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12 Ausgaben.

geatntft

T«,»l«tii,»u»" Sfr. 8S50-4S.

Bo» , Uhr morgen» di» 7 Uhr »den»», «»her Sonnt«,».

13 , 12 . April 1918 .

Günstiger weiterer Verlauf der neuen großen Schlacht.

Die Unfrtgen in den Vorstädten von Krmentidre»!

Der Kbendberichl vom 17. Llpril.

W.T.-B. Berlin, 11. April, abends. (Amtlich. Drahtbericht.f

Dir Schlacht bei Armentieres nimmt weiterhin einen g na- st i, e o B e rl ° n f. Wir stn» in die B.rstadte mm Armen, tieres eingedruugen. . ..

Südlich von Estaire» vmrde die Lawe an e,a,s«n Stelle« überschritten. ___

Die militärische Lage.

(Aon unserer Berliner Abteilung.)

L. Berlin, 11. April. (Eig. Drahtbericht, zb.) Wieder hat ein deutscher Vorstotz an einer neuen Stelle ernge- setzt. Nachdem am 5. April nördlich des Hauptgebr^tes i*r Oise-Sommeschlacht ein Angriff von außer- ordentlicher Stärke erfolgt war. der dann m den nächsten Tagen weiter ausgebaut wurde, setzte die Oberste .Heeresleitung am 9. noch weiter nördlich m der Gegend von Warneton zu einem neuen schlag an. Way- rend man es früher nur mit Engländern und Fran­zosen zu tun hatte, sind, jetzt auch die Portuareien m Mitleidenschaft gezogen. An der Anqrrsisstelle stellten portugiesische Truppen das Zentrum dar und waren rechts und links von Engländern flankiert. Das Zen- trum wurde eingedrückt, die ersten Linien über» rannt, und der Erfolg wurde vor allen: durch die her- vorragende Tat des Leutnants Driebing. der an >em Überschreiten der Lys den größten Anteil hat, aufs

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Morgen-Kusgabe.

weiteste ausgenutzt. Schon bei dem ersten Vorstoß über Ham-Nesle-Peronne war General F o ch genöttgt, von seiner R e s e r v e a r m e e bedeutende Teile ernzusetzen. Die weiteren Kämpfe schwächten sein Heer erneut. Die deutschen Erfolge bei La Baisse zwangen ferner zur Ver- ivendung feindlicher Reserven, und bei den inngsten Kämpfen wird der R e st der b e r ü h m t e n R e s e r v e- i r mee sein Ende finden, denn schon ist General Foch a «nötigt, im Norden Divisionen in den Kampf zu wer- fen. die bereits an der Somme Verwendung gefun- den haben. Die R i ch t u n g des Vormarschs der die englische Front außerordentlich scywer bedroht, laßt langsam die Absichten der Obersten Heeresleitung klar erkennen. Die Militärkritiker unserer Gegner waren vielfach der Ansicht, daß ttotz der Schwere der Kampfe die eigentliche Absicht der Deutschen, den Durchbruch zu mzwingen, .wahrscheinlich an einer ganz anderen Welle liege. Mehr und mehr zeigt sich iber. daß der Kriegsplan, der diesen Operationen zugrunde liegt, Zug für Zug die klare Absicht verfolgt, vor allem das englische Heer außer Gerecht zu setzen. Man vermied das ist wieder eine vollkommen neue Takttk im Gegensatz zu den früheren schweren Kämpfen - die großen, befestigten Mätze Arras. Lens und Armentidres zu berennen. Wenn man dre Karte an- siebt wird man bemerken, daß diese militärisch ausge- bauten Städte mit ihren betonierten Kellern und mit aller modernen Kunst angelegten Befestigungen aufge- spart wurden: znm Angriff wurden die lchwachen Stel- len des Feindes herausqesucht und diese Taktik machte sich vor allem in den geringen V er lu st en, die w i r bei den Operationen erlitten haben, geltend. Dre Wirkungen des lebten Vorstoßes bei Warneton werden nicht auf sich warten lassen, denn mit der Überschreitung der Lys tritt eine B ed ro h un g des Vvernb o gens ein. Das Vordringen weiter südlich aber bedroht die starken Kräfte, die zwischen dem La Dassäe-Kaaal und der So m m ->. besonders bei A r r a s. stehen. Die nach- sten Tage werden imfere Feinde vor scsi were Ent- schlösse stellen, denn jeder weitere Fortschritt erschwert die R ü ck z n g s Möglichkeiten, Snt Hubert haben sich die Engländer nordöstlich und ludweitlrch Albert auf harte Kämpfe eingelassen, man kann sagen, verbissen, und werden von unseren Truvpen feitgehalten. Bei St Waast-Estaires sind wir im V o r d r i n g e n begris- fen imd der jüngste Stoß in der Richtung B ailleul bedroht das gesamte, gut ausgebaute, wichtige, nördliche Kampf- und Etappengebiet der Engländer.

Ein französisches Zugeständnis.

Br. Been, 11. April. (Eig. Drahtberichi. zb.) Ans Gens wird gemeldet: Eine sehr besorgte HavaSnote gibt die

außerordentliche Wucht de? deutschen VorstoxeS Mischen dem La-Basste-Kanal und A r m e n- tieres zu. ES handelt sich offenkundig um einen Ver,uch, die französischen Reserven zu zersplittern. Den deutschen Erfolg ArmenttrceS habe der dickte Nebel begunsttgt.

Englische Besorgnisse.

Br. Ha»«, 1t. April (Eig. Drahtbevicht. zb.) Die .Basler «eldet aus dem Haag: Von der frauzosischyl

Front wird gemeldet: Der Feind hält fortwährend Abschnitte unserer Front unter schwerem Geschützfeuer, O- ist sehr wohl möglich, daß dir Deutschen einen neuen Versuch machen, unsere Verteidigungsstelle in der Rahe AmienS zu umzingeln, um gleichzeitig einen Durchbruch bei Arras zu bewerkstelligen. Falls sie sudlichder Somme Erfolg hätten, würden unsere Stellungen von Aloerr ms znm Ancretal unhaltbar werden.

Die Bilanz der ersten Phase der Schlacht 2 im westen in französischer Beleuchtung.

DasJournal des Debets" vom 4. April schreibt un­ter der Überschrift:Die Bilanz der erstem Phase":D:e

Vorteile, welche die Deutschen errungen haben, sind unbe­streitbar. Sie haben glatt die fünfte englische Armee ge­schlagen. deren Führung dem General G o u g h entzogen worden ist. Der Rückzug der 5. Armee hat tat ta 3. Armee zur Folge gehabt. Dieser Rückzug hat sich n ich t ohne fühlbare Verluste an Menschen und Materr.rl vollzogen. Der Feind ist in geringer Entfernung von AmienS.. wcdurch der Bahnhof dieser Stadt und der von Lonitzlu-oau, im SäLdosten, s-ehr exponiert rft, und «wodurch Etz er- dem der Verkehr auf der Linie Pams-Amiens-Wonlogne ;n Frage ^stellt wird. Endlich, und dieser Erfolg u b e r t r i f s t vielleicht alle anderen, hat der Feind die Franzosen ge- Münzen, ihren Verbündeten zu Hilfe zu eilen und einem TeilderFrontim einer Ausdehnung von m ehr als 60 Kilometer zu übernehme». GS ist verständlich daß die Divisionen, die bestimmt sind, «ruf einer solchen Aus­dehnung die Linien zu halten, für eine Manövrier- tät,gleit verloren gehen, und fomit zur Sicherheit des Fsindes beitragen. Anstatt manövrieren zu können, haben wir Stellungsabschnitte übernehmen müssen. . Das ist zwei­felsohne ein Erfolg für den Feind.

Die Zerstörung Laons und Lhaunqs durch

sinnloses französisches Bombardement.

V/. T.-B. Berlin, 10. April. Laon liegt weiterhin unter dem französischen Feuer. Seit dem 0. April, 10 Uhr vor­mittags, fielen 196 Schutz aus fchweren Kalibern m die .Stadt. Zahlreiche Mänrer, Frauen und Kinder waren das Opfer der französischen Granaten. Auch di« Stadt C ha u n y wurde an demselben Tage von den Franzosen mit schürften Geschossen unter Feuer genommen. Militärischen Schaden fügte diese Selbstverstümmelung der Franzosen den Deutschen nicht zu.

Die amerikauischeu Verstärkungen an der Westfront!

Br. Rotterdam, 11. April. (Eig. Drahtbericht, zb.) Reuters Vertreter bei der englischen Armee m r^anr- reich meldet, daß die amerikani'.chen Verstärkungen m der britischen Zone eingetroffen seren. re Anwesen­heit in der Gefechtslinie werde sich b a l d b e m erkbar machen.

In Parts ist man Wiederautzerordentlich zufrieden".

W T -B. Paris, 10. April. (Meldung der Agence Havas.) In den Wandelgängen der Kammer riefen die französischen und englischen Heeresberichte am Nachmittag einen günstigen Eindruck hervor. Painlevä äußerte sich, er sei außer­ordentlich zufrieden über die ausgezeichneten Um- ! stände, unter denen unsere Heerführer Fach, Petmn und Favelle harmonisch zusammengeacbritet hatte». In der Be­sprechung der deutschen Offensive bei Armentieres betonte Painleve die prächtige Haltung der englischen und portugiesischen Tw.'.ppen. Wenn diese auch an mnem Punkte durch die Heftigkeit der Beschießung und des feindlichen An­griffes zum Wanken gebracht werden konnten, so seien sie dock keinen Augenblick in Unordnung geraten. Pamlcve sieht in den letzten deutschen Unternehmungen nur eine Ope- rattcn mit begrenztem Ziel oder einfach erne Vor­beugungsmahregel. Denn der Feind habe sich über die Aussichtslosigkeit seiner großen Planes!) Reckenschast geben können. Die Deputierten unterhielten sich ftrrwr auch über den Beschluß des Ausschußes für aus­wärtige Angelegenheiten, die Regierung über den Ezernin- Zwischenfall wnzuhöveu. Ihre überernsttmmende Auf­fassung ist, daß die oftiziellen Mitteilungen genügend klar acwesrii seien, so daß man ohne Ungeduld den neuerlichen Erklärungen ClemenceauS und PichonS cntgegensehen könne.

Ein Trinkfpruch des Kaisers an Ludendorfs.

Berlin, 11. April. Wie der Kriegsberichterstatter des Lokalanzeigers" Karl Rosner meldet, machte der Kaiser bei seiner vorgestrigen Fahrt im Gelände auch beim General Lndendorft Halt, um ihm feine GeburtStagSwünsche zu uber- brrngen. Bei der kurzen Tafel laß Ludendorff zur Reckten HindenburgS und zur Linken des Kaisers. Der Kaiser überreichte denr GeburtStogÄind feine Statuette in Eisenguß und zwei blumengeschmückte Flaschen auseÄesen- sten Kiedriöhers. Während der Tafel erhob sich der Kaiser, um Ludendorff fernen Dank für die reichen Dienste auszu- sprechen, die er dem Vaterland in dieser schweren Zett leiztete.

Er fuhr fort: .

Im Osten sind die Dinge geordnet e§ bleibt uns allein der Kampf im Westen noch auszuttagen. Hier haben Sw nun beute zu einem neuen Hammerschlag ausgchoft, dm, fv Gotbroill, iu sernen Fvlgm mtt einer zener Streiche mei-ben

Nr. 169 . .

wird, die uns zu unferen starken Friedenszielen ftihren neiden. Auch Sie, lieber General, haben den schweren Schn.erz, der an ^beinahe keinem Deutschen tn der Heimat un<- sin Felde vorübergegangen ist. erleiden müssen. Auch^ Ihnen hat der Krieg Angeihörige geraubt. Zwei lieb« Söhne haben Sie auf dem Sch^chtfeld verloren. Wir wollen an Ihrem Ehrentag auch dieser beiden Söhne gedenken mchr aber im Schmerz bei Ihnen weÄen. Wir wollen daran glau­ben, daß da? Glück des freien, starken Daseins, das wir ur.S jetzt erkämpfen, für jedes Leid dieses Kampfes auch feinen vollen Trost bereit haben wird, und wir wollen uns des neuen herrlichen Erfolgs unserer Waffen freuen. Mein lieber General, ich hebe mein Glas und lehre eS aus Ihr Wrhl!"

Der Kaiser kommandierte selbst die drei HurraS auf General Ludendorff.

Auch ber efilänMfäjc Landesrat für engsten Anschluß an Deutschland.

Br. Berlin, 11. April. (Eig. Drahtbericht, zb.) Wie dasB. T." hört, hat nunrnchr auch der cstlandttche Landesrat in R e v a l beschlossen, in Berlin die A n e r- k e n n u n ß des e st l ä n d i s ch e n St aatswe s e » s zu erbitten und gleichzeitig den engen polrtrschen und wirtschaftlichen Anschluß an das Deuffche Reich anzn- streben. ___

Kaiser Karl weist Tlemenceaus Lugen mit Entrüstung zurück.

Ein Wiener Telegramm an Kaiser Wilhelm.

W T-E Wien, 11. April. Käser Karl richtete heute an den deuffchen Kaiser folgendes Telegramm: «Der ftanzöfifch« Ministerpräsident, in die Enge getrieben, sucht dem L ugen- netz, in das er sich selbst verstrickt hat, zu entrrnner^ indem er immer mehr und mehr Unwahrheit«» anhäuft und sich nicht scheut, nunmehr auch dm völlig fal^« und unwahre Behaupttrng aufzustellen, baß 'ch 'rgendweich« oereckte Rückerwerbungsansprüche Frankreichs auf Elsaß- Lothringen anerkannt habe. Ich weise diese Behauptung Entrüstung zurück. In dem Augenblick, in welchem di« ösierreickiich-ungarischen Kanonen gemein]am mtt öe» dcntsckkn an der Westfront donnern, bedarf es wohl kaum eines Beweises dafür, daß ich für Deine Provinzen genau io kämpfe und auch ferner zu kämpfen bereit bin. aU gälte es, meine eigenen Länder zu vetteidigen. Od- wuhl ich es angesichts dieses sprechenden Beweises der völliger Gemeinschaft in den Zielen, für welche wir smt nunmehr fast vier Jahren den Krieg fortfühcen, kür iiberslusfig halte, auch nur ein Wort über die erlogene Behauptung ClemenceauS ^ verlieren, liegt mic doch daran. Dich bei dieser Gelegerchett erneut der v o l l st ä n d i g e n Solidarität zu versichern ' ,pie zwischen Dir und mir, zwischen Deinem uns meinen Reichen besteht. Keine Intrige, keine Versuche, von wem immer sie ausgehen mögen, werden unsere treue Waffen, brüderschaft gefährden. Gemeinsam werden w,c den ehrenvollen Frieden erzwingen."

Tlemenceaus dlplomalistkie Nlemm«.

Bi Gens. 11 April. (Eig. Drnhtbericht. zb.s Clemencea» erbat und eibielt von den Kammeraueschüsien für die äußeren An- gelegenbeiten und für das Heer Aufschub für seine «Lr- k'aruuaen bis zuu, 17. April. Als Ursache des Aufschubs gllt di» Notwentigleii einer neuen Besprechung mt Lloyd George, weil Clemenceau darauf hält, seine nächste Erwiderung an Czernin in dolle,n Einvernehmen mit der Krone und Regierung Grißbritaiiniens abzugeben. Hierzu bemerkt derTemps": Oster- reichs Hiuterbältixkeit eurheb, uns jeder werteren Rua- ficht Tie Enrente befindet sich heute in e'.nerKrregslage, du- alle diplomatischen Bedenken in den Hintergrund drängt. __

Der Zriedensvertrag mit Rumänien.

(Bon unserer Berliner Abteilung.)

I,. Berlin, 11. April. (Eig. Drckhtberüht. zb.) Es ist mo'.> fach in der deutschen Presse die Ansicht vertreten wovden,^ M ob der Friedensvevtray mit Rumänien für Ö ste-r reich - u n c a r n Qutzerovdentlich große Vorteile ftte-te, wäh- rend die Interessen Deutschlands nicht in genügendem Maße ge-wchrt worden seien. Demgegenüber sei >beto^nt, daß dieser Vorwurf, wie wir von zuständiger Stelle 'hören, ganz, lich unbegründet ist. Im Gegeut-eA ist man der Ansicht, daß der Friedensvertrag nach seiner Veröffentlichung in den wettesten Krei'sen Deutschlands außerordentliche Wesitedi. g u n g bervorrusen werden wird. Der Abschluß ides Friedens selbst wird sich noch etwas verzögern, da in wirtschaft­lichen Fragen noch Klarheit geschaffen werden muß, man ata unter ollen Umständen mit Rumänien diesmal zu einem Ver- wag kommen will, der jede zweideutige AuÄsanmq. wie dies svüher geschehen ist. a u S s chl, e ß t. . In die ü y na - stiscke Frage des Landes uns einzumischen, haben wr, keinerlei Veranlassung, und auch keinen Grund, den König vor dem Odium des Fmedeusfchlufses zu schichem Im übrigen ch die Meldung. T a ke I o n e s c " und Bra trän u tatei 1 das Land verlassen und sich nach Frankreich begcbeu, chtzch, Horde PMÄor hatten tzch »aktz