die Kohlenverwendungskontrolle so lange verzichtet wurde, als Frankreich seine Zusage auch nur anilähernd im selben Verhältnis erfüllen würde wie Deutsch- lond. Auf das plötzliche Dazwischentreten des französischen Geschäftsträgers fft in letzter Stunde daS schon genehmigte Abkommen zurückgezogen worden. Dir französische Regierung hat der Schweiz die Forderung ge. stellt, den Vcrirag nicht zu unterzeichnen, widrigenfalls das Kohlenangebot h, n f ä l l r g würde. Für diesen Fall hat der französische Gefchärtsträgec der Schweiz den WirtMWLüeg. in Aussicht osMk
