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vez G» Prr » tut bcibc Aufgaben: Vll l.Hü monatlich. VH »«0 vierteljährlich Durch den Verlas ««n..uah<l il »tzv, V«"tzeriod»> VH 4 66 viertel lödrlich durch aü^ deukiLen Postanstalten au-'chließlich ^rtz<0ß«lb - v-z»»»-VrKeUuußen nehmen »uHer dem entgegen, m rdieLdaven die Zweigstelle Bi-' i*«i(iT\i\% it imhc bu in allen Teilen der Stadt; in Bledvick die dortigen AuS
gadeitellen und in den benachbarten Landorren und im Rdemqau die betreffenden Tagdlan-Träger.
12 Ausgaben.
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^ Berliner Abteilung des Wiesbadener TagblattS: Berlin W„ PotSd.mer Str. 121 K- Fernsprecher: Amt Llitzow 6'02 und 6203.
Zreitag. 22. Februar 1918. flbCU&sftUSQClbe. nr ‘ 90 ' " 66 * ^atzrgang.
weitere zortschrMr an der ganzen Ost.ront.
vie Verbindung mit ukrainischen Truppenteilen hergestellt.
Minsk besetzt. — Vormarsch auf Vubno.
W. T.-B. Großes Haupteuartier, 22. Febr. (AmÄich.)
Wesllicher NritWsschanPla^ ^
In einzciuc» Abschnitten Artillerie- und Minen» wersertätigkeit. Kleinere Erkundungsgefechte. An dcr Bahn Upern-Roulcrs wurde eine englische Feldwache überrumpelt und gefangen.
In den letzten drei Togen wurden im Luftkampf und von der Erde aus 24 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen.
Lstlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Eichhorn:
In Estland wurde Hapsal genommen. DaS erste estnische Regiment hat sich dem deutschen Kommando unterstellt.
In Livland stießen unsere Kolonnen über Ronnenberg - Wolmar und Spandau hinaus 9# r.
Unter dem Jubel der Bevölkerung sind unsere Truppen in Rieztzc« eingerückt. Bon dort stießen sie biS Ljozyn vor. MinSl wurde beseht.
Heeresgruppe Llnsiugen:
Bei Unterstützung der Ukrainer in ihrem Befreiungskampf wurden Fortschritte erzielt. In Nowogradwolynsk haben wir die Verbindung mit ukrainischen Abteilungen ausgenonlmen.
Andere Kolonnen marschieren auf Dubno.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludondörft.
W. T.-B. Berlin, 21. gebt., abends. (Amtlich.)
Der Vormarsch im Osten dauert an. Deutsche Truppen sind in Minsk eingerückt.
Bon den anderen Kriegsschauplätzen «ichtö NeueS.
Die Stadt Minsk liegt am Einflüsse der Mennia in die Swislotsch, ist in weiterem Sinne Knotenpunkt der Eisenbahnen Moskmi-Brest-Litowsk und Libau-Romny. Wie das Gouvernement Minsk zu Weißrußland gehört, so ist Minsk, die Stadt, das eigentliche Herz von Weißrußland, das sich ziemlich genau mit Hcn Gebieten der slawischen Stämme der ehemaligen Dragowitschi und Kruoitschi deckt und im 14. bis 16. Jahrhundert zu Litauen gehörte, bis es später am Polen und 1798 an Rußland fiel. Die Stadt mit ihren evwa 100 0<0 Einwohnern tre'bt regen Handel und ernährt durch Gerberei, Zigarrenfabrikation und Branntwein» brenneieien viele Tausende von Menschen. Fm Fahre 1910 ählte man 680 Fabriken mit 10 Millionen Rubel Produktion. Das Land mm Minsk dagegen ist arm und kulturell tielltebend Nur etwa 4 Prozent der Bevölkerung von Minsk sind Nullen! Polen gibt es dort nur 3 Prozent. 16 vom Hundert inachen die Juden aus. Das übrige ist eben ,,weißensstscb? Bevölkerung", eine vollständig selbständige ostilawische Ration. Fhve Sprache ist keineswegs ein Dialekt der vnss'schen. Eber zeigt lie Anklänae an da? Rolnische. D»c Straßen st"d di? schlechtesten, die in Rußland anzutreffen sind. Minsk ist Generalkommando des 4 Armeekorps. Sitz eines Zivilgouverneurs und eines griechisch-katholischen Bischots. _
9590000 T m'fn : m ersten Zahr der verschärften U-Voot§kriegs.
W. T.-B. Berlin, 21. gebe. (Amtlich) Im Januar find durch kriegerische Maßnahmen der Mittelmächte insgesamt
632 01)0 Bruttoregistertonnen
he? für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraums vernichtet worden. Damit beläuft sich das Ergebnis deS ersten JatreS des uneingeschränkten Unterseebootskrieges anf 9 590 080 Bruttoregistertonnen.
Der Chef des Admiralstabes.
*
Das Januar-Ergebnis des Unterseebootskrieges wird mit 632 000 Tonnen gemeldet; das Ergebnis des ersten Jahres kommt an die 10 M'llionen Tonnen heran! Eine schone Ziffer. Ern» gute Förderung unseres Sieges. Schon seit langem ist es lucht mehr möglich, all die Stoßseufzer und Angstschreie zu melden, die in de» Ententeländern über die verh-erende Wirkung des Unterseebootskrieges ausgestoßen werden. Es genügt aber auch festzustellen, daß aus all dtesen angslgetrisbenen Stimmen hervorgeht, wie hoffnungslos unsere Feinde der unerbittlichen Fortsetzung des Unterseebootskrieges gegenüberstehen. All« ihre Larjuche und keck in die Welt hinauspojauEn Versuche, des
Unterseebootes Herr zu werden, haben sich als hohl erwiesen. Jmnier weiter frißt das Unheil Lücken in die feindliche Tonnage, immer größer werden die Unbequemlichkeiten, dre wir so der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen unfern Gegnern zufügen. Das Unterseeboot ist unS ein wahrhaft getreuer Helfer Längst stehen sie Polonäse, die Engländer, die Franzosen, längst haben sie kennen gelernt, was Knappheit, Mangel und völlige Leere ist. Die Mittelmächte hingegen sind, nachdem sie die ihnen frech auferlegte Blockade rüstig Überstunden haben, durch den Niederbroch der Ostfront und durch daS Übereinkommen mit der Ukraine, dem wohl kehr bald der allgemeine russische Frieden folgen dürfte, in d>« glückliche Lage gekommen, zwar noch nicht heute, aber in absehbarer Zeit der eigentlichen Hemmungen ihrer Versorgung ledig zu werden. Die Unterseeboote aber fahren tapfer weiter und pflastern den Meeresgrund nut feindlichen Schiften. -
Die kldmirolstabsmelduna.
W. T.-B. Berlin, 21. Febr. (Amtlich.) Der unermüdlichen Tätigkeit unserer U-Doote fielen an der englischen Westküste letzthin
5 Dampfer und 2 Segler
zum Opfer, darunter der bewaffnete englische Dampfer „Mexico City" (5078 Br.-R.-T.). der englische Dampfer „Sophie" und ein etwa 5000 Br.-R.-T. großer Dampfer, anscheinend vom Einheitstyp. Die beiden Segler waren Zweimastschoner, der eine englischer, der andere französische Nationalität, letzterer namens „Marie Madeloine".
Eines der U-Boote hot ailßerdem zwei bewaffnete englische Frachtdampfer durch Artillerietreffer beschädigt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
vre mit in die wagscyale fallenden beschSdidten Schiffe.
W. T.-B. Berlin, 21. Febr. Die Fra sie der beschädigten Schiffe nimmt neuerdings einen immer breiteren Raum in den Erörterungen dcr englischen Öffentlichkeit ein. Auch im Unterhaus hät man sich kürzlich mit den beschädigten Schiffen beschäftigt imd dabei festgestellt, daß im November 70 derartiger Schiffe in England in Reparatur lagen oder noch auf Platz vor einer der Schiffswerften warteten. Der Reeder Housten stellte am 17. Fanuar an die englisch? Regierung die Frage, ob ein bestimmter Dampfer, der so schwere Beschädigungen erlitten habe, daß seine Ausbesserung mindestens sechs Monate in Anspruch nehmen würde, rn den Veröffentlichungen der Admiralität genannt sei. Dr. Mac Namara verneinte die? und "rklärtr, daß die von Unterseebooten oder Minen beschädigten Schiffe in keiner Liste enthalten seien. Housten führte darauf- hin einen anderen Fall an, wonach ein Dampfer infolge« seiner Belchädigungen sogar über 12 Monate außer Dien st gewesen sei.
Oie Beratungen im Wahlrechtsausschutz.
vle Einfghrung der wahspfl'cht vom wa^lre-rtsousichutz befchsloffen.
IV. T.-B. Berlin, 31. Febr. Elnosgangen ist ein Antrag der Nwtioncrlliberslen, der die Einftibrvng der Wa h l p fk i ch t vorsiebt. Die Strafen für di« Wohl-Versäumnis sollen 1 bis 50 M. itetragen, gegebenenfalls den dreifachen Steuer» betrag. Ein kvTifevvatiiver Antrag siebt gleichfalls di« Einführung t«r Wahlipfficht vor. Der Minister des Innern bemerkte, daß die Regierung im avgemeinen gegen die Einfülbn-nig der Wahlpflicht sei. Lin Mitglied der Zentrumspartei sprach sich gegen die Einftibrnng der Wahlpflicht au». Ein freisinniyer Abgeordneter wünschte, daß man den Sonntag als den Watttag festlegen, sollte. Hierauf wurde vom Ausschuß die Einführung der Wahlpflicht grundsätzlich beschlossen gegen di« Stimmen der Sozialdemokraten »nd Palen und die beiden Anträge einem Unterausschuß überwiesen.
W. T.-B. Berlin, 21. Febr. Der WäkstrechtsauSschuß deS Abgeordnetenhauses verwies heute eine Reihe von Paragraphen an einen Unterausschuß und führt« di« Beratung über die Abgeordnetenhausvorlage vorläufig-z» Ende.
Die Regierung fett hinter der Watzlrechts- vorlaqe.
Die „Kölnische Zeitung" über die liberale Heldentat der Rationalliberalcn.
W. T.-B. Köln, 22. Febr. kDcahtbericht.) Zur Ab- lebnung des § 3 der Wahlrechtsvorloge schreibt die „Kölnische Zeitung": Daß die Regierung, nach allem, was vorgegongen ist, sich fügen und das gleiche Wahlrecht fallen lasien werde, erscheine als gänzlich ausgeschlossen. Sie muß und wird bis zu Ende gehen, das Parlament auflöse« urrd durch d Entscheidung der Wähler über die testamentarische Hinteclasienichaft des Dreiklassenlvahlrechts hinweg
gehen. Mit lebhaftem Bedauern stellen wir fest, daß, wie es scheint, ein großer Teil der Verantwortung für die gestrige Entschließung auf die nationaftibcrale Fraktion fällt. Diese der Reform widevstiebenden Nalionallideralen nehmen damit eine große Verantwortung aut sich, denn ihre Haltung wird vielleicht das Schicksal besiegeln und dem Vaterland, das über allen Parteien steht, nicht zum Heil gereichen.
Agrardrmagogie.
Daß die deutsche Landwirtschaft der KrtegSführung ewe äutzecordentlich große Hilfe gewesen ist uird auch künftighin sein wird, darüber wird bei nieinand Zweifel bestehen. Niemand wird darum der deutschen Landivrrrschaft entgegentreten, wenn sie berechtigte wictschastlüh« und politische Jn- tereffen vertritt und für sich in angemejsener Weise die Gs- setzgebung und die Verwaltung in Anspruch nimmt. Selbstverständlich aber ist es, daß auch die deutsche Landwirtschaft, unbekümmert um all: ihre Tirrdlenste, ihre besondere Jn- tecessenpolitik so betreibt, daß dadurch das Wohl des Ganzen nicht gestört und die übrigen Berufs- kreise nicht verletz: werden. Es hätte erwartet werden können, daß die diesjährige Veftummlung des Bundes der Landwirte in solchem Zeichen der Verständiguiig abgehalten werden würde. Dies ist leider nicht geschehen. Wie schon so oft in früheren Jahren, so. hat sich auch diesmal die Bündlerverfammlun-i »ich» davor aebütet, schwere, ja, ver- bängnisvolle Exzesse 1» begehen. Am schlimmsten hat es. wie schon so oft in vergange.iien Jahren, Herr von Oldenburg - Janu schau getrieben. Nun wäre es nicht weitör schlimm, wenn ein einzelner, und sei es auch vor breiter Qssentlichkrit, sich vergißt;' wenn aber eine Versammlung von mehreren tausend Berufsyenvssen zu der Vorführung eines solchen Delinums Beifall klatscht, so ist das denn doch nicht nur beklagenswert, sondern ein außerordentlich peinliches Zeickten für politische Unreife. Selbst wenn man den Landwirten zug-rte hält, daß sie ihre Berliner Jahvesversammlung als eine Art urwüchsiger Demow- stration für sich ,n Anspruch nehmen, so muß man doch sagen, daß der E r n st d e r Z e i t ihnen die Pflicht auferlegt hätte, wenigstens Halbweg« Maß zu halten. Wo hinaus ab« soll es führen, wenn, von rasendem Beifall umtobf, Herr v. Oldenburg erklären durfte, daß der Kanzler, d« endlich daran gehen würde, die innere Luge DeritsckilandS »n Ordnung zu bringen, nicht nur beschossen werden, sondern auch schießen lassen würde. Ein derartigst Kekettieren mit Ser Revolution, «n derartig^ Mokkelftiel de» bekannten starken Manne», ist auf da» heftigste zurückzuweisen, weil e» nur dazu dienen kann, unsere innere Front, an der mehr als je der Erfolg deS Kriege» hängt, zu gefährden. Er geht auch nicht an, schreiet zu beklagen, daß die Sozialdemokrati« regi»- rui'gkfäbrg geworden sei. Jedermann weiß, daß es geradez» verhängnisvoll wäre, würde die Sozialdemokratie, die nu« einmal als die politische Vertretung von mehreren Million«« Deutschen angesehen wGden muß. grollend zur Seite stehe«. Auch di« Versuche, so wie schon des öfteren, zwischen dir Reichsleitung und dir militärisch verantwortlichen Stelle* einen Trennungskeil zu treiben, sind scharf zu mißt- ' billigen. Will die deutsche L-indivirtschast sich die politische Stellung, die ibr gebührt und die niemand ihr streitig mmh«« wird, erhalten, s« muß st« darauf verzichten, Politik als eine* JohrmarktSrnmmel zu betreiben; sie muß vielmehr lernen, wenigsten» einigermaßen ihre Anaelegenbeiten in ein« Form vorzubringen, deren sich all: übrigen Parteien zu bs- dienen pflegen. Die Landwictlchafl ist innerhalb der derltz- fchen Machtfaktoren eine viel za bedeutsame Erscheinung, ak» laß ihr erlaubt sein kann, die Erledigung der politischen G« schäfte und die Klärung der v-ilitücken Diskussion auf den Tief st and eine« Borkampf-S berabzudrückcn. I« eigensten Jnteresie der deutschen Landtlürtschaft wird e» f?i* künftighin sich so weit wie irgend möal'ch von unfruchtbar« Agrardemagoqie rernzuh rlten. Explosionen, wie die d«8 Herren von Oldenburg, köamn nur Schaden anrichte*. Dariiber kann kein besonnener Puterlandsfteund auch auf dem rechten Flügel — sollt» man meinen — im Zweifel fein.
Der 5rkeden§schliitz mit der Ukraine.
Die klnnahme de; Vertrags im Reiedstag.
W. T.-B. Berlin, 21. Fsbr. Die Annahme des Friedens- Vertrags n.it der Ukroine und deS Zufrchantrags im Haupt- ausfchutz des Reichstags erfolgte gegen zwei Stimmen der unabhängigen Sozialdemokraten in Abwesenheit der Polen.
W. T.-B. Berlin, 21. Fe-br. Im weiteren Verlauf fein« Sitzung hat der Hauptausschuß des Reichstags auch den Zusatzvertrag zu dem Friedensr-ertrag mit der ukrainischen Voftsrepublik angencmmen.
vte „Nsrüd. krllz. 3te." über das Fernbleiben der Polen bei der Abstimmung.
Berlin, 22. Febr. Zur Annahme des Friedensvertrags mit der Ukraine im Hauptausschuß des Reichstags sagt die „Nordd. Allg. Zt-g.": Aus der Abstimmung verdienen zwsi Momexste hevvcigehobe« zu w e rüg n: Die g ottan g de? Kotx,* >
