Nr. ß<Ty. Souutag, Dezember 1S1V
Wiesbadener Nachrichten.
vre Woche.
D>e Erhöhuritz der Wohnungsrniete stützt «wyenschem-lich bei ernsm -großen Teil der Mieter aus Widerspruch. Einige cru-s Ziemlich der gleichen Mietergruppe hevvovgctzo'NHer'e Äußeruwyen haben wir bereits veröffsnt- licht, um auch die andere Seite zu Wort kommen zu taffen. Es versteht sich vcn selbst, und der Vorstand des Hans- und Grundüesitzervereins wird schwerlich davon überrascht sein, daß gerade diejenigen Mieter, 'deren Einkommen reicht mit der wachsenden Deuevuna in die Höhe gegangen, sondern im großen nrd ganzen das der letzten Friedcnsjabre geblieben ist. sich am meisten gegen die in Aussicht stehende Mehrbelastung währen. Leider zählt zu Liesen Mietern ein sehr großer Teil der Wiesbadener Einwohnerschaft; was unter normalen Verhältnissen ein Vorzug unserer Stadt war, gereicht ihr gegenwärtig zum Nachteil: die Pensionäre und die kleinen Renrner, rubiye Bürger, die einer Stadtverwaltung nicht allzu viel Arbeit modjMt, sind, wie der Mittelstand überhaupt, durch die Teuerung in eine sehr unsicheve und schwierige Lage gekommeei. Aius sie trifft besonders zu, was der bayerische Städtetag in einer kürzlich angenommenen Entschließung sagte: .Die Preis« des täglnhen Lebensbedarfs haben in 'den letzten Monaten eine derartige Steigung erfahren, daß weite Kreise der Bevölkerung in Stadt und Land bis tief in den Mittelstasid bi.rein in immer größere Bedrängnis geraten.' Unter diesen Umständen löst naturgemäß jede neue, das ohnehin unzureichend gewordene HausholtSbudyet noch mehr belastende Ausgabe Furcht und Schrecken aus Es fit ein« harte Zeit. Hart ist sie auch, das darf nicht übersehen werden, für recht viele Hausbesitzer. Auch sie gehören zum großen Teil zu denen, die nur von den Lasten des Kriegs getroffen werden. Wer Gelegenheit hat, einen Blick Hinter die Kulissen zu werfen, kann in dieser Beziehung recht beängstigende Feststellungen machen. Die folgende Büanz eines Hausbesitzers ist durchaus keine Seltenheit:
Mein no» neue? Hau? in guter Wohnlage erfordert schon seit 11 Jc-lren durchschnittlich eine jährliche bare Zubuße von 1705 M., weiter gehen mir au? eigenem Krpital von 32 000 M. jährlich 1600 M. Zinsen verloren. Sodann erhalte ch für dre Bewirischafiung de? Haufe?, einschließlich de- Risikos, keinen Pfennig als Entlohnung. Nehme ich hierfür, bei 11 Wohnungen und sonst sien B» triebsräumen nur 1200 M. jährlich in Anspruch, so habe ich m t einem Verlust von 4505 M. jährn '• zu rechnen, den Arger und Verl ruß habe ich ebenfalls umsonst, 1,er will mir es da verttnken, wenn ich mich endlich zu verbessern suche?
Die Kriegslasten, die von denen aufgebracht werden nüssen,, die keinen TeA a>n den Kriegsgewinnen haben, sind infolge der sich auf den gesamten Leben »bedarf erstreckenden Teuerung ganz enorm. Es ist die höchste Zeit, daß, wie auch der bayerische Gtädtötag in seiner Entschließung fordert, end- loch an einen Abbau der Preise herangetreten wind, der nicht nur einzelne Produkte, sondern alle Produktionssaktore-i erfassen muß. Würde dieser dringlichen Forderung in fühlbarer Weife Rechnung getragnen, so würde sich auch die Absicht der Hausbesitzer bedeutend leichter verwiMichen baffem, -n-
— Allgemeine Ortskrankenkaffe. In der vorliegenden Nummer veröffentlicht der Kaffeuvcrstand di« mit dem 1. Januar 191P >n Kraft betenden neuen Vesi'mmun- gen über Bei äge nd Leistungen der Kaffe, ans die wir kürzlich bei ts l ..gewiesen haben. Zur Abwendung eigener Nachteile ist den Versicherten und Arbeitgebern zu empfehlen, sich über die neuen Vorschriften eingehend zu unterrichten Ganz besonders wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Beiträge um i/ 2 Prozent des Grvndlvbn-es erhöht und eine 9. Lohnstufe eingesetzt wurde, welcher alle Mitglieder mit einem Arbeitsverdienst von täglich über 6 M., wöchentlich über '<6 M. und monatlich über 156 M. amzugehoron haben. Die Erhöhung der Beiträge beträgt in der 1. Lohnstufe 3 Pf., in der 2. 3 Pf., im der 8. 6 Pf., in der 4. 9 Pf., in der 5. 9 Pf., in der S. 12 Pf., in der 7. 15 Pf., in der 8. 18 Pf., in der neuen (9.) Lnhnstrfe beläidft sich der Wochenbeitvag auf 2.10 M. Weiter ist zu beachten, daß die Beiträge tageweise zur Bereckinung kommen kür solche Mitglieder, die im Laus der Kalenderwoche be: der Kaffe ein- oder austreten, und daß fermer sämtl'che Mitglieder mst eigenem Hausstand und Angehörigen einen Zusatzbeitrag von monatlich 1.50 M. für die Familienhilse zu zahlen halben. Letztere Bestimmung :st allgemein, also Aw'nvoch, und bezieht sich nicht etwa wie früher nur aus solche Mitglieder, die sich zur Familienhilfe freiwillig melden.
— Berkehrsbeschrlinkungen, di? Kriegs Notwendigkeiten sind, müssen e ragen werdsn. jedoch sollten berechtigte Wünsche der Reifenden, die sich leicht erfüllen lassen, geprüft werden. So könnte die Eisenbahndnektion Mainz es gewiß ermöglichen, einen besseren Anschluß für Wiesbaden, Wiebrich und Mainz an den letzten Limburger Abendzug in Niedernhausen herzustellen. 9 Uhr 52 Min. kommt dieser Zug in Niederlihausem an, ober auisge» rechnet 22 Minuten zuvor, nämlich i, Uhr 30 Min., fährt der Wiesbadener Zug von Niedernhausen ab. ES müssen also sozusagen ein« Viertelstunde wegen Dutzende von Fahrgästen den weiten Umweg über Höchst machen, und damit zwei Bahnen statt eurer belasten, um in 'spätester Nachtzeit in Mainz oder Wiesbaden anzukommem. Fohrgäste von werter- her vermögen mit dem besten Willen nicht dem Zug., der fing nach 7 Uhr in Limburg abaeht, zu erreichen, und sind gezwungen, mit dem letzten Zug zu fahren.
— „Die Verpflegung war für die jetzige Zeit der KriegS- not ganz hervorragend." Urteile, wie dieses, haben >'m 4. KrieySsayr einem Seltenheitswert. Es ist darum eine wahr« Freude, sie in stattlicher Anzahl in einem Heftchen zu finden, in dem die Deutsche Gesellschaft für Kauf- manns-ErholungSheime (Sitz Wiesbaden), eine Anzahl von Briefen vereinigt hat, die ihr aus ihrem GästekrsiS zugegangcn sind Das Heftchen zeigt aber auch, wie überaus notwendig die Heime der Gesellschaft gerade während des Kriegs mit seiner drückenden Belastung des Mittelstandes für «inen großen Teil der koufmäunischen und technischem Angc- stellten und der kleineren selbständigen Kaufleute geworden sind. »Ich hin alleinstehend und mittellos, so daß ich mir eine Erholung tn einem Kurort nicht leisten kann, dagegen bin icki infolge anstrengender Beschäftigung und schlechter Per- pflegumg sehr erholungsbedürftig." Dieser Satz kann leider als typisch gelten. Dem von der Gesellschaft ausgesprochenen WeihnachtSwunsch^ daß die. Briefe den Weg zum Herzen all
_ Mresbadetres Tagblatt. __
der Kauflsute und Industriellen finden mögen, die ihren Arbeiten noch teilnahmslos gsgsnüberstehen, 'schließen Wir um? voll und ganz an.
— Ersatzbrühwürfel. Durch die Bundesratsverovdnumq über Fleischbrühwürfel vich denen Ers'atzmittel vom 25. Oktober 1917 sind vom 1. Dezember 1917 ab Ersatzbrühwürfel und dergleichen, die den Borlchriften der Verordnung nicht entsprechen, vom freien Verkehr ausgeschlossen. Ausnabmen sind nicht zug-chassen. So weit hierdurch etwa unverkäuflich werdende Waren noch im Verkehr sind, deren Anpassung an die Vorschriften der Verordnungen nicht erfolgen kaun, müssen sie aut Anordnung des Staatssekretärs des KrisgSernäö- rungSMntS dem Kommunalverband überlassen werden, welcher über deren Verweridung Bestimmung trifft.
— Kriegsauszeichnung«». Mit dem Eisernen Kreuz s. Klasse wurden o»Sne»eichvet. der Wehcmann Peter Grede vom Wiesbadener Gaswerk, der Vizefeldwebel d. R. Otto Doderer aus Wiesbadcu. der Untercffizier lei einer F'iegeraktnlung Richard Becker. Sibn des Postschaffners a. D. Anton Deck.r aus Wes- baden, der Installateur Gustav Bengel au? Wiesbaden, zurzeit bei einen, EiseiibadinEriatz-Botaillen, unter Vciörderung zum Vize- wichtmeister und O ffizierosiirarien der Anterofirzier Joseph Riedl aus Wiesbaden der Bizefe'.dwebel Jakrb G e n ß aus Wies- baden und der Krankenträger C. H. R e i s n e r , Sohn der Immobilien- und Hypeldeken-Agenten Hch. Rcifner in Wiesbaden.
— Feldgraue Weil,„achten. Es liegen unS noch eine Reihe Be- richte über Weibnachtsfeiern in Lazaretten vor. Im Teillazaretr „Westfälischer Hof" sprach Pfarrer Lieber. Zur Unterhaltung trugen hier durch Musik-, Gesangs- und andere Vorträge Fräulein M-riette Vrpel. Arm», Schröder, Frau Eeheimrat Duilberg. Frl. Kirsch und Rud Dich lei. Bei der Wrihnachtssiier im Teillazareit „Wiesbadener Hof" wirkten Frl. v. Preuschen, Frau Müller- Reichel Fra» Ereßmann-Treu, Frl. Philipp?, Frl. Moritz, Frl. Battenfeld und Herr Streib mit. Zu den Mitwirkenden im Teil- lazaret! „Hotel Rational" gehörten die Hofoperasänger Schütztrdcrf und Thotnsen, sowie die Kammermusikec Viktcr und Hennig Um di- Werdnachtsfeier der Teillazarette des Reserve- lazarettö 1. die dank der Mithilfe knn,»sicher Wiesbadener und Wiesbadener Künstler sämtlich wchlgelungen waren, hat sich beson- ders der Leiter oller Vc»anstaltuugen, Lazarettoberinlpektor Goeltzec, verdient gcniacht
— Höchlchreisüberschreitung. Gemäß einer Mitteilung der städtischen Prrispistfuiig? stelle sind durch Strafbefehl des hiesigen Amtsgericht? gegen nachpenanvte Personen Strafen verhängt worden: Musiker Me-tin Dauer, Plotter Straße 58, w-gen Höchstpreis- überschrcitunp 31 M. eder 6 Tage Gefängnis. Käsehändler Daniel Wege, B'ücherplatz 2. desgleichen und unerlaubten Lebensmittel. Handel 3L0 M der 32 Tage Gefängnis: Frau Anna M c i n h a r d t. geh. Lutz, in Mann-Kastel, Blücherstroße 3. weg.'n Höchstpreisüber. schrcituna für Wcsikobl 10 M. oder 2 Tage Gefängnis Außerdem fallen den Bestrosten die Kosten de? Verfahrens zur Last
-- Gesetzsammlung des Kriegs»»,tcs. Zu der vom Kriegsamt im Januar 1917 herausgegbenen Zusammenstellung von Gesetzen, Be- kanntmacknngen und Berfilgungen, betreffend Kriegsrohstoffs, nebst deren Rcckträgc,:. Susfiihrungsbestimmungen und Erläuterungen, ist das 5. E r g c „ z u n g k b l a t t nach dem Stande vom 1. November 1817 erschienen.
— W-chendicnst der militärischen Borbereltwng der Residenzstadt Wiesbaden. In, erdkon,pagn!e Rr. 148- Donnerstag, den 3. Januar: Jugendheim. 814 Ubr abends. Jugendkompagnie Rr. 149: Freitag, d>n 4. Januar: Jugendheim, 814 Uhr abends. Jugendkompagnie Ri. 150: F-cirag tin 4. Januar: Jugendheim, 814 Uhr abends. Jugendsinipagnie Nr. lbl: Donnerstag, den 3. Januar- Jugendheim, 814 l'br abends.
— Kleine Notizen. Gottesdienst für Schwerhörig: findet heute „ackmutag 31s Uhr in der Sasiistei der Ringkirche statt.
0«rtrri4)tt öfter Knnft, Oortrdae und OtrwmMM.
• Mainzer Stadttheoter. Montag, de» 31. Dezember, nachmittags 214 Uhr. „Petr-.-chens Mondsadn". Abends bVa Uhr: ..Der liebe
Augustin". Dienstag den 1. Januar, nachmittags 3 Uhr. „PeterchenS Mcndiabrt". Abend? 7 Ilbr- ,Der Ring des Pokysiatcs", „Der Schneemann". MiNlrcch, deir 2.- „Nathan der Weife". Donnerstag, den 3. „P«eikl-eiis Mindsahrt". Freitag den 4.: „Der Wildschütz". SamStag. den 5.- „Der Schneemann", „Häusel und Gretel". Sonntag, den 6.. nachmittags 3 ,1hr: „Pcterchens Mondfahrt". Abends 7 Uhr: „Othello". _
Kur dem Landkreis Wiesbaden.
— Stambach. 22 Dez. Gestern wurde der am heiligen Abend verstorbene Lehrer P. S t c h r hier zur letzten R-rhe gebettet. Biele Schüler, Lihrer ans dem Orte und der Nachbarschaft, sowie Ortsbe- wohner folkien Lehrer St., ein geborener Sachse, war anfänglich ,n seiner Hciw-arpro, wz schulaimiich tätig, dann in Bremerhaven und kam »ach Nassau, wc er in Reichenbach, SelterS, endlich von 1899 bis 1911 in Ranibach amtierte Seitdem lebte er hier im Ruhestand:.
Neues aus aller Welt.
Ein Hauslestper als Einbrecher. Berlin. 29. Dez Aussehen
erregte tu Potsdam die Entlarvung des Hauseigentümers Michels, der bei einen. Einbruchsversuch aus frischer Tat festgenommlen wurde Der Bcil-oitete war anscheinend der Anführer früherer Einbrüche. Ein Verdacht fiel aus ihn nicht, denn er war Hauseigm- mmer in der Marienftr-ßc und betrieb eine Aastwirtschaft. Als er n>m gestern mit einem Begleiter ehe» dabei war, aus einem Schlächterladen in der Sf andauer Straße zu stehle», wurde er fest- gcnou-men Kurz lecher hatte er mit deinem Genossen einen größeren Einbruch unternommen In seinem Besitz fand man noch Lei der Fistnahme Kostbarkeiten und Wertgegenstände im Werte von 40 000 Mark.
Lebensmittekfchmnggel. München. 29. Dez. Hier wurde «tn Mann namens Arno Bill aus Chemnitz augehalten, der in großen Tonnen Teer und unter deren eingelöicten Overböden Gänse, Käse, Butter, Sciie nach Berlin fortschmnggeln wollte.
Großes Erdbeben i« Guatemala. W- T.-B. Washington, 29. De; (Trahtbericht) Nach hier vorliegend,-» Nachrichten wurd: Guatemala von einem Eidlcbci, hcimgesucht. Ein Teil de: Stadt ist zerstört, zahlreiche Menschenleben sind zu beklagen. Tausende sind obdachlos Tie hier ansässigen Fremden sind g,rettet.
Handelsteil.
Dte Besserung der deutschen Valuta.
Wir hai en bereits mehrfach an dieser Stelle dargetan, velcben günstigen Einfluß die russischen Friedenshestre- bungen von Anfang an auf die Valuta Deutschlands und seine- Verbündeten ausgeübt haben und wie mit jedem weiteren Fortschritt der Verhandlungen mit Rußland auch eine weitere Besserung der Reichsmark bei den Neutralen und in den feindlicher Bändern selbst wahrzunehmen war. Dis Meldungen aus Rrest-Litowsk haben naturgemäß die deutsche Valuta noch weiter gefestigt, während diejenige der Westmächte sich weiter verschlechtert hat. Ein recht interessantes zitlernmäßiges Gesamtbild bietet ein Über-
Morgen-AvSgasie. Erstes Merkt. Seite 8.
blick der ,.Frkf. Ztg‘, nach dem sich das^gegenwärtige Verhältnis der Reichsmark zu den Valuten der .vichtigstea anderen Länder folgendermaßen darstellt:
Spanien . Schweden Schweiz . Dänemark Holland . New V ork England Frankreich Italien österr -Ung. Rußland .
Normal-
vc-r ca.
Letzter
stand
2 Monat
Kurs
. . 123 45
—
79
. . 88.89
32 J 4
5814
. . 12345
60.50
85
. . 88 89
2814
85
. . 59.20
30 55
0214
7.50
5.16
. . 2048
35.-
21.20
. . 123.45
76.60
109.40
. . 123.45
105.-
160.—
. . 85.—
—
64.25
. . 216-
—
85 —
Wenn, wie aus vorstehender Tabelle ersbhtiich, unsere Valuta auch noch rieht den normalen Stand des Friedenskurses lei den Neutralen sowie in England, Frankreich und Amerika erreicht hat. so können wir doch mit dem gegenwärtigen Stand der Reichsmark unter den, obwaltenden Umständen zufrieden sein; sie dürfte sich noch weiter bessern, je größer die Hoffnung auf einen Frieden wird.
iBdswttle uatf üasdel
— Verzeichnis der deutschen Ans- und Durchfuhrverbote aus Anlaß des Krieges. Die Handelskammer zu Wiesbaden macht die am AusfuhrverKehr beteiligten Firmen ihres Bezirks darauf aufmerksam, daß die Berliner Hai dehkammer zu ihrem nach dem Stande vom 1. Juni 1917 zusammengestellteu Verzeichnis der deutschen Aus- und Durchfuhrverbote aus Anlaß des Krieges soeoen einen Nachtrag III herausgegeben hat, der alle in der Zeit vom 23. Oktober bi« 18 Dezember 1917 in Kraft getretenen Änderungen enthält.
Der Verkehr mit Getreide und Hülsenfriiehten W T.-B. Berlin, 29 Dez. Die Verordnung iber den Verkehr mit Getreide, Hülsenfrüchteu. Buchweizen und Hirse aus der Ernte 1i17 zu Saatzwecken vom 22. Juli 1917 wurde dahin ah geändert, daß nur solche Saatkarten Gültigkeit haben, die mit dem Dienststempel und Biüfungsvermerk einer höheren Verwaltungsbehörde versehen sind. Die Befugnis der Kommunalverbände, den Gemeinden die Erlaubnis zur Ausstellung von Saatkarten zu erteilen, wurde aufgehoten. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch die an sich vom 1. Januar 1018 ab zulässigen Lieferungen von bereits erworbenen Sommersaat- geti ude erst dann bewirkt werden können, wenn die zugehörigen Saat karte» den vorstehenden Anordnungen genügen. Es empfiehlt sich deshalb, die bereits ausgestellten Saatkarten unverzüglich der höheren Verwaltungsbehörde, in Preußen dem Regierungspräsidenten, zur Prüfung und Abstempelung einzureichen.
Briefkasten.
Air MriKMtai W «Sir»*».«,» >;«nq wtW «w MtWIg*
SatnKA OB •orSUUra uni |H,I tknt fcrMWrrktillukktt- Btf»n4u»»r* Uimen ntifct (endkrt Becken.)
X. x.Z Sr lange Q,e Kriegsteilnehmer sind, kann di« Pfän. dang gegen Sie Nicht rollzogen werden. Wied aber ein Antrag gegen Sie gksteelt. to fonnen Sie bei dem Bollstreckungsgericht beantragen, däß die Zwanp-ic llsireckunp emstweilen eingestellt und Ihnen eine Zohlungssrist len 3 oder 6 Monaten gewährt wird. Sie können aber auch diesen Ninrag stellen, wenn man annehmen könnte, baß Sie nicht niehr Kricg-teilinbmei seien.
Tagblatt»Sammlungen.
Es gingen hei m,» ein: für den Armeaderein: von A. -k. 1.50 M., Frl. Lina Maihi 8 M.; für das Pauline»slist: von W. u. K. Schäfer 10 M„ Frau Krnlul Bramketr 10 M., Fr. W. Sirauß-Bogler, vhlcndstroße 6, 1l M., Frl. Kath. Ries 2 M. R. F. 2 M.. H. R. 10 M., C Wisimann 20 M., Frau A M. 2 M., By. 10 M„ Frl. Lina Math'. 3 SD,., Alclph DamS, Möbel,abrik, 5 M.. Geschwister Waxemawu, Ili'ensiroße 8, 10 M., Schokoladenbaus Müller 10 M.. Frau Breiter '> D,„ K Sch. 20 M„ A. K., Wiesbaden, 1 M.; für die Augcu Heilanstr.lt. von Frl. E. 2 M., W. u. K. Schäser 10 M., Fr. W Stia,iß,Begier. Nhlandstraße 6. 20 M.. N. F. 2 M„ Direktor H Becker hier kl. M.. E. Wißman». lO M, Brockdorff 5 M., Freim v. Gültlingei, 5 M. Frl Bari,nee 10 M., S. B. ,0 M„ Hauptmann a D. W 5 SK.. Frau Si M. 2 M., Frau SB. 10 illl., Karl Sauer 8 M., Frau E F 21 M.. F. S. 5 M., By. 10 M., Firma Bacharach 25 M., I B. i M., Frau M. K. 5 M.. Frl. Lina Macht 8 M., R St Steiulein 1<> M.. Adolph Dams, Möbelfabrik, 5 M., Geschwister Wagen,an». Rrsenstraße 8, lO M„ Scüokolaoenhaus Müller 10 M.. A D 11 M., & Blust 5 M., Frau Doelter 5 M., Dr. Aug. Fecscnius 3 M, K Sck 10 M., für di: Krllppelsürsorg« sKIuder- heim): von H G. l> M„ Havptmann a. D. G 5 M., E. Wißman« 10 M.. E L. 2 M.. B L 10 M.. Frau M. Stoß 5 M.. I. B. 5 M.. Frau Job Zeidler 2 M.. Frau R O. :C M., I. B. 5 M.. E. Blust 5 M., Frau Vielter 5 M (Fortsetzung folgt.) Der Verlag.
Goldsnkaukstelle Wiesbaden, Marktstrasse 14.
Die Nlergen-Art-gabe umfaßt 8 Seiten sowie bi- Be» lagsbeilage „Alt-Riffau" 91*. 13.
ftaowfckttftteltet: «. tegeck.tll.
eer.nt»or«i(fi Tflt oeutlchk Politik: A. vezeik.k«: Kr wu»l«nk»,»Ntik» Dr ptait K. Sturm- für den »rtfrfialtunqfSteil: S » WauenSotf, fül flaoriduni nur Wir«bilden unk den Ättchbarbejirten I B b Diefenbach, ür Lrrichiiiaal tz DiefenbaS, für Lpo« und stuftiubri I V <S Öoäaiet; fül Permi,chles und den Brie,kalten 3 SoS«a’cr: für den Handelt,eil W Etz!
für die Anzeigen und Reklamen: H. Dorn aus: lümiltch >u Wiebdadeu. tni und Benag der il Sch eilen der glchen Hof-BuchdrnLerei in QirtklMk
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