Crffe a. Donnerstag. 28. MSrz IBIS. _
#um äußersten und weichen nur einer drei- bis sechsfachen Übermacht. Trotz der anfänglichen Ersehe. die -der Feind erringen konnte, glauben wir nicht, daß er gewinnen kann. Die Deutschen versuchen, di« Engländer durch ihr« Übermacht zu erdrücken, immer neue Massen wälzen sich heran. Bemerkenswert ist di« schnell« Vorwärtsbewegung der deutschen schwer«» Geschütze. Englische Flieger bestätigen, daß di« deutschen Haubitzen sich mit großer Geschwindigkeit fortbewegen. Lange Auge von Motorwagen bringen die Munition an die neue Stellung heran. Die Geschütze eröffnen daS Feuer aus offenem Feld. Die Batterien drängen sich bis auf eine Meile an unsere Stellungen heran. Safort hinter dem ouftnarschierenden Heer kommen Pionierabteilungen mit Arbeitermaffen, di« die Straßen, Eisenbahnen und Brücken wiederherstellen und neue Schuppen für Flugzeuge erbauen. In der Luft ist der Angriff überaus scharf. Große Formationen von Gothas versuchen nachts. die englischen Verbindungsstraßen zu zerstören unter Benutzung neuer schwerer Bomben.
Aterrelchisch-ungarischer Tagesbericht.
W. T.-B. Wien, 27. März. (Drahtbericht.) Amtlich verlautet vom 27. März, mittags: An der italienischen Front keine besonderen Ereignisse. Unsere Verbündeten errangen in Frankreich weitere große Erfolge. Der Chef des GeneralstabS.
Deutsches Reich.
Ualserltche Zürsorge für die entlassenen UriegsgefanqcN'n.
Sr. Genf, 27. März. lEig. Drahtbericht, zb.) Folgende kaiserliche KabinettSorder vom 25. Februar 1818 an den Kriegsminister und Militärinspekteur der freiwilligen Krankenpflege wird jetzt bekanntgegeben: „Der Friedensschluß mit der ukrainischen Volksrepublik, dem die Siege des deutschen Schwertes weitere Friedensschlüsse folgen lassen werden, wird zahlreichen deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen die lang ersehnte Freiheit wiedersckenken. Es ist mein besonderer Wunsch, daß Volk und Heer. Behörden und Organe der freien Liebestatigkeii zusammenwirken, um unseren jetzt oder später aus Feindesland zu nickkehrenden LandSlenten nach schweren opferreichen Lagen einen warmen Empfang und pflegliche Fürsorge in der Heimat zuteil werden za lassen. Alk- Grundstock für die Aufwendungen, die dazu erforderlich sein weiden, laise ich Ihnen 250 080 M. zu gemeinsamer Verwendung zugehen. Den heimkchrenden Gefangenen ersuche ich. beim Empfang meinen kaiserlichen Will- kommenSgruß in geeigneter Form zum Ausdruck zu bringen." — ES sind Schritte eingeleitet worden zu einer größeren Sammlung von Geldmitteln und nützlichen Gebrauchsgegenständen. Jedem au» der Gefangenschaft zuruck- kehreiiüen Deutschen sollen Liebesgaben überreicht werden.
Die tapferen Hessen.
W. T.-B» Darmstadt, 27. März. (Drahtbericht.) De .Darmft. Ztg." veröffentlicht folgenden Telegrammwechsrl zwischen dem Kaiser und dem Grotzherzog von Hessen:
Großherzog von Hessen, Königliche Hoheit, Darmstadt. Auf dem Gefechtsfeld wurde mir gemeldet, daß die Truppen der 2b. Division in diesen Tagen wiederum Vortrefflicher geleistet und zu dem schönen Erfolg hervorragend bei getragen haben. Ich freue mich. Dir dies Mitteilen zu können. Mit vielen Grüßen
Wilhelm.
Seiner Majestät dem deutschen Kaiser, Großes Hauptquartier. Ich bin Dir von ganzem Herzen dankbar für keine.Worte, und stolz, daß meine Dbifion Anteil haben durfte an den gewaltigen Erfolgen, die unsere unvergleichlichen Heere unter Deiner Führung soeben errungen haben. Ich weiß, mit welcher Begeisterung eS meine Hessen vernehmen werden, wenn ich ihnen diese lobende Anerkennung alsbald mitteül«. Unsere allertreueften Wünsche sind mit Dir und unseren Waffen. E r n st Ludwig.
W. T.-B. Darmstadt, 27. März. (Drahtbericht.) Der Großherzog hat an die großheczoglich l>essische Division folgendes Telegramm gerichtet: 2 5. Infanterie-Division. Soeben telegraphiert S. M. der Kaiser, daß di« Division
(42. Forlsehune-) Nachdruck verboten.
Oie Ziegerin.
Original-Roman von HanS Becker f (Wiesbaden).
Einige Minuten herrschte Totenstille im Zimmer, bann sagte Baumeister: „Paul — du bist fertig mit Essen. Geh in die Bibliothek, tdfj komme gleich nach."
Als dieser mit verwundertem Gesicht herausgegangen war und sich auch der Diener, der mit dem Nachtisch eingetreten, entfernt hatte, wendete sich Baumeister an Lasarew: „Verzeihen Sie mir, daß ich mir erlaubt habe, Paul herauszuschicken." Mit einer tzandbewegung, als ob er diese Entschuldigung als nichtig befunden, fuhr er schnell fort: „Dock, ich habe für Wichtigeres, viel Schwereres um Verzeihung zu bitten. Vielleicht habe ich zu eigenmächtig gehandelt. Mollen Sie mich anhören?"
Lasarew deutete auf den Stubl neben sich, ferne Frau fragte erregt: „Mein Gott, was ist denn? Sie tun so geheimnisvoll. Was ist geschehen? Spreckxn Sie schnell, ich vergehe vor Angst."
Sofronow sagte nur' „Aha!" er dachte nicht anders, als daß die schöne Frau in die Sache hineingemischt sei. Er hatte gesehen, wie Sofie blaß geworden, wie sie schwankte, als sie hinausging. Er wünschte sich im stillen Glück, daß sein damaliger Sturm auf ihr Herz so glimpflich abaelaufen wae. Wer weiß, welche Untiefen in dem schönen Weibe steckten.
Dann besann er sich, daß er als Oberhaupt der Faniilie doch auch ein Dort mehr sagen mußte und fügte seinem Ausruf hinzu: .Sprechen Sie, Karl Karlowitsch, wir sind gespannt."
In seinen Briefen, auch nachher, als Frau Lasarew« angekommen war. hatte Banm.-ister nur von der Er- krankung Temas berichtet, nichts davon erwähnt, daß diese mit den Vorgängen im Dorfe, mit dem Tode der
_ Wiesbadener Taglrlatt. _
wiederum hervorragende Taten vollbracht bat in der großen Schlacht, über deren Verlaus wir alle dankbar und stolz sind und in atemloser Spannung folgen. Gott sei weiter mit Euch. Ernst Ludwig.
Die Niederlage der Unabhängigen in Niedcr-Barnim W. T.-B. Berlin» 23. März. Bei der heutigen Stichwahl rm Reichstagswuhlkreise Nieder-Barnim erhielt W, s s e l (Soz.) 25 232, Dr. Breit scheid (Unabh. Soz.) 252 Stimmen. 398 Stimmen waren ungültig. Wittel ist somit gewählt. (Die Unabhängigen hatten, da die Stichwahl für sie dvcb aussichtslos war, von vornherein Wahlenthal, t u n g empfohlen.)
Wiesbadener Nachrichten.
— Die Osterferien der Schulen nehmen heute ihren Anfang. Die höheren Schulen wurden am Dienstag schon geschlossen, weil der von dem Kaiser anläßlich der Siege über die Engländer befohlen« schulfreie Tag auf den gestrige:, Mittwoch verlegt wunde, wodurch di« Ferien um einen Tig verlängert worden sind. Die Volks- und Mittelschulen hatte» den freien Tag am Dienstag; sie wurden gestern geschlossen. Der Unterricht beginnt wieder allgemein am Denstag, den 9. A p r i l. Damit fällt diesmal der Beginn des neuen Schuljahres zusammen.
— Die städtischen Verkaufsstellen für Urlauber und Kranke, Bütingenstraße 4, sind Karfreitag und an de» beiden Oster feiert a gen wie an Sonntagen vormittags von 1 / 2,2 bis , Uhr geöffnet.
— Zur 8. Kriegsanleihe. Der vorliegenden Ausgabe un- seres Matte? ist ein Prospekt über die von -der Nassau- ischen Landesbank und Lebensversicherung s- a n st a l t eingeführte KriegSanleih e-V ersicherung heigefügt. Um jedermann eine passende Gelegenheit zur Benützung dies-er für -das Vaterland und den Zeichner gleich günstigen Einrichtung zu bieten, sind diesmal drei Versicherungs- Möglichkeiten vorgesehen worden: mit Anzahlung, ohne Anzahlung und PrämienvorauSzahlung. Alles Nähere in dieser Beziehung ist auS dem Prrspekt zu ersehen. Da die Kriegs- anleihe-Dersicherung, wie sie von unserem einheimischen Institut geboten wird, mit der Erfüllung der vaterländischen Pslichi di« Fürsorge für das eigene Wohl und das der Familie in der besten Weise verbindet, kann der Abschluß einer derartigen Versicherung bei der Nassauischen LandeSban! nur empfohlen werden.
— Die städtische Feuerwehr war vorgestern außerordentlich stark in Anspruch genommen. Morgens in aller Frühe schon wurde sie zu einem Waldbrand nach dem Neroberz gerufen. Kinder -hatten dort dürres Laub angezündet, und -die Flammen hatten auf den Wald übergegriffen. Die Unterdrückung des Brandes gelang ohne Schwierigkeiten. Der an- gcrichtete Schaden ist unbedeutend. — Abends 8 Uhr wurde .die Feuerwehr nach der Herrnmühlgasse gerufen, wo es einen Kaminbrand zu löschen gab. kurz darauf zu einem kleinen Schadenfeuer in der NikcckaSstraße und zum Schluß gegen ,0 Uhr wieder zu einem Kaminbrand nach der Bülow- straß«.
vorverkchle Aber Kunst. üortvBg« und verwandt«».
- • Wiesbadener Künstler auswärts. Der B'olinvittnose Pro. sessor Gustav M a e u , e r , bei verdient« Leiter und Besitzer einer Musikschule in Wien, hat gclegeitttich seiner letzten beiden Schüler- konzerte wieder starke Anerkennung bei Presse und Publikum gesunden Um einem dringenden Bedürfnis abzuhelsen, sah sich Professor Dlaenrer sogar veranlaßt, jetzt eine zweit« staatlich kon- ztssioniiit- Getan«»- und Musikschule zu crössnen. Unter seine» Lehrkräften bcsintct sich übrigens als Klavierlchrerm die Schwester Theodor Leschctizkve, Frau Pepina Demel-Leschetizkh.
Aus dem Landkreis Wiesbaden.
— Bierstadl. ?7. März. In der Sitzung der Gemeinde- vertretur-g NU'dc einen, Gesuch des hiesigen Eewerbevercins um Bewilligung einer Zuschusils von 770 M. für das Jahr 1918 stottxegcben. Als Prüfer der Gemcindercchnung für das Rechnungsjahr 1917 wurden gewählt Gärtnereibesitzer Hirsch und Landwirt Muth. Tie an, 27 Februar im Distrikt Ramchen abgehaltene Hol-verstkigerung wurde genehmigt. Ein Gesuch der hiesigen Lehrer um BewiLlgung von Ortszulagen wurde vertagt bis nach Friedci-c-schluß Zum Schluß wurde beschlossen, daß sich die Gemeinde an der fc. Kriegsanleihe mit 30 000 M. beteiligt. — Herr
Studenten in Verbindung stand. Es war nicht leicht, den Eltern davon zu sprechen. Er kannte rhren Stolz; sie würden ihm kaum glauben.
Sie hatten wohl auch die heutigen Worte Temas kaum ernst genommen. Wie früher ichon einmal, als diese noch jünger war rind cieweint und geklagt hatte, daß man die Bauern mit Soldaten zur Ruhe gebracht, so viele dabei erschossen worden waren-
Das Kind war sensitiv — damit schien die Sache abgetan.
Daß ihre Tochter tiefer fühlte, es bis zum Verkehr mit einem dieser verabscheuten Menschen gekommen war, hätten sie nie für möglich gehalten. So weit konnte sich eine Angehörige ihrer Familie, die zum höchsten Adel des Landes zählte, nicht vergessen.
Noch eins erschwerte Baumeister sein Geständnis: Er wollte Sofie schützen, auf sie durfte nichts zurück- fallen. Der Gedanke, daß sie etwas versäumt, nicht acht ans Tenia gestabt, durfte nicht aiitkommen.
Nur langsam kam er mit seinem Vortrag vorwärts. Jedes Wort, das er anssvrechen wollte, mußte vorder bedacht werden. Wie sollt? er ?8 „erbeimlichen, daß Sofie um alles aewußt und doch geschwiegen hatte?
Aber er führte es durch -- er nahin alles auf sich.
Nur sich stellte er in den Vordergrund, ihn träte alle Schuld. Er batte gealgilbt, daß mit dem Tode jenes Menschen alles vorüber iei — deshalb habe er nicht früher gesprochen.
„Leider habe ich mich aetankcht — Tema hat noch nicht vergessen, ich seb? setzt, welch große Verantwortung ich ans mich nahm."
Lasarew reichte Baumeister die Hand „Sie haben es gut gemeint, wollten tmS Kummer und Soraen er- sparen. Hoffen wir. daß eS noch nicht zu spät ist. daS Mädel auf den rechten M-a zu führen." Er wendete sich an feine Frau und an feinen Schwiegervater: „Was denkt ihr?"
Morgen-AuSaabe. Grfics Blatt. Nr. 147.
Kaufmann Sigmund Abraham erwarb das Ecke Langgasse« Rothaussttuße gelegene Geschäftshaus de» Herrn Datttermelslers WiN-elin Sticstl znm Preise von 45 000 M. — Die Cramer- schen Eiben vrrlanstcn das einstöckige Wohnhaus mit Scheune und Stallung Ecke Friedrichstraße - Langgasse an Frau Wuw» Schreiner zum Preise von 7750 M.
Rus prov'nz und Nachbarschaft.
Hessische Landtagswahlen.
W. T.-B Butzbach ,Hessen,, 27, März, (Drahtbericht.) Die gestrige Crfatwahl zur zweiten hessischen Kammer ha, sorgendes Ergebnis: Biirgernicistcr Diehl-Hochweisel (Bauernbund, 1059
Slinimcn, Rechrsaiiioal« Dr, Scbrvber.Friedberg (Zentrum, 506 Stimmen, Dr. Bcgr (na: -tib. - 527 Stimmen, Dr. Strecker
(Bolksp.) 31" Stimmen, Bruno Wiuich, Maschinenmeister lSoz.), 325 Srrmmc» Danach findet Stichwahl statt zwischen Bürger- meister Diehl und Dr. Schröder.
XV T.-B. lüiiindcrg (Hessrnt, 27. März. (Drahtbericht., Bet der heutigen Ersatzwahl zur zweitsu hessischen Kammer, die ttn Zeichen des BurgsriedenS statlsand, wurde Professor Dr. Werner (Lbristl.-Soz.) geivahlt.
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= Limburg. 26 März, Dem Bischof der Diözese Limburg wurde dar Eiserne Kreuz 2. Klasse am weiß-schwarzcn Bande verliehe». _
Handelsteil.
Berliner Börse.
$ Berlin, '27. März (Eig Drahtbericht.) Im Zusammenhang mit der. anhaltenden Erfolgen im Westen blieb die Stimmung an der Bfirse weiter sehr zuversichtlich, doch war das Geschäft der bevorstehenden Feiertage wegen nicht besonders lebhaft und nur auf einigen Marktgebieten kam cs zu regeren Umsätzen. Dies gilt besonders für ScbifTahrls- und I'etroleumaktien. von denen namentlich letztem ihrer- Kursstand wesentlich verbessern konnten. Intel esse l-estand auch fiir Kolonial- und Kali werte, sonst waren die Kursvr-iänderui’gen auk dem Montan- und Röstungsmarkt sowie auf dem Markt für chemische Werts gering, aber öl erwiegend nach oben gerichtet. Deutsche Kaliaktien erholten sich von dem gestrigen Rückgang ganz wesentlich. Am Rentenmaikt hat sich nichts von Bedeutung ereignet.
Banken uni Geldmarkt.
= Zeichnungen svr 8. Kriegsanleihe. Zur 8. Kriegsanleihe zeichneten • die Chemische Fabrik „E1 e c t r o“, G. d. b. W.. Biebrich a. Rh.. 200 OOO M. (seither 500 000 M ), Herr Direktor Engen Ganz, Wiesbaden, von der Chemischen Fabrik „Electro“ ICO 000 M. (seither 250 000 M.).
Weinbau und Weinhandel.
m. Büdesheim a. Rh., 26. März. In dem benachbarten Elbingen wurden in der Weinbergsversteigerung der Frau Johanna Hebauf für die Rute Weinbergsland der Lage Sardgruh 20 M.. am Kirchenpfad 48 M., in der oberen Bein 22 50 M„ im Rück 4^ M, im Mückenberg 23.50 und 30.50 M., im Srhorrhen 15 M. erlöst Zum Ausgebot gelangten etwa 4C0 Ruten.
Marktberichte.
W. T.-B Berliner Produktenmarkt Berlin, 27. März. IDrebtberirhU Das Bestreben. Lieferungskonlrakte für Gemüse abzuschlicßen, ist noch immer sehr stark und es kommen auch täglich Verträge zustande. Tn Gemüsesämc- leien macht sich in der letzten Zeit etwas Angebot bemerkbar, so daß der dringendste Bedarf gedeckt sein dürfte. Seradeila war nach wie vor stark begehrt, aber nur im Tauschhandel gegen andere Waren zu haben. Die Tendenz füi Rotklee zur Saat bleibt schwach. Im Rauhfutterge- sel.äft ist keine Veränderung eingetreten. Wegen des Mangels an Stroh wird vielfach Hiilsenlrushtstroh und Pnckstroh gekauft
DU rilorgen-Auiigab« umfaßt 6 Seiten
HauvkichriNIeiter: B. Hegethdttz
VfrantWortTidi Hit bntt<d)r Solit-f: A. pegertzorft: für ButlanMpglittt: Dr phil. *t. St II cm; für «eil Ui'trrttal itna*iril: B » V a u e u « o ctüf Kottiditr.. au« tBirtboboi und tun »amt-arijfjirtrn 3 B. H Diefenbach; r ® ndjte-aa! fj. I ieftiibadi; für e#ari ime Uufttoüti: 3 8 ® 8 o «adfi, i Becmixdie« und den ütrirftaften 2 Sobadrr; >ü> brti icaiib(l«irii iS Etz' für die Anzeigen und Reklamen- H. Dnrnauf: fümiiich in tUlkdbaden Stuft und Lena, der L Lchell.nderg'ichen Hof-Buckdruderei in lUte«MMfc
Sprechstunde der SchrifUeimn,- f» fei* I Ufer
Baumeister wollte sich erheb?» — es k.rm wohl zu einem Familienrat.
„Bleiben Sie, Karl Karlowitsch. vielleicht nützt un§ Ihr Rat. Ich dachte an eine Pensioll. wo Lenia unter gleichaltrigen Gefährtinnen ist. das wird sie auf andere Gedanken bringen."
Aber Frai» Lasarewa war dagegen: „Mein Gott,
meine armen Nerven! Ich habe mich doch nicht viel um sie kümmern können, nun ^oll sie ganz unter fremde Menschen. Sie ist doch schon siebzehn, wird doch per- nünftic werden. Vlelleicht ist es das beste, ich geh' init ihr auf Reisen."
Sofranow 'sagte nichts. Baumeister batte ihn im Verdacht, daß er während keiner Erzäblnna ab und zu eingenickt sei. Wenigstens hatte er bemerkt, daß er die Augen geschlossen hielt.
Lasarew stand auf: „Wir müssen uns die Sacke
überlegen." Wieder sah er nuf seinen Schwiegervater und fragte: „Papa, was meinst du?"
Sofranow mußte nun doch etwas tagen: „Schnell verheiraten — dann wird sie vernünftig werden."
„Dein Rak ist nicht schlecht. Wie aelaot wie »cf-W, wir müssen überlegen. Ich gehe in den Klub. Gehst du mit?"
„Ich bin müde imd will früh ins Bett. Morgen wird sich schon etwas finden. A propos — da fällt mir etwas anderes ein. Schickt Lenia dock eine Zritlang fort, nach Berlin, zu Tante Olga. Dort siebt sie neues Leben, kommt auf "andere Gedanken. Walodja macht mit seiner Frau alles mit. Olga ist noch lebt lebenslustig. Paßt auf. daS wird der Lenia gut tun."
„Al:ch das wäre nicht schlecht. DaS meinst dlt. Natalie? Du kannst dich heute nicht entschließen? Also dann bis morgen." _ — _ — — —
Mit schwerem Herzen war Sofie mit Tenia gegangen.
Eortsrtzrulg folgt) ^
