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12 Ausgaben.

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SIn»ei-en.«rei» Nie »ie Heile: 25 Big iär irr!liebe 2n»eigen; 36 Big für »udwartige «n»e,,enl örtlicheR.»»men^25-> «I für »uiwärrrae «'«omen - Beiwiederdolttr« änderrer Anneiaen in kurzen ipoirchenraumen entiprechender Nachlaß - «nzeioen-ftunahme ^a, die Bbend-Aogaabe bi» li Udr Niinagdt iüt die Morgen-Auggndt bi» 3 Uor nachniitiag» — F ür bi» Suinadme »on «iizeigen an »orgeschrtcbenen Tagen und Plagfri wird keine Kemadr übernommen.

Oer doppelte Druck.

Der Staatsminister Dr. Friedberg hat vor seinen Wählern in Solingen sehr nachdrücklich darauf hlnge» wissen, daß die Verweigerer des Wahlrechts, wie dre preußische Regierungsvorlage es wünscht, einen schlveren Stand haben dürsten gegenüber dem doppelten Druck, dem der Krone von oben und dem des Volks von unten. Mit Recht hält Herr Dc. Friedberg solä>en Widerstand für ein aussichtsloses Spiel. Er, der es doch inunerhin wissen muß, hat affen heraus gesagt, daß die Krone entschlossen ist, alle verfassungsmäßigen Mittel bis zur Erschöpfung anzuwenden, um die Em- lösung ihres Wortes, mit dem iie das gleiche und all­gemeine Wahlrecht für Preuß-n verheißen hat, zu er- zielen. Er hat damit zugleich die Auslegung, die der Krone zumutet, sie möge sich mit der Einbringung der Vorlage beruhigen und für freigesprochen halten, als ein „dialektisches Kunststückchen" ziirückgewiesen.

Herr Dr. Friedberg hat kein Hehl daraus gemacht, daß er früher einem Pluralwahlrecht nicht ganz abge­neigt getvesen sei. Aber mit großer Bestimmtheit bat er bekannt, daß, als dann die Botschaft vom 11. Juli in die Lande ging, er sich sofort darüber klar war, wie aussichtslos von nun an die Einbringung eines Plural- Wahlrechtsvorschlags sein müßte und wie stltsam es vor allen Dingen wäre, wenn ein? Partei, die sich als liberal bezeichnet, in ihren Forderungen nach Bürgerrechten hinter den Zugeständnissen der Krone zurückbleiben würde.

Nachdem der Vizepräsident des vrenßischen Staats­ministeriums darauf hingewiesen hatte, daß es nicht richtig sei. so wie .Herr Dr. L o h m a n n das getan hat, das preußische Volk für politisch unreif zu halten und dabei solche „Unreife" besonders auf die unbemittelten Volksklassen sozusagen praktisch anzuwenben, hat er sehr ernst über die Folgen gesprochen, hie eine Ablehnung der Regierungsvorlaoe für die n g t i o n a l l i b e r a l e Partei nach sich ziehen müßte. Er sprach hier gerade­zu von einer Zerrüttung innerhalb der Partei nnd von ft»em Aiiseinanderfall. Er hat niit solcher Warnung nur das fortgesetzt, was lckwn der Führer der national- liberalen Reichstagsfraktion, Herr Dr. Stresemann. sehr gründlich begonnen bat. . In der Tat mehren sich tag- lich die Stimmen der nationalliberalen Wäsiier und auch der nationalliberalen Wahlvereine. di? den National- liberalen der Landtagsfraktion dringend ans Herz legen, um der Sache, nicht zuletzt aber auch um der Einbcit der Partei willen der WahlrechtSvorlage der Negierung die Zustimmung zu geben.

Um diese zu erleichtern, bat nun Dr. Friedberg dar­aus bingewicsen. daß der Widerstand der Nationallibe­ralen. genau betrachtet, eigentlich gegenstandslos ist. Es ist errechnet worden, daß durch die Einführung des all gemeinen und gleichen Wahlrechts, wie die Regierungs­vorlage es vorsteht. die Sozialdemokraten etwa 32 vom Hundert aller Wahlstimmen erhalten wi",rd?n. t?ei einem Pli'ralwahlrecht. wie es die Nationalliberalen wünschen, also unter Berocht auf d" tr,,saksts"'M# Hir Besitz und Einkommen, würde der Anteil der Sozialdemokrat'# vani Hundert betragen. Bei einem Pluralwahlrecht nach konservativem Vorschlag mit Besitz- nnd. Ein- kommenziisatzstimm? 25 vom Hundert. Selbst bei die­sem weitgehenden Vorschlag bandelt es sich also gegen- über den Möglichkeiten der RemerunaSvorlaae nur um 7 vom Hundert, bei der Einführung des nationallibe- ralen Bluralrechtg gar nur um 5 vom Hundert, lim solches Plus oder Minus an Demokratie aber, so meinte Dr. Friedbero. lohnte es sich wirklich nicht, all die Er- reaima nnd Erbitterung, die schon setzt der Kampf um da? Wahlrecht der Regierung aufflammen macht, in die Bevölkerung zu aießen. Er könne jedenfalls eine solche Politik nicht verstehen und würde sie unter keinen Um- ständen mitmachen. Nnd in der Tat' da niemand, auch nicht die Konservativen, daran zweffelt, daß das Klassenwahlrecht geändert werden muß. so würde es allerdings ein außerordentlicher Mangel an politischer Einsicht lein, wollte mgn um einiaer Brucht-nle von Demakratie willen den Staat in schwere Krisen ver­stricken. Es bleibt zu baffen, daß die rubiaen und außerordentlich sachaemäßen Darlegunaen des Staats- minister? Dr. Friedberg nicht nur aus leine Wähler, sondern weit darüber hinan? auf di° N a t i o n a J. liberalen Preußen? und im besondmen auf die Wsf. glieder der Landtagsfraktion emwirken werden.

Die Bedrohlichkeit des Fanatismus der Polen rin kiernen neuen Staotswesen.

YV, t.-B S'artdiBM, 7 März. , Monitor Pol-kl" beklagt sich darüber, daß nährend ne» un'Sngst die Losung „Koniolldation" in aller Munde war, je?) der Parteifanatismus schon wieder das Haupt erbeb«. Das Rexierunqsorgan schreibt: „Der Darteisana^'imir irtn-äckl uns nicht nur nach außen, er tut uns no» größere». Schaden dadurch, daß er oon Tag zu Tag Barett iButteu Bezretzungen immer mehr verwirrt und

demoralisiert. 9" dieser Deziehr,nq bat die ernste und rerfe ösient- liche Meinung etwas zu sagen und sie mutz mit aller Kraft gegen die weitere Ciuiricklunx der die soziatisttschen Beziehungen im höchsten Maße gefährlichen Arbeit Protest erheben.

Großer ZUegerangrlff auf Nancq.

W. T.-B. Sern, 7. März. (Drahtbericht.) Pariser Blättern zufolge haben in der Nacht voni 26. zum 27. Februar, zwischen 6 Uhr abends und Mitternacht, deutsche Flugzeuge m e h r e r e L u f t a n g i s f e aus Nancv unternommen, wodurch in der Stadt und Um- aebuna beträchtlicher Schaden angerichtet und ungefähr 10 Personen getötet wurden. In der Stadt entstanden m e h r e r e B r ä n d c. An mehreren Stellen stürzten Häu'er ein. Es wurden un- ge len re Trichter aufgeworfen. Dem .Journal" zulolge sind beinahe alle Stadtoiertel schwer betroffen. ^

Die Kiefenausgaben der Union für ihr Lufltzrtev.proqramm.

w. T.-B. Washington, 7. März (Dvahtbericht. Reuter.) Die weitere Bewilligung von 15 0 Millionen Dollar fiir i a§ Luftkriegprogcamm wurde vom Kriegsdepartement dem Kongreß gefordert über die bereits rusgeworsenen sechs Millionen Dollar hinaus. Der Senatsausschuß wurde benachrichtigt, daß '200 Millionen Dollar sofort gebraucht wer- ten. DaS Ziel ist, den Bereinigten Ltmtvn auf ihrem Kampf, al schnitt die Übermacht im Luttkamvs zu sichern. Der größte Posten find 15 Millionen Dollar zu Baracken und Quartieren.

Oie Friedensschlüsse.

Die skriedensbedingungen für Rumünien,

i;?. Berlin, 7. März. (Eig. Drahtb-wicht zb.) Zu dem Frieden zwischen Derktschland und Rumänen mel- det der „L.-A.": Eine Kriegsentschädigung als solche stcht auch Rumänien gPenüber nicht auf unserem Pro- gramm, wohl aber lolwn Mittel nnd Wege gesucht werden, uns auf indirektem Wege einen A u S- gleich für die Kriegslasten chr sichern, die uns durch Rumäniens Schuld aufgebürdet worden sind. Dabei dürfte in erster Reihe darauf hingewirkt werden, zu er- reichen, daß die Re a u i s: t i o n e n, die in: Laufe d-s Krieges von uns erhoben worden sind, zur Auf- rechnung kommen, 'o daß eine Bezahlung von un­serer Seite nicht stattfinden werde. Wie das Bl"tt weiter hört, handelt es sich hier um eine Summe, die den Betrag von einer Milliarde erreichen

Berlin, 7. März. Dvarstberickck. zb.) Bei den

FriebenSverband-luugen mit Rumänien, durch die Deutschland sich inöbesondere wirtschaftliche Vorteile sichern will, wird darauf aefchen werden, daß unsere Versorgung mit überlchüsfiaem Getreide auf lange Zeit siinenrS gesichert wird. Auch besteht die Absicht, eine starke Beteiligung Deutschlands an der rumänischen Petroleum- industrle zu ermöglichen. Ebenfalls wirtschaftliche Vor­teile werden nur v.oraussichtlich auS der künftigen Stellung bes Hafens von Consiantza erwachsen, der zu einem Freihafen umaawandelt werden soll. Ein neuer Weg ziim Schwarzen Meer wird den Handel im Osten eröffnen.

Die Aufnahme fies.PgrsriedenSschlnsseS mit Rumänien im österreichischen Abgeordnetenhaus.

W.T-B Dien, 7. Mär,. Im Abgeordnetenhause machte zu SitzungSkeginn der Ministerpräsident Mitteilung v»n der Unter­zeichnung d«s Präliminarsrieden? mit Rumänien und gab den In- halt des Vertrages klkannt. Der Mmisterpräsidcnt schloß mit der. Worten: „Ich cilaubc mir. das Haus aufricht'g dazu zu beglück- wünschen, daß durch das militärische und Palitilche Zusammen- wirken Lsterrnch-Ungarns und semer Verbündeten diese neue und wichtige Etappe auf dem Wege zum allgemeinen Frieden erreicht worden ist. (Langanbaltender Beifall und Händeklatlcheni!

Bulgarische Genugtuung über den Dorfrieden m!t Rumänien.

W. T.-B. Sofia, 7. März. (Dcahtbericht. Bulgarische Telegraphen-Agentur.) Di; N i-hrickt von der Unterzsich,-.,ing de? VorfriedeusvertragS mir Rumänien, die unmittelbar »ach der Rachricht vom FriedenSschluß mit Rußland eintraf, rief in allen bulgarischen Kreisen hohe Freude hervor. Di; Blätter verzeichnen mit große.' Genugtuung di; Süsin; de? Unrechts, das an Bulgarien durch den Berliner , Kongreß 1873 und die Bukarstter Konferenz 1913 begangen wurde. Bulgarien erbält die Tobrudscha wieder, welch; ibm vrn Rumänien geraubt wurde und deren Rückgabe an das Mutterland die Wiederh-riteNnng der nationalen Einigung Bulgariens iredeutet, die vordem nach btr Douauseite verstümmelt war.

vsr mit Ktnnksnd.

zv D.-B Berlin 7. März. (Drahtbericht.) Im Anschluß an die Unterzeichnunx de; Frirdensverlrages zwischen Deutschland und Finnland fand rin Frühstück beim Reichskanzler st»tt, an dem «iß« den Herren der ftuuischcn Abordnung Staatsrat Dr.

Hjelt und Vroiestor Dr. Erich, u. a. der Chef der Rrichskanzlei Unterstaattsekreiär v Radowitz, sowie Unterstaatssekretär Frechere v. Stumm teilnahmen.

Der Moskauer große Sowietkougreß und der Fricdrnsschluß.

— Berlin, 7. März, izd., Wie di« „Boss. Ztg." meldet, karm man als ftd>er annehmen, daß der große Sowjet­kongreß in Moskau am 12 März der Bolschewiki-Regre- rung erne unbedingt: Mehrheit für den Friedens­schluß bringen wird Man werde das Vorgehen der Deut­schen verurteilen, sich aber mit den gegebenen Tatsachen ab- finden. Die Sowjets wußten za gut, daß die gaitze Macht und Existenz der Sowjets und der Bolschewiki-Regierreng nn- mttbelbar mit dem Friedensichlatz verbunden sei.

Ged des über den U-Voolskrieg.

W. T.-B. London, 7. März. (Drahtbericht. Rsuter.) Gsddes brachte im Unterhaus den Voranschlag des Flotten­etats ein und sagie: Der Seekrieg ist in den letzten drei Monaten wesentlich in derseloeu Weise fortgesetzt worden wie im ganzen letzten Jahre. Ja, man darf wohl sagen, daß der Seekrieg sich im ganzen in steigendem Maße zu unserem Vorteil gewendet yat. Er ist -hauptsächlich ein« Kraftprobe zwischen dem feindlichen U-Boot und unseren Maßnahmen zu seiner Bekämpfung.

Es hat gelegentlich Zwisehenfäll« gegeben, wie der Angriff aus den Larwicker Gelei tzug, di« Ausfahrt der „Soeben" und „Breslau" aus den Dardmwllen und der neue Überfall der Zerstörer aus uns«« Patrouillen- sahnzsuge in der Straße von Dover, und einige andere Zwischenfälle. In e»nem Bericht aus einem neutralen Land wurde der Verlust eines deutsclxn Torpedoboots und von zwe: Minenräumern bei den stiesischen Inseln gemeldet. Es han­delt sich dabet sicher durchaus nicht um einen vereinzelten Zwischenfall. Gelegentliche Überfälle auf unsere Ge­le i t z Ü g c und aus die englische Küste sind natürliche Folgen davon, daß der blockierte Feind versucht, die blockie­rende Flotte zu beunruhigen. Die Ausfahrt von „Goeben" und „Breslau" scheint ähnlichen Charakters zu fein. Die „Go eben" muß als wirksames Kriegsschiff betrachtet wer­den. Wer die „B r e J I a u" war ein ernster Verlust für den Feind, -der vom militärischen Gesichtspunkt den Verlust beS* Monitors „RoglanS" und des Monitors 28, die in der Rtcku- bucht stationiert waren, mehr als aufwogen.

Der kstrzliche Ansris? auf Patrouillenfahrzenge bei Dover .war in eit»er Hinsicht einer der befriedigendsten ZwischensäL« des Kriegs. Der Kanal wird an der Oberfläche durch eine Sperre von Rocht- und Taypatrouillen geschützt. U« diese Sperre anzugreifen und die patrouillierenden Schiffe zu ver­nichten, ging der Feind am 14. Februar au«. Nachtstressen dieser Art können oon einem entschlossenen Feind sederzebt unternommen werden und zeugen in diesem Falle für die Dirkiomkeit der Sperre. Auf das M i 11 e I m e e r entfielen etwa SO Prozent des Verlustes von Handelsschiffen und der dr-rtiaen Verhältnisse kann man schwer Herr werden. Das Flottenkommondo im Mittelmeer haben die Fran­zosen. in der Adria die Italiener. Die brüffchen Streitkräfte kämpfen in beiden Fällen unter einem franzö­sischen oder einem italienischen Admiral. D:e Kriegführung gegen die U-Boote wurde vom Flottenras der Verbündeten einem Ausschuß zugewiesen, der in Rom z«s«n- mentraf. Diese Entscheidung war nur eine Erweiterung de? Grundsatzes der einen Alliiertenfront der in militärischen Dingen angenommen worden fft. GebdsS sagte weiter, auf Ersuchen der britischen Regierung helfen britische Soeofsiziere beim Wiederaufbau und der Reor- ganilatlon der griechischen Flotte nnd der grie­chischen Werften mit. Die gri-echische Reorganisation der Se^e- streitkräfte arbeitet bereits im Mittelmeer mit un.d leistet ,n steigendem'Maße wertvolle Dienste. GeddeS teilt weiter miß die Alliiertenflotte «etde in kurzem durch brusilianische Kriegs schiffe verstärkt.

Die Kurve der HandelSschiffsvrrluste bewege sich noch in einer absteigenden Richtung. D«c Fobruur war ei«, veohältnismäßig schlechter Monat, aber der Januar war gut. Der Verlust de» Welttonnen- raumS im Februar betrug etev« 4»/, de« vom Febru.«: 1917. Während der fünf Monate bis zum 28. Februar 181» n ar der We-liMffsramnverlust 10 Prozent geringer, als während ver entsprechenden fünf Monate des VorsahrsS. Ter Schiffsbau betrug im lchten Vierteljahr 1917 mon-at- l:ck> durchschnittlich rund 140 000 Tonnen aber in» Januar nur 58 000. Der Februar dürfte nahezu doppelt so gut sein. Schließlich könnten bis zu 3 Millionen gebaut werden, aber da? wäre nur bei größter Anstrengung aller zu erreichen. Die feindlichen U-Boote wurden in vermehrter Zahl z c r- stört. Dte Aussichten sind wie 1:4 oder 1:5 dagegen, daß das U-Boot von den Operationen in unseren heimatlichen Ge- wäisecn heimkehrt. Die Besatzungen sträuben sich in wachsendem Maß gegen die Ausfahrt.

Maßnahmen und Erfindungen zur Abwehr der U-Boote unter-ben Alliierten werden dauernd weiter ent­wickelt. Wir find jetzt imstande, den größter» L«-ü fcm HiMaueüw für daö m&einesx zu jpbvaMhM.