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«r. 1VS. Freitag, S«. «»ril

Ntesvaorner Tagvlan«

M»tgrn-raus«abe. Erste« Blatt. Seit« ».

So kommt man zu einer Erhebung insgesamt von Ver­

brauchsabgaben von ungefähr 12V* Milliarden und man kommt auf eine Erdung von direkten, den Besch belastenden Steuern von ungefähr 22 Milliarden. Hier bleibt bie Spannung ungefähr dieselbe. Zwischen beiden verschrot sich nickt Wesentliches. Di« Herren Abgeordneten Dr. Paasche Md Keil haben auf die Mitwirkung der bunoesstaat­lichen Finanzminister hingewlesen. Dazu möchte ch bemerken: Ich werde ein Arsch, mit dessen Tendenz ich nicht «rnverstanden bin. hier meinerseits nicht vertreten. Andernfalls würde ich wissen, die nötigen Kon sequen z en »u ,'ehen. Graf Roedern ging nunmehr auf Einzelyeiten der Steuervorlagen em urüd bemerkte u. a. hinsichtlich der ge- planten Weinsteuer: Für die Weinsteuer war bie Stim­mung früher im Reichstag nicht günstig. Gerade in dieser Beziehung scheinen mir die Verhältnisse heute andere zu sein.

Dir haben nicht nur eine sehr starke Steigerung der Weinpreise zu verzeichnen, sondern eS haben, sich auch in den weinbautveibenden LandeSteilcn die Verhältnisse so gebessert, dass die Angelegenheit heute von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet werden kann als früher, be­züglich der Form der Steuer dachten wir zunächst an eme Gmindsteuer für jedes Fass und an eine höhere Besteuerung für Flaschenweine und auch an die Banderolesteuer. ES wurde uns dringend empfohlen, von diesem Gedanken abzugehen und statt dessen eine einheitliche buchmäßig zu kontrollierende Wertsteuer zu bekommen. NnS lag die Wertsteuer vor, die aber möglichst weit ab vom Prodnzenten erhoben wer-

^Wenn das Reich auf das Gebiet feine Hand legt, dann

ist eine einheitliche Gesetzgebung erforderlich.

Die Einzelstaaten müssen.auf Einnahmen verzichten, für die wir ihnen auf eine Reihe von Jahren Entschädigung ge­währen wollen. Die Vorlage übec eine Besteuerung auch der Kellerbestände Iaht unS die sehr große Wmn- vreissteigerung nochmals durch Steuer heranziehen. Hier haben wir eine Besitzsteuer in Form einer indirekten Steuer, die vielleicht nicht sehr uiiechebliche Betrage er­gibt. Zum Schluß ein Wort zur Mineralwasser­st euer. Auf dem Gebiete dec natürlichen und künstlichen Mineralwässer und Limonaden hat eine ganz ungeheure Preistreiberei stittgefnnden. Und so wird die S.euer naturgemäß von Vertretern der Branereibetriebe uns immer wieder und sehr mit Recht emvfohlen. K a f f e e, T e e un Kakao hätten naturgemäß nach Schluß des Krieges noch beträchtlich höhere Zölle tragen müssen. Da erschien es uns praktisch, dies« Sache schon jetzt zu erledigen, da wir doch einen ganzen Komplex dieser Fragen zu bearbeiten hatte . Dadurch ist auch für die Übergangszeit und für dee dann ab­zuschließenden Handelsverträge ein Faktum geschaffen wor- den, mit dem gerechnet werden kann. Es ist ein Teil fvaterer Reformen, denen wir die Getränkestener vorweg nehmen. Bei der Priifung in der Kommission wollen Sie bedenken, daß ti wünschenswert ist, setzt ganze Arbeit zu machen.

Aba Herold lZentr.)- Die Getränkestener soll einen ganz erheblicheii Teil der Gcsamtstener auSmachen.

Zu begrüßen ist, daß eine Staffelung für große urch kleine ' Brauereien vorgesehen ist. Die W«'n sie u e r »ist nicht mehr zu umgehen. Die Bier st euer wird deshalb auch von den mehr bierverbrauchenden Volkskreisen williger getragen werden können, weil andere Getränke ebenfalls berangezogen werden. Vorbehaltlich einer .Miauen Prüfung wird man sagen können, daß ein 20prozentiger Wertzuschlag auf Wem zu ertragen sein wird. Ren ist die .M i n e r a l w a i s e r - und Limonade st euer. Der Zwischenhandel hat hier außerordentlich viel verdient. Er kann d,e Steuer von oi/,, Pf. für das halbe und 5 Pf. für das ganze Liter wohl vertragen. Die Steuer auf Kaffee, Tee und Kakao wird von der Bevölkerung ungern gesehen. Den Hauptertrag soll das Branntweinmonopol aufbringen. Bedenk­licher als die Übernahme des Branntweins in die Monopol­verwaltung scheint mir die Schädigung vieler Betriebe, die den Spiritus zum Trinkbvanntioem verarbeiten. Ich bean­trage die Verweisung der Vorlage an eine Kommission von 24 Mitgliedern und die Verweisung des Branntweinmonopols an einen Ausschuß von 28 Mitgl-edern. (Beifall im Zentrum.)

Abg. Müller-Reichenberg (Soz.): ES muß bei dieser

Steuer besondere Rücksicht genommen werden auf die Ver­teuerung der Lebenshaltung. Diese steuern werden restlos auf die Verbraucher abgewälzt werden. Ab­gesehen vom Leitung»,oaffer ist alles erfaßt worden. Hand in Hand mit der Verteuerung des Bieres und des Brannt­weins geht auch die Verschlechterung dieser Getränke Brer scheint -S nur noch zu sein, weil es in Bierfässern aufbewahrt wird. (Heiterkeit.) _

Die Preissteigerung des Weins ist nur zu erklären durch die KriegSgewinue. Der Wein ist nicht ein Getränk der besitzenden Klassen; W-ge- ist er ein Gegenstand des täglichen Bedarfs.

Grundsätzlich find wir .licht gegen die Weinsteuer, namentlich nicht gegen die Besteuerung ser Luxusweine. Der Ausschuß muß stark differenzieren. DaS Branntweinmonopol wird nicht das letzte Reichsmonopol sein. Die Schaffuiig dieser Monopole bedeutet nichts weiter als die schlimmste Pribilegierungswirtschaft für die landwirtschaft­lichen Brennereien. (Beifall bei den Sozialdemokraten.)

A>-g Blnnck (Bpt.): Wir wollen eine, den Gesamtinter- effen entsprechende Belastung herbeifichren. Vorteile und Nachteil« des Monopols müssen genau abgewogen werden. Ein« Abwälzung der Weintteuer auf die Winzer wäre für diese ein Rum. Mit dem Übergang zur Fabrikats- stewer be, der Bi ersteuer sind wir grundsätzlich -unver- stcrden, dagegen haben wir gegen die Höhe der Belastung und gegen die Konti,igentierung Bedenken. Sw werden keinen Schutz für die kleinen, aber ein Gefcksink für tue großen Brauereien sein. Die Steuer auf alkoholpreie Ge- tränke ist am gefährlichsten und insbesondere für Limonade usw. viel zu hock. Eine ganze Reffe von Verbesserungen werde notwendig sein.

Aba. Dihul-nbur, lnatl.)- Bei dem Branntwein. Monopol mutz Rücksicht genommen wechen auf^btc: Hem« Brennereien, deren Erhaltung ,m Interesse des MttelftandeS

Wir haben schwere Bedenke» gegen eme -»Prozent,^

Weinstener; sie ist für kleine Weine unbebmgt zu hoch. Die Besteuerung der Fruchtweine toifte «W

fein. Die Mineral und Limonadensteuern begegnen ve, uns' schweren Bedenken. Bei Kaffee. Tee undKakao muffen die Zollbehörden einen Ausgleich schaffen. Sämtliche ^steuern müssen gründlich vorbereitet werden. _ . „ r

Wg. Rneficke (kons.): Die Kontinge«t"rung der soll einen SfeSgjfeich -vM« den verMedsn

kräftigen Betrieben herdeifübre«. Bei dem Wein muß die Politik dahin fiihrcn, daß bei normalen Zeiten auch wieder normale Preise eintreren. Über IN Prozent hmauS sollte man bei der Besteuerung nicht gehen.

Abg. Wurm (Unalbh. Soz.): Auch bei >di-esen Vorlagen zeigt sich wiever, dcrß die wirtschaftlich schwächste Klasse die größten Losten auferlegt bekommt. DaS Spirltusmono- pol schafft uns die höchsten Preise für Schnaps m ganz Guropa. Das ist di-e kapitalpolitische Machtausn-ühimg den Ärmsten der Armen ge-Fenüber.

Abg. Mumm (D. Frakt.): Wir werden uns der Not des Volkes 'oicht verschließen. Wir werden ^s o r g f ä l t i g p r u - sen, wie «eine gerechte V-erteiluug der Steuern möglich ist.

Damit schließt die Besprechung. Die Branntweinsteuer- Vorlage geht an «in« Kommission von 28 Mitgliedern» dl« übrigen liietränkestenern gehen an eine besondere Kommission von 28 Mitgliedern, die gestern beratenen Steuern werden dem Hauptausschuß überwiesen.

Nächste Sitzung Freitag 1 Ühr: Petitionen, Anfragen. — Schluß 7 Uhr.

Der Arbeitsplan des Reichstags.

W. T.-B. Berlin, 25. April. (Dvahtbericht.) _ Der Ältestenrat des Reichstags beriet heute den Arbeftspln, für die nächsten Tage. Man «einigte sich dahin; am rzreitog dieser Woche sollen die dem Ausschuß für Handel und Ge­werbe überwiesenen Petitionen aus die Tagesordnung gesetzt werden. Samstag, Montag und Dienstag der nächsten Woche bleiben sitzungssrei. Der Mittwoch und Donners­tag bleiben der Beratung sozialpolitischer besetze Vorbehalten. Freitag und Samstag kommt der Haushalt des R e i ch s m a r i n e a m t S zur Beratung, anschließend Mtan am Montag der folgenden Woche und den folgenden -ragen die Fragen der Übergangswirtschaft usw.

Ukraine.vorgänge im kjauptaurschutz des Reichstags.

W. T--B. Berlin. 25. April. (Drahtbericht.) Im H°uptaus- schuh wandten sich mehrere Redner gegen die vom deutschen biilitar- ebe: bescblrhaber in bet Ukraine herausgegebene Schrift -um Dienst- gebrauch für Lsfiziere, in der gcgen das Wahlrecht, den Reichstag und das Zentrum in scharfer Weise Stillung genommen wird E-> wurde beantragt, dap alle dem Mttiiärbesehlshaber in der Ukraine herausgegebenen Schriften und Dienstanweisungen deni Hauptaus­schuß rar gelegt »erden Der Vorsitzende stimmte dem Vorredner zi: Wenn die Tiensianweisungrn derartige Angriffe enthalten,

müsse gegen eine solche pelitischc Agitation im Heer ans das schä, fstc Stellung genommen werden. Der Ausschuh be- schloß, zu den für morgen angcsetzten Beratungen hierüber den Reichskanzler zu laden.

Wiesbadener Nachrichten.

— Ausstellung „Mutter und Säugling". Den eigentlichen bevölkerungspolitischen Zwecken, die die Wiesbadener Orts­gruppe des Rhein-Mciinischen Vereins für Bevokkerungspoliti! wohl im Auge hatte, als sie die Ausstellung in unserer Stadt zur Aufstellung brachte, dient vor allem die Gruppe 8, die den Geburtenrückgang behandelt. Dort wirkt die graphische Darstellung des immer geringer iverdenden Geburtenüber­schusses in Fällen, wie er sich durch die Differenz >der Ge­burtenziffern mit den Steberziffern ergibt, um so eirffring- licher, toefi daneben die gleiche Zusammenstellung für Frank­reich zeigt, daß die geringen Geburtenziffern in manchen Johren bereits vcn den Sterbeziffern übertroffen wurden und damit jeder Geburtenüberschuß geschwunden ivar. Der Geburtenrückgang ist eine Daseinsffoge der weißen Rasse. Wie eine Tafel zeigt, sind die farbigen Rassen, vor allem die gelbe, schon jetzt in der Überzahl (1139 Millionen gegen 566 Millionen Weiße), und zudem sind sie noch in schnellerer Der- mehrnng begrfffen. Im Gegensatz zu allen Kulturvölkern hat Japan, wie aus einer Zusammenstellung hervorgebt, ins >n äre letzten Fahre noch eine Geburtenzunahme. Nach über- emstlmmender Ansicht aller Urteile ist die Geburtenabnahme .bei uns eine durchaus gewollte. Neben verständlichen sozia­len Bedenken sind aber vielfach ungesunde egoistische Motive die Beweggründe. Die Statistik, welche die unzulängliche Fruchtbarkeit der Hochbegabten in Frankreich und die vermin­derte Kinder zckhl in den Familien der Hochbeyabrmi :n Holland beweist, läßt erkennen, daß gerade die tüchtigen Raffenarteile .der Völker sich gering und kümmerlich und viel­fach gar nicht fortpflanzeu und.dadurch in der Erneuerung dcö Bolkskörpers wesentliche Bestandteile auSfallen.

— Abzeichen für Verwundete. 1. Die mit Versorgung ! entlassenen Heeresangehörigen erhalten das I Abzeichen ohne besonderen Antrag, haben also kein Gesuch einzureichen. 2. Entlassene HeereSangehomge. tue rn diesem Krieg verwundet wurden, aber ohne Rente ausge­schieden sind, werden hierourch ausgefordert, ein kurzes schriftliches Gesuch um Verleihung des Abzem;ens beim zuständigen Bezicksfeldwebel einzureichen. Milirärpaprere sind dem Gesuche beizufügea. Ferner sind folgende Angaben nötig: a) Tag, Ort und Art der Verwundung d) be. Er­

krankungen, ob ärztliche Behandlung stattgefunden hat, daß die GesundheitSbeschädigung bei einem mobilen Truppenteile oder Behörde durch die besonderen Gefahren deS KriegeS- dienftes hervorgernfen oder verschlimmert ist und lediglich aus diesen, nicht aus ReklamationSgründeri die Entlassung aus dem Seere erfolgte. 3. Die Verleihung des Abzeichens wird voraussichtlich erst in einem Vierteljahr erfolgen können.

_ Verhalten bei Fliegeralarm. Die anderwärts gemach­ten Erfahrungen geben Veranlassung, wiederholt daraus hin- zuweisen, daß eS dringend geboten ist, sich bei Fliegeralarm in Sicherheit zu bringen, denn fast alle verletzten Personen wurden auf der Straße oder an den Haustüren und Fenstern der Wohnungen von Bombensplittern getroffen. EL empffeh't sich dah-r im Fall des SKarmö sofort Deckung zu suche,, und doseilbst zu verbleiben, bis die Gefahr vorüber isr. Neu­gierde, die dazu verleitet, au die Fenster zu treten, durch die Türspalten zu lugen oder gar aus dem Hause heraus aut die Straße zu gehen, bedeutet ernsteste Gefährdung von Leben und Gesundheri.

_DaS Handwert im Krieg. Die Handwerkskammer zu

Wfesbaden hat in ihrem Amtsbezirk (Regierungsbezirk Wies­baden) eine Erhebung angeftellt und sieben abgeschlossen über .die Beränderungen im Handwerk infolge deS Kriegs. Der Stichtag war der 1. Februar er. Die Erhebung hat ergeben, daß zu Beginn des Kriegs, am 1. August 1914. 27 240 Hand- weuühetmebe bestaudeu, bou denen am 1» Fstbruar 191S noch

verhör den waren 18 822 Betriebe. Während des Kriegs ei n-

gegangen ist also ungefähr ein Drittel d er Be­triebe. Von den selbständigen Handwerk m deS Bezr^ waren bi» zum 1. Februar 1918 im Krieg gefall«n1132, krieoSbefchädigt 645. Daraus ergibt sich, daß viel zu gesehen hat, i m den Wiederaufbau des Handwerks nach dem Stoeg zu fördern. '

- Wildgemüse, Spinatklee. Die Klagen über tauff- Mangel werden nunmehr allmählich geringer werden, da un das Frühjahr die Rtögliihkeit bietet, Wildgemuse zu sammeln, insbesondere den Löwenzahn, der überall wachst, errre^ Salat von hervorragender Güte gibt und auch, wie Sprna rubereitet, sebr wohIsclMeckend ist. Außerdem se, aus den Spinatklee, die Luzerne, hingewiesen, die ,m Westen und Süden bereits im vollen, jungen Grün steht und «ucy im Osten sich zu entwickeln beginnt. Die grünen Teile der jungen Pflanzen können ganz als Spinat verwandt weroeii, lei den älteren verwendet mm, lsterzu die Blatter und iünaeren Triebe. Zu der Schmackhaftigkeit des Spinatklees kommt sein hoher Nährwert. Er besitzt 5,6 Prozent Eiweiß regenüber 8,7. Prozent des Spinats, 0,8 Prozent Fett gegen­über 0,5 Prozent ,m Spinat und 6,2 Prozent sogenannte

' stickstoffreie Extraktstoffe gegen 8,6 Prozent ,m Spinat.

— Ein patriotischer Landwirt. Bei einer Bank zahlte kürzlich ein Landwirt eine größere Summe ein, bfe et m einer bestimmten Form anlegen wollte. MS ihm statt dessen geraten wurde, den Betrag als Kriegsanleihe zu zeichnen, und er daraus aufmerksam gemacht wurde, daß, abgesehen von dec patriotischen Tat, hierdurch allein schon ein jährlicher Z'-nsvor- teil von 50 M. erzielt würde, erwrdert-e er geringschätzig: l'Sa-.- sind 50 Mark — vier Pfund Butter! Sprach'S und leistete cm> das Eieschäft in Kriegsanleihe Verzicht.

- Kriegsautzeichnunaen. Ofsizier-Stellvertreter Jakob Göbler wurde init dem Eisernen Kreuz 1. Klasse auMze'chnet. 7- -> Eiserne Kreuz 2 Klasse eibieltcn: Unterosffti-r Gustav M ° r t i n. Schwiege,sahn de? Schreinermeisters Karl Bcrghauser Hier, Muske­tier Karl Chart, Sobn der Witwe Ehard, Unwrossl,irr Hans Willeke, Sohn des Rentners Joh. Willeke, Wehrmann Robert Weber, Dragoner Emi' Bergbef, Sohn des Tapezierer- meister» 'Karl Bcrghof hier, Kranlentrager Franz Io chum. der Kroftsahrer HanS (nicht Franz) B erger. " D°, hesslSu Sanilütskreuz wurde den. Krankenträger Alfred H eu ser. Soy., des Magistratssekretärs Ludw. Heuser, und d,e osterreichrsche Tapfer keitsmedaille dem Leutnant und Kompanicsuhrer Karl biun- z i n g e r verliebe»

I — Personal-Nachrichten. Ter Schüler Erich Abicht hur eihielt das Verdicnslkreuz für Kr.egchilse,

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Israelitischer Gottesdienst. Israelitische K UI t u s g e - me in de. Svnapoge: Michelsberg. Gottesdien,t W der Haupt- stznagogc: Freitag: abends 7 Uhr, Sabbat: morgens 9 Uhr, nach- mittag« 3 Uhr. Ansgang V.30 Uhr. Wochentage: morgens 7%. Uhr, abends 7 Uhr. Sie Gemerndebibliothet ist geöffnet: D.-nstagnach-

mittags von 4 bis 5 Uhr. _

Alt . Israetlt1 cke KulruStzemernde. Synagoge. Friedrichstroßc 33 Freitag- abends 7)4 Uhr, Sabbat: morgens b/i Uhr Predigt 10 Udr. nachmittags 4% Uhr, abends 9*/ 5 Uhr. Wochentage: morgend 7 Uhr, nachmittags 6)4 Uhr, abends 9)4 Uhr. Montag, morgens 6% Uhr.

Tal mnt-T Hora» Verein (E. V.) Wiesbaden^

Kl. Sck.'walbacher Slratze 10. Sabbat-Eingang 8 Uhr, morgenö 8.30 Uhr, Minchu 6 Udr, Ausgang 9.30 Uhr. Wochentags: morgens 7 Uhr, Mincha und Schiur 8,30 Uhr, Maarrf 9.30 Uhr.

Kus Provinz und Nachbarschaft.

Wiesbaden «der Frankfurt?

br. Höchst a. M.. 24, April. Die hiesigen HandelSkrerse nahmen in einer gut besuchten Versammlung zu der in Aussicht genommenen Umgestaltung der Hanoelekammcrbezirke und der damit rm- Zu­sammenhang sieheuden Angliederung von Höchst an Sranksur. Stellung. Nach längerer Aussprache, an der sich vor allem drc WleL- badener Handel!,kammc,Mitglieder Syndikus Dr. Otto und nlb. Sturm beteiligten, wurde emsttmmig eine Entschlietzuirg ange- „onunen. in der die wettere Zugehörigkeit der «Stadt Höchst zum Kammerbezirk Wiesbaden dringend gewünscht wird, zumal auch d,e steuerliche Lcisiunpssähigkeit und Entwickelung der Wiesbadener Piandelslammer die Gewähr dafür bietet, daß auch in Zukunft die wirtschastlichen Jmeresseit des Kreises Höchst durch diese Kämmer die erfcrdcrl.chc Vertretung finden werden. Gegm di- von arwereo Seite gewünschte Lc-Iösung des Kreises Höchst von Wiesbaden wurde schärfster Einspruch erhoben. Scharfe Krltit Übte die Ver­sammlung an den uiizulangltchen Berkehrsverhältmssrn auf dem neu erbauten, aber gänzlich „verbauten" Bahnhof.

ht Frankfurt a. M., 24. April. Durch die Krtminalpolizei wurde n: der Wohnung des 26j°hrigen Kellners Albert Sturz, Große Gallussirab- 3, ein große- Spielernest auLge- hoben Als die Beamten in die Wohnung emdrangen, fand«, sie nicht wcnioer als 25 Personen vor,' die in nachmitternächtlicher Stunde „tempelten". Tie Umsätze bewegten sich in erheblicher Hohe. Einsätze von 100 M waren leine Seltenbeiten. Mehrere Personen, darunter einige sabnenslüchtige Soldaten und langgesnchte Ber- dr-chcr, winken fest(kencmmen, die übrigen Spieler nach Feststellmrg ihrer Personalien sreigelasscn. — Hier wurden die drei Diebe ver­haftet die vor einer Wache bei einem Einbruch in das Mahersche Warenhaus zu Friedberg für 20 000 M. Seidenstosse erbmtei hatte». Die Diebe wollen die Waren in Darmstadt verkauft haben.

bt. Wetzlar, 25 April. Die Buderusschen Eisenwerke spendeten .für die Ludendrrss-Spcnde 106 000 M.

Gerichtssaal-

v ,r Zwei Licbespärchen aus Frankfurt, ein Deserteur namen»

Schüller, der Händler Anton Koch, die Büglerin Magdalena Grob uud die Arbeiterin Else Bauer, unternahmen tm März d. I. eme Reise roch Wiesbaden in der ausgesprochenen Absicht, Lodeudiebstählc zu verülcu Sie legierten sich in einem Hotel als Mann und Frau unter falschen Nanien ein und machten sich gleich an die «rtwt. Zusammen betraten sic Läden der verschiedensten Branchen, ließen sich Waren verlegen, kauften sedoch nichts, sondern die „Damen praktizierten in ticr Fällen Blusen, Untertaillen und Hute yinter dem Rücken der Vcrkäuserrnncn in ihren Muss und verschwände-!.

Das Schosscngcrichl tcrurteiite Koch sowie die wegen La dendn ed- stahl bereits rrrbcstraste Bauer zu je zwei Monaten, ine Groh zu sechs Wochen Gefängnis. . „ c . Ä . _

wc . Wie eir. Rabe ««ft»hlen hat d,e Stopferm Katharma D. im Palasi-Hctel, wo sie etwa drei Jahre hindurch beschäftigt war.

Die Dnlstähle kamen ans Tageslicht durch die Anzeige einer Fra», daß chrem im Feld« stehenden Manni von der Mutter d« D., der Witwe Drrothea B.. zwei Handtücher geschrckt worden seien um Um eingewebten Namen des Palast-Hotels. Daraufhin wurde «ne • Durchsuchung der Wohnung der B. vorgenommcn und es fand stch dabei Leinen im Schätzungswerte von 800 M. vor. Das Schosse« gericht verurteilte die D. zu zwei Monat«, ihre Mutter «egka Hehlerei zu tm Mn Gejangms.