Einzelbild herunterladen
 

VieMklier

Wöchentlich

Verlag Langgasse 21

LSaUtr>-»lle grittntt »»» « Uör morgeu« M* 7 llbr abend».

®esane.*rtis tut bkidk «u»,»bkn-. Ml. I.S» moualil«. Ml. 36» viertettährlilb dur» den Bering "aniqaiie nt »due Bringttini», Ml 4.65 «lerikljührli» durch alle deutjchen PollanNatten au»»chl,ki,!ch Bettellaeld — Bejuas.®eiielluu,eu nehmen »uüerden, entgegen, in «ie»daden die Zweiastelle BlZ- BtuidruKi 1*. lonut die Äu«>,ade!iellen in allen Teilen der Stadt; in Biebrich: die dorNgen Au«- -adeiiellen und in den benachbarten Landonen und im, Rdeingau die betrettenden Ingblnn-Ttager.

12 Ausgaben

Fernruf;

„Tagdlatihau»" Mt. 6650-53.

Fon 8 Ubr morgen» bi» 7 Uör abend», «über Sonntag«.

Abe'nö-«u,"g°be^bi«" ki^b"r Ve"M°E-^«uM° kl»^ 8 ^

Aulnabme^ von Anzeigen an vorgelchriebenen Tagen und Plagen w.td leine SemNtr übernommen.

Dienstag» 15. Januar 1918.

Oie Lage.

(Von unserer Berliner Abteilung.)

L. Brclin, 14. Jan. (©in- Drahtbericht, zb.) Das .Kompromiß" scheint zustande gekommen zu sem! Zwischen Reichsteitung und Oberster Heeresleitung ist im Sinne der letzteren offenbar osg bar lauf lg er Ausgleich erzielt worden, der Veränderungen in Len höchsten Reichsstellen zum mindesten vertagt. Der Kaiser setzte heute seine Beratungen m:t den führenden Män­nern fort, empfing zuerst den Unterstaatssekretär von dem B u s s ch e, der ihm Bericht über den Verhand­lungsverlauf in Brest-Litowsk erstattete, dann gemeinsam den Reichskanzler Grafen Her kling und Generalfeldmarschall v. H i n d e n b u r g und schließlich, wie es heißt, auch den Schitzsekvetar Graf

N ^ Dw^fveikonserDotiPe „Post" berichtet: „Eine Entschei­dung ist, wie wir aus Grund zuverlässiger Jrftor-maftcmea berichten rönnen, nunmehr tatsächlich gefallen. De Meinungsverschiedenheiten, welche zwischen der Leitung der auswärtigen Politik und der Heeresleitung be­standen haben, sind aus >dom Wege völlig freier Aussprache be­seitigt worden. Augleich ist eine Demarkations­linie zwischen ten Zuiständigkeiten der beiden Ressorts v e r- e i n b a r t worden. Wenn dies bei der Verschiedenheit der Ausgaben >der Leitung der auswärtigen Politik und der Leitung der Kricgsfiihrung in der Natur der Sache liegt, auch in der Folge solche Meinungdverschiodenheiten nicht lvöllig aus- geschlrssen sind, so dars dock, wohl gehofft werden, daß hiermit auch der Weg gefunden ist, um für die Folge die Leitung un­serer Kriegs- und Friedenspolitik in vollem Einvernehmen bet Obersten Heeiesleitnng zu sichern."

Daß ein« „Demarkationslinie", wie die „Post" sich aus» drückt. zwischen den Zuständigkeiten der militärischen und poli- tisct en Ressorts erblich gezogen wurde, wäre jedenfalls schr zu begritzen, da kein Dementi über die ernsten Meinungsver­schiedenheiten der letzten Dag« hinwegzutäuschen vermochte.

I» der Wilhelmst-atze hat man diplomatisch erklärt, datz von einem Kurswechsel in B r eft.-„L. i t o w s k keine Rede sein könne. Dotz ec bereits im Tonfall erfolgt ist, geht aus den Sitzungsberichten vom 11. und 12. Januar zur Genüge hervor. Sowohl Staalssekretär v. Kühlmann und Gras C z e r n in wie auch General H o f f m a n n haben eine scbr energische Sprache geführt, womit sich jedermann gegenüber den Anmaßungen Trotzkys ernver- itanl en erklären mutz. Es war.ja auch ganz selbstverständlich, daß der Staatssekretär jetzt, wo man mit den russischen Dele gierten bei der Feststellung des eigentlichen Friedensveo traget ai gelangt ist, aus das revolutionäre Redefeuerwerk mit deutlichen Forderungen antworten muhte — seine Politik ist durchaus keine desVerzichts und der Schwäche, Die Lage hat sich denn auch in Brest-Litowsk ernster ge­staltet. aber darum doch nicht aussichtslos, da die Russen sehr genau wissen, daß sie über eine fürchtenswerte mstuäriscbe Macht nicht mehr verfügen. Auch die Ver­schleppungstaktik. die, wie wir hören, ebenfalls gegen unsere Delegation in Petersburg angeschlagen wird, wird Trotzky in keine günstigere Stellung bringen. Die Friedensbedingungen, di« Rvtztanb zugovilligt sind, sind ganz unstreitig viel mildere, als je nach einem verlorenen Krieg einem Land ohne Wehr- ■tt.cdft angeboren wurde. Was dem Staatsmännern in Brest- LrtowÄ vorschwe'bte, war trotz eines nötigen Ostschutzes zu einem Frieden vonDauer mit dem Ruflenreich zu kom- m«n, tn dem di« Bolschewiki nicht ewig am der Macht bleiben werden. Es war die Taktik v. K ü h I m a n n s. gewisser-, matzen absichtSweise die russischem Delegiertem zu diesem Frie- den hervnznholem. Er hat seine Karten ganz allmählich auf- gedeckr mit Geduld und doch mit Zielbewutzts e i n. Wer d'e Verhandlungsberichte aufmerksam liest, wird sich über zeugen, daß ein« schr geübte Diplomatenhand im Spiel ist. Auch die Gegner seiner Pobiftk, zum Beispiel Gras -tewemtlbw. leugnen das nicht Die einzige Frage di« I citinb, irrt, bi- irr bin er xchen wolle. Der Vaterlandchartei und de.r Alldeutschen nickt weit genug, der oberst:» Heeres- leitung ebensolls lückt Diese beslcdt aus der militärischen Sickerunzelindie unabbängig sein soll von den Znfällig- ttiirn »enen das kelbsidestimwungsreckt sie mi«se,en »um» «tn, ©toi!tt;tlfftnt t Sübltnonn die im kiiserllckeit ,etr,sstn«,

Abmack'-inoen nickt für vereinbar hält mit den Grundlagen leine« Ostprogromms-, wirb er zweifellos zurücktret:». Dah Gras Hertling seine tziklörimecn im Haupt,ussckutz aufschob, ,m abzuwarten, »kicken Verlaus di« Verhandlungen in Brest, gttowsk n» huren, deutet dm aus hrn, baß er die Lage noch nicht ttnr übersieht.

Die Verhandlungen in Brest-Litowsk.

Deutliche Sprache des Generals Hoffmann.

In der Sitzung vom 12. Januar resümierte v. K ü h l - mann das Ergebnis der vornmgegangenem Beratungen und bemerkte ub>chlietzend: Wir haben der Ansicht Ausdruck ge­geben, daß die im den besetzten Eiebieten des russischen Reichs

mohneudcn Völterscyaftv» bereit» in einer für uns matz­gebenden Weis« dem Willen» sel>vständig zu sein, kundge- aebon doben. Ans eine von dem Vorsitzenden der russischen

gogebene gürmguum h« Hadem tsis «uch tea

Nlorgen-klusgabe

danken für oollkrmmem diskutierbar erklärt, ob und unter welchen Bedingiungem diese neuem Staaten am den Friedens- Verhandlungen beteiligt werden könnten.^ Wrr sind aber durch öie ruffifche Tekelgdtion nixh nicht öarüöer ov'fgekkärk, ihrer Ai,sicht nach diese Staaten als selbständige Rechts­persönlichkeiten bereits bestehen. Mithin, ob sie, um einen von der riftsischen Delegation gebrauchten Ausdruck zu wieder- ch len. als Ö ! ; e kte sich am der Diskussion beteiligen können, oder ob sie bis aus weiteres nur als Objekte der Staatskunst betrachtet werden sollen- Ich wäre dankbar, wenn seitens der russischen Testpation .diese Frage in einer jeden Zweifel wus- schlietzenden Weise beantwortet werden könnte.

Ohne aus die zur Diskussion stehende Frage einzugehen, bat hierauf Trotzky, dem Delogierten Kamonowodas Wort zu erteilen. Dieser führte aus: „Die ruissische Dölegation ist. zu der Überzcrgung gelangt, daß es zur Vermeidung jeden Mißverständnisses notwendig wäre, die bisherige Ar- be>tsmetho de einer gewissen Änderung zu unter­ziehen. Sie schlägt tue, daß beide Seiten in einer schrift­lichen Zusammenfassung ihre während der Diskussion ent­wickelte Ausfassung darlagten. In Ausführung dieses Vor­schlags stellte die russische Delsgaftrm fest, sie sei nicht in de: Lage, als Ausdruck des Vdlkswillens der okkupierten Gebiete die Erklärungen anMerkennen, öie von >di-eser oder jener soz:a- listischen Grupve oder Einrichtung gemacht worden sind, inso­weit diese Erklärungen unter dem Regime einer fremden Okkupafton erfolgt sind. Die Delegation stellt fest, daß während der Okkupafton nirgends, weder in Polen noch tn Litauen noch iu Kurland, irgendwelche demokratisch gewählte Organisation gebildet werden könnte, auch nicht existiert, die mft irgend welchem Recht darauf Anspruch erheben könnte, als'Ausdruck des Willens b r e i te r K re i se der Bevol- keruug zu gelten.

Was das Wesen der Erklärung über daS Streben zur vollstaatlichen Unabhängigkeit anbetrifft, so erklären die russischen Delegationen:

1. Aus der Taftache der Zugehörigkeit der besetzten Ge­biete zum Bereich des früheren russischen Kaiserreichs, zieht di« russftcde Regierung kein« Schlüsse, die irgend welck-e staats- rechtiickien Beupslichtnngen der Bevölkerung dieser Gebiete im Verhältnis zur russischen Repubftk auferlegen würde. Die alten Grenzen des früheren russischen Kaiserreichs. Grenzen, die durch Gewalttaten gegen Völker gebildet wurden, ir sbcforbere gegen das polnische Volk, sind zusammen m i t dem Zarismus geschwunden. De neuen Grenzen -des brüderlichen Bundes der Völker, die außerhalb chres Rahmens bleiben wollen, müssen gebildet werden durch einen f r e ' e n C n t s ch l u tz der entsprechenden Völker.

2. Deswegen besteht für die rrftsftchc Regierung vie Grundaufgabe, bei den jetzt gsführten Verhandlungen nicht >darin, in irgend welcher Wefte das weitere zwangsweise Verbleiben der genannten Gebiete im Rahmen des russischen Reicks zu tevteidigen, sondern in der Erreickung der wirk­lichen Freiheit und Selbsilestimmung der innerstaat­lichen Einrichtung und nationalen Wege der genannten Ge­biete. Sodann wird sich die russische Republik gesichert fühlen vor dem Hineinzerreu in irgend welche territorialen Streitig­keiten und Konflikte, wenn sie überzeugt sein wird, daß die Linie, wie sie von den Nachbarn gebildet ist, durch dem freien Willen des Volks selbst zustande kam, und n i ch t d u r ch G e- walt von oben, die nur für kurze Zeit diesen Willen un- t, rdrücken könnte.

3. Die so verstandene Ausgabe setzt voraus, eine voraus gehende ErNärung Deuftchlands und Österreich-Ungarns von der einen und Rußlands von der anderen Seite über vier Hauptpunkte in bezug aus den Umfang de? Territo­riums, besten stlevölkerung berufen sein wird, das SEbe- stimmungsrecht ouszuüben, in bezug aus allgemeine polftrsche VorauSietzungen. unter welchen die Lösung der Frage von den staatlichen Geschicken der enftprechenden Territorien und Nationen vollzogen werden soll, in bezug auf das Regime, das bis zu dem Moment der staatlichen Konstituierung der Gebiete beslöhev soll, in bezug «nftArtunLForm,inder die Bevölkerung dieser Gebiete ihren Willen kundzugeben haben werden.

De G>esamtheit ider Antworten aus dies« Fragen bilden die

Para«r«vhrn de« Frieden»vertr,««, die de« t i de« deot- schen Borsckl,,» o»m l». Dezember 1»I7 ersetze« s,»e«.

Die rustische Delegation schlägt ihrerseits folgende Lösung dieser Frage vor:

Das territoriale Selbstbestimmungsrecht siebt den Nationen und nicht ihren Teilen zu. die okkupiert sind, wie es § 2 des deutschen Vertrags vom 28. Dez. 1917 tu,sicht. Dementsprechend gibt die rustische Regierung aus eigener Initiative das Recht der gleichzeitigen Selbsibesftm- mung auch Teilen der genannten Nationen, die außer- h a l l der Bevölkerungszonen leben. Rußland verpflichtet sich diese Gebiete weder direkt noch indirekt zur Annahme dieser oder eirer anderen Staatsform zu nöftgen, ihre Selb­ständigkeit durch keine Zoll- oder Militärkonvenfton zu ve- eii.flusten. die vor der endgülftgen Konstituierung dieser Gebiete auf Grund des Selbstbestimmungsrechts dieser Nationen veschloisen wurde. Die Regierungen. Deutschland» und Österreich-Ungarns bestätigen ihrerseits kategorisch da» Fehlen irgendwelcher Ansprüche sowohl auf die mix,etUibuna m Mi S u n to ri» D vuWiN tz» «tn* fiÜGE»

Nr. 23. . 66. Jahrgang.

reich-Ungarns der Gebiete des früheren russischen Kaiser- reiches, die von den Heeren Deutschlands und Österreich- Ungarns okkupiert worden sind, wie auch einer sogenannten Grerzkorrektur auf Kosten dieser Gebiete. Gleich- zeitig verpflichten sie sich, diese Gebiete nickt, weder direkt noch indirekt, zur Annahme dieser oder jener Staatsform zu nötigen und ihre Unabhängigkeit durch irgend welche ftrll- oder Pilitärkonvenfton zu zwingen, die geschlossen wurde vor der endgiiltigen Konsfttuierung der Gebiete auf Grund des politischen Selbstbesttmmungsrechts der sie bevölkernden Nctirnen. Die Lösung der Frage über die Geschicke der sich selbst bestimmenden Gebiete mutz unter der Bedingung der vollen politiscben Freiheit und des Fehlens jedes äußeren Druckes stattfinden. Deshalb soll die Bestimmung nach Zurückziehung der fremden Heere und der Rück­kehr der Flüchtlinge uns, eer vom Anfang des Krieges an evakuierten Bevölkerung stuttfiilden'. Der Zeitpunkt der Zurückziehung der Heere wir» durch eine besondere Kom- miisioii bestimmt, entsprechend der Lage der Transportnnttel, der Ernährung und anveceu Fragen, die iist Zusammenhang mit den Bedingungen des noch nicht beendigten Weltkrieges stehen. Der Schutz der Ordnung und des Rechts' der im Prozeß der Selbstbesftmmung sich befindenden Gebiete liegt den naftonalen Heeren und den lokalen Milizen ob. Den F l ü ch t l i n g e n und den durch die Okkupationsbebörden seit Anfang des Krieges E o u k u i e r t e » wird volle Freiheit und materielle Möglichkeit . er Rückkehr gegeben.

Bon dem Moment der Unterzeichnung des Friedens bis zur endgültigen staatlichen Konstirnierung der genannten Gebiete geht ihre innere Verwaltung, die Leitung der lokalen Ai gelcgeiiheiten, der Finanzen usw. in die Hände eines temporären Organs über, das durch Verständigung der politischen Parteien, die ihre Lebensfähigkeit inmitten ihres Volkes vor und währen» des Krieges bewiesen haben, geduldet wird. De große Aufaabe dieser temporären Organe besteht gleichzeitig in der, Aufrecht-rbaltung des normalen Verlauf? des gesellschaftlichen und ökonomischen Leben? auch in der Organisafton der Volksbefragung. Die endgültige Löft'ng der Fragen von der Staatslage der Gebiete, um die es sich handelt, und von der Form ihrer Swatseinricktung wird durch ein allgemeines Referendum erfolgen. Znecks Beschleunigung der Arbeiten der Friedenskonferenz tält die russische Delegafton es für außerordentlich wichtig, vcn der deutschen und österreichisch-ungarischen Delegation eine vcllkon.men exakte A n t w o r t auf alle Fragen zu er- halten, die in dieser Erklärung aufgeworfen worden^ sind. Wo? andere kleine Fragen betrifft, so können sie dahin be­handelt weiden, daß sie im Zusammenhang mit der genauen Antwort auf diese Punkte beantwortet werden.

Hierauf erbat General Hoffmann das Wort und führte an?: Ich mutz zunächst gegen den Ton dieser Vorschläge protestieren. Die rustische Delegation spricht mit un§, als ob sie siegreich in unserem Lande stund« und uns Bedingungen diktieoea könnte. Ich möchte daraus Hinweisen, daß die Tatsachen entgenengesetzt sind.

Ta? siegtrichr deutsche Heer steht in Jftrem Gebiet!

Ich möchte dann feststellen, daß die rustische Delegation für die lcsetzten Gebiete die Anwendung eines SelbstbestimmungS- rechts der Volker in einer Weise und in einem U in saug fordert, wie es ihre eigene Regierung im eigenen Lande nickt anwendet. Ihre Regierung ist begründet ledig­lich auf die Macht, und zwar auf eine Macht, die rücksichtSlo» urd mit Gewalt jeden Andersdenkenden unterdrückt. Jeder Andiikdenkende wird einfach AS Gegenrevolutwnär und Bourgeois für vogelfcei erklärt. Ich will diese meine Ansicht nur an zwei Beispielen erklären: In der Nacht zum 3i. Dezember wurde der eftte weitzrussische Kongretz in Minsk, der bis SelbstbestimmungS recht de» weiß­ruffischen Volkes gelten» machen sollte, durch Maximalisten mit Bascnetten und Maschinengewehren auScinandergejagt. Als die Ukrainer das SelI.stbesiimmvngSrecht geltend mochten, stellte die PetecSbacger Regierung ein Ultimatum und versuchte die Erzwingung ihres Willens durch Waffen» pewalt durchzusetzen. So viel aus den mir vorliegende» Funksprüchen hervocgebt, ist der Bürgerkrieg noch iml Gange So stellt sich die Anwendung des Selbstbestim» mungsrechteS der Völker durch die maximalistisch« Regierung in der Praxis.

Di» deutsch» Oberste Heeer»lett«ng muß deshalb die Ein.

misch»«, in di» der «n,rlrqenheiie« in den de-

setzten Gebieten ablehnen.

Für unS haben die Völker in dem besetzten Gebiet ihren Wunsch der Lostrennung von Rußland bereits klar und unzweideutig Ausdruck gegeben. Von den wichtig» sten Beschlüssen der Bevölkerung möchte ich folgende» hervlibeben: Am 21. September 1917 erbat die kurlän­dische LandeSversammlunq, die sich ausdrücklich als Vertreterin der gesamten Bevölkerung Kurland» bezeich- nete den Sckmtz des Deutschen Reiches. Am 11. Dezember i{H7 prcklamierte der litauische L a n d e S r a t, der von Litauern des In» und Auslandes als die einzige bevollmäch­tigte Vertretung »es litauischen Volkes anerkannt ist. den Wunsch der Abtrennung von allen staatlichen Verbindungen, dre bisher mit anderen Völkern bestanden haben. Am 27. Dezember sprach die Stadtverordnetenversammlung in Riga eine ähnliche Bitte an da» Deutsche Reich aus. Desem Autrog haben sich die Rigaer Kaufmann»kammer. di« groß«; Gilde, die Vertreter »er Landbevölkerung sowie 70 Riga«

mma* «sti-M-ü«. MUMÄ tzbßk im Zwmbis M