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Sette %. Mttttvoch,. Januar INI 8.

Maßgabe, daß bis zur rcicbSacschlichcn Regelung auf eine wirksame Fürsorge für die Haftefinder durch landesgesehliche Maßnahmen Bedacht genommen wird.

Abg. Faßbender (Zentr.) begründet seinen Antrag auf gesetzliche Regelung des Haltekürderwesens.

Die Abgg. Lieber (natl.) und Dr. Mngdau (Bpt.) stimmen dem Antrag zu.

Der Antrag Foßbender wird angenmnmen. Damit sind die Anträge Aronson und der KommiffionSantrag erledigt.

Es folgt die Beratung des Antrags deL Abg. Hammer ikons.) und Genossen Wer den Wiederaufbau deS Handwerks nach dem .Krieg in Verbindung mit der Be­ratung deS Antrags Aronson und Genossen über die Wicider- anfrichtung des gswerblichen Mittelstandes.

Die Handels» und Goweobekommifsion schlägt zur Forde­rung deS Handwerks eine Reche von Maßnahmen vor, die sich besonders beziehen <wrf den Erwerb von Rohstoffen, Be­schaffung von ArHeftsaustcägcn, Beschaffung von Arbeitsfpar- maschinen, Pflege des Genossenschaftswesens, Zuweisung von Lieferungen an Reichs- und Staatsbehörden, Umgestaltung des Verd'ngungSwefenS, Förderung der beruflichen Ausbil­dung, Förderung der Pfiichtfortbildungsschulen, DarlehnSge- mährung und Beseitigung der daS Handwerk schädigenden ZuchchauSarbeit.

Ferner wird gefordert, daß Gesetzentwürfe, die für das Handwerk wichtig sind, erst nach vorheriger Begutachtung durch die Handwerks- und Gewevbekammern zu erledigen sind.

Abg. Hammer (kons.) berichtet über die Verhandlungen der Kommission.

Wiesbadener Nachrichten.

Die Grganisation des Wiesbadener Sammel- und kfeiferdienftes.

l.

Mit Sem Mederbeginn deS Unterrichts in den hiesigen Schulen wird auch der vaterländische Samnieldienst unter Heranziehung der gesamten Schuljugend einsetzen. Geplant ist von der Ortsgruppe Wiesbaden für Sammel» und Helfer- dienst -di« Ausstellung einer Armee von etwa 10000 Schülern und Schülerinnen, die planmäßig -das Sammeln von Roh­stoffen und Altmaterial betreiben wird, indem sie, von dem eigenen Familienkreis ausgehend, ihr Sammelwerk ausdeilmt aus alle Haushaltungen der Stadt. Der Ortsaus­schuß bittet die Wiesbadener Bürgerschaft um tatkräftige Un­terstützung des vaterländischen Unternehmens, das bereits in anderen Städten durchgeführt und glänzeride Erfolge gezeitigt m. So erbrachte ein« 14tägige Sammlung -der Schulen in Frankfurt im November über 82000 Kilogramm Mt- >apier, 12000 Kilogramm Lumpen, 4000 Kilogramm Metall, 2000 Kilogramm GuMlwi, 85 000 Flaschen. 1800 Kilogramm Staniol, 20 000 Glühbirnen, 41 000 Kork«, 450 Kilogramm Haar, 1000 Kilogramm Leder, 12 000 Hüte und anderes mehr.

Aber die Bedeutung dieses Sammeldienstes in der heuti­gen Zeit liegt nicht nur in den beträcktlichen Geldmitteln, die sie aufbringt, sondern darin, daß auf dies« Weife große Men­gen von Ersatz- und Rohstoffen der krrogswirtschaftkichen In­dustrie zuyesührt werden, wo sie eine ungemein nichtige Ver­wendung finden. Da macht man aus den Lumpen Schießbaumwolle, aus Frauenhaaren Treibriemen von unverwüstlicher Stärke, ferner Dichtungsringe und Filz, die Kork« werden aufgearbeitet als Kunftkorke und für drin­genden Marinebedarf, die alten Sockel der Glühbirnen werden für neu« Lampen vevweudet und ersparen Metall und Arbeit, Zinnsoldaten und Bleikugeln, wertloses Kindeüspielzeug Staniol und Blechkapseln finden die wertvollste Verwendung. Aus Filz hüten macht man SchuhsMen, aus Filmabfällen Explosivstoffe. Alte Kämme und Zahnbürsten, Seifendosen und Puppen. Destand- -eil« von Füllfederhaltern und Bleistiften aus Zelluloid -werden für notwendige Gegenstände des Heeresbedaofs ver­arbeitet. Alte al>gespie-lte, unibrauchlbar gewordene Grammophonplatten werden umgearbeitet zu neuen Schallplatten oder finden andere Verwendung. Das Alt­papier ist einer -der -wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Papier und Pappe; es liefert den Ersatz von Leder, Wolle und Baumwolle und dient zur Herstellung von Treibriemen. Säcken, Bindfaden, Wäsche, Kleidung und Webwaren. Noch lagern Unmassen von Papier in den Haushaltungen, Konto-

(18. Fortsetzung.) Nachdruck verboten.

Hanne Jepsen.

Ein» Geschichte au» der Kleinstadt von Albert Petrrfea.

Bitte sehr. Guten Abend, Fräulein Jepsen."

Schon wollte Hanne sich zum Gehen wenden, da dachte sie: Es ist unrecht, daß bu ihn so behandelst. Und sie sagte:Ich habe es doch gut; ich kann jetzt noch bummeln gehen, und Sie Bedauernswerter müssen noch an die Arbeit."

Er fühlte sofort, daß ihr Ton wieder herzlicher klang, und frisch antloortete er: so schlimm drängt's

nicht mit der Arbeit. Wenn eS Ihnen recht ist"

Ja", und sie wurde verlegen,aber wir kommen ja bei den Leuten womöglich in den Verdacht, ich meine, die Leute könnten"

O nein, Fräulen Jepsen, für so keck hält mich nie­mand, daß ich solche Pläne haben könnte."

Er sagte es lachend, aber es klang doch leise Bitter­keit durch.

Hanne hatte das Gefühl, als müßte sie etwas er­widern, und doch fiel ihr nichts »in.

Stumm gingen sie nebeneinander her durch die dunkle Osterstraße. Niemand begegnete ihnen.

Als sie an einen zwischen den Häusern rechts ab- biegenden schmalen Gang kamen, sagte Peter plötzlich: Wir könnten, um niemandem zu begegnen, ja nach der Allee gehen."

Me Allee! Das war ja die Promenade, auf der feit undenklichen Zeiten Uldsums Jugend sich zärtliche Stell­dicheins gab. Hanne wollte erwidern, daß sic doch Be­gegnungen mit Leuten nicht zu fcheuben brauchten. Aber sie hatte vorhin ja selbst «sagt, die Leute könnten. Und dann kam auch plötzlich der Übermut in ihr auf. Zum Lachen war's: sie mit Peter Witt -in der berühm­ten Allee.

Warum nicht", meinte sie scheinbar ganz gelassen,

bin W in Ihrem ritterlichen Schutz." Und wieder

Mrsbadrner Trrgblatt.

bücher in den Geschäften und a-nf Bureaus; ganze Haufen von unbrauchbaren Büchern, Zeitschriften Heften usw.

Werden auch in Wiesbaden gleich günstige Ergebnisse wie in anderen Städten zu erwarten fein? Die Erfahrungen, die man an -einzelnen Schn-len bereits gemacht -hat. berechti­gen zu der Annahme, daß der einheitliche, pflichttnäßige Sani- nwldienst der Gchamihevt aller Schulen einen ähnlichen Er­folg haben wird wie in Frankfurt um>d Hannover. So hat die von etwa 4 Klaffen -betrieben« Sammlung des städtischen Realgymnasiums im November ergeben: 1500 Kilogramm

Papier, 1000 Kil-c-graimn Blechbüchsen, über, 1000 Flaschen, 100 Pfund Gummi, 150 Pfund Lumpen, 50 Pfund Staniol, 300 Glühbirnen, mehrere tausend Korke, große Mengen von Altmetall, Haar, Films, Grammophonp-latten, Knochen und vieles andere.

Petrolcumversorgung. D'e Petroleum-Gefell schäften find benachrichtigt worden, daß für den Monat Februar Ä. I. kern Handelspetralei-m, sondern nur noch Ausgleichpetroleum auf Bczugsmarken zur Verteilung gelangt. Da dessen Menge keine Erhöhung erfährt, ist größte Sparsamkeit mit den vor­handenen Vorräten am Platze. Den Geschäftsinihabern, die jetzt noch noch 5 Uhr abends ihre Läden mit Petroleum 'be­leuchten, fei diese Mahnung in erster Linie ans Herz gelegt.

Der Rhein fällt. Vorerst fit ein langsames Sinken des Skhoinwafferstandes um etwa 1 Zentimeter in der Stunde zu bemerken. Ein stärkeres Fallen rst indes mit Sicheüheit sehr bald zu erwarten, wenn die Hochflut vom Main her gänzlich verlaufen sein wild, was heute noch zu erhoffen ist. Bei Groß- SteiWeim wurde bereits ein Stillstand und weiter mainauf- wärts ein rusches Fallen des Maimvafferftanbs fcftgeftellt. Der Neckar zeigt auf feinem ganzen Lauf ebenso wie der Rhein auf seinem Oberlauf stark fallendes Wasser. Die tief schmuhiggewe Farbe des Rhentzwassers macht allmählich einer helleren Färbung Platz.

vorderichte Aber ttunst, Verträge und verwandtes.

* Königliche Schauspiel«. Die im nordischen Hochland spielende ernstere OperNärodal" und die SpieloperTie schöne Müllerin", ein heiteres Nckokostück (beide von Otto Dorn), die hier, wie erinner­lich, schon vor einigen Jahren aufgesührt und seither auch in Kaisel, Coburg, Königsberg, Riga, Breslau, Gotha usw. beisällig gegeben wurden, werden nun am Freitag in neuer Einrichtung in Szene gehen, die OperNärotal" ist mit den Damen Englcrth, Geycrs- bach. Bola und den Herren Geisse-Winkel, Schützende:', Streib, die SpieloperDie schöne Müllerin" mit den Damen Bommer, Fried- feldt und den Herren Sstcrer und Leo-Schützendors besetzt. Mnüka- lische Leitung: Professor Schlar. (Abonnement D, Anfang 614 Uhr.) Die nächste Krieasarbeitervorstellung findet am Sonntag, nach­mittags 2 Uhr, statt. Zur Aufführung gelangt Hans Müllers Schau­spielKönige". Als nächste Neuheit gelangt int Schauspiel am 1. Februar das infolge Erkrankungen im Personal niehrsach hinaus- geschobene LustspielMeine Frau, die Hvsschauspielerin" von Alsted Möller und Lorbar Sachs zur Aufführung. Acht Tage später geht Wilhelm Etücklcne KomödieTie Straße nach Steinaych" erstmalig in Szene.

£tus dem vereinsleben, vorberichte. Vereinsverfannnlungen.

* Der nächste wissenschcstNchc Abend desNassauischen Vereins für Naturkunde" findet Donnerstag, 8Z4 Uhr abends, statt, aber nickt tm Kasino, sondern in dem Physik- und Chemiezimmer der höheren Mädchenschule am Schießplatz. Den Vor­trag hält Dr. H. Heineck überDeutschlands Eisenversorgung jetzt und in der Zukunft". Gäste, auch Damen, sind willkommen.

Aus Provinz und Nachbarschaft.

Teilnahme de» Kaffer» für die Hochwasser- GeschSdkgten.

W. T.-B Berlin, 21. Jan. Der Kaiser hat an den Oberpräsi« drnten der Nhcinprovinz, Freiherrn v. Rhetnbaben in Kob­lenz, folgendes Telegramm gerichtet: Das schwere Unglück, das die Hochwasicr der R a h e über zahlreiche Familien in Kreuznach, Kirn und anderen Gemeinde» gebracht hat, erfüllt mich mit wärmster und bcrzlichster Anteilnahme Ich habe veranlaßt, daß Ihnen zur Linderung der ersten Not 5 0 00 0 M. schleunigst über­wiesen werden. Im übrigen sehe ich Ihrem eingehenden Bericht baldigst entgegen. Sagen Sie den Betroffenen, wie herzlich ich ihrer gedenke, zumal ter Kriegerfamilien, die die schweren Tage ohne nänrlichen Schutz haben durchmachen müssen. Wilhelm I. R.

*

ht. Idstein, 21. Jan. Nach dem Kriege ist «ine Neuordnung in der KreiScinteilung Nassaus in Aussicht genommen. Neben der

schwiegen sie. Doch als sie dann durch das rings herr­schende Dunkel zwischen den gespenstischen Riesen der Alleebäume dahinschritten, fand Hanne das Schweigen unerträglich, und mit erzwungener Munterkeit sagte sie: So, nun erzählen Sie mir doch etwas."

Wenn mau das so auf Befehl könnte", stieß er her- vor, und dann fügte er seufzend hinzu:Ich bin ja keiner von den Gebildeten."

Da lachte sie.

Wissen Sie. daß die Gebildeten, um etwas zu sagen, manchmal furchtbar langweiliges Zeug daherreden?"

Mag sein. Aber Sie wollten doch eben selbst"

Ja", antwortete sie warm,ich weiß ja, daß Sie erzählen können, ohne zu langweilen. Sagen Sie mol, was »vürden Sie tun. wenn Sie Plötzlich recht viel in der Lotterie gewönnen?"

Ich spiele ja gar nicht", seufzte er wieder. Das klang so komisch, daß sie ein Lachen unterdrücken mußte.

Ach, aber ich fetze doch nur den Fall."

Ja, dann", und nun begann er wieder zu berichten. Über manches dachte er jetzt wohl zum erstenmal nach, dann und wann zögerte er, sann nach, verbesserte sich.

Hanne dachte, es sei belustigend und fesselnd, diesem Pläneschmieden zuzuhören. Jedenfalls stand das fest, Peter Witt würde das Geld anwenden, um weiter zu kommen.

Auf und nieder gingen sie in der dunklen Allee und bedachten nicht, daß die Zeit dahineilte. Da begann es vom Turme her zu schlagen.

Sieben Uhr schon", rief Hanne,wie ist's möglich. Ich muß eilen."

Nach ziemlich hastigem Abschied strebte Hanne öem Elternhause zu. Schnell legte sie auf dem Flur Mantel und Hut ab und trat in die Stube.

Ein Glück, noch saß die Mutter allein am gedeckten

Lisch.

Morgen-AueigaSe. Erstes Blatt. Nr. 37.

Bildung des neuen Kreises Hochheim ist auch eine beträchtliche Ver­größerung des Untertamiuskreiscs beabsichtigt. Bisher war Langen- schwalbach Kreisstadt von, Untertaumis, infolge seiner Lage hu äußersten Zipfel des Kreises aber büchst unglücklich als Kreisstadt be- legen. Jetzt hat nun eine Bewegung eingesetzt, die die alte AmtSstadt Idstein wieder als Kreisstadt haben möchte, sogar für die Bildung eines Kreises Idstein eintritt.

X Aus Kurhesse», 20. Jan. Der Negierungspräsident zu Kassel hateine Verordnung erlassen, die dahingeht, dem Holzwucher, der sich inimer mehr breit macht, entg:gen zu wirken. So müsien jetzt alle Brennholzversteigerungen süns Tage vorher unter Beifügung der in den teiden Vorjahren erzielten Preis: deni zuständigen Land- ratSamt mitgeteilt werden. Drei Tage nach Ablaus der Bersteige- rung ist ebenfalls wieder genauester Bericht vorzulegen. Als Käufer : sei, nur Seldstverbiaucher, und zwar unter der Bedingung zuge- lasicn werden, daß sie nicht mehr lausen, wie sie benötigen. Für Händler müsien besondere Versteigerungen abgehalten werden. Es werden auch Richtpreise vorgesehen.

Neues aus aller Welt.

1 Million Mark veruntreut. Düsseldorf, 22. Jan. Hier wurde der Direktor und weitere drei Beamte der dortigen Filiale der Großcinkauisgesellschaft deuticher Konsumvereine wegen Unter- schlagungen in Höhe von 1 Million Mark verhaftet.

Handelsteil.

Die Preisbewegung auf dem Welnmarkt.

Unser fachmännischer Mitarbeiter schreibt: Das Ein­kauf sgeschält ist im allgemeinen ruhiger geworden, ln Rheinhessen wurde der 1917er Wein zuletzt mit Preisen von 4800 bU 5000 M. das Stück von 1200 Liter bezahlt. In der Rheinpfalz kosteten die Oberhaardter Jungweino 8800 bis 4000 M., Mittelhaardter 5300 bis 6500 M UnterhaarJter 4500 bis 5400 M die 1200 Liter. Die Mosel meldet Preise von 8600 bis 4500 M. das Fuder von 960 Liier. Bei diesen Prellen har-do 1 es sich nur um gewöhnliche und mittlere Gobrauchsweine, bessere Qualitätssachen wurden zu ent­sprechend höhere» Preisen gehandelt. Im Rhciigau be­wegen sich die Forderungen zwischen 6500 bis 8500 M. lie 1200 Liter. Im allgemeinen herrscht die Meinung vor, daß die eigentliche Preishöhe für Gebraitchs- we ine und wohl auch für mittlere Qualitätsweine erreicht ist und daß eine kleine Abschwächung sich vor­bereitet. ln der Rheinpfalz sind die Forderungen um annähernd 10 Proz. zurückgegangen. Einem stärkeren Rückgang dürfte der Umstand entgegen wirken, daß die Bestände schon wesentlich gelichtet sind. Die Qualität des 1917er Jahrgangs ist von gewinnender Art und man erwartet ein frühes Fertigwerden des Weines. Da ältere Weine nur noch in geringem Umfange vorhanden sind, wird der 1917er früher in den Verbrauch übergehen, auch diese Tatsache wird einer Entwertung entgegenwirken.

Berliner Börse.

§ Berlin, 22. Jan. (Eig. Drahtbericht.) In der lust­losen und abwartenden Haltung der Börse hat sich nichts geändert. Die Kursbewegungen hielten sich auf der ganzen Linie in engen Grenzen. Bei der Geringfügigkeit der Um­sätze erübrigt es sich, auf Veränderungen auf den ein­zelnen Gebieten einzugehen.

Marktberichte.

W. T.-B. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 22. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Im Warenverkehr hat sich die Lage nicht verändert. Die Zufuhren in Rauhfulter sind nach wie vor verschwindend klein, und auch die geringe Auswahl in anderen Futtermitteln ist durch die Fassung der neuen Ver­ordnung über die Futtermittel noch weiter vermindert worden. Lebhafte Nachfrage für alle Sorten von Klee­samen hält an, doch bleiben die Offerten gering. Von Seradella sind aus den besetzten Gebieten größere Posten eingetreffen und den Großkaufleuten zur vorgeschriebenen Verteilung an die Verbraucher überwiesen worden.

Die rNergen-Ansgab e umfaßt 4 Setten. _

Haupttckrlfileiter: «. Hegertzerft.

für »«itlchr Politif: #. be>erh»rft; für Un»I«n»»»«NNk: Dr phll. K, Sturm; fite den Iluiertzuvmutdiril: V ». Neurndort: tür Steärtditnt aus SBifSbtbtn und den NaMdarbejirkm: I tz DieleuSach: r G lidtUlaal H. £ttitnbadi; für Spurt uu» Luftfahrt: I B S : Brtmiuhfr« und den fBrttflaftru 6 8»*»«rr;- den tanUUmi «. Etz: für dir Suirlgrn und fRrtiamen- H. Tornaus: sinnlich in chf,k«dudrn Truck im» Stil«, btr SJ. Schellen»»,'ichrn H«f.vuch»ruckerei in a»u»»«»*fc

S»«chftnn»e »er »chriftleiwn,: I» ki« > Ähr.

Na, kommst 'du endlich? Im Laden sckieint auch viel zu tun zu sein; Vater kommt jetzt auch immer so spät."

Da knarrte die Treppe, Herr Christian Jepsen hatt« den Laden verlassen.

Endlich", sagte die Mutter. Tee einschenkend.

Aber der Schritt machte aus dem Flur halt. Einen Augenblick später hörten die Frauen ein polterndes: Verdammi!"

Hanne horchte auf. Die Papierrolle, die sie in der Eile ans die Flurgarderobe geleqt hattel Mit banger Spannung erlvartete sie das Eintreten des Vaters.

Und hochrot erschien Herr Christian und hielt Peter Mtts Zeichnung in der Hand.

Das Ding lag draußen herum. Ich ahn nicht, Was es ist, mach'S auf. Und ne», vecdannni Mudder, da steht's, hier unten in der Ecke' Peter Witt. Na, Mahlzeit, gesegnete Mahlzeit. Besorg' die Aussteuer, Frau. Deine Tochter heiratet den Tischler denn Bischer, Mudder. Ne, ich geh' nicht mir zur Hochzeit, nee."

Hanne wunderte sich selbst, daß sie nicht losprustete, daß sie den Vater nicht lachend bernbigte, es wäre doch nicht so, wie er dächte. Nein, ihr wurde plötzlich so selt­sam bang zumute, und da kamen ibr schon die ersten dummen, törichten Tränen. Und schluckizend rief, schrie sie:Aber ich bin doch nicht heimlich mit ihm verlobL"

Heimlich? Ne, unhgimlich, ganz unheimlich. Na, du bist ja mündig. Ne, Mudder, meine Schuld ist es nicht, daß deine Tochter so ungeraten ist."

Christian" erwiderte Iran Jepsen vorwurfsvoll.

Ne, ne, ohl Mudder, deine auch nicht. Sie hat nun mal >'n halb Stieg Vögel, ich hab's ja immer gesagt. Aber verdammi mein wohlverdientes ?lbendbrot lullt ich haben. So und nun basta."

Aber das Abendessen schmeckte allen Dreien nicht recht.

(gortfttzuntz folgt.)