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Donnerstag» 16. Mai 1918.
Europas Grundstein.
Im deutschen Hauptquartier haben die beiden Kaiser in Gegenwart ihrer Staatsmänner den Grundstein für die künftige Politik Europas und dannt zugleich einen Maßstab für alle zukünftige Weltpolrnt aufgerichtet. Es war selbstverständlich, daß das Bündnis, das während, der vier Kriegsjahre sich so vortrefflich bewährt hat, erneuert werden mußte. Es ist aber nicht nur erneuert, es ist vertieft, versteift und ausgebaut worden. Wenn unsere Feinde darauf gerechnet haben sollten, und sie haben das wohl zuweilen getan, Österreich-Ungarn von Deutschland zu trennen, so werden sie nunmehr wissen, daß solche Erwartung genau so töricht ist wie das Rechnen mit dem innerpolitt- schen Zerfall eines oder des anderen dieser beiden Staatskörper. Es soll gewiß nicht geleugnet werden, daß sowohl Deutschland wie Osterreich-Ungarn in ihrer mne- ren Struktur mannigfache Widerstände zu überwinden haben, und auch das sei zugegeben, daß zwischen den beiden Staaten gewisse Jnteressen-Gegensätze bestehen. Dies alles aber vermag an der Grundtatsache nicht zu rütteln, daß Deutschland und Osterreich-Ungarn heute und für alle Zeit auf Tod und Leben aufeinander angewiesen und darum miteinander verbunden sind. In der Mitte Europas darf nur ein Herz schlagen; ein Ms mutz das Zentrum bilden zur Abwehr aller frevelhafte« Angriffe und zum Grundstein für jede Welt- umfassende Aufbaupolitik. So ist das Bündnis, so ist seine Erneuerung, so seine Erweiterung gedacht. Es will kein Angriffsbündnis sein, aber es will ver- hüten, daß feindlicher Wille das Zentrum Europas be- dränge. Einst nur gegen Rußlands Expaniionsdrang gewappnet, will es nunmehr, nachdem der russische Koloß gefahrlos geworden ist. nachdem aber andererseits sich gezeigt hat, welche gefährlichen Koalitionen Mitteleuropa bedrohen, gegen jede derartige Zusammen- rottnng eine undurchstoichare Mauer sein. Zugleich will es und wird es außerordentlich nützlich für die innere Konsolidierung der beiden Staaten wirken. Die Slawen Österreichs, die .wenigstens zu einem Teil immer noch gewissen Sondergelüsten frönten, werden nunmehr wissen, daß sie notgedrungen mit der Tatsache des Zusammenstehens der beiden Monarchien zu rechnen haben. Sie werden zwecklosen Kanipf aufgeben oder sie iverden eines Besseren belehrt werden. Auch die Pobenfrage wird so am ehesten auf das Geleise der ruhi- gen Entwicklung kommen. Kurz, ini Zeichen des erneuerten und verstärkten Bündnisses hat die mittel- enropäische Politik die vortrefflichsten Aussichten auf eine günstige und an Perspektiven reiche Zukunft.
Damit erübrigt sich jede Diskussion über den sogenannten zweiten Brief des Kaisers Karl, mit dessen Herauszerriinq die Entente wahrlich keinen Genie- streich begangen hat. Zur ungelegeneren Zeit konnte sic diesen vergifletenDolch nicht zücken. Mag Kaiser- Karl einst im Anfang des Jahres 1917 geschrieben haben, was er immer mochte, inzwischen haben sich die Zeiten io erheblich geändert, daß die damalige Auffassung heute keinerlei Bedeutung mehr hat. Es kommt darum gar nicht so sehr darauf an, ob die Wiener Behauptung, daß auch der zweite Brief des Kaisers Karl von der Entente gefälscht sei, restlos zutrifst. Restlos wahr rst jedenfalls der Vollzug der Bündnis- erneuerung. An solcher Gegenwart zerschellt aller- etwaiger Irrtum aus vergangenen Tagen. Der angeb- liche Kaiserbrief aber dürfte, wenn nicht alles täuscht, den Kriegshetzern i>er Entente noch manche Unbequemlichkeit bereiten, falls ihre Völker fragen sollten, warum denn eigentlich damals der Friedenswille Österreich Ungarns mit Füßen getreten worden ist.
Aeiegrammwechsel zwischen Kaiser Karl . und Kaiser Wilhelm.
W. T.-B. Wien, 15. Mai. (Meldung des k. und k. Korr. Bureaus.) Kaiser Karl richtete an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm: „In dem Augenblick, da ich aus der
Heimkehr den gesegnet:» Boden des Deutschen Reiches ver- .asse ch es mir ein wahres Herzensbedürfnis, Dir mit nochmaligem wärmsten Gruß den herzlichsten Dank für die nicht nur so gütige, sondern auch wahrhaft freundschaftliche Aufnahme anszusprechen, die ich gestern bei Dir gefunden habe H o ch l e s r i e t i g t über unsere einberständliche Aussprache rufe ich Dir von' Herzen und in treuer Freundschaft ^„Auf baldiges Wiedersehen!" zu. Karl."
Hierauf antwortete Kaiser Wilhelm mit nachstehender Depesche: ,.Bielen Dank für Dein freundliches
Telegramm. Ich freue mich herzlich, daß Du von Deinem hiestgen Besuch so befriedigt bist. Auch mir war es ein« große Freude, Dich gesehen und bei unseren eingehenden Besprechungen aufs neue unsere volle Übereinstimmung über die uns leitenden Ziele festgestellt zu haben. Ihre Verwirklichung wird unseren Reichen großen Seyen bringen. Ich hoffe, bald in der Lage zu sein, Deiner gütige« Aufforderung nachzukommen. Herzliche Grüß« Zita
'$«. In feroer Freundschaft W-i l h eilm."
Morgen-5lusgabe.
Das Ergebnis der Verhandlungen im Großen Hauptquartier.
Köln, 15. Mai. Die „Köln. Ztg." schreibt aus Berlin vom 14. d. M.: Aus Wien und Budapest liegen bereits eine Fülle von Meldungen und Presseäuherungen über -das grundsätzliche Ergebnis der Verhandlungen im Großen Hauptquartier vor. Die Pressestiwmen zeigen, welch tiefen Eindruck dieFeststellung der grundsätzlichen Einigung über -den Ausbau und die Vertiefung des Bündnisses auch im verbündeten Reich gebrach: hot, und eine Richtigstellung verschiedener falscher Angaben. So ist z. B. die Behauptung, es sei grundsätzlich beschlossen, daß das neue Bündnis in die Verfassungen der verbündeten Reiche anfgenommen würde, unzutreffend. Davon ist nicht die Rede gewesen. «Ls besteht vielmehr die Absicht, Verträge politischer, militärischer und wirtschaftlicher Natur zu schließen. Die Verträge sollen ein zusammengehöriges, zusammenhängendes Ganzes bilden und nach Möglichkeit zusammen unterzeichnet werden. Es wird also nicht etwa eine Militärtonveutiou oder ein Wirtschaftsbünduis ^besonders .abgeschlossen, sondern ein Bert vag, der einen militärischen, politischen und wirtschaftlichen Teil hat und, wie gesagi, ein Ganzes bildet. Unzutreffend ist auch -die Nachricht, daß man sich bei der Besvrechung im Großen Hauptquartier auf die fog. österreichisch-polnische Lösung geeinigt habe, oder daß die Vereinbarungen diese Lösung zur Folge hüben würden. Was die wirtschaftlichen Verhandlungen betrifft, so sollen sie so geführt werden, daß ihr Ergebnis keine wirffchaftskviege- rische Tendenz enthält, sondern eine wirtschaftliche Verständigung mit unseren Gegnern ermöglichen kann. Während, wie bereits dargelegtz die wirffchaft- lichen Verhandlungen sich, über .den Sommer hinzichen werden/sind die militärischen und politischen Richtlinien für die künftige Gestaltung des Bündnisses bereits eingehender herausgearbeitet worden. Dies 'liegt in der Natur der praktischen Erfahrungen des Kri.egs, die ja für die künftige zweckmäßige militärische Zusammenarbeit reiches Material geliefert haben, urtb in der Natur der gemachten politischen Erfahrungen, Es sei hinzu- gefügt. daß man für die bevorstehenden militärffchen Vereinbarungen den Namen Waffenbvnd gewählt hat.
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Noch einmal die Kaiserbriefe.
Br. Rotterdam, 15. Mai. (Eig Drahtbericht, zb.) Dem Nieuw- Rotterd. Courant" zufolge schreibt der Pariser Berichterstatter des „Manchester Guardian": Die Antwort von Poincare auf den ersten Brief Kaiser Karls wurde dem Prinzen Sixtus nicht schriftlich, sondern in einer Unterredung erteilt. Poincare verfaßte einen Brief an Ribot, wo'in er chm über die Unterredung berichtete. Der Berichterstatter teilt die wichtigsten Stellen daraus mit: Prinz Sirius wurde beauftragt, dem Kaiser Karl hinsichtlich dessen Erklärung über Elsaß-Lotbringen mitznteilen, daß es für uns keine elsaß-lothrirgische Frage von 1871 gibt. Was Frankreich fordert, ist das 2 o t b r i n g e n von 1814 und 1790 mit dem ßaartale, also Zurückerftattung, Wte- derberstellung und Vergütung; weiter Bürgschaften auf dem linken Rheinufer. Nach seinem Besuche in England kehrte Brinz Sixtus nach der Schweiz zurück und berichtete Kaiser Karl optimistisch über die Verhandlungen, hauptsächlich wegen der günstnigcn Aufnahme, die die Anträge in England erfahren hätten. Kaiser Karl schrieb ihm den zweiten Brief, wbrin er seine Freude äußerte, daß eine so weitgehende Übereinstimmung zwischen ihm selbsr und der französischen und englischen Regierung besiehe. Er äußerte wieder seine Überzeugung, daß, wenn nur die Verbündeten rationelle Bedingungen stellten, ec Deutschland veranlassen werde, sie arzunehmen. Aus diesem zweiten Brief des Kaisers gebt bervor, sagt der Berichterstatter des „Manchester Guardian", daß rvnonclle Bedingungen, was- di: Gebietsforderungen von Frankreich betreffe, nicht weiter gehen dürften als die Grenzen von 1871.
Oie Lage im Osten.
(Von unserer Berliner Abteilung.)
B.A Berlin, 1-. Mai. «Eig. Drahtbericht. zb.) Von einer maßgebenden Seite wird uns über die Verhältnisse tm Osten mitgetzult: Der ukrainische Staat, wie die Volks- republck von der neuen Regierung jetzt offiziell genannt wird, scheint üch mehr und mebr zu konsolidieren. Hetman S k o r o p a d s k i, der Ministerpräsident, die Minister der Finanzen, des Handels und der Volksaufklärung statteten vor einigen Tagen dem deutschen Oberkommando einen Besuch ab. der bei den deutschen Militärs einen günstigen Eindruck von den neuen Männern hinterließ. Es sind durchgängig ernste ältere Leute, nicht, wie die Mitglieder der Radaregicrung, unerfahrene, jugendliche Phantasten. M,t ihnen kann in vernünfliger Weise verhandelt werden ftnd es ist nicht, wie bisher, nötig, sich durch Versprechungen und Verzögerungen in allen wichtigen Fragen unnötig aufzu- halten. Man fühlt, daß nur ein Regime der starken Hand, wie Skoropadski es durchzufiihren entschlossen ist, die Bildung des jungen Staates fördern kann. Der Hetman hat die Absicht, sich bei allen Unternehmungen auf das Deutsche Reich zu stützen und es hat sich in diesem Zusammenhang in der Krewer Regierung eine Bewegung bemerkbar gemacht, die da? durch ein Abrücken von Österreich deutlich zum Ausdruck bringen soll. Bei der Kleinbauern-
Nr. 223. . 66. Jahrgang.
bevölkerung sinden alle Maßnahmen der Hetmau- Regierung volle Unterstützung, was sich vor allem auch dadurch erklären läßt, daß sich in den Dörfern Kosakenabteilungen zum Schutze der Regierung bilden,*um eine Art Garde- kcrps zu konstituieren. In den Schwarzmeer-Ge- bieten macht sich dagegen Opposition geltend, namentlich in Odessa.
Unsere in der Ukraine vorgeheuden Truppen haben gegen dreiGruppen vonBolschewikibanden zu kämpfen. Die erste Gruppe wich nach Süden gegen Iekaterinoslaw zurück, die zweite steht zwischen Rostow und dem Asowschen Meer, die dritte befindet sich nördlich Nowoftherkask und isr mit Kosakenabteilungen vermischt. Sie soll angeblich 20 000 Mann stark sein und erhält immer noch Zuzug. In der Krim sind die Kaiserin-Witwe, die Großfürsten Nikolai Nikolaijewitsch, Peter Nikolaijewitsch und Alexander Michaelowitsch in unsere Gewalt geraten. Sie wurden dort ans einem Gute bisher von 25 Matrosen bewacht. Man hofft, daß die Aufstellung einer Demarkationslinie zwischen den deutsch-ukrainischen Trappen und den großrussischen Abteilungen, über die zurzeit verhandelt wird, bald zustande kommt. Aus Großrußland ist uns ein Funkspruch d« , Sowsetregierung bekannt geworden, der an alle Sowjets gerichtet ist und besagt: Die Lage der Sowjetregierung ist
höchst kritisch und schwierig. >5s ist bisher nicht gelungen, Kapitalisten und Großgrundbesitzer z« enteignen. Daran ist schuld, daß die Diktatur des Proletariats zu weichlich gehandhabi wird. Es muß in Zukunft mit eiserner Strenge durchgesührt werden. Die A«ß- stellung einer Armee mit größter Disziplin ist Borß»- dingung dafür, daß alle einzelnen «owjets die Gewalt, dir ihnen das Proletariat gegeben hat, gegen das Bürgertu« bi» aufs äußerste durchführen.
ver Far und eine seiner Töchter nach Zekaterinosburg überqsführt.
Berkin. 15. Mai (zb.) Der „L.-A." meldet aus »ope»- Hagen: Nach einem Bericht der „Times" aus Petersburg sm» der Zar und eine Zarin-Tochter nach IekaterinoSburg im Aval überge'übrt worden. Die Regierung befürchtete, daß mit« den Bauern in der Umgegend von Tobolsk eine Erhebun» zugunsten des Zaren ausbrechen würde. _ Sie soll eine Verschwörung entdeckt haben, die dir Befreiung der Zarenfamilie zum Ziel hatte. Die Zarin, der ThronsosiM und die übrigen Töchter verbleiben vorläufig in Tobolsk.
vie deutsche Besetzung der Krim.
Br. Schweizer Grenze, 15. Mai. (Eig. Drahtbericht, zb.) Reuter meldet aus Moskau: Zwischen der russischen und d« deuffchen Regierung fand über die Besetzung der Krim ei« Notenwechsel statt. Im Namen der deutschen Regierung erklärte Graf Mirbach, daß Sebastopol in Abwehr eines Ar», gviffs der Schwarzmee cflolte g-uzen Cherson und Nikolaiew«! besetzt worden sei. Die deutsche Regierung sichere jedoch bt* Krimbevölkerung das Recht zu, über- ihr Schicksal selbst zu entscheiden. Tschitscherin, der Volkskommissar für auswärtige An,gelegenheit--n, erwiderte Graf Mirbach, daß die Feindseligkeiten nicht mit Wissen der russn schen Regierung, scndern durch einige von der Schwarzmee»- flotie bedrängte «Schiffe zum Ausbruch gekommen seien.
Stratzentzämpfe in Mostz«u.
W.T.-B. Petersburg, 15. Mai. (Drahtbericht. Reuter.) Ein Kamp' Zwischen den Bolschewikis und den Anarchisten begann gestern nacbr in Moskau. Sowjettruppen umzingelte,i das Gebäude der Anarchisten, darunter ihr Hauptquartier, den früheren kaufmännischen Klub, auf dem eine große schwarze Fahne mit der Auftöftüft „Anarchie" weht. Die Anarchisten lehnten die Übergabe ab '"itrb verteidigten sich mit Geschützen, Panzerwagen und Handgranaten. Ähnliche Kämpf: fanden in einer anderen Straße statt. Die sogenannten anarchistischen Föderalisten zogen nach einer halbstündigen Beschießung die weiß? Flagg« auf. Die beiderseitigen Verluste sind bisher nicht bekannt. Bei« Kreml, dem Sitz der Volkskommissare, sind viele Geschutzr- avfgestellt. Heute mittag dauert der Kampf noch an.
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Der Kriegszustand im Gouvernement Ddsfs«.
Br. Kiew, 15. Mai. (Eig. Drahtbericht, zb.) Im Einverständnis mit den österreichischen Behörden hat der Kommandant von Odessa den Kriegszustand über das gesamte Gouvernement verhängt. Lsterreichische Truppen werden auf Aufforderung di; Gouvernernentskommandanten, die Bezirkskommandanten und Stadtkommandanten voll nnter- stiitzen. In Iekaterinoslaw wurden von den österreichische« Behörden vier Zeitungen geschlossen einige Redakteure und Dumamitglieder verhaftet.
Eine Erklärung der neuen ukrainischen Negieruns.
W.T.-B. Kiew, 14. Mai. „Kiewskaja Rysl" ***- öffentlickit eine Erklärung der neuen Regierung, in der sick diese gegen die Gerüchte wendet, daß sic die Selb sitz er r sch aft wieder eingeffchrt stabe und, auf die Grundbesitzer und Kapitalisten gestützt, eine reaktionäre antiukrainische Politik treibe.
v«r Abtransport von Getreide aus der Ukraine.
Br. Kiew, 15. Mai. (Eig. Drahtbericht. zb.) „$to» SLaja Miysl" meldet: Der Aütransvovt von Äetrqike " " *
