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Z.b.L°Ius«°b-^^Udr „^bkchnedenen Tagen und Piatzen wird leine Gewahr übernommen.

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Zreitag 19 . slprU 1918 ,

Kbend-klusgabe.

Nr. 182 . . 66 . Jahrgang.

Die Zurückweisung der starken seine- «scheu Gegenangriffe.

Fortschritte in der SüdnKraine.

zzz, 1.-8, Großes Hauptquartier. 19. April. (Amtlich.)

Westlicher Kriegs,chanplay.

Auf dem flandrischen Trichterfeld entspannen s,ch mehrfach kleine Gefechte unserer ErklCndungsabte,. lungen mit belgischen nnd englischen Posten. Starke An- griffe, die der Feind von Norden und Nordwesten her gegen Wptschaete führte, wurden abgewresen. Schon bei seiner Bereitstellung erlitt der Feind rn unserem Vernichtungsfeuer s ch w e r st e B r r l u st e Be. « »»l l e u l und La Basfee starke K a m p f t a t. g t e r t der Artillerien. Nordwestlich von B e 1 h u n e st.rß unsere Infanterie gegen die feindlichen Linien nördlich vom La Baffee- Kaual vor und eroberte einige Geschütze. Be, Festnbect und Givenchh wurde wechfelvoll gekämpft.

Wir machten mehr als 600 Gefangene.

Der seit einigen Tagen an der A v r e gesteigerten Feuer- tStigkeit folgten gestern ticfgcgliederte f r a n z o s l , ch!e An­griffe gegen M o r i s e l u n d M o r r u .l. Auf beiden Avreufern durch den Senecawald und ö» beiden Seiten der Straße Ailly-Moreuil stürmten dichte Angritss- wellen mehrfach vergeblich an. 3“

Kampf wurde der Feind unter blutigen Berlusten z u r ü ck g e w o r f e n. Starkes Artilleriefeuer hielt m diesem Kampfabschnitt auch während der Nacht an.

Oste».

Ukraine.

In T-nrien haben wir Tschaplinka und M-lr. topol besetzt.

Mazedonische Front.

StotztruppSunternehmungcn im Cerna-

bogen brachten einige Italiener als Gefangene ein.

Der Erste Generalguartieemrister: Ludendorff.

Die Räumung de; ypernbogen;.

Die G r ö fe e und Bedeutung eines t oft i j tf) e n Erfolges spricht sich darin aus. daß^ seine Wirkungen nicht auf den- 8 rtlich beschränkten Teil des Gefeä,ts. feldes begrenzt bleiben, sondern sich wert h i n bemerk- bar machen und . die ge'amte Kriegslage beemtlussen. Man kann geradezu sagen, daß die Reichweite dieser taktischen und strategischen Ausstrahlungen den besten Mg h st a b für die Größe des Erfolges abgeben, ^re Kunst der Führung besteht darin, berm.Angriff den -ntsä)eidendcn Punkt herauszuflnden, wo cm Erfolg von bestimmendem Einfluß aus 5rte untere Entwicklung der gesamten Kriegslage sem muß. so hat stch der in den letzten Tagen von den deutschen Truppen bei Pa r l l e u . erstrittene Erfolg sehr bald w e i t e r g e v f l a n z t nnd ist schon auf der ganzen Ypernfront in die Erscheinung flptrptcit

Nach ihrer Niederlage bei Meieren und Bailleul haben die Engländer zwar auf den wel.er nördlich gelegenen Höhenketten erneut Stellung genom­men um° den Widerstand fortzusetzen. Es ist auch an­zunehmen. daß sie dorthin wieder^frffcke Kraste heran- geführt haben die ihrem Widerstand neues Blut zuge- traaen haben. Aber die wrneren Kämpfe mutzten tote- de/unter ungünstigen Verhältnissen erfolgen, da d,e deutschen Truppen arzck, geqeii diese neuen Stellungen wieder einen umfassenden Angriff aus Süden und aus Osten ansetzen konnten. Es war deshalb zwettelhaft, ob ste sich dort lange Zeit mit Erfolg halten konnten war das aber nicht der Fall konnte das Vorgehen der Deut- schon in nördlicher Richtung ans dre -^auer nickst hindert werden, so gelangten die Deutschen ^mählich in die Gegend westlich von Yvern und drohten die ganzen Verteidiger des weit nach Osten vorspringendm Ypern- bogens im Rücken zu fassen und ^osilbven rückwärtigen Verbindungen abzuschneiden. Um ßch dieier Gefahr zu entziehen, hat sich die englisch Heeresleitung zur Räumung der am weitesten nach Osten ^ vorgeschobenen Stellungen entschlossen und hot auf der ganzen Front des Ypernbogens den Ruckzug ange­treten. scharf verfolgt von den -ruppen der 4. deutschen Armee des Generals Srrt von Armin, die bis zum Steenbach voraedrungen und und nch "i den rstestd der Orte Zonnebeke, Langemark und Poelkapelle aeietzt haben. Damit haben die Engländer bereits einen Teil des Geländes cnffaegeb-'n. das ste in der vonahri- gen Flandernschlacht in mehrmonatigen Kämpfen unter außerordentlich hohen blutigen Verlusten er­kämpft hatten. Der Rückzug ist die unmittelbare Folge der von den deutschen Truppen werter südlich bei Bai Ile ul und Wptschaete erstrittenen Waffen- erfolge gewesen. Er beruht nicht auf einem freien Entschluß der englischen Führung. uw eite® «ne

neue operative Grundlage zu schaffen 'andern ist ledig. lich aus der durch die d e u t s ch e n W a f s e n berberge führten Zwangslage entstanden, um NÄ der drohenden Vernichtung zu entziehen. (kkiii

gewinn, der den Deutschen damit zugtzfallen ist- kommt aber eine viel größere Bedeutung zu. als dies sonst unter gewöhnlichen Verhältnissen ber ernem Raum­gewinn der Fall ist. denn die, Engländer verfugen über kein unbegrenztes Hinterland, m das ste sich nach Belieben zurückziehen können, sondern ste stno im Norden und Westen durch das Meer erngescrirankt, stehen auf einem engbegrenzten Brückenkopf, wo sie jeden Schritt Bodens hartnackig verteidigen müssen, wenn sie nicht ihre kontinentale Stellung gänz­lich aufgcben wollen. ^ ir , .

Mit dem weiteren Vordringen der deutschen Grup­pen über Poelkapelle in westlicher Rickstnng wird aber auch die ganze Flandernfront bis zur Meere-kuste h n- auf in empfindlicher Weise bedroht, denn dw vorwärts- dringenden deiitschen Truppen gelangen vollkommen tn die Flanke dieses Abschnittes. Um dreier Gefayr zu be- gec-nen. haben die Engländer zunächst aus der Gegend B l ankartseeZ mit starken = Kräften emett Gegenstoß ansgeführt, durch den da-> wertere deutsäre Vorgehen zeitweise aufgehalten wurde. Dringen die deutschen Truppen über Poelkavelle nach Sudwesten weiter vor, so gelanaen sie von Norden her 'n den Rucken von Ypern und bedrohen damit alle feindlichen Siel- lunoen, die noch südlich von Mern liegen. Das sind zu­nächst diejenigen Verteidigungsstellungen, m die die Engländer und Franzosen unter dem Drucke der Armee v Quast eit« der Gegend von Meteren und Bailleul zu- riickgeanngen sind. Man erkennt daraus deutlich, wie die einzelnen, auf verschiedenen Kampfplätzen stattfin- denden Gefechte innerlich Zusammenhängen und sich gegenseiffg beeinflussen. Sie und ans deml e lb en großzügigen, wert voraus schauenden Opera- t i o n s p l o n e anfgebant nnd 'egen ernen erneuten Be. weis für die Überlegenheit deutscher F ü b r u n g s k u n st ab. Bwondn-s beme^enswert ist es ferner, daß bei den Kämvfen um Bmlleul und Meteren auch französische Tn.PPen arffaetreten sind. Der Generalissimus, General Fach, ist also durch i ie Niederlage der Engländer bereits gezwungen gewesen. Teile der französischen Reserven airch nach diesem ent- sernten Kriegsickfaiivlatz zu enttenffen. wodurch eine weitere Zersplitterung seiner Kräfte herbergesuhrt wird.

Die sckrwsrbedrohte enqlttche Ppernstefluna.

Br Basel, 19. April. sEig. Drahtbericht, zb ) Der Pariser Vertreter der „Stampa" 'ck,reibt: Die n e u e

SÄlachtinFlandern scheint enttchreden auf dem Höhepunkt angelangt zu sein. Der Frontvorstoß von Ypern wird durch zunehmenden Druck be- droht Der rechte deutsche Flügel sucht, die Eng- länder und Belgier zwisckfen Ypern und dem Meere zum R ü ck z i, g z u z w i n q e n. Ter Eisenbahn- knotenpunkt von H a z e b r o u ck wird von der englischen HeereSleitt'ng als ebenio wichtig wie Amicn s angesehen Sein Verlust würde dem Gegner den Weg na'ch Dünkirchen eröffnen. Die Alliierten riisten zum äußersten Widerstand rn der Gegend von Ave ni.

Br. Basel, 19. Avril. (Eig. Drahtbericht zb.) Der Zürch. Tagesanz." meldet: Die H ap t st u tz p u n k t e der englischen Verteidigung von Ypern stnd i n d e n t s ch e n H ä n d e n. Die deutsthen Vortruppen sind gestern den Knotenpunkten H a z e b r ou cknnd Meteren auf 5 bis 10 Kilometer noheqeruckt. Diese Drte steben damit unmittelbar tnr Bereiche der Äldartillerie. Die Svltze des deutschen Keils ?agt beute bereits,25 Kilometer tief m die englische Ypernstellung hinein.

Vte Eisenbahn ksazebrovek-poperinghe unter deutschem Feuer.

WT . B Amsterdam. 18. April. Der militärische Mit- i rtvfirite’r des Blattes ..Tijo" schreibt- Dadurch, datz der sehr n-cktiae Eisenbahnknotenpunkt Hazebrouck jetzt bereits unter dem deutscken Artillerieseuer liegt, wird der Ei,enbahnver- tebr nach Poperinghe unmöglich gemacht. Jnfolgedeßen mutz die ganze Front nördlich von ?lpern jetzt ihren ZuMg, an Merffchen und Material auf der einen Eisenbahnlinie Dünkirchen-Beurne erhalten.

Die flandrischen Riesenfriedhöfe de»

entzliscben Heeres.

w T B Be.lin. 18. April. Zonnebeke, Passchendaele. Poelkcc 'lle und Langemark sind wieder ,n deutschem Be,,tz. Auf de' g a n z e n Welt gibt es keinen Flecken Erde, um

fn'tiiel »lut ge'lossen ist, wie um diese vier flandri­scher. Dörfer, die m Wirklichkeit nur noch Schutthaufen und Sinnen auf der Karte stnd. In die Hundert tauten de neben die e n a l i s ch 2 n V e r l u st e »n der Flandernschlacht. 0)1™,a nur dort, wo in «lsendem Trommelfeuer das

letzte Leben erstorben und die letzte Waffe verschüttet oder »erschollen war. der Brite schrittweise vorwärtskommen, «o fiel Lanqemark. so Poelkapelle. Zonnebeke und Passchendaere in Erglands Hand. Es waren bitrerheiße Kampfe, denen jedoch die Entscheidung versagt blieb. Jetzt ist auch der letzte Schimmer eines englisckwn Erfolges in der u'tai- dernschlacht mit der Wiedeceinnahme von Poelkapelle. Zonne­beke. Passckendaele und Langemark für die Engländer aus­gelöscht. Die Namen bezeichnen lediglich die Riesenkirchhofe der Blüte des englischen HoereS.

Ein norwegisches Urteil über die ernste Lage der Ullilerten.

W.T.-B. Christiania, 18. April. „Morgenbladet" schreibt über d" Kriegslage: Durch die Eroberung von Bailleul und der Höben von Wytschaete machten die Deutschen einen wichtigen Schritt vorwärts. Sie beherrschen den niatzten Teil des vorliegenden Geländes in wertem Umkreise, ver ollem den Kemmelberg. der schwer zu halten fern wird. Sollte es den Deutschen gelingen, sich durch das Defflee. an testen Eingang sie stehen, hindurchzakämpfen. ,o liegen ihnen alle Möglichkeiten offen und die Alliierten wurdeir rn eine außerordentlich schwierige Lage geraten. Das würde die allerernstesren Folgen haben und zu einer wirklichen Katastrophe führen können. Besonders ernst ist es. datz die Engländer allein nicht imstande sind, der deutschen Offensive Widerstand zu leisten, und dre Fran° rosen bereits feit längerer Zeit dre Hauptlast des Kampfes haben übernehmen müsten. Die Engländer ver­mochten also nicht, ihren Teil des Vertrages zu erfüllen und waren genötigt, bei Amiens wie irr-Flandern Hilfe be, den Franzosen zu suchen Bedeutende Teile des Fochsthen Manövrierheeres mutzten bereits an verschiedenen Stellen ttraesetzt werden., um die Löcher in der britischen Front aus- ?ufüllen. Damit ist die S ch l a g k r a f t der Alliierten-Arm« natürlich bedeutend verringert worden. Die neuen deutschen Fortschritte werden den General Fach zwingen, weitere Reserven einzusetzen. Zu große Dinge stehen auf der Rordfront auf dem Spiele, als datz er damit zögern konnte. Hiermit ist die Grundlage für die 9 -nrze Jdee des Feldzugs- vlanes der Alliierten verrückt worden. Ihre Aussichten, sieg­reich aus dem diesjährigen Kamvfe hervorzugehen, geschweige tenn den endgültigen Sieg in diesem Jahre zu erringen, sind vernichtet. Alles, was sie erhoffen können, ist. dre Deutschen «ufzubalten und zu warten, waS Amerika ,m ochsten Jahre tun kann.

klebende «rttib spanischer MiNtärbritiker an dem Zusammenbruch des britNcben Widerstands.

Br. Basel, 19. April. (Eiq. Drahtberickit. zb.) Die Neuen Zürch. Nachr." meiden von besonderer Seite aus Barcelona: Die spanischen Militärmitarberter ver- öffentlichen von der französischen Zensur unbehindert durchaelassene P a r i s e r T e l e a r a m m e., die den Zu- sammenbruch des englischen Widerstandes emer atzl.-den Kritik unterziehen und von britischer Selb st über- Hebung und Selbstüberschätzung sprechen.

vas zerstörte VaMeuI,

W. 1.-8. Berlin» 18. April. Nachdem in der Nacht vom 15. zum 16. April die geschickt angelegten dreifachen Barrikaden mit den zchlreichen englisck^n Mafchinenge- wehrnestern am Stadtrand von Bailleul zufammengefchosten waren, wurde in ftischem Drausgehen am Nachmittag des ,6. April das nördlicb der Stadt gelegene Astle des AlieneS aestürmt. Die Engländer verließen nunmehr in eiliger Flucht die Stadt in nordwestlicher Richtung. Dabei erüittsn ne im deutschen Verfolgungsfeuer schwerste Verluste. Am Anschluß an die Fertnahme des genannten Ashls ttwr auf eigenen Entschluß auch die Nachbartruppe angetreten und bcttte Bailleul umzingelt. Es konnte zunächst ledoch nur schwach besetzt werden, da der Feind schwerstes Artilleriefeuer auf das Inner« der unglücklichen Stadt richtete. An den Stratzeneingängen und in den Barrikaden lagen Haufen eng- lsicher Leichen; die Stadt bot ^n trostloses Bild. Die meisteri Häuser und Kirchen sind in Trümmer geschossen. Der Ort aeU durch die zwecklose Beschießung der Engländer völli­ger Vernichtung entgegen. Er teilt das Schicksal von Armem ttereS St. Quentin und vielen anderen ernstmals bluLendeu Städten und Dörfern, die der fliehende Engländer. die E ,n- wohner der größten Not preisgebend, rücksichts­los zerstört und einäschert.

Die Zerstörung Laonö.

\V T -8. Berlin. 18, April. Die von den Franzosen nrm schon sett Wochen fortgesetzte heftige Beschießung des Stadt- iimerrl neu Laon hielt auch am 17. Apr.l an. Dre Zer,torun- gen in der Stadt durch französische Granaten gewinnen immer größeren Umfang

Die flnalt der englischen Uüstenbevolkerung vor der deutschen veschietzung.

Br. Basel. 19. April. (Eig. Dcahtbericht. zb.) Wie ^ckwei^er Blätter aus London erfahren, hat das Nmstch' cneifen^der deuisckMi Offensive, namentlich auf der britisc^n Nord- und Flande«front, unter der englischen Kuitenbevolke- ! große Beunruhigung hervorgerufen. D,e K^stenbe-

wohner Englands befürchten, datz die Deutschen sehr bald mtt ihren großkalibrigen FerngesHützen dw englische Lüste Maßen toettäk r